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Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung.
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Die Erfindung betrifft blutstillende Mittel mit verbesserter Wasserlöslichkeit
und geringer Toxizität sowie Verfahren zur Herstellung von blutstillend wirkenden
Adrenochrom-Derivaten.
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Es ist bekannt, das Adrenochrom und seine Derivate ausgezeichnete
blutstillende und gefäßstabilisierende Wirkungen besitzen. Bei den an der blutstillenden
Wirkung beteiligten Faktoren unterscheidet man im allgemeinen einerseits die Gefäßfaktoren
und andererseits die Blutgerinnungsfaktoren. So gehören die Gefäßdurchlässigkeit
und die Gefäßreaktion auf den Blutdruck in die erste Gruppe und die Bildung von
Thromboplastin und dessen Umwandlung in Prothrombin und Fibrinogen in die zweite
Gruppe. Grundlegende Versuche haben gezeigt, das Adrenochrom und dessen Derivate
die Blutungsdauer verkürzen und einen Anstieg der Gefäßdurchlässigkeit bemerkenswert
hindern, die Blutgerinnungszeit jedoch nicht verringern.
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Unter Einbeziehung anderer, grundlegender Versuchtsergebnisse kann
daher gesagt werden, das Adrenochrom und seine Derivate die Gefäßfaktoren, dagegen
wahrscheinlich nicht die Blutgerinnungszeit beeinflussen. Weitere Versuche haben
gezeigt, daß Dosen von 5 bis 10 mg/kg Adrenochrom oder 100 bis 300 mg/kg Adrenochrom-Derivat
keinerlei toxische Wirkung haben und selbst eine, bezogen auf die Wasserlöslichkeit,
maximale Dosis an Adrenochrom-Derivat bei intravenöser, intra. peritonealer, subcutaner
oder oraler Verabreichung keine
Nebenwirkungen zeigen. Hierdurch
wird die pharmakologische Bedeutung dieser Produkte weiter erhöht.
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Aus der deutschen Patentschrift 830. 649 ist bereits ein Verfahren
zur Herstellung beständiger blutstillender Mittel bekannt, nach welchen man. Adrenochrom
mit aminartigen Ketonreagenzien, insbesondere Semicarbazid zu entsprechenden Derivaten,
insbesondere Adrenochrom-monosemicarbazon, kondensiert Dieses Adrenochrom-Derivat
wird wegen seiner guten blutstillenden und gefäßstabilisierenden Wirkung in großem
Umfange benutzt, hat jedoch den Nachteil, daß sich wegen seiner geririgen Wasserloslichkeit
bei 20° C von nur 0, 5 mg/ml praktisch keine hohen Konzentrationen fUr die Anwendung
aus wäßriger Lösung, insbesondere für Injektionen erhalten lassen. Zur Herstellung
der fUr eine Anwendung von Adrenochrom-monosemicarbazon erwünschten wässrigen Losungen
mit einem Gehalt von mehr als 5 mg/ml ist daher die Zugabe von Loslichkeitsvermittlern
oder die Anwendung anderer spezieller Methoden erforderlich. Die Zugabe grösserer
Mengen von Ldslichkeitsvermittlern führen jedoch zu klinischen Problemen. Ublicherweise
werden zur Loslichmachung des Adrenochrom-monosemicarbazons fUr Injektionszwecke
etwa 500 mg/ 100 ml Natriumsalicylat zugesetzt. Da Natriumsalicylat die Nebennierenrinde
stimuliert, die Wirkung der Hyaluronidase beschleunigt und weitere pharmakologische
Wirkungen besitzt, führen derart hohe Dosen an Natriumsalicylat zu unerwünschten
Nebenwirkungen.
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Aus der deutschen Auslegeschrift 1. 042.587 ist ferner ein Verfahren
zur Herstellung von Adrenochrom-isonikotinsäurehydrazon bekannt, welches im Vergleich
zum Adrenochromsemicarbazon bei gleicher bis leicht besserer blutstillender Wirkung
eine bessere Wasserloslichkeit und eine geringere Toxizität aufweist.
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Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein blutstillendes Mittel
auf
der Bads von Adrenochrom-Derivaten mit weiter verbesserter Wasserlöslichkeit und
äusserst geringer Toxizität, sowie Verfahren zur Herstellung derartiger Adrenochrom-Derivate
vorzuschlagen.
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Dementsprechend ist Gegenstand der Erfindung ein blutstillendes Mittel
mit einem Gehalt an Adrenochrom-Derivaten mit erhöhter Wasserlöslichkeit und verringerter
ToxizitEt, gekennzeichnet durch einen wirksamen Gehalt an wasserlöslichem Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz.
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Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung von blutstillend wirkenden
Adrenochrom-Derivaten durch Umsetzung von Adrenochrom mit einem aminogruppenhaltigen
Ketonreagenz vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine wässrige
Lösung von Adrenochrom in Gegenwart katalytisch wirksamer Mengen anorganischer oder
organischer Säure, insbesondere Salpetersäure, mit einem Aminoguanidinsalz, insbesondere
Aminoguanidinnitrat umsetzt, die Reaktionslösung alkalisch macht und das ausfallende,
orangefarbene Adrenochrom-monoguanylhydrazon nachfolgend mit einer nicht toxischen
Säure in das entsprechende Salz UberfUhrt.
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Nach einer bevorzugten AusfUhrungsform dieses Verfahrens löst man
das abgetrennte Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer verdUnnten, wä7srigen Lösung
einer anorganischen Säure oder einer organischen Carbon-oder Sulfonsäure und rEllt
durch Zugabe eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels das entsprechende
Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz aus.
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Die Umsetzung von Adrenochrom mit Aminoguanidin zu Adrenochrom-monoguanylhydrazon
entspricht der folgenden Reaktionsgleichung :
Es ist bekannt, das Aminoguanidin mit aromatischen Ketonen zu sehr leicht kristallisierenden
Produkten kondensiert..
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Bei der vorstehend dargestellten Umsetzung reagiert das Aminoguanidin
mit der 6-KetXogruppe des Adrenochroms.
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Das als Ausgangsmaterial verwendete Adrenochrom kann nach an sich
bekannten Methoden, beispielsweise durch Oxydation von Adrenalin mit Silberoxyd
und Natriumferricyanid hergestellt werden. Aminoguanidinnitrat wird Ublicherweise
durch Reduktion von Nitroguanidin mit Essigsäure und Zink und nachfolgende Umsetzung
des erhaltenen Aminoguanidinbicarbonat mit Salpetersäure hergestellt.
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Bei der Umsetzung von Adrenochrom mit Aminoguanidinnitrat hängt die
erhaltene Ausbeute an Adrenochrom-monoguanylhydrazon von dem der Reaktionslosung
zugegebenen Reagenz ab.
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Die in einer Reihe von Vergleichsversuchen bei Verwendung von jeweils
1, 0 g Adrenochrom und verschiedenen Zusatzstoffen erhaltenen Ausbeuten sind in
der folgenden Tabelle 1 zusammengestellt :
Tabelle 1 Reagenz Menge
Ausbeute an Adrenochrom-monoguanylhydrazon Natriumbicarbonat äquimolar gering Natriumhydroxid
äquimolar 39 mg.
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Salpetersäure 0, 05 ml. 380 mg.
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Salpetersäure 0, 20 ml. 960 mg.
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Dies zeigt, daß in Gegenwart von Säuren eine bessere Ausbeute erreicht
wird, als bei der Anwendung schwacher Alkalien. Durch die Zugabe von Mineralsäure,
beispielsweise Salpetersäure, wird die Umsetzung des Adrenochroms mit dem Aminoguanidinnitrat
katalytisch beschleunigt. Es darf jedoch nicht zuviel Säure zugegeben werden, da
sonst eine Zersetzung des erhaltenen Adrenochrom-monoguanylhydrazons eintritt.
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Das erfindungsgemäß durch Umsetzung von Adrenochrom mit Aminoguanidin
erhaltene Adrenochrom-monoguanylhydrazon bildet mit anorganischen und organischen
Säuren entsprechende Salze, die eine für die wässrige Dosierung, insbesondere für
Injektionszwecke, hinreichende Wasserlöslichkeit besitzen. Zu deren Herstellung
wird das erhaltene Adrenochrom-monoyuanylhydrazon zweckrnässig in einer verdünnten
wässrigen Lösung einer anorganischen Säure oder einer organischen Carbon-oder Sulfonsäure
gelost und die Lösung dann mit einem wasserlöslichen organischen Lösungsmittel,
insbesondere Methanol, Athernol, Aceton oder einer Alkohol-Äther- oder Aceton-Ather-Mischung
versetzt. Dabei kristallisiert das entsprechende Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz
aus. Das abgetrennte kristallineProdukt wird
zu seiner Reinigung
in Wasser gelost und durch erneuten Zusatz eines organischen Losungsmittels nach
AbkUhlen der Losung ausgefällt und das gereinigte kristallineprodukt abgetrennt.
Zur Uberführung des Adrenochrom-monoguanylhydrazons in das entsprechende Salz können
anorgalsche Säuren der Formel HX, organische Carbonsäuren der Formel R-COOH und
organische Sulfonsäuren der Formel R-S03 H verwendet werden. Dabei darf nicht zuviel
Säure zugegeben werden, da diese das erhaltene Adrenochrom-monoguanylhydrazon zersetzt.
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Aus den erfindungsgemäB hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalzen
können infolge ihrer hohen Wasserlöslichkeit ohne Zugabe von Loslichkeitsvermittlern
wässrige Dostrungen hoher Konzentration, insbesondere für Injektionszwecke, hergestellt
werden. Hierdurch werden die durch die bisher erforderlichen Loslichkeitsvermittler
auftretenden klinischen Probleme vermieden. Darüber hinaus besitzen die erfindungsgemäß
hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze gegenüber den vorbekannten Produkten
bei ausgezeichneter blutstillender und gefäßstatfLisierender Wirkung eine erheblich
geringere Toxizität.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand der folgenden Beispiele weiter
erläutert.
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Beispiel 1 In einem 200 ml.-Dreihals-Rundkolben mit Ruhrwerk wurde
zu einer Lösung von 1, 0 g Adrenochrom in 50 ml. Wasser unter Ruhren eine Mischung
aus 0, 75 g Aminoguanidinnitrat, 0, 2 ml.
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Salpetersäure und 5 ml. Wasser zugetropft. Etwa 30 Minuten später
wurde durch Zugabe von 20 ml. 20%-igen Ammoniakwassers das gebildete Adrenochrom-monoguanylhydrazon
ausgefällt, die
orangefarbenen Kristalle mittels eines Bücher-Trichters
von der Lösung abgetrennt und mit Wasser gewaschen. Das erhaltene kristalline Produkt
wurde in 10 ml. 3%-iger wässriger Essigsäurelosung gelöst. Nach dem Abfiltrieren
wurde die Lösung mit 15 ml. einer 10%-igen wässrigen Natriumcarbonatlösung alkalisch
gemacht. Nach dem Abtrennen des Niederschlages wurden 0, 9 g gereinigtes Adrenochrommonoguanyl-hydrazon
in Form von orangefarbenen Kristallnadeln erhalten. Das Produkt ist löslich in Salzsäure,
wenig löslich in Wasser, Alkohol und Aceton und schmilzt unter Zersetzung zwischen
195 und 200° C.
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Beispiel 2 Zu einer, in einem 200 ml.-Becherglas vorgelegten Lösung
von 34, 1 g Natriumferricyanid und 11, 2 g Natriumbicarbonat in 80 ml. Wasser wurde
eine Mischung von 5 g Adrenalin in 50 ml. einer 3%-igen wässrigen Essigsäurelösung
unter Rühren zugetropft. Eine Minute später wurde eine Mischung von 1 ml. einer
3%-igen wässrigen Essigsäurelösung, 3, 8 g Aminoguanidinnitrat und 20 ml. Wasser
in ähnlicher Weise zugegeben. Nach 10 Minuten wurde die Lösung mit einer 10%-igen
wässrigen Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht, wobei 5, 1 g Adrenochrom-monoguanylhydrazon
in Form orangefarbiger Kristalle ausfielen. Diese wurden gemäß Beispiel 1 gereinigt.
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Das gereinigte Produkt entsprach demjenigen des Beispiels 1.
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Die in den vorstehenden Beispielen zugegebene Menge an Mineralskure
fUhrt nicht zii einer Zersetzung des Adrenochrommonoguanylhydrazons, sondern liefert
eine gute Ausbeute.
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Ein Erhitzen der Reaktionslösung ist nicht erforderlich.
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Beispiel 3 Zur Umwandlung des gemäß der Beispiele 1 und 2 erhaltenen
Adrenochrom-monoguanylhydrazons in das entsprechende Hydrochlorid wurden 5, 1 g
ungereinigtes Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer in einem 200 ml.-Erlenmeyer-Kolben
vorgelegten Lösung von 15 ml. 37% Chbr-Wasserstoffsäure
in 30 ml.
Wasser bei 40 bis 50° C aufgelöst. Nach dem Abfiltrieren wurde die erhaltene Lösung
in einem 1000 ml.-Erlenmeyer-Kolben mit 450 ml. Aceton versetzt. Das beim Abkühlen
kristallinausfallende Adrenochrom-monoguanylhydrazon-hydrochlorid wurde mittels
eines BUchner-Trichters abfiltriert, mit Aceton gewaschen und an der Luft getrocknet.
Das getrocknete, kristalline Produkt wurde in 100 ml. Wasser in einem 200 ml.-Erlenmeyer-Kolben
aufgelest, die Lösung filtriert und in einem 700 ml.-Erlenmeyer-Kolben mit 400 ml.
Aceton versetzt. Beim AbkUhlen der Lösung schieden sich etwa 3, 8 g Adrenochrom-monoguanylhydrazon-hydrochlorid
in Form gereinigter, dunkelroter Kristallnadeln ab. Die Verbindung besitzt eine
Wasserlöslichkeit bei 20° C von 12 mg/ml., ist wenig löslich in Alkohol und unlöslich
in Aceton, Chloroform und Benzol.
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Das erhaltene Produkt hatte einen Schmelzpunkt unter Zersetzung von
235 bis 240° C. Die bei der Elementaranalyse des erhaltenen Adrenochrom-monoguanylhydrazon-hydrochlorids
erhaltenen Werte entsprachen der Formel C 10 H1402N 5Cl.
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Berechnet : C : 44, 20% H : 5, 19% ; N : 25, 78% Gefunden : C : 44,
20% H : 5, 12% ; N : 24, 73% Beispiel 4 Zur Herstellung von Adrenochrom-monoguanylhydrazon-formiat
wurden 1, 18 g ungereinigtes Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer Lösung von
0, 23 g Ameisensäure und 35 ml. Wasser in einem 100 ml.-Erlenmeyer-Kolben bei 50
bis 60o C gelöst, die Lösung filtriert, in einem 200 ml.-Kolben aufgenommen und
mit einer Mischung aus 100 ml. Alkohol und 10 ml. Äther versetzt. Beim AbkUhlen
der Lösung f 0° C fiel das Adrenochrom-monoguanylhydrazon-rormiat gristallin aus.
Das abgetrennte Kristallprodukt wurde in einem 50 ml.-Erlenmeyer-Kolben mit 15,
ml. Wasser gelöst und dann mit
einer Mischung aus 80 ml. Alkohol
und lo ml. Ather versetzt.
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Nach dem AbkUhlen wurden 0, 95 g gereinigtes Adrenochrommonoguanylhydrazon-formiat
in Form von orangefarbenen KristalS nadeln mit einer Wasserlöslichkeit bei 20 C
von 15 mg/ml. und einem Schmelzpunkt unter Zersetzung von 218° C erhalten.
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Nach der°Elementaranalyse entspra. ch das Produkt der Formel C11H14H5O4
: Berechnet : C : 46, 97% ; H : 5, 36% ; N : 24, 9o% Gefunden : C : 47, 13% ; H
: 5, 34% ; N : 25, 00% Beispiele 5 bis 11 Entsprechend der Beispiele 3 und 4 wurden
weitere Adrenochrommonoguanylhydrazonsalze hergestellt. Die Daten dieserSalze sind
in der folgenden Tabelle 2 zusammengestellt : Tabelle 2 Salz Farbe d. Kristall-
Schmelz- Wasserlösnadeln punkt °C lichkeit bei 20 C mg/ml.
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Hydroehlorid tiefrot 235-240 12 Sulfat braun 185 10 Formiat tieforange
218 15 Acetat orange 174-175 10 Tartrat braun 171 10 Citrat dunkelrot 190-191 15
fithyl-Sulfat tieforange 208 10 Methan-sulfonat orange 207 110 Oxymethan-sulfonat
tieforange 210 115
Wie die vorstehenden Zahlenwerte zeigen, besitzen
die erfindungsgemäß hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze Wasserlöslichkeiten
bei 20 C zwischen 10 und 115 mg/ml.
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Diese Werte liegen um das 20 bis 230-fache hoher, als die Wasserlöslichkeit
des Adrenochrom-monosemicarbazonsvon 0, 5 mg/£ Die erfindungsgemäß hergestellten
Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze ergaben in zahlreichen Tierexperimenten Uberlegene
blutstillende und gefäßstabilisierende Wirkungen. Dabei wurde schon 5 bis 10 Minuten
nach intravenöser Injektion von 0, 1 bis 0, 4 mg/kg Adrenochrom-monoguanylhydrazon-sulfat
odermethansulfonat ohne Veränderung der Blutgerinnungszeit eine auffallende Abkürzung
der Blutungszeit beobachtet. Versuchtiere mit einem Gwwicht von je 2 kg zeigten
nach subkutaner Verabfolgung von je 0, 1 bis 1 i Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz
eine auffallende Hemmung des durch Histamin verursachten Anstiegs der Gefäßdurchlässigkeit.
Durch eine subkutane Dosis von 1Y Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz wurde bei Versuchstieren
mit einem Gewicht von je 2 kg die Wirkung von Hyaluronidase stark inhibiert. Eine
intravenöse Injektion von 0, 1 bis 0, 4 mg/kg Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz
ergab eine deutliche VerhUtungswirkung gegenüber der durch Anwendung von Unterdruck
erzeugten Blutflecken. Dosen von 1 bis 3 mg/kg Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz
zeigten eine deutliche Schutzwirkung durch Druckminderung erzeugte Pneumorrhagia.
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Bei intravenöser Injektion von Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalzen
wurden dagegen keine merklichen Veränderungen des Blutdruckes, der Atmung und des
IKG beobachtet.
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In einigen anderen Versuchen zeigte Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz
eine restaurative Wirkung bei MuskelermUdung.
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Das erfindungsgemäB hergestellte Adrenochrom-monoguanylhydrazon und
dessen Salze zeigen praktisch keinerlei Toxizität. Bei Tierversuchen an Mäusen mit
einem Gewich von lOg starb selbst nach subkutaner Injektion von 8 mg Adrenochrommonoguanylhydrazon-sulfat
kein einziges Versuchstier.
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FUr die intraperitoniale Injektion von Adrenochrom-monoguanylhydrazon-sulfat
lag der LD-Wert-bei Mäusen bei 11, 75 mg/lOg und der gleiche Wert fUr Adrenochrom-monoguanylhydrazon-methansulfunat
bei 18, 4 mg/10 g. Adrenochrom-monoguanylhydrazon und seine wasserlöslichen Salze
besitzen somit eine Uberlegene blutstillende und gefäßstabilisierende Wirkung bei
vernachlässigbar geringer Toxizität.
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Die erfindungsgemässen Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze wurden
ferner auch in umfangreichen klinischen Versuchen mit Erfolg eingesetzt. Dabei wurde
auf dem Gebiet der inneren Medizin eine gute Wirksamkeit beobabtet bei 90% der Fälle
von chronisaher Nierenentzündung, 67% der Folle von Blutungsdiathese, 100% der Purpura-Fälle
und 100% der Fälle von Nasenblutungen. Auf dem Gebiet der Dermatologie und Urologie
ergab sich eine gute Wirksamkeit in 100% aller Fälle fUr akute Ekzeme, Urticaria,
Dermatitis, Epididymektomie, Tumorektomie und Nephrektomie. Auf dem Gebiet der Geburtshilfe
und der Gynäkologe wurde eine gute Wirksamkeit bei 95% der Uterusblutungen und 90%
der Blutungen nach Geburten beobachtet. Daneben wurden bemerkenswerte Wirkungen
beebachtet bei der Behandlung von Proctorrhagia, Menorrharia. Ulorrhagia, Pneumorrhagia,
retinaler Hemorrhagit, gastrointestinalnr Hemorrhagie, idiopathischer Renal-Hemorrhagie
und Hemato-nephrophthisis. Die Adrenochrom-monoguanyS hydrazonsalze waren ferner
bei der Verhütung und Behandlung von Blutungen und BlutergUssen nach chirurgischen
eingriffen und Erkrankungen infolge von Gefäßbrüchigkeit, beispielsweise Perniones,
einfache Purpura. Erythema exsudativum multiforma wirksam. Es wurden keine Nebenwirkungen
berichtet.