DE1186098B - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung fuer in Seriendarstellung uebertragene Impulse - Google Patents
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung fuer in Seriendarstellung uebertragene ImpulseInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Internat. Kl.:
H041
Deutsche Kl.: 21 al-7/06
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
J 24989 VIII a/21 al
21. Dezember 1963
28. Januar 1965
21. Dezember 1963
28. Januar 1965
Die Erfindung betrifft ein Fehlererkennungsverfahren für in Seriendarstellung übertragene Datenimpulse
mit Hilfe von Paritätsbits.
Allgemein wird die Geschwindigkeit der Datenübertragung durch Einführung der zur Gewährleistung
der Fehlerlosigkeit der Übertragung dienenden Paritätsprüfungsinformation notwendigerweise
beeinträchtigt. Ferner können das Rauschen und die Störbedingungen in Übertragungskanälen über einen
beträchtlichen Bereich variieren. Daher beeinträchtigt es den Wirkungsgrad einer Übertragung, wenn
jederzeit jene Menge von Paritätsprüfungsinformationen übertragen wird, die zur Gewährleistung der
Fehlerlosigkeit der übertragenen Nachricht bei stärkstem Rauschen erforderlich ist. Dies ist insbesondere
dann nachteilig, wenn der Zustand relativ starken Rauschens nur selten auftritt. Ein optimaler
Wirkungsgrad wird dann erzielt, wenn die Menge der Paritätsprüfinformation den jeweiligen Rauschoder
Störpegel und den Sicherheitsanforderungen an die Nachrichtenübertragung angepaßt wird.
Wenn bisher eine Veränderung der Menge der übertragenen Paritätsprüfinformationen vorgenommen
werden sollte, war hierfür allgemein die Übertragung einer zusätzlichen Nachricht zwischen Sender
und Empfänger erforderlich. Entweder muß der Empfänger eine Veränderung der Paritätsprüfinformation
anfordern, oder der Sender muß dem Empfänger mitteilen, daß in den nachfolgenden Nachrichten
ein anderes Schema der Paritätsprüfinformation verwendet wird, so daß der Empfänger seinen
Betrieb auf die Art der nachfolgenden Übertragung einstellen kann. Die Übertragung dieser zusätzlichen
Nachricht nimmt nicht nur Zeit in Anspruch, die sonst für die Übertragung von Daten zur
Verfügung stehen würde, sondern erfordert auch eine sehr komplizierte Ausbildung des Empfängers und
des Senders.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, ein Nachrichtenübertragungssystem zu schaffen, bei
dem mit geringstem zeitlichem und materiellem Aufwand die Anzahl der Prüfbits leicht nach den Erfordernissen
des Übertragungssystems eingestellt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mit Hilfe eines voreinstellbaren Zählers,
der durch die zu übertragenden Impulse zurückgeschaltet wird, nach sich entsprechend dem voreingestellten
Zählerstand ergebender Datenbitanzahl bei Zurückschaltung des Zählers auf einen bestimmten
Wert ein Paritätsbit durch eine von den Datenbits abweichende Impulsform, insbesondere eine
Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung für in Seriendarstellung übertragene
Impulse
Anmelder:
International Business Machines Corporation,
Armonk, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. E. Böhmer, Patentanwalt,
Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Böblingen (Württ.), Sindelfinger Str. 49
Als Erfinder benannt:
Dale Holmes Rumble, Saugerties, N. Y.
(V. St. A.)
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 31. Dezember 1962
(248 533)
(248 533)
Impulsverlängerung, in die Nachrichtenimpulsfolge auf der Sendeseite eingesetzt wird, welches auf der
Empfangsseite durch eine Impulsdauer-Anzeigevorrichtung festgestellt wird, wo eine Binär-Zähl-Vorrichtung
die Anzahl der Impulse im Intervall zwischen zwei Paritätsbits auf eine gerade oder ungerade
Zahl prüft und anzeigt.
In der erfindungsgemäßen Vorrichtung bewirkt der Sender die Einstellung der Abstände zwischen
den Paritätsprüfinformationen, ohne daß die Übertragung einer zusätzlichen Nachricht zwischen
Sender und Empfänger erfolgt. Ferner werden im Sender die Paritätsprüfbits derart mit der Datennachricht
vereinigt, daß die Beschaffenheit der Nachrieht selbst eine entsprechende Anweisung für den
Empfänger darstellt.
Daher können bei wechselndem Rauschpegel die Abstände zwischen den eingeführten Paritätsprüfbits
nach Belieben verändert werden. Die Steuerung kann entweder von Hand erfolgen oder automatisch
durch Rauschpegelanzeiger, statistisch durch Beobachtung des typischen Auftretens von Störungen zu
verschiedenen Tages- und Jahreszeiten oder durch eine von dem Empfänger kommende Rückmeldung,
welche eine erhöhte Sicherheitsanforderung anzeigt. Auch wenn der Empfänger die Veränderung der
Sicherheit auslöst, kann die tatsächlich im Sender
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durchgeführte Veränderung jederzeit ohne Abgabe von Instruktionen an den Empfänger erfolgen.
Auf der Senderseite des Datenübertragungssystems ist dabei eine Vorrichtung zum Zählen des Auftretens
von Impulsen mit einer gegebenen Datenbedeutung und zur Modulation jedes einem vorherbestimmten
Zählwert entsprechenden Impulses vorgesehen, so daß mit diesem Impuls eine Paritätsprüfinformation
übertragen wird, die auf der Empfangsseite nach entsprechender Verarbeitung zur
Paritätsanzeige dient.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand eines Ausführungsbeispiels mit Hilfe der Zeichnungen näher
erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine typische bipolare Impulsfolge,
F i g. 1A die in F i g. 1 dargestellte Impulsfolge mit hinzugefügter Paritätsprüfinformation,
F i g. 2 schematisch eine Vorrichtung zur Modulation der Impulsfolge nach F i g. 1 mit der Paritätsprüfinformation,
F i g. 3 schematisch einen Empfänger, der im Betrieb
bei einem fehlerhaften Empfang einer Impulsfolge der in F i g. 1A gezeigten Art ein Paritätsfehlersignal
abgibt.
Der Erfindungsgedanke kann zwar auch in anderen Arten der asynchronen Übertragung von
Daten in Seriendarstellung realisiert, jedoch am leichtesten an Hand der Übertragung von bipolarer
Impulsschrift im Serienbetrieb erläutert und beschrieben werden. Daher ist in F i g. 1 eine bipolare
Impulsfolge gezeigt, die eine typische Nachrichtenimpulsfolge ohne Paritätsprüfinformation darstellt.
Der deutlicheren Darstellung halber sind die Impulsdauer und das Impulsintervall jeweils gleich lang
dargestellt.
Das Impulsbild nach Fig. IA enthält die Paritätsprüfinformation,
die unter Verlängerung des betreffenden Datenimpulses für jede Polarität periodisch
gesendet wird. Diese Verlängerung kann für die durch die eine Polarität dargestellten »O«-Bit-Signale
und die durch die andere Polarität dargestellten »1 «-Bit-Signale periodisch in verschiedenen,
voreingestellten Intervallen erfolgen. Die Paritätsprüfinformation kann für geradzahlige Bits bei
»0« und »1«, für ungeradzahlige Bits bei »0« und »1« oder für geradzahlige Bits bei »0« und für ungeradzahlige
Bits bei »1« oder umgekehrt vorgesehen werden. Die zu verwendende Regel kann zwar
in diesem Rahmen willkürlich gewählt werden, muß dann jedoch strikt beachtet werden, weil die Vorrichtung
nur für den Betrieb nach einer Betriebsart eingerichtet ist. Bei allen diesen Betriebsarten muß
zwischen den mit der Paritätsprüfinformation modulierten Bits eine ungerade Zahl von Bits übertragen
werden, oder, anders ausgedrückt, alle modulierten Bits einer Impulspolarität dürfen entweder
nur geradzahlige oder nur ungeradzahlige Bits sein.
Für die in F i g. 1A dargestellte Impulsfolge ist willkürlich festgelegt worden, daß nur geradzahlige
»O«-Bits und geradzahlige »1«-Bits mit den Paritätsprüfinformationen
moduliert werden sollen. Ferner wurde willkürlich festgelegt, daß jedes sechste »0«-
Bit und jedes vierte »1«-Bit eine Paritätsprüfinformation
enthalten soll. Daher wird von den »O«-Bits das sechste, zwölfte, achtzehnte usw. und von den
»1«-Bits das vierte, achte, zwölfte usw. verlängert. Nach dieser Regel ist also die Impulsfolge nach
F ig. IA gebildet, in der die die Paritätsprüf informationen enthaltenden Impulse durch Schraffur
hervorgehoben sind. Der erste Teil des verlängerten Impulses gilt dabei als Dateninformation und der
die Verlängerung ergebende zweite Teil als Paritäts-
prüf information. " ".""'.' '
Aus der nachstehenden Erläuterung der Vorrichtung geht hervor, daß die Paritätsprüfinformationen
in beliebigen Intervallen auftreten und diese Intervalle während des Sendens der Nachricht ohne
ίο nachteilige Wirkung abgeändert werden können. Es
kann so ohne weiteres von einem Betrieb, bei dem die Paritätsprüfinformation, wie dargestellt, in jedem
vierten bzw. sechsten Bit enthalten ist, zu einem Betrieb, bei dem die Paritätsprüfinformation in
jedem hundertsten Bit oder in noch größeren Abständen auftritt, oder gar zu einem Betrieb, in dem
keine Paritätsprüfinformation übertragen wird, übergegangen werden. Dies richtet sich allein nach den
Anforderungen an die Sicherheit der Übertragung in bezug auf die Stör- und Rauschbedingungen im
Übertragungsweg.
Eine einfache Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung der Impulsmodulation für die
Zwecke der Paritätsprüfung ist in F i g. 2 dargestellt.
Hier steuert der Taktimpulsgeber 20, der über die normalerweise gesperrte Torschaltung 21 arbeitet,
den Eingangsumsetzer 22 derart, daß die Eingangsdaten in der benötigten Form in zwei Impulsfolgen
erstellt werden, wobei die »O«-Bit-Impulse als negati ve Impulse auf der Leitung 23 und die »1 «-Bit-Impulse
als positive Impulse auf der Leitung 24 auftreten. Unabhängig davon, ob Paritätsprüfinformationen
verwendet werden oder nicht, werden diese positiven und negativen Impulse in der bipolaren
ODER-Schaltung 25 zu einer aus positiven und negativen Impulsen bestehenden Impulsfolge vereinigt,
die dann die verschlüsselte Nachricht auf der Übertragungsleitung 26 darstellt.
Zum Einsetzen der Paritätsprüfinformation sind zwei Zähler 27 und 127 vorgesehen. Der Zähler 27
zählt die auftretenden »0«-Impulse. Wenn er einen bestimmten Zählerstand erreicht hat, steuert er das
Auftreten eines derartigen Steuerpotentials auf der Leitung 29, daß zusammen mit dem Impulspotential
auf der Leitung 23 die UND-Schaltung 30 wirksam wird. Diese steuert dann ihrerseits einen Modulator
31 so, daß ein gleichzeitig durch die ODER-Schaltung 25 gehender Impuls verlängert wird. Da
der verlängerte Impuls an sich zwangläufig das nächste Impulsintervall entsprechend verkürzen
müßte, verhindert eine Rückkopplungsschleife 32 durch Sperrung der Torschaltung 21 den Durchgang
eines Taktimpulses. Auf diese Weise wird vor dem nachfolgenden Teil der Datenimpulse nach Einsetzen
einer Paritätsprüfinformation künstlich ein Impulsintervall eingefügt. Der Modulator 31 kann
beispielsweise ein einfacher monostabiler Multivibrator sein, der beim Auftreten eines zu verlängernden
Impulses eingeschaltet wird und dessen Impulsdauer das Doppelte der normalen Impulsdauer beträgt.
Daher gibt die ODER-Schaltung 26 in diesem Falle einen Impuls der doppelten Impulsdauer an
die Ausgangsleitung 27 ab, d. h. wenn der Zähler 27 einen voreingestellten Zählstand erreicht hat.
Der Zähler 127 arbeitet ähnlich wie der Zähler 27. Er zählt die in der Leitung 24 auftretenden Impulse
und steuert beim Erreichen eines voreingestellten Zählstandes das Auftreten eines Ausgangs-
5 6
signals auf der Leitung 129; zusammen mit dem Zähler 27 eingeführt. Jetzt kann die Nachricht bepositiven
Datenimpuls auf der Leitung 24 betätigt ginnen. Durch den ersten Impuls wird die Kippdieses
Ausgangssignal über die UND-Schaltung 130 schaltung 42 in den Zustand »1« geschaltet und der
den Modulator 131, der dann seinerseits den Daten- Zähler 27 auf den Zählerstand »3« zurückgeschaltet,
impuls in der vorstehend beschriebenen Weise ver- 5 Durch den zweiten Impuls wird die Kippschaltung
längert. Über die zugeordnete Rückkopplungs- 42 in den Zustand »0« geschaltet und der Zähler 27
schleife 132 wird eine Verzögerung um einen Takt- auf den Zählerstand »2« zurückgeschaltet. Durch
impuls bewirkt, so daß das für die Impulsverlänge- den dritten Impuls wird die Kippschaltung 42 in den
rung erforderliche Zeitintervall eingesetzt wird. Zustand »1« geschaltet und der Zähler 27 auf den
Die Zähler 27 und 127 können auf jede Zahl io Zählerstand »1« zurückgeschaltet, so daß auf der
innerhalb ihrer Zählkapazität voreingestellt werden Leitung 21a ein Potential auftritt. Der vierte Im-
und ergeben ein Ausgangssignal, wenn sie einen der puls schaltet die bistabile Kippschaltung 42 auf »0«,
voreingestellten Zahl oder einem ganzzahligen Viel- kann aber den Zähler 27 nicht weiter zurückschalfachen
derselben entsprechenden Zählstand er- ten. Beim Schalten der Kippschaltung auf »0« tritt
reichen. Da die Paritätsprüfinformation nur an ge- 15 jedoch am Ausgang der UND-Schaltung 43 ein Imradzahligen
(oder ungeradzahligen) Bits, aber nicht puls auf, der die Torschaltung 41 öffnet, so daß der
sowohl an gerad- und ungeradzahligen Bits einge- Zähler 27 wieder auf den Zählerstand »4« gebracht
führt werden soll, sind die in den Zählern vor- und über die UND-Schaltung 30 der Modulator 31
eingestellten Zahlen natürlich immer gerade Zahlen. zwecks Verlängerung des vierten Impulses betätigt
Ein einfacher Zähler für diesen Zweck ist ein Binär- ao wird. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jedem
zähler, der bei jedem empfangenen Impuls um einen vierten Impuls. Wenn der Zählerstand, bei dem die
Schritt zurückgeschaltet wird und in dessen Zähl- Paritätsprüfinformation eingeführt wird, verändert
schaltung beim Auftreten jenes Impulses, der dem werden soll, brauchen nur die Schalter in der VorImpuls
folgt, durch den der Zählerstand des Zählers richtung zur Voreinstellung dieses Zählerstandes auf
auf »1« zurückgestellt worden ist, die voreingestellte 25 die neue Zahl eingestellt zu werden. Wenn die RückZahl
parallel wieder eingeführt wird. wärtszählung vom bisherigen Zählerstand den
Die Vorrichtung zur Steuerung der Einführung Wert »1« erreicht, wird beim Eintreffen des nächsten
der Paritätsprüfinformation in die »0«-Leitung 23 Impulses und Öffnen der Torschaltung 41 der neue
weist demnach eine Einrichtung zur Einstellung Zählerstand eingegeben. Wenn der Zähler 27 daher
eines den Abstand zwischen den Paritätsprüfinfor- 30 zunächst so eingestellt ist, daß er einen geradzahlimationen
bestimmenden Zählwertes auf. Diese Ein- gen Zählerstand hat, wenn in der Leitung 23 ein
richtung besteht aus Schaltern, die auf jede gerade geradzahliger Impuls vorhanden ist, dann ist eine
Zahl von »0« bis zur Kapazität des Zählers 27 vor- Neueinstellung des Zählers nur erforderlich, wenn
eingestellt werden kann. Diese Schalter geben binär der Gleichlauf zwischen Empfänger und Sender vercodierte
Potentiale ab, die in den Kippschaltungen 35 lorengegangen ist und das ganze System neu eindes
Zählers 27 jene Schaltzustände herstellen, die gestellt werden muß.
der gewünschten Anzahl von Zählschritten ent- Die dem Zähler 127 zugeordneten Stromkreise
sprechen, nach denen jeweils eine Paritätsprüfinfor- haben eine ähnliche Wirkungsweise wie die bereits
mation eingeführt werden soll. Diese Zahl wird in beschriebenen dem Zähler 27 zugeordneten Strom-
den Zähler 27 eingegeben, wenn die Torschaltung 41 40 kreise, mit dem Unterschied allerdings, daß der
geöffnet wird, um das Anlegen der Einstellpoten- Zähler 27 auf den Zählerstand »4« und der
tiale an die entsprechenden Kippschaltungen zu ge- Zähler 127 auf den Zählerstand »6« voreingestellt
statten. Eine bistabile Kippschaltung 42 ist vor- wird.
gesehen, um zu gewährleisten, daß der Zähler 27 Wenn der Zähler 27 oder 127 nach einer un-
auf die voreingestellte Zahl nur dann eingestellt 45 geradzahligen Anzahl von Bits ein Signal abgeben
wird, wenn in der Leitung 23 ein geradzahliges soll, dann werden die Verbindungen zu den Kipp-
Datenbit vorhanden ist. Vor Beginn der Nachricht schaltungen 42 bzw. 142 umgekehrt, so daß die ur-
wird diese Kippschaltung durch Anlegen eines Im- sprüngliche Eingabe und alle späteren Eingaben der
pulses an den Rückstelleingang 42 r in den Zu- voreingestellten Zählwerte bei ungeradzahligen Im-
stand »0« zurückgestellt. Jeder Impuls ändert den 50 pulsen erfolgt und nicht, wie vorstehend erläutert,
Schaltzustand der Kippschaltung 42. Infolgedessen bei geradzahligen.
wird durch den Ausgang der Kippschaltung 42 zu- Der in F i g. 3 gezeigte Empfänger empfängt die
sammen mit dem Ausgang der ersten Zählerstufe die bipolare Impulsfolge über die Übertragungsleitung 26
UND-Schaltung 43 betätigt, so daß die Torschal- und trennt sie mit Hilfe des Impulsdiskriminators 50
rung 41 öffnet und die voreingestellte Zahl jeweils 55 in negative »0«-Impulse und positive »!.«-Impulse,
nach Rückstellung des Zählers auf »1« eingegeben Die negativen Impulse erscheinen in der Leitung
wird. 123, die positiven Impulse auf der Leitung 124. Bis
Wenn nun, wie im vorliegenden Beispiel, jedes auf die Tatsache, daß sie auf Impulse von einander
vierte »O«-Bit eine Paritätsprüfinformation enthalten entgegengesetzter Polarität ansprechen, sind die
soll, wird die Kippschaltung 42 zunächst auf »0« zu- 60 Paritätsinformations-Anzeigekreise für die »0«- und
rückgestellt. Über den »0«-Ausgang der bistabilen »1 «-Impulse untereinander gleich ausgebildet. Die
Kippschaltung 42 steuert das Potential auf der Erläuterung der Bauelemente zur Verarbeitung von
»0«-Leitung 23 eine UND-Schaltung 44. Sind die »O«-Bits gilt daher auch für die Bauelemente zur
Schaltvorrichtungen in der Einrichtung zur Einstel- Verarbeitung von »1«-Bits entsprechend,
lung des den Abstand zwischen den Paritätsprüf- 65 Vor beginn der Übertragung der Nachricht wird
informationen bestimmenden Zählwertes auf den die bistabile Kippschaltung 51 zunächst durch An-
Wert »4« eingestellt, dann wird diese Zahl durch legen eines Impulses an den Rückstelleingang 51 r
Anlegen eines Impulses an den Eingang 45 in den auf »0« zurückgestellt. Dann ändert jeder in der
Leitung 123 auftretende Impuls den Schaltzustand der bistabilen Kippschaltung 51. Da die Kippschaltung
zunächst auf den »O«-Zustand zurückgestellt worden ist, werden somit die geradzahligen Impulse
der Impulsserie angezeigt. Tritt in der Leitung 123 ein verlängerter Impuls auf, also solcher mit Paritätsprüfinformation,
dann wird der Impulsdaueranzeiger 52 wirksam und gibt auf die Leitung 52 a ein Ausgangssignal ab. Wenn dieser verlängerte Impuls
außerdem geradzahlig ist, dann wird über die Kippschaltung 51 auch an den zweiten Eingang der
UND-Schaltung 53 ein Potential angelegt, so daß der Ausgang der UND-Schaltung 53 eine Parität anzeigen
kann. Da jedoch ein Fehlen der Parität von Interesse ist, dient zu dieser Anzeige eine EXKLU-SIVE-ODER-Schaltung
54, bei der der eine Eingang mit der UND-Schaltung 53 und der andere mit dem Impulsdaueranzeiger 52 verbunden ist. Wenn in
der Leitung 123 ein langer Impuls auftritt, die Kippschaltung 51 jedoch einen ungeradzahligen Schaltzustand
hat, erzeugt zwar der Impulsdaueranzeiger 52, nicht aber die UND-Schaltung 53 ein Ausgangssignal.
Durch diesen Zustand wird die EXKLUSIVE-ODER-Schaltung 54 veranlaßt, ein Ausgangssignal
abzugeben und damit das Fehlen der Parität anzuzeigen. Die EXKLUSIVE-ODER-Schaltung 54
gibt hingegen kein Ausgangssignal ab, wenn entweder beide Eingänge oder kein Eingang ein Signal
erhält. Das das Fehlen der Parität anzeigende Signal wird in der ODER-Schaltung 55 mit Paritätsfehler-Signalen
kombiniert, die von der EXKLUSIVEN-ODER-Schaltung 154 für die »1«-Bits abgegeben
werden.
Aus der vorstehenden Beschreibung des Empfängers geht hervor, daß ein Signal zur Anzeige des
Fehlens der Parität erhalten wird, wenn in der Leitung 123 oder 124 für die »0«- oder »!.«-Impulse
ein verlängerter Impuls der Nachricht nicht als geradzahliger Impuls auftritt. Da es nur notwendig ist,
daß der Impuls geradzahlig ist, hat die Anzahl der zwischen den verlängerten Impulsen auftretenden
Impulsen für den Empfänger keine Bedeutung, sofern es sich ausschließlich um geradzahlige Impulse
handelt. Im Sender kann daher willkürlich jeder geradzahlige Zählerstand in die Bitzähler 27 und 127
eingeführt werden, wobei der Empfänger einwandfrei anspricht, ohne daß er eine Information hinsichtlich
einer etwaigen Veränderung der Abstände zwischen den Paritätsprüfinformationen zu erhalten
braucht. Da die Paritätsprüfinformationen nur durch unterscheidbare Modulation der Datenimpulse selbst
übertragen werden, braucht im Empfänger nur geprüft zu werden, ob diese unterscheidbare Modulation
vorhanden ist oder nicht und ob jeder damit versehene Impuls ein geradzahliger Impuls in der
seit dem letzten Rückstellvorgang empfangenen Impulsfolge ist.
Das veränderbare Einsetzen der Paritätsprüfinformation ist vorstehend an Hand der asynchronen
Übertragung von bipolaren Impulsfolgen erläutert worden, doch kann das Wesen der Erfindung
ohne weiteres auch auf andere Modulationsverfahren, beispielsweise die Impulslängenmodulation, die
Phasenbreitenmodulation, die Impulsphasenmodulation, angewendet werden. Unabhängig von der Art
der verwendeten Modulation wird in jedem Falle die Paritätsprüfinformation in das entsprechende
Datenbit durch eine zusätzliche, unterscheidbare Modulation eingeführt. Der Empfänger stellt dann
immer eine Beziehung zwischen dem empfangenen, modulierten Signal und dem Anfang der Nachricht
her und zeigt das Fehlen der Parität an, wenn ein Fehler aufgetreten ist.
Die Paritätsprüfinformation kann daher sooft wie notwendig eingeführt werden, ohne daß die durchschnittliche
Geschwindigkeit der Nachrichtenübertragung unnötig verringert wird. Diese Tatsache sowie
die Einfachheit und Zuverlässigkeit der Einrichtungen sowohl im Sender als auch im Empfänger
führen zu einem billigen System zur Übertragung von Daten in Fällen, in denen die bloße Feststellung
eines Fehlers genügt.
Claims (7)
1. Fehlererkennungs verfahren für in Seriendarstellung
übertragene Impulse mit Hilfe von Paritätsbits, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines voreinstellbaren Zählers, der
durch die zu übertragenden Impulse zurückgeschaltet wird, nach sich entsprechend dem voreingestellten
Zählerstand ergebender Datenbitanzahl bei Zurückschaltung des Zählers auf einen
bestimmten Wert ein Paritätsbit durch eine von den Datenbits abweichende Impulsform, insbesondere
eine Impulsverlängerung, in die Nachrichtenimpulsfolge auf der Sendeseite eingesetzt
wird, welches auf der Empfangsseite durch eine Impulsdauer-Anzeigevorrichtung festgestellt wird,
wo eine Binär-Zählvorrichtung die Anzahl der Impulse im Intervall zwischen zwei Paritätsbits
auf eine gerade oder ungerade Zahl prüft und anzeigt.
2. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Taktimpulsgeber (20) über eine Torschaltung (21) eine Dateneingabevorrichtung
(22) steuert, die einerseits mit einem Eingang einer Ausgangs-ODER-Schaltung (25) und andererseits
mit der Umschaltklemme einer bistabilen Kippschaltung (42) verbunden ist, die von
jeder Nachrichtenübertragung auf Null zurückgestellt wird und daß der »O«-Ausgang oder
»1 «-Ausgang der bistabilen Kippschaltung (42), je nachdem, ob auf gerade oder ungerade Impulszahlen
geprüft wird, eine andererseits mit dem Ausgang des Zählers (27) verbundene Zähler-UND-Schaltung
(43) ansteuert, welche durch die zu übertragenden Impulse zurückgeschaltet wird und bei Erreichen des Zählerstandes »1«
die Zähler-UND-Schaltung (43) aufsetzt, die wirksam wird, wenn die bistabile Kippschaltung
(42) einen Impuls abgibt, eine Torschaltung (41) zur erneuten Voreinstellung des Zählers (27) öffnet
und eine monostabile Kippschaltung (31) einschaltet, deren Impulsdauer das Datenbit mit
dem Paritätsbit über die Ausgangs-ODER-Schaltung (25) kennzeichnet.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der
Zähler-UND-Schaltung (43) mit einem ersten Eingang einer weiteren UND-Schaltung (30) verbunden
ist, deren anderem Eingang die Datenimpulse zugeführt werden, und daß der Ausgang
dieser UND-Schaltung (30) sowohl mit dem Eingang der monostabilen Kippschaltung (31) als
auch mit einem weiteren Eingang der Eingangstorschaltung (21) verbunden ist, derart, daß beim
Einschalten der monostabilen Kippschaltung (31) die Impulsübertragung vom Taktimpulsgeber
(20) auf die Dateneingabevorrichtung (22) unterbunden wird.
4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausgang der bistabilen Kippschaltung (42) zusätzlich mit dem ersten Eingang einer Voreinstell-UND-Schaltung
(44) verbunden ist, deren anderer Eingang vor Beginn einer Nachrichtenübertragung
aufgesetzt wird, so daß der auftretende Impuls von der bistabilen Kippschaltung (42) durchgeschaltet wird und die Voreinstellungs-Torschaltung
(41) zur Übertragung des voreingestellten Zählerstandes öffnet.
5. Schaltungsanordnung nach Anspuch2 und mindestens einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zählerstandseingänge der Voreinstellungs-Schaltung zur manuellen
oder automatischen Einstellung des Zählerstandes in Paralleldarstellung verbunden sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Empfangsseite
die empfangenen Impulse einerseits einer Impulsdauer-Anzeigevorrichtung (52) und andererseits
der Umschaltklemme einer bistabilen Kippschaltung (51) zugeführt werden, die vor
Empfang einer Nachricht jeweils zurückgestellt wird, daß der »O«-Ausgang oder der »!«-Ausgang
der bistabilen Kippschaltung (51), je nachdem, ob auf gerade oder ungerade Impulsanzahl
geprüft werden soll, mit dem ersten Eingang einer Prüf-UND-Schaltung (53) und der Ausgang
der Impulsdauer-Anzeigevorrichtung (52) zum einen mit dem zweiten Eingang der Prüf-UND-Schaltung
(53) verbunden ist, deren Ausgang ihrerseits mit dem ersten Eingang einer EX-KLUSIVEN-ODER-Schaltung
(54) verbunden ist, und zum anderen am zweiten Eingang der EXKLUSIVEN-ODER-Schaltung liegt.
7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Übertragung von bipolaren Impulsen auf der Sendeseite für jede Impulsart gesondert eine
Paritätsbiteinsetzung vorgenommen wird und auf der Empfangsseite nach Trennung in eine positive
und negative Impulsfolge die Paritätsprüfung je gesondert vorgenommen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 770/139 1.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US248533A US3278898A (en) | 1962-12-31 | 1962-12-31 | Data transmission system for distinctively modulating given datum bits for parity checking |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE1186098B true DE1186098B (de) | 1965-01-28 |
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Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEJ24989A Pending DE1186098B (de) | 1962-12-31 | 1963-12-21 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung fuer in Seriendarstellung uebertragene Impulse |
Country Status (7)
Country | Link |
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US (1) | US3278898A (de) |
BE (1) | BE641907A (de) |
CH (1) | CH415736A (de) |
DE (1) | DE1186098B (de) |
FR (1) | FR1378630A (de) |
GB (1) | GB984206A (de) |
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