DE2319049C3 - Durchlaufofen, insbesondere zum Tempern von Glasscheiben - Google Patents
Durchlaufofen, insbesondere zum Tempern von GlasscheibenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Durchlaufofen, insbesonere zum Tempern von Glasscheiben, mit einer Walzen
mfassenden Fördereinrichtung, die mit Abstand ebeneinanderliegende und sich in Richtung der
»fenlängsachse erstreckende Tragflächen aufweist, die ie Walzen, quer zur Ofenlängsachse liegend, unter
!wischenschaltung von Bändern tragen, wobei zwi- :hen aufeinanderfolgenden Walzen deren Bewegung
ings der Bänder begrenzende und beim Voranbewegen er Bänder ein Umlaufen der Walzen und damit ein
ordern der auf den Walzen aufliegenden Glasscheiben urch den Ofen hindurch bewirkende Anschläge
ngeordnet sind. Von Industrieöfen ist eine Vorrichtung um ununterbrochenen Fördern von Glühgut (DT-PS
5 67 449) bekannt. Wird durch diese Vorrichtung beispielsweise eine bei 1000 ur.d mehr Grad Celsius im
Ofen zu behandelnde Blechplatte durch den Glühofen hindurchgefördert, so ist es dabei unwesentlich, wenn
das Glühgut praktisch punktförmig an mehreren über die Fläche des Glühgutes verteilten Stellen während des
Glühvorganges getragen ist. Selbst wenn durch den Behandlungsvorgang ein geringes Verziehen des
Glühgutes, nämlich der Blechplatte, erfolgt, kann diese nach dem Glühvorgang wieder gerichtet werden. An die
Fördervorrichtung eines Durchlaufofens, insbesondere zum Tempern von Glasscheiben, werden wesentlich
andere Anforderungen gestellt. Um eine gleichmäßige Behandlung der Glasscheiben zu erreichen, ist es
wesentlich, daß die Ebene, in der die Glasscheiben voranbewegt werden, etwa in der Mitte des Durchlaufofens
liegt. Darüber hinaus müssen die zu behandelnden, also zu tempernden Glasscheiben während der Behandlung
genau in der Förderebene gehalten werden, da sonst unkontrollierbare Verspannungen eintreten.
Schließlich muß die Wärme, die während der Behandlung auf die Glasscheiben einwirkt, praktisch ungehindert
auf beide Seiten der Scheiben während deren Voranbewegung einwirken können. Schließlich darf
durch die Lagerstelle der Walzen bei einem Durchlaufofen zum Tempern von Glasscheiben keine auf
Umgebungstemperatur befindliche Luft an die Glasscheiben gelangen. Gleichfalls dürfen auch keine sich
von der Außenseite des Ofens beim Umlaufen der Walzen einwärts bewegende kalte, also auf Außentemperatur
gekühlte Bereiche der Walzen mit den zu tempernden Glasscheiben in Berührung kommen, da
dies sofort Spannungsrisse ergeben würde.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Durchlaufofen mit einer Fördervorrichtung zu
schaffen, die besonders zum Fördern von zu tempernden Glasscheiben geeignet ist, also die vorerwähnten
Nachteile nicht aufweist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Tragflächen in einem Abstand voneinander
liegen und die mit ihren Endbereichen auf den Bändern aufliegenden langgestreckten Walzen den
Abstand zwischen den Tragflächen überbrücken und die zu tempernden Glasscheiben nur in diesem nicht
unterstützten Mittelbereich tragen. Ein derartiger Durchlaufofen erfüllt alle Anforderungen, die an die
Fördervorrichtung gestellt werden. Es erfolgt kein Verziehen der zu tempernden Glasscheiben, da die
Rollen die Glasscheiben nicht mehr punktförmig unterstützen. Ferner kann die unterhalb der Rollen
erzeugte Wärme frei durch die Rollen hindurch auf die Unterseite der zu behandelnden Glasscheibe einwirken,
während die oberhalb der Glasscheibe erzeugte Wärme von oben her auf diese, insbesondere zum Tempern der
Glasscheibe, einwirken kann.
