DE1232104B - Faerben und Bedrucken von Polypropylenfasern - Google Patents
Faerben und Bedrucken von PolypropylenfasernInfo
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Description
- Färben und Bedrucken von Polypropylenfasern Es wurde gefunden, daß sich sulfonsäure- und carbonsäuregruppenfreie Monoazofarbstoffe der allgemeinen Formel ausgezeichnet für das Färben und Bedrucken von Polypropylenfasern einsetzen lassen, insbesondere zum Färben metallmodifizierter Polypropylenfasern.
- In Formel (I) stehen R und R, für aromatischcarbocyclische Reste, die nichtionogene Substituenten aufweisen können; in R, befindet sich die - OCH3-Gruppe in o-Stellung zur Azogruppierung, und in R stehen die beiden N-Atome in Nachbarstellung zueinander.
- Unter metallmodifizierten Polypropylenfasern werden solche Propylenfasern verstanden, die ein Metall in Form eines anorganischen Salzes, einer organischen Metallverbindung oder einer Komplexverbindung enthalten. Die Faser kann selbstverständlich auch andere Zusatzstoffe, wie UV-Absorber, Stabilisatoren u. dgl., eingesponnen enthalten.
- Das Verfahren wird im einzelnen derart durchgeführt, daß man die feindispergierten Farbstoffe (I) auf die Polypropylenfasern oder -gewebe aus neutralen, sauren oder alkalischen wäßrigen Suspensionen, vorzugsweise unter Verwendung von Dispergiermitteln bzw. Emulgiermitteln aus einem Färbebad oder einer Klotzflotte, vorzugsweise bei Temperaturen von 50 bis 130"C, aufbringt. Bei der Klotzfärbung ist es zweckmäßig, bei 70 bis 90°C zwischenzutrocknen und dann kurzzeitig auf 1300C zu erhitzen. Bei Temperaturen bis zu 100°C ist es im allgemeinen vorteilhaft, gebräuchliche Carriersubstanzen, wie Trichlorbenzol, Diphenyl, Diphenyläther oder Ester aromatischer Carbonsäuren, dem Färbebad zuzusetzen.
- Als Dispergier- bzw. Emulgiermittel, die den Farbstoffen vorteilhafterweise zugesetzt werden, eignen sich die handelsüblichen Produkte, wie Sulfitcelluloseabbauprodukte, Kondensationsprodukte aus höheren Alkoholen und Äthylenoxyd, Seifen, Polyglykoläther von Fettsäureamiden, Formaldehyd-##kondensationsprodukte aromatischer Sulfonsäuren oder Gemische solcher Verbindungen. Die in Wasser schwer- bis unlöslichen Farbstoffe können ebenfalls im Druckverfahren auf Polypropylengewebe aufgebracht werden. Die Druckpaste kann mit einem üblichen Verdickungsmittel, wie Methylcellulose, Johannisbrotkernmehl, Industriegummi oder Natriumalginat, verdickt sein und kann im übrigen die üblichen Zusatzmittel für Druckpasten, wie Harnstoff, Thioharnstoff oder Thiodiglykol oder andere Zusatzmittel, enthalten, die zum Auftragen wasserunlöslicher Farbstoffe angewandt werden, wie methylierte Alkohole, Natrium-m-nitrobenzolsulfat oder wäßrige Emulsionen sulfonierter Ule. Die Druckpaste wird zweckmäßigerweise auf das Gewebe durch Bedrucken mit Druckstock, Sprühvorrichtung, Schablone, Sieb oder Walze aufgebracht, worauf der bedruckte Stöff getrocknet und, wenn gewünscht, gedämpft wird, und zwar bei Atmosphärendruck oder in einem geschlossenen Gefäß bei Uberdruck, wenn eine Temperatur über 100°C, z. B. zwischen 110 und 130°C, verlangt wird.
- Im Anschluß an das Färben bzw. Bedrucken der Polypropylenfaserstoffe können die farbigen Materialien in üblicher Weise nachbehandelt werden, z. B. indem man mit einer heißen wäßrigen Seifenlösung und/oder einer Lösung eines synthetischen Reinigungsmittels behandelt.
- Die erfindungsgemäß verwendbaren Farbstoffe der Formel (I) lassen sich nach üblichen präparativen Methoden aufbauen, indem man z. B. Diazoverbindungen von Aminen der Formel in vorzugsweise neutralem bis alkalischem Bereich mit Kupplungskomponenten der Formel in 4-Stellung kuppelt.
- Für den Aufbau der verfahrensgemäß zu verwendenden Monoazofarbstoffe sind insbesondere Diazokomponenten der Benzol- oder Naphthalinreihe geeignet. Diese enthalten definitionsgemäß in o-Stellung zur diazotierbaren Aminogruppe einen Methoxysubstituenten. Zu nennen sind beispielsweise folgende Verbindungen: 1-Amino-2-methoxybenzol, 1-Amino-2-methoxy-4- oder -5-chlor- oder -nitrobenzol, 1-Amino-2,5-dimethoxybenzol, 1-Amino-2-methoxynaphthalin, 1-Amino-2-methoxybenzol-4- oder -5-sulfonamid und dessen N-substitutionsprodukte.
- Für den Aufbau der Farbstoffe (I) sind als Kupplungskomponenten unter anderem das PyrazolobenZmidazol der Formel sowie die am Benzolkern durch z. B. Halogen substituierten Derivate zu nennen.
- Die verfahrensgemäß zur Anwendung kommenden Azofarbstoffe ziehen sehr rasch auf die metallhaltige Polypropylenfaser auf. Die erhältlichen Färbungen und Drucke zeichnen sich durch sehr gute Echtheitseigenschaften aus. Besonders bemerkenswert sind neben einer sehr guten Trockenreinigungsbeständigkeit die ausgezeichneten Reib-, Wasch- und Lichtechtheiten.
- Besonders günstige färberische Ergebnisse werden erhalten, wenn die verfahrensgemäß zu verwendenden Farbstoffe zum Färben und Bedrucken von mit Metallen oder Metallverbindungen modifizierten Polypropylenfasern eingesetzt werden.
- Im Vergleich zu dem aus der belgischen Patentschrift 614 566, S. 10, Zeile 6 von unten, bekannten, für das Färben von metallmodifizierten Polypropylenfasern vorgeschlagenen Monoazofarbstoffergibt der verfahrensgemäß zu verwendende Monoazofarbstoff
- Beispiel 100 g Polypropylenfasermaterial in Form eines Kammzuges werden in 21 Wasser, das mit verdünnter Schwefelsäurg auf einen pH-Wert von 4 bis 5 eingestellt ist und 4 g eines schwach anionaktiven Alkylphenylpolyglykoläthersulfats enthält, mit 1 g des feindispergierten Farbstoffs der Zusammensetzung 1 Stunde bei 100°C gefärbt. Die so erhältliche etwas blaustichigrote Färbung zeichnet sich durch sehr gute Echtheitseigenschaften aus.
- Als metallmodifizierte Polypropylenfasern wurden in diesem Beispiel solche Polypropylenfasern verwendet, die neben UV-Absorbern und Stabilisatoren Nickelphenolate von Bis-(alkylphenolmonosulfiden) eingesponnen enthalten.
Claims (2)
- Patentansprüche 1. Verfahren zum Färben und- Bedrucken von Polypropylenfasern, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß man carbonsäure- und sulfonsäuregruppenfreie Monoazofarbstoffe der aÜgemeinen Formel worin R und R, für aromatisch-carbocyclische Reste stehen, die nichtionogene Substituenten aufweisen können, R, die O - CH3-Gruppe in o-Stellung zur Azogruppierung und R die beiden N-Atome in Nachbarstellung zueinander gebunden enthalten, verwendet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Farbstoffe in Gegenwart von Dispergier- bzw. Emulgiermitteln aus einem Färbebad oder einer Klotzflotte bei Temperaturen von 50 bis 130°C auf die Polypropylenfaser aufbringt. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist eine Färbetafel mit Erläuterung ausgelegt worden.
Priority Applications (7)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
BE642347D BE642347A (de) | 1963-04-20 | ||
DEF39532A DE1232104B (de) | 1963-04-20 | 1963-04-20 | Faerben und Bedrucken von Polypropylenfasern |
CH1587463A CH413777A (de) | 1963-04-20 | 1963-12-23 | Verfahren zum Färben und Bedrucken von Polypropylenfasern |
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GB1492464A GB1048883A (en) | 1963-04-20 | 1964-04-10 | Process for dyeing and printing polypropylene fibres |
BE646669D BE646669A (de) | 1963-04-20 | 1964-04-17 |
Applications Claiming Priority (2)
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DEF39532A DE1232104B (de) | 1963-04-20 | 1963-04-20 | Faerben und Bedrucken von Polypropylenfasern |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1232104B true DE1232104B (de) | 1967-01-12 |
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ID=25975722
Family Applications (1)
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DEF39532A Pending DE1232104B (de) | 1963-04-20 | 1963-04-20 | Faerben und Bedrucken von Polypropylenfasern |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE1232104B (de) |
-
1963
- 1963-04-20 DE DEF39532A patent/DE1232104B/de active Pending
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