DE2037506A1 - Verfahren und Schaltung zur Einstellung einer Operatorsteuerung in einer Datenver arbeitungsanlage - Google Patents
Verfahren und Schaltung zur Einstellung einer Operatorsteuerung in einer Datenver arbeitungsanlageInfo
- Publication number
- DE2037506A1 DE2037506A1 DE19702037506 DE2037506A DE2037506A1 DE 2037506 A1 DE2037506 A1 DE 2037506A1 DE 19702037506 DE19702037506 DE 19702037506 DE 2037506 A DE2037506 A DE 2037506A DE 2037506 A1 DE2037506 A1 DE 2037506A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- state
- control
- operator
- register
- word
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING; CALCULATING OR COUNTING
- G06F—ELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
- G06F9/00—Arrangements for program control, e.g. control units
- G06F9/06—Arrangements for program control, e.g. control units using stored programs, i.e. using an internal store of processing equipment to receive or retain programs
- G06F9/46—Multiprogramming arrangements
- G06F9/48—Program initiating; Program switching, e.g. by interrupt
- G06F9/4806—Task transfer initiation or dispatching
- G06F9/4812—Task transfer initiation or dispatching by interrupt, e.g. masked
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Software Systems (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Executing Machine-Instructions (AREA)
Description
BURROUGHS CORPORATION, eine Gesellschaft nach den
Gesetzen des Staates Michigan, 6071 Second Avenue,
Detroit, Michigan (V.St.A.)
Gesetzen des Staates Michigan, 6071 Second Avenue,
Detroit, Michigan (V.St.A.)
Verfahren und Schaltung zur Einstellung einer Operatorsteuerung in einer Datenverarbeitungsanlage
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Schaltung zur Herstellung von Arbeitszuständen einer Operatorsteuerung
in einer Datenverarbeitungsanlage.
Bekannte Operatorsteuerungen arbeiten bei der Ausführungssteuerung
von Operatoren in einem von zwei Zuständen. Diese Arbeitszustände sind als "Normal-Zustand"
(normal state) und "Regel-Zustand" (control state) bekannt. Im Normalzustand beachtet die Operatorsteuerung
alle oder wenigstens die meisten Unterbrechungen, während diese im Regelzustand nicht beachtet werden. Derartige
Datenrechner beginnen gewöhnlich im Regelzustand
zu arbeiten. Der Übergang vom Regelzustand in den Normalzustand kann nur durch Ausführung eines hierfür besonders
vorgesehenen Operators geschehen. Der Übergang vom normalen Zustand zum Regelzustand findet nur durch
109810/1962
eine Unterbrechungsbedingung statt. Diese Unterbrechung
kann entweder eine unerwartete oder eine solche sein,
die bei der Ausführung eines für die Unterbrechung vorgesehenen Operators auftritt. Eine nicht erwartete Unterbrechung
würde beispielsweise die Betriebsbeendigung einer Eingangs/ Ausgangs-Einrichtung sein, die sofortige
Beachtung erfordert. Weiterhin sind gewisse Operatoren nur im Regelzustand ausführbar und können im Normalzustand
nicht ausgeführt werden.
Der Regelzustand ist ein wichtiger Teil der modernen Datenverarbeitungsmaschinen insofern, als die Ausführung
bestimmter Aufgaben einen nicht unterbrechbaren Zustand erfordern, wie er in Form des Regelzustandes vorliegt.
Der Regelzustand wird für Funktionen gebraucht, die in Koordination mit anderen, im gleichen Mehrfach-Programmsystem
vorhandenen Aufgaben bearbeitet werden müssen. Beispiele für Tätigkeiten, die koordiniert werden müssen,
sind die Einleitung der Informationsübertragung zwischen dem Rechner oder Speicher und einer Eingangs/Ausgangseinrichtung,
die Zuweisung des Speichers zu einer bestimmten Aufgabe und die Zuordnung periphere Anlagen
zu einer bestimmten Aufgabe.
Die Art und Weise, in der die vorerwähnten Datenrechner ihren Zustand wechseln, macht größere Schwierigkeiten.
Das erste Problem beruht auf der Tatsache, daß ein spezieller Operator zur Einstellung der Datenverarbeitungsanlage
in den Normalzustand nötig ist, wenn die Anlage im Regelzustand arbeitet und eine bestimmte
Prozedur (oder eine Reihe von Operatoren) im Normalzustand ausgeführt werden soll» Ein zweites Problem ergibt
sich aus dem Maschinenwechsei vom "Normalzustand
in den Rege!zustand. Wie bereits erwähnt, wird dies durch
eine Unterbrechungsbedingung bewerkstelligt» Um jedoch
109810/1082
vom normalen Zustand in den Regelzustand überzugehen, ist eine besondere Routine für die Behandlung allgemeiner
Unterbrechungen notwendig. Solch eine Routine ist langsam und erfordert Speicherplatz für den geeigneten
Code.
Dagegen sieht die vorliegende Erfindung die Benutzung eines Signales in Prozedurbezugswörtern vor, um die
Programmsteuerung in einer Datenverarbeitungsanlage vom Normalzustand in den Regelzustand und umgekehrt umzusetzen.
Dadurch werden die vorerwähnten Nachteile weitgehend reduziert und im wesentlichen ausgeschaltet. In
einer Ausführungsform der Erfindung besitzt eine Datenverarbeitungsanlage
einen Speicher und eine steuerbare Operatorsteuerung, die für die Ausführung von Operatoren
in einem von zwei verschiedenen Zuständen arbeitet und Unterbrechungen verarbeitet. Eine Zustandssteuerung ist
an die steuerbare Operatorsteuerung angeschlossen und weist einen ersten und einen zweiten Zustand auf, um
die Operatorsteuerung einen ersten bzw. einen zweiten
Zustand annehmen zu lassen. Ein erstes Register speichert Operatoren zur Steuerung der Sequenz der Arbeitsschritte der Hauptsteuerung. Ein zweites Register speichert
Prozedurbezugssignale, die ein codiertes Signal enthalten, das den einen oder anderen von zwei erforderlichen
Zuständen der Hauptsteuerung anzeigt. Weiterhin
ist eine Vorrichtung vorgesehen, die die Zustandssteuerung in den einen oder anderen Zustand einstellt,
was von dem codierten Signal in dem gespeicherten Prozedurbezugssignal abhängt, wodurch schließlich der Zustand
der Operatorsteuerung eingestellt wird.
Damit lehrt die Erfindung ein Verfahren, wonach der Regel
zustand in Abhängigkeit von einem Signal in einem Prozedurbezugssignal eingestellt wird.