Um zu verhindern, daß die einzelnen Walzen mit Bereichen unterschiedlicher Temperatur an der zu
fördernden Glasscheibe anliegen, liegen, nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, alle Walzen völlig im
Ofengehäuse, befinden sich also ständig in der gleichen Temperatur, auf die der Ofenraum zum Behandeln der
Glasscheiben erhitzt ist.
Um sicherzustellen, daß die oberen Ränder aller aufeinanderfolgender Walzen in eine Ebene, nämlich in
der Fördsrebene der Glasscheiben liegen, so daß keine Verspannungen erfolgen können, sind, nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung, die Walzen aus einem Werkstoff gefertigt, der einen Wärmeausdehnungskoef-
--ienten von nicht mehr als 1 χ lO-TChat.
Um alle aufeinanderfolgenden Walzen mit der v-hen Umlaufgeschwindigkeit antreiben bzw. auf der
Vchen Oberflächengeschwindigkeit hauen zu können, ••A nach einem weiteren Merkma; der Erfindung, die 5
Q- der durch Reibkraft-Antriebsräder mit einem das Tausendfache der Bandstärke betragenden Durchmesserantreibbar.
In der Zeichnung sind Ausfuhrungsbeispiele eines
fndungsgemäßen Durchlaufofens mit einer Förder- io
vorrichtung dargestellt. In dieser Zeichnung zeigt
pig leine Seitenansicht eines Durchlaufofens;
Fie 2 eine Endansicht eines Endes des Durchlaufofens
gemäß der Erfindung;
pig 3 eine zum Teil aufgebrochen dargestellte 15
Teilseitenansicht des Durchlaufofens;
pig 4 eine schematische Seitenansicht eines der der Hie Tragflächen bildenden Blöcke;
pig 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 in F ig. 4;
pig 6 einen Schnitt längs der Linie 6-6 in F i g. 5; 2c
pig 7 einen der F i g. 5 entsprechenden Schnitt durch
eine andere Ausführungsform der Halterung der
P ig 8 einen Schnitt längs der Linie 8-8 in F ig. 7;
ρ ig. 9 eine Seitenansicht der Antriebsräder der 25
Bapigr'l0einen Schnitt längs der Linie 10-10 in F ig. 9;
pie Π eine Seitenansicht der Umlenkräder für die
Bänder sowie die Einrichtung zu deren Spannung und Fig 12 einen Schnitt längs der Linie 12-12 in F ig. 11.
Der als Ganzes mit 20 bezeichnete Durchlaufofen dient zur Behandlung von Glasscheiben, die auf
Temperaturen erhitzt werden, die für eine Vergütung oder ein Tempern ausreichen. Der Durchlaufofen 20
umfaßt ein Oiengehäuse 22, das von einem Rahmen 24 getragen ist. Das feuerfest zu Isolierzwecken ausgekleidete
Ofengehäuse 22· umfaßt Heizelemente 26 und Türen 28, die einen Zugang zum Innern des Durchlaufofens
ermöglichen.
Der Durchlaufofen 20 umfaßt ferner eine Fordervorrichtung
mit Bändern 40, die an einer Beschickungsstation einen Antrieb 30 und am entgegengesetzten Ende
des Durchlaufofens 20 eine Entnahmestation mit einer Umlenkung 32 aufweist. Die Fördervorrichtung umfaßt
ferner zwei parallelverlaufende im Abstand voneinander liegende ebene Tragflächen 36, auf denen die
Bänder 40 aufliegen. Diese Tragflächen sind aus mehreren in zwei parallelen Reihen angeordneten
Keramikblöcken 34 gebildet, zwischen denen je ein SDaIt vorgesehen ist. Ferner umfaßt die Fördervornchtung
eine Anzahl von Walzen 38 bzw. 38', die derart auf den Tragflächen 36 unter Zwischenschaltung der
Bänder 40 aufliegen, daß die obere Tangente jeder Walze in einem konstanten gleichen Abstand über der
Tragfläche 36 Hegt. Die Tangenten an der Oberflache der Walzen 38 bilden somit eine parallel zur Tragflache
liegende Ebene, da alle Walzen den gleichen Durchmesser haben. Die Walzen sind vorzugsweise aus einem
Werkstoff gefertigt, der einen sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat. Dieser ist geringer als
1 χ 10-*/° C Darüber hinaus weist dieser Werkstatt
eine ausgezeichnete Stoßfestigkeit auf. Vorzugsweise können diese Walzen aus verschmolzenem Quarz
gefertigt sein, das einen WärmeausdehnungsKoeii.z.enfen
von 0,54 χ 10-*/° C hat. Die Temperatur im
Durchlaufofen liegt zwischen 650 und 760°C. Jedes der Bänder 40 Hegt mit seinem oberen bzw. angetriebenen
Trumm 42 auf der Tragfläche 36 auf, erstreckt sich somit
durch den Ofen, während das Rücklauftrumm 44 außerhalb des Ofens verläuft. Die Bänder 40 haben eine
genau festgelegte Stärke und sind stramm gespannt, so d?.ß der obere Trumm 42 die Spalte zwischen den
Blöcken 34 überbrückt. Durch die Spannung der Bänder können diese eine erhebliche Strecke ohne Berührung
mit den Tragflächen verlaufen, falls einer der Blöcke nicht ordnungsgemäß justiert ist oder die Oberfläche
zwischen den Enden eine Vertiefung aufweist.
