DE1216318B - Verfahren zur Herstellung von Diphenylalkylaminen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DiphenylalkylaminenInfo
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Description
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C07c
C07d
Deutsche Kl.: 12 q-1/02
Deutsche Kl.: 12 q-1/02
1216318
K48245IVb/12q
15. November 1962
12. Mai 1966
K48245IVb/12q
15. November 1962
12. Mai 1966
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Diphenylalkylaminen der allgemeinen
Formel I
Verfahren zur Herstellung von
Diphenylalkylaminen
Diphenylalkylaminen
CH-(CH2)„ —N
R2'
Ri
in der R Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis
3 Kohlenstoffatomen, Ri Wasserstoff oder einen
gegebenenfalls verzweigten Alkylrest mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen, der durch gegebenenfalls inert substituierte Alkyl- oder Arylreste substituiert sein
kann, wobei R und Ri auch gemeinsam mit dem Stickstoffatom Glieder eines heterocyclischen Ringes
sein können, R2 Wasserstoff, Halogen, Alkyl- oder Alkoxy-gruppen bedeuten, und η für die Zahl 1 oder 2
steht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man 1-Phenyl-l-hydroxy-alkylamine der allgemeinen Formel
II
CH-(CHa)n-N OH
Ri
II
in der R, Ri und η die oben angegebene Bedeutung
besitzen, entweder
a) zunächst mit Halogenierungsmitteln behandelt und anschließend die erhaltenen Halogenverbindungen
der allgemeinen Formel III
CH — (CH2)re —
Hai
Ri
III
in der Hal ein Halogenatom bedeutet, mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff der Formel
R2H in Gegenwart von Lewis-Säuren umsetzt oder
b) unmittelbar mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff R2H in Gegenwart einer Lewis-Säure
umsetzt.
Es ist bereits bekannt, Diphenylmethan dadurch herzustellen, daß entweder Benzylchlorid oder Ben-Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nät. Josef Klosa, Berlin
zylalkohol in Gegenwart von Lewis-Säuren mit Benzol umgesetzt wird (vgl. »Bulletin de la societe
Chimiques de Paris«, Bd. 33 (1880), S. 337; »Journal of the American Chemical Society«, Bd. 59 (1937),
S. 470 und 471, Bd. 61 (1939), S. 1522, linke Spalte, vorletzter Absatz, Bd. 62 (1940), S. 1623 und 1624,
und »Berichte der deutschen Chemischen Gesellschaft«, Bd. 72, 1939, S. 1521, letzter Absatz, bis
S. 1423, Abs. 1 und S. 1424, Abs. 4 a).
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden jedoch basisch substituierte Benzylverbindungen mit
Aromaten in Gegenwart von Lewis-Säuren umgesetzt, d. h., es werden sekundäre Alkohole bzw. Chloride
umgesetzt, während nach den erwähnten Literaturstellen primäre Alkohole bzw. Chloride als Ausgangsstoffe
verwendet werden. Die Friedel-Crafts-Reaktion verläuft jedoch bereits bei primären Alkoholen
und Chloriden keineswegs einheitlich, wie beispielsweise aus Fieser, »Lehrbuch der organischen
Chemie«, 4. Auflage, 1916, S. 634 und 637, zu entnehmen ist. Daß die Friedel-Crafts-Reaktion
mit sekundären Alkoholen noch weitaus unübersichtlicher verläuft, ergibt sich z. B. aus den Berichten
der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 72, S. 1415, Zeile 1 bis 7 von unten, unter 4.).
Bei der Anwesenheit einer Aminogruppe in ß- oder α-Stellung hätte man bei der Friedel-Crafts-Reaktion
die Bildung eines cyclischen Ammoniumsalzes (vgl. z. B. Angew., Bd. 72, 1960, S. 960) erwarten
können, welches unter Polymerisation oder Umlagerung zu störenden Nebenreaktionen führen
würde. Weiterhin war bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Hydraminspaltung der als Ausgangsstoffe
verwendeten Arylalkanolamine zu erwarten
609 568/551
(vergleiche ζ. B. Archiv der Pharmazie, Bd. 289 [1956], S. 470).
Demgegenüber verläuft das erfindungsgemäße Verfahren jedoch überraschenderweise völlig einheitlich
und führt daher mit ausgezeichneten Ausbeuten zu den gewünschten Verfahrensprodukten.
Einige der Verfahrensprodukte sind beispielsweise aus den deutschen Patentschriften 1 111642 oder
1 100 031 bekannt.
Die bisherigen Synthesen dieser Verbindungen gehen im allgemeinen von Körperklassen aus, in
welchen die Diphenylmethangruppe vorgebildet ist. So wird beispielsweise nach der deutschen Patentschrift
1 111 642 l,l-Diphenylpropylamin-(3) unter reduzierenden Bedingungen mit Phenylaceton kondensiert
oder l,l-Diphenylpropionaldehyd-(3) mit primären Aminen, z. B. Phenylisopropylamin, unter
reduzierenden Bedingungen umgesetzt. Die Herstellung von l,l-Diphenylpropylamin-(3) erfordert
jedoch mehrere Reaktionsstufen (vergleiche z. B. J. Am. Chem. Soc, 33 [1905], S. 338, und 69 [1947],
S. 358), wobei die Umsetzung mit Arylmagnesiumhalogeniden in wasserfreien Lösungsmitteln notwendig
ist. Diese Umsetzungen haben wegen der erforderlichen absoluten Wasserfreiheit der Reagentien
und wegen des Arbeitens in wasserfreiem Äther gewisse Nachteile.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden diese Nachteile vermieden, da man nun die Verfahrensprodukte
ausgehend von 1-Phenyl-l-hydroxyalkylaminen
herstellen kann, wobei erst nachträglich der zweite, gegebenenfalls inert substituierte Phenylrest
mittels einer überraschenderweise glatt verlaufenden Friedel-Crafts-Reaktion eingeführt wird.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man 1-Phenyl-l-hydroxy-alkylamine mit Halogenierungsmitteln
in 1-Phenyl-l-halogen-alkylamine der allgemeinen
Formel III überführen, wobei mit besonderem Vorteil Thionylchlorid verwendet wird. Als
1-Phenyl-l-hydroxy-aikylamine können beispielsweise
verwendet werden 1 - Phenyl - 1 - hydroxy - propylamin - (3), 1 - Phenyl - 1 - hydroxy - äthylamin - (2),
1 - Phenyl - 1 - hydroxypropyl - [N - isopropyl - (3.)]-amin oder l-Phenyl-l-hydroxy-2-(N)-morpholinoäthan.
Bei der Umsetzung mit Thionylchlorid oder entsprechenden Chloriden werden die Halogenverbindungen
der allgemeinen Formel III im allgemeinen als gut kristallisierende Hydrochloride erhalten.
Diese Verbindungen werden mit aromatischen Kohlenwasserstoffen der allgemeinen Formel R2H
der Friedel-Crafts-Reaktion unterworfen. Als aromatische Kohlenwasserstoffe können beispielsweise Benzol,
Toluol oder Chlorbenzol verwendet werden. Als Friedel-Crafts-Katalysatoren verwendet man vorzugsweise
Aluminiumchlorid, auch andere Metallhalogenide, wie Bortrifluorid oder Galliumchlorid,
können verwendet werden.
Die Herstellung und die Isolierung der 1-Phenyl-1-halogenalkylamine
der allgemeinen Formel II ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Man kann nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren die 1-Phenyl-1-hydroxy-alkylamine
der allgemeinen Formel I auch unmittelbar mit einer Lewis-Säure, besonders wasserfreiem
Aluminiumchlorid, mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff der allgemeinen Formel R2H
umsetzen, wobei die Verfahrensprodukte in 80 bis 95%igen Ausbeuten erhalten werden.
Die Verfahrensprodukte stellen wertvolle Herz- und Kreislaufmittel dar, einige sind auch spasmolytisch
und analgetisch wirksam. Die Verfahrensprodukte können auch als Zwischenprodukte zur
Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden.
15,1 g 1 - Phenyl -1 - hydroxy - propylamin werden mit 14,5 g Phenylaceton in 50 ml absolutem Benzol
30 Minuten gekocht, daraufhin wird das Benzol auf dem Wasserbad abdestilliert. Der ölige Rückstand
wird mit 30 ml Methanol und 5 ml Wasser aufgenommen. In diese Lösung werden portionsweise
1,5 g Natriumborhydrid eingetragen. Dabei erwärmt sich das Reaktionsgemisch zum Schluß auf 40 bis
500C. Man erhitzt nach Beendigung der Natriumborhydridzugabe
noch 30 Minuten auf dem Wasserbad und destilliert Methanol und Wasser ab. Der ölige Rückstand wird mit Äther aufgenommen und
mit alkoholischer Salzsäure bis zum Auftreten einer Trübung versetzt. Es kristallisiert das Hydrochlorid
des 1 - Phenyl -1 - hydroxy - 3 - (N - phenylisopropylamino)-propan
aus. Schmp.: 144 bis 146°C; Ausbeute: etwa 25 g.
Diese 25 g werden portionsweise in eine Lösung von 40 ml Thionylchlorid in 80 ml Benzol bei Zimmertemperatur
eingetragen. Es setzt eine starke Salzsäureentwicklung und Schwefeldioxydentwicklung
ein, nach kurzer Zeit scheidet sich das Hydrochlorid des Chlorierungsproduktes kristallin aus, welches
abgesaugt und mit wenig Äther nachgewaschen wird. Ausbeute 30 g von l-Phenyl-l-chlor-3-(N-phenylisopropylamin)-propan-hydrochlorid
vom Schmp.: 138 bis 148 0C. 10 g dieses Hydrochlorids werden in
etwa 30 bis 40 ml Benzol suspendiert. Daraufhin werden 8 g wasserfreies, gepulvertes Aluminiumchlorid
portionsweise eingetragen. Unter Salzsäureentwicklung färbt sich das Reaktionsgut tief dunkel,
und die Temperatur steigt auf 40 bis 500C. Man
regelt die Zugabe des Aluminiumchlorids so, daß die Temperatur nicht über 5O0C steigt und erwärmt
schließlich noch 30 Minuten auf dem Wasserbad unter Rückfluß. Nach Erkalten wird das Reaktionsgut in ein Gemisch von 20 ml konzentrierter
Salzsäure, 10 ml Wasser und 60 bis 100 g Eis gegossen. Nach einigen Stunden Stehen in der Kälte
oder bei gewöhnlicher Temperatur scheidet sich das Hydrochlorid von l,l-Diphenyl-3-(N-phenylisopropylamino)-propan
in fast farblosen Kristallen aus. Rohausbeute: 14g; Schmp.: 186 bis 188°C, aus
Methanol Schmp.: 190 bis 192°C; Reinausbeute: 12,5 g.
In ein Gemisch von 16 ml Thionylchlorid und 30 ml Benzol werden 15 g 1-Phenyl-l-hydroxypropylamin-(3)
portionsweise eingetragen. Es tritt Erwärmung und starke Salzsäure- und Schwefeldioxydentwicklung
ein. Nach Beendigung der Zugabe wird noch 10 bis 20 Minuten auf dem Wasserbad unter Rückfluß erwärmt, sodann läßt man einige
Stunden stehen, wobei der Kolbeninhalt kristallin erstarrt. Durch Zugabe von Äther werden die
Kristalle vollständig ausgeschieden, abgesaugt und getrocknet. Schmp.: 110 bis 1120C; Ausbeute: 10g
1 - Phenyl -1 - chlor - propylamin - (3) - hydrochloric!.
10 g des Hydrochloride werden in 30 bis 40 ml absolutem Benzol suspendiert und 12 g wasserfreies
und gepulvertes Aluminiumchlorid, wie im Beispiel 1, portionsweise zugeführt. Nachdem 30 Minuten auf
dem Wasserbad erwärmt wurde, wird in einem Salzsäure-Wasser-Eis-Gemisch zersetzt. Es kristallisiert
sofort das Hydrochlorid des 1,1-Diphenyl-propylamins-(3)
aus. Schmp.: 204 bis 206°C; Ausbeute 13 g. Aus Alkohol umkristallisiert werden 12 g Rein- ίο
ausbeute erhalten.
10 g l-Phenyl-l-hydroxy-2-(N-morpholino)-äthan werden in 25 bis 30 ml Benzol gelöst. In diese Lösung
werden portionsweise 15 g wasserfreies Aluminiumchlorid eingetragen, wobei eine starke Erwärmung
eintritt. Man regelt die Zuführung von Aluminiumchlorid in der Weise, daß das Benzol nicht zum
Sieden kommt. Nach Beendigung der Zugabe von Aluminiumchlorid wird noch 30 Minuten auf dem
Wasserbad zum Sieden erhitzt, abkühlen gelassen und dann das Reaktionsgemisch, welches aus zwei
Schichten, einer schweren ölschicht und einer leichteren
Benzolschicht besteht, in ein Gemisch von Eiswasser und konzentrierter Salzsäure gegossen.
Es tritt Trübung ein, und nach einigen Minuten erstarrt das Ganze zu einem perlglänzenden Kristallbrei.
Die Kristalle werden abgesaugt, mit wenig eiskaltem Wasser gewaschen. Man erhält 15 g des
Hydrochlorids von l,l-Diphenyl-2-(N-morpholino)-äthan. Die Umkristallisation erfolgt durch Lösen
in heißem Isopropylalkohol und Zusatz von Äther. Schmp.: 211 bis 213°C; Reinausbeute: 13 g.
5 g 1 -Phenyl-l-hydroxy-2-(N-benzylamino)-äthan werden in 15 bis 20 ml Toluol gelöst. In diese Lösung
werden 6 bis 8 g wasserfreies und gepulvertes Aluminiumchlorid eingetragen. Man regelt die Zufuhr
des Aluminiumchlorids so, daß das Toluol nicht zum Sieden kommt. Schließlich wird noch 30 Minuten
auf dem Wasserbad zum Sieden erhitzt, abkühlen gelassen und mit einem Gemisch von Eiswasser mit
konzentrierter Salzsäure zersetzt. Nach einigen Stunden Stehen hat sich das Hydrochlorid des
1 - Phenyl -1 - (ρ - methylphenyl) - 2 - (N - benzylamino)-äthans
fast vollständig abgeschieden. Roh-Schmp.: 192 bis 1940C. Aus Isopropanol und Äther erhält man
farblose Nadeln vom Schmp.: 203 bis 2050C; Reinausbeute:
92%.
55
12 g Styroloxyd werden mit 13,5 g D-Phenylisopropylamin
vermischt und mehrere Stunden auf 100 bis 1200C erhitzt. Man erhält 1-Phenyl-l-hydroxy
- 2 - (N - phenylisopropylamino) - äthan als schwer bewegliches, fast farbloses öl. In diese Benzollösung
werden 20 g wasserfreies Aluminiumchlorid portionsweise dergestalt eingetragen, daß das Benzol
nicht zum Sieden kommt. Es entsteht ein schwachgelbgefärbtes Reaktionsgemisch, in welchem das
Aluminiumchlorid fast vollständig gelöst ist. Das Reaktionsgemisch wird noch 30 Minuten unter
Rückfluß auf dem Wasserbad zum Sieden erhitzt, abkühlen gelassen und mit Eis-Wasser-Salzsäure
1 : 1 zersetzt. Es scheidet sich das Hydrochlorid des 1,1- Diphenyl - 2 - (N - phenyl - isopropylaniino) - äthans
als dickes, fast farbloses öl ab. Dieses öl wird dekantiert, erneut mit Wasser durchgerührt und schließlich
unter Kühlung mit 20%iger Natronlauge behandelt, wobei sich die freie Base abscheidet, die mit Äther
ausgeschüttelt wird. Die Ätherlösung wird mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und der
Äther dann abdestilliert. Das zurückbleibende öl wird mit einer alkoholischen Lösung von Maleinsäure
behandelt, wobei das Maleinät kristallin ausfällt; dieses wird aus Alkohol und Äther umkristallisiert.
Schmp.: 168 bis 1700C; Ausbeute: 88%, berechnet auf eingesetztes Styroloxyd.
14 g 1-Phenyl-l-hydroxy-2-amino-äthan werden
mit 13,5 g Phenyl-aceton in 40 ml Methanol gelöst. Es werden 4 ml Wasser und portionsweise 1,5 g
Natriumborhydrid zugefügt. Nachdem das Reaktionsgemisch 1 Stunde bei gewöhnlicher Temperatur
gestanden hat, werden Methanol und Wasser im Vakuum vollständig abgedampft. Der Rückstand
stellt ein öl dar, welches in 40 ml Toluol aufgenommen wird und mit 20 g wasserfreiem Aluminiumchlorid,
und wie im Beispiel 5 beschrieben, behandelt wird. Es resultiert l-Phenyl-l-p-methylphenyl-2-(phenylisopropyl-amino)-äthan
als farbloses, schwer bewegliches öl, welches mit Maleinsäure in das Maleinat
vom Schmp.: 166 bis 1680C übergeführt wird.
Nach Umkristallisieren aus Methanol und Äther werden 35 g reines Maleinät erhalten.
11,5 ml (S-Piperidino-propiophenon, dargestellt nach
der Mannich-Reaktion aus Acetophenon, Paraformaldehyd und Piperidino-hydrochlorid, werden in
30 ml Methanol und 4 ml Wasser gelöst. Unter Rühren werden innerhalb von 15 bis 20 Minuten
1,1 g Natriumborhydrid portionsweise zugefügt. Gegen Ende der Zugabe tritt Erwärmung auf 40 bis
5O0C ein. Man läßt das Reaktionsgemisch noch
2 bis 3 Stunden stehen und gießt es dann in die 3- bis 5fache Menge Wasser ein. Es scheidet sich ein
dickes öl ab, welches nach Reiben mit einem Glasstab kristallin erstarrt. Es wird abgesaugt und mit
Wasser gewaschen. Aus Alkohol und Wasser umkristallisiert erhält man 9 g 1-Phenyl-l-hydroxy-3-N-piperidino-propan
vom Schmp.: 54 bis 56°C.
7 g dieser freien Base werden portionsweise in eine Lösung von 6 ml Thionylchlorid in 10 ml Benzol
eingetragen. Es tritt unter Erwärmung sofort Reaktion ein, alles geht in Lösung. Nach 4 Stunden
Stehen wird mit Äther verdünnt. Man erhält 8 g 1 - Phenyl -1 - chlor - 3 N - piperidino - propan - hydrochlorid
als farblose Kristalle vom Schmp.: 156 bis 1580C.
5 g dieser Verbindung oder 5 g 1 -Phenyl- 1-hydroxy-3-N-piperidinopropan
werden in etwa 20 ml thiophenfreiem Benzol suspendiert, dazu werden
3 bis 5 g wasserfreies Aluminiumchlorid eingetragen. Der Verlauf der Reaktion ist wie im Beispiel 1.
Man erhält in 85%iger Ausbeute das Hydrochlorid von 1,1 - Diphenyl - 3 - N -piperidino -propan vom
Schmp.: 208 bis 21O0C.
In analoger Weise werden in durchschnittlich 85%igen Ausbeuten erhalten:
!,l-Diphenyl-S-dimethylamino-propan-
hydrochlorid, Schmp.: 166 bis 168°C.
1, l-Diphenyl-3-diäthylamino-propan-
1, l-Diphenyl-3-diäthylamino-propan-
hydrochlorid, Schmp.: 142bis 144°C.
1, l-Diphenyl-3-morpholino-propan-
1, l-Diphenyl-3-morpholino-propan-
hydrochlorid, Schmp.: 202 bis 2040C.
l,l-Diphenyl-:3-pyrrolidino-propan-phosphat,
l,l-Diphenyl-:3-pyrrolidino-propan-phosphat,
Schmp.: 159 bis 1610C.
l-Phenyl-l-(4'-methyl-phenyl)-3-dimethyl-
l-Phenyl-l-(4'-methyl-phenyl)-3-dimethyl-
amino-propan-hydrochlorid, Schmp.: 162
bis 164° C.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Diphenylalkylaminen der allgemeinen Formel IRRiin der R Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, Ri Wasserstoff oder einen gegebenenfalls verzweigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, der durch gegebenenfalls inert substituierte Alkyl- oder Arylreste substituiert sein kann, wobei R und Ri auch gemeinsam mit dem Stickstoffatom Glieder eines heterocyclischen Ringes sein können, R2 Wasserstoff, Halogen, Alkyl- oder Alkoxy-gruppen bedeuten und η für die Zahl 1 oder 2 steht, dadurch gekennzeichnet, daß man1-Phenyl-l-hydroxy-alkylamine der allgemeinen Formel IICH-(CH2)^-N IIOH Riin der R, Ri und η die oben angegebene Bedeutung besitzen, entwedera) zunächst mit Halogenierungsmitteln behandelt und anschließend die erhaltenen Halogenverbindungen der allgemeinen Formel IIICH-(CH2)„ —N
Hal Riin der Hai ein Halogenatom bedeutet, mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff der Formel R2H in Gegenwart von Lewis-Säuren umsetzt oderb) unmittelbar mit einem aromatischen Kohlenwasserstoff R2H in Gegenwart einer Lewis-Säure umsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 925 468, 1100 031, 111 642;deutsche Auslegeschrift Nr. 1 056 618;Bull. Soc. chim. France, 33, S. 337 (1880);J. Amer. ehem. Soc, 59, S. 470 und 471 (1937); 61, S. 1522 (1939); 62, S. 1623 und 1624 (1940);Ber. dtsch. ehem. Ges. 72, S. 1421 bis 1423 (1939); 74, S. 1438 (1941);Liebigs Ann. Chem., 603, S. 197 (1957).609 568/551 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
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