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DE255164A - - Google Patents

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Publication number
DE255164A
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DE
Germany
Prior art keywords
valve
gas
armature
pole
tear
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVl 255164 -. KLASSE ^d. GRUPPE
HERMANN HOFFMANN in STUTTGART.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1911 ab.
Da ein elektrischer Gasfernzünder möglichst klein ausgeführt werden soll, damit er am Beleuchtungskörper nicht störend auffällt, so ist bei vorliegender Erfindung die elektromagnetische Vorrichtung zur Betätigung des Gasventils und der Zündung so angeordnet, daß sie mit dem die Öffungsvorrichtung betätigenden Anker die Kraftlinien der beiden Pole des zur Öffnung dienenden Elektromagneten
ίο so zusammenleitet, daß erstens der zur Öffnung des Gasventils dienende Anker von beiden Polen angezogen wird, dann beide Pole zusammen auf den Unterbrecheranker wirken, wodurch schon bei den geringsten Abmessungen genügend Kraft erzeugt wird, um das Ventil und die Zündvorrichtung zu betätigen. Dies ist nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die an den Stoßbolzen des Ventiles befestigten Anker mit Verlängerungen versehen sind, welche die Spulen der zu beiden Seiten des ■ Ventiles gelegenen Elektromagneten umgreifen und bis in die Nähe der am Ventil gelegenen Polplatten geführt sind.
Auf der Zeichnung ist ein solcher Gasfernzünder in vergrößertem Maße dargestellt, und zwar stellt Fig. 1 einen Querschnitt durch die Magnetspulen und das Ventil dar, Fig. 2 einen Schnitt in der Richtung quer zum Ventil. Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Apparates von oben nach Abnahme des Schutzgehäuses und Zündröhrchens und Fig. 4 eine Seitenansicht mit teilweise aufgebrochenem Schutzgehäuse.
Die Grundplatte 1, welche mit einem Sicherheitshahn 2 zusammen einen Metallkörper bildet und mittels Gewinde 3 auf die Gasleitung aufgeschraubt wird, läuft nach oben in einen kreuzförmigen Metallkörper 4 aus, welcher quer durchbohrt ist und in dieser Bohrung ein aus nicht magnetischem Material bestehendes zylindrisches Ventil 5 sowie die beiden eisernen und durchbohrten Polschrauben 6 und 7, über welche die Spulen 8 und 9 geschoben sind, aufnimmt. In das Ventil ist eine Rille 10 eingedreht, die als Gasdurchlaß dient. Das Ventil 5 wird durch Bolzen 11 und 12, von welchen der eine mit dem Anker 13 und der andere mit dem Anker 14 verbunden ist, hin und her geschoben, je nachdem die eine oder andere Spule in Wirksamkeit tritt. Eigentlich sollte man annehmen dürfen, daß, wenn das Ventil 5 aus Eisen hergestellt wäre, dasselbe ohne weiteres als Anker von dem einen oder anderen Pol angezogen würde und sich somit in einfachster Weise bewege. Dies ist bei einer so kleinen Ausführung, wie sie hier in Betracht kommt, jedoch nicht der Fall, denn die Kraftlinien pflanzen sich bei dieser kurzen Entfernung vom erregten Pol sofort durch das Ventil 5 auf den gegenüberliegenden, nicht erregten Pol fort und die Folge ist, daß der sekundar erregte Pol das Ventil nicht losläßt. Zur Verstärkung und absolut sicheren Wirkung sind die beiden Anker 13 und 14 mit Verlängerungen 15 versehen, die so an die Spulen angebogen sind, daß sie in die Nähe der mit. den Schrauben 6 und 7 verbundenen eisernen Polplatten 16 und 17 kommen, diese jedoch nicht berühren und somit infolge der günsti-
gen Kraftlinienleitung außerordentlich kräftig angezogen werden. Auf der Seite der zum öffnen des Gashahnes bestimmten Spule ist noch ein zweiter Anker 18 angeordnet, welcher als Winkelhebel ausgebildet und zwischen den beiden Lagern 19 und 20 so gelagert ist, daß der Hebelarm 21 bei seiner Bewegung gegen den Pol auf die Abreißstange 22 stößt. Diese wird hierdurch von ihrem aus Platin, Kohle
o. dgl. hergestellten Sitz abgehoben und dadurch der Strom unterbrochen. Wie die Unterbrechung und Zündung stattfindet, soll im nachstehenden beschrieben werden, wobei auch die Strom- und Gaszuführung zur Abreiß- und Zündstelle erläutert wird.
Wenn der Hebel 23 des Sicherheitshahnes 2 in wagerechter Stellung steht, so kann das Gas durch die Bohrung 24 zum Ventil 5 gelangen, das in der Lage gemäß Fig. 1 dann das Gas zum Brenner weiterführt. Nimmt man nun an, daß das Ventil im Sinne der Zeichnung nach rechts verschoben, die Gaszufuhr also geschlossen ist, so wird, wenn durch Vermittlung einer isolierten Klemme 25 ein elektrischer Strom in die Spule 8 geleitet wird, die hohle Polschraube 6 magnetisch und zieht den Anker 13 kräftig an. Durch Vermittlung des Bolzens 11 wird nun das Ventil 5 im Sinne der Zeichnung nach links geschoben und gibt somit dem Gas den Durchgang durch Vermittlung der Rille 10 frei. Das Gas füllt nun zunächst den von der Schutzhülse 26 gebildeten Raum aus und strömt durch die öffnung 27 und 28 nach dem Brenner. Gleichzeitig füllt das Gas auch das auf der Schutzhülse 26 angeordnete Zündröhrchen 29, das durch ein auf der Abreißstange 22 angeordnetes Ventil 30 verschlossen ist. Mit dem Anker 13 wird auch der Anker 18 angezogen. Dieser ist als Winkelhebel ausgebildet und stößt mit dem Arm 21 bei seiner Bewegung gegen den Pol 16 auf die Abreißstange 22, die dadurch mit ihrem Ventilkegel 30 von ihrem Sitz gehoben wird, so daß das Gas ausströmen kann. Indem aber der Strom aus der Batterie durch die isolierte Klemme 25 durch die Spule 8 vermittels der Feder 31 auf eine isolierte Brücke 32 gelangt und von dieser durch Vermittlung einer Spiralfeder 33 der Abreißstange 22 und dem Ventilkegel 30 zugeführt wird, entsteht zwischen dem Ventilkegel 30 und dem Zündröhrchen 29 ein kräftiger Abreißfunke, wenn die andere Leitung von der Batterie an die Gasleitung angeschlossen ist. Damit die Abreißstange durch den Unterbrecheranker 18 nicht in leitende Berührung gelangt, ist erstere durch eine Isoliertülle 34 geschützt. Durch diese Unterbrechung wird natürlich die Spule 8 stromlos, und der Anker 18 geht in seine frühere Lage zurück, wodurch der Strom wieder geschlossen und von neuem unterbrochen wird, und so fort, solange man Kontakt gibt. Durch diese Anordnung ist das Gas, welches aus dem Zündröhrchen 29 ausströmt, gezwungen, durch die elektrischen Abreißfunken hindurchzugehen, wodurch eine sichere und rasche Zündung erreicht wird. Sobald die hierdurch entstehende Zündflamme die Hauptflamme entzündet hat und der Kontakt gelöst ist, schließt das Ventil 30 das Gas wieder ab. Wird nun der Strom durch die isolierte Klemme 35 der Spule 9 zugeleitet, so wird die Polschraube 7 magnetisch und zieht den Anker 14 an, welcher mittels des Bolzens 12 das Ventil 5 in seine frühere Lage zurückschiebt.
Sollte der elektrische Strom durch irgendeinen Umstand unterbrochen sein, so kann durch einfaches Umstellen des Sicherheitshahnes 2 das Gas durch die Bohrung 36 in das Gehäuse 26 eindringen und von dort durch das Loch 37 zum Brenner gelangen; durch eine Drehung des Hahnes 2 in entgegengesetztem Sinne wird dann die Gaszufuhr abgestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrischer Gasfernzünder, bei welchem ein mit Rille versehenes zylindrisches Ventil zwischen zwei Elektromagneten bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Stoßbolzen (11,12) des Ventiles (5) befestigten Anker (13,14) mit Verlängerungen (15) versehen sind, welche die Spulen der zu beiden Seiten des Ventiles gelegenen Elektromagneten umgreifen und bis in die Nähe der am Ventil gelegenen Polplatten geführt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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