DE2003351C3 - Verfahren zur Granulierung halogenhaltiger Polymerer unter Einarbeitung von Zusatzstoffen - Google Patents
Verfahren zur Granulierung halogenhaltiger Polymerer unter Einarbeitung von ZusatzstoffenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J3/00—Processes of treating or compounding macromolecular substances
- C08J3/20—Compounding polymers with additives, e.g. colouring
- C08J3/205—Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase
- C08J3/21—Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase
- C08J3/215—Compounding polymers with additives, e.g. colouring in the presence of a continuous liquid phase the polymer being premixed with a liquid phase at least one additive being also premixed with a liquid phase
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Granulierung halogenhaltiger Polymerer unter Einarbeitung von
Zusatzstoffen, bei dem man einen kleinen Teil des Poiymeren bei erhöhter Temperatur in einem Weichmacher
und/oder Lösungsmittel löst, den Rest des Polymeren bei Raumtemperatur in Wasser aufschlämmt
und die Lösung des Polymeren unter gleichzeitiger Erwärmung des Gemisches in die wäßrige Aufschlämmung
einrührt, nach Patent 16 69 837.
Nach dem Verfahren des Hauptpatents können, wenn gewünscht, Zusatzstoffe, wie Weichmacher, Stabilisatoren,
Füllstoffe, Antistatika, Antiflammittel, Farbstoffe oder Pigmente, mitgranuliert werden. Somit gestattet
dieses Verfahren, dem Verarbeiter fertige, für die jeweiligen Verarbeitungsbedingungen in optimaler
Zusammensetzung vorliegende, freifließende Granulate als Compound mit allen Zusatzstoffen zur Verfugung zu
stellen.
Man verfährt dabei so, daß man diese Zusatzstoffe gemeinsam mit der Hauptmenge des Polymeren bei
Raumtemperatur in Wasser suspendiert und dann die Granulierung in der beschriebenen Weise durchführt.
Nachteilig wirkt sich bei dem Verfahren des Hauptpatents aus, daß sich manche Zusatzstoffe
aufgrund ihrer hydrophoben Eigenschaften nur schwer in der wäßrigen Phase suspendieren lassen. Dies führt
mitunter zu einem Granulat, welches in bezug auf die Verteilung der zu granulierenden Stoffe im Granulatkorn
in sich nicht homogen ist. Die verarbeitende Industrie ist jedoch an einem Granulat interessiert,
welches in jeder Beziehung einheitlich aufgebaut ist.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der im Hauptpatent beschriebenen Art zur Verfügung
zu stellen, welches ein einheitliches Granulat liefert, in
dem jegliche Zusatzstoffe homogen verteilt sind.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erzielt, daß man zumindest einen Teil der Zusatzstoffe in einem
Weichmacher und/oder Lösungsmittel gelöst oder dispergiert in die wäßrige Aufschlämmung des Polymeren
einrührt.
Das Verfahren nach der Erfindung liefert ein nicht oder nur teilweise gelatiniertes Granulat eines halogenhaltigen
Polymeren, welches allen Anforderungen
>° industrieller Verwertung entspricht Vor allem wird ein
Granulatkom mit hervorragender Homogenität der in ihm enthaltenen Stoffe erhalten.
Im einzelnen verfährt man erfindungsgemäß so, daß die Zusatzstoffe, insbesondere Stabilisatoren, welche
sich in Weichmachern und/oder Lösungsmitteln leicht bei erhöhter Temperatur ohne aufzuschmelzen dispergieren
oder teilweise lösen lassen, gemeinsam mit der Vorlösung des kleineren Anteils an halogenhaltigen
Polymeren in den Weichmachern und/oder Lösungsmitteln
weiterverarbeitet. Solche Stabilisatoren sind insbesondere anorganischer Natur. Zeigen solche
unlöslichen oder nur in geringem Maße löslichen Stoffe in der Wärme eine Verträglichkeit mit den Weichmachern
und/oder Lösungsmitteln, dergestalt, daß sie von diesen wenigstens benetzt werden oder bei erhöhter
Temperatur nicht klumpen, dann werden sie mit der Vorlösung verarbeitet.
Stoffe, welche unmittelbar mit der Vorlösung des kleineren Anteils des halogenhaltigen Polymeren in
Weichmachern und/oder Lösungsmitteln verarbeitet werden können, sind vorzugsweise, soweit es sich um
Stabilisatoren handelt, basische Bleisalze, wie basische Bleisulfate, -phosphite, -carbonate, -sulfite, -maleinate
und -salicylate.
In anderen Fällen lösen sich diese Stoffe aber partiell
oder quantitativ in Weichmachern und/oder Lösungsmitteln. Dann trennt man einen kleinen Teil der
Weichmacher und/oder Lösungsmittel vor Zugabe der halogenhaltigen Polymeren ab und dispergiert bzw. löst
in diesen die Zusatzstoffe, insbesondere Stabilisatoren, bei Raumtemperatur oder nur leicht erhöhter Temperatur.
Diese Lösung bzw. partielle Dispersion wird dann getrennt von der Vorlösung der wäßrigen Suspension
des Hauptanteils an halogenhaltigen Polymeren zugesetzt.
Stoffe, welche sich für diese Verarbeitungsweise bevorzugt eignen, sind z. B. Calcium-, Barium-, Cadmium-,
Zink- und Bleiseifen von Carbonsäuren mit wenigstens 6 C-Atomen oder Kombinationen dieser
so Stoffe; auch flüssige Stabilisatoren der genannten
Metalle, sowie Organozinnmercaptide oder Organozinncarboxylate lassen sich so verarbeiten; dasselbe gilt
für die als Stabilisatoren verwendeten Ester der phosphorigen Säure.
Als Weichmacher bzw. Lösungsmittel dienen die im Hauptpatent genannten.
Das gleiche gilt für die nach diesem Verfahren granulierbaren halogenhaltigen Polymeren, wie überhaupt
die im Hauptpatent genannten Regeln mit den oben angeführten Verbesserungen auch hier anzuwenden
sind.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung.
Man verwendet zur nachfolgenden Granulierung eine Suspension von 96,2 Teilen S-PVC, K-Wert 70, in 340
Teilen Wasser.
Daneben werden
3,8 Teile S-PVC, K-Wert 70
40,0 Teile Kreide
3,0 Teile dreibasisches Bleisulfat
1,0 Teil dreibasisches Bleistearat und 0,5 Teile Titandioxid
40,0 Teile Kreide
3,0 Teile dreibasisches Bleisulfat
1,0 Teil dreibasisches Bleistearat und 0,5 Teile Titandioxid
in 46 Teilen Diisononylphthalat und 14 Teilen Chiorparaffin (52% Chlor) kalt eingerührt Diese
Mischung wird unter Rühren auf 135 bis 140°C erwärmt und in die auf 700C erwärmte Suspension eingerührt
Anschließend wird unter weiterem Rühren auf 95°C erwärmt Dabei bilden sich sofort Granulatkörner mit
einem Durchmesser von 2 bis 4 mm. Das erhaltene Granulat wird abgesiebt und getrocknet
Es wird wie in Beispiel 1 beschrieben verfahren mit dem Unterschied, daß zur Herstellung der Suspension
400 Teile Wasser verwendet werden und letzteres auf 82° C erwärmt wird, bevor die Weichmachermischung in
sie eingerührt wird. Die anschließenden Verfahrensschritte entsprechen dann wieder Beispiel 1.
Man erhält Granulatkörper mit einem Durchmesser von 2 bis 3 mm.
Es wird wie in Beispiel 1 beschrieben verfahren mit dem Unterschied, daß zur Herstellung der Suspension
200 Teile Wasser verwendet werden und letzteres auf 92° C erwärmt wird, bevor die Weichmachermischung in
sie eingerührt wird. Die anschließenden Verfahrensschritte entsprechen dann wieder Beispiel 1.
Man erhält Granulatkörner mit einem Durchmesser von 3 bis 6 mm. ;
14,3 Teile Polyvinylchlorid werden in 60 Teilen Wasser suspendiert
In 8,1 Teilen Dioctylphthalat werden 0,7 Teile Polyvinylchlorid bei 140° C gelöst
Außerdem rührt man in 03 Teilen Dioctylphthalat
0,225 Teile Barium-Cadmium-Laurat, welches 1% Diphenylolpropan und 13% Pentaerythrit (bezogen auf
das Barium-Cadmium-Laurat) enthält, und 0,075 Teile Trinonylphenylphosphit ein; die Vorlösung wird bei
85° C in die oben angeführte wäßrige Suspension eingerührt und die Stabilisatoren im Weichmacher
zugegeben und zusammen wie im Beispiel 1 zu Granulaten verarbeitet.
Claims (4)
1. Verfahren zur Granulierung halogenhaltigen Polymerer unter Einarbeitung von Zusatzstoffen, bei
dem man einen kleinen Teil des Polymeren bei erhöhter Temperatur in einem Weichmacher
und/oder Lösungsmittel löst, den Rest des Polymeren bei Raumtemperatur in Wasser aufschlämmt und
die Lösung des Polymeren unter gleichzeitiger Erwärmung des Gemisches in die wäßrige Aufschlämmung
einrührt, nach Patent 16 69 837, dadurch gekennzeichnet, daß man zumindest
einen Teil der Zusatzstoffe, in einem Weichmacher und/oder Lösungsmittel gelöst oder dispergiert,
in die wäßrige Aufschlämmung des Polymeren einrührt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zusatzstoffe in der Lösung des
kleinen Teils des Polymeren löst oder dispergiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Zusatzstoffe getrennt von der Lösung des Polymeren in einem kleineren Teil des
Weichmachers und/oder Lösungsmittels löst oder dispergiert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Aufschlämmung
vor Zugabe der weiteren Bestandteile erwärmt wird.
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IT2088970A IT1051352B (it) | 1970-01-26 | 1970-02-20 | Granulazione di polimeri contenenti alogeni insieme con mezzi ausi liari di lavcrazione |
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GB1257764D GB1257764A (de) | 1970-01-26 | 1970-02-26 | |
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NL7100538A NL7100538A (de) | 1970-01-26 | 1971-01-14 |
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DE19671669837 DE1669837C3 (de) | 1967-04-15 | 1967-04-15 | Verfahren zur Granulierung von halogenhaltigen Polymeren |
DE19702003351 DE2003351C3 (de) | 1967-04-15 | 1970-01-26 | Verfahren zur Granulierung halogenhaltiger Polymerer unter Einarbeitung von Zusatzstoffen |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2003351A1 DE2003351A1 (de) | 1971-08-05 |
DE2003351B2 DE2003351B2 (de) | 1978-07-13 |
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ID=34862584
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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CA1066029A (en) * | 1973-03-16 | 1979-11-13 | Alberto Rabassa | Process for the preparation of non-dusty, easily wetted and readily soluble granulates |
EP0694574A1 (de) * | 1994-06-24 | 1996-01-31 | Dr. Wolman GmbH | Verfahren zur Herstellung von brandschützenden Verbundwerkstoffen |
-
1970
- 1970-01-26 DE DE19702003351 patent/DE2003351C3/de not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
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DE2003351B2 (de) | 1978-07-13 |
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