DE1276754B - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Phasentastung einer Schwingung fester Frequenzfuer die Nachrichtenuebertragung - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Phasentastung einer Schwingung fester Frequenzfuer die NachrichtenuebertragungInfo
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- DE1276754B DE1276754B DE1964R0037951 DER0037951A DE1276754B DE 1276754 B DE1276754 B DE 1276754B DE 1964R0037951 DE1964R0037951 DE 1964R0037951 DE R0037951 A DER0037951 A DE R0037951A DE 1276754 B DE1276754 B DE 1276754B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
H03c
Deutsche Kl.: 21 a4 -16/01
Nummer: 1276 754
Aktenzeichen: P 12 76 754.3-35 (R 37951)
Anmeldetag: 23. Mai 1964
Auslegetag: 5. September 1968
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung zur Phasentastung einer
Schwingung fester Frequenz für die Nachrichtenübertragung, bei denen eine Phasenschieberbrücke
einen Brückenzweig mit festen Impedanzen und einen weiteren Brückenzweig mit mindestens einer
veränderbaren Impedanz aufweist, die mit Hilfe des vorspannungsabhängigen Widerstandes von Dioden
einer Gleichrichterbrückenschaltung verändert wird.
Für die Nachrichtenübertragung sind verschiedene Anordnungen zur Phasentastung bekannt, bei denen
entweder eine Phasenvoreilung oder eine Phasennacheilung der Trägerschwingung benutzt wird. Die
Schwingung wird hierzu im allgemeinen einem aus Wirkwiderständen und kapazitiven und bzw. oder
induktiven Blindwiderständen aufgebauten Netzwerk zugeführt. Die Phasentastung der an diesem Netzwerk
abgenommenen Schwingungen erreicht man entweder durch Widerstandsänderungen oder durch
Umschaltung auf verschiedene Widerstandswerte. Das Widerstandsnetzwerk kann beispielsweise an die
Sekundärwicklung eines Transformators mit Mittelanzapfung angeschlossen sein, und feste Phasenverschiebungen
können durch entsprechende Schaltkreise abgeleitet werden.
Ferner ist es bereits bei Frequenzmodulationsschaltungen bekannt, zur Frequenzänderung eines
Oszillators zusätzliche Blindwiderstände einem Schwingkreis kontaktlos zu- oder abzuschalten. Dies
erfolgt mit Hilfe von Dioden auf Grund ihres vorspannungsabhängigen Widerstandes.
Die Erfindung geht von einer bekannten Schaltung aus, bei der zwei in Reihe liegende, gleiche Widerstände
an eine Spannungsquelle, beispielsweise an die Sekundärwicklung eines Transformators, angeschlossen
sind. Den beiden Widerständen ist eine Reihenschaltung aus einem Kondensator und einem veränderbaren
Widerstand parallel geschaltet. Die Ausgangsspannung wird zwischen dem Verbindungspunkt der beiden gleichen Widerstände und dem
Verbindungspunkt zwischen dem Kondensator und dem veränderbaren Widerstand abgenommen. Diese
Anordnung liefert eine Ausgangsschwingung, die gegenüber der Eingangsschwingung um einen Phasenwinkel
verschoben ist, dessen Tangens dem Quotienten aus dem kapazitiven Widerstand und dem
veränderbaren ohmschen Widerstand proportional ist. Die Phasenverschiebung wird durch den veränderbaren
Widerstand eingestellt. An Stelle des Kondensators kann auch eine Spule in Reihe mit
dem veränderbaren Widerstand liegen. Während die erstgenannte Schaltung normalerweise eine Phasen-Verfahren
und Schaltungsanordnung zur
Phasentastung einer Schwingung fester Frequenz für die Nachrichtenübertragung
Phasentastung einer Schwingung fester Frequenz für die Nachrichtenübertragung
Anmelder:
Robertshaw Controls Company, Richmond, Va.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Reichel, Patentanwalt,
6000 Frankfurt, Parkstr. 13
Als Erfinder benannt:
Perry Hamlin Goodwin jun.,
Corona Del Mar, Calif. (V. St. A.)
Perry Hamlin Goodwin jun.,
Corona Del Mar, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 27. Mai 1963 (283 379)
voreilung bewirkt, erzeugt die zweitgenannte Schaltung eine Phasennacheilung, die je nach dem Wert
des veränderbaren Widerstandes einstellbar ist.
Die Phasen- und Widerstandsverhältnisse dieser bekannten Schaltungen sind beispielsweise in dem
Buch »Reference Data for Radio Engineers«, S. 120 bis 127, 1956, herausgegeben von der »International
Telephone and Telegraph Corporation«, sowie in dem Buch »Applied Electronics« von M. I. T. Staff,
»Technology Press«, S. 316 bis 319, angegeben.
Um bei der Nachrichtenübertragung mittels Phasentastung die Kapazität der Übertragungskanäle
voll auszunutzen, ist es notwendig, daß die Phasentastung bei konstanter Schwingungsamplitude und
fester Frequenz sehr schnell und in diskreten Schritten erfolgt, so daß ein möglichst großer Phasenbereich
überstrichen werden kann. So soll beispielsweise während einer vorbestimmten Zeitspanne eine
Phasenverschiebung von 120° und während einer anderen Zeitspanne eine Phasenverschiebung von
140° vorgenommen werden, oder es sollen Phasenverschiebungswinkel erzeugt werden, die ein Vielfaches
eines vorgegebenen Winkels darstellen, beispielsweise eine Phasenwinkelfolge von 72, 144, 216
809 599/179
und 288°. Ferner ist es erforderlich, durch Tastung Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung ereine
Phasenumkehr zu bewirken, beispielsweise von laubt es ferner, eine rasche Phasentastung in dis-—72
nach +72°. Eine weitere Forderung besteht kreten Schritten vorzunehmen, wobei die Phasendarin,
daß bei einer Phasenverschiebung von etwa verschiebung über einen weiten Phasenänderungs-180°
der Richtungssinn der Verschiebung erhalten 5 bereich dem Wert der als Steuerspannung dienenden
bleibt, also die Information, ob es sich um eine vor- Gleichspannung an der Gleichrichterbrücke proporeilende
oder nacheilende Phasenverschiebung han- tional ist. delt. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
Die bekannten Phasentastschaltungen, bei denen Erfindung dargestellt.
