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DE1168926B - Verfahren zur Herstellung von hektographischen Druckformen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hektographischen Druckformen

Info

Publication number
DE1168926B
DE1168926B DEG31671A DEG0031671A DE1168926B DE 1168926 B DE1168926 B DE 1168926B DE G31671 A DEG31671 A DE G31671A DE G0031671 A DEG0031671 A DE G0031671A DE 1168926 B DE1168926 B DE 1168926B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheet
dye
emulsion
layer
photographic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG31671A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Emiel Van Hoof
Georges Arthur Holvoet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gevaert Photo Producten NV
Original Assignee
Gevaert Photo Producten NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gevaert Photo Producten NV filed Critical Gevaert Photo Producten NV
Publication of DE1168926B publication Critical patent/DE1168926B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/26Processing photosensitive materials; Apparatus therefor
    • G03F7/34Imagewise removal by selective transfer, e.g. peeling away

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
  • Color Printing (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B 41m
Deutsche Kl.: 15 k -7/01
Nummer: 1168 926
Aktenzeichen: G 31671 VIb/15 k
Anmeldetag: 23. Februar 1961
Auslegetag: 30. April 1964
Die USA.-Patentschrift 2 903 964 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von hektographischen Druckformen auf photographischem Wege. Nach diesem Verfahren wird ein lichtempfindliches, photographisches Aufnahmematerial im durchfallenden Licht hinter einer einseitig bedruckten oder beschriebenen Vorlage belichtet. Das Material wird dann einer härtenden Entwicklung unterworfen, bei der die belichteten Stellen des Materials, die den durchsichtigen Stellen der Vorlage entsprechen, entwickelt und gehärtet werden, während die unbelichteten Stellen, an denen die Vorlage undurchsichtig ist, ungehärtet bleiben. Das so entwickelte und differenziert gehärtete Material wird mit einem Papierblatt zusammengepreßt, und anschließend werden die beiden Blätter voneinander abgezogen, wobei die ungehärteten Teile der Emulsionsschicht auf dem Papierblatt haftenbleiben. Auf dem Papierblatt bildet sich also ein seitenverkehrtes, positives Reliefbild der Vorlage. Das Papierblatt mit diesem Reliefbild wird gegen die Farbstoffseite eines Spiritkarbonblattes gepreßt und von diesem abgezogen, wobei auf dem aus ungehärteter Emulsion bestehenden Relief Farbstoff des Spiritkarbonpapiers haftenbleibt. Spannt man das so eingefärbte Papierblatt nun in den Vervielfältigungsapparat, so erhält man positive, seitenrichtige Kopien der Vorlage.
Nachteil des Verfahrens der USA.-Patentschrift ist, daß es sich nur für einseitig bedruckte Vorlagen eignet. Bei doppelseitig bedruckten Vorlagen müßte man eine Reflexbelichtung vornehmen; dabei erhielte man jedoch ein seitenrichtiges Relief bild auf der Druckform, die ihrerseits zu seitenverkehrten Kopien führen würde.
Die Durchsichtsbelichtung, auf die das Verfahren der USA.-Patentschrift wie gesagt nur anwendbar ist, hat jedoch nicht nur den Nachteil, auf einseitig bedruckte Vorlagen beschränkt zu sein, sondern ergibt auch ein weniger scharfes Bild als die Reflexbelichtung und erfordert sehr unterschiedliche Belichtungszeiten je nach der Papierstärke der Vorlage. Das Verfahren der USA.-Patentschrift hat sich deshalb nicht in der Praxis durchsetzen können.