10 9 8 10/1962
"™* TC m *"
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der beigefügten
Figur erläutert, in der eine mit den Merkmalen der Erfindung ausgestattete Datenverarbeitungsanlage
schematisch im Blockdiagramm dargestellt ist.
Ehe anhand der Figur die Datenverarbeitungsanlage im einzelnen beschrieben wird, soll die Form der Informationsdarstellung,
wie sie in der Datenverarbeitungsanlage Verwendung findet, betrachtet werden. "Programm"
bezeichnet eine oder mehrere Prozeduren. Eine "Prozedur" enthält eine Anzahl verschiedener "Operatoren",
die den Arbeitsablauf der Datenverarbeitungsanlage bestimmen.
Die Information wird in der Datenverarbeitungsanlage in Form von "Wörtern" bearbeitet. Jedoch ist die Erfindung
nicht auf eine Worttypmaschine beschränkt, sondern auch auf andere Bitgruppierungen, beispielsweise
Digit-Gruppierungen oder einzelne Bits, anwendbar. Obgleich
in den praktischen Datenverarbeitungsanlagen viele verschiedene Wortarten Verwendung finden, werden zur
Erläuterung der Erfindung nur Operandenwörter, Operatorwörter, Programmsteuerwörter und Rückkehrsteuerwörter
erwähnt.
Die Operandenwörter sind die zu verarbeitenden Daten. Die ProgrammsteuerWörter und Rückkehrsteuerwörter sowie
ihr Inhalt sind für das Verständnis der Erfindung von beträchtlicher Wichtigkeit und sollten genau beachtet
werden.
Ein "Programmsteuerwort" ist ein itfort, das zum Eintritt
in eine neue oder mindestens eine andere Prozedur verwendet wird. Ein Programmsteuerwort enthält hierfür
eine Anzahl verschiedene Informationsposten. Jedoch
1 09810/1962
20375Q6
sind nur zwei in dem Programmsteuerwort enthaltene Informationsposten für die Erfindung wichtig. Der erste
Informationsposten ist ein PTR-PeId, das eine solche
Adresse in dem Speicher ist, die eine Reihe von die neue Prozedur (je nach dem Programmsteuerwort) ausmachende
Operatoren indirekt bezeichnet. Das PIR-FeId ist eine Adresse eines anderen Adressbezugswortes,
das seinerseits die Adresse des ersten Operators der neuen Prozedur enthält. Der zweite wichtige Informationsposten in einem Programmsteuerwort ist ein einzelnes
Bit, bezeichnet als N-Bit, das angibt, ob die neue Prozedur von der Datenverarbeitungsanlage in einem "Normalzustand"
oder in einem "Regelzustand" bearbeitet werden soll. Das N-Bit ist eine "0" für den Normalzustand
und eine "1" für den Regelzustand. Ein Programmsteuerwort
ist also ein Prozedurbezugswort, das auf den Anfang der neuen Prozedur weist und ein Bit mit sich führt,
das den für die neue Prozedur erforderlichen Zustand der Maschine bezeichnet.
Ein "Rückkehrsteuerwort" dient zur Bezeichnung einer
Prozedur, zu der die Datenverarbeitungsanlage zurückkehren soll, wenn sie die Ausführung einer laufenden
Prozedur abgeschlossen hat. Somit wird ein Rückkehrsteu-•rwort
stets dann gebildet, wenn der eine Prozedur ausführende Rechner in eine neue oder verschiedene Prozedur
eintreten soll. Das Rückkehrsteuerwort wird beim Eintritt in die neue Prozedur gebildet und enthält alle
Information, die zur Einstellung der Maschine auf den Zustand, den sie in der früheren Prozedur verlassen hat,
notwendig ist. Wie das Programmsteuerwort enthält auch
das Rückkehrsteuerwort ein PIR-FeId, das eine solche Adresse im Speicher ist, die den ersten Operator einer Reihe
von Operatoren bezeichnet, die in der früheren Prozedur ausgeführt werden sollen. Das Rückkehrsteuerwort enthält
109810/1962
ebenfalls ein N-Bit, das angibt, ob die Rückkehrprozedur
von der Anlage im Normalzustand oder im Regelzustand bearbeitet werden soll. Rückkehrsteuerwörter and
Programmsteuerwörter werden als Prozedurbezugswörter bezeichnet. Sie sind hinsichtlich ihres Formates und
Informationsgehaltes ähnlich.
Die in der Zeichnung dargestellte Hauptsteuerung in der Datenverarbeitungsanlage arbeitet in einem von zwei
Zuständen, nämlich dem Regelzustand oder dem Normalzustand. Der Zustand, in dem die Hauptsteuerung arbeitet,
wird eingestellt durch die Programmsteuerwörter und die Rückkehrsteuerwörter. Der "Rege!zustand" ist
ein solcher Zustand, in welchem die Operatorsteuerung
privilegierte Instruktionen ausführen läßt, die im Normalzustand nicht verfügbar sind; diese Operatoren
sind bekannt als "Regelzustands-Operatoren" (control state only operators). Im Regelzustand wird die Operatorsteuerung
Micht-RegelZustandoperatoren nicht ausführen
lassen noch wird sie externe Unterbrechungen ausführen. Bezüglich der externen Unterbrechungen gibt es
eine Ausnahme insofern, als ein als "Freigabeoperator" (•nable operator) bekannter, spezieller Operator dazu
verwendet werden kann, den Regelzustand zu überschreiben und externe Unterbrechungen zu erlauben. Dies wird
jedoch nur durch den speziellen Freigabeoperator bewirkt.
Der "Normalzustand" ist ein Zustand, in dem keiner der
Regelzustandsoperatoren ausgeführt werden kann. Jedoch können andere Operatoren ausgeführt und externe Unterbrechungen
bearbeitet werden.
Mit dieser Informationsdarstellung werden jetzt die Einzelheiten
der Datenverarbeitungsanlage j) wie sie in der
Figur dargestellt sind9 beschriebene Ein In Gauaaen mit
10 9 810
bezeichnete Operatorsteuerung, über der in der Zeichnung ein Datenrechner und ein Speicher dargestellt sind, enthält
einen Operatorsteuerzähler 24, der auch eine Toreinheit
umfaßt und den Arbeitsablauf der in der Zeichnung dargestellten Datenverarbeitungsanlage schrittsteuert.
Die hier verwendeten Operatorsteuerungen umfassen die gesamte Torlogik, Zähler und Steuerungen, die zum geregelten
Betrieb der Datenverarbeitungsanlage notwendig sind. Dem Fachmann ist klar, daß die Steuerung über das
ganze System verteilt sein kann, statt, wie hier dargestellt, in einer Einheit zusammengefaßt zu sein.
