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DE267839C - - Google Patents

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Publication number
DE267839C
DE267839C DENDAT267839D DE267839DA DE267839C DE 267839 C DE267839 C DE 267839C DE NDAT267839 D DENDAT267839 D DE NDAT267839D DE 267839D A DE267839D A DE 267839DA DE 267839 C DE267839 C DE 267839C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
globe
arm
plane
axis
guide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT267839D
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English (en)
Publication of DE267839C publication Critical patent/DE267839C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B27/00Planetaria; Globes
    • G09B27/02Tellurions; Orreries

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Instructional Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42n. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1912 ab.
Die Erfindung betrifft ein Tellurium oder Instrument, welches die Vorgänge darstellt, durch die die Aufeinanderfolge von Tag und Nacht, der Wechsel der Jahreszeiten und verschiedene andere astronomische Erscheinungen erfolgen. Dies wird beim Erfindungsgegenstande dadurch erreicht, daß die Erdkugel in bekannter Weise im Verhältnis zur feststehenden Sonne gedreht und gleichzeitig gehoben bzw. gesenkt wird. ίο Das Neue der Erfindung ist, daß die Achse des die Erdkugel tragenden Armes durch eine Führung gesteuert wird, deren Ebene im spitzen Winkel zur Achse steht.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. ι ist ein Grundriß der Vorrichtung, in dem einige Teile weggelassen sind.
Fig. 2 ist ein Aufriß der Vorrichtung.
Fig. 3 ist eine Ansicht, teilweise im Schnitt, der Vorrichtung zum Stützen und Bewegen der Erdkugel in einem anderen Maßstabe.
Fig. 4 ist ein Teilschnitt gemäß Linie x^x1 in Fig. 3.
Fig. 5 ist ein Aufriß der Stützvorrichtung des die Erdbahn darstellenden Ringes,
Fig. 6 ein senkrechter Schnitt durch die Antriebsachse.
Das obere Ende eines Stützfußes 1 bildet eine
' Stange, mit der eine Stützgabel 2 fest verbunden ist. Das untere Ende einer Lägerhülse 3 ist an den Zinken der Gabel 2 angelenkt und kann im Winkel zur Vertikalen eingestellt werden.
Die Winkeleinstellung kann verändert werden, was vorzugsweise durch einen Lenker 4 erfolgt, der an einem vorspringenden Arm 5 der Hülse 3 einerseits und an einer Öse eines einstellbaren Kopfes 6 angelenkt ist; der letztere kann in senkrechter Richtung auf der Stange des Stützfußes ι gleiten und dort in verschiedenen Stellungen durch eine Klemmschraube 7 festgehalten werden.
Eine mit einer Teilung versehene Platte 8 hat Bezeichnungen, aus denen die Aufeinanderfolge der Jahreszeiten und andere auf die Stellung der Erde zur Sonne bezügliche Erscheinungen zu ersehen sind. Diese Platte 8 ist mit einer Scheibe 9 fest verbunden, die ihrerseits an der Hülse 3 befestigt ist und in'einer zur geneigten Achse der Hülse 3 schiefen Ebene liegt. Mit dem oberen Teil der Hülse 3 ist eine Nabe 10 fest verbunden, die ein nichtrotierendes Zahnrad 11 trägt, dessen Oberfläche parallel zur Oberfläche der Teilungsscheibe 8 ist. Auf der oberen Fläche des Zahnrades 11 befindet sich ein ringförmiger Führungsflansch 12, dessen Zweck im folgenden noch beschrieben werden wird.
Ein leichter Ring oder Band aus Draht 13 stellt die Ebene der Erdbahn dar und wird normal in einer schiefen Ebene gestützt, welche in derselben Richtung geneigt ist, jedoch weniger seitliche Neigung hat als die Teilungsscheibe 8 und der Führungsflansch 12 des.Zahnrades 11.
Der Bahnring 13 wird von dem Stützfuß 1 aus durch zwei lange gekrümmte Stangen 14, 15 getragen, von denen die erstere ein verlängertes Ende aufweist, das eine elektrische Lampe 16 trägt, die die Sonne darstellt. Letz-
tere bleibt in unveränderlicher Stellung in der Achse des Bahnringes 13. Die Verbindung zwischen der Stützstange 14 und dem Bahn- j ring 13 wird vorzugsweise einstellbar mittels eines Stiftes 17 ausgeführt, der in eines der beiden Löcher 18 in der Stange 14 eingreifen kann und in einen Sitz in dem am Bahnring 13 befestigten Ring 19 eindringt (Fig. 2).
Eine Antriebswelle 20 erstreckt sich durch die Hülse 3, in der sie sich drehen kann, sowie durch die Nabe des Zahnrades 11 und ist darin in ihrer Längsrichtung beweglich. Die Achse der Welle 20 steht nicht senkrecht zu der Führung 12 auf dem Zahnrad 11, sondern im spitzen Winkel dazu. Am unteren Ende ist an der Welle 20 eine Kurbel 21 angebracht, mittels deren die Welle gedreht werden kann. Natürlich kann man sie auch durch irgendein anderes Mittel entweder selbsttätig oder auf andere Weise antreiben.
ao Oberhalb des Zahnrades 11 weist die Welle 20 einen seitlich vorspringenden Arm 22 auf, der mit einer Rolle 23 auf der endlosen Führung 12