Nach einem anderen, früher vorgeschlagenen Verfahren wird eine Schicht, die aus Farbstoff besteht oder Farbstoff enthält, gegen eine Gelatine-Silberhalogenidemulsionsschicht gepreßt, in der ein entwickeltes photographisches Bild der zu vervielfältigenden Vorlage erzeugt worden ist und das eine größere Gelatinehärte an den Stellen zeigt, an denen das Silberhalogenid zu Silber reduziert worden ist, und diese Schichten werden anschließend getrennt, wobei
Verfahren zur Herstellung von hektographischen Druckformen
Anmelder:
Gevaert Photo-Producten N.V.,
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Vertreter:
Dr. W. Müller-Bore und Dipl.-Ing. H. Gralfs,
Patentanwälte, Braunschweig, Am Bürgerpark 1
Als Erfinder benannt:
Albert Emiel van Hoof, Berchem, Antwerpen,
Georges Arthur Holvoet, Mortsel, Antwerpen
(Belgien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 23. Februar 1960 (6399),
vom 19. Mi 1960 (25 157)
an den anderen Stellen der Silberhalogenidemulsionsschicht Emulsion auf die Farbstoffschicht übertragen wird. Nach diesem Verfahren bleibt also nach der Trennung der Schichten die Farbstoffschicht nur an den Stellen, die mit dem Silberbild in Berührung standen, von der Emulsion unbedeckt, und das diese selektiv abgedeckte Farbstoffschicht umfassende Material läßt sich als Vervielfältigungsmatrize benutzen. Bei der normalen Durchführung dieses Verfahrens wird Farbstoff von der Farbstoffschicht auf die SiI-berhalogenidemulsionsschicht an den Stellen übertragen, an denen das Silberhalogenid zu einem Silberbild entwickelt worden ist, so daß es nach der Trennung der Schichten auch möglich ist, das Material mit der Silberhalogenidemulsionsschicht (im nachfolgenden auch als das photographische Material bezeichnet) als Vervielfältigungsmatrize verwenden läßt.
Die Erfindung gibt ein neues Verfahren zur Herstellung einer für die Spiritvervielfältigung geeigneten Matrize.
409 587/163
Nach der Erfindung wird wie bei dem vorstehend erwähnten älteren Verfahren eine Schicht die aus Farbstoff besteht oder Farbstoff enthält, gegen eine Gelatine - Silberhalogenidemulsionsschicht gepreßt, in der ein entwickeltes photographisches Bild der zu vervielfältigenden Vorlage gebildet worden ist und das die größere Gelatinehärte an den Stellen zeigt, an denen das Silberhalogenid zu Silber reduziert worden ist, und anschließend werden diese Schichten getrennt, wobei Emulsion an den anderen Stellen der Silberhalogenidemulsionsschicht auf die Farbstoffschicht übertragen wird. Im Anschluß daran wird jedoch das Material, das die selektiv abgedeckte Farbstoffschicht umfaßt, gegen ein Empfangsblatt, beispielsweise ein Blatt aus gewöhnlichem Papier, gepreßt, und darauf wird dieses Empfangsblatt abgezogen, wobei die Emulsion zusammen mit den anhaftenden Teilen der Farbstoffschicht auf das Empfangsblatt übertragen wird. Dieses Empfangsblatt läßt sich als Vervielfältigungsmatrize benutzen. Es ist jedoch auch möglich, das Material, das die verbleibenden Teile der Farbstoffschicht umfaßt, in der gleichen Weise wie nach dem früher vorgeschlagenen Verfahren das Material, das die selektiv abgedeckte Farbstoffschicht umfaßt, als Vervielfältigungsmatrize zu benutzen.