Operatorsteuerzähler sowie Torschaltungen zur Schrittsteuerung von Datenrechnern und Speichern während der
Ausführung von Operatoren sind in der Rechnertechnik bekannt und können vielgestaltig ausgelegt sein, je
nach dem Zuschnitt der speziellen Datenverarbeitungsanlage. Daher müssen die genauen Einzelheiten der Operatorsteuerung
24 nicht besonders erläutert werden, jedenfalls soweit sie für das Verständnis der vorliegenden
Erfindung nicht notwendig sind. Die Operatorsteuerung 24 weist insgesamt mit 100 bezeichnete Steuersignalleitungen
auf, auf denen in richtiger Sequenz Steuersignale auftreten, um den Betrieb des Datenrechners und des
Speichers zu regeln. Die Leitungen 100 führen in der Zeichnung in verschiedene Schaltungen zu Steuerzwecken. Sie
sind der Einfachheit halber alle zusammen mit dem Symbol 100 versehen. Selbstverständlich sind die Leitungen
• in den meisten Fällen jeweils unterschiedlich und Steuersignale können auf den verschiedenen Leitungen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten auftreten, je nach der Sequenz der Arbeitsschritte der Steuerung 24.
109810/1962
Die Datenverarbeitungsanlage umfaßt einen Speicher 12, der ein magnetischer Kernspeicher oder von anderer bekannter
Bauart sein kann. Der Speicher 12 ist so eingerichtet, daß er die Informations wortweise in Abhängigkeit
von Steuersignalen auf den Steuersignalleitungen 100 aus der Hauptsteuerung 10 ausliest oder ,
einschreibt. Die aus dem Speicher 12 ausgelesenen Wörter werden entweder in ein Operatornegister 16 oder in
ein C-Register 14 oder in andere insgesamt mit 15 bezeichnete Register eingespeichert. Die Information kann
in den Speicher 12 aus dem C-Register 14 oder einem der anderen Register 15 eingespeichert werden.
Die Adresse im Speicher 12, bei der die Information eingeschrieben oder ausgelesen werden soll ist durch
die entweder im PIR-Register 20 oder in einem S-Register 22 enthaltene Adresse bestimmt. In der praktischen
Ausführung der vorliegenden Erfindung sind zum Speichern von Operanden und verschiedener Arten von Bezugswörtern Stapel vorgesehen. Ein Stapel ist ein Speicherfeld,
in dem die Informationswörter in übertragenem Sinne übereinander so gespeichert sind, daß das zuletzt
eingespeicherte Wort als erstes wieder ausgelesen wird (the words of information are stored on a last in
first out basis). Wenn ein bestimmter Programmstapel aktiviert ist, sind das C-Register 14, und die Register
15 mit dem Informationsstapel im Speicher verbunden.
Diese Verbindung wird durch die in dem S-Register 22 enthaltene Adresse hergestellt, die auf das letzte (oder
oberste Wort zeigt, daß im Stapelfeld im Speicher gespeichert ist. Im Speicher 12 existieren im praktischen
Betrieb viele Stapel. Zu verschiedenen Zeitpunkten können verschiedene Stapel mit den Registern 14 und 15
verbunden sein» Die Register 14 und 15 wirken als die obersten Stapelregister für den verbundenen Stapel und
dehnen den Stapel aus, um einen schnellen Zugriff zu der
109810/ 196?
in diesen Registern gespeicherten Information zu ermöglichen. Einzelheiten eines derartigen Stapels und
der Registerverbindungen sind in der gleichlaufenden Patentanmeldung "Verfahren und Anordnung von Registern
auf eine neue Programmprozedur in einer Datenverarbeitungsanlage" (P 17 74 907.4} Anwaltszeichen B 84).
Im Betrieb gibt der Steuerzähler 24 der Hauptsteuerung
100 ein Steuersignal auf eine der Steuerleitungen 100
zur Übertrag-Matrix 26, wodurch die in dem S-Register 22 enthaltene Adresse auf den Speicher 12 gegeben wird.
An der Übertrag-Matrix liegen mehrere Leitungen 100, zur Vereinfachung ist jedoch nur eine dargestellt. Die
Einheit 14 gibt weiterhin ein Steuersignal auf eine der Steuersignalleitungen 100, die zum Speicher 12 führen,
wodurch der Inhalt der adressierten Speicherstelle ausgelesen und auf eine Übertragungs-Matrix 28 gegeben
wird. Man nehme nun an, daß das aus dem Speicher 12 ausgelesene Wort entweder ein Rückkehrsteuerwort oder
ein Programmsteuerwort ist. Die Übertrags-Matrix 28
ist mit vielen Leitungen 100 verbunden, so daß für ein Programmsteuerwort oder ein Rückkehrsteuerwort ein geeignetes
Steuersignal auf eine der Steuersignalleitungen 100 gegeben' werden kann, wodurch die Übertragungs-Matrix
28 ein derartiges Wort in das C-Register 14 einspeichert. Das Programmsteuerwort oder Rückkehrsteuerwort
wird so in das C-Register 14 eingeschrieben, daß die PIR-Adresse in dem mit PIR bezeichneten Feld
und das N-Bit in einem NF-Flip-Flop des C-Registers 14 enthalten sind.
Nach dem die Adresse in dem S-Register 22 zur Adressierung des Speichers 12 benutzt worden ist, gibt die Einheit
24 ein Steuersignal auf eine der Leitungen 100, wodurch ein nicht dargestelltes Tor in dem S-Register
22 die in ihm enthaltene Adresse um eine Stufe herab-
109810/ 1962
zählt, so daß es die Adresse des nächsten Wortes in dem entsprechenden Stapel enthält.
Man betrachte nun das PIR-Register 20 und die Art und
Weise, in der Operatoren in das Operatorregister 16 eingeschrieben werden. Ein einzelnes Operatorwort enthält
mehrere Operatoren. Das PIR-Register 20 zeigt auf oder enthält die Speicheradresse eines Operatorwortes.
Im Betrieb gibt die Einheit 24 ein Steuersignal auf eine der Steuersignalleitungen 100 auf die Übertragungs-Matrix
26, wodurch der Zustand des PIR-Registers 20 auf den Speicher 12 gegeben wird· Der Speicher 12 lieit das
Operatorwort aus der entsprechenden Adresse aus und gibt das Operatorwort auf die Übertragungs-Matrix 28.
