DE2701321C2 - - Google Patents
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- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C22/00—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nachbehandlung von
mit einem chemischen Umwandlungsüberzug versehenen Oberflächen
von Zink oder Zinklegierungen mittels chromfreier wäßriger
Lösungen.
Auf Stahl wird häufig elekrolytisch oder im Schmelztauchverfahren
ein Überzug aus Zink oder einer Zinklegierung
aufgebracht, um die Stahloberflächen vor Korrosion zu
schützen. Bevor das verzinkte Material auf den Markt gebracht
wird, ist es üblich, die Oberflächen chemisch vorzubehandeln
und anschließend mit einem organischen Überzug
zu versehen. In manchen Fällen wird jedoch auch nur eine
chemische Behandlung durchgeführt und das Material dann in
diesem Zustand an die Weiterverarbeiter ausgeliefert. Die
chemische Oberflächenbehandlung der Werkstücke stellt eine
wesentliche Stufe der Oberflächenveredelung dar und bezweckt
eine entscheidende Verbesserung der Haftung der organischen
Beschichtung, eine Erhöhung der Beständigkeit gegen
Unterwanderung des Lackfilms bei Korrosionsbeanspruchung und
eine Herabsetzung der Gefahr der Blasenbildung auf der Fläche
bei korrosiven Einflüssen. Findet die organische Beschichtung
nicht gleich im Anschluß an die chemische Vorbehandlung statt,
dient diese ferner einem gewissen Transport- und Lagerungsschutz.
Durch die chemische Oberflächenbehandlung wird ein Umwandlungsüberzug
auf den Zinkoberflächen erzeugt, z. B. eine
Chromat- oder Phosphatschicht oder ein komplexer Oxidüberzug.
Chromate werden aber nicht nur bei dem Chromatierungsprozeß
selbst verwendet, sondern auch zur Nachbehandlung
der aufgebrachten Phosphat- und komplexen Oxid-Überzüge eingesetzt,
um den Korrosionswiderstand zu erhöhen. Obwohl die
Anwendung von Chromatlösungen bekanntlich eine hohe Wirksamkeit
erbringt, besitzen diese Lösungen einen schwerwiegenden
Nachteil. Sie sind toxisch, und außerdem ist das Problem der
Abfallbeseitigung, wenn überhaupt, nur schwierig
zufriedenstellend zu lösen. Dies gilt nicht nur für
chromathaltige, sondern - zwar in etwas abgeschwächter
Form - auch für Chrom-III-ionen enthaltende Nachspülmittel. Es
besteht daher ein dringender Bedarf, wirksame chromatfreie
bzw. chrom-III-ionenfreie Oberflächenbehandlungsmittel zur
Verfügung zu stellen, die mit Erfolg für die Behandlung von
Zinkoberflächen eingesetzt werden können. Zur chromatfreien
Oberflächenbehandlung von Metallen sind bereits verschiedene
Vorschläge gemacht worden. Manche dieser Vorschläge erbringen
gute Ergebnisse für die Behandlung oder Nachbehandlung von
Stahl, ergeben jedoch für Oberflächen von Zink oder
Zinklegierungen in der Praxis völlig unzureichende Ergebnisse.
So ist es beispielsweise aus der US-PS 38 95 970 bekannt, auf
Phosphatüberzügen eine chromatfreie, saure wäßrige Lösung
(pH-Wert 3 bis 7) aufzutrocknen, die Fluorid in einer
Konzentration von 0,01 bis 25 g/l enthält. Das Fluorid kann
als Kalzium-, Zink-, Aluminium-, Titan-, Zirkon, Chrom-,
Chromzirkon-, Nickel oder Ammoniumverbindung bzw. als
Fluorwasserstoffsäure oder Fluorborwasserstoffsäure eingebracht
werden. Chromfluorid ist besonders herausgestellt und gehört
zu den Substanzen, die die besten Ergebnisse aufweisen.
Bereits dadurch ist das angestrebte Ziel, nicht nur mit
chromatfreien, sondern auch mit chromionenfreien
Nachspüllösungen arbeiten zu können, nicht realisiert.
