DE1180738B - Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Dicyandiaethylaether - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeurenitril aus DicyandiaethylaetherInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AJkJL
Internat. KI.: C 07 c
AUSLEGESCHRIFT
Nummer: Aktenzeichen: Anmeldetag: Auslegetag:
P 25682 IVb/12 ο 14. September 1960 5. November 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril in Ausbeuten von über 90% der
Theorie aus dem technisch in großen Mengen wohlfeil zur Verfügung stehenden Acetaldehyd und Cyanwasserstoff
als Ausgangsstoffe.
Es ist bekannt, daß sich durch unmittelbare Anlagerung von Blausäure an Acetaldehyd Milchsäurenitril
herstellen läßt. Milchsäurenitril seinerseits zersetzt sich beim Erhitzen in Acrylsäurenitril und Wasser.
Es ist daher grundsätzlich möglich, aus den Ausgangsstoffen Acetaldehyd und Blausäure auf dem Wege
über das Milchsäurenitril zu Acrylsäurenitril zu gelangen (vgl. die USA.-Patentschriften 2 452 672 und
2 790 822 und die britische Patentschrift 792 572). Die Zersetzung des Milchsäurenitrils zu Acrylsäurenitril
und Wasser kann nach diesen Patentschriften in Gegenwart von konzentrierter Phosphorsäure als
Katalysator erfolgen. Diese bekannten Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß das Milchsäurenitril
dabei nicht nur in Acrylsäurenitril und Wasser, sondern in beträchtlichem Ausmaß auch in Acetaldehyd
und Blausäure gespalten wird, so daß dadurch der Umsatz an Acrylsäurenitril nur 51 bis höchstens
70% beträgt.
Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril
aus Dicyandiäthyläther
Anmelder:
E. I. du Pont de Nemours and Company, Wilmington, Del. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Abitz, Patentanwalt, München 27, Pienzenauerstr.
Als Erfinder benannt:
Jonas Kamlet, New York, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 14. September 1959 (839 570)
Patentschrift 2 832 798). Auch dieses bekannte Verfahren konnte nicht im Sinne der Erfindung heran-Um
diesen Nachteil zu beseitigen, sind Verfahren 25 gezogen werden, weil es bisher keinen Weg gibt, um
zur Herstellung von Acrylsäurenitril durch katalytische /9,/?'-DicyandiäthyIäther aus Acetaldehyd und Blau-Zersetzung
von acyliertem, z. B. acetyliertem Milchsäurenitril bei hohen Temperaturen entwickelt worden.
Durch die Acylierung der Hydroxylgruppe wird die
säure herzustellen.
Dagegen ist es jedoch bekannt, a,/?'-Dicyandiäthyläther
durch Kondensation von Acrylsäurenitril mit Möglichkeit der Zersetzung zu Acetaldehyd und 3" äquimolekularen Mengen Milchsäurenitril in Gegen-Blausäure
ausgeschlossen (vgl. die USA.-Patent- wart alkalisch wirkender Katalysatoren herzustellen
Schriften 2 183 357 und 2 452 672 und die deutsche (vgl. USA.-Patentschrift 2 333 782).