Die Einheit 24 gibt weiterhin ein Steuersignal auf eine der Steuersignalleitungen 100 auf die Übertragungs-Matrix
28, wodurch das Operatorwort in das Operatorregister 16 eingeschrieben wird.
Da nur ein Operator aus dem in dem Operatorregister 16 gespeicherten Operatorwort jeweils ausgeführt werden
•oll, ist eine Torschaltung 30 dafür vorgesehen, lediglich einen Operator auf einen Operatorentschlüsseier
18 zu geben. Der spezielle aus dem Operatorregister 16 ausgeblendete Operator wird durch einen PSR-Zähler 21 bestimmt.
Der PSR-ZÜhler 21 hat für jeden in dem Operatorregister
gespeicherten und auf den Operatorentschlüsseier 18 zu gebenden Operator einen Zustand. Die Torschaltung
30 spricht auf jeden Zustand des PSR-Zählers 21 an und gibt deneentsprechenden Operator auf den Operatorentschlüsseler
18.
Der Operatorentschlüsseier 18 hat für jeden eigenen auszuführenden
Operator eine Operatorausgangsleitung (z.B.
tritt ein, tritt aus ...).oEin Steuersignal wird auf die"
109810/196 2
jenige Operatorausgangsleitung gegeben, die jedem durch das Tor 30 darauf gegebenen Operator entspricht. Die
Steuerung 24 ist an alle Operatorleitungen angeschlossen
und durchläuft eine Reihe von Stufen, die der aktivierten Operatorleitung entsprechen. Die Folge der Arbeitsschritte der Einheit 24 erzeugt die richtige Sequenz
der Steuersignale auf den Leitungen 100, um den speziellen Operator durch den Datenrechner und Speicher ausführen
zu lassen.
Man bemerke, daß nicht alle Schaltungen, die zur Ausführung eines vollen Satzes von Operatoren notwendig
sind, in der Zeichnung dargestellt sind, daß jedoch derartige Schaltungen in der Rechnertechnik wohl bekannt
sind und hier nicht im einzelnen beschrieben zu werden brauchen. Nachdem die Steuerung 24 die Steuersignale
auf die Steuersignalleitungen 100, die zur Ausführung eines Operators notwendig sind, gegeben hat, wird ein
Steuersignal auf eine der Steuersignalleitungen 100 gegeben, die zu dem PSR-Zähler 21 führen, wodurch die
hier nicht dargestellte, in ihm enthaltene Torschaltung ihn in den nächsten Zustand stellt, der dem nächsten,
auszuführenden Operator in dem Register 16-entspricht.
Wenn der PSR-Zähler 21 seinen letzten Zustand erreicht, kehrt er zum Anfang zurück und beginnt wiederum
durch seine Zustände auf entsprechende Steuersignale aus der Einheit 24 hin zu zählen. Wenn der PSR-Zähler
zum Anfang zurückkehrt, gibt die Einheit 24 ein Steuersignal auf das PIR-Register 20, wodurch die Adresse
in dem PIR-Register 20 um einen Zustand hinaufgezählt wird. Die Einheit 24 läßt weiterhin die neue Adresse
in dem PIR auf den Speicher 12 geben; das Operatorwort in dieser Adresse wird ausgelesen und wie vorbeschrieben
in das Operatorregister 16 eingeschrieben.
109810/1962
Der Zustand der Hauptsteuerung 10, d.h. der Normalzustand oder der Regelzustand, wird durch ein Flip-Flop
bestimmt, das mit dem Symbol NCF bezeichnet ist. Von besonderer Wichtigkeit sind ein Pfad von dem C-Register
14 zum NCF-Flip-Flop und ein Pfad vom NCF-Flip-Flop
zurück zum G-Register 14. Der Pfad zwischen dem C-Register 14 und dem NCF-Flip-Flop wird durch das Tor
32 gebildet. Das Tor 32 setzt das NCF-Flip-Flop in einen Zustand, der dem Zustand des I HF-Flip-Flops in
dem C-Register 14 entspricht. Der Zustand des NIIF-Flip-Flops
wird von einem Programmsteuerwort oder ;einem Rückkehrsteuerwort bestimmt, das in dem C-Register
14 gespeichert ist. Das Tor 32 ist weiterhin durch gewisse Operatorleitungen (tritt ein, trete aus und
kehre zurück) aus dem Operatorentschlüsseier 18 steuerbar .
Ein Tor 34 ist zwischen die Ausgänge des NCF-Flip-Flops' und den Eingängen des NF-Flip-Flops im C-Register 14
geschaltet. Das Tor 34 wird von der "tritt ein" Operatorleitung aus dem Operatorentschlüsseier 18 gesteuert,
um das NV-Flip-Flop in einen Zustand zu setzen, der dem
Zustand des NCF-Flip-Flops entspricht. Das NF-Flip-Flop wird entsprechend dem Zustand des NCF-Flip-Flops
gesetzt, wenn ein Rückkehrsteuerwort in dem Register 14 gebildet wird.
Es ist somit wichtig festzuhalten, daß, der Zustand des NCF-Flip-Flops, der den Zustand der Operatorsteuerung
regelt, in dem N-Bit des Rückkehrsteuerwortes bewahrt ist, das bei Eintritt in eine neue Prozedur in dem C-Register
14 gebildet wird.
Man betrachte ji. .z'c die verschiedenartigen Operatortypen,
die im Normalaust*nd und im Regelzustand ausgeführt werden
können. Vier verschiedene Operatoren werden beispielhaft hier ausgeführt. Natürlich können auch ander« Op*-
109810/1962
ra'toren vorgesehen sein. Die vier Operatoren sind: "tritt-ein"-Operator, "tritt aus"-Operator, "kehre
zurück"-Operator und "gebe frei"-Operator.
Ein "tritt ein"-Operator läßt den Datenrechner in eine
neue Prozedur eintreten. Wenn ein "tritt ein"-Operator ausgeführt werden soll, erzeugt die Steuerung 24 zunächst
Signale bei 100, wodurch ein Programmsteuerwort in dem C-Register 14 gespeichert und das NF-Flip-Flop
mit dem N-Bit des Programmsteuerwortes gesetzt wird. Wenn das Tor 30 den "tritt ein"-Operator auf den Operator
Entschlüsseier 18 gibt, wird ein Signal auf die "tritt ein"-Operatorleitung am Ausgang des Entschlüsselers 18
gegeben. Das Signal auf der "tritt ein"-Operatorleitung
läßt das Tor 32 das NCF-Flip-Flop in einen Zustand setzen, der dem Zustand des NF-Flip-Flops im Register 14 entspricht·
Man erkennt jetzt, daß der Zustand des NCF-Flip-Flops
durch das N-BIt des in dem C-Register 14 gespeicherten Programmsteuerwortes bestimmt werden kann.