Aus der DE-OS 23 20 547 ist es weiterhin bekannt,
phosphatierte Metalloberflächen mit einem Mittel
nachzubehandeln, das 0,1 bis 10 g/l Tannin enthält. Der
hiermit zusätzlich erzielte Korrosionsschutz ist jedoch nicht
befriedigend, d. h. nicht annähernd so gut wie der, der mit
Chromsäure erzielbar ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Nachbehandlung
von mit einem chemischen Umwandlungsüberzug versehenen
Oberflächen von Zink oder Zinklegierungen bereitzustellen, das
mit einer sowohl chromat- als auch chrom-III-ionenfreien
Lösung arbeitet und das zu Ergebnissen führt, die der
Nachbehandlung mit herkömmlichen Chromatlösungen möglichst
nahekommen, sie ggf. auch übertreffen.
Die Aufgabe wird gelöst, indem das Verfahren der eingangs
genannten Art entsprechend der Erfindung derart ausgestaltet
wird, daß man die Oberflächen mit Lösungen nachbehandelt, die
Titanionen und außerdem eine oder mehrere Komponenten aus der
Gruppe Phosphorsäure, Phytinsäure, Tannin und
Wasserstoffperoxid enthalten.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die
Oberflächen mit Lösungen nachzubehandeln, die 0,02 bis 5 g/l
Titanionen und eine oder mehrere der genannten zusätzlichen
Komponenten in einer Konzentration von 0,1 bis 10 g/l
enthalten und einen pH-Wert von 2 bis 6 aufweisen.
Besonders vorteilhaft ist es, die Oberflächen mit Lösungen
nachzubehandeln, die 0,05 bis 2,5 g/l Titanionen und eine oder
mehrere der genannten zusätzlichen Komponenten in einer
Konzentration von 0,2 bis 5 g/l enthalten.
Die Titanionen können in die Lösung beispielsweise in Form
von Titanfluorid, Ammonium- oder Kaliumfluorotitanat,
Kaliumtitanyloxalat, Titanylsulfat oder dergleichen eingebracht
werden. Da Sulfationen den Korrosionswiderstand ungünstig
beeinflussen können, ist es bei Einbringung der
Titanionen in Form von Titanylsulfat daher zweckmäßig, das
Sulfat durch Bariumcarbonat oder dergleichen zu entfernen.
Wenn die Nachbehandlungslösung weniger als 0,02 g/l Titanionen
enthält, ist ein ausreichender Korrosionswiderstand nicht mit Sicherheit
gewährleistet. Konzentrationen über 5 g/l bringen im allgemeinen
keine weitere Verbesserung, so daß höhere Mengen aus wirtschaftlichen
Gründen unvorteilhaft sind.
Zur Einbringung von Phosphorsäure in die Lösung können beispielsweise
75- bis 85%ige Orthophosphorsäure, saure Ammonium-
oder Alkalimetallphosphate und dergleichen verwendet
werden. Auch Polyphosphate, wie Alkalimetallpyrophosphate,
können verwendet werden. Da die Lösungen jedoch bevorzugt
einen pH-Wert von 2 bis 6 haben, werden Pyro- und Tripolyphosphorsäure
wahrscheinlich zu Orthophosphorsäure hydrolysieren,
so daß es in der Praxis vorzuziehen ist, Orthophosphorsäure
oder dessen Salze zu verwenden.
Phytinsäure kann beispielsweise als 50- oder 70%ige wäßrige
Lösung von Phytinsäure in die Behandlungslösung eingebracht
werden. Als Tannin ist beispielsweise chinesisches Gallotannin
(Tanninsäure) oder Quebrachotannin geeignet. Andere
pflanzliche Tannine können jedoch auch verwendet werden.
Wasserstoffperoxid wird zweckmäßig in Form der 35%igen
Lösung eingebracht. Es ist jedoch auch möglich, es aus einer
Verbindung, die Wasserstoffperoxid in der wäßrigen Lösung
freisetzt, wie Natriumperborat, Peroxiphosphorsäure oder
dergleichen, zu liefern.
Die Nachbehandlungslösung kann in verschiedener Weise auf
die mit dem chemischen Umwandlungsüberzug versehenen Oberflächen
von Zink oder Zinklegierungen angewendet werden,
z. B. durch Aufsprühen, im Tauchverfahren, durch Aufbürsten
oder Walzenauftrag. Die Anwendungstemperatur kann von Raumtemperatur
bis 90°C betragen und liegt vorzugsweise bei bis
65°C. Nach der Anwendung der Lösung werden die Oberflächen
ohne vorheriges Spülen getrocknet.