Wie in einem früher vorgeschlagenen Verfahren beschrieben ist, muß die Farbstoffschicht selbstverständlich eine solche Zusammensetzung haben, daß der Farbstoff auf Abzugpapier übertragen werden kann, wenn dieses in Gegenwart einer geeigneten Flüssigkeit, beispielsweise einer Flüssigkeit, wie sie gewöhnlich für die Spiritvervielfältigung benutzt wird, die also hauptsächlich aus einem oder mehreren aliphatischen Alkoholen besteht, mit der Vervielfältigungsmatrize in Kontakt gebracht wird. Beispielsweise sind gute Resultate mit gewissen der im Handel erhältlichen Farbblätter erzielt worden, die zur Herstellung von Spiritvervielfältigungsmatrizen auf mechanischem Wege, beispielsweise mit Hilfe der Schreibmaschine, verwendet werden. Gute Ergebnisse sind jedoch nicht mit allen derartigen Farbblättern erzielt worden. Insbesondere sollten Blätter, deren Farbstoffschicht mit einer hydrophoben Schutzschicht, beispielsweise einer Wachsschicht, bedeckt ist, nicht verwendet werden. Einige einfache Versuche mit verschiedenen Farbblättern zeigen jedoch schnell, welche Farbblätter geeignet sind. Gute Ergebnisse wurden mit Farbblättern erhalten, deren Farbstoffschicht mit einem alkohollöslichen Färbstoff, beispielsweise Kristallviolett, eingefärbt ist und einen wachsartigen oder viskosen Binder enthält, jedoch keinen Schutzüberzug aufweist. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung der Druckform bildgemäß übertragene Schicht kann also Wachs oder anderes hydrophobes Material enthalten, soweit ihre übertragung auf das hydrophile Druckformblatt nicht beeinträchtigt wird. Beispielsweise seien die folgenden im Handel erhältlichen Farbblätter als geeignet erwähnt: Ein hektographisches Karbonpapier, das von der Firma Günther Wagner Pelikanwerke, Hannover, unter der ihr geschützten Bezeichnung »Pelikan 991 U 25« hergestellt wird, und ein »fluid duplicating carbon«, das als »Standard«, von der Standard Duplicating Machines Corporation, Everett, Mass., USA., vertrieben wird.
Es ist nicht nötig, wenn es auch bevorzugt wird, daß die in einem Verfahren gemäß der Erfindung verwendete Farbschicht Teil eines Blattmaterials ist, beispielsweise eines mit einer Farbschicht versehenen Papiers. So kann eine geeignete Farbschicht auf eine Platte oder eine andere starre Trägergrundlage aufgebracht werden, und die das Bild tragende Emulsionsschicht kann auf diese Farbstoffschicht aufgewalzt oder sonstwie mit ihr in Kontakt gebracht werden.
Das photographischc Material kann beispielsweise eine lichtempfindliche, ungehärtete oder praktisch ungehärtete Gelatine-Silberhalogenidemulsionsschicht umfassen, die auf einem flexiblen Träger aufgebracht ist, beispielsweise auf Papier. Wenn gewünscht, kann photographisches Material in Rollenform benutzt werden, um eine Mehrzahl von Bildern gleichzeitig oder nacheinander aufzuzeichnen, um die Herstellung der entsprechenden Vervielfältigungsmatrizen vorzubereiten. Es ist auch möglich, als Farbstoffmaterial ein Material in Rollenform zu benutzen, so daß eine vollständige Reihe von latenten Bildern auf dem photographischen Material entwickelt werden kann und sich die Matrizen in einem ununterbrochenen Arbeitsgang erzeugen lassen. Normalerweise ist es jedoch zweckmäßiger, das photographische Material und das Farbstoffmaterial in Form von Blättern einer Größe zu verwenden, die zur Aufzeichnung von Einzelbildern ausreichend ist.
Das photographische Material läßt sich für den Kontakt mit der Farbstoffschicht vorbereiten, indem man die lichtempfindliche Schicht mit der zu vervielfältigenden Vorlage belichtet und anschließend eine gerbende Entwicklung durchführt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist in erster Linie für die Dokumentreproduktion bestimmt. Die Matrizen werden gewöhnlich von positiven Vorlagen erzeugt oder von negativen Aufzeichnungen positiver Originale. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Herstellung von Matrizen beschränkt, die zu positiven Vervielfältigungen führen.
Zur Herstellung einer Vervielfältigungsmatrize, die positive lesbare Kopien eines Originaltextes liefert, ist es bei Benutzung des Empfangsblattes als Matrize erforderlich, das lichtempfindliche Material derart zu belichten, daß bei der Entwicklung ein seitenverkehrtes negatives Silberbild des Originals auf der lichtempfindlichen Schicht entsteht. Man kann dies erreichen, indem man die lichtempfindliche Schicht reflektographisch mit dem Original belichtet. Andere Verfahren, die dem Fachmann auf dem Gebiet der Dokumentreproduktion bekannt sind, sind jedoch zur Herstellung eines seitenverkehrten Silberbildes anwendbar. Wenn das Farbstoffmaterial als Matrize verwendet wird, belichtet man das photographische Material derart, daß das entwickelte photographische Bild positiv und lesbar ist. Es versteht sich jedoch, daß diese Regeln nur für die Reproduktion von Texten wichtig sind. Die Erfindung ist nicht auf die Herstellung von Matrizen für die Reproduktion von Schriftstücken beschränkt, und in manchen Fällen, beispielsweise bei der Reproduktion von Zeichnungen, ist es nicht immer erforderlich, daß die Matrize, verglichen mit dem Original, seitenverkehrt ist. Die Erfindung ist auch nicht auf die Herstellung von Matrizen zur Erzeugung positiver Vervielfältigungen beschränkt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß das »photographische Bild« positiv, negativ, seitenverkehrt oder seitenrichtig sein kann. Es versteht sich
ferner, daß dieses Bild größer oder kleiner als die zu vervielfältigende Vorlage sein oder die gleiche Größe besitzen kann.
Die belichtete lichtempfindliche Emulsionsschicht kann der gerbenden Entwicklung unterworfen werden, indem beispielsweise eine Lösung eines gerbenden Entwicklers benutzt wird. Polyoxybenzole, besonders Brenzkatechin oder Pyrogallol, die in einem alkalischen Medium angewandt werden, werden meist als gerbende Entwickler benutzt, und diese Verbindungen sind zur Entwicklung eines belichteten photographischen Materials, das nach dem Verfahren der Erfindung benutzt wird, sehr geeignet. Verschiedene Alkalien sind brauchbar; in der Praxis werden gewöhnlich Alkalicarbonate oder Alkalihydroxyde verwendet. Es wird empfohlen, dem Entwicklerbad und/oder der Silberhalogenidemulsion des photographischen Materials, das zur Durchführung der Erfindung benutzt wird, einen Weichmacher für Gelatine (beispielsweise Harnstoff) einzuverleiben.
Ein Entwicklungsbeschleuniger kann, wenn gewünscht, benutzt werden, beispielsweise eine quaternäre Ammoniumverbindung, eine quaternäre Pyridiniumverbindung oder das eine oder andere quaternäre Salz organischer Stickstoffbasen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein photographisches Material verwendet, das ein gerbendes Entwicklungsmittel enthält, z. B. Pyrogallol oder Brenzkatechin oder eine der in •der britischen Patentschrift 812 673 aufgeführten Verbindungen, und die gerbende Entwicklung der belichteten Emulsionsschicht wird in einer alkalischen Lösung durchgeführt, die selbst keinen gerbenden Entwickler enthält. Die alkalische Lösung kann einen Weichmacher für Gelatine (z. B. Harnstoff) enthalten, wie im vorstehenden erwähnt, und die Entwicklung kann bei erhöhter Temperatur durchgeführt werden. Eine günstige Entwicklungstemperatur der Flüssigkeit, die Alkali und Harnstoff enthält, ist 28 bis 30° C. In der Flüssigkeit, in der die Entwicklung stattfindet, wird als Alkali vorzugsweise ein Alkalicarbonat verwendet; statt dessen oder außerdem kann auch eine andere alkalische Verbindung Verwendung finden, beispielsweise Natriumphosphat, Triäthanolamin, Alkalihydroxyd, ein Bicarbonat usw. Weil die Entwicklerlösung frei von jeder gerbenden Substanz ist, wird eine Beeinträchtigung der Entwicklerlösung durch Oxydation des gerbenden Mittels unter dem Einfluß des Luftsauerstoffes vollständig vermieden, selbst wenn die Entwicklung bei relativ hoher Temperatur durchgeführt wird. Entsprechend läßt sich die Entwicklung bei höheren Temperaturen durchführen, so daß die Entwicklungszeit abgekürzt werden kann.