Ein ProgrammsteuerwoBt dient zum Eintritt in eine neue
Prozedur oder dazu,.die Ausführung einer anderen Reihe von Operatoren für eine andere Prozedur zu starten. Dementsprechend
ist es notwendig, das PIR-Register 20 auf diejenige Adresse zu setzen, die dem ersten Operatorwort
der neuen Prozedur entspricht. Dazu ist beispielsweise ein Tor 33 vorgesehen; ein Steuersignal auf einer der
Steuersignalleitungen 100 aus der Hauptsteuerung 10
läßt die In dem PIR-FeId des C-Register 14 enthaltene
Adresse in das PIR-Register 20 durch das Tor 33 speichern. Somit ist der unter der Regie des PIR-Registers 20 ausgelesene
nächste Operator der neuen Prozedur bestimmt durch das PIR-Adressenfeld eines Programmsteuerwortes.
Man wird bemerken, daß die Erfindung nicht auf eine solche Organisation beschränkt ist, bei der die PIR-Adresse
10 9 810/1962
direkt in das PIR-Register 20 placiert wird; vielmehr
kann das PIR-FeId des Programmsteuerwortes eine indirekte
Adresse sein, die zur Bildung der Adresse eines anderen Wortes im Speicher dient, da» seinerseits diejenige
Adresse enthalten kanat die in das PIR-Register 20 zu setzen ist. Derartige indirekte Bezugswörter sowie
das Verfahren für ihre Bearbeitung sind in d@r vorerwähnten
Patentanmeldung (P 17 74 907.4; tewaltszeichen
B 84) beschrieben.
Ein "tritt ein"-Operator sorgt weiterhin dafür, daß eine
Rückkehrsteuerwort in dem Register 14 gebildet wird. Einer der in einem Rückkehrsteoerwort placierten Informationsposten
ist der Zustand der Hauptsteuerung für diejenige Prozedur, die im Zeitpunkt der Bildung des
Rückkehrsteuerwortes ausgeführt wird. Ein Tor 34 spricht auf einen "tritt ein"-Operator und ein Steuersignal
auf einer der Steuersignalleitungen 100 aus der Hauptsteuerung 10 an und setzt das MF-Flip-Flop im Register
14 in einen Zustand, der dem Zustand des NCF-Flip-Flops
entspricht. Auf diese Weise ist der Zustand der Maschine in dem N-Bit des Rückkehrsteuerwortes, das im C-Register
14 gebildet wird, aufbewahrt. Die übrigen Schritte zur Erzeugung eines vollständigen Rückkehrsteuerwortes im
C-Register brauchen hier nicht weiter erläutert zu werden, da-, sie für das Verständnis der Erfindung nicht wesentlich
sind. Eine vollständige Beschreibung der Art und Weise, in der ein Rückkehrsteuerwort gebildet„wird,
ist ebenfalls in der vorerwähnten Patentanmeldung (P 17 74 907.4; Antwaltszeichen B 84) beschrieben.
Ein "tritt aus"-Operator sorgt dafür, daß in eine andere
Prozedur übergegangen wird. Wenn ein "tritt aus"-Operator ausgeführt wird, wird wiederum zunächst ein Rückkehrsteuerwort
in das C-Register 14 gespeichert. Ähnlich wie
109810/1962
beim "tritt ein"-Operator spricht das Tor 32 auf ein Signal
auf der "tritt aus"-Leitung vom Operatorentschlüsseler
18 an und setzt das NCF-Flip-Flop in den Zustand des
NF-Flip-Flops im C-Register 14, das von dem Rückkehrsteuerwort
gesetzt wird.
Ein "kehre zurück"-Operator läßt ein Steuersignal auf der
"kehre zurück"-Operatorleitung aus dem Operatorentschlüsseler
18 auftreten. Der "kehre zurück"-Operator ist dem "tritt aus"-Operator darin ähnlich, daß das Rückkehrsteuerwort
jeweils in dem C-Register 14 vor Ausführung des "kehre zurück"-Operators gespeichert wird; ein Steuersignal
auf der Rückkehroperatorleitung aus dem Operatoren tschlüsseler 18 läßt das Tor 32 das NCF-Flip-Flop
in einen Zustand setzen, der demjenigen des NF-Flip-Flops
im C-Register 14 entspricht.
Man betrachte nun die Einzelheiten der Operatorsteuerung
10, die auf das NCF-Flip-Flop anspricht. Eine Freigabesteuerung 40 gibt den Steuerzähler-Teil der Einheit 24
frei zur Fortsetzung der Sequenz der Arbeitsschritte
für die Ausführung eines der Regelzustandsoperatoren. Dies kann offensichtlich wie ein Eingang zu einem Steuertor
für den Steuerzähler behandelt werden. Beispiele
von Regelzustandsoperatoren sind "setze Intervallzeitgeber
", "setze Unterbrechungsmaske " und "leite Eingang-Ausgang ein".
Der "setze Intervallzeitgeber"-Operator läßt durch die
Einheit 24 über ein Steuersignal auf einer der Steuersignalleitungen
100 einen nicht dargestellten Intervallzeitgeber setzen. Der "setze Unterbrechungsmaske"-Operator
läßt die Einheit 24 ein Steuersignal auf eine der Steuersignalleitungen 100 geben, wodurch ein nicht dargestelltes
Maskenregister für eine Maskierungsoperation gesetzt wird. Der "leite Eingang-Ausgang"-Operator läßt
109810/196 2
die Steuerung 24 ein Signal auf eine der Steuersignalleitungen 100 geben, wodurch die Kommunikation zwischen
einer nicht dargestellten Eingasgs- Ausgangs-Einheit und dem in der Zeichnung gezeigten Datenrechner hergestellt
wird. Das Einstellen und die Benutzung von Intervallzeitgebern und Maskierungsregistern sowie die Einleitung der
Kommunikation von Datenrechnern mit Eingangs-Ausganfs-Einheiten sind in der Rechnertechnik wohl bekannt und
brauchen hier nicht näher beschrieben zu werden.
