DE1586904C - Tablettenbehalter - Google Patents
TablettenbehalterInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft einen kreisrunden flachen Tablettenbehälter, der eine Tagesmenge an Tabletten
mit definierter Lage der Tabletten in seinem Ringraum aufnimmt und dabei einen möglichst kleinen
Behälterdurchmesser aufweist.
Durch die USA.-Patentschrift 2 236 224 ist bereits ein derartiger Tablettenbehälter bekanntgeworden,
der einen kreisrunden flachen Unterteil mit einem Boden, einem damit einstückigen äußeren Rand und
einem Ringraum zur definierten zirkulären Aufnähme der Tabletten aufweist, wobei die Breite des
Ringraumes etwa dem Tablettendurchmesser entspricht. Der bekannte Tablettenbehälter besitzt ferner
einen in den äußeren Rand des Unterteils einrastbaren, drehbaren Deckel, der für die Entnahme jeweils
einer Tablette eine öffnung aufweist. Diese öffnung ist durch einen zwischen dem Ringraum und dem
Deckel liegenden, mit einem der Entnahmeöffnung im Deckel entsprechenden öffnung versehenen Schie-.ber
verschließbar. Dieser Schieber kann von außen in einer radial bzw. diametral verlaufenden Führung
verschoben werden, während der Deckel jeweils über eine im Unterteil befindliche Tablette "gedreht wird.
Die Tabletten stehen in diesem Ringraum hochkant, liegen also mit ihren Mittelebenen in Radialebenen
des Tablettenbehälters. Durch diese Anordnung ist zwar die Aufnahme einer größeren Anzahl von Tabletten
möglich, als der bei ähnlichen Tablettenbehältern üblichen Anordnung, bei der die Mittelebenen
der Tabletten parallel zum Boden bzw. Deckel des Tablettenbehälters liegen. Da aber die Dosierung der
meisten in Tablettenform gelieferten Medikamente so erfolgt, daß eine Tagesdosis sechs Tabletten oder we-.
niger umfaßt, während eine höhere Tagesdosis recht selten ist, ist das Fassungsvermögen des bekannten
Tablettenbehälters für die meistert Fälle der Praxis zu groß. Dieses an sich nicht benötigte Fassungsvermögen
wird durch die Hochkantlage der Tabletten erreicht. Dadurch erhöht sich gleichzeitig die Höhe des
Tablettenbehälters, der dadurch nicht mehr so handlich ist, daß er sich in kleinen Seitentaschen von Anzügen
od. dgl. bequem unterbringen läßt.
Der bekannte Tabletteribehälter besitzt aber vor allem
den Nachteil, daß zum öffnen dieses Behälters ' und Entnehmen einer Tablette ein Griffwechsel der
am Deckelrand befindlichen Hand notwendig ist. Während nämlich die eine Hand den Unterteil und
die andere Hand den Deckel erfaßt und diese beiden Teile gegeneinander so weit verdreht, daß die später
freizugebende Entnahmeöffnung über einer Tablette liegt, muß anschließend umgegriffen werden, um den
Radialschieber zu betätigen. Die Handhabung kann selbstverständlich auch in umgekehrter Reihenfolge
vor sich gehen. Ein solcher Griffwechsel, der in jedem Falle erforderlich ist, ist aber für Kranke und für
zitterige Benutzer des Tablettenbehälters lästig.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, den vorgenannten bekannten Tablettenbehälter
nicht nur'wesentlich flacher auszubilden, sondern auch derart zu verbessern, daß beim öffnen des Behälters
kein Griffwechsel der die öffnung bewirkenden Hand notwendig ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Deckel den Verschlußschieber mittels
eines von seiner Unterseite vorstehenden Stiftes, der in den Verschlußschieber eingreift, mitzunehmen vermag
und durch folgende, an sich bekannte Merkmalskombination, daß der Verschlußschieber eine drehbare
Kreisscheibe ist und daß der den Verschlußschieber betätigende Stift in einen zirkulären Schlitz
eingreift, dessen Bogenlänge so bemessen ist, daß die öffnung in der Kreisscheibe in der einen Grenzlage
mit der Entnahmeöffnung im Deckel fluchtet, in der anderen Grenzlage dagegen diese voll verdeckt.
Bei dieser Ausbildung des Tablettenbehälters ist ein Griffwechsel nicht erforderlich. Vielmehr genügt
es, den Deckel des Tablettenbehälters in der einen Richtung zu drehen, um damit zwangläufig seine Entnahmeöffnung
über die öffnung des unter ihm befindlichen, ebenfalls frei drehbaren Verschlußschiebers
zu bringen und schließlich beide öffnungen, mit-
3 4
inander fluchtend, über eine im Unterteil des Ta- kel, der zweckmäßig mit einer Rändelung versehen
lettenbehälters befindliche Tablette zu bringen, die ist, ähnlich wie der Deckel nach dem deutschen Ge-
iann entnommen werden kann. brauchsmuster 1728 141.
Zum Schließen des Tablettenbehälters genügt eine Schließlich wird vorgeschlagen, daß der Unterteil
erhältnismäßig geringe Drehung des Deckels in der 5 stramm, aber lösbar in den napfförmig ausgebildeten
.nderen Drehrichtung. Dadurch verschiebt sich die Deckel eines Tablettenvorratsbehälters eingepaßt ist.
intnahmeöffnung im Deckel gegenüber der öffnung Eine ähnliche Anordnung ist bei dem Tablettenbehäl-
m Verschlußschieber, der vom Deckel zunächst nicht ter mit Entnahmevorrichtung nach der USA.-Patent-
nitgenommen wird. Eine Mitnahme erfolgt vielmehr schrift 2 664 223 vorgesehen. Im Unterschied zu der
.TSt dann, wenn der Stift, der von der Unterseite des io bekannten Ausbildung läßt sich hier jedoch der Ta-
Oeckels in den zirkulären Schlitz des Verschlußschie- blettenbehälter von dem Vorratsbehälter abnehmen
)ers eingreift, an das andere Ende dieses Schlitzes ge- und, mit einer Tagesvorratsmenge gefüllt, einzeln
angt ist. Vorzugsweise sind in einem solchen Tablet- mitführen, während der Vorratsbehälter weiterhin
enbehälter sechs Tabletten, über den Umfang ver- durch seinen Deckel verschlossen bleibt
eilt, angeordnet, die im allgemeinen einer Tagesdosis 15 Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Tabletten-
jntsprechen. Bei gefülltem Tablettenbehälter kann behälter aus Kunststoff hergestellt. Er kann aber
jer Deckel bei geschlossenem Verschlußschieber selbstverständlich auch aus anderen Werkstoffen her-
jhne weiteres in jede beliebige Lage gedreht werden. gestellt sein.
Durch Wechsel der Drehrichtung kann aber jederzeit Die Erfindung wird nachstehend an Hand der
jnd aus jeder beliebigen Anfangslage der Deckel mit 20 Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel näher erläu-
jeiner Entnahmeöffnung über die Öffnung des Ver- tert. Dabei zeigt
xhlußschiebers gebracht und dann gemeinsam mit F i g. 1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemä-
diesem über eine Tablette gedreht werden. ßen Tablettenbehälter, auf einen Vorratsbehälter auf-
Die Merkmalskombination, daß der Verschluß- gesetzt,
schieber eine drehbare Kreisscheibe ist und daß der 25 Fig. 2 eine explosionsartig auseinandergezogene
den Verschlußschieber betätigende Stift in einen zir- perspektivische Darstellung des Tablettenbehälters
kularen Schlitz bestimmter Bogenlänge eingreift, ist und
durch das deutsche Gebrauchsmuster 1747 784 für F i g. 3 eine Draufsicht auf den Behälterunterteil
einen flachen Tablettenbehälter bekanntgeworden. 3 α in Fig. 2.
Dort befindet sich aber der zirkuläre Schlitz in einem 30 Auf den Vorratsbehälter 1, der mit einem üblichen
fest und unverdrehbar gegenüber dem Unterteil an- Deckel 2 verschlossen ist, ist, stramm in den Deckel 2
geordneten Deckel, gegenüber dem der kreisschei- eingepaßt, ein Tablettenbehälter 3 gemäß der Erfin-
benförmige Verschlußschieber, der den Stift trägt, um dung eingesetzt.
das Winkelmaß des Schlitzes verdrehbar ist. Ein sol- Dieser Tablettenbehälter 3 besteht aus den aus
eher Tablettenbehälter ist nur für frei in seinem In- 35 F i g. 2 ersichtlichen drei Teilen 3 a, 3 b und 3 c.
nenraum bewegliche Tabletten od. dgl. geeignet, die Während der Behälterunterteil 3 a, ähnlich dem
nach dem Verdrehen des Verschlußschiebers in die Deckel 2 des Vorratsbehälters, napfförmig ausgebil-
öffnungsstellung durch Bewegen oder Schütteln des det ist, wobei allerdings innerhalb dieses Unterteils in
gesamten Tablettenbehälters in die Nähe der öffnung der Mitte ein kreisförmiger Kragen 11 und um diesen
gebracht werden müssen. 40 herum Trennstifte 10 (s. F i g. 3) vorgesehen sind, ist
Bei dem Tablettenbehälter nach der USA.-Patent- der Deckel 3 c mit einem vorspringenden Rand mit
schrift 2 236 224 sowie auch bei einem ähnlichen Ta- Rändelung 9, einer kreisförmigen öffnung 7 und, dieblettenbehälter
nach der österreichischen Patent- ser gegenüber auf den Umfang versetzt, einem Mitschrift
207 751 sind die in dem Ringraum enthaltenen nehmerstift 8 versehen.
Tabletten jeweils definiert, nämlich in durch Vor- 45 Die dicht unterhalb des Deckels 3 c angeordnete
sprünge gebildeten Einzelräumen, angeordnet. Bei und in diesem frei drehbare Zwischenscheibe 3 b be-
dem erfindungsgemäßen Tablettenbehälter werden sitzt ebenfalls einen Kragen 5, der, wie aus F i g. 1 er-
diese Einzelräume durch vom Boden des Unterteiles sichtlich ist, in den Kragen 11 des Unterteils paßt und
vorstehende, in den Ringraum hineinragende und dadurch der Zwischenscheibe eine drehbare Führung
über dessen Umfang verteilte stiftartige Vorsprünge 50 gibt.
gebildet. Ferner ist vorzugsweise, ähnlich wie bei dem Die Zwischenscheibe besitzt femer an ihrem Um-
Tablettenbehälter nach der österreichischen Patent- fang einen Schlitz 4, der in Umfangsrichtung so breit
schrift 207 751, ein Kragen in der Mitte des Ver- gehalten ist, wie der Durchmesser der Öffnung 7 des
Schlußschiebers angeordnet, der in einen entspre- Deckels 3 c.
chenden Kragen am Unterteil des Behälters paßt und, 55 Außerdem ist auf dem Umfang der Zwischen-
den Verschlußschieber zentrierend, in diesem dreh- scheibe 3 δ ein kreisbogenförmiger Schlitz 6 vorgese-
bar ist hen, in den im zusammengebauten Zustand des Ta-
Vorzugsweise besitzt der Tablettenbehälter ferner blettenbehälters der Mitnehmerstift 8 eingreifen
einen vorspringenden oberen Rand am Behälterdek- kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Tablettenbehälter mit einem kreisrunden flachen Unterteil, mit einem Boden, einem damit
einstückigen äußeren Rand, einem Ringraum zur definierten zirkulären Aufnahme der Tabletten,
wobei die Breite des Ringraumes etwa dem Tablettendurchmesser entspricht, ferner mit einem
in den äußeren Rand einrastbareh drehbaren Deckel, der für die Entnahme jeweils einer Tablette
eine öffnung aufweist, die durch einen zwischen dem Ringraum und dem Deckel liegenden,
mit einem der Entnahmeöffnung im Deckel entsprechenden öffnung versehenen Schieber verschließbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (3 c) den Verschlußschieber (3 b)
mittels eines von seiner Unterseite vorstehenden Stiftes (8), der in den Verschlußschieber (3 b) eingreift,
mitzunehmen vermag und durch folgende an sich bekannte Merkmalskombinationen, daß
der Verschlußschieber (3 b) eine drehbare Kreisscheibe ist und daß der den Verschlußschieber
betätigende Stift (8) in einen zirkulären Schlitz (6) eingreift, dessen Bogenlänge so bemessen ist, daß
die Öffnung (4) in der Kreisscheibe in der einen Grenzlage mit der Entnahmeöffnung (7) im Dekkel
(3 c) fluchtet, in der anderen Grenzlage dagegen diese voll verdeckt.
2. Tablettenbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abteilung von definierten
Aufnahmeräumen für die einzelnen Tabletten durch vom Boden des Unterteiles (3 a) vorstehende,
in den Ringraum hineinragende und über dessen Umfang verteilte, stiftartige Vorsprünge
(10) erfolgt.
3. Tablettenbehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußschieber
(3 b) in der Mitte einen Kragen (5) aufweist, der in einen Kragen (11) des Unterteils (3 a) des
Behälters paßt und in diesem, den Verschlußschieber zentrierend, drehbar ist.
4. Tablettenbehälter nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen vorzugsweise mit einer
Rändelung versehenen vorspringenden oberen Rand (9) des Behälterdeckels (3 c).
.
5. Tablettenbehälter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterteil (3 a)
stramm, aber lösbar in den napfförmig ausgebildeten Deckel (2) eines Tablettenvorratsbehälters so
(1) eingepaßt ist.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES0109490 | 1967-04-22 | ||
DES0109440 | 1967-04-22 |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1586904A1 DE1586904A1 (de) | 1972-01-27 |
DE1586904C true DE1586904C (de) | 1973-02-08 |
Family
ID=
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