Die vorteilhafte Wirkung der Erzeugung eines chemischen
Umwandlungsüberzuges auf Oberflächen von Zink und Zinklegierungen
in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Nachbehandlung
im Hinblick auf die Verbesserung des Korrosionswiderstandes,
insbesondere wenn die behandelten Oberflächen mit einem Lack
bzw. anderen organischen Überzug versehen werden, erreicht
ein Ausmaß, das dem durch übliche Chromatverfahren erhaltenen
nahekommt, wobei jedoch der Einsatz von toxischem
Chrom unterbleibt. Dieses Ergebnis wird
nur erzielt, wenn die Nachbehandlungslösung sowohl Titanionen
als auch mindestens eine der genannten zusätzlichen
Komponenten enthält. Werden nur Titanionen oder die einzelnen
anderen Komponenten für sich eingesetzt, ist die Wirksamkeit
unzureichend.
Der chemische Umwandlungsüberzug kann auf die Zinkoberflächen
in üblicher Weise aufgebracht werden. Insbesondere kommen
hierbei Phosphatüberzüge oder komplexe Oxidüberzüge in Betracht.
Geeignete Überzugslösungen für diesen Zweck sind
bekannt und stehen in der Praxis zur Verfügung.
Wenn ein Phosphatüberzug oder ein komplexer Oxidüberzug auf
Oberflächen von Zink oder Zinklegierungen aufgebracht wird,
sind folgende Verfahrensgänge üblich:
1) Im Falle von im Schmelztauchverfahren verzinkten Stahlblechen
(dieses Material wird üblicherweise als organisch
beschichtetes verzinktes Stahlblech zur Verfügung gestellt,
indem unmittelbar nach der chemischen Oberflächenbehandlung
in einem Durchlauf lackiert und der Lack eingebrannt wird):
- a) Polieren mit einer nassen Abschleifmethode (diese Stufe wird durchgeführt, wenn das frisch verzinkte Material vorher chromatiert war)
- b) Spülen mit heißem Wasser
- c) Konditionieren der Oberflächen mit kolloidalem Titanphosphat
- d) Phosphatieren
- e) Spülen mit heißem Wasser
- f) Chromatnachbehandlung
- g) Trocknen
2) Im Falle von elektrolytisch verzinkten Stahlblechen (dieses
Material wird im Zuge mit der elektrolytischen Verzinkung
oberflächenbehandelt und als solches auf den Markt gebracht
und von den Verbrauchern lackiert):
- a) Reinigen mit einem mildalkalischen Reiniger (dieser Reiniger enthält kolloidales Titanphosphat, um gleichzeitig die Oberflächen zu konditionieren)
- b) Spülen mit heißem Wasser
- c) Phosphatieren
- d) Spülen mit heißem Wasser
- e) Chromatnachbehandlung
- f) Trocknen
1) Im Falle von im Schmelztauchverfahren verzinkten Stahlblechen
(üblicherweise als organisch beschichtetes verzinktes
Stahlblech auf den Markt gebracht und unmittelbar nach
der chemischen Oberflächenbehandlung lackiert)
- a) Alkalische Reinigung
- b) Polieren mit einer nassen Abschleifmethode (diese Stufe wird durchgeführt, wenn das frisch verzinkte Material vorher chromatiert war)
- c) Spülen mit heißem Wasser
- d) Erzeugung des komplexen Oxidüberzuges
- e) Spülen mit Wasser
- f) Chromat-Nachbehandlung
- g) Trocknen
2) Im Falle von elektrolytisch verzinkten Stahlblechen wird
im allgemeinen keine Behandlung zur Ausbildung eines komplexen
Oxidüberzuges durchgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren findet im Rahmen der vorgenannten
üblichen Verfahrensgänge Anwendung und ersetzt die
Verfahrensstufen I/1f bzw. I/2e bzw. II/1f. Die erfindungsgemäß
nachbehandelten Oberflächen werden dann nach dem
Trocknen mit einem Lack beschichtet und eingebrannt, um organisch
beschichtetes verzinktes Material gemäß den Verfahrensgängen
I/1 oder II/1 zu erhalten. Es wurde festgestellt, daß
bei Durchführung der erfindungsgemäßen Nachbehandlung in den
Stufen I/1f oder II/1f im Standard-Salzsprühtest (Japanische
Industrie-Norm G-3312) ähnliche Werte erhalten werden, wie
sie sich beim Einsatz von handelsüblichen Chromat-Nachspülmitteln
ergeben. Der Test ergab auch über eine längere
Zeit, als in der Norm vorgesehen ist, keine merkliche
Veränderung, so daß die erfindungsgemäße Behandlung zu einer
bedeutsamen Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit der
lackierten verzinkten Stahlbleche führt. Wenn anstelle der
im erfindungsgemäßen Verfahren einzusetzenden Lösungen solche
benutzt wurden, die jeweils nur eine einzelne der Komponenten,
wie Titanionen oder Phosphorsäure oder Phytinsäure
oder Tannin oder Wasserstoffperoxid, enthielten, oder wenn
zur Nachbehandlung nur mit Wasser gespült wurde, bestanden
die meisten der lackierten Bleche nicht den Standard-Salzsprühtest
(gemäß JIS-G-3312), und ein Teil der Bleche, die
den Test bestanden, zeigte Blasenbildung oder erweiterte
Korrosionsunterwanderung von den Ritzstellen oder ähnliche
Defekte, wenn der Test über die Normdauer hinaus verlängert
wurde.