■ läuft. An ihrem oberen Ende trägt die Welle 20 ein Gegengewicht 24, einen Getriebe-Stützarm 25, einen Reflektor-Stützarm 26 und einen Erdkugel-Stützarm 27. Der Getriebe-Stützarm 25 hat ein abnehmbares äußeres Ende oder einen jochartigen Rahmen, der in dem Hauptkörper des Armes teleskopartig verschiebbar ist und durch eine Klemmschraube 26" festgehalten wird. Der Erdkugel-Stützarm 27 hat ein einstellbares und abnehmbares äußeres Ende 2711, welches an ihm durch die Klemmschraube 28 befestigt ist. Der äußere Arm 27" trägt an seinem Außenende einen Kopf 29 von der Form eines umgekehrten Napfes. Der Kopf weist einen großen zentralen Durchgang 30 (Fig. 3 und 4) und einen abnehmbaren Boden 31 auf, der durch Reibung oder auf sonstige Weise an ihm festgehalten
ist und seinerseits eine zentrale Öffnung 32 besitzt. Ferner kann vorzugsweise an dem Boden 31 ein vorspringender Finger 33 angebracht sein. Der Durchgang 32 hat einen bedeutend kleineren Durchmesser als der Durchgang 30.
Die Erdkugel 34 weist eine Spindel 35 auf, die aus den Polen vorspringt. Das untere Ende dieser Spindel erstreckt sich frei durch die Durchgänge 30 und 32 und besitzt einen Flansch 36, welcher auf der Decke des Kopfes 29 läuft und es ermöglicht, daß die Erdkugel im Verhältnis zum Arm 27 sich drehen und kippen kann, so daß die Pole der Erdkugel in der richtigen veränderlichen Neigung im Verhältnis zur Erdbahn verbleiben. Die Erdkugelspindel 35 trägt ferner eine kleine Antriebsscheibe 37 (Fig. 3). Ein gekreuzter Riemen 38 läuft über diese Scheibe 37 und über eine größere Scheibe 39, welche auf einer kurzen Gegenwelle befestigt ist, die sich im Arm 25 dreht und ein kleines Zahnrad 41 trägt. Letzteres kämmt mit dem Zahnrad 42 auf dem oberen Ende einer Gegenwelle 43, welche ebenfalls von dem Arm 25 getragen wird. Die Gegenwelle 43 weist an ihrem unteren Ende ein Zähnrad 44 auf, das mit dem nicht drehbaren Zahnrad 11 kämmt. Durch die beschriebenen Antriebe wird die Erdkugel 34 um ihre eigene Achse mit zeitlich richtiger Wirkung gedreht, wenn sie um die Sonnenlampe 16 durch die Drehbewegung der Antriebswelle 20 und der von dieser getragenen Teile gedreht wird.
Der Arm 26 trägt einen Reflektor 45, der immer dicht an die Sonnenlampe 16 und gegenüber der Erdkugel 34 gehalten wird. Der Arm 25 trägt eine Spitze 46, welche über der Teilungsscheibe 8 wandert und auf dieser die verschiedenen sich ändernden Erscheinungen anzeigt, die durch die Drehung der Erde um die Sonne eintreten.
Wenn nun die Erdkugel um die Sonnenlampe herumgedreht wird, so erzeugt die Rolle 23 am Arm 22 der Antriebswelle 20 zunächst eine in der Längsrichtung der Antriebswelle gerichtete Aufwärtsbewegung der Welle 20 und der von ihr getragenen Teile. Während der anderen halben Umdrehung führt die Rolle eine abwärts gerichtete Bewegung der Welle und der von ihr getragenen Teile herbei. Dieses Hoch- und Niedergehen der Welle und der von ihi getragenen Teile erfolgt dadurch, daß die Führung 12 sich in einer zur Achse der Welle 20 schiefen Ebene befindet. Da ferner die Führung 12 sich in einer Ebene befindet, welche eine größere Neigung, als der Bahnring 13 besitzt, so ergibt sich, daß die Erdkugel im Verhältnis zum Bahnring steigt und fällt. 'Die oben dargestellten drehenden und längsgerichteten Bewegungen der Welle 20 erteilen der Erdkugel eine richtige illustrative Bewegung, wobei die Linie der Eklipse einmal in jeden 24 Stunden der Erdbahn entspricht. In Fig. 2 ist die Äquatorlinie der Erdkugel bei y und die Eklipselinie bei y1 angegeben.
Wenn nun der Bahnring 13 durch Einstecken des Stiftes 17 in das untere Loch 18 (Fig. 2) eingestellt wird, so stellt der Bahnring die Ebene der Milchstraße dar. Diese Einstellung des Bahnringes zeigt somit, warum eine Person an einem bestimmten Punkt der Erdkugel die Milchstraße während eines Teils des Jahres sehen und während bestimmter anderer Teile des Jahres nicht sehen kann.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Tellurium, bei dem die Erdkugel im Verhältnis zur feststehenden Sonne gedreht und gleichzeitig gehoben bzw. gesenkt wird, .dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (20) des die Erdkugel (34) tragenden Armes (27) durch eine Führung (12) gesteuert wird, deren Ebene im spitzen Winkel zur Achse steht.
  2. 2. Tellurium nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (20) des die Erdkugel (34) tragenden Armes (27) geneigt zur Ebene des Bahnringes (13) drehbar sowie in der Längsrichtung gleitbar ist und sich mit einem Rollenarm (23) gegen die sie umgebende Führung (12) stützt.
  3. 3. Tellurium nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Bahnring (13) gegenüber der Tragvorrichtung (27, 22, 12) der Erdkugel (34) einstellbar ist, um in der einen Stellung die Ebene der Erdbahn und in der anderen Stellung die Ebene der Milchstraße darzustellen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT267839D Active DE267839C (de)

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