DE2423744B2 - Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm unter Zusatz von Kohlenstoffträgern
und gesteuerter Zufuhr von Warmluft sowie gegebenenfalls Feuchtigkeit
Klärschlamm verbleibt in den Abwasserreinigungsanlagen als Rückstand. Er fällt je nach dem bei der
Abwasserreinigung zur Anwendung kommenden Verfahren entweder als sogenannter Frischschlamm, als
Faulschlamm in stabilisierter oder auch als Faulschlamm in noch nicht stabilisierter Form, der als noch faulfähiger
Belebtschlamm bezeichnet wird, an. Die in Abwasserreinigungsanlagen anfallenden Schlamm-Mengen sind,
auch bei einer üblichen Reduzierung des Wassergehaltes auf etwa 55% recht erheblich, sie sind jedenfalls so
groß, daß sie nicht vollständig zusammen mit kompostierbarem
Müll weiterverarbeitet werden können, was an sich eine brauchbare Methode der Klärschlammaufbereitung
ist. Selbst wenn dies möglich wäre, kann selten vorausgesetzt werden, daß das Kompostierwerk
für Müll am Standort der Kläranlage erstellt werden kann oder umgekehrt.
Da auf dem vorbeschriebenen Weg eine vollständige und schadlose Beseitigung des anfallenden Klärschlammes
nicht möglich ist, gewinnt das an sich bekannte Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm unter
Zusatz von Kohlenstoffträgern immer mehr an Bedeutung. Dabei wird das aus Klärschlamm und Kohlenstoffträgern
bestehende Rottegut einer gesteuerten Zufuhr von Warmluft sowie gegebenenfalls Feuchtigkeit
ausgesetzt, wobei die Temperaturverhältnisse in einem das Rottegut aufnehmenden Behälter durch Hindurchblasen
von Luft geregelt werden.
Nach einem in der DE-OS 15 92 611 beschriebenen
Verfahren soll dabei bei einer Ausgangsfeuchtigkeit von 40—60% ein Temperaturanstieg auf etwa 40° erreicht
werden, worauf das Rottegut sich selbst überlassen bleibt und dann durch eingeblasene erhitzte Frischluft
auf eine Temperatur von etwa 70° gebracht und auf dieser mindestens eine Stunde gehalten wire'. Dann soll
das Rottegut aus dem Behälter unten abgezogen und
ίο oben wieder eingefüllt werden, worauf nochmals für
mindestens eine Stunde eine Temperatur von etwa 70° erzielt und eingehalten werden solL Der gesamte
Vorgang soll dabei innerhalb von 24 Stunden durchführbar sein. Zur Durchführung dieses Verfahrens ist
vorzugsweise ein langgestreckter Behälter vorgesehen mit einer Austragvorrichtung am Boden und einer sich
über die ganze Behälterlänge erstreckenden Förderrichtung im Scheitelbereich des Behälters. Mit diesem
vorbekannten Verfahren kann jedoch nur eine Teilauf-
bereitung des Schlammes erreicht werden. Um diesen hinterher lagerfähig zu halten, also eine Weiterarbeit
der Bakterien zu verhindern, muß er auf etwa 20% Feuchtigkeitsgehalt getrocknet werden. Eine solche
Teilbehandlung kann selbstverständlich, vor allem, wenn das Endprodukt einer sinnvollen Wiederverwendung
zugeführt werden soll, nicht befriedigen.
Aus der DE-OS 22 53 009 ist darüber hinaus bekannt,
nicht nur den Rotteprozeß über die Luftzufuhr zu steuern, snndern eine direkte Kompostierung durch
Vermischung reit organischen Kohlenstoffträgern /u erreichen. Dabei soll dem Luftsauerstoff vorzugsweise
5—20% reiner Sauerstoff zudosiert werden, was das Verfahren selbstverständlich nicht unwesentlich verteuert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von den bereits gewonnenen Erkenntnissen und aus
diesen resultierenden Vorschlägen, das Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm so weiterzubilden, daß
einerseits der Zeit- und Einrichiungsaufwand sich in
vertretbaren Grenzen hält, andererseits aber das Endprodukt ein vollkommen zu Kompost veränderter
Klärschlamm ist, bei dessen Lagerung und Weiterverwendung keinerlei Schwierigkeiten mehr auftreten, sei
es durch Geruchsbelästigung, durch die Notwendigkeit zusätzlicher Trocknung, der Zuführung vnn reinem
Sauerstoff und der damit verbundenen Verteuerung oder dgl.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dergestalt, daß, ausgehend von dem eingangs beschriebenen
so Verfahren, der Klärschlamm mit vorbestimmten Anteilen von Kohlenstoffträgern in einem Vorrottesilo
gemischt und belüftet wird, sodann nach einer Verweilzeit von vierundzwanzig Stunden in die oberste
Stufe eines mehrstufigen Rottesilos gefördert, in dieser obersten Stufe kontinuierlich zwischen zwölf bis
vierundzwanzig Stunden über Belüftungsrippen mit auf 26"C vorgewärmter Luft belüftet wird, sodann nach
Entleerung in die zweite Silostufe, dort wiederum auf 26° C vorgewärmte Luft über Belüftungsrippen bei
Konstanthaltung des Feuchtigkeitsgehaltes von 55% eingeführt nach Entleerung in die dritte Silostufe dort
vorgewärmte Luft von 310C über Belüftungsrippen
eingeführt wird, sodann nach Entleerung in die vierte Silostufe auf 37°C vorgewärmte Luft über Belüftungsrippen
zugeführt und schließlich in der fünften Silostufe auf 57°C vorgewärmter Luft zugeführt wird, worauf
80% des Rottegutes unter Zusatz von je 25 kg Kalkstickstoff auf 1 cbm Rottegut über das Vorrottesilo
in ein Nachrottesilo oder einen Belüftungscontainer zur
8- bis lOtägigen Nachbelüftung mit Frischluft gefördert
werden, während die verbleibenden 20% des Rottegutes im Vorrottesilo mit neu zugeführtem Klärschlamm
und einer wiederum vorbestimmten, jedoch geringeren Menge eines Kohlenstoffträgers zusammengeführt und
vermischt werden.
Das Verfahren nach der Erfindung erlaubt eine zeitmäßige Abstimmung der Beschickung der einzelnen
vorgesehenen Einrichtungsteile, so daß es nicht zu Materialstauungen im Ablauf des Verfahrens kommen
kann. Insbesondere durch die senkrechte Obereinanderordnung der einzelner Stufen der Rottesilos ist eine
einfache Behandlung und Weiterbeförderung des Rottegutes möglich. Das gesamte Verfahren mag zwar
mehr Zeit in Anspruch nehmen als die hekanntgewordenen Verfahren, das Ergebnis ist aber praktisch ein
fertiger Kompost, was bei den anderen Produkten nach den bekannten Verfahren nicht der Fall ist. Nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren findet eine vollständige Verrottung mit anschließender Hygieniyierung und
nachfolgender Nachreife statt, so daß das Endprodukt,
wie gesagt, ein landwirtschaftlich voll nutzbarer Kompost ist.
Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch dieselbe erzielten Vorteile ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung des Verfahrens anhand der in den Zeichnungen dargestellten Zeichnungen
der zur Durchführung des Verfahrens vorgesehenen Einrichtung.
Fig.2 ist sie im wesentlichen mit den einzelnen
Einrichtungsteilen im Schnitt dargestellt, wobei der Einfachheit halber der Schnitt auch durch einen der
beiden vorgesehenen Rottesilos gelegt wurde,
Fig.3 zeigt wiederum eine Draufsicht auf eine Einrichtung mit geändertem Endbehandlungsbehälter,
die
Fig.4—9 zeigen jeweils einen Schnitt durch einen
Rot tesiio in den fünf Behandlungsstufen des Rottegutes.
Der auf 35% entwässerte Klärschlamm wird über ein Transportband a ebenso wie eine vorbestiinmte Menge
eines Kohlenstoffträgers über ein Transportband b einem Vorrottesilo c mit Rührweik d zugeführt. Als
Kohlenstoffträger sind z. B. geeignet: Torf, Sägemehl, Papier, Braunkohle, Stroh, Ruß. Diese Kohlenstoffträ
ger haben hohe Anteile an Feinstkorn und damit ein höheres spezifisches Gewicht. Außerdem ist auch der
Klärschlamm sehr feinkörnig, so daß die Ausbildung von Kapillarwegen in einem Gemisch aus Klärschlamm mit
solchen Kohlenstoffträgern verhältnismäßig gering ist.
Im Vorrottesilo werden die eingebrachten Volumenanteile
von Klärschlamm und Kohlenstoffträger ca. eine Stunde lang gemischt, was mittels des Rührwerkes d
erfolgt, dessen Umlaufgeschwindigkeit etwa 2 m/Minute beträgt. Nach der etwa eine Stunde betragenden
Mischzeit wird eine im Boden des Vorrottesilos vorgesehene Rippenbelüftung angeschaltet, die dann
über vierundzwanzig Stunden als Intervallbelüftung läuft und damit Sauerstoff in das Rottegut einführt.
Während dieser Zeit läuft das Rührwerk kontinuierlich weiter.
Nach vierundzwanzig Stunden wird das Vorrottegut durch Absenken des kegelförmigen Schließkörpers e in
der zentralen Er.tleerungsöffnung im Boden des Vorrottesilos in einen Aufnahmetrichter f einer
Druckluftfördereinrichiung g gegeben. Durch diese gelangt das Vorrottegut in die oberste Stufe 1 eines der
beiden vorgesehenen mehrstufigen Rottesilos, Wegen der Kornfeinheit des Rottegutes muß die Füllhöhe in
den einzelnen Behandlungsbereichen verhältnismäßig gering gehalten werden, um eine Belüftung ausreichender
Intensität sicherzustellen. Das läßt es zu, im Rottesilo eine Mehrzahl von Stufen übereinander
anzuordnen. In der obersten Stufe 1 wird das Rottegut zwischen zwölf bis vierundzwanzig Stunden kontinuierlich
über Belüftungsrippen mit auf 26° C vorgewärmter Luft belüftet Danach gelangt das Rottegut durch
öffnung des ähnlich wie beim Vorrottesilo ausgebildeten Schließkörpers der Stufe 1 in die darauffolgende
Stufe 2. Bei der Entleerung erfolgt gleichzeitig eine Vermischung des Rottegutes. Auch in der Stufe 2 erfolgt
eine Behandlung des Rottegutes durch Einführung von auf 26°C erwärmter Luft In dieser Stufe 2 wird die
mesophile Phase der Verrottung bei einer mittleren Temperatur des Rottegutes von 30° C eingeleitet
Das Rottegut gelangt sodann in die Stufe 3, wo die Temperatur der zugeführten Luft taf 31°C angehoben
wird, so daß die gewünschte mesophi.e Phase bei der Temperatur von rund 37° C thermisch unterstützt wird.
Das Rottegut gelangt sodann in die Stufe 4. In dieser
wird die gewünschte thermophiie Phase erreicht Es tritt hier r.'.ne Temperaturerhöhung auf 55°C ein, die durch
Zuführung von auf 37° C vorgewärmter Luft gestützt wird.
Schließlich gelangt das Rottegut in die Stufe 5, die der
Hygienisierung vorbehalten ist. Durcn die Selbsterwärmung
der thermophilen Bakterien und durch die Temperaturstützung war bisher eine Temperatur von
ca. 57°C erreicht worden, durch eine gesteuerte Zusatzerwärmung bis auf 70—75°C wird in der Stufe 5
die Hygienisierung durchgeführt
Die Behandlungsdauer in den einzelnen Stufen beträgt jeweils vierundzwanzig Stunden, ist also gleich.
Selbstverständlich kann die jeweils vorausgehende Stufe sogleich wieder gefüllt werden, sobald sie ihren
Inhalt an die nachfolgende Stufe abgegeben hat. Es ist also ein kontinuierlicher Durchsatz möglich.
Durch die Messung des in der Abluft noch vorhandenen Sauerstoffgehaites kann die Einblasmenge
und -geschwindigkeit der erwärmten Luft bestimmt und gesteuert werden. Gleichzeitig wird Hie Feuchtigkeit
laufend überwacht und durch Zugabe von Faul- und/oder Frischwasser auf etwa 55% konstant gehalten.
Das aus der Stufe 5 abgegebene Rottegut ist als Frischkompost zu bezeichnen und bedarf der Nachreife.
Hierzu wird der Frischkompost über ein Förderband h in den Vorrottesilo czurückgeführt. 80% des Rottegutes
gelangen unter Zugabe von 25 kg Kalkstickstoff pro cbm Rottegut über din Druckluftförderer f in einen
Nac.'irottesilo oder einen Belüftungscontainer. Hier
wird über entsprechend vorgesehene Belüftungsrippen nicht erwärmte Fiischluft eingeleitet, die djs Rottegut
soweit mit Sauerstoff versorgt, daß die Aktivitäten der Bakterien abklingen können, um einen Abfall in den
anaeroben Bereich zu vermeiden. Nach einer Aufenthaltszeit von 8 bis 10 Tagen ist das Rottegut soweit
stabilisiert, daß ein Reifekompost ausgetragen werden kann.
Die im Vorrottesilo verbleibenden 20% des Frischkompostes werden mit frisch zugeführtem entwässerten
Klärschlamm und einer wiederum vorbestimmten, nunmehr jedoch geringeren Menge eines Kohlenstoffträgers
wieder vermischt. Der Vorgang beginnt von vorne.
des Rottesiios, schiieBiich auch der Nachrottesiio sind mit geneigten Böden und zentralen Entleerungsöffnungen
ausgerüstet, die durch kegelförmige Schließglieder verschlossen sind. Hierdurch ist eine jeweils leichtere
und unbehinderte Entleerung der einzelnen Behälter möglich. Beim Entleervorgang durch die gebildeten
ringförmigen Entleerungsöffnungen erfolgt ein Übereinanderfallen und damit eine gute Vermischung der
Rottegutanteile. Die Konstruktionselemente sind weitgehend gleich ausgebildet, sie wiederholen sich zum
Beispiel im Rottesilo bei den vorgegebenen fünf Stufen derselben fünffach.
Je nach Schlammart und der von dieser abhängigen bakteriellen Aktivität kann die Aufenthaltsdauer gegebenenfalls
in den einzelnen Behandlungsbehälter bis auf zwölf Stunden verkürzt werden. Dabei werden die
sonstigen Bedingungen der einzelnen Phasen bezüglich Wärme und Feuchtigkeit eingehalten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm unter Zusatz von Kohlenstoffträgern und gesteuerter Zufuhr von Warmluft sowie gegebenenfalls Feuchtigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß der Klärschlamm mit vorbestimmten Anteilen der KohJenstoffträger in einem Vorrottesilo gemischt und belüftet wird, sodann nach einer Verweilzeit von vierundzwanzig Stunden in die oberste Stufe eines mehrstufigen Rottesilos gefördert, in dieser obersten Stufe kontinuierlich zwischen zwölf bis vierundzwanzig Stunden über Belüftuingsrippen mit auf 26° C vorgewärmter Luft helüftet wird, sodann nach Entleerung in die zweite Silostufe dort wiederum auf 26° C vorgewärmte Luft über Belüftungsrippen bei Konstanthaltung des Feuchtigkeitsgehaltes von 55% eingeführt, nach Entleerung in die dritte Silostufe dort vorgewärmte Luft νοα 310C über Belüftungsrippen eingeführt wird, sodann nach Entleerung in die vierte Silostufe auf 37°C vorgewärmte Luft über Belüftungsrippen zugeführt und schließlich in der fünften Silostufe auf 57° C vorgewärmte Luft zugeführt wird, worauf 80% des Rottegutes unter Zusatz von je 25 kg Kalkstickstoff auf I cbm Rottegut über das Vorrottesilo in ein Nachrottesilo oder einen Belüftungscontainer zur 8-bis lOtägigen Nachbelüftung mit Frischluft gefördert werden, während die verbleibenden 20% des Rottegutes im Vorrottesilo mit neu zugeführtem Klärschlamm und einer wiederum vorbestimmten, jedoch geringeren Menge iines Kohlenstoffträgers zusammengeführt und vermischt werden.
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---|---|---|---|
DE2423744A DE2423744B2 (de) | 1974-05-16 | 1974-05-16 | Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE2423744A DE2423744B2 (de) | 1974-05-16 | 1974-05-16 | Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm |
Publications (2)
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---|---|
DE2423744A1 DE2423744A1 (de) | 1975-11-20 |
DE2423744B2 true DE2423744B2 (de) | 1980-02-07 |
Family
ID=5915709
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2423744A Ceased DE2423744B2 (de) | 1974-05-16 | 1974-05-16 | Verfahren zum Kompostieren von Klärschlamm |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2423744B2 (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE3024813A1 (de) * | 1980-07-01 | 1982-01-28 | Gebrüder Weiss KG, 6340 Dillenburg | Verfahren zum kompostieren von rottegut aus organischen abfaellen und/oder klaerschlamm in zwei verfahrensstufen |
DE3440754A1 (de) * | 1984-11-08 | 1986-05-07 | Günther 7900 Ulm Abel | Verfahren und anlage zur entsorgung und verwertung von klaerschlamm und biomuell |
DE3619725A1 (de) * | 1985-06-12 | 1986-12-18 | Voest-Alpine Ag, Linz | Verfahren zur herstellung eines veredelungsproduktes aus klaerschlaemmen |
DE3607920A1 (de) * | 1986-03-10 | 1987-09-17 | Weiss Geb Kg | Verfahren zum kompostieren von organischen abfaellen und anlage zur durchfuehrung des verfahrens |
Families Citing this family (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR2444016A2 (fr) * | 1978-12-14 | 1980-07-11 | Genoud Elise | Fumure biologique pour toutes cultures |
DE4019389A1 (de) * | 1990-06-18 | 1992-01-09 | Allied Colloids Mfg Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum umwandeln von klaerschlamm |
DE4133211C1 (de) * | 1991-10-07 | 1993-04-15 | Allied Colloids Gmbh, 2000 Hamburg, De |
-
1974
- 1974-05-16 DE DE2423744A patent/DE2423744B2/de not_active Ceased
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Also Published As
Publication number | Publication date |
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DE2423744A1 (de) | 1975-11-20 |
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Legal Events
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---|---|---|---|
8235 | Patent refused |