DE1813751B2 - - Google Patents
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- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
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-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schmieren der Lager einer Welle einer Gasturbinenanlage,
insbesondere einer für die Notstromerzeugung mit einem Generator gekoppelten Gasturbinenanlage,
deren Rotor nach einem Einsatz weiter in Drehung gehalten wird, bis eine ausreichende Abkühlung der
heißen Teile durch die mittels des Verdichters weitergeförderte Luft erreicht wird.
Bei einer solchen bekannten Gasturbinenanlage (US-PS 26 17 253) werden gewöhnlich die Lager durch
Umpumpen oder nebeiförmiges Versprühen von Öl geschmiert. Wenn eine solche Gasturbinenanlage
längere Stillstandszeiten hat, wie dies bei Notstromaggregaten beispielsweise der Fall ist, besteht die Gefahr,
daß öl aus den Lagern ausläuft. Dies hat zur Folge, daß zumindest ein Teil des Korrosionsschutzes der Lagerteile
verloren geht. Bei einer erneuten Inbetriebnahme der Gasturbinenanlage können bedingt durch den ölverlaust
die Lager heißlaufen und Schäden erleiden.
Bekannt ist weiterhin, eine laufende Schleifspindel auf Kugellagern laufen zu lassen, die mit Fett geschmiert
werden. Die auftretenden Betriebstemperaturen überschreiten in der Regel 200° C nicht. Man ging bisher
davon aus, daß eine Fettschmierung für die Lager einer Welle einer Gasturbinenanlage nicht geeignet ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht nun darin, eine Schmierung für Gasturbinenlager zu
schaffen, die so beschaffen ist, daß diese auch nach langen Standzeiten immer genügend Schmiermittel
enthalten, um ein Heißlaufen der Lager bei einem erneuten Start mit Sicherheit zu unterbinden.
Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die
Drehung aufrecht erhalten wird, bis mit dem beim Einsatz der Gasturbinenanlage weich oder flüssig
gewordenen Lagerfett alle Lagerlaufflächen gleichmäßig mit einem bleibenden Fettüberzug versehen sind.
Zweckmäßigerweise wird die Gasturbinenanlage nach dem Einsatz dadurch weiter in Drehung gehalten,
daß der zugeordnete Generator als Elektromotor arbeitet.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß eine einwandfreie Lagerschmierung mit Fett
sowohl während des Betriebs der Gasturbinenanlage als auch bei einem . erneuten Anlaufen nach langen
Standzeiten gewährleistet ist und daß durch den erfindungsgemäß erreichten bleibenden Fettüberzug
nach dem Auslaufen der Gasturbinenanlage die Lagerteile gegen Korrosion geschützt sind.
Anhand der Zeichnung, die schematisch im Schnitt ein Ausführungsbeispiel einer Gasturbinenanlage zeigt,
ίο wird die Erfindung näher erläutert.
Die gezeigte Gasturbinenanlage 2 hat eine Welle 3, die stirnseitig mit dem Rotor 7a eines Gleichstrom-Motor-Generator
7 verbunden ist und einen Verdichter 5 sowie eine Turbine 4 aufweist. Die Luft wird durch den
Einlaß 8 in den Verdichter 5 gesaugt und von diesem über einen Diffusorteil 13 in einen Mantel geleitet, in
dem eine ringförmige Brennkammer 9 angeordnet ist, in die Luft durch Schlitze 10 einströmt. Der flüssige
Brennstoff wird über eine Leitung Wb einer Düse 11a aufweisenden Zerstäubereinrichtung 11 zugeführt, die
den Brennstoff zerstäubt in die Brennkammer 9 ausdüst, in der er durch eine Zündeinrichtung 29 gezündet wird
und expandiert. Die Verbrennungsgase strömen über Düsen 12 zur Turbine 4, die dadurch in Drehung versetzt
wird. Die Verbrennungsgase strömen durch einen mittigen Auslaß 14 ab.
Die Welle 3 ist auf zwei Kugellagern 15 und 16 an den Enden einer Distanzhülle 18 gelagert, die mit Labyrinthdichtungen
19 und einer inneren Distanzhülse 17 versehen ist. Zwischen diesen beiden Hülsen sind
Räume 21 bis 24 ausgebildet, die mit Fett 20 gefüllt sind. Der auf der Generatorseite liegende äußere Raum 24 ist
türbinenseitig von dem Kugellager 16 und generatorseitig von einem an einem Gehäuseteil 28 festgeschraubten
Deckel 26 begrenzt. Zwischen dem Deckel 26 und dem Endabschnitt 3a der Welle 3 ist eine Labyrinthdichtung
27 angeordnet. Das Ende 3a trägt ein Gewinde mit einer Mutter 30, in die eine Wellenverlängerung 3b
eingeschraubt ist, die sich in den Generator 7 erstreckt. Der Generator 7 hat einen Rotor 7a mit Klemmen 32,
die mit den Armen 33a eines Schalters 33 verbunden sind. Im Betrieb der Turbine sind die Arme 33a betätigt
durch ein Relais 36 mit Kontakten 34 verbunden, die an ,. einen Verbraucher angeschlossen sind.
Zum Starten der Gasturbinenanlage werden die Arme 33a mit Kontakten 35 verbunden, so daß der von
einer Spannungsquelle 38 gespeiste Generator 7 als Motor arbeitet. Nach dem Anlaufen erfolgt die
Umschaltung auf die Kontakte 34, so daß vom "50 Generator 7 die Verbraucher 37 gespeist werden
können.
Durch die im Betrieb der Gasturbinenanlage freigesetzte
Wärme wird das Fett in den Lagerräumen flüssig. Durch die durch den Einlauf 8 angesaugte Luft erfolgt
jedoch eine Lagerkühlung insoweit, daß eine Überhitzung des Fettes vermieden wird. Zur Vermeidung einer
thermischen Zersetzung des Fettes beim Abschalten der Turbine, wodurch die Kühlwirkung entfallen würde, so
daß die gespeicherte Wärme voll auf das Fett einwirken könnte, wird der Generator 7 durch Umlegen der Arme
33a wieder mit den Kontakten 35 und damit mit der Spannungsquelle 38 verbunden, so daß er als Motor
arbeitet und die Welle 3 mit reduzierter Drehzahl weiterlaufen läßt. Dadurch wird weiterhin durch den
Einlaß 8 Luft in den Verdichter 5 gesaugt, wodurch sich die Turbine langsam abkühlt. Dadurch wird ein
Überhitzen des Fettes und Auslaufen des Fettes aus den Lagern vermieden. Gleichzeitig wird erreicht, daß das
erstarrende Fett einen gleichmäßigen Überzug auf den Lagerflächen bildet, der einen hervorragenden Korrosionsschutz
während der Stillstandzeit bildet und einen erneuten Anlauf der Gasturbinenanlage auch nach
langer Standzeit unter guter Schmierung gewährleistet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Schmieren der Lager einer Welle einer Gasturbinenanlage, insbesondere einer
für die Notstromerzeugung mit einem Generator gekoppelten Gasturbinenanlage, deren Rotor nach
einem Einsatz wieder in Drehung gehalten wird, bis eine ausreichende Abkühlung der heißen Teile durch
die mittels des Verdichters weitergeförderte Luft erreicht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehung aufrechterhalten wird, bis mit dem beim Einsatz der Gasturbinenanlage weich oder
flüssig gewordenen Lagerfett alle Lagerlaufflächen gleichmäßig mit einem bleibenden Fettüberzug
versehen sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasturbinenanlage nach dem
Einsatz dadurch weiter in Drehung gehalten wird, daß der zugeordnete Generator als Elektromotor
arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
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