Die nach dem Verfahrensgang I/2 behandelten Bleche bleiben
unlackiert und werden als solche auf den Markt gebracht. Sie
werden dann von den Verbrauchern lackiert. Die Bleche sollen
daher korrosionsbeständig sein, bis sie mit
Lack überzogen werden. Die in Stufe I/2e erfindungsgemäß
behandelten unlackierten Bleche überstehen 6 bis 16 Stunden
bis zum Auftreten von weißen Verfärbungen im Salzsprühtest
(Japanische Industrie-Norm Z-2371) und verhalten sich daher
wie solche Bleche, bei denen in der Nachbehandlungsstufe ein
handelsübliches Chromat-Nachspülmittel
eingesetzt wurde. Wenn statt dessen
erfindungsgemäße Nachbehandlungslösungen benutzt
wurden, die jeweils nur eine der Komponenten enthielten, oder wenn
nur mit Wasser gespült wurde, betrug die Beständigkeit der
unlackierten Bleche in dem Test (JIS-Z-2371) nur 1 bis 4
Stunden bis zum Auftreten von weißen Verfärbungen, ausgenommen
die Behandlung mit einer phytinsäurehaltigen Lösung,
bei der 8 Stunden bis zum Auftreten weißer Verfärbungen
vergingen.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher und
beispielsweise erläutert.
Als Probematerial diente handelsübliches im Schmelztauchverfahren
verzinktes Stahlblech (feinstblumig; chromatiert).
Die Probebleche hatten eine Größe von
100×200×0,27 mm. Sie wurden zunächst in drei Durchgängen
durch eine Naßschleifmaschine geleitet, um den anhaftenden
Chromatfilm abzuschleifen, und dann 3 Sek. mit heißem Wasser
gespült. Die Bleche wurden dann 3 Sek. bei 40°C im Spritzen
mit einer wäßrigen Aktivierungslösung
in Berührung gebracht und durch elektrisch angetriebene
Gummiwalzen geführt, um eine Vergleichmäßigung
der Oberfläche zu erzielen. Unmittelbar anschließend
wurden die Probebleche 10 Sek. im Spritzen bei 65°C
mit einer Phosphatierungslösung
behandelt und dann 6 Sek. bei 40°C mit Wasser gespült. Die
phosphatierten Bleche wurden dann 3 Sek. bei 40°C jeweils
mit den in Tabelle 1 als Beispiele 1 bis 10 näher spezifizierten
Lösungen sowie zum
Vergleich mit den in den Vergleichsbeispielen 1 bis 8 aufgeführten
Lösungen nachbehandelt. Anschließend wurden die Bleche durch
elektrisch angetriebene Gummiwalzen geschickt, um überschüssige
anhaftende Lösung zu entfernen, in
Heißluft bei 120°C getrocknet und auf eine Temperatur unter
40°C abkühlen gelassen. Danach wurde
ein handelsüblicher Decklack
auf Alkyldharz-Basis
aufgebracht. Der Lack wurde bei eineer Temperatur von 210°C
eingebrannt. Seine Schichtdicke betrug 7 µm.
Zur Prüfung wurden die lackierten Bleche auf ihrer unteren Hälfte mittels
eines Schneidgerätes kreuzförmig bis auf den metallischen Untergrund eingeschnitten,
240 Std. dem Standard-Salzsprühtest unterworfen (Japanische
Industrie-Norm Z-2371), dann mit Wasser
gespült und getrocknet. Auf den kreuzförmig eingeschnittenen
Bereich und den glatten Bereich (obere Hälfte der
Probebleche ohne Kreuzschnitt) wurde dann Cellophanklebeband
einer Breite von 50 mm aufgebracht und mittels einer
Gummiwalze fest auf die Oberflächen angepreßt. Nach 1 Min.
wurden die Klebebänder schnell abgezogen. Die Bewertung
erfolgte hinsichtlich der Lackunterwanderung (in mm) von
beiden Seiten des Kreuzschnittes sowie der Anzahl von Blasen
auf dem glatten Bereich. Die Beurteilung erfolgte in 5 Wertstufen.
Bei keiner Lackunterwanderung von beiden Seiten des
Kreuzschnittes (0 mm) ist die Wertstufe 5. Bei 0,5-1 mm
ist die Wertstufe 4. 2-3 mm entsprechen der Wertstufe 3.
4-5 mm erhält die Wertstufe 2 und bei mehr als 6 mm ist
die Wertstufe nur 1. Für die Beurteilung der nicht eingeschnittenen Oberfläche
bedeutet die Wertstufe 5 keine Lackabhebung und die Wertstufe
4 die Abhebung von weniger als
1% der Gesamtfläche. Ablösung von 2 bis 10% der
Gesamtfläche entspricht der Wertstufe 3, von
11-50% der Gesamtfläche der Wertstufe 2 und von
mehr als 50% der Gesamtfläche der
Wertstufe 1.
Die bei den Versuchen erhaltenen Ergebnisse sind in
Tabelle 2 zusammengestellt.
Als Probematerial diente handelsüblicher elektrolytisch
verzinkter Stahl mit einer Zinkauflage von 15 g/m². Die
Probebleche hatten eine Größe von 100×200×0,8 mm und wurden
3 Sek. bei 60°C im Spritzen mit einem mildalkalischen
Reiniger
behandelt. Nach Spülen mit Wasser bei
40°C für 6 Sek. wurden die Bleche durch elektrisch angetriebene
Gummiwalzen geführt,
unmittelbar danach im Spritzen 6 Sek. bei
60°C mit einer Phosphatierungslösung
behandelt und
dann erneut 6 Sek. bei 40°C mit Wasser gespült. Die phosphatierten
Probebleche wurden dann jeweils für 3 Sek. bei
40°C mit einer Lösung der in Tabelle 3 bei den Beispielen
11 bis 20 angegebenen Zusammensetzung erfindungsgemäß sowie
zum Vergleich mit den bei den Vergleichsbeispielen 9 bis 16
angegebenen Lösungen nachbehandelt. Überschüssige Lösung
wurde mittels Gummiwalzen abgequetscht. Anschließend
wurden die Bleche bei 120°C mit Heißluft getrocknet. Für
jede der Behandlungslösungen wurden jeweils drei Probebleche
verwendet.
Anschließend wurden die behandelten Probebleche dem Standard-Salzsprühtest
(Japanische Industrie-Norm Z-2371) bis zum
Auftreten erster weißer Verfärbungen unterworfen, wobei die
Beobachtung in den ersten 4 Stunden jeweils einmal stündlich
und dann einmal je 2 Stunden erfolgte. Die erhaltenen
Ergebnisse sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
Claims (3)
1. Verfahren zur Nachbehandlung von mit einem chemischen
Umwandlungsüberzug versehenen Oberflächen von Zink oder
Zinklegierungen mittels chromfreier wäßriger Lösungen,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Oberflächen mit
Lösungen nachbehandelt, die Titanionen und außerdem eine
oder mehrere Komponenten aus der Gruppe Phosphorsäure,
Phytinsäure, Tannin und Wasserstoffperoxid enthalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Oberflächen mit Lösungen nachbehandelt, die 0,02 bis
5 g/l Titanionen und eine oder mehrere der genannten
zusätzlichen Komponenten in einer Konzentration von 0,1 bis
10 g/l enthalten und einen pH-Wert von 2 bis 6 aufweisen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Oberflächen mit Lösungen nachbehandelt, die
0,05 bis 2,5 g/l Titanionen und eine oder mehrere der
genannten zusätzlichen Komponenten in einer Konzentration
von 0,2 bis 5 g/l enthalten.
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