Um durch Voranbewegen der Bänder über die Walzen 38 ein Voranbewegen der in F i g. 2 strichpunktiert
angegebenen Scheiben 46 zu bewirken, umfaßt die Fördervorrichtung ferner ein Voranbewegen der
Walzen mit den Bändern verhindernde Anschläge 48 und 48', die zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Walzen 38 angeordnet sind. Die Anschläge 48 liegen unterhalb der oberen Tangente der Walzen, so daß sie
die Voranbewegung der Glasscheiben 46 nicht behindern. Jeder Block 34 weist eine Anzahl im Abstand
voneinander angeordneter Schlitze 50 auf, die sich von der Tragfläche 36 aus auf beiden Seiten der Keramikblöcke
erstrecken, wie dies F i g. 5,7 und 8 zeigen. Jeder Anschlag 48 umfaßt einen Anlaufbereich 52, der sich
über aie Tragfläche 36 hinweg erstreckt, um die
Voranbewegung der benachbarten Walze 38 in Längsrichtung des Ofengehäuses 22 zu begrenzen. Jeder
Anschlag 48 weist ferner Arme 54 auf, die sich von dem Anlaufbereich 52 aus nach unten erstrecken und je in
einen der Schlitze 50 eingreifen. Der untere Rand jedes Anlaufbereiches 52 der Anschläge 48 liegt in einem
Abstand oberhalb der Tragfläche 36, so daß der obere Trumm 42 eines der Bänder 40 auf der Tragflache 36
zwischen den Armen 54 der Anschläge 48 hindurch bewegt werden kann, ohne den Antaufbereich 52 der
Anschläge 48 zu berühren. Bei dem in Fig.4 und 5
dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Abwartsbewegung
der Anlaufbereiche 52 durch das Anschlagen der unteren Enden der Arme 54 an die Böden der
Schlitze 50 bewirkt. Bei dem in Fig.7 und
dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Anschlage 48' Finger 56 auf, die sich seitlich von den Seiten jedes
Armes 54 erstrecken, um sich an der Tragflache 3b abzustützen und damit den Anlaufbereich 52 im
gewünschten Abstand von dieser zu halten. Die Finger 56 haben ferner die Funktion, die Anschläge 48' unten zu
halten, wenn eine umlaufende Walze 38 an dem Anlaufbereich 52 angreift, weil diese Walze über den
angrenzenden Fingern 56 liegt. Darüber hinaus weisen die in Fig.7 und 8 dargestellten Anschläge 48 einen
Flansch 58, der sich seitlich von einem Ende des Anlaufbereiches 52 aus erstreckt, um eine; Axialbewegung der Walze 38 zu begrenzen. Die Anschlage 48 sind
alle identisch, so daß die Anschläge 48' eines Keramikblockes 34 die Längsbewegung der Walzen
in einer Richtung und die Anschläge 48' des anderen Keramikblockes 34 in der anderen Richtung begrenzen
Wie den Fig.2, 5 und 7 zu entnehmen ist,
überbrücken die Walzen 38 bzw. 38' den Zwischenraum zwischen den Keramikblöcken 34 und die Enden de
Walzen liegen auf den oberen Trummen 42 der Bande
40 auf. Bei dem in Fig.5 und 6 α^ε5ΐ5"^
Ausführungsbeispiel sind die Endbere.che die au den
Trumm 42 aufliegen, im Durchmesser kleiner als de .._~w.»iK,r cnarenzenHe, zur Mitte der Walze hu
negendT"Bereich"'6O, um die Walzen genau z,
positionieren. Falls sich die Walzen «chr«gu.«He.