Obwohl es möglich ist, eine Vervielfältigungsmatrize herzustellen, indem das belichtete photographische Material und das Farbstoffmaterial voider Entwicklung zusammengebracht werden, also die beiden Materialien zusammen in das Entwicklungsbad eingeführt und anschließend fest zusammenge- preßt werden, bevor sie getrennt werden, so sind doch bisher auf diese Weise keine hochwertigen Matrizen erhalten worden, und es ist ratsam, die beiden Materialien erst dann zusammenzubringen, wenn das photographische Material in dem Entwicklerbad behandelt worden ist. Vorzugsweise werden die Materialien zusammengepreßt, wenn das photographische Material den gerbenden Entwickler verläßt.
Dies kann entweder mittels eines oder mehrerer Paare von Walzen oder mittels einer oder mehrerer Walzen und eines oder mehrerer damit zusammenwirkender, sich nicht drehender Teile bewirkt werden, die an der Austrittsstelle aus dem Entwickler angebracht sind. Alle diese Teile können beheizt werden. Statt dessen oder außerdem können auch Mittel zum Erwärmen des Entwicklers vorgesehen werden.
Nach den früher vorgeschlagenen automatischen und halbautomatischen Verfahren zur Herstellung der Vervielfältigungsmatrizen wird die Farbstoffschicht und die photographische Kopie zusammengepreßt, während die besagte Kopie aus dem gerbenden Entwicklerbad herausgezogen wird. Die für jenes Verfahren brauchbaren Geräte können auch zur Durchführung der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Ein sehr geeignetes Gerät zur Durchführung der Entwicklung des lichtempfindlichen Materials und zum Pressen dieses Materials gegen das Karbonpapier ist in Fig. 1 der Zeichnung wiedergegeben. In dieser Figur bezeichnet 1 einen Tank, der die alkalische Lösung enthält, in der das Gerben stattfindet. Darüber ist ein Raum 2 vorgesehen, der von der Flüssigkeit getrennt ist, 3 und 4 sind Preß walzen. Ein elektrischer Widerstand 5 ist unter dem Entwicklerabteil vorgesehen, um die Flüssigkeit in dem Tank zu erwärmen. Dieser Widerstand kann mit einem Thermostat gekoppelt sein, um die Flüssigkeit auf konstanter Temperatur, beispielsweise zwischen 28 und 30° C, zu halten. Die Walze 3 ist so angeordnet, daß sie von der Walze 4 entfernt werden kann. Um eine Vervielfältigungsmatrize herzustellen, wird die Walze 3 von der Walze 4 bewegt, und ein lichtempfindliches Blatt A, das belichtet worden ist, wird zwischen den Walzen in den Entwicklertank 1 eingeführt. Während das photographische Materials entwickelt wird, läßt man ein hektographisches Farbblatt B in den Raum 2 gleiten. Die Länge der Blätter A und B ist so bemessen, daß wenn sie, wie dargestellt, in den Entwicklerraum bzw. in den Raum 2 eingesetzt sind, Enden der beiden Blätter zwischen den Walzen 3 und 4 liegen.
