<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung für Eisenbahnsignalanlagen zur Übertragung von Meldungen im Zeitmultiplexverfahren
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Signalen entsprechen ; in jeder Gruppe ist für das zweite System eine durch die von der Zentrale gesendeten Taktimpulse steuerbare Vergleichsschaltung mit einem Ausgang zum Weitergeben je eines Fortschaltimpulses an einen als Zählkette ausgebildeten schrittweise fortschaltbaren Taktverteiler vorgesehen ;
durch die ersten Schritte des Taktverteilers ist ausgangsseitig über feste Schaltverbindungen die Aussendung von der Gruppe zugeordneten Kennungssignalen, durch die folgenden Schritte über vom Meldungsspeicher einstellbare Verbindungen die Aussendung der Meldungssignale und durch dessen letzte Schritte wieder über eine feste Verdrahtung die Aussendung eines Schlusszeichens auslösbar, das in der Zentrale zur Ausgabe der übertragenen Meldungen dient ; durch die Vergleichsschaltung, die entsprechend jedem von der Gruppe übertragenen Kennungs- bzw. Meldungssignal einstellbar ist, ist bei fehlerhafter Rückübertragung des betreffenden Signals durch Abschaltung des Ausgangs für die Fortschaltimpulse des Taktverteilers eine Unterbrechung des Abfragezyklus und damit ein Alarmzustand auslösbar.
Die zwangsläufige Abhängigkeit der Übertragung weiterer Meldungssignale vom Vergleich der von einer Gruppe bereits übertragenen mit den von der Zentrale wieder rückübertragenen Meldungen ergibt in vorteilhafter Weise nicht nur eine Sicherheit gegen Leitungsstörungen, sondern auch gegen Fehler, die durch Apparatestörungen der Einrichtungen selbst entstehen können. Ein weiterer Vorteil der Einrichtung nach der Erfindung besteht in der Mehrfachausnutzung der in der Zentrale für die Meldungsabfrage vorgesehenen Einrichtungen, die für eine Vielzahl von Gruppen nur einmal in der Zentrale vorzusehen sind.
Es kann ferner zweckmässig sein, die Rückübertragung der Signale von der Zentrale nach der abgefragten Gruppe um eine bestimmte Zahl von Taktschritten zu verzögern und die Rücksendung beispielsweise erst nach der Auswertung eines Kennungscodes der abgefragten Gruppe zu beginnen. Dies bringt den Vorteil, dass nicht nur die Übertragung der Meldung, sondern auch die Funktion wesentlicher und wichtiger Apparateteile überprüftund überwacht wird.
Diese zeitliche Verschiebung zwischen Meldungs- übertragung und Rückübertragung der Meldung wird in Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht, dass an dem in jeder Gruppe vorhandenen Taktverteiler die festen Schaltverbindungen für die Kennungssignale und die einstellbaren Schaltverbindungen für die veränderlichen Meldungssignale zweimal vorgesehen sind, einmal für die Steuerung des Signalsenders und einmal zur Voreinstellung der Vergleichsschaltung, wobei die einander entsprechenden Schaltverbindungen um die dem Abstand zwischen Signalübertragung zur Zentrale und Rückübertragung von der Zentrale entsprechende Anzahl von Taktimpulsen, die min-
EMI2.1
auf das mit dem nächsten Taktimpuls zu erwartende von der Zentrale rückübertragene Signal eingestellt,
wobei nur bei Übereinstimmung der Voreinstellung der Vergleichsschaltung mit dem rückübertragenen
Signal eine Fortschaltung des Taktverteilers erfolgt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann in der Zentrale eine vorzugsweise aus Erregerwicklun- gen von Relais gebildete Schaltmatrix vorgesehen sein, deren Zeilen den einzelnen Gruppen zugeordnet und über eine Decodierschaltung durch den jeweils von einer Gruppe gesendeten Kennungscode ansteuer- bar sind. Die Spalten dieser Matrix sind dann über einen die übertragenen Meldungen aufnehmenden
Speicher ansteuerbar, so dass nach einer Meldungsübertragung jede Zeile das Meldungsbild der ihr zugeordneten Gruppe enthält. Durch diese Matrixanordnung der der Meldungsausgabe dienenden Relais wird der Speicheraufwand in der Zentrale in vorteilhafter Weise sehr gering gehalten, so dass trotz des Auf- wandes von zwei getrennten Zeitmultiplexsystemen der Gesamtaufwand für die Einrichtungen nach der
Erfindung im Vergleich zu bekannten Einrichtungen gering ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung der in den Zeichi nungen dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigen Fig. 1 das vereinfachte Blockschaltbild der Zen- trale, Fig. 2 das vereinfachte Blockschaltbild einer Station, Fig. 3 das Impulsdiagramm eines Übertra- gungszyklus und Fig. 4 das vereinfachte Blockschaltbild einer Vergleichsschaltung einer Station.
Die Unterteilung der Einrichtung in zwei getrennte Zeitmultiplexsysteme ist in den Fig. 1 und 2 durch die Trennungslinie t verdeutlicht. Oberhalb dieser Trennungslinie sind die der Stationsbzw. Gruppenansteuerung dienenden Baugruppen dargestellt. Daher ist dieser Teil der Einrichtung im folgenden als Gruppenstufe bezeichnet. Die unterhalb der Trennungslinie t dargestellten Baugruppen dienen im wesentlichen der Meldungsübertragung und gehören somit zur Meldungsstufe. Die Gruppen- stufe hat die Aufgabe, nach dem Zeitmultiplexverfahren sämtliche Stationen ständig nach Änderungen des Meldungszustandes abzufragen.
Haben sich in einer Station, deren Einrichtungen auszugsweise in i Fig. 2 in vereinfachter Form wiedergegeben sind, keine Änderungen ergeben, so sendet diese einen be- stimmten Impuls zur Zentrale der Fig. 1 zurück und der Abfragevorgang in der Gruppenstufe wird fort-
<Desc/Clms Page number 3>
gesetzt. Da die Fortschalteimpulse in der Gruppenstufe aktive Zeichen sind, bietet das Verfahren den Vorteil der ständigen Überwachung aller Stationen.
Bei einer Änderung des Meldezustandes unterbricht die Gruppenstufe ihre Abfrage und schaltet die betreffende Station zur Übertragung ihres Meldezustandes ein. Dieser Vorgang wickelt sich über die verschiedenen Übertragungskanäle Kl - K5 ab, so dass durch eine sichere Trennung beider Stufen die Möglichkeit von Verwechslungen bei Störungen ausgeschlossen wird.
Die Wirkungsweise der Einrichtung sei nun im folgenden an Hand eines in Fig. 3 wiedergegebenen
EMI3.1
zu erkennen. Über den Kanal Kl werden nur die Steuersignale der Gruppenstufe nach den Stationen übertragen. Die Kanäle K2 und K3 dienen der Übertragung von Steuersignalen während der Abfrage der in einer Station gemäss Fig. 2 zusammengefassten Meldungsgeber. Über die Kanäle K4 und K5 werden die Meldungen von den einzelnen Stationen bzw. Gruppen zur Zentrale übertragen.
Für die Betriebsweise auf den Kanalpaaren K2 und K3 sowie K4 und K5 gelten dabei folgende Bedingungen. Im Ruhezustand sind jeweils beide Kanäle stromlos, bei der Signalübertragung führt einer von beiden Kanälen Strom und bei einem Leerschritt sind jeweils beide Kanäle mit Strom beaufschlagt.
Den Steuertakt zur Ansteuerung der einzelnen Stationen liefert der Taktgeber Tgl der Fig. l.
Über die Leitung 1 ist die Torschaltung Tol während dieser zyklischen Ansteuerung der einzelnen Stationen geöffnet, so dass die Taktimpulse des Taktgebers Tgl über die Leitung 2 und den Sender Sl beispielsweise als tonfrequentes Signal auf den Kanal Kl gegeben werden. An diesen Kanal Kl sind die Empfänger El der einzelnen Stationen, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, angeschlossen. Diese Gruppenimpulse, die in Fig. 3 mit gl, g2 und g3 bezeichnet sind, schalten in allen angeschlossenen Stationen einen in der Gruppenstufe vorhandenen Gruppenzähler St3 weiter. Diese Fortschaltung dieser Gruppenzähler erfolgt in allen Stationen synchron.
Die Gruppenzähler St3 sind als Zählketten ausgebildet, wobei für jeden Zählschritt ein besonderer Ausgang vorgesehen ist. Jeder dieser Zählerausgänge ist einer bestimmten Station zugeordnet und innerhalb dieser Station über eine Markierleitung 4 mit einer Steuerschaltung St2 verbunden. Diese Steuerschaltung ist mit bekannten Mitteln so aufgebaut, dass sie den über die Markierleitung 4 eintreffenden Taktimpuls immer dann auf der Leitung 6 zum Sender S3 weitergibt, wenn sich der Zustand des Meldungsspeichers St6 seit der letzten Abfrage nicht geändert hat.
Der Sender S3 der Meldungsstufe der Station der Fig. 2 ergibt den Taktimpuls gl als Antwortimpuls gl* über den Ka- nal K4 zum Empfänger E3 der Fig. l zurück, wo er über Leitung 3 die Aussendung des nächsten Gruppenimpulses g2 in der Abfragesteuerung St1 freigibt.
Im Ausführungsbeispiel der Zeichnungen ist angenommen, dass eine Einrichtung aus drei Stationen besteht, und bei dem in Fig. 3 dargestellten Abfragezyklus in der zweiten, also mit dem Gruppenimpuls g2 angesteuerten Station eine Änderung des Meldungsbildes vorliegt. Das Vorliegen der Mel- dungsänderung wird dabei durch ein über die Leitung 5 der Fig. 2 vom Meldungsspeicher St6 an die Steuerschaltung St2 gegebenes Signal gemeldet und dort eingespeichert. Dies hat zur Folge, dass beim Eintreffen des Gruppenimpulses g2 über Kanal Kl die Aussendung des gestrichelt gezeichneten Antwortimpulses g2, unterbleibt.
Ausserdem wird in diesem Zustand über die Leitung 7 der Empfänger E2 eingeschaltet, der Sender S3 zur Aussendung von Meldungen vorbereitet und der Meldungsspeicher St6 gegen neue über die Leitungen 8 und 9 einlaufende Meldungsänderungen gesperrt. Durch diese Sperrung wird sichergestellt, dass Änderungen des Meldungsbildes, die während eines Abfragevorganges eintreten, bis zum nächsten Abfragezyklus erhalten bleiben und mit diesem dann erfasst werden.
Durch die Unterdrückung des Antwortimpulses g2, wird in der Zentrale in Fig. 1 über Leitung 1 das Tor Tol gesperrt und über die Leitung 10 die Meldungsstufe unterhalb der Trennungslinie t eingeschaltet. Es wird dabei über die Leitung 10 das Tor To2 geöffnet, so dass die Taktimpulse des Taktgebers Tg2 der Meldungsstufe der Zentrale auf den Steuereingang 11 des taktgesteuerten Parallel-Serien-Umsetzers Ul gegeben werden. Dabei ist unter Parallel-Serien-Umsetzer eine Einrichtung zu verstehen, die in der Lage ist, gleichzeitig eingespeicherte Signale zu einem wählbaren Zeitpunkt nacheinander abzusetzen. Beim Anlaufen der Meldungsstufe der Zentrale gibt der ParallelSerien-Umsetzer U1 die vom Taktgeber Tg2 gelieferten Impulse zunächst als Leertakte über den Sender S2 auf das Kanalpaar K2, K3.
Wie bereits erwähnt, werden Leertakte durch Strom auf beiden Leitungen dargestellt, so dass sich in Fig. 3 bei drei ausgesendeten Leerschritten das Diagramm mit den Impulspaaren hlundhl', h2undh2'sowieh3undh3' ergibt. Diese Leertakte werden in der Station der Fig. 2 mit dem Empfänger E2 empfangen und über die Vergleichsschaltung St5 zum
<Desc/Clms Page number 4>
Taktverteiler St4, der als Zählkette ausgebildet ist, weitergegeben. Auf den Aufbau und die Funktionsweise der Vergleichsschaltung St5 soll bei der Beschreibung der Fig. 4 näher eingegangen werden.
Während der ersten beiden Schritte des Taktverteilers St4 wird über die Leitung 14 und 15 die Aussendung des der Station zugeordneten Kennungscodes, der in Fig. 3 mit den Impulsen cl und c2 auf Kanal K4 und K5 wiedergegeben ist, veranlasst. Dieser in Fig. 1 mit dem Empfänger E3 empfangene Kennungscode wird über den Serien-Parallel-Umsetzer U2, der gleichzeitig als Meldungsspeicher der Zentrale wirkt und über die Leitung 33 schrittweise synchron mit den einlaufenden Meldungsschritten fortschaltbar ist, in den Decodierer C2 eingegeben. Dabei ist unter Serien-ParallelUmsetzer eine Einrichtung zu verstehen, die nacheinander einlaufende Signale speichert und zu einem wählbaren Zeitpunkt gleichzeitig ausgibt.
Nach dem Empfang des Kennungscodes ist dann über den Decodierer C2 eine der Leitungen 41 - 43 eingeschaltet, wodurch einerseits eine der Torschaltungen To3 - To5 vorbereitet ist.
Anderseits wird der Kennungscode, über den Codierer Cl wieder in sein ursprüngliches Signalbild zurückübersetzt, dem Parallel-Serien-Umsetzer Ul zugeführt. Nach der Einspeicherung des Kennungs-
EMI4.1
beginnt der Parallel-Serien-Umsetzer U1 mit der Rückübertragung der in der Zentrale von einerFig. 3 auf den Kanälen K2 und K3 nach den drei Leertakten die den Kennungscode bildenden Impulse cl'und c2'zur angesteuerten Station zurückübertragen.
Nachdem die Station der Fig. 2 den Kennungscode zur Zentrale übertragen hat, wird vom Taktverteiler St4 durch einen über die Leitung 28 abgegebenen Impuls die Vergleichsschaltung St5 in der Weise umgeschaltet, dass nur noch dann über die Leitung 30 Taktimpulse zum Taktverteiler St4
EMI4.2
wenn Identität zwischen dem an den Eingängen 26 und 27 anliegenden Ver-der Umschaltung der Vergleichsschaltung St5 wird über die Leitung 16 einerseits eine Spannung an den Eingang 27 der Vergleichsschaltung St5 gelegt, die dem Impuls cl des Kennungscodes entspricht. Ausserdem beginnt auch mit diesem Taktschritt die Signalübertragung über den Sender S3 und die Kanäle K4 und K5 in Abhängigkeit von der Stellung des Kontaktes mll des Meldungsspeicherrelais Ml. Das bedeutet, dass gemäss Fig. 3 auf Kanal K4 der Impuls il zur Zentrale übertragen wird.
Beim nächsten Takt erfolgt dann der Vergleich des rückübertragenen Impulses cl'mit der über den Eingang 27 erfolgten Voreinstellung im Vergleicher St5. Wird Identität des auf den Eingängen 31 und 32 einlaufenden Signals mit dem an den Eingängen 26 und 27 anliegenden Vergleichssignal festgestellt, so wird dieser Signalschritt als Taktimpuls auf den Eingang 30 des Taktverteilers St4 weitergegeben. Bei fehlender Identität, also bei einer Verfälschung des rückübertragenen Signals wird die Fortschaltung des Taktverteilers St4 somit unterbrochen, da im Vergleicher St5 kein Taktimpuls zum Eingang 30 des Taktverteilers St4 weitergeleitet wird. Dieser Zustand der Unterbrechung des Taktzyklus wird zu einer Störungsmeldung ausgenutzt.
Es sei jedoch im folgenden angenommen, dassdieRüekübertragung fehlerfrei ist und somit eine Fortschaltung des Taktverteilers St4 mit jedem Signalschritt erfolgt.
Der mit der Rückübertragung des Signalsehrittes cl'ausgelöste Taktimpuls bewirkt die Anschal- tung der Leitung 17 im Taktverteiler St4, so dass einerseits eine dem Kennungsimpuls c2 entsprechende Spannung an den Eingang 26 des Vergleichers St5 gelegt wird und anderseits in Abhän- gigkeit von der Stellung des Kontaktes m21 des Relais M2 des Meldungsspeichers St6 die Aussendung des Meldungsimpulses i2 über den Kanal K4 erfolgt.
Mit dem nächsten Taktschritt, der bei einem positiven Vergleichsergebnis des rückübertragenen Impulses c2'ausgelöst wird, erfolgt einerseits die Eingabe des Meldungsimpulses il über den Kontakt m12 des Relais Ml über die Leitung 18 in den Vergleicher St5 und anderseits über die Leitung 20 die Ansteuerung beider Eingänge 12 und 13 des Senders S3 und somit die Aussendung der Impulse h4 und h4'für einen Leerschritt über die Kanäle K4 und K5 zur Zentrale. Der nächste Taktschritt wird bei positivem Ver-
EMI4.3
eingänge 12 und 13 des Senders S3 über die Leitung 23. Weiterhin wird bei diesem Taktschritt über die Leitung 21 und den Kontakt m22 des Relais M2 das dem Impuls i2 entsprechende Vergleichssignal zum Vergleicher St5 gegeben.
In entsprechender Weise folgt bei den nächsten Schritten auf den Kanälen K2 und K3 die Rückübertragung des Impulses i 2'sowie der Leerschritt-
<Desc/Clms Page number 5>
impulse h6 und h6'. Ausserdem erfolgt, gesteuert über die Ausgänge 24 und 25 des Taktverteilers St4, die Aussendung der Ausgabesignalimpulse al und a2 über die Kanäle K5 und K4.
Mit dem Empfang des Ausgabesignals wird in Fig. l am Serien-Parallel-Umsetzer U2 die Leitung 34 eingeschaltet. Hiedurch wird einerseits das vom Decodierer C2 vorbereitete Tor der Torschaltungen To3-To5 durchlässig. so dass die an ihn angeschlossene Zeile der aus den Relais All - N20 gebildeten Matrix an Spannung liegt und somit diejenigen Relais erregt werden, deren Spalte über die Leitungen 35 - 38 vom Serien-Parallel-Umsetzer U2 markiert ist. Gleichzeitig mit dem Empfang des Ausgabesignals wird über die Leitung 34 auch die zyklische Ansteuerung der einzelnen Stationen in der Abfragesteuerung Stl wieder eingeschaltet.
Es erfolgt, wie bereits erläutert, die Übertragung des Gruppenimpulses g3 über den Kanal Kl und die Rückübertragung des Gruppenimpulses g3' über den Kanal K4 durch die dritte angeschlossene Station. Die Zahl der angeschlossenen Stationen ist im Ausführungsbeispiel nur der Übersichtlichkeit wegen auf drei beschränkt. Nach der Aussendung des Gruppenimpulses g3 über Kanal Kl ist also der Ansteuerzyklus in der Gruppenstufe beendet, und es wird ein langer Synchronisierungsimpuls Sy über den Kanal Kl gesendet, nach dem der Zyklus wieder mit dem Gruppenimpuls gl beginnt. Es sei noch erwähnt, dass gleichzeitig mit dem Empfang des Ausgabesignals auch die Meldungsstufe wieder stillgesetzt wird.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. l sind in jeder Zeile der Relaismatrix für jeden Meldungsgeber einer Station zwei Relais vorgesehen, beispielsweise für einen ersten Meldungsgeber die Relais All und A10.
Dabei wird bei einer einlaufenden Meldung, die beispielsweise einer Information "1" entspricht, das Relais All, dagegen bei einer einlaufenden Meldung, die der Information "0" entspricht, das Relais A10 erregt. Für einen zweiten Meldungsgeber einer Station sind dann beispielsweise die Relais A21 und A20 vorgesehen. Dieser Aufwand kann aber auch dadurch reduziert werden, dass man für jeden Meldungsgeber nur ein Relais vorsieht, welches beim Empfang der Information "1" anzieht und beim Empfang der Information"0"im abgefallenen Zustand verbleibt.
Der Beschränkung des Ausführungsbeispiels auf drei angeschlossene Stationen entspricht in Fig. l der Aufwand von drei Zeilen, wobei jede Zeile einer bestimmten Station fest zugeordnet ist und bei der Ausgabe der Meldungen am
EMI5.1
die Zeile mit den Relais Bll - B20 das Meldungsbild der zweiten Station und durch die Zeile mit den Relais Nll - N20 das Meldungsbild der dritten angeschlossenen Station gegeben. Im gewählten Ausführungsbeispiel sind die Begriffe Station und Gruppe identisch. Die Ausgabe der Meldungen der einzelnen Stationen erfolgt dabei über in den Zeichnungen nicht dargestellte Kontakte dieser Relais. Zur Entkopplung der Relais dieser Matrix sind Gleichrichter Gr vorgesehen.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass alle angeschlossenen Stationen bzw. Gruppen im Prinzip einander gleich sind und in der in Fig. 2 dargestellten Weise an die Kanäle K1 - K5 angeschlossen sind. Die Zahl der zu einer Gruppe zusammengefassten Meldungsgeber ist natürlich nicht auf die Zahl 2, die im Ausführungsbeispiel nur der Übersichtlichkeit wegen gewählt wurde, beschränkt.
An Hand des Ausführungsbeispiels der Fig. 4 sei im folgenden noch der Aufbau und die Funktionsweise der in Fig. 2 mit St5 bezeichneten Vergleichsschaltung näher erläutert. Die bistabilen Schaltelemente R1 - R4 der Fig. 4 können beispielsweise Ringkerne aus magnetischem Material mit rechteckförmiger Hysteresisschleife sein, die mit mehreren Wicklungen versehen sind. Durch den Pfeil im Schaltelement R4 ist angedeutet, dass bei diesem Ringkern beispielsweise durch eine Vormagnetisierung eine monostabile Funktionsweise erzwungen ist. Die verwendeten Bezugsziffern an den Leitungen entsprechen den verwendeten Bezugsziffern der Fig. 2.
Es sei angenommen, dass sich die Vergleichsschaltung der Fig. 4 vorerst in dem Schaltzustand befindet, der für die Verarbeitung der Leertaktimpulse zu Beginn eines Übertragungszyklus erforderlich ist. Die auf den beiden Leitungen 31 und 32 gleichzeitig eintreffenden Leertaktimpulse wirken dabei auf die bistabilen Elemente R1 und R2 in Richtung des bereits bestehenden Zustandes und bleiben daher wirkungslos. Sie ändern jedoch über die Torschaltung To6 den Zustand des Schaltelements R3..
Dieses gibt dabei über die Leitung 39 einen Impuls weiter zum Schaltelement R4, welches dadurch ebenfalls eine Zustandsänderung erfährt. Diese Zustandsänderung bewirkt einerseits eine Impulsgabe auf die Leitung 30 zur Fortschaltung des angeschlossenen Taktverteilers und anderseits über die Leitung 40 eine Rückstellung des Elements R3 in seinen ursprünglichen Zustand. Anschliessend kippt das Element R4 durch die bereits erwähnte Vormagnetisierung in seinen ursprünglichen Zustand zurück.
Wie bereits erwähnt, wird durch einen Steuerimpuls über die Leitung 28 der Vergleicher St5
<Desc/Clms Page number 6>
inden zum Vergleich erforderlichen Zustand versetzt (Fig, 2, 3). Der Impuls auf der Leitung 28 schaltet das Element R3 in den den Zeichnungen entgegengesetzten Zustand und verhindert, dass dabei das Schaltelement R4 in den nicht stabilen Zustand gelangt. Über diese Schaltelemente können daher keine Impulse mehr auf die Leitung 30 gegeben werden. Taktimpulse auf der Leitung 30 entstehen in diesem Schaltzustand immer nur dann, wenn eine durch die Vergleichssignale, die über die Leitungen 26 und 27 den Elementen R1 und R2 zugeführt werden, erfolgte Voreinstellung der Kombination R1 und R2 durch das folgende über die Leitungen 31 und 32 einlaufende Signal wieder rückgängig gemacht wird.
Dies kann aber nur dann der Fall sein, wenn die Voreinstellung durch das Vergleichssignal mit dem einlaufenden Signal übereinstimmt. Im andern Falle wird die Taktgabe auf die Leitung 30 unterbrochen.
Am Ende eines Übertragungszyklus muss die Vergleichsschaltung wieder in den Zustand versetzt werden, der für die Verarbeitung von Leertaktimpulsen erforderlich ist. Dies erfolgt durch einen Signalimpuls über die Leitung 29, durch den erreicht wird, dass das Schaltelement R3 wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wird. Dieser Rückstellimpuls auf der Leitung 29 wird gemäss Fig. 2 mit dem letzten Taktschritt des Taktverteilers St4 erzeugt.
Schliesslich sei noch erwähnt, dass die in Fig. l mit Cl und C2 bezeichneten Codier- und Decodiereinrichtungen nach Art bekannter elektronischer Schaltungen oder Relaisschaltungen aufgebaut sein können. Für die Decodierschaltung ist z. B. eine aus Relaiskontakten gebildete Pyramide anwendbar. Die Art der verwendeten Signalsender und Signalempfänger richtet sich natürlich nach der Art des gewählten bekannten Übertragungsverfahrens, so dass es sich erübrigt, in diesem Zusammenhang auf nähere Einzelheiten einzugehen.
PATENTANSPRÜCHE : l. Einrichtung für Eisenbahnsignalanlagen zur Übertragung von Meldungen von mehreren längs einer
EMI6.1
zyklischen Ansteuerung der Gruppen und ein zweites System (U1, S2, U2, C2, Cl in Fig. l, E2, St5, St4 in Fig. 2) zur zyklischen Abfrage eines jeder Gruppe zugeordneten Meldungsspeichers (St6) vorgesehen, durch den in Abhängigkeit von Änderungen des Meldungszustandes seit der letzten Abfrage eine Unterbrechung des Ansteuerzyklus des ersten Systems beim Ansteuern der betreffenden Gruppe und eine Einschaltung des zweiten Systems auslösbar sind die in der Zentrale (Fig.
l) angeordneten Schaltmittel (U2, C2, Cl, Ul, S2) des zweiten Systems sind zum Aussenden von Taktimpulsen vorgesehen, die aus Leertaktimpul-
EMI6.2
zweite System eine durch die von der Zentrale gesendeten Taktimpulse steuerbare Vergleichsschaltung (St5 in Fig. 2) mit einem Ausgang (30) zum Weitergeben je eines Fortschaltimpulses an einen als Zählkette ausgebildeten schrittweise fortschaltbaren Taktverteiler (St4) vorgesehen, durch die ersten Schritte des Taktverteilers (St4) ist ausgangsseitig über feste Schaltverbindungen (14, 12 : 15, 13) die Aussendung von der Gruppe zugeordneten Kennungssignalen (cl, c2 in Fig. 3), durch die folgenden Schritte über vom Meldungsspeicher (St6, Ml, M2 in Fig. 2) einstellbare Verbindungen (16, mll, 19, 12 ;
17, m21, 22, 12) die Aussendung der Meldungssignale (il, i2 in Fig. 3) und durch dessen letzte Schritte wieder über
EMI6.3
lösbar, das in der Zentrale zur Ausgabe der übertragenen Meldungen dient ; durch die Vergleichsschal- tung (St5 in Fig. 2), die entsprechend jedem von der Gruppe übertragenen Kennungs- bzw. Meldungssignal (c1, c2, i1, i2 in Fig. 3) einstellbar ist, ist bei fehlerhafter Rückübertragung des betreffenden Signals durch Abschaltung des Ausgangs (30 in Fig. 2) für die Fortschaltimpulse des Taktverteilers eine Unterbrechung des Abfragezyklus und damit ein Alarmzustand auslösbar.