neigen, oder bestrebt sind, aus einer Lage heraus ζ wandern, die im rechten Winkel zur gewünschte
Bewegungsrichtung der Glasscheiben liegt, greift ein erhabener Bereich 60 am angrenzenden Band 40 an, und
da dieser Bereich einen größeren Durchmesser hat, wird für eine schnellere Bewegung der Walze gesorgt, um
diese wieder ordnungsgemäß auszurichten. Liegen die Walzen im rechten Winkel zu den Bändern, werden die
Glasscheiben in einer Richtung parallel zu den Bändern gefördert. Wenn sich die Rollen jedoch nicht genau im
rechten Winkel zu den Bändern befinden, wandern die Glasscheiben nicht parallel zu den Bändern. Die
selbsttätige Ausrichtung der Walzen bewirkt somit auch eine selbsttätige Korrektur der Förderrichtung der
Glasscheiben.
Die in Fig.7 und 8 dargestellten Walzen 38' unterscheiden sich von den vorbeschriebenen insofern,
daß sie hohl sind, wie dies insbesondere der F i g. 8 zu entnehmen ist. Der Vorteil hohler Walzen besteht darin,
daß sich diese verformen, falls sie exzentrisch werden oder nicht genau gerade sind, so daß dann, wenn eine
Glasscheibe über sie hinwegläuft, sich die Walzen gerade richten, anstatt die Glasscheibe von den
danebenliegenden Walzen abzuheben. Darüber hinaus neigen hohle Walzen weniger wahrscheinlich zum
Durchsacken unter ihrem eigenen Gewicht.
Ist eine der Walzen 38 bzw. 38' defekt, so muß lediglich diese gegen eine neue ausgetauscht werden,
ohne daß die Bewegung der Glasscheiben durch den Ofen unterbrochen werden muß.
Da die Stellung der Tragfläche 36 der Keramikblöcke 34 sehr kritisch ist, müssen diese genau ausgerichtet sein.
Zu diesem Zweck sind Einstellmittel vorgesehen. Es wurde bereits erläutert, daß die Keramikblöcke 34 in
parallelen Reihen angeordnet sind, wobei zwischen den Enden aufeinanderfolgender Blöcke jeweils ein Zwischenraum
vorhanden ist. Der Rahmen 24 umfaßt zwei im Abstand parallele Träger 63, die sich in Längsrichtung
unter dem Ofengehäuse 22 erstrecken. Die Einstellmittel für die Keramikblöcke 34 umfassen
Tragwellen 64 und 66, die an den Trägern 62 befestigt sind und damit die Keramikblöcke 64 einstellbar tragen.
Jeder Keramikblock 34 umfaßt zwei Vorsprünge 68, die dessen Unterseite überragen. Die Tragwelle 64 weist an
ihrem oberen Ende einen kanalartigen Halter 70 auf, der den Vorsprung 68 umgreift und abstützt. Die Tragwelle
66 weist am oberen Ende lediglich eine Platte 72 auf, die den Vorsprung 68 trägt. Um die Tragwelle 64 auch
seitlich bewegen zu können, umfassen die Einstellmittel eine Augenschraube 74, die mit einem Auge 76 die
Tragwelle 64 umgreift und deren Gewindeschaft einen Winkel 78 durchdringt. Eine Verstellung der Augenschraube
74 führt zu einer Bewegung der Tragwellc 64 in einem Bogen, um die Längsausrichtung des
Keramikblockes 34 zu bewirken.
Das Ofengehäuse 22 ist aus einer Anzahl von Einzelelementen zusammengesetzt, wobei jedes Einzelelement
mehrere Keramikblöcke 34 umfaßt. In Fig.3 ist ein solches Einzelelement dargestellt. Es umfaßt zwei
Keramikblöcke 34 in jeder Reihe, also insgesamt vier Blöcke. Die Tür 28 kann angehoben werden, um einen
Zugang zum Innern des Ofengehäuses 22 zu ermöglichen.
Während der obere Trumm 42 jedes Bandes durch
das Ofengehäuse 22 über die Tragfläche 36 verläuft, liegt der untere Trumm 44 unterhalb des Ofengehäuses
22. leder Trumm 44 wird von einer Platte 80 getragen, die über Halter 82 am Träger 62 angeordnet ist. Der
Antriebsteil 30 umfaßt zwei im Absland voneinander angeordnete Rcibkraft-Antricbsrädcr 84, um die sich
jedes Band 40 herumerstreckt und die dieses durch die Reibung zwischen dem Rad und dem Band voranbewegen.
Auf der anderen Seite des Durchlaufofens sind Umlenkräder 86 vorgesehen; der Durchmesser dei
Räder 84 und 86 ist vorzugsweise so gewählt, daß er das Tausendfache der Bandstärke beträgt, um eine Beschädigung
der Bänder zu verhindern und einen vollkommen gleichmäßigen Zug und damit eine gleichmäßige
Voranbewegung der auf den Walzen aufliegender
ίο Glasscheiben zu erreichen. Die Reibkraft-Antriebsrädei
84 sind durch Elektromotore 88 über ein Ritzel 90 und ein Zahnrad 92 angetrieben. Zwischen Ritzel und
Zahnrad ist ein Getriebe 94 geschaltet. Beide Getriebe 94 sind, wie Fig. 10 zeigt, durch eine Kupplung 96
miteinander verbunden, um die Umlaufgeschwindigkeil der Reibkraftantriebsräder 84 und damit die Geschwindigkeit
der Bänder 40 gleichzuhalten.
Das Umlenkrad 86 umfaßt einen Schlitten 98, der Führungen 100 abstützt, die ihrerseits die beiden Rädei
ίο 86 zur Umlenkung der Räder 40 tragen. Zur Spannung
der Bänder sind Druckluftzylinder 102 und Seile 104 vorgesehen, die um die Scheiben 106 herumgelegt sind
Die Räder 86 sind in Gehäusen 108 gelagert, die ihrerseits gleitbar an den Führungen 100 gelagert sind
wobei jedem Gehäuse 108 zwei Führungen, zugeordnel sind.
Der Antrieb 30 umfaßt für jedes Antriebsrad 84 einer Rahmen 110, der seinerseits auf einem Sockel 112 sitzt
Gemäß der Darstellung in Fig. 10 ist der vordere Bereich des Rahmens 110 mit dem Sockel 112 über eine
Schraube 14 verbunden, deren Längsachse sich durch die Mittellinie des zugeordneten Bandes erstreckt
Ferner sind Einrichtungen 116 vorgesehen, um der Rahmen 110 um die Achse der Schraube 114 zt
verschwenken, wobei die Stellung des Rahmens zum Sockel eingestellt wird, um das Antriebsrad 84
auszurichten. Die Schrauben 118 legen den Sockel in der
gewünschten Lage fest.
Wie bereits angedeutet wurde, sind die Oberflächer der Bänder 30 kritisch. Beispielsweise kann ein kleines
Korn zwischen dem Band und der Fläche eines dei Räder 84 oder 86 sitzen, während das Band über das Rac
läuft, was eine Beule im Band hervorrufen würde, die ihrerseits zu einer ungewünschten vertikalen Bewegung
der auf den Bändern aufliegenden Walzen führt. Aus diesem Grunde umfaßt die Fördereinrichtung Schleifmittel
120, die in Fig.3 dargestellt sind. Diese Schleifmittel entfernen Beulen oder ähnliche Fehlstel
len.
Falls es erforderlich sein sollte, das Band vor den Einlauf in das Ofengehäuse zu erwärmen, sind außerhalb
des Gehäuses Einrichtungen 122 (Fig.9) zum Vorwär
men vorgesehen. Ferner kann es vorteilhaft sein, eir Schmiermittel zwischen die Enden der Walzen 38 unc
den Bändern 40 sowie den Anschlägen 48 vorzusehen Ein solches Schmiermittel erfüllt drei Zwecke: zutr
erslen verhindert es ein übermäßiges Verschleißen de; Bandes, insbesondere dann, wenn die Rollen aui
Keramik bestehen. Zum zweiten ermöglicht die Schmierung dann, wenn die Glasscheibe angchaltcr
oder zurückgehalten wird, eine Schmierung zwischcr dem Band 40 und den Walzen 38, wodurch zwischcr
Band und Walze ein Schlupf entsteht und nicht zwischet den Walzen und der Glasscheibe, was zu einen
Zerkratzen der Oberfläche des Glases führen würde Schließlich verhindert das Schmiermittel den Vcrschleii
einer Walze dann, wenn sie am Umlaufen sehindcr
wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Durchlaufofen, insbesondere zum Tempern von Glasscheiben, mit einer Walzen umfassenden Fordereinrichtung,
die mit Abstand nebeneinanderliegende und sich in Richtung der Ofenlängsachse erstreckende Tragflächen aufweist, die die Walzen,
quer zur Ofenlängsachse liegend, unter Zwischenschaltung
von Bändern tragen, wobei zwischen aufeinanderfolgenden Walzen deren Bewegung längs der Bänder begrenzende und beim Voranbewegen
der Bänder ein Umlaufen der Walzen und damit ein Fördern der auf den Walzen aufliegenden
Glasscheiben durch den Ofen hindurch bewirkende: Anschläge angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragflächen (36) in einem Abstand voneinander liegen und die mit ihren Endbereichen auf den Bändern (40) aufliegenden
langgestreckten Walzen (38) den Abstand zwischen den Tragflächen überbrücken und die zu tempernden
Glasscheiben nur in diesem nicht unterstützten Mittelbereich tragen.
2. Durchlaufofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragflächen (36) diskontinuierlich
gestaltet und durch die Oberflächen von unabhängig voneinander ausrichtbaren Blöcken (34)
gebildet sind, die in parallel zueinander verlaufenden Reihen angeordnet sind, wobei die Blöcke (34) jeder
Reihe, sich fast berührend, mit Abständen aufeinanderfolgend angeordnet sind, und daß die einzelnen
Blöcke (34) zur Steuerung der Richtung der Bewegungsbahn des durch den Ofen geförderten
Glases justierbar sind und die Bänder (40) die Abstände zwischen den Blöcken (34) überbrücken.
3. Durchlaufofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Trumm (42) der
Bänder (40) durch das Ofengehäuse (22) verläuft.
4. Durchlaufofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (38) völlig im
Ofengehäuse (22) liegen.
5. Durchlaufofen nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (38) aus einem
Werkstoff gefertigt sind, der einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von nicht mehr als 1 χ 10~6/° C
hat.
6. Durchlaufofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (40) durch Reibkraft-Antriebsräder (84) mit einem das Tausendfache der Bandstärke betragenden Durchmesser
antreibbar sind.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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US24454272 | 1972-04-17 | ||
US00244542A US3806312A (en) | 1972-04-17 | 1972-04-17 | Roller hearth furnace |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
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DE2319049A1 DE2319049A1 (de) | 1973-10-31 |
DE2319049B2 DE2319049B2 (de) | 1977-03-10 |
DE2319049C3 true DE2319049C3 (de) | 1977-10-27 |
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Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3733201A1 (de) * | 1987-10-01 | 1989-04-13 | Ver Glaswerke Gmbh | Lagereinheit fuer die transportwellen eines horizontalofens fuer glasscheiben, und horizontalofen fuer glasscheiben |
DE3824946C1 (en) * | 1988-07-22 | 1990-02-01 | Vegla Vereinigte Glaswerke Gmbh, 5100 Aachen, De | Horizontal oven for heating up window panes |
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DE3824946C1 (en) * | 1988-07-22 | 1990-02-01 | Vegla Vereinigte Glaswerke Gmbh, 5100 Aachen, De | Horizontal oven for heating up window panes |
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