Bevor man das Blatt A aus dem Entwickler herauszieht, bringt man die Walze 3 in ihre Arbeitsstellung, so daß sie die Blätter A und B gegen die Walze 4 preßt. Dann wird das entwickelte photographische Material A und das Farbblatt B zwischen den Walzen hindurchbefördert. Während die Blätter die Walzen passieren, wird überschüssige Flüssigkeit abgepreßt, und die beiden Blätter verlassen das Gerät, während sie in innigem Kontakt auf Vorderfläche zusammenhängen. Sie werden anschließend voneinander gelöst, und das Farbblatt wird gegen ein Papierblatt gepreßt. Dann wird das Papierblatt abgezogen. Es ist nun fertig zur Verwendung als Matrize für die Spiritvervielfältigung. Wenn gewünscht, kann mittels der Druckwalze (ή) 3 und/oder 4 eine Erwärmung durchgeführt werden. Der Raum 2 ist nicht notwendigerweise geschlossen; das Farbblatt B kann auch nur auf dem Deckel eines Einkammertanks ruhen. Alles, was nötig ist, ist eine Trägerfläche, die es gestattet, das Farbblatt B leicht derart hinter die Walzen 3 und 4 zu legen, daß nach der Entwicklung des Materials A die Materialien A und B zusammen zwischen den Preßwalzen hindurchgezogen werden können. Eine oder beide der Walzen können durch eine Gummirakel efsetzt werden. Eine der Walzen
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kann auch durch eine flache, feste Stange ersetzt preßt. Nach einigen Sekunden wird das Farbblatt ab-
werden. Die Walzen können entweder elektrisch oder gezogen und weggeworfen. Das Papierblatt trägt nun
von Hand betrieben werden. Wenn gewünscht, kann ein farbstoffhaltiges seitenverkehrtes Bild. Dieses Pa-
der Entwicklerraum von Tank 1 an seinem Eingang pier kann als Matrize auf einem Spiritvervielfältiger
durch nachgiebig angebrachte Verschlußmittel oder 5 benutzt werden.
durch Kanten aus Kunststoff abgedichtet werden, um Nach einer anderen Ausführungsform der Erfineine Oxydation der Entwicklerlösung durch Kontakt dung verwendet man ein photographisches Material, mit der Luft zu verringern. das eine ungehärtete oder praktisch ungehärtete licht-Es ist möglich, daß beim Zusammenpressen der empfindliche Halogensilberemulsion des Negativtyps Materialien A und B die abgedrückte Flüssigkeit io aufweist, d. h. eine Emulsion, die nach Belichtung etwas Farbstoff des hektographischen Farbblattes mit einem Text und anschließender Entwicklung ein auflöst und die Flüssigkeit in dem Tank verunreinigt. Silberbild an den belichteten Stellen ergibt. Auf diese Das Gerät kann deshalb mit einem kleinen Ablauf, lichtempfindliche Schicht wird ein negatives MikroTropfenfänger oder einem anderen Behälter zur Auf- filmbild eines Textes oder einer Zeichnung projiziert, nähme dieser herausgepreßten Flüssigkeit versehen 15 wobei dafür gesorgt wird, daß das Negativ in dem sein. Eine andere Möglichkeit, die Flüssigkeit so Vergrößerungsgerät mit seiner Rückseite der Lichtlange wie möglich in brauchbarem Zustand zu halten, quelle zugekehrt ist, so daß durch Entwicklung des so daß die Entwicklung des lichtempfindlichen Ma- photographischen Materials ein positives seitenrichterials ohne Störung durchgeführt werden kann, be- tiges Bild des Originaltextes oder der Originalzeichsteht darin, der alkalischen Flüssigkeit ein Fällungs- 20 nung erhalten wird. Nach der Entwicklung in einem mittel für den basischen Farbstoff des hektographi- gerbenden Entwickler wird das photographische Maschen Farbblattes zuzusetzen. Organische Fällungs- terial gegen ein Farbblatt des im vorstehenden ermittel haben sich für diesen Zweck als sehr geeignet wähnten handelsüblichen Typs gepreßt. Die beiden erwiesen. Im allgemeinen sind Verbindungen ge- aneinanderhaftenden Materialien werden eine Weile eignet, die ein relativ großes Anion aufweisen, bei- 25 erwärmt, beispielsweise indem man die Rückseite des spielsweise die wasserlöslichen Salze von Diamino- photographischen Materials gegen eine beheizte stilbenderivaten (vgl. die niederländische Patent- Platte drückt. Dann wird das photographische Mateschrift 89 134), Trichloressigsäure, Salizylsäure, rial von dem Farbblatt abgezogen und weggeworfen. Nitrophenol, Benzol- und Toluolsulfonsäure usw. Das Farbblatt kann nun als Matrize für die Spirit-Andere Substanzen können zu der Lösung von 30 vervielfältigung verwendet werden; es ergibt positive Alkali und Harnstoff zugesetzt werden, beispielsweise Kopien des Originals.
