-
Zahlengeber zur Erzeugung von Prüfimpulsreihen mit definierter Freiwahlpause
für Fernsprechvermittlungsanlagen mit einem Binärzähler aus Flip-Flop-Schaltungen
Die Erfindung betrifft einen Zahlengeber zur Erzeugung von Prüfimpulsreihen mit
definierter anschließender Freiwahlzeit für Fernsprechvermittlungsanlagen. Die Prüfimpulsreihen
werden benötigt, um Geräte, die Impulsreihen aufnehmen und verarbeiten, also z.
B. Wähler und Register, auf eine ordnungsgemäße Funktion zu überprüfen. Dazu muß
sichergestellt werden, daß nicht die zulässige Toleranz überschreitende Abweichungen
der ausgesandten Prüfimpulsreihen einen Fehler im aufnehmenden Gerät vortäuschen.
-
Aus der USA.-Patentschrift 3 060 270 ist ein Zahlengeber bekannt,
bei dem ein Binärfehler aus Flip-Flop-Schaltungen durch einen Tastendruck über eine
Diodenmatrix in die zur gewünschten Impulszahl komplementäre Zählstellung gebracht
wird und bei dem das Erreichen einer einheitlichen Lage der Flip-Flop-Schaltungen
als Schaltkriterium für die erfolgte Aussendung der gewünschten Impulszahl benutzt
wird. Bei diesem Zahlengeber sind mehrere solche Binärzähler und ein Folgeschalter
angeordnet, um die Ziffern mehrerer nacheinander auszusendender Impulsreihen nacheinander
ein- und ausspeichern zu können. Unabhängig hiervon ist zu jedem Binärzähler ein
zweites Register vorhanden, in das die ausgesandte Ziffer nach der Aussendung erneut
eingespeichert wird. Schließlich sind ein Impulsgenerator und ein weiterer Zähler
angeordnet, die die jeweils auszusendende Impulsreihe zur Aussendung bringen.
-
Es ist Aufgabe der Erfindung, den zusätzlichen Aufwand mehrerer Binärzähler
und eines Folgeschalters für mehrere nacheinander auszusendende Impulsreihen einzusparen.
Dabei tritt das Problem auf, daß beim zweiten oder weiteren Tastendruck die gerade
zur Aussendung gelangende Impulsreihe nicht unterbrochen werden darf, wodurch nämlich
sonst ein Fehler im aufnehmenden Gerät vorgetäuscht würde.
-
Der Zahlengeber nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß
ein die Zählimpulse liefernder astabiler Multivibrator nach Beginn der Einstellung
des Binärzählers in die zur gewünschten Impulszahl komplementäre Zählstellung über
ein Verzögerungsglied und einen Speicher noch eine durch das Verzögerungsglied bestimmte
Zeitlang gesperrt wird, daß der Speicherausgang über eine Diode mit dem Eingang
des Verzögerungsgliedes verbunden ist und daß nach Aussendung der gewünschten Impulsreihe
durch ein Relais der Speicher noch über eine monostabile Kippstufe mit einer Standzeit
von der Dauer der Freiwahlzeit in der Lage gehalten wird, in der er den die Zählimpulse
liefernden astabilen Multivibrator sperrt.
-
Die Verzögerungszeit ist so bemessen, daß mit dem Zählvorgang nicht
durch prellende Markierkontakte bei einer fehlerhaften Voreinstellung der Flip-Flop-Schaltungen
des Binärzählers begonnen wird. Außerdem wird erreicht, daß die beim Abschalten
von Relais auftretenden Fremdspannungen nicht zum Start des Zahlengebers führen
können. Durch die Rückkopplung vom Speicherausgang über eine Diode zum Eingang des
Verzögerungsgliedes wird erreicht, daß nach Beginn der Aussendung einer Impulsreihe
diese auch sicher vollständig ausgesendet wird.
-
Im folgenden soll die Funktion eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Zahlengebers in Zusammenhang mit der Zeichnung erläutert werden, in der ein Blockschaltbild
des Zahlengebers dargestellt ist.
-
Kernstück des Zahlengebers ist ein Binärzähler BZ aus vier Flip-Flop-Schaltungen
FF1 bis FF4, dessen Aufabu und Wirkungsweise bekannt ist und hier nicht erläutert
zu werden braucht. Nach Einschalten der Stromversorgung ist der Inverter J6 leitend;
dadurch wird Erdpotential über Dioden auf Rückstelleingänge der Flip-Flop-Schaltungen
FF 1 bis FF 4 und auf den einen Rückstelleingang des Speichers Sp gegeben. Der Binärzähler
BZ und der Speicher Sp werden hierdurch in einer definierten Grundstellung
festgehalten. Der astabile Multivibrator M wird durch einen Kontakt r
1 des Relais R 1 in dem Schaltzustand festgehalten, der der Pausenzeit
entspricht. Der Inverter J7 ist im Ausgangszustand ebenfalls leitend und
legt an die einen Eingänge der UND-Schaltungen U1 bis U4 Erdpotential, wodurch eine
der UND-Bedingungen stets bei allen vier UND-Schaltungen U1 bis U4 erfüllt ist.
Wird
nun z. B. der Schalter S2 geschlossen, um eine Impulsreihe mit zwei Impulsen zu
erzeugen, so wird über die mit Dioden angekoppelten Ausgänge der Diodenmatrix
DM Erdpotential auf zweite Eingänge der betroffenen UND-Schaltungen, im Beispiel
als UND-Schaltungen U1, U3 und U4, gegeben. Damit sind bei diesen UND-Schaltungen
beide UND-Bedingungen erfüllt, über InverterJl bis J4 gelangt von den betroffenen
UND-Schaltungen Erdpotential zu den Flip-Flop-Schaltungen FF 1 bis FF 4. Die Flip-Flop-Schaltungen
werden dadurch so voreingestellt, daß die zu sendende Impulszahl den Zähler auffüllt,
also daß bei allen Flip-Flop-Schaltungen nach der Aussendung der gewünschten Impulszahl
der Ausgang des mit 1 bezeichneten Teiles markiert ist.
-
Beim Schließen eines der Schalter S1 bis S12 wird außerdem über die
ODER-Schaltung O 1 der Inverter J5 leitend geschaltet und somit Erdpotential
an den Eingang des Verzögerungsgliedes V gelegt. Gleichzeitig wird der 1nverter
J6 gesperrt und dadurch das Erdpotential von den Rückstelleingängen der Flip-Flop-Schaltungen
FF 1 bis FF 4 und des Speichers Sp weggenommen. Nach Ablauf der Verzögerungszeit
des Verzögerungsgliedes V gelangt vom Ausgang des Verzögerungsgliedes V Erdpotential
auf den einen Einang der UND-Schaltung U5 und zum Inverter J7. Der Inverter
J7 und damit auch die UND-Schaltungen U1 bis U4 werden gesperrt. Die Verzögerungszeit
wird so lang gewählt, daß prellende Markierkontakte nicht zu einer fehlerhaften
Voreinstellung der Flip-Flop-Schaltungen FF1 bis FF4 führen. Vom Ausgang der monostabilen
Kippstufe MK gelangt an den anderen Eingang der UND-Schaltung U5 Erdpotential, damit
ist die UND-Bedingung erfüllt, und über den Inverter J9 erhält der Speicher Sp Erdpotential.
An dessen Ausgang spricht das Relais R 1 an und gibt über den Kontakt r 1 den astabilen
Multivibrator M frei. über die Diode D gelangt das Erdpotential vom Ausgang
des Speichers Sp zum Eingang des Verzögerungsgliedes V. Dadurch wird erreicht, daß
nach Beginn der Aussendung einer Impulsreihe das Erdpotential am Eingang des Verzögerungsgliedes
V so lange erhalten bleibt, bis der Speicher Sp vom Ausgang der UND-Schaltung U6
her gesperrt wird, also bis die vollständige Impulsreihe ausgesendet ist.
-
Wenn der astabile Multivibrator M am Ausgang einen Impuls abgibt,
dann wird über den Inverter J10 der Inverter J11 leitend geschaltet. über nicht
dargestellte Kontakte des Relais R 2 werden die auszusendenden Impulse mit dem durch
den astabilen Multivibrator M festgelegten Impuls-Pausen-Verhältnis abgegeben. Die
Rückflanken der Impulse werden vom Ausgang des Inverters J 10 dem Binärzähler
BZ
zugeführt. Nach Aussendung der gewünschten Impulsanzahl ist bei allen Flip-Flop-Schaltungen
FF1 bis FF4 der Ausgang des mit 1 bezeichneten Teiles markiert, damit ist die UND-Bedingung
der UND-Schaltung U6 erfüllt. Vom Ausgang der UND-Schaltung U6 wird Erdpotential
an einen Rückstelleingang des Speichers Sp angelegt, dadurch fällt das Relais R
1 am Ausgang des Speichers Sp ab, der Multivibrator M wird in der Pausenzeit über
den Kontakt r 1
festgehalten.
-
Von der UND-Schaltung U6 wird über den Inverter J8 negatives Potential
an den Ausgang E und zur monostabilen Kippstufe MK gegeben. Am Ausgang E kann ein
Anzeigekreis angeschlossen sein, der durch Aufleuchten einer Lampe das Signal »Ziffer
gesendet« abgibt. über die monostabile Kippstufe MK gelangt das negative Potential
zur UND-Schaltung U5.
Erst nach Rückkehr der monostabilen Kippstufe MK in
ihre stabile Lage, nach Ablauf der auf diese Weise abgemessenen Freiwahlzeit, gelangt
wieder Erdpotential von der monostabilen Kippstufe MK zur UND-Schaltung
U5. Damit wird erreicht, daß nach Aussendung einer Impulsreihe auch bei unmittelbar
anschließender Betätigung einer der SchalterSl bis S12 eine Pause von der Länge
der Freiwahlzeit eingehalten wird.