die Phasenverschiebung durch Veränderung eines i° F i g. 1 zeigt eine übliche Schaltung zur Phasen-Widerstandes
erzeugt wird, können den Anforderun- verschiebung mit einer Reihenanordnung aus Kongen
hinsichtlich einer raschen und genauen Phasen- densator und Widerstand mit dem zugehörigen
änderung in diskreten Schritten nicht genügen, da die Phasendiagramm;
Widerstandsänderung zu langsam erfolgt. Ferner ist F i g. 2 zeigt eine abgeänderte Schaltung mit einer
im allgemeinen das Ausmaß der Phasenverschiebung, 15 Reihenanordnung von Kondensator, Widerstand und
die sich ohne Amplitudenänderung der Ausgangs- Induktivität mit dem zugehörigen Phasendiagramm;
spannung erzielen läßt, zu gering. Erfolgt die Phasen- F i g. 3 zeigt eine typische Strom-Spannungs-Kenn-
umtastung durch Zu- oder Abschalten von Wider- linie einer Diode;
ständen, dann entstehen beim Schaltvorgang einer- Fig.4 zeigt eine Schaltung zur Phasenverschie-
seits störende Schaltimpulse und andererseits geht 20 bung nach der Erfindung;
der Richtungssinn der Phasenverschiebung verloren, F i g. 5 zeigt eine Abänderung der Schaltung der
da das Umschalten nicht kontinuierlich erfolgt. F i g. 4;
Weiterhin ist es nicht möglich, die Phasentastung ent- F i g. 6 zeigt in einem Diagramm die Linearität der
sprechend den Werten einer Steuerspannung durch- Phasenverschiebung der Schaltung nach Fig. 4
zuführen. Bei den bekannten Schaltungsanordnungen 25 oder 5 unter Verwendung einer Diodenbrücke mit
wird daher eine schnelle und genaue Phasentastung Kennlinien nach Fig. 3;
auf Kosten der Linearität und des Phasenbereichs F i g. 7 zeigt ein Tastsignal, das bei der Schaltung
oder auf Kosten einer Verformung der Schwingung nach F i g. 4 und 5 verwendet wird, und die Ändeim
Zeitpunkt der Phasentastung erreicht. rung der transformierten Impedanz für typische Tast-Diese
Nachteile werden bei dem erfindungs- 30 spannungen, die Phasenverschiebungen bis zu 180°
gemäßen Verfahren zur Phasentastung einer Schwin- ohne Mehrdeutigkeit bezüglich der Richtung der
gung fester Frequenz, bei der die veränderbare Im- Phasenverschiebung hervorrufen,
pedanz einer Phasenschieberbrücke mit Hilfe des Diese und andere Eigenschaften und Vorteile der
vorspannungsabhängigen Widerstandes von Dioden Erfindung werden unter Verwendung einer Brückeneiner
Gleichrichterbrückenschaltung verändert wird, 35 schaltung mit Halbleiterdioden erzielt, wobei eine
dadurch beseitigt, daß der spannungsabhängige äußere Tastspannung dem Sekundärkreis eines
Gleichrichterbrückenwiderstand induktiv in den Transformators zugeführt wird, dessen Primärkreis
Phasenschieberbrückenzweig eingekoppelt wird, daß den veränderlichen Widerstand in der Schaltung nach
eine auswählbare Vorspannung zur Veränderung F i g. 1 ersetzt. Eine solche Diodenbrückenschaltung
der veränderbaren Impedanz an die Gleichrichter- 40 ist wie ein Vollweggleichrichter aufgebaut, dem eine
brücke gelegt wird und daß die Änderungsgeschwin- Wechselspannung an zwei Diagonalpunkten zugedigkeit
der Impedanz durch eine Verzögerung des führt und eine Gleichspannung an den entgegenAnstiegs
und des Abfalls der induktiven Kopplung gesetzten Diagonalpunkten entnommen wird. Desgesteuert
wird. halb wird eine Gleichspannung geeigneter Polarität Eine Schaltungsanordnung zur Durchführung die- 45 diesen Klemmen zugeführt, um die Dioden leitend
ses Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß die zu machen. Wenn eine Taste betätigt wird, um eine
veränderbare Impedanz die Primärwicklung eines kleine äußere Spannung an die Brücke zu legen, dann
Transformators enthält, dessen Sekundärwicklung an sind die beiden an den Erregerklemmen liegenden
die Wechselstromklemmen der Gleichrichterbrücken- Zweige leitend und haben einen niedrigen Widerschaltung
angeschlossen ist, und daß an die Gleich- 50 stand. Wenn die volle Leitfähigkeit durch Anlegen
spannungsklemmen der Gleichrichterbrückenschal- einer genügend hohen Gleichspannung entsprechend
tang die getastete Gleichspannung gelegt ist, die Fig. 3 erzielt wird, ist die Sekundärwicklung des
sprungartig mehrere vorgegebene Spannungswerte Transformators praktisch kurzgeschlossen, so daß
annehmen kann. der effektive Widerstand der Primärwicklung auf Die Einkopplung des Gleichrichterbrückenwider- 55 einen Wert vermindert wird, der sich im Vergleich
Standes erfolgt dabei mit Hilfe eines Transformators, mit dem Widerstand des Kondensators C dem Wert
der nicht nur den Widerstand in seinem Sekundär- Null nähert. Für den Phasenwinkel gilt dabei die
kreis in den Phasenschieberbrückenzweig transfor- Beziehung miert, sondern auch in Abhängigkeit von der Tast- %c
spannung eine mehr oder weniger große Induktivität 60 Φ = arc tan ——.
in seinem Primärkreis bereitstellt, um beispielsweise x
eine zur Phasenverschiebung dienende Kondensatorreaktanz zu neutralisieren und damit auch eine Um- Die Gleichrichterbrückenschaltung nach Fig. 4
kehr des Phasenwinkels zu ermöglichen. Ferner fällt oder 5 hat beim Fehlen der Vorspannung einen sehr
der Transformatorinduktivität die Aufgabe zu, die 65 hohen Widerstand, so daß kein Strom in der Sekun-Impedanzänderung
zu verzögern, so daß ein Phasen- därwicklung des Transformators fließt und der detektor den Richtungssinn einer Phasenänderung Widerstand der Primärwicklung ebenfalls möglichst
angeben kann. hoch wird. Die Schaltung nach Fig. 5 arbeitet im
allgemeinen in der gleichen Weise. Beim Drücken der Taste wird eine Phasenverschiebung in der einen
Richtung erzeugt. Beim Freigeben der Taste wird die Phasenverschiebung rückgängig gemacht. Das Ausmaß
der Phasenverschiebung hängt von der Spannung ab, die beim Tasten der Brückendiagonale zugeführt
wird. Die Schaltung nach F i g. 5 erzeugt eine Phasenverschiebung, die einer anderen Formel gehorcht
als bei der Schaltung nach F i g. 4, jedoch dem gleichen allgemeinen Schema entspricht, so daß das
Verhalten der Schaltung in Abhängigkeit von der Tastspannung an der Brücke in den beiden Fällen
ziemlich ähnlich ist, wobei die letztere für einige Zwecke bevorzugt wird.
Die Wirkungsweise der Schaltung wird an Hand von F i g. 1 erläutert. Eine sinusförmige Eingangswechselspannung
Ef wird an der Stelle 10 mit einer Phasenlage E Φο einer Phasenschieberbrückenschaltung
aus zwei parallelgeschalteten Reihenzweigen zugeführt. Der eine Reihenzweig besteht aus einem
Kondensator C und einem Widerstand Rx und der
andere aus zwei Widerständen A1 und R2. Die in
ihrer Phase veränderbare Ausgangsspannung wird an der Phasenschieberbrückendiagonale abgenommen,
also am Verbindungspunkt zwischen Rx und C sowie
am Verbindungspunkt zwischen R1 und R2. Die
Phasenverschiebung der Ausgangsspannung E0 wird mit ΕΦί bezeichnet. Der Widerstand Rx ist veränderlich,
so daß auf diesem Weg Phasenverschiebungen begrenzten Ausmaßes erzeugt werden können. Die
Fig. Ib zeigt das zugehörige Phasendiagramm. In
dem Diagramm wird E1 durch einen Vektor dargestellt,
der vom Punkt A über B nach dem Punkt C gerichtet ist, während die Ausgangsspannung, die
zwischen dem Mittelpunkt der Widerstandsanordnung R1, R2 und dem Mittelpunkt des Reihenzweiges
C, Rx abgenommen wird, durch den Vektor vom Punktß zum Punkt P dargestellt ist. Da AC die
Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks ist, liegt P auf einem Halbkreis oberhalb des Vektors A C, wenn
Rx geändert wird. In ähnlicher Weise kann man Rx
konstant halten und C verändern, um einen Ort für die Punkte P zu erhalten, die ebenfalls auf einem
Halbkreis liegen, da der Vektor I2Rx immer rechtwinklig
zum Vektor C liegt, der vom Punkt P ausgeht. Der Winkel Φ ist daher der Außenwinkel des
Dreiecks ABP und ist doppelt so groß wie der Winkel PAB. Wenn die Reaktanz des Kondensators C
die Größe Xc hat und der veränderbare Widerstand
den Wert Rx aufweist, dann ist der Winkel
Φ — 2 arc tan ——.
Rx
Rx
Theoretisch wird hierdurch eine Phasenverschiebung des Vektors E0 zwischen 0 und 180° ermöglicht, in
der Praxis sind aber diese Werte nicht erreichbar.
Theoretisch ist es ferner möglich, eine Ausgangsspannung zu erzielen, deren Amplitude sich bei der
Phasenänderung nicht ändert. Dies ergibt sich aus dem Vektordiagramm der Fig. Ib, da der Vektor
BP (oder E0) immer gleich dem halben Wert des
Vektors A C ist. Es werden die praktischen Grenzen des Ausmaßes der Phasenverschiebung, die ohne
Verzerrung der Schwingung und ohne Einbuße der Beziehung zwischen E1 und E0 erhalten werden
können, ausgedehnt, so daß im Bedarfsfall eine Phasenverschiebung von praktisch 180° bei Tastung
der Brückenschaltung erzielt werden kann. Der Punkt P' stellt einen weiteren willkürlich gewählten
Vektor E0 dar, dessen Phasenwinkel Φ' beträgt, wobei
der Strom im Kondensator C gleich I2 ist.
Die Schaltung der F i g. 2 unterscheidet sich von der der Fig. 1 dadurch, daß eine InduktivitätXL in
Reihe mit dem Kondensator C und einem Widerstand R angeordnet ist, so daß sich eine Impedanz Z1
ergibt, die in Reihe mit dem Kondensator C liegt. Das Phasendiagramm der Fig. 2b sieht ähnlich aus
wie das der Fig. Ib mit der Abweichung, daß die Induktivität X1 die theoretische Arbeitsweise etwas
ändert, ohne jedoch das Endergebnis praktisch zu ändern. Die Phasenwinkel Φ' und Φ" entsprechen
den nacheilenden Strömen I2 und I2". In F i g. 4
und 5 ist die Induktivität XL der F i g. 2 durch die
Primärwicklung Tp des Transformators T1 ersetzt.
Der Reihenwiderstand R kann als Widerstandskörper entfallen, er ist jedoch dargestellt, da er nicht vollständig
eliminiert werden kann.
Außerdem wird eine charakteristische Eigenschaft einer Halbleiterdiode, vorzugsweise einer Siliciumdiode
ausgenutzt, deren Strom-Spannungs-Kennlinie 9 in F i g. 3 dargestellt ist. Diese Kennlinie kann in der
Phasenschieberschaltung dazu benutzt werden, eine Phasenverschiebung zu erzeugen, deren Größe sich
linear mit der Vorspannung an der Diodenschaltung ändert. In F i g 4 ist eine praktische Anwendung in
Verbindung mit einer Phasentastschaltung für Nachrichtenzwecke angegeben. Die Schwingung hat normalerweise
die Form einer Sinuswelle und wird in einem stabilen Schwingungserzeuger mit der Ausgangsphase
Φ gleich Null erzeugt. Bei dem vorliegenden System handelt es sich mehr um die Phasenänderung
gegenüber einer Bezugsschwingung als um die Phasenänderung gegenüber einem bestimmten
Zeitwert.
Die Spannung E Φο tritt also als Schwingung am
Generator 10 auf und wird den Klemmen 11 und 12 zugeführt, die mit den Klemmen 13 und 14 der
Phasenschieberschaltung verbunden sind. Die Widerstände R1 und R2 liegen in Reihe zwischen diesen
Klemmen, wobei der Verbindungspunkt als eine Ausgangsklemme für die phasenverschobene Schwingung
ΕΦ1 dient. Die zweite Ausgangsklemme ist mit dem
Punkt 16 verbunden, der zwischen dem Kondensator C und der Primärwicklung Tp des Transformators
T1 liegt. Aus theoretischen Gründen ist der Widerstand R dargestellt, der am Punkt 17 mit der
Primärwicklung des Transformators auf der Seite verbunden ist, die dem Punkt 16 gegenüberliegt, während
seine andere Seite mit dem Punkt 14 verbunden ist.
Die Sekundärwicklung Ts des Transformators T1
ist an der Stelle 18 mit einem Widerstand Rs verbunden,
der an der Stelle 19 an einen Vollweggleichrichter angeschlossen ist, dessen Dioden die Kennlinien
nach F i g. 3 aufweisen. Die gegenüberliegende Klemme 21 der Brückenschaltung ist an die andere
Seite der Sekundärwicklung Ts angeschlossen. Die
Dioden 22, 23, 24 und 25 sind in der dargestellten Weise verbunden, so daß jeder Zweig zwischen der
Klemme 19 und der Klemme 21 zwei entgegengesetzt gerichtete Dioden 22 und 24 bzw. 23 und 25 mit den
Verbindungspunkten 26,27 aufweist. Eine gleichgerichtete Ausgangsspannung würde an der Klemme
26 positiv sein, wenn die Brückenschaltung mit einem Wechselstrom gespeist würde.
Eine derart aufgebaute und geschaltete Brückenschaltung an der Sekundärwicklung Ts ist nichtleitend,
und zwar unabhängig vom Spannungswert an den Klemmen 19 und 21, solange dieser unterhalb
der Durchschlagspannung der Dioden liegt, wenn die Klemme 26 positiv gegenüber der Klemme 27 ist.
Aus der Kurve 9 der F i g. 3 ergibt sich, daß eine kleine Spannung an der Diode diese leitend macht,
wenn sie in der Vorwärtsrichtung angelegt wird. Eine Tastschaltung liefert eine kleine Spannung, welche
die Dioden der Brückenschaltung leitend macht. Da der Spannungsabfall an der Diode bei Vorspannung
in Vorwärtsrichtung klein ist, macht schon eine kleine positive Spannung zwischen den Klemmen 27
und 26 die Dioden 22 bis 25 leitend. Im leitenden Zustand haben die beiden Zweige gegenüber den
Klemmen 19 und 21 einen niedrigen Widerstand, während, falls keine äußere positive Spannung an
den Klemmen 26 und 27 liegt, der Widerstand zwischen den Klemmen 19 und 21 so groß ist, daß er
für die Zwecke der Erfindung als unendlich groß betrachtet werden kann.
Der F i g. 3 kann man entnehmen, daß sich der Widerstand einer Siliciumdiode über einen großen
Spannungsbereich praktisch linear ändert. Dies läßt sich durch eine gerade Linie veranschaulichen, welche
den Widerstand in Abhängigkeit von der Spannung darstellt, da die Beziehung zwischen/ und E annähernd
quadratisch oder parabolisch verläuft. Das Ergebnis der Beziehung ist in F i g. 6 gezeigt. Die
Diodenbrücke liegt an der Sekundärwicklung des Transformators T1. Durch Änderung der Vorspannung
EK wird ein Ausgangsphasenwinkel Φ1 erzeugt,
der sich praktisch linear mit der angelegten Spannung ändert, und zwar praktisch linear in einem Bereich
von 0,1 bis 0,6 V. Die Kurve enthält einen Abschitt 42, der linear ist, einen Abschnitt 43, der eine obere
Grenze im Sättigungsbereich der Dioden aufweist, und einen Abschnitt 41, der einen unteren nichtlinearen Knick enthält. Eine an die Brücke angelegte
Tastspannung kann daher in Beziehung mit dem Phasenwinkel Φχ gebracht werden, wobei sich eine
Kurvenschar für verschiedene Parameter der Phasenschaltung ergibt.
Verschieden große Kondensatoren ergeben dabei verschieden große Phasenverschiebungen. Dabei ist
ein Kondensator C1 angegeben, bei dem eine Tastspannung
von 0,6 V eine Phasenverschiebung von 120° ergibt, während bei einem zweiten Kondensator
C2 von größerem Wert die Phasenverschiebung 144° beträgt. Phasenverschiebungen kleineren Ausmaßes,
die genau linear mit der angelegten Spannung verlaufen, können bis zu Werten von 30° erzeugt werden.
Bei Nachrichtensystemen werden Phasenverschiebungen von weniger als 60° aus praktischen
Gründen meist nicht in Frage kommen, während Phasenverschiebungen bis zu 180° wünschenswert
sein können. Durch Abänderung der Schaltung kann man eine Phasenverschiebung von etwa 180° erhalten,
die bis zu 160° oder mehr linear verläuft. _
Um eine geeignete Tastspannung zur Vorspannung der Dioden zu erzeugen, sind zwei Anschlußklemmen
28 und 29 vorgesehen, die mit den Anschlußpunkten 26 und 27 der Brückenschaltung verbunden sind.
Eine Taste 31 verbindet einen Widerstand 32 und eine Batterie 33, wenn die Taste geschlossen wird.
Der Widerstand 32 kann Anzapf ungen 34, 35, 36 und in regelmäßigen Abständen aufweisen, die durch
einen Abgriff 39 eingeschaltet werden können, so daß den Klemmen 28 und 29 verschiedene Spannungswerte zuführbar sind. Die Spannung der Batterie 33
hat eine solche Größe, daß bei geschlossener Taste zwischen den Klemmen 19 und 21 der Widerstand
Null auftritt, während bei offener Taste der Widerstand sehr hoch ist. Wenn eine kleinere Phasenänderung
erwünscht ist, kann der Abgriff 39 mit einem der Punkte 35, 36 oder 37 verbunden werden. Die
verschiedenen Abgriflspunkte können so gewählt sein, daß sich Phasenverschiebungen ergeben, die auf
dem Kurvenstück 42 der F i g. 6 liegen und ganzzahlige Vielfache voneinander sind. Dies hat besondere
Bedeutung bei Nachrichtenübertragungssystemen, bei denen Phasenverschiebungen verschiedener
Größe erforderlich sind. So kann z.B. die Tastspannung am Punkt 35 eine Phasenverschiebung von
120° und die Spannung am Punkt 36 eine Phasenverschiebung von 60° hervorrufen. Es kann auch
wahlweise eine andere Spannung oder ein anderer Kondensator in Reihe mit der Primärwicklung
des Transformators verwendet werden, so daß sich eine Phasenverschiebung von 144° ergibt, wenn
ein anderer Abgriff zur Erzeugung der Tastspannung benutzt wird. Die Schaltung ist auch anwendbar,
wenn negative Phasenverschiebungen gefordert werden. Dazu wird Xc durch XL ersetzt. Die Phasenverschiebung
beträgt entweder + oder —180°, wenn kein Widerstand in Reihe mit der Kapazität der
F i g. 2 geschaltet ist. Die Auswahl zwischen positiven und negativen Werten der Phasenverschiebung
ist im allgemeinen willkürlich und kann durch Veränderung der Parameter der Phasenschaltung bestimmt
werden.
In F i g. 5 bildet der Widerstand A5 den einen
Zweig der Brückenschaltung, und ein Kondensator C liegt parallel zur Primärwicklung des Transformators
T1, wodurch die Beziehung zwischen der Tastspannung
und der resultierenden Phasenverschiebung etwas geändert wird. In einer solchen Schaltung verhalten
sich die Kapazität und die Induktivität sowie der Widerstand R5 in bekannter Weise und ähnlich
wie bei der Anordnung nach F i g. 1, bei der der Kondensator C in Reihe mit dem Widerstand Rx
liegt. In diesem Fall wird XL durch den von der Sekundärwicklung des Transformators T1 transformierten
Widerstand verändert, um die Reaktanz von C" je nach Bedarf mehr oder weniger zu neutralisieren.