quaternäre Stickstoffverbindungen zur Aktivierung Nach einer Abänderung des eben beschriebenen oder Beschleunigung der Entwicklung. Wenn ge- Verfahrens wird ein negatives Mikrofilmbild eines wünscht, können außerdem die Klebeigenschaften Textes oder einer Zeichnung auf ein photographisches der Gelatine durch Verwendung von hygroskopi- 35 Material projiziert, das eine Halogensilberemulsion sehen Substanzen beeinflußt werden, z. B. von GIy- des direktpositiven Typs trägt. Dabei wird dafür gezerin, Glykolen, Polyglykolen, Kaliumcarbonat, sorgt, daß das Negativ in dem Vergrößerungsgerät Netzmitteln usw. Organische Lösungsmittel, die mit mit seiner Bildseite der Lichtquelle zugekehrt ist, so der alkalischen Flüssigkeit verträglich sind, können daß durch Entwickung des photographischen Mateebenfalls zugesetzt werden, beispielsweise in Mengen 40 rials ein negatives Gegenstück, d. h. ein seitenverkehrvon 25 bis 100 ml, um die Übertragung der ungehär- tes negatives Bild des Originaltextes oder der Origiteten Gelatine auf das Karbonpapier zu unterstützen. nalzeichnung erhalten wird. Nach Entwicklung in Beispiele solcher Lösungsmittel sind Äthanol, Me- einem gerbenden Entwickler wird das photograthylglykol, Isopropylalkohol, Carbinol, Dioxan, Bu- phische Material gegen ein Farbstoffmaterial gepreßt, tyrolacton usw. 45 beispielsweise ein Farbblatt, wie es im vorstehenden Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Er- erwähnt worden ist. Anschließend werden beide gefmdung wird ein Blattmaterial, das eine ungehärtete trennt, und das Farbstoffmaterial wird gegen ein oder im wesentlichen ungehärtete lichtempfindliche Blatt Papier gepreßt. Dieses wird abgelöst und läßt Silberhalogenidemulsion des Negativtyps aufweist, sich in einem Spiritvervielfältiger zur Herstellung reflektographisch mit einer zu reproduzierenden Vor- 50 positiver Kopien des Originals verwenden, lage belichtet. Nach der Belichtung und der Entwick- Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend belung in einem gerbenden Entwickler wird das photo- schriebene Belichtungsmethoden beschränkt. Für den graphische Material gegen ein Farbblatt gepreßt, das Fachmann der Dokumentreproduktion ist es klar, dem im vorstehenden beschriebenen Typ entspricht daß auch andere Varianten denkbar sind, und aus einer Farbstoffschicht zusammengesetzt ist 55 Die Erfindung ist im nachstehenden beispielsweise oder eine solche Farbstoffschicht enthält. Wenn es erläutert. In den Beispielen 1 und 4 sind dieBestandauch nicht wesentlich ist, so ist es zur Erzielung teile der Entwicklerlösung in der Reihenfolge angescharfer Kopien doch ratsam, die beiden aneinander- geben, in der sie in der Praxis zur Herstellung der haftenden Materialien eine Weile auf eine Tempera- Lösungen verwendet werden, tür von 35 bis 40° C zu erwärmen, beispielsweise 60
indem man das photographische Material mit seiner Beispiel 1 Rückseite einige Sekunden gegen eine erwärmte
Platte drückt. Dann wird das photographische Mate- Zu einer kontrastreichen Halogensilberemulsion rial von der Farbstoffschicht abgezogen. Ein GeIa- des Typs, der nach bildgemäßer Belichtung und Enttinereliefbild, das den wenig oder nicht gehärteten 65 wicklung ein Negativ ergibt, werden auf jedes Kilo-Gelatineteilen der Emulsion entspricht, haftet nun gramm Emulsion 40 g Harnstoff hinzugefügt. Das auf dem Farbblatt. Nach wenigen Sekunden wird das erhaltene lichtempfindliche Papier wird reflektogra-Farbblatt gegen eine Schicht gewöhnliches Papier ge- phisch mit einer positiven Vorlage belichtet und
dann 35 Sekunden bei 20° C in einen gerbenden Entwickler der folgenden Zusammensetzung entwickelt:
Wasser 800 cm3
Harnstoff 60 g
Natriumcarbonat (wasserfrei) 30 g
Brenzcatechin 6 g
Kaliumsalz von Ascorbinsäureborat .. 2 g
Wasser bis 1000 cm3
Hierdurch werden die belichteten Teile der Emulsionsschicht geschwärzt und gehärtet und ergeben ein negatives seitenverkehrtes Bild der Vorlage. Die aus gehärteten und ungehärteten Teilen bestehende Emulsionsschicht wird dann auf einem Farbstoffblatt oder Spiritkarbonpapier gepreßt, wie es im allgemeinen zur Herstellung von Spiritvervielfältigungsmatrizen auf mechanischem Wege, z. B. durch Maschinenschrift, Verwendung findet und dessen Farbstoffschicht nicht mit einem Schutzüberzug versehen ist. Beide Materialien werden gemeinsam zwischen zwei Gummiwalzen hindurchgeführt, aufeinanderklebend eine Zeitlang mit der Rückseite des photographischen Materials auf eine auf 35 bis 40° C erwärmte Platte gepreßt. Das photographische Material wird anschließend abgestreift und weggeworfen. Nach 5 bis 60 Sekunden wird das Farbstoffblatt auf einen Bogen gewöhnliches Papier gepreßt. Nach 1 Minute wird der Papierbogen vom Farbstoffblatt abgestreift. Dieser Papierbogen trägt nun ein farbstoffhaltiges positives, aber seitenverkehrtes Bild der Vorlage; er kann als Vervielfältigungsmatrize zur Erzeugung Dutzender von Kopien, z. B. mittels eines der handelsüblichen Spiritvervielfältiger, verwendet werden.
Beispiel 2
Ein photographisches Material der gleichen Zusammensetzung wie im Beispiel 1 wird reflektographisch mit einer zu kopierenden Vorlage belichtet und 20 Sekunden bei 28° C in der Entwicklerlösung von Beispiel 1 entwickelt. Das entwickelte photographische Material wird dann ohne Erwärmung auf ein hektographisches Farbstoffblatt gemäß Beispiel 1 gepreßt. Nach 5 bis 10 Sekunden wird dieses Blatt abgestreift, und das Farbstoffblatt wird dann wie im Beispiel 1 auf einen Bogen gewöhnliches Papier gepreßt. Dieser Papierbogen wird vom Farbstoffblatt abgestreift und kann in der gleichen Weise wie der Papierbogen von Beispiel 1 als Vervielfältigungsmatrize verwendet werden.
Beispiel 3
Auf dem Papierstreifen aus einem 135-g-Papier wird eine sehr kontrastreiche Halogensilberemulsion gegossen, die nach bildgemäßer Belichtung und Entwicklung ein Negativ liefert. Vor dem Vergießen werden je Liter Emulsion folgende Produkte zugesetzt:
Harnstoff 50 g
Brenzcatechin 25 g
Kaliummetabisulfit 2 g
Nach Erstarren und Trocknen wird dieses lichtempfindliche Material reflektographisch belichtet und 30 Sekunden lang bei 22° C in einer Lösung folgender Zusammensetzung entwickelt:
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g
Wasser bis 1000 cm3
Die weitere Verarbeitung verläuft wie im Beispiel 1. Das abgestreifte Farbstoffblatt wird auf einen Bogen gewöhnliches Papier gepreßt, worauf dieser Papierbogen abgestreift wird. Er kann in gleicher Weise wie der Papierbogen von Beispiel 1 als Vervielfältigungsmatrize verwendet werden.
Beispiel 4
ίο Ein photographisches Material gleicher Zusammensetzung wie im Beispiel 1 wird reflektographