DE1234387B - Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von PolyolefinenInfo
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Description
DEUTSCHES PATENTAMT DeutschcKl.: 39 b-22/06
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: 1 234 387
Aktenzeichen: G 37526IV c/39 b
J 234 38T Anmeldetag: 16.April 1963
Auslegetag: 16. Februar 1967
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alkylmerkaptobernsteinsäureestern im Gemisch mit phenolischen
Stabilisatoren zum Stabilisieren von Polyolefinen, insbesondere von Polyäthylen und Polypropylen.
Feste Polyolefine, insbesondere Propylenpolymere, dienen zur Herstellung der verschiedenartigsten
Gegenstände. Sie werden beispielsweise als thermoplastische Gieß- und Formmassen sowie als Uberzugsmassen
verwendet, weil sie bei höherer Temperatur verformbar sind und bei Normaltemperatur
formfest sind. Leider sind sie aber oxydationsund/oder lichtunbeständig. Außerdem neigen diese
thermoplastischen Stoffe bei hohen Bearbeitungstemperaturen wegen ihrer Temperaturempfindlichkeit
zu Depolymerisationsvorgängen. Eine Folge dieser Zersetzungen sind z. B. Verschlechterung der dielektrischen
Eigenschaften, Verfärbung und Sprödewerden.
Erfindungsgemäß wird nun die Aufgabe gelöst, wie man festen, thermoplastischen Polyolefinen
bessere Alterungseigenschaften bei Raumtemperatur oder höherer Temperatur sowie verbesserte Beständigkeit
unter den Bearbeitungsbedingungen und gegen UV-Licht erteilen kann.
Es wurde nun gefunden, daß sich Polyolefine, insbesondere Polypropylen, sehr gut durch Mischungen
aus a) einem eine phenolische Gruppe enthaltenden bekannten Polyolefinstabilisator und
b) einem Diester von Schwefelatome aufweisenden Carbonsäuren stabilisieren lassen, wenn man als
b) 0,005 bis 10 Gewichtsprozent eines Alkylmerkaptobernsteinsäurediesters der allgemeinen Formel
Ri-S-CH-CO-O-R2
CH2-CO-O-R3
verwendet, worin Ri eine Alkyl-, die Phenyl- oder eine Alkylphenylgruppe und R2 und R3 je eine
Alkylgruppe bedeuten.
Bedeuten Ri, R2 und R3 in der Formel Alkylgruppen, so können diese untereinander gleich oder
verschieden sein. Bedeutet Ri eine Alkylphenylgruppe, so kann diese eine oder mehrere Alkylgruppen
enthalten. Von den Verbindungen der angegebenen allgemeinen Formel sind solche bevorzugt,
in welchen Ri eine Alkylgruppe mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, die Phenylgruppe oder eine
Alkylphenylgruppe mit einem niederen Alkylsubstituenten, besonders die tertiäre Butylphenylgruppe, bedeutet.
R2 und R3 in der genannten allgemeinen Verfahren zum Stabilisieren von
Polyolefinen
Polyolefinen
Anmelder:
J. R. Geigy A. G., Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Ε. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Dr. Martin Dexter,
Kathleen Ann Delaney,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Dr. Martin Dexter,
Kathleen Ann Delaney,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 17. April 1962 (188 275)
Formel bedeuten vorzugsweise und unabhängig voneinander Alkylgruppen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen.
In einer besonders wertvollen Klasse von Verbindungen der angegebenen Formel bedeuten Ri
eine niedere Alkylphenylgruppe und R2 und R3 unabhängig voneinander Alkylgruppen mit 12 bis
18 Kohlenstoffatomen.
Erfindungsgemäß verwendbare Verbindungen der angegebenen Formel sind z. B. Didodecyl-n-dodecylmerkaptosuccinat,
Dimethyl-n-dodecylmerkaptosuccinat,. Diäthyl-n-dodecylmerkaptosuccinat, Diäthyln
- octadecylmerkaptosuccinat, Di - (2 - äthylhexyl)-n-dodecylmerkaptosuccinat, Di-(n-octadecyl)-n-dodecylmerkaptosuccinat,
Diäthyl-p-tert. -butylphenylmerkaptosuccinat, Di - (n - dodecyl) - ρ - tert. - butylphenylmerkaptosuccinat,
Di - (n - dodecyl) - octadecylmerkaptosuccinat.
Die Verbindungen können in bekannter Weise durch Reaktion von Maleinsäureanhydrid und einem
geeigneten Alkohol in Gegenwart von p-Toluolsulfonsäure unter Bildung des Diesters der Maleinsäure
hergestellt werden. Dieser wird sodann mit einem Alkylmerkaptan in Gegenwart von Natriummethylat
umgesetzt unter Bildung des Alkylmerkaptobernsteinsäurediesters. Eine Abänderung des Herstellungsverfahrens
besteht darin, Merkaptobernsteinsäure mit einem Alkohol oder dem Gemisch von
709 509/477
Alkoholen umzusetzen unter Bildung des Esters von Alkylmerkaptobernsteinsäure. Eine weitere Abänderung
des Herstellungsverfahrens besteht darin, die Alkylmerkaptobernsteinsäure mit einem geeigneten
Alkohol umzusetzen unter Bildung des gewünschten Diesters.
Beispiele für die erfindungsgemäß verwendeten bekannten phenolischen Polyolefinstabilisatoren sind
Verbindungen der allgemeinen Formel I:
Ri
angegebenen Bernsteinsäureester verwenden lassen, entsprechen der allgemeinen Formel II
R3
N N
(I)
Y-R2
worin Ri und R2 unabhängig voneinander eine Alkylgruppe mit vorzugsweise 1 bis 18 Kohlenstoffatomen,
eine Cycloalkylgruppe mit vorzugsweise 5 oder 6 Kohlenstoffatomen, die Phenylgruppe, eine
Alkylphenylgruppe mit vorzugsweise 7 bis 24 Kohlenstoffatomen, eine Carbalkoxyalkylgruppe mit vorzugsweise
3 bis 15 Kohlenstoffatomen, eine Carbalkoxyphenylgruppe mit vorzugsweise 8 bis 19 Kohlenstoffatomen,
R3 eine Alkylhydroxyphenylgruppe mit vorzugsweise 7 bis 24 Kohlenstoffatomen und
X, Y und Z unabhängig voneinander O, S, die Iminogruppe oder eine substituierte Iminogruppe
bedeuten.
Die Triazinstabilisatoren der allgemeinen Formel I werden in bekannter Weise durch Reaktion eines
geeigneten Triazins mit einem geeigneten Reagens unter Bildung der gewünschten substituierten Triazinverbindung
hergestellt. Cyanurchlorid wird vorteilhaft als Ausgangsmaterial verwendet.
Beispiele von Verbindungen der allgemeinen Formel I, welche sich vorteilhaft in Kombination mit
Verbindungen der allgemeinen Formel I verwenden lassen, sind folgende:
45
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(n-octylthio)-l ,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
phenylthio-l,3,5-triazin,
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(octadecylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(cyclohexylthio)-l,3,5-triazin, 6-(2-Hydroxy-3,5-di-tert.-butyl-6-methylanilino)-
2,4-bis-(n-octylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(2,3-dimethylphenylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(carbo-n-lauryloxyäthylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(4-tert.-octylphenoxy)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(2-carbo-n-lauryloxyphenylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butyl-N-benzylanilino)-2,4-bis-(n-octylthio)-l,3,5-triazin.
Weitere phenolische Stabilisatoren, welche sich vorteilhaft in Kombination mit Verbindungen der
R3 Ri O
HO^f^H(CH2)''~r
R2 Ri
R2 Ri
worin R die Hydroxylgruppe, eine Alkylphenoxygruppe mit vorzugsweise 7 bis 24 Kohlenstoffatomen,
die Phenyl-, die Phenoxy-, eine Alkylthio- oder Alkoxygruppe mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen
bedeuten, Ri mit Ausnahme von Phenyl und Hydroxyl die gleiche Bedeutung wie R hat, R2 und R3
unabhängig voneinander eine Alkylgruppe, vorzugsweise mit 1 bis 18 und insbesondere 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
besonders die tert-Butylgruppe, R1 Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe,
besonders Methyl-, und η 0, 1, 2 oder 3, vorzugsweise O oder 1, bedeuten.
Verwendet man insbesondere einen Stabilisator mit einem phenolischen Rest, der noch in einer ortho-Stellung
zur phenolischen Hydroxylgruppe substituiert ist, in Kombination mit dem angegebenen
Bernsteinsäureester, so erhält man eine bemerkenswerte synergistische Wirkung. Die beiden obigen
Formeln I und II illustrieren zwei Klassen von Stabilisatoren mit einem phenolischen Rest. Der
Umfang der Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf diese zwei Klassen, sondern schließt jeden einen
phenolischen Rest enthaltenden Stabilisator, der sich zur Stabilisierung von polyolefinischem Material,
insbesondere von Polypropylen eignet, ein.
Weitere erfindungsgemäß verwendbare, phenolische Stabilisatoren entsprechen der allgemeinen Formel III
H0^-
R2
C-O
II
B-R3
(III)
worin Ri eine Alkylgruppe, insbesondere mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise tert.-Butyl-, oder
Wasserstoffatom, R2 eine Alkylgruppe, insbesondere mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise tert.-Butyl-,
A eine gerade oder verzweigte Alkylengruppe insbesondere mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
-CH2- —CH— —(CH2)2-CH3
oder — (CH2)3 —, B eine Alkylengruppe wie oben
für A definiert, jedoch wenn R3 in der Formel Wasserstoff ist, dann vorzugsweise eine solche,
welche bis 24 Kohlenstoffatome, besonders aber 6 bis 18 Kohlenstoffatome, enthält, η 1 oder 2 und m
O oder 1 bedeutet und R3 a) wenn η = 1 ist, Wasserstoffatom
oder eine Alkylthiogruppe mit vorzugsweise 1 bis 24, insbesondere 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
oder eine Hydroxyalkylthiogruppe, besonders Hydroxyäthylthio-, und b) wenn η = 2 ist,
Alkylenthio- mit vorzugsweise 1 bis 6 und insbesondere 2 Kohlenstoffatomen, oder Alkylen-, insbesondere
wie oben fur A definiert, oder Alkylenoxy-, vorzugsweise mit 2 Kohlenstoffatomen, bedeuten.
Weitere phenolische Stabilisatoren entsprechen der allgemeinen Formel IV
HO
(IV)
15
worin Ri und R2 unabhängig voneinander tert.-Alkylgruppen, R3 und R4 unabhängig voneinander
Alkylgruppen und X ein zweiwertiges Schwefelatom, eine Alkylengruppe oder eine alkylsubstituierte
Alkylengruppe bedeuten.
Jedes olefinische Polymere, aber besonders Polypropylen, welches normalerweise bei Raumtemperatur
fest ist, läßt sich mit den angegebenen Stabilisatorgemischen stabilisieren. Die Stabilisatoren werden
dem Polyolefin beispielsweise während des Mahlens oder Extrudierens einverleibt. Dabei wird das
Stabilisatorsystem vorteilhaft als Ganzes und nicht die einzelnen Komponenten dem Polyolefin einverleibt.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Dabei bedeuten Teile Gewichtsteile, falls nicht
anders vermerkt.
Unstabilisiertes Polypropylenpulver (mit einem Molekulargewicht von ungefähr 3 OOO 000, dem
spezifischen Gewicht von 0,905 und einem Kristallschmelzpunkt von 167 °C) wird gründlich mit
0,5 Gewichtsprozent Didodecyl-n-dodecylmerkaptosuccinat und 0,1 Gewichtsprozent 6-(4-Hydroxy-3,5
- di - tert. - butylanilino) - 2,4 - bis - (n - octylthio)-1,3,5-triazin vermischt. Die Mischung wird dann
auf einem Zweiwalzenstuhl bei 182 0C 6 Minuten bearbeitet, wonach das stabilisierte Polypropylen
als Folie abgezogen wird. Die erhaltene stabilisierte Polypropylenfolie wird hierauf in kleine Stücke
zerschnitten, und diese werden 7 Minuten in der hydraulischen Presse bei 218°C gepreßt. Man erhält
so Folien von 0,6 mm Dicke, welche im Luftumwälzungsofen bei 149 0C auf Beständigkeit gegen
beschleunigte Alterung geprüft werden. Das stabilisierte Polypropylen zersetzt sich nicht nach 600 Stunden
Verweilzeit im Ofen, während das unstabilisierte Material sich nach etwa 3 Stunden zersetzt. Polypropylen,
welches mit 0,5% Didodecyl-n-dodecylmerkaptosuccinat allein stabilisiert wurde, zersetzte
sich nach 23 Stunden. Mit 0,1% 6-(4-Hydroxy-3,5-ditert.-butylanilino)-2,4-bis-(n-octylthio)-1,3,5-triazin
allein trat nach 56 Stunden Zersetzung ein.
Das erfindungsgemäß stabilisierte Polypropylen ist nach mehr als 150 Stunden Belichtung im Fadeometer
weder spröde noch rissig und verfärbt sich kaum während dieser Zeit.
Bei erhöhten Temperaturen von beispielsweise 300 C zeigt das erfindungsgemäß stabilisierte Polypropylen
sehr gute Stabilität bei der Verarbeitung und, verglichen mit unstabilisiertem Polypropylen,
tritt nur sehr geringe Zersetzung ein.
Variiert man im obigen Beispiel die Konzentrationen der einzelnen Stabilisatoren im Stabilisatorsystem
mit 0,1, 0,3, 0,5 und 1 Gewichtsprozent, so erhält man ähnlich gute Ergebnisse.
Ähnlich gute Ergebnisse erzielt man auch, wenn man im obigen Beispiel 1 an Stelle von 0,1% 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-(n-octylthio)-
1,3,5-triazin dieselbe Menge einer der folgenden Verbindungen verwendet:
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
phenylthio-l,3,5-triazin,
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(octadecylthio)-1,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
cyclohexylthio-1,3,5-triazin, 6-(2-Hydroxy-3,5-di-tert.-butyl-6-methylanilino)-
2,4-bis-(n-octylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(2,3-dimethylphenylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(carbo-n-lauryloxyäthylthio)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-
(4-tert.-octylphenoxy)-l,3,5-triazin, 6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butylanilino)-2,4-bis-2-carbo-n-lauryloxyphenylthio)-l,3,5-triazin
und
6-(4-Hydroxy-3,5-di-tert.-butyl-N-benzylanilino)-2,4-bis-(n-octylthio)-1,3,5-triazin.
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben, wird Polypropylen mit einem Stabilisatorsystem aus
0,5 Gewichtsprozent Didodecyl-n-dodecylmerkaptosuccinat und 0,1 Gewichtsprozent Di-n-octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzylphosphonat
stabilisiert.
Das stabilisierte Polypropylen wird in derselben Weise wie im Beispiel 1 beschrieben geprüft und
erweist sich gegen Zersetzung nach einer Testzeit von mehr als 2000 Stunden stabil. Das unstabilisierte
Polypropylen zersetzt sich schon nach 3 Stunden.
Ähnlich gute Ergebnisse erhält man, wenn man an Stelle von 0,1 Gewichtsprozent Di-n-octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzylphosphonat
die gleiche Menge einer der folgenden Stabilisatoren verwendet:
Di-n-octadecyl-(3-tert.-butyl-4-hydroxy-
5-methylbenzyl)-phosphonat, Di-n-octadecyl-l-(3',5'-di-tert.-butyl-4'-hydroxy-
phenyl)-äthanphosphonat,
Di-n-octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-2-hydroxy-
Di-n-octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-2-hydroxy-
benzylphosphonat,
Di-n-dodecyl-2-(3/,5'-di-tert.-butyl-4'-hydroxy-
Di-n-dodecyl-2-(3/,5'-di-tert.-butyl-4'-hydroxy-
phenyl)-äthanphosphonat, Diäthyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl-
phosphonat,
Dimethyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl-
Dimethyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl-
phosphonat,
Di-p-tert.-octylphenyl-3,5-di-tert.-butyl-
Di-p-tert.-octylphenyl-3,5-di-tert.-butyl-
4-hydroxybenzylphosphonat, 0-n-Butyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl-
phosphonsäure,
Di-n-butyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl-
Di-n-butyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxybenzyl-
phosphonat,
Di-n-dodecyl-3,5-di-tert. -butyl-4-hydroxybenzyl phosphonat,
Di-n-dodecyl-3,5-di-tert. -butyl-4-hydroxybenzyl phosphonat,
0-n-Decyl-0-phenyl-3,5-di-tert.-butyl-
4-hydroxybenzylphosphonat,
S,S-Di-n-octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-
S,S-Di-n-octadecyl-3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-
benzyldithiophosphonat,
0-n-Octadecyl-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-
0-n-Octadecyl-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-
benzyl)-benzolphosphinat.
dodecyl-n-dodecylmerkaptosuccinat und 0,1 Gewichtsprozent einer der folgenden Verbindungen:
n-Octadecyl-/3-(3,5-di-tert.-butyl-4-hydroxy-
phenyl)-propionat,
4,4'-Butyliden-bis-(6-tert.-butyl-m-kresol) und
4,4'-Thio-bis-(6-tert.-butyl-m-kresol).
4,4'-Butyliden-bis-(6-tert.-butyl-m-kresol) und
4,4'-Thio-bis-(6-tert.-butyl-m-kresol).
Beispiel 3 Vergleichsweise wurde die Beständigkeit von Polypropylen, welches mit verschiedenen Stabilisatoren
In gleicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben, io bzw. Stabilisatorgemischen stabilisiert wurde, unter
erhält man stabile Polypropylenzusammensetzungen beschleunigten Alterungsbedingungen im Luftumwälmit
einem Gehalt von 0,5 Gewichtsprozent Di- zungsofen bei 149 0C geprüft.
A. Verwendete Verbindungen
Stabilisatoren a)
C12H25 — S — CH — COOCi2H25
CH2COOCi2H2s gemäß Erfindung I
S — (CH2CH2COOCi2H25)2
(DLTDP) gemäß Stand der Technik
Phenolische Stabilisatoren b)
(CH3)3C
S — C8Hi7
N N
C(CH3)3
CH2-P-(OCi8H37)2
(CH3)3Cn
HO
(CH3)3C
(CH3)3C
C3H7 /C(CH3)3
CH -< V-OH ^C(CH3)3
B. Durchführung der Versuche
Nicht stabilisiertes gepulvertes, isotaktisches Polypropylenpulver (mit einem Molekulargewicht von
ungefähr 300 000) wird gründlich mit den Stabilisatoren I bis VI bzw. deren Gemischen (s. unter C,
Versuch Nr. 7 bis 12) vermischt. Die Mischungen werden anschließend 6 Minuten bei 182° C auf einem
Zweiwalzenstuhl bearbeitet und dann zu Folien ausgezogen. Die stabilisierten Polypropylenfolien werden
hierauf in kleine Stücke zerschnitten und in einer hydraulischen Presse bei 218 0C und bei einem Druck
von ungefähr 140 atü gepreßt. Die 0,60 mm dicken Folien werden nun bei 149° C in einem Luftumwälzungsofen
auf Beständigkeit gegen beschleunigte Alterung geprüft. Dabei wird die Zeitperiode gemessen,
bis die beginnende Zersetzung von Auge sichtbar wird.
Claims (1)
- C Resultate
Versuch Stabilisatoren Phenolische Stabilisatoren a) b) Zersetzung Nr. nach Stunden T
1TT
11TTT
IiiIV V VI 1 0,5% 95 2 0,5% 200 3 0,1% 125 Kompo A 0,1% 30 nenten 5 0,250/0 189 6 0,1% 24 7 0,5% 0,1% 2270 8 0,5% Ο,ΐο/ο 1635 erfi'ndungs- 9 0,50/o 0,250/0 2474 gemäß 10 0,5o/o 0,1% 2246 11 0,5% 0,1% 1787 \ mit 12 0,5% 0,10/0 670 J DLTDP D. ErgebnisWie die Versuche 7 bis 10 zeigen, bewirkt die erfindungsgemäß verwendete Verbindung I bei Antioxydantien verschiedenster Struktur, die aber eine sterisch gehinderte Phenolgruppe gemeinsam haben, eine bemerkenswerte Wirkungssteigerung. Ferner geht aus dem Vergleich der Versuche 7 mit 11 und 8 mit 12 hervor, daß gegenüber dem bekannten Thiodipropionsäuredilaurylester (II) die Wirkungssteigerung, die mit der erfindungsgemäß verwendeten Verbindung I erhalten wird, ungefähr doppelt so groß ist.Patentanspruch:Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen durch Mischungen aus a) einem eine phenolische Gruppe enthaltenden bekannten Polyolefinstabilisator und b) einem Diester von Schwefelatome aufweisenden Carbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß als b) 0,005 bis 10 Gewichtsprozent eines Alkylmerkap tobernsteinsäurediesters der allgemeinen FormelRi-S —CH —CO —O-R2CH2 — CO — O — R3worin Ri eine Alkyl-, die Phenyl- oder eine Alkylphenylgruppe und Ro und R3 je eine Alkylgruppe bedeuten, verwendet werden.
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