[go: up one dir, main page]

DE1470240A1 - Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung

Info

Publication number
DE1470240A1
DE1470240A1 DE19631470240 DE1470240A DE1470240A1 DE 1470240 A1 DE1470240 A1 DE 1470240A1 DE 19631470240 DE19631470240 DE 19631470240 DE 1470240 A DE1470240 A DE 1470240A DE 1470240 A1 DE1470240 A1 DE 1470240A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adrenochrome
monoguanylhydrazone
acid
water
salt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19631470240
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Shiraimatsu Shinyaku KK
Original Assignee
Shiraimatsu Shinyaku KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Shiraimatsu Shinyaku KK filed Critical Shiraimatsu Shinyaku KK
Publication of DE1470240A1 publication Critical patent/DE1470240A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/36Oxygen atoms in position 3, e.g. adrenochrome

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung.
  • Die Erfindung betrifft blutstillende Mittel mit verbesserter Wasserlöslichkeit und geringer Toxizität sowie Verfahren zur Herstellung von blutstillend wirkenden Adrenochrom-Derivaten.
  • Es ist bekannt, das Adrenochrom und seine Derivate ausgezeichnete blutstillende und gefäßstabilisierende Wirkungen besitzen. Bei den an der blutstillenden Wirkung beteiligten Faktoren unterscheidet man im allgemeinen einerseits die Gefäßfaktoren und andererseits die Blutgerinnungsfaktoren. So gehören die Gefäßdurchlässigkeit und die Gefäßreaktion auf den Blutdruck in die erste Gruppe und die Bildung von Thromboplastin und dessen Umwandlung in Prothrombin und Fibrinogen in die zweite Gruppe. Grundlegende Versuche haben gezeigt, das Adrenochrom und dessen Derivate die Blutungsdauer verkürzen und einen Anstieg der Gefäßdurchlässigkeit bemerkenswert hindern, die Blutgerinnungszeit jedoch nicht verringern.
  • Unter Einbeziehung anderer, grundlegender Versuchtsergebnisse kann daher gesagt werden, das Adrenochrom und seine Derivate die Gefäßfaktoren, dagegen wahrscheinlich nicht die Blutgerinnungszeit beeinflussen. Weitere Versuche haben gezeigt, daß Dosen von 5 bis 10 mg/kg Adrenochrom oder 100 bis 300 mg/kg Adrenochrom-Derivat keinerlei toxische Wirkung haben und selbst eine, bezogen auf die Wasserlöslichkeit, maximale Dosis an Adrenochrom-Derivat bei intravenöser, intra. peritonealer, subcutaner oder oraler Verabreichung keine Nebenwirkungen zeigen. Hierdurch wird die pharmakologische Bedeutung dieser Produkte weiter erhöht.
  • Aus der deutschen Patentschrift 830. 649 ist bereits ein Verfahren zur Herstellung beständiger blutstillender Mittel bekannt, nach welchen man. Adrenochrom mit aminartigen Ketonreagenzien, insbesondere Semicarbazid zu entsprechenden Derivaten, insbesondere Adrenochrom-monosemicarbazon, kondensiert Dieses Adrenochrom-Derivat wird wegen seiner guten blutstillenden und gefäßstabilisierenden Wirkung in großem Umfange benutzt, hat jedoch den Nachteil, daß sich wegen seiner geririgen Wasserloslichkeit bei 20° C von nur 0, 5 mg/ml praktisch keine hohen Konzentrationen fUr die Anwendung aus wäßriger Lösung, insbesondere für Injektionen erhalten lassen. Zur Herstellung der fUr eine Anwendung von Adrenochrom-monosemicarbazon erwünschten wässrigen Losungen mit einem Gehalt von mehr als 5 mg/ml ist daher die Zugabe von Loslichkeitsvermittlern oder die Anwendung anderer spezieller Methoden erforderlich. Die Zugabe grösserer Mengen von Ldslichkeitsvermittlern führen jedoch zu klinischen Problemen. Ublicherweise werden zur Loslichmachung des Adrenochrom-monosemicarbazons fUr Injektionszwecke etwa 500 mg/ 100 ml Natriumsalicylat zugesetzt. Da Natriumsalicylat die Nebennierenrinde stimuliert, die Wirkung der Hyaluronidase beschleunigt und weitere pharmakologische Wirkungen besitzt, führen derart hohe Dosen an Natriumsalicylat zu unerwünschten Nebenwirkungen.
  • Aus der deutschen Auslegeschrift 1. 042.587 ist ferner ein Verfahren zur Herstellung von Adrenochrom-isonikotinsäurehydrazon bekannt, welches im Vergleich zum Adrenochromsemicarbazon bei gleicher bis leicht besserer blutstillender Wirkung eine bessere Wasserloslichkeit und eine geringere Toxizität aufweist.
  • Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein blutstillendes Mittel auf der Bads von Adrenochrom-Derivaten mit weiter verbesserter Wasserlöslichkeit und äusserst geringer Toxizität, sowie Verfahren zur Herstellung derartiger Adrenochrom-Derivate vorzuschlagen.
  • Dementsprechend ist Gegenstand der Erfindung ein blutstillendes Mittel mit einem Gehalt an Adrenochrom-Derivaten mit erhöhter Wasserlöslichkeit und verringerter ToxizitEt, gekennzeichnet durch einen wirksamen Gehalt an wasserlöslichem Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz.
  • Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung von blutstillend wirkenden Adrenochrom-Derivaten durch Umsetzung von Adrenochrom mit einem aminogruppenhaltigen Ketonreagenz vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine wässrige Lösung von Adrenochrom in Gegenwart katalytisch wirksamer Mengen anorganischer oder organischer Säure, insbesondere Salpetersäure, mit einem Aminoguanidinsalz, insbesondere Aminoguanidinnitrat umsetzt, die Reaktionslösung alkalisch macht und das ausfallende, orangefarbene Adrenochrom-monoguanylhydrazon nachfolgend mit einer nicht toxischen Säure in das entsprechende Salz UberfUhrt.
  • Nach einer bevorzugten AusfUhrungsform dieses Verfahrens löst man das abgetrennte Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer verdUnnten, wä7srigen Lösung einer anorganischen Säure oder einer organischen Carbon-oder Sulfonsäure und rEllt durch Zugabe eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels das entsprechende Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz aus.
  • Die Umsetzung von Adrenochrom mit Aminoguanidin zu Adrenochrom-monoguanylhydrazon entspricht der folgenden Reaktionsgleichung : Es ist bekannt, das Aminoguanidin mit aromatischen Ketonen zu sehr leicht kristallisierenden Produkten kondensiert..
  • Bei der vorstehend dargestellten Umsetzung reagiert das Aminoguanidin mit der 6-KetXogruppe des Adrenochroms.
  • Das als Ausgangsmaterial verwendete Adrenochrom kann nach an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Oxydation von Adrenalin mit Silberoxyd und Natriumferricyanid hergestellt werden. Aminoguanidinnitrat wird Ublicherweise durch Reduktion von Nitroguanidin mit Essigsäure und Zink und nachfolgende Umsetzung des erhaltenen Aminoguanidinbicarbonat mit Salpetersäure hergestellt.
  • Bei der Umsetzung von Adrenochrom mit Aminoguanidinnitrat hängt die erhaltene Ausbeute an Adrenochrom-monoguanylhydrazon von dem der Reaktionslosung zugegebenen Reagenz ab.
  • Die in einer Reihe von Vergleichsversuchen bei Verwendung von jeweils 1, 0 g Adrenochrom und verschiedenen Zusatzstoffen erhaltenen Ausbeuten sind in der folgenden Tabelle 1 zusammengestellt : Tabelle 1 Reagenz Menge Ausbeute an Adrenochrom-monoguanylhydrazon Natriumbicarbonat äquimolar gering Natriumhydroxid äquimolar 39 mg.
  • Salpetersäure 0, 05 ml. 380 mg.
  • Salpetersäure 0, 20 ml. 960 mg.
  • Dies zeigt, daß in Gegenwart von Säuren eine bessere Ausbeute erreicht wird, als bei der Anwendung schwacher Alkalien. Durch die Zugabe von Mineralsäure, beispielsweise Salpetersäure, wird die Umsetzung des Adrenochroms mit dem Aminoguanidinnitrat katalytisch beschleunigt. Es darf jedoch nicht zuviel Säure zugegeben werden, da sonst eine Zersetzung des erhaltenen Adrenochrom-monoguanylhydrazons eintritt.
  • Das erfindungsgemäß durch Umsetzung von Adrenochrom mit Aminoguanidin erhaltene Adrenochrom-monoguanylhydrazon bildet mit anorganischen und organischen Säuren entsprechende Salze, die eine für die wässrige Dosierung, insbesondere für Injektionszwecke, hinreichende Wasserlöslichkeit besitzen. Zu deren Herstellung wird das erhaltene Adrenochrom-monoyuanylhydrazon zweckrnässig in einer verdünnten wässrigen Lösung einer anorganischen Säure oder einer organischen Carbon-oder Sulfonsäure gelost und die Lösung dann mit einem wasserlöslichen organischen Lösungsmittel, insbesondere Methanol, Athernol, Aceton oder einer Alkohol-Äther- oder Aceton-Ather-Mischung versetzt. Dabei kristallisiert das entsprechende Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz aus. Das abgetrennte kristallineProdukt wird zu seiner Reinigung in Wasser gelost und durch erneuten Zusatz eines organischen Losungsmittels nach AbkUhlen der Losung ausgefällt und das gereinigte kristallineprodukt abgetrennt. Zur Uberführung des Adrenochrom-monoguanylhydrazons in das entsprechende Salz können anorgalsche Säuren der Formel HX, organische Carbonsäuren der Formel R-COOH und organische Sulfonsäuren der Formel R-S03 H verwendet werden. Dabei darf nicht zuviel Säure zugegeben werden, da diese das erhaltene Adrenochrom-monoguanylhydrazon zersetzt.
  • Aus den erfindungsgemäB hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalzen können infolge ihrer hohen Wasserlöslichkeit ohne Zugabe von Loslichkeitsvermittlern wässrige Dostrungen hoher Konzentration, insbesondere für Injektionszwecke, hergestellt werden. Hierdurch werden die durch die bisher erforderlichen Loslichkeitsvermittler auftretenden klinischen Probleme vermieden. Darüber hinaus besitzen die erfindungsgemäß hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze gegenüber den vorbekannten Produkten bei ausgezeichneter blutstillender und gefäßstatfLisierender Wirkung eine erheblich geringere Toxizität.
  • Im folgenden wird die Erfindung an Hand der folgenden Beispiele weiter erläutert.
  • Beispiel 1 In einem 200 ml.-Dreihals-Rundkolben mit Ruhrwerk wurde zu einer Lösung von 1, 0 g Adrenochrom in 50 ml. Wasser unter Ruhren eine Mischung aus 0, 75 g Aminoguanidinnitrat, 0, 2 ml.
  • Salpetersäure und 5 ml. Wasser zugetropft. Etwa 30 Minuten später wurde durch Zugabe von 20 ml. 20%-igen Ammoniakwassers das gebildete Adrenochrom-monoguanylhydrazon ausgefällt, die orangefarbenen Kristalle mittels eines Bücher-Trichters von der Lösung abgetrennt und mit Wasser gewaschen. Das erhaltene kristalline Produkt wurde in 10 ml. 3%-iger wässriger Essigsäurelosung gelöst. Nach dem Abfiltrieren wurde die Lösung mit 15 ml. einer 10%-igen wässrigen Natriumcarbonatlösung alkalisch gemacht. Nach dem Abtrennen des Niederschlages wurden 0, 9 g gereinigtes Adrenochrommonoguanyl-hydrazon in Form von orangefarbenen Kristallnadeln erhalten. Das Produkt ist löslich in Salzsäure, wenig löslich in Wasser, Alkohol und Aceton und schmilzt unter Zersetzung zwischen 195 und 200° C.
  • Beispiel 2 Zu einer, in einem 200 ml.-Becherglas vorgelegten Lösung von 34, 1 g Natriumferricyanid und 11, 2 g Natriumbicarbonat in 80 ml. Wasser wurde eine Mischung von 5 g Adrenalin in 50 ml. einer 3%-igen wässrigen Essigsäurelösung unter Rühren zugetropft. Eine Minute später wurde eine Mischung von 1 ml. einer 3%-igen wässrigen Essigsäurelösung, 3, 8 g Aminoguanidinnitrat und 20 ml. Wasser in ähnlicher Weise zugegeben. Nach 10 Minuten wurde die Lösung mit einer 10%-igen wässrigen Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht, wobei 5, 1 g Adrenochrom-monoguanylhydrazon in Form orangefarbiger Kristalle ausfielen. Diese wurden gemäß Beispiel 1 gereinigt.
  • Das gereinigte Produkt entsprach demjenigen des Beispiels 1.
  • Die in den vorstehenden Beispielen zugegebene Menge an Mineralskure fUhrt nicht zii einer Zersetzung des Adrenochrommonoguanylhydrazons, sondern liefert eine gute Ausbeute.
  • Ein Erhitzen der Reaktionslösung ist nicht erforderlich.
  • Beispiel 3 Zur Umwandlung des gemäß der Beispiele 1 und 2 erhaltenen Adrenochrom-monoguanylhydrazons in das entsprechende Hydrochlorid wurden 5, 1 g ungereinigtes Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer in einem 200 ml.-Erlenmeyer-Kolben vorgelegten Lösung von 15 ml. 37% Chbr-Wasserstoffsäure in 30 ml. Wasser bei 40 bis 50° C aufgelöst. Nach dem Abfiltrieren wurde die erhaltene Lösung in einem 1000 ml.-Erlenmeyer-Kolben mit 450 ml. Aceton versetzt. Das beim Abkühlen kristallinausfallende Adrenochrom-monoguanylhydrazon-hydrochlorid wurde mittels eines BUchner-Trichters abfiltriert, mit Aceton gewaschen und an der Luft getrocknet. Das getrocknete, kristalline Produkt wurde in 100 ml. Wasser in einem 200 ml.-Erlenmeyer-Kolben aufgelest, die Lösung filtriert und in einem 700 ml.-Erlenmeyer-Kolben mit 400 ml. Aceton versetzt. Beim AbkUhlen der Lösung schieden sich etwa 3, 8 g Adrenochrom-monoguanylhydrazon-hydrochlorid in Form gereinigter, dunkelroter Kristallnadeln ab. Die Verbindung besitzt eine Wasserlöslichkeit bei 20° C von 12 mg/ml., ist wenig löslich in Alkohol und unlöslich in Aceton, Chloroform und Benzol.
  • Das erhaltene Produkt hatte einen Schmelzpunkt unter Zersetzung von 235 bis 240° C. Die bei der Elementaranalyse des erhaltenen Adrenochrom-monoguanylhydrazon-hydrochlorids erhaltenen Werte entsprachen der Formel C 10 H1402N 5Cl.
  • Berechnet : C : 44, 20% H : 5, 19% ; N : 25, 78% Gefunden : C : 44, 20% H : 5, 12% ; N : 24, 73% Beispiel 4 Zur Herstellung von Adrenochrom-monoguanylhydrazon-formiat wurden 1, 18 g ungereinigtes Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer Lösung von 0, 23 g Ameisensäure und 35 ml. Wasser in einem 100 ml.-Erlenmeyer-Kolben bei 50 bis 60o C gelöst, die Lösung filtriert, in einem 200 ml.-Kolben aufgenommen und mit einer Mischung aus 100 ml. Alkohol und 10 ml. Äther versetzt. Beim AbkUhlen der Lösung f 0° C fiel das Adrenochrom-monoguanylhydrazon-rormiat gristallin aus. Das abgetrennte Kristallprodukt wurde in einem 50 ml.-Erlenmeyer-Kolben mit 15, ml. Wasser gelöst und dann mit einer Mischung aus 80 ml. Alkohol und lo ml. Ather versetzt.
  • Nach dem AbkUhlen wurden 0, 95 g gereinigtes Adrenochrommonoguanylhydrazon-formiat in Form von orangefarbenen KristalS nadeln mit einer Wasserlöslichkeit bei 20 C von 15 mg/ml. und einem Schmelzpunkt unter Zersetzung von 218° C erhalten.
  • Nach der°Elementaranalyse entspra. ch das Produkt der Formel C11H14H5O4 : Berechnet : C : 46, 97% ; H : 5, 36% ; N : 24, 9o% Gefunden : C : 47, 13% ; H : 5, 34% ; N : 25, 00% Beispiele 5 bis 11 Entsprechend der Beispiele 3 und 4 wurden weitere Adrenochrommonoguanylhydrazonsalze hergestellt. Die Daten dieserSalze sind in der folgenden Tabelle 2 zusammengestellt : Tabelle 2 Salz Farbe d. Kristall- Schmelz- Wasserlösnadeln punkt °C lichkeit bei 20 C mg/ml.
  • Hydroehlorid tiefrot 235-240 12 Sulfat braun 185 10 Formiat tieforange 218 15 Acetat orange 174-175 10 Tartrat braun 171 10 Citrat dunkelrot 190-191 15 fithyl-Sulfat tieforange 208 10 Methan-sulfonat orange 207 110 Oxymethan-sulfonat tieforange 210 115 Wie die vorstehenden Zahlenwerte zeigen, besitzen die erfindungsgemäß hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze Wasserlöslichkeiten bei 20 C zwischen 10 und 115 mg/ml.
  • Diese Werte liegen um das 20 bis 230-fache hoher, als die Wasserlöslichkeit des Adrenochrom-monosemicarbazonsvon 0, 5 mg/£ Die erfindungsgemäß hergestellten Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze ergaben in zahlreichen Tierexperimenten Uberlegene blutstillende und gefäßstabilisierende Wirkungen. Dabei wurde schon 5 bis 10 Minuten nach intravenöser Injektion von 0, 1 bis 0, 4 mg/kg Adrenochrom-monoguanylhydrazon-sulfat odermethansulfonat ohne Veränderung der Blutgerinnungszeit eine auffallende Abkürzung der Blutungszeit beobachtet. Versuchtiere mit einem Gwwicht von je 2 kg zeigten nach subkutaner Verabfolgung von je 0, 1 bis 1 i Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz eine auffallende Hemmung des durch Histamin verursachten Anstiegs der Gefäßdurchlässigkeit. Durch eine subkutane Dosis von 1Y Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz wurde bei Versuchstieren mit einem Gewicht von je 2 kg die Wirkung von Hyaluronidase stark inhibiert. Eine intravenöse Injektion von 0, 1 bis 0, 4 mg/kg Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz ergab eine deutliche VerhUtungswirkung gegenüber der durch Anwendung von Unterdruck erzeugten Blutflecken. Dosen von 1 bis 3 mg/kg Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz zeigten eine deutliche Schutzwirkung durch Druckminderung erzeugte Pneumorrhagia.
  • Bei intravenöser Injektion von Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalzen wurden dagegen keine merklichen Veränderungen des Blutdruckes, der Atmung und des IKG beobachtet.
  • In einigen anderen Versuchen zeigte Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz eine restaurative Wirkung bei MuskelermUdung.
  • Das erfindungsgemäB hergestellte Adrenochrom-monoguanylhydrazon und dessen Salze zeigen praktisch keinerlei Toxizität. Bei Tierversuchen an Mäusen mit einem Gewich von lOg starb selbst nach subkutaner Injektion von 8 mg Adrenochrommonoguanylhydrazon-sulfat kein einziges Versuchstier.
  • FUr die intraperitoniale Injektion von Adrenochrom-monoguanylhydrazon-sulfat lag der LD-Wert-bei Mäusen bei 11, 75 mg/lOg und der gleiche Wert fUr Adrenochrom-monoguanylhydrazon-methansulfunat bei 18, 4 mg/10 g. Adrenochrom-monoguanylhydrazon und seine wasserlöslichen Salze besitzen somit eine Uberlegene blutstillende und gefäßstabilisierende Wirkung bei vernachlässigbar geringer Toxizität.
  • Die erfindungsgemässen Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalze wurden ferner auch in umfangreichen klinischen Versuchen mit Erfolg eingesetzt. Dabei wurde auf dem Gebiet der inneren Medizin eine gute Wirksamkeit beobabtet bei 90% der Fälle von chronisaher Nierenentzündung, 67% der Folle von Blutungsdiathese, 100% der Purpura-Fälle und 100% der Fälle von Nasenblutungen. Auf dem Gebiet der Dermatologie und Urologie ergab sich eine gute Wirksamkeit in 100% aller Fälle fUr akute Ekzeme, Urticaria, Dermatitis, Epididymektomie, Tumorektomie und Nephrektomie. Auf dem Gebiet der Geburtshilfe und der Gynäkologe wurde eine gute Wirksamkeit bei 95% der Uterusblutungen und 90% der Blutungen nach Geburten beobachtet. Daneben wurden bemerkenswerte Wirkungen beebachtet bei der Behandlung von Proctorrhagia, Menorrharia. Ulorrhagia, Pneumorrhagia, retinaler Hemorrhagit, gastrointestinalnr Hemorrhagie, idiopathischer Renal-Hemorrhagie und Hemato-nephrophthisis. Die Adrenochrom-monoguanyS hydrazonsalze waren ferner bei der Verhütung und Behandlung von Blutungen und BlutergUssen nach chirurgischen eingriffen und Erkrankungen infolge von Gefäßbrüchigkeit, beispielsweise Perniones, einfache Purpura. Erythema exsudativum multiforma wirksam. Es wurden keine Nebenwirkungen berichtet.

Claims (2)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e 1.) Blutstillendes Mittel mit erhdhter Wasserlösllchkeit und geringer Toxizität, gekennzeichnet durch einen wirksamen Gehalt an wasserlöslichem Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz.
  2. 2.) Verfahren zur Herstellung von blutstillend wirkenden Adrenochrom-Derivaten durch Umsetzung von Adrenochrom mit einem aminogruppenhaltigen Ketonreagenz, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässrige LtSsung von Adrenochrom in Gegenwart von katalytisch wirksamen Mengen anorganischer oder organisaher Sgure, insbesondere Salpetersäure, mit einem Aminogua@@dinsalz , insbesondere Aminoguanidinnitrat, umsetzt, die Reaktionslosung alkalisch macht das ausfallende, orangefarbene Adrenochrom-monoguanylhydrazon abtrennt und nachfolgend mit einer nicht-toxischen Säure in das entsprechende Salz UberfUhrt.
    @ 3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daB man das abgetrennte Adrenochrom-monoguanylhydrazon in einer verdUnnten wässrigen Lösung einer anorganischen Säure oder einer organischen Carbon-oder Sulf@nsäure lest, durch Zugabe eines wasserlöslichen organischen Lösungsmittels das entsprechende Adrenochrom-monoguanylhydrazonsalz aufällt, abtrennt und gegebenenfalls umkristallisiert.
DE19631470240 1962-05-25 1963-05-10 Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung Pending DE1470240A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP2175562 1962-05-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1470240A1 true DE1470240A1 (de) 1969-10-23

Family

ID=12063860

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19631470240 Pending DE1470240A1 (de) 1962-05-25 1963-05-10 Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung

Country Status (4)

Country Link
CH (1) CH409962A (de)
DE (1) DE1470240A1 (de)
FR (1) FR2689M (de)
GB (1) GB991654A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB991654A (en) 1965-05-12
FR2689M (fr) 1964-07-27
CH409962A (fr) 1966-03-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2850948C2 (de) Furo[3,4-c]pyridinderivat, Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel
DE1802162A1 (de) Neue N-Pyridylmethyliden-homocystein-thiolacton-Verbindung und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2138049C3 (de) Salze der 7- eckige Klammer auf D-2'-Phenyl-2'-aminoacetamido eckige Klammer zu-desacetoxycephalosporansäure
DE1470240A1 (de) Blutstillende Mittel und Verfahren zu deren Herstellung
DE1470240C (de) Adrenochrom monoguanylhydrazon und seine Salze mit anorganischen Sauren, Car bonsauren und Sulfonsäuren und Verfahren zu deren Herstellung
DE938502C (de) Verfahren zur Herstellung einer kolloidalen Eisenzubereitung
DE2237832A1 (de) Verfahren zur herstellung von 4hydroxymethyl-1-keto-1,2-dihydrophthalazin
DE1470240B (de) Adrenochrom monoguanylhydrazon und seine Salze mit anorganischen Sauren, Car bonsauren und Sulfonsäuren und Verfahren zu deren Herstellung
DE944949C (de) Verfahren zur Herstellung von bei der Anwendung mit Penicillin dessen Konzentration steigernden Begleitstoffen
DE206330C (de)
DE858400C (de) Verfahren zur Herstellung von jodierten Pyridonderivaten von Carbonsaeuren
DE444970C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Aminobenzoesaeurealkylester mit aromatischen Sulfosaeuren
DE114974C (de)
DE1770104C3 (de) 2- [(3,4-Dichlorphenoxy)-methyl] -2-unidazolin und seine Salze
DE2202666C3 (de) i-n-Butyl-3-hydroxy-S-semicarbazono-6-oxo-2,3,5,6-tetrahydroindol, Verfahren zu dessen Herstellung und dieses enthaltendes Mittel
DE2549863C3 (de) Pyridoxyliden-p-amino-benzoesäurederivate, deren Herstellung und Verwendung
DE268451C (de)
AT236414B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylsemicarbaziden
DE1543966C (de) Thiamphenikol Derivat und Verfahren zu dessen Herstellung
DE152174C (de)
AT112730B (de) Verfahren zur Herstellung von Heilmitteln.
AT344174B (de) Verfahren zur herstellung neuer pyridinderivate und ihrer salze
DE224979C (de)
DE476992C (de) Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln
DE972336C (de) Verfahren zur Gewinnung von stabilen, besonders fuer die Oraltherapie geeigneten Penicillinen

Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977