Auslegeschrift 1 008 282). Dieses Verfahren liefert Es wurde nun gefunden, daß sich «,/S'-Dicyan-
Auslegeschrift 1 008 282). Dieses Verfahren liefert Es wurde nun gefunden, daß sich «,/S'-Dicyan-
zwar hohe Umsätze an Acrylsäurenitril, benötigt aber diäthyläther unter den nachstehend angegebenen
als zusätzlichen Ausgangsstoff außer Acetaldehyd und 35 Bedingungen in hoher Ausbeute zu Acrylsäurenitril
Blausäure noch das Acylierungsmittel für das Milch- und Wasser zersetzt, so daß man letzten Endes zu
einer sehr vorteilhaften Herstellung des Acrylsäurenitrils aus Acetaldehyd und Blausäure gelangt, wenn
man das durch unmittelbare Umsetzung dieser beiden 40 Ausgangsstoffe gewonnene Milchsäurenitril nicht sofort
durch Wasserabspaltung in Acrylsäurenitril überführt, sondern es zunächst mit Acrylsäurenitril in
«,^'-Dicyandiäthyläther überführt und diesen dann
in der Hitze, gegebenenfalls in Gegenwart eines entsprechen jedoch nicht der im Verfahren der Erfin- 45 wasserabspaltend wirkenden Katalysators, zu Acryldung
gestellten Bedingung hinsichtlich der Ausgangs- säurenitril und Wasser zersetzt. Da die Herstellung
stoffe, weil Äthylencyanhydrin, obwohl es ein Iso- von 1 Mol α,/J'-Dicyandiäthyläther aus Milchsäuremeres
des Milchsäurenitrils ist, durch Umsetzung von nitril nur 1 Mol Acrylsäurenitril erfordert, bei der
Acetaldehyd und Blausäure nicht erhältlich ist. Zersetzung von 1 Mol α,/S'-Dicyandiäthyläther jedoch
Es ist ferner bekannt, Acrylsäurenitril durch 50 2MoI Acrylsäurenitril entstehen, läßt sich das Verkatalytische
Zersetzung von ^,/S'-Dicyandiäthyläther fahren als Kreislaufverfahren durchführen, indem die
bei hohen Temperaturen herzustellen (vgl. die USA.- Hälfte des bei der Spaltung des a,/3'-Dicyandiäthyl-
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säurenitril sowie eine entsprechende weitere Verfahrensstufe, in der das zunächst aus Blausäure und
Acetaldehyd hergestellte Milchsäurenitril acyliert wird.
Andererseits sind verschiedene Verfahren bekannt, um Acrylsäurenitril durch Zersetzung von Äthylencyanhydrin
herzustellen (vgl. die USA.-Patentschriften 2 729 670, 2 494 116 und 2 646 444). Diese Verfahren
äthers entstandenen Acrylsäurenitrils im Kreislauf in das Verfahren zurückgeführt und mit Milchsäurenitril
in den «,/T-Dicyandiäthyläther übergeführt wird,
während die andere Hälfte als Verfahrensprodukt gewonnen wird.
Das Verfahren nach der Erfindung zur Herstellung von Acrylsäurenitril aus «,/J'-Dicyaadiäthyjäther besteht
darin, daß man das, aus Acetaldehyd und Cyanwasserstoff in an sich üblicher Weise hergestellte
setzt und den restlichen Teil des Acrylsäurenitrils in an sich bekannter Weise abtrennt.
Das Verfahren erläutern die folgenden Formelbilder:
CH3 — CH(OH) — CN
■CN
-> CH,-CH-CN
0-CH2-CH2-CN
(D
-CN
säureniiril gebildet haben, destillieren zuerst ,über;
der Siedepunkt des Acetaldehyde beträgt 210C, der
des Cyanwasserstoff^ 26° C. -Das nicht umgesetzte
Acrylsäurenitril, Kp. = 78,50C, geht zuerst als azeotropes
Gemisch über, das aifs 88 % Acrylsäureiiitril
und 120Ip Wasser besteht und bei 710C siedet. Die
Fraktionierung des Reaktionsgemisches wird dann bei vermindertem Druck, z.B. bei 18 bis 20mm
Quecksilbersäule, fortgesetzt. Das nicht umgesetzte
Milchsäurenitril mit äquirnolekularen Mengen Acryl- ίο Milchsäurenitril geht bei Kp.18_20 = 90 bis 1000C
säurenitril in Gegenwart eines alkalisch wirkenden über, und der Λ,/Γ-Dicyandiäthyläther wird bei
Katalysators in an sich bekannter Weise umsetzt, den Kp.18_20 = 145 bis 1550C gewonnen,
entstandenen «,ß'-Dicyandiäthyläther in flüssigem Bei der Durchführung des Verfahrens brauchen
oder dampfförmigem Zustand in Abwesenheit eines jedoch nur die Acetaldehyd-, Cyanwasserstoff-, Acrylwasserabspaltend
wirkenden Katalysators auf Tempe- 15 säurenitril- und Milchsäurenitrilfraktionen abgetrennt
raturen zwischen 300 und 5000C oder in Gegenwart zu werden. Der als Destillationsrückstand zurückvon
Phosphorsäure oder aktiviertem Aluminiumoxyd bleibende «,/T-Dicyandiäthyläther kann unmittelbar
als Katalysator auf Temperaturen zwischen 250 und gespalten werden. Die gewonnenen Acetaldehyd-,
4500C erhitzt, einen Teil des durch Zersetzung des Cyanwasserstoff-, Acrylsäurenitril- und Milchsäure-Ä,/?'-Dicyandiäthyläthers
entstandenen Acrylsäureni- 20 nitrilfraktionen werden zur Herstellung des ιχ,β'-Όχ-trils
im Kreislauf mit frischem Milchsäurenitril um- : cyandiäthyläthers in den Kreislauf wieder zurückgeführt.
Der Umsatz von Milchsäurenitril mit Acrylsäurenitril zu «,,/T-Dicyandiäthyläther beträgt zwischen
40 und 65 % Je Durchgang, aber die Gesamtausbeute
25 an Λ,/S'-Dicyandiäthyläther, bezogen auf den Verbrauch
an Acetaldehyd, Cyanwasserstoff und Acrylr säurenitril, beträgt 95 bis 97% der Theorie.
Die Spaltung des α,/Γ-Dicyandiäthyläthers zu Acrylsäurenitril
kann in Abwesenheit oder in Gegenwart von wasserabspaltend wirkenden Katalysatoren und
bei Unterdruck, Atmosphärendruck oder Überdruck erfolgen. . ■ ■
In Abwesenheit von Katalysatoren liegt die Spalttemperatur im Bereich von 300 bis 500° C.
35 Diese Spaltung kann so erfolgen, indem man den . α,/J'-Dicyandiäthyläther im flüssigen Zustand auf
eine heiße Oberfläche tropfen läßt oder ihn im Dampfzustand über eine heiße Fläche, durch einen erhitzten
Reaktionsraum oder ein erhitztes Rohr leitet. Die 40 abströmenden Gase werden abgekühlt, verflüssigt und
die entstandene Flüssigkeit wird fraktioniert destilliert. Man kann die Spaltung des Λ,/f-Dicyandiäthyläthers
aber auch in Gegenwart von Phosphorsäpre oder aktiviertem Aluminiumoxyd als Wasserabdie
Mischung mit Acetaldehyd bei 10 bis 250C um- 45 Spaltungskatalysator bei Temperaturen zwischen 250
gesetzt. und 4500C durchführen, indem man z. B. den «,ß'-Di-
Die Umsetzung des Milchsäurenitrils mit Acryl- cyandiäthyläther auf die Oberfläche des heißen
säurenitril zu «,/S'-Dicyandiäthyläther erfolgt z. B. Katalysators tropft.
nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 333 782 Die Phosphorsäure ist ein ausgezeichneter Kataly-
in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Katalysators, 50 sator für diesen Zweck. Sie wird bei 1500C wasserfrei,
wie Alkali- oder Erdalkalihydroxyde, -alkoholate, wandelt sich bei etwa 2000C in Pyrophosphorsäure
-cyanide oder Trialkylamine. um und liegt oberhalb 3000C zum großen Teil in der
Grundsätzlich ist es auch möglich, die Herstellung Form von Metaphosphorsäure vor.
des α,^'-Dicyandiäthyläthers in einer einzigen Ver- Ebenso kann der α,/J'-Dicyandiäthyläther auch im
fahrensstufe aus Acetaldehyd, Cyanwasserstoff und 55 Dampfzustand durch ein Katalysatorbett einen den
Acrylsäurenitril durchzuführen. Katalysator enthaltenden erhitzten Reaktionsraum
Die Umsetzung des Acrylsäurenitrils mit dem Milchsäurenitril (oder mit Acetaldehyd und Cyanwasserstoff,
falls die Reaktion einstufig durchgeführt wird) verläuft nicht quantitativ. Das Reaktionsgemisch
wird daher nach der Umsetzung des Acrylsäurenitrils mit dem Milchsäurenitril fraktioniert destilliert, um
den «,/J'-Dicyandiäthyläther abzutrennen; die verschiedenen
Zwischenprodukte werden im Kreislauf
geführt. So kann man dieses erhaltene Reaktions- 65 Man kann daher aus Gründen der Wirtschaftlichkeit
gemisch zuerst bei Atmosphärendruck fraktioniert die Spaltprodukte mit den Umsetzungsprodukten aus
destillieren. Der Acetaldehyd und Cyanwasserstoff,
die sich durch Spaltung von nicht umgesetztem Milch-
die sich durch Spaltung von nicht umgesetztem Milch-
CH,-CH'
O —CH,-CHo
CN
> 2CH2 = CH-CN + H2O
(2)
Die Herstellung des Milchsäurenitrils erfolgt in an sich bekannter Weise, z. B. durch Zusatz von wäßriger
Sodalösung zu flüssigem Cyanwasserstoff, bis der pH-Wert von 6,0 bis 8,0 erreicht ist; anschließend wird
oder in feinzerteilter Form in eine Wirbelschicht des Katalysators geleitet werden. Für diesen Zweck eignet
sich aktiviertes Aluminiumoxyd als Katalysator.
Bei der Spaltung des x,/9'-Dicyandiäthyläthers
entstehen die gleichen Verbindungen, die man bei der Destillation des aus Acrylsäurenitril und Milchsäurenitril
entstandenen Reaktionsgemisches erhält, die sich jedoch in der Menge voneinander unterscheiden.
Milschäurenitril und Acrylsäurenitril vereinigen und diese Mischung zusammen fraktioniert destillieren.
Man gewinnt zuerst eine Fraktion aus Acetaldehyd und Cyanwasserstoff, die im Kreislauf der Milchsäurenitrilherstellung
zugeführt wird. Dann wird das Acrylsäurenitril zuerst als azeotrope Mischung mit
Wasser und dann in reiner Form abdestilliert. Ein Teil des Nitrils wird im Kreislauf geführt und zur
Herstellung des a,/3'-Dicyandiäthyläthers verwendet,
der Rest wird als Verfahrensprodukt gewonnen. Dann destilliert unter vermindertem Druck das nicht umgesetzte
Milchsäurenitril über. Dieses wird wieder mit Acrylsäurenitril zu «,ß'-Dicyandiäthyläther umgesetzt.
Der alsDestillationsrückstand zurückbleibende a.,ß'-Dicyandiäthyläther
wird dann gespalten.
Zu 271 g (10 Mol) flüssigem Cyanwasserstoff wird 20%ige wäßrige Natronlauge gegeben, bis der pH-Wert
7,0 beträgt. Dann werden unter Rühren 443 g (10 Mol) Acetaldehyd zugesetzt, wobei die Temperatur
des Reaktionsgemisches zwischen 10 und 250C gehalten wird, wodurch sich .das Milchsäurenitril
bildet. In einem anderen Behälter werden 531 g (10 Mol) Acrylsäurenitril und 5 g Kaliumcyanid als
Katalysator unter schwachem Rückfluß erhitzt, während das Milchsäurenitril langsam im Verlaufe einer
Stunde zugesetzt wird. Das Reaktionsgemisch wird eine weitere Stunde auf 85 bis 90° C gehalten, dann
abgekühlt und mit 20%iger wäßriger Schwefelsäure neutralisiert. Das Gemisch wird durch fraktionierte
Destillation zuerst bei Atmosphärendruck und dann bei 18 bis 20 mm Quecksilbersäule in Acetaldehyd,
Cyanwasserstoff, Acrylsäurenitril, Milchsäurenitril und Λ,/S'-Dicyandiäthyläther zerlegt. Der Umsatz der
Ausgangsstoffe zu a,/3'-Dicyandiäthyläther schwankt zwischen 40 und 65 °/o je Durchgang, aber die Gesamtausbeute,
bezogen auf den Verbrauch an Acetaldehyd, Cyanwasserstoff und Acrylsäurenitril, beträgt 95 bis
97% der Theorie.
Den «,jö'-Dicyandiäthyläther läßt man mit einer
Geschwindigkeit von etwa 200 g je Stunde aus einem Tropf trichter in einen 500 cm3 fassenden Kolben
tropfen, dessen Boden auf 350 bis 375° C erhitzt wird. Die gasförmigen Spaltprodukte werden abgeleitet,
abgekühlt, verflüssigt und fraktioniert destilliert.
Der «,jö'-Dicyandiäthyläther kann auch dadurch
gespalten werden, indem man ihn bei 180 bis 200° C und 20 mm Quecksilbersäule verdampft und den
Dampf mit einer Geschwindigkeit von 75 g je Stunde durch ein Quarzrohr mit 12,7 mm lichter Weite und
38,1 cm Länge leitet, das elektrisch auf 375 bis 400° C erhitzt wird. Die gasförmigen Spaltprodukte werden
abgeleitet, abgekühlt, verflüssigt und fraktioniert destilliert.
Der Umsatz von «,/S'-Dicyandiäthyläther zu Acrylsäurenitril
beträgt 32 bis 70 % je Durchgang und die Gesamtausbeute, bezogen auf den verbrauchten
α,β'-Dicyandiäthyläther, 93 bis 96 % der Theorie.
Ein Kolben wird mit 50 g Phosphorsäure beschickt und auf 350 bis 36O0C erhitzt, wobei die Säure zum
großen Teil in Metaphosphorsäure übergeht. Aus einem Tropftrichter wird mit einer Geschwindigkeit
von 50 g je Stunde a,/3'-Dicyandiäthyläther, der nach
dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellt worden ist, zugetropft. Die Spaltprodukte werden abgeleitet, abgekühlt,
verflüssigt und fraktioniert destilliert.
ίο Der Umsatz zu Acrylsäurenitril beträgt 62 bis 80%
je Durchgang, die Gesamtausbeute, bezogen auf den verbrauchten α,/J'-Dicyandiäthyläther, 94 bis 95%.
«,/S'-Dicyandiäthyläther wird bei 250 bis 275°C
und 25 bis 30 mm Quecksilbersäule verdampft und der Dampf mit einer Geschwindigkeit von 90 g je
Stunde durch ein Quarzrohr von 12,7 mm lichter Weite und 38,1 cm Länge geleitet, das zur Hälfte mit
granuliertem aktiviertem Aluminiumoxyd als Katalysator gefüllt ist und auf 300 bis 325 0C gehalten wird.
Die gasförmigen Spaltprodukte werden abgeleitet, abgekühlt, verflüssigt und fraktioniert destilliert.
Der Umsatz zu Acrylsäurenitril beträgt 50 bis 55 % je Durchgang, die Gesamtausbeute, bezogen auf den verbrauchtena,/9'-Dicyandiäthyläther,95%der Theorie.
Der Umsatz zu Acrylsäurenitril beträgt 50 bis 55 % je Durchgang, die Gesamtausbeute, bezogen auf den verbrauchtena,/9'-Dicyandiäthyläther,95%der Theorie.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril aus Dicyandiäthyläther, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus Acetaldehyd und Cyanwasserstoff in an sich üblicher Weise hergestellte Milchsäurenitril mit äquimolekularen Mengen Acrylsäurenitril in Gegenwart eines alkalisch wirkenden Katalysators in an sich bekannter Weise umsetzt, den entstandenen x,ß'-D'icyandiäthyläther in flüssigem oder dampfförmigem Zustand in Abwesenheit eines wasserabspaltend wirkenden Katalysators auf Temperaturen zwischen 300 und 5000C oder in Gegenwart von Phosphorsäure oder aktiviertem Aluminiumoxyd als Katalysator auf Temperaturen zwischen 250 und 4500C erhitzt, einen Teil des durch die Spaltung des «,ß'-Dicyandiäthyläthers entstandenen Acrylsäurenitrils im Kreislauf mit frischem Milchsäurenitril umsetzt und den restlichen Teil des Acrylsäurenitrils in an sich bekannter Weise abtrennt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 008 282, 1 033 656, 1034 625, 1069 614;deutsche Patentschriften Nr. 851 185, 962 430;
britische Patentschrift Nr. 792 572;
belgische Patentschrift Nr. 571 200;
USA.-Patentschriften Nr. 2 183 357, 2 333 782,
2 452 672, 2 494 116, 2 646 444, 2 729 670, 2 790 822, 2 832 798.409 710/427 10. 64ι Bundesdruckerei Berlin
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