In einer solchen Schaltung wird die transformierte Induktivität .X^ im Primärkreis des Transformators
T1 normalerweise kleiner als die Reaktanz XL von C" gehalten, damit die Richtung der Phasenverschiebung
nicht mehrdeutig wird. Zu diesem Zweck kann ein Widerstand R4 in Reihe mit der
Sekundärwicklung liegen, der jedoch vorzugsweise parallel dazu nach F i g. 5 angeordnet wird. Wenn
der Widerstand i?4 die Sekundärwicklung überbrückt,
kann die transformierte Impedanz nicht größer sein als ein Wert, der durch i?4 bestimmt ist, da dieser
Widerstand im Nebenschluß zum Widerstand der Diodenbrücke liegt. Bei einer praktischen Ausführung
hat i?4 die Größe von 30 Kiloohm und C eine
Kapazität von 0,022 Mikrofarad, während R5 einen
Wert von 10 Kiloohm hat. Diese Werte ergeben sich für eine Phasenschaltung mit einer Frequenz von
1025 Hz.
Eine Tastschaltung 49 ist an die Klemmen 28 und 29 angeschlossen und kann für die Schaltung nach
9 ίο
F i g. 4 oder 5 benutzt werden. Die getrennten Schal- danz sich nicht sofort auf die Primärwicklung des
tor K1, K2, Kz liegen je in Reihe mit einer Batterie Transformators auswirkt. Diese Eigenschaft der Erverschiedener
Spannung, um schematisch das Aus- findung besteht darin, daß der Betrag der Verzögemaß
der Phasenverschiebung anzudeuten, das durch rung im Anstieg der Kurve 47 an der Stelle 51 und
eine verschieden große Vorspannung der Dioden 5 im Abfall der Kurve beim öffnen des Schalters an
erzielt wird. der Stelle 52 eingestellt werden kann. Wenn eine
F i g. 7 zeigt das Ergebnis einer Tastung. Das Tast- neue Phasenlage der Ausgangsschwingung E Φ1 oder
signal 45 hat eine Spannung EK, die so lange züge- ΕΦ2 eingestellt wird, ergibt sich auch ein allmählicher
führt wird, wie die Taste gedrückt ist. In den übrigen Übergang entsprechend dem Abschnitt 51 der Kurve
Zeiträumen transformiert der Transformator den io 57. Wenn man auf die Ausgangsschwingung ΕΦ0
hohen Widerstandswert des Sekundärkreises, der dem beim öffnen des Schaltkreises zurückkehrt, ergibt
Widerstand Rx der F i g. 1 entspricht und so groß sich aus dem Abschnitt 52 der transformierten Impe-
gemacht wird, daß er die nichtgetastete Phase so nahe danzkurve, daß die Phase nicht sofort auf den ur-
wie möglich beim Wert£i»0 hält. Das Tastsignal 46 sprünglichen Wert zurückkehrt. Gemäß der Erfin-
in gestrichelten Linien entspricht einer Tastspannung 15 dung beträgt die Verzögerung einen vorbestimmten
2EK und erzeugt eine doppelt so große Phasen- Bruchteil des normalen Tastsignals, so daß ein Pha-
verschiebung bei der Betätigung des Schalters. Grö- sendetektor oder Demodulator auf den Richtungssinn
ßere Vorspannungen können verwendet werden, um ansprechen muß, selbst wenn die Phasenänderung
noch größere Phasenänderungen innerhalb der Gren- etwa 180° beträgt. Auf diese Weise kann zwischen
zen der Diodenströme hervorzurufen. 20 vor- und nacheilender Phase unterschieden werden.
Die Phase kann auch, wenn die Taste nicht ge- Der Bereich der Impedanzänderung zwischen dem
drückt ist, von E Φο abweichen, und es kann zur Er- offenen und dem geschlossenen Stromkreis, durch
zeugung einer Phasenverschiebung entgegengesetzter den die Diodenbrücke getastet wird, kann möglicher-Richtung
eine Umkehrschaltung verwendet werden, weise für die Phasenverschiebungsschaltung nicht
so daß man die verschiedenen Phasenverschiebungen, 25 ausreichen, jedoch kann diese Maßnahme beim Entdie
durch die Wahl der Tastspannungen gegeben sind, wurf der Schaltung berücksichtigt werden. Der Transin
beiden Richtungen erhalten kann. Eine solche formator T1 kann sowohl in der Primärwicklung als
Anordnung kann z. B. verwendet werden, wenn vier auch in der Sekundärwicklung eine hohe Impedanz
Phasenverschiebungen von + und —72° und + und haben, so daß mindestens ein Streufluß zwischen den
— 144° benötigt werden. Wahlweise können auch 30 Wicklungen vermieden wird und der Transformator
zwei oder mehr verschiedene Phasenverschiebungen sich einem Idealtransformator annähert. Bei offener
hervorgerufen werden, indem verschiedene Tast- Sekundärwicklung des Transformators ist die transspannungen
mit Bezug auf irgendeinen anderen Pha- formierte Impedanz für Rx der Primärwicklung sehr
senwinkel gegenüber einer Eingangsspannung ge- hoch und nähert sich dem Wert Unendlich. Bei kurzwählt
werden, die der Phasenverschiebung Null ent- 35 geschlossener Sekundärwicklung des Transformators
spricht. ist die transformierte Impedanz nahezu Null. Wenn
Eine besonders nützliche Eigenschaft der Erfin- man einen Wert der transformierten Impedanz zwidung
ist in F i g. 7 dargestellt. Sie kann bei einer An- sehen diesen Extremwerten zu erhalten wünscht,
Ordnung benutzt werden, bei der die Phasenänderang dann ist es notwendig, das Verhältnis der Impedanzen
etwa 180° beträgt. Die normalen Verfahren zur 40 beim Tasten des Sekundärkreises entsprechend einPhasenverschiebung
von Schwingungen für die Nach- zustellen. Dies liegt im Können des Fachmanns, der
richtenübermittlung ergeben keine Möglichkeit, daß weiß, daß die transformierte Impedanz sich etwa mit
ein Detektor zwischen einer Phasenverschiebung von dem Quadrat des Windungsverhältnisses ändert. Auf
0 und 180° unterscheidet, außer wenn eine Bezugs- diese Weise kann ein begrenzter Bereich veränderphase
am Empfänger vorliegt, mit der die empfan- 45 licher Impedanzwerte bei der Tastung des Sekundärgene
Schwingung verglichen wird. Dies liegt daran, kreises mit Hilfe unterschiedlicher Vorspannungen
daß nach der üblichen Theorie zwei Schwingungs- in Impedanzändemngen eines ganz anderen Bereichs
abschnitte einer Welle mit 180° Phasenverschiebung im Primärkreis transformiert werden, wie es der
identisch sind, so daß es nicht möglich ist, festzu- spezielle Fall verlangt.
stellen, ob eine Verschiebung auf einer Voreilung 50 Sowohl bei der Reihenschaltung nach F i g. 4 als
oder Nacheilung beruht. Gemäß der Erfindung kann auch bei der Parallelschaltung von Kapazität und
eine Phasenverschiebung von 180° hervorgerufen Induktivität nach F i g. 5 ist die Wirkung der Induk-
und der Richtungssinn dieser Phasenverschiebung tivität der Wirkung der Kapazität entgegengesetzt.
ohne Mehrdeutigkeit, wie sich aus F i g. 7 ergibt, Wenn in F i g. 1 der Kondensator durch eine Indukbestimmt
werden. Die Kurve 47 stellt das Ansprechen 55 tivität ersetzt wird, würde die resultierende Phasender
Primärwicklung des Transformators T1 auf eine verschiebung entgegengesetzt sein. Durch verschie-Impedanzänderung
der Diodenbrücke infolge eines dene Tastspannung an der Diodenbrücke kann eine Tastsignals 45 dar, während die Kurve 48 einem Tast- sehr hohe Impedanz, die in der Phasenschiebersignal
46 entspricht. schaltung als veränderliches Reaktanzelement auf-
Die Kurve hat einen Knick 51 und ergibt sich aus 60 tritt, auf einen sehr kleinen Reaktanzwert verändert
der Reaktanz im Sekundärkreis, die noch einen werden, der in Reihe mit den Widerstandselementen
Reihen-oder Parallelwiderstand zwischen dem Trans- oder dem kapazitiven Element liegt. Die Verminde-
formator und der Diodenbrücke enthalten kann. rung der Induktivität dient dazu, den Einfluß der in
Auch bei nicht vorhandenem Widerstand gestattet Reihe liegenden Kapazität zu erhöhen und dadurch
die hochinduktive Sekundärwicklung des Transfer- 65 die Phasenverschiebung zu vergrößern. Wenn der
mators T1 keinen plötzlichen Anstieg des Stromes, so Wert X1 in der Reihenschaltung den Wert von Xc
daß beim Öffnen oder Schließen des Vorspannungs- übersteigt, dann wird die Richtung der Phasenver-
kreises der Diodenbrücke eine Änderung der Impe- Schiebung umgedreht. Wenn man die Formeln für
die Reaktanz bei einer Parallelschaltung von C und L betrachtet, findet man die gleiche Beziehung
zwischen Xc und XL. Vorzugsweise ist Xc größer als
der maximale Wert von XL, um eine unbeabsichtigte
Phasenumkehr zu vermeiden. In F i g. 5 verhindert der Widerstand i?4, daß die transformierte Induktivität
einen Wert überschreitet, bei dem diese Phasenumkehr eintreten kann. In F i g. 4 liegt der Widerstand
R3 in Reihe mit der Diodenbrücke, um zu verhindern,
daß der minimale Wert der Impedanz des Sekundärkreises zu niedrig ist. Der Widerstand dient
daher als Hilfsmittel, um die maximale Phasenverschiebung beim Öffnen oder Schließen der Taste zu
erzielen. In den Schaltungen nach F i g. 4 und 5 können entweder die Widerstände R3 oder U4 oder
beide verwendet werden.
Die Werte von XL und Xc können vertauscht werden,
um absichtlich eine Phasenumkehr bei einer Tastung zu erhalten. Ferner können die Transformationsverhältnisse
so gewählt werden, daß verschiedene Werte der Tastspannung die Impedanz in dem Sekundärkreis des Transformators verändern, so daß
XL in der Phasenschieberschaltung von einem Wert,
der größer als Xc ist, auf einen kleineren Wert veränderbar
ist, und umgekehrt. Je nach Bedarf können verschiedene Einstellungen und Abänderungen vorgenommen
werden, so daß die Erfindung nicht an die dargestellten Beispiele gebunden ist. Wenn auch bestimmte
Frequenzwerte für die getastete Schwingung angegeben sind, sollen diese nur als Beispiel dienen.
Die Schaltung läßt sich auch für andere Frequenzen ausführen.
Claims (12)
1. Verfahren zur Phasentastung einer Schwingung fester Frequenz für die Nachrichtenübertragung,
bei dem eine Phasenschieberbrücke einen Brückenzweig mit festen Impedanzen und einen
weiteren Brückenzweig mit mindestens einer festen Impedanz und mit mindestens einer veränderbaren
Impedanz aufweist, die mit Hilfe des vorspannungsabhängigen Widerstandes von Dioden
einer Gleichrichterbrückenschaltung verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der spannungsabhängige Gleichrichterbrükkenwiderstand
induktiv (T1) in den Phasenschieberbrückenzweig eingekoppelt wird, daß eine
auswählbare Vorspannung (49) zur Veränderung der veränderbaren Impedanz an die Gleichrichterbrücke
(19 bis 27) gelegt wird und daß die Änderungsgeschwindigkeit der Impedanz durch eine
Verzögerung des Anstiegs und des Abfalls der induktiven Kopplung gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine getastete Spannung (31;
K1, K2, K3) als Vorspannung der Gleichrichterbrückenschaltung
(19 bis 27) zugeführt wird, die bei fehlender Vorspannung nichtleitend ist und in Abhängigkeit von der getasteten Spannung in
veränderlichem Maße leitend wird, und daß durch die sprungartige Leitfähigkeitsänderung der
Gleichrichterbrückenschaltung und Impedanzänderung im Phasenschieberbrückenzweig ein
Phasenverschiebungsschritt hervorgerufen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannungsänderungen
derart gewählt werden, daß die Impedanzänderungen mehrere gleich große Phasenverschiebungsschritte
ergeben, die den ausgewählten Vorspannungsänderungen entsprechen.
4. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die veränderbare Impedanz die Primärwicklung
(Tp) eines Transformators (T1) enthält, dessen
Sekundärwicklung (Ts) an die Wechselstromklemmen
(19, 21) der Gleichrichterbrückenschaltung (19 bis 27) angeschlossen ist, und daß an
die Gleichspannungsklemmen (26, 27) der Gleichrichterbrückenschaltung (19 bis 27) die getastete
Gleichspannung (49) gelegt ist, die sprungartig mehrere vorgegebene Spannungswerte annehmen
kann.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichterbrückenschaltung
vier Festkörperdioden (22 bis 25) aufweist, wobei die Anoden von zwei Dioden (23, 25) bei der Tastung mit dem positiven Pol
(29) der Gleichspannungsquelle (49) und die Katoden der beiden anderen Dioden (22, 24) mit
dem negativen Pol der Gleichspannungsquelle verbunden sind und wobei die Sekundärwicklung
(rs) des Transformators (T1) einerseits mit dem
Verbindungspunkt der ersten und dritten Diode (22,23) und andererseits mit dem Verbindungspunkt der zweiten und vierten Diode (24,25)
verbunden ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kondensator
(C) als Blindwiderstand der festen Impedanz im Brückenzweig mit der veränderbaren
Impedanz vorgesehen ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die feste
Impedanz im Brückenzweig mit der veränderbaren Impedanz hauptsächlich einen ohmschen
Widerstand (R5) aufweist, während die veränderbare
Impedanz aus der Primärwicklung des Transformators (T1) besteht, zu der ein Kondensator
(C) parallel geschaltet ist.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, da-. durch gekennzeichnet, daß die Reaktanz des
Kondensators (C) größer ist als die Reaktanz der Primärwicklung des Transformators (T1), wenn
ein Vorspannungswert der Gleichrichterbrücke (22 bis 25) zugeführt wird, und kleiner als die
Reaktanz der Primärwicklung ist, wenn ein anderer Vorspannungswert an der Gleichrichterbrücke
(22 bis 25) liegt.
9. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß Widerstände (R3, i?4, 32) die Impedanzänderung
im Sekundärkreis des Transformators (T1) für die getasteten und ungetasteten
Werte der Gleichspannung (49) begrenzen.
10. Schaltungsanordnung zur Phasentastung einer Schwingung für Nachrichtenzwecke um
praktisch 180° nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
im Sekundärkreis des Transformators (T1) Impedanzen
(Ts, R3, R4) das Ansprechen des Sekundärkreises
auf die Tastung verzögern, so daß die Impedanzänderung auch in der Primärwicklung
des Transformators (T1) bei der Tastung verzögert
auftritt.
11. Schaltung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Impedanz eines ohmschen
Widerstandes (R3) in Reihe mit der Sekundärwicklung (T3) und dem Wechselspannungskreis
(19, 21) der Gleichrichterbrücke aufweist.
12. Schaltung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Impedanz parallel zur
Sekundärwicklung (Ts) und zu den Anschluß-
punkten (19,21) der Gleichrichterbrücke einen Widerstand (2?4) aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1001346;
schwedische Patentschrift Nr. 125293; »Rohde & Schwarz-Mitteilungen«, H. 6, 1955,
S. 404.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US28337963A | 1963-05-27 | 1963-05-27 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1276754B true DE1276754B (de) | 1968-09-05 |
Family
ID=23085768
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1964R0037951 Pending DE1276754B (de) | 1963-05-27 | 1964-05-23 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Phasentastung einer Schwingung fester Frequenzfuer die Nachrichtenuebertragung |
Country Status (3)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1276754B (de) |
FR (1) | FR1400677A (de) |
GB (1) | GB1058293A (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE4015853A1 (de) * | 1990-05-17 | 1991-11-21 | Ako Werke Gmbh & Co | Eingangsschaltung eines mikrorechners |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1001346B (de) * | 1955-03-11 | 1957-01-24 | Siemens Ag | Anordnung zur Erzeugung elektrischer Schwingungen bestimmter Frequenz unter Verwendung eines rueckgekoppelten Transistors |
-
1964
- 1964-05-15 GB GB2044164A patent/GB1058293A/en not_active Expired
- 1964-05-23 DE DE1964R0037951 patent/DE1276754B/de active Pending
- 1964-05-26 FR FR975820A patent/FR1400677A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1001346B (de) * | 1955-03-11 | 1957-01-24 | Siemens Ag | Anordnung zur Erzeugung elektrischer Schwingungen bestimmter Frequenz unter Verwendung eines rueckgekoppelten Transistors |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE4015853A1 (de) * | 1990-05-17 | 1991-11-21 | Ako Werke Gmbh & Co | Eingangsschaltung eines mikrorechners |
DE4015853C2 (de) * | 1990-05-17 | 1999-04-01 | Ako Werke Gmbh & Co | Eingangsschaltung eines Mikrorechners |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR1400677A (fr) | 1965-05-28 |
GB1058293A (en) | 1967-02-08 |
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