Die Ausgangsleitungen aus dem Operatorentschlüsseier 18,
die den Regelzustandsoperatoren entsprechen, sind mit 1, 2 und 3 bezeichnet. Die Freigabesteuerung 40 weist drei
UND-Tore 40a, 40b und 40c auf, die jeweils an den Regelzustandsoperatorleitungen
3, 2 und 1 liegen. Ein Eingang jedes ,UND-Tores 40a, 40b und 40c ist mit dem N-Ausgang
des NCF-FIip-Flops verbunden. Der N-Ausgang empfängt
ein Steuersignal, wenn das NCF-Flip-Flop in einem Zustand steht, der einem Regel zustand entspricht. Somit
gibt die Freigabesteuerung 40 ein Steuersignal am Ausgang eines der UND-Tore 40a, 40b und 40c, wenn das NCF-Flip-Flop
in einem 1-Zustand steht, der einen Regel zustand anzeigt. Die entsprechende Regelzustandsoperatorleitung
ist dann aktiviert.
Die Ausgänge der UND-Tore 40a, 40b und 40c sind einzeln mit der Einheit 24 verbunden. Das Signal am Ausgang eines
der UND-Tore 40a, 40b und 40c läßt den Steuerzähler-Teil
der Einheit 24 mit der Ausführung des entsprechenden Regelzustandsoperators fortfahren.
Eine interne Unterbrechungsschaltung 42 sorgt für die Unterbrechung des normalen Betriebes der Einheit 24
bei einer Fehlerbedingung» Diese tritt immer dann auf, wenn ein Regelzustandsoperator ausgeführt wird, jedoch
1 09810/ 1962
das NCF-Flip-Flop in einem O-Zustand steht, der einen
Normalzustand der Maschine anzeigt. Die interne Unterbrechungsschaltung weist einen einzigen Ausgang auf, der
mit · dem internen Unterbrechungseingang der Einheit
24 verbunden ist. Das Signal von der internen Unterbrechungsschaltung
42- läßt die Einheit 24 ihren Normalbetrieb zur Ausführung von Regelzustandsoperatoren ändern
und in ein Verfahren abzweigen, bei dem die Fehlerbedingung
von dem Datenrechner automatisch bearbeitet wird. Unterbrechungen und Verfahren, nach denen die Haupjbsteuereinheiten
Unterbrechungen in den Datenrechner,n bearbeiten, sind in der Rechnertechnik gut bekannt und es
gibt viele Verfahren, nach denen derartige Unterbrechungen behandelt werden können. Auf ihre Beschreibung kann
hier demzufolge verzichtet werden, da sie für das volle Verständnis der Erfindung nicht wesentlich sind.
Zurück zur internen Unterbrebhungsschaltung 42: es sind
drei UND-Tore 42a, 42b und 42c vorgesehen, von denen
jedes einen Eingang aus dem N'-Ausgang des NCF-Flip-Flops
erhält; dieser Eingang empfängt ein Steuersignal, wenn das NCF-Flip-Flop in einem O-Zustand steht, der
einen Normalzustand der Maschine anzeigt. Die Eingänge
zu den UND-Toren 42a, 42b und 42c sind jeweils mit den Regelzuetandsoperatörleitungen,3, 2 und 1 verbunden. Die
Ausgänge der UND-Tore sind zur internen Unterbrechungsleitung zusammengelegt. Wenn somit das NCF-Flip-Flop
in einem O-Zustand steht, der einen Normalzustand anzeigt, und ein Steuersignal auf einer der Regelzustandsleitungen
gebildet worden ist, gibt das UND-Tor, das das Steuersignal von einer Regelzustandsleitung empfängt,
einen Ausgang über die interne Unterbrechungsleitung
auf die Einheit 24.
109810/1962
Somit sind die Preigabesteuerung H9 und -di® intern©
Unterbrechungsschaltung 42 eine Einrichtung sur- Steuerung der Sequenz der Arbeitsschritte d®s Steuerzähler™
Teiles der OperatorSteuerzähler- und Toreinheit 24,
die den lormalbetrieb dieser Einheit weiterlaufen und damit einen Regelzustandsopsrator nur dann ausführen
läßt, wenn das NCP-Flip-Flop in <sin@m 1=»Zustand steht,
das einen Regelzustand anzeigte Wenn jedoch ein Regelzustandsoperator
ausgeführt wird und das NCP-Flip-Flop
in einem Q-Zustand steht, der einen Normalzustand für
die Maschine anzeigt, dann tritt eine Unterbrechung auf, die die Ausführung des Regelsustandsoperators anhält»
Weiterhin ist eine externe Uhterbr&khungsschaltung 48
vorgesehen, um die Einheit 25 die Ausführung irgendeines Operators unterbrechen zu lassen, wenn das NCF-Flip-Flop
in einem 0—Zustand steht, der einen Normalzustand
anzeigt. Wenn also mit anderen Worten eine externe Unterbrechung empfangen wird und ein normaler Zustand besteht
(NCF im O-Zustand), wird der geradeaus geführte Operator unterbrochen und die Einheit 24 sorgt dafür,
daß die externe Unterbrechung bearbeitet wird. Als Beispiel einer Bedingung, die eine externe Unterbrechung
erfordert, sei genannt: ein Multiplexer, ein Kartenleser oder ein Magnetbandantrieb, der zur Kommunikation
mit dem Datenrechner bereit ist. Externe Unterbrechungen sowie deren Behandlung und die dafür notwendigen
Vorrichtungen sind in der Rechnertechnik gut bekannt und
brauchen hier ebenfalls nicht näher erläutert zu werden. Jedenfalls fjibt die Einheit 24 eine Folge von Steuersignalen
auf die Leitungen 100, die für die Ausführung der externen Unterbrechung sorgen.
Es sind beispielhaft die externen Unterbrechungssignalleitungen 44 und 46 dargestellt, von denen ein· Leitung
•in Steuersignal führt, wenn eine externe Unterbrechung
109810/1962
verlangt wird. Die externe Unterbrechungsschaltung 48
weist UND-Tore 48a und 48b auf, die an den externen Unterbrechungsleitungen 44 und 46 liegen. Die UND-Tore
48a und 48b sind mit einem Eingang weiterhin mit dem
N'-Ausgang des NCF-Plip-Plops.verbunden. Die Ausgänge
der UND-Tore 48a und 48b sind zu einer externen Unterbrechungsleitung zusammengelegt, die zur Einheit 24
führt. Wenn somit auf einer der externen Unterbrechungsleitungen
44 und 46 ein Signal auftritt und das NCF-Flip-Flop
in einem O-Zustand steht, der zu einem Steuersignal am N'-Ausgang führt, gibt eines der UND-Tore
48a oder 48b, das ein Steuersignal von der entsprechen- ,
den Leitung 44 oder 46 aufnimmt, ein Steuersignal auf den externen Unterbrechungseingang der Einheit 24. Wenn
aus irgendwelchen Gründen ein Regelzustand besteht (ein O-Zustand des NCF-Flip-Flops), wird die externe Unterbrechungsschaltung
48 ein auftretendes externen Unterbrechungssignal abblocken und die Einheit 24 daran hindern,
die externe Unterbrechungsbedingung zu bearbeiten.
Weiterhin ist eine Überschreibschaltung 50 zum tiberschreiben der externen Unterbrechungsschaltung 48
auf einen Freigabeoperator hin vorgesehen. Die Überschreibeschaltung 50 weist UND-Tore 50a und 50b auf, die mit
den externen Unterbrechungsleitungen 44 und 46 verbanden
sind. Die UND-Tore 50a und 50b sind mit einem Eingang
weiterhin mit der Freigabeoperatorleitung verbunden. Wenn ein Steuersignal auf der Freigäbeoperatorleitung
gleichzeitig mit dem Auftreten eines Steuersignales auf einer der externen Unterbrechungsleitungen 44 und
steht, gibt das entsprechende UND-Tor 50a oder 50b ein Steuersignal über den externen Unterbrechungseingang
auf die Einheit 24, die die Unterbrechung wie vorbeschrieben bearbeitet.
109810/1962
Es wurde also ein Datenrechner mit einem Speicher und einer regelbaren Operatorsteuerung 10 beschrieben, die
in dem einen oder anderen von zwei verschiedenen Zuständen Operatoren ausführt und Unterbrechungen verarbeitet.
Das NCP-Flip-Flop ist eine Zustandssteuereinrichtung,
die mit der regelbaren Operatorsteuerung 10 verbunden ist und erste und zweite Zustände aufweist,
um die Operatorsteuerung 10 erste und zweite Zustände
annehmen zu lassen. Zum Speichern von Prozedurbezugswörtern
ist ein Register 14 vorgesehen, wobei die Prozedurbezugswörter ein codiertes Signal aufweisen, das
den einen oder anderen von zwei Zuständen, die von der
Operatorsteuerung benötigt werden, anzeigt. Es sind Einrichtungen getroffen (die das Tor 32 umfassen), um
das Zustandssteuer-Flip-Flop NCF in den einen oder anderen
Zustand zu setzen, je nach dem codierten Signal in dem gespeicherten Prozedurbezugswort. Im Ergebnis
wird der Zustand der Operatorsteuerung hergestellt. Um die Erfindung, die sich im übrigen an die bereits erwähnte
gleichlaufende Patentanmeldung P 17-.74 907.4;
Anwaltszeichen B 84 anschließt,noch einmal zusammenzufassen:
Eine Datenverarbeitungsanlage besitzt einen Speicher und eine regelbare Operatorsteuerung, die in
dem einen oder anderen von zwei verschiedenen Zuständen zur Ausführung von Operatoren und Verarbeitung von
Unterbrechungen arbeitet. Eine Zustandssteuerung ist an die regelbare Operatorsteuerung angeschlossen und
besitzt erste und zweite Zustände, um die regelbare Operatorsteuerung den ersten oder zweiten Zustand annehmen
zu lassen. Ein erstes Register speichert Operatoren zur Regelung der Sequenz der Arbeitsschritte der
Operatorsteuerung. Ein zweites Register speichert Prozedurbezugswörter, die ein codiertes Signal enthalten,
das den einen oder anderen der beiden erforderlichen
10/1962
Zustände der Operatorsteuernng anzeigt. Die Zustandssteuerung
wird in den einen oder anderen Zustand ije
nach dem codierten Signal in dem gespeicherten Bezugswort gesetzt, wodurch der Zustand der Qperatorsteue*ung
hergestellt wird. '
Zur Klärung der verwendeten Sprachregelung wird noch
einmal hervorgehoben, daß Regelzustandsoperatoren (control state only operators) solche Operatoren sind,
die nur im Regelzustand bearbeitbar sind. Daneben gibt
es andere Operatoren ("tritt ein", "tritt aus" ...) die sowohl im Normal- wie im Regelzustand bearbeitbar sind.
1098 10/1962
Claims (7)
- PatentansprücheM se:y Schaltung zur Zustandseinstellung einer in jeweils einem von mehreren Zuständen zur wahlweisen Ausführung von Operatoren- arbeitenden und Unterbrechungen zustandsabhängig verarbeitenden, steuerbaren Operatorsteuerung einer Datenverarbeitungsanlage, wobei ein Operatoren speicherndes Register den Arbeitsablauf der Operatorsteuerung regelt und an die Operatorsteuerung eine deren Zustände regelnde Zustandssteuerung angeschlossen ist, die eine der Zustandsanzahl der Operatorsteuerung entsprechende Anzahl von Zuständen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Register (14) Prozedurbezugswörter gespeichert werden, die ein den erforderlichen Zustand der Operatorsteuerung (10) bezeichnendes codiertes Signal (NF) enthalten; und daß dia Zustande- ' steuerung (NCP) von einer Einstellschaltung (32) in einen dem codierten Signal im gespeicherten Prozedurbezugswort entsprechenden Zustand gesetzt wird»
- 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Operatorsteuerung in einem ernten oder in einet» zweiten Zustand arbeitet; daß die Zustandssteuerung einen ersten oder einen zweiten Zustand annimmt und daß das codierte Signal einen von beiden Zuständen bezeichnet.
- 3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Register (14) gespeichert® Prozedurbezugswort aus einem Speicher der Datenverarbeitungsanlage ausgelesen wird.109 8 10/1962
- 4. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei vorbestimmte Operatoren den Wechsel der ausgeführten Prozeduren steuern, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellschaltung (32) zusätzlich auf mindestens einen der vorbestimmten Operatoren anspricht und die Zustandssteuerung in einen dem Signal in einem Pcozedurbezugswort entsprechenden Zustand setzt.
- 5. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem .Register (14) ein Rückkehrsteuerwort gebildet wird; und daß eine Schaltung (34) ein dem Zustand der Zustandssteuerung entsprechendes Signal in das im Register (14) gebildete Rückkehrsteuerwort einschreibt.
- 6. Schaltung nach Anspruch 5 mit einem Operator, der den Eintritt in eine andere Prozedur steuert, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung (34) zusätzlichrauf einen derartigen Operator anspricht und das Signal in das Rückkehrsteuerwort einschreibt.
- 7. Schaltung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der die Operatorsteuerung in einem vorbestimmten Zustand auf Unterbrechungssignale nicht reagiert, dadurch gekennzeichnet, daß eine Überschreibe-Schaltung (50).auf die Kombination eines Freigabeoperators und eines externen Unterbrechungssignales anspricht und ein Überschreibe-Unterbrechungssignal auf die Operatorsteuerung gibt, derart, daß die Operatorsteuerung die Verarbeitung einer externen Unterbrechung unabhängig von dem Zustand der Zustandssteuerung veranlaßt.1098 10/ 1962LeerseiteCOPY
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US85180469A | 1969-08-21 | 1969-08-21 |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2037506A1 true DE2037506A1 (de) | 1971-03-04 |
DE2037506B2 DE2037506B2 (de) | 1973-07-26 |
DE2037506C3 DE2037506C3 (de) | 1983-11-24 |
Family
ID=25311720
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2037506A Expired DE2037506C3 (de) | 1969-08-21 | 1970-07-29 | Programmierbare Datenverarbeitungsanlage mit einer steuerbaren Hauptsteuerung |
Country Status (6)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US3611312A (de) |
JP (1) | JPS5133382B1 (de) |
BE (1) | BE754946A (de) |
DE (1) | DE2037506C3 (de) |
FR (1) | FR2082925A5 (de) |
GB (1) | GB1295736A (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2364323A1 (de) * | 1973-01-02 | 1974-07-04 | Burroughs Corp | Unterbrechungssystem fuer eine datenverarbeitende maschine |
Families Citing this family (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5157595A (en) * | 1985-07-19 | 1992-10-20 | El Paso Technologies, Company | Distributed logic control system and method |
JP3171925B2 (ja) * | 1992-04-30 | 2001-06-04 | 株式会社日立製作所 | データ処理装置 |
Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1151397B (de) * | 1958-08-29 | 1963-07-11 | Ibm | Programmgesteuerte Datenverarbeitungs-anlage mit gespeicherten Unterprogrammen |
US3344404A (en) * | 1964-09-10 | 1967-09-26 | Honeywell Inc | Multiple mode data processing system controlled by information bits or special characters |
Family Cites Families (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US3440612A (en) * | 1966-02-28 | 1969-04-22 | Ibm | Program mode switching circuit |
-
1969
- 1969-08-21 US US851804A patent/US3611312A/en not_active Expired - Lifetime
-
1970
- 1970-06-16 GB GB1295736D patent/GB1295736A/en not_active Expired
- 1970-07-29 DE DE2037506A patent/DE2037506C3/de not_active Expired
- 1970-07-31 FR FR7028451A patent/FR2082925A5/fr not_active Expired
- 1970-08-17 BE BE754946D patent/BE754946A/xx not_active IP Right Cessation
- 1970-08-20 JP JP45072464A patent/JPS5133382B1/ja active Pending
Patent Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1151397B (de) * | 1958-08-29 | 1963-07-11 | Ibm | Programmgesteuerte Datenverarbeitungs-anlage mit gespeicherten Unterprogrammen |
DE1151686B (de) * | 1958-08-29 | 1963-07-18 | Ibm | Speicherprogrammiertes elektronisches Datenverarbeitungssystem |
US3344404A (en) * | 1964-09-10 | 1967-09-26 | Honeywell Inc | Multiple mode data processing system controlled by information bits or special characters |
Non-Patent Citations (3)
Title |
---|
Bauer, Heinhold, Samelson, Sauer, Moderne Rechenanlagen, Stuttgart 1965, S. 134 bis 146, 174 und 175 * |
DIN-Normblatt 44300, S. 5 * |
Spectra 70, Processors 70/35-45-55, Reference Manual, März 1966, RCA, S. 10 bis 17, 88 und 89 * |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2364323A1 (de) * | 1973-01-02 | 1974-07-04 | Burroughs Corp | Unterbrechungssystem fuer eine datenverarbeitende maschine |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB1295736A (de) | 1972-11-08 |
JPS5133382B1 (de) | 1976-09-18 |
US3611312A (en) | 1971-10-05 |
BE754946A (fr) | 1971-02-01 |
DE2037506B2 (de) | 1973-07-26 |
FR2082925A5 (de) | 1971-12-10 |
DE2037506C3 (de) | 1983-11-24 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE2411963C3 (de) | Elektronische Datenverarbeitungsanlage mit einer Prioritätssteuerschaltung mit änderbaren Steuerblöcken | |
DE2714805C2 (de) | ||
DE3889578T2 (de) | Vorrichtung zur Sicherung und Rückspeicherung einer Registerinformation. | |
DE2629459C2 (de) | ||
DE1499200B2 (de) | Datenverarbeitungsanlage mit vorranggesteuerter programm unterbrechung | |
DE1146290B (de) | Elektronisches Datenverarbeitungssystem | |
DE2230102A1 (de) | Rechenwerk fuer variable wortlaengen | |
DE2533403A1 (de) | Datenverarbeitungssystem | |
DE1774870C3 (de) | Einrichtung zur Adressierung einer Speicherzelle eines Speichers in einer Datenverarbeitungsanlage | |
DE1499182A1 (de) | Elektrische Datenverarbeitungsanlage | |
DE1499206C3 (de) | Rechenanlage | |
DE3043653A1 (de) | Datenverarbeitungsanlage | |
DE1524111C3 (de) | Elektronische Datenverarbeitungsanlage | |
DE2218630B2 (de) | Schaltungsanordnung zur Steuerung von Unterbrechungssignalen in Datenverarbeitungsanlagen | |
DE1171650B (de) | Maschine zur serienmaessigen Verarbeitung von Daten in binaerer Zeichenverschluesselung | |
DE1285218B (de) | Datenverarbeitungsanlage | |
DE1221037C2 (de) | Verfahren zur Speicherung hierarchisch geordneter Datenketten und Anordnung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
DE2037506A1 (de) | Verfahren und Schaltung zur Einstellung einer Operatorsteuerung in einer Datenver arbeitungsanlage | |
DE1296429B (de) | Datenbearbeitungsanlage | |
DE1499286B2 (de) | Datenbearbeitungsanlage | |
DE1296427B (de) | Datenbearbeitungssystem | |
DE2931121C2 (de) | ||
DE3887717T2 (de) | Prozessor für programmierbaren logischen regler und programmierbarer logischer regler. | |
DE1212748B (de) | Datenverarbeitende Maschine mit Programmunterbrechung | |
DE3326898C2 (de) | Datenverarbeitungsmaschine |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
8281 | Inventor (new situation) |
Free format text: CREECH, BOBBY ANDREW, GLENDORA, CALIF., US DENT, BENJAMIN ALBERT, ALTADENA, CALIF., US HAUCK, ERWINARTHUR, ARCADIA, CALIF., US MCKEEMAN, WILLIAM MARSHALL, SANTA CRUZ, CALIF., US BARTON, ROBERT STANLEY, SALT LAKE CITY, UTAH, US |
|
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |