DE231937C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE231937C DE231937C DENDAT231937D DE231937DA DE231937C DE 231937 C DE231937 C DE 231937C DE NDAT231937 D DENDAT231937 D DE NDAT231937D DE 231937D A DE231937D A DE 231937DA DE 231937 C DE231937 C DE 231937C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- speed
- motor
- brushes
- direct current
- rotating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000001360 synchronised Effects 0.000 claims description 11
- 230000012447 hatching Effects 0.000 claims description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 1
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 10
- 230000001105 regulatory Effects 0.000 description 4
- 230000001680 brushing Effects 0.000 description 2
- 230000014616 translation Effects 0.000 description 2
- 241000189705 Dunedin group Species 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000001419 dependent Effects 0.000 description 1
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000006011 modification reaction Methods 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/34—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
- H02K17/40—Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter with a rotary AC/DC converter
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 231937-KLASSE
21 d. GRUPPE
in FRANKFURT a. M.
Man kann die Geschwindigkeit eines Induktionsmotors in der Weise regeln, daß man seine
Ankerwicklung mit Kommutator versieht, an dem letzteren ein Bürstenpaar synchron mit der
Geschwindigkeit des Drehfeldes rotieren läßt und diesen Bürsten, zwischen welchen dann eine
Gleichstromspannung entsteht, einen Gleichstrom entnimmt, durch dessen Regelung die Geschwindigkeit
des Induktionsmotors geändert
ίο wird.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun die weitere und wesentliche Vervollkommnung
dieser Regelungsart und besteht darin, daß die Geschwindigkeit der rotierenden, vom Gleichstrom
durchflossenen Bürsten ganz gering gehalten wird, was eine sicherere Handhabung und
Einstellung des Bürstenwinkels erlaubt.
Das wird dadurch ermöglicht, daß man, statt den Ständer vom Netz aus zu speisen und den
Läufer mit dem Kollektor zu verbinden, den Läufer ans Netz anschließt, den Ständer aber
mit einem Kollektor versieht. Dann ist die Schlüpfung des Drehfeldes in bezug auf den
Ständer gleich der absoluten Geschwindigkeit des Drehfeldes, welche letztere gleich ist der
Differenz der relativen Geschwindigkeit des Drehfeldes in bezug auf den Läufer und der
Läufergeschwindigkeit. Damit also die am Kollektor umlaufenden Bürsten sich synchron mit
dem Drehfelde bewegen — was ja die Bedingung für die Erzeugung der Gleichstromspannung
zwischen den Bürsten ist —, brauchen sie nur mit der Geschwindigkeit der Schlüpfung
angetrieben zu werden.
Zu diesem Zweck kann man beispielsweise die Bürsten von einem Gliede eines Differentialgetriebes
antreiben, dessen zweites Glied mit der synchronen Geschwindigkeit, und dessen drittes
Glied mit der Geschwindigkeit des Läufers des Induktionsmotors, z. B. vom Läufer selbst, angetrieben
wird. Zweckmäßigerweise können eine oder mehrere Übersetzungen zwischen den einzelnen Gliedern des Differentialgetriebes und
den zu kuppelnden Maschinenteilen angebracht werden. Ein anderes Mittel zum Antrieb der
Bürsten mit der Geschwindigkeit der Schlüpfung ist ein Synchronmotor, der mit den Schlüpfströmen
vom Ständer des Motors gespeist wird.
Einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens sind auf der beiliegenden Zeichnung
schematisch dargestellt.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 wird der Läufer α des zu regelnden asynchronen Motors
über die Schleifringe s, s, s an das Netz angeschlossen. Sein Ständer b ist mit Kollektor c
versehen, an welchem die Bürsten d, d mit der Geschwindigkeit der Schlüpfung schleifen. Die
Bürsten werden von einem Seitenrad e des Differentialgetriebes e, g, f angetrieben, während das
Seitenrad f vom "Läufer α und das Differentialräderpaar
g, g von einem besonderen kleinen Hilfsmotor — Synchronmotor h — angetrieben
wird. Selbstverständlich kann der Antrieb über Übersetzungen erfolgen.
Man kann auf diese Weise den Bürsten d, d einen Gleichstrom entnehmen. Dieser Gleichstrom
wird von den Bürsten mittels Zuleitungen k, k über die — in der Figur nicht dargestellten
— Schleifringe dem Gleichstrommotor η zugeführt, der etwa mechanisch mit der Welle
des Asynchronmotors gekuppelt ist. Die Tourenzahl des Läufers, d. h. des Induktionsmotors,
kann man dann durch Änderung der Feldstärke
ίο des Gleichstrommotors regeln.
Ist der Gleichstrommotor ein Serienmotor, so arbeitet das ganze Aggregat mit der Charakteristik
eines Kompoundmotors, d. h. es ändert seine Geschwindigkeit mit der Last, kann aber
nicht durchgehen. Seine Grenzgeschwindigkeit ist vielmehr gleich der synchronen Geschwindigkeit
des Hauptmotors. Ist dagegen der Gleich- ■ strommotor ein Nebenschluß- oder fremd- j
erregter Motor, so ändert sich bei bestimmter Einstellung des Feldes des Hilfsmotors die
Tourenzahl des Aggregates hur sehr wenig mit der Last. Man kann durch passende Kompoundierung
des Gleichstrommotors auch beliebige Charakteristiken des Aggregates erreichen.
Man kann unter Umständen den Hilfsmotor mit einer Akkumulatorenbatterie kombinieren
oder ihn gar durch eine Batterie ersetzen, wobei die Stromabnahme oder Stromabgabe der Batterie
durch Änderung der Anzahl der eingeschalteten Zellen geregelt wird.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 werden die Bürsten d, d des Asynchronmotors von
einem Hilfsmotor h — Synchronmotor — angetrieben, welcher vom Ständer b ■ des Asynchronmotors
mit den Schlüpfströmen gespeist wird, so daß er mit der Geschwindigkeit der Schlüpfung umläuft. Der zum Ständer b zugehörige
Kollektor c braucht nicht unbedingt koachsial mit diesem angeordnet zu sein, kann
vielmehr — wie übrigens auch bei den übrigen Ausführungsbeispielen —: und wie in der Fig. 2
dargestellt ist, auch anderswo, ev. auch in einem anderen Räume untergebracht werden.
Die Anordnungen gemäß Fig. 3 bzw. 4 stellen insofern eine Abänderung des ersten Ausführungsbeispieles
dar, als hier der mechanisch mit dem Asynchronmotor gekuppelte Gleichstrommotor durch einen von dem letzteren unabhängigen
Ein- bzw. Zweianker-Gleichstrom-Wechselstromumformer ft bzw. q, r ersetzt wird,
wobei' der Umformer mit der Wechselstromseite auf das Netz zurückarbeitet. Dabei erübrigt
sich ein besonderer synchroner Hilfsmotor, da der Umformer mit synchroner Geschwindigkeit
umläuft und folglich mit dem Differentialräderpaar gekuppelt sein kann.
Ist der Umformer ein Einankerumformer η (Fig. 3), so kann man die Tourenzahl des Induktionsmotors
nur dadurch regeln, daß man die Spannung auf der Wechselstromseite mittels Transformators t ändert. Besitzt dagegen der
Umformer zwei Anker (Fig. 4), so kann man die Tourenzahl des Induktionsmotors durch
Änderung der Feldstärke sowohl auf der Wechselstromseite wie auf der Gleichstromseite
regeln, und zwar dadurch, daß man in bekannter Weise die etwa von der Spannungsquelle 0 gespeisten
Erregerströme ändert. Dabei wird dem Sekundärteil des Induktionsmotors ein Strom
entnommen oder zugeführt, je nachdem der Umformer auf das Netz zurückarbeitet oder
von diesem gespeist wird.
Wird dem Induktionsmotor ein Gleichstrom zugeführt, so läuft er übersynchron, d. h. er
wird doppelt gespeist.
Den cos φ des Hauptmotors kann man durch eine geeignete Einstellung der rotierenden Bürsten
gegen das Feld verbessern. Auf diese Weise lassen sich auch Funken vermeiden. Die Verstellung
der Bürsten kann sowohl auf mechanischem als auch auf elektromagnetischem Wege geschehen. Sie kann auch selbsttätig von der
Maschine selbst bewerkstelligt werden, indem man z. B. durch entsprechende Kompoundierung
des Synchronmotors diese Einstellung in Abhängigkeit von dem Strom, der Spannung
oder der Belastung des Hauptmotors bringt. Man kann diese Verstellung auch abhängig von
der Geschwindigkeit des Hauptmotors machen.
Die beschriebene Anordnung gestattet eine ideale Tourenregelung der Induktionsmotoren
ohne wesentliche Verluste und — im Fall des Zweiankerumformers oder Gleichstrommotors —
ohne daß dabei irgendwelche Transformatoren oder abschaltbare Spulen zur Anwendung
kommen.
Ein derartiger regelbarer Kollektormotor kann statt unmittelbar ans Netz auch wiederum
mit seinem primären Teil in Kaskade mit einem noch größeren kollektorlosen Induktionsmotor
geschaltet werden.
Arbeitet die asynchrone Maschine als Generator, so ist die Anordnung zur Regelung der
Spannung oder Periodenzahl oder beider Größen der Maschine brauchbar.
Claims (4)
1. Schaltung zur Regelung einer asynchronen Ein- oder Mehrphasenmaschine
unter Benutzung eines über rotierende Bürsten zu- oder abgeführten Gleichstromes, dadurch
gekennzeichnet, daß der Läufer vom Netz gespeist wird und der Ständer einen Kollektor und mit der Geschwindigkeit der
Schlüpfung umlaufende Bürsten besitzt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichstrom einem
Gleichstrom - Wechselstrom-Umformer zu- oder abgeführt wird.
3. Schaltung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit syn-
chroner — oder einer ihr proportionalen —
Geschwindigkeit umlaufende Differentialräderpaar (g, g) vom Umformer — unmittelbar
oder über eine Übersetzung — angetrieben wird.
4. Anordnung nach Anspruch 1 und den Unter ansprächen, dadurch gekennzeichnet,
daß zwecks Verbesserung des cos φ und zur Funkenvermeidung die synchron mit der
Geschwindigkeit der Schlüpfung umlaufenden Bürsten entweder auf mechanischem Wege — zweckmäßig durch mechanische
Verstellung des Magnetgestelles des die Bürsten antreibenden Motors — oder auf elektrischem
Wege — z. B. durch eine passende Kompoundierung des Synchrommotors —
gegen das Drehfeld entsprechend verstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE231937C true DE231937C (de) |
Family
ID=492005
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT231937D Active DE231937C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE231937C (de) |
-
0
- DE DENDAT231937D patent/DE231937C/de active Active
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE231937C (de) | ||
DE508877C (de) | Anordnung zur Eisntellung und Aufrechterhaltung des relativen Gleichlaufs einer beliebigen Anzahl von Asynchronmotoren | |
DE228494C (de) | ||
EP0069044B1 (de) | Elektrischer Stromrichtermotor synchroner Bauart | |
DE417831C (de) | Elektrische Zwangssteuerung | |
DE177270C (de) | ||
DE3822264C2 (de) | ||
DE591326C (de) | Anordnung zur Umformung von ein- oder mehrphasigem Wechselstrom in Gleichstrom oder umgekehrt | |
DE141795C (de) | ||
DE269975C (de) | ||
DE205783C (de) | ||
DE903006C (de) | Stromwendergenerator, insbesondere fuer durch Asynchron- oder Synchronmotoren anzutreibende Fahrzeuge | |
DE582686C (de) | Einrichtung zur Erzeugung von Wechselstrom veraenderlicher Frequenz | |
AT93541B (de) | Vorrichtung zum Regeln und Einstellen der Geschwindigkeit von Wechselstrommotoren. | |
DE230406C (de) | ||
DE169453C (de) | ||
DE267691C (de) | ||
DE331617C (de) | Vorrichtung zum Regeln und Einstellen der Geschwindigkeit von Wechselstrommotoren | |
DE429232C (de) | Induktionsmaschine mit nur elektrisch gekuppeltem Hintermaschinensatz | |
DE320541C (de) | Geschwindigkeitsregelung fuer Induktionsmotoren mittels Frequenzwandlers | |
DE544267C (de) | Anordnung bei Asynchronmaschinen, in deren Sekundaerstromkreis ueber Kommutatormaschinen zwei Spannungskomponenten eingefuehrt sind, von denen die eine in ihrer Groesse derart bemessen ist, dass sie die Sekundaerspannung der Asynchronmaschine ganz oder teilweise aufhebt, waehrend die zweite in ihrer Groesse vom Schlupf unabhaengig ist | |
DE221791C (de) | ||
DE228438C (de) | ||
DE755225C (de) | Wechselstromgenerator fuer Windkraftanlagen | |
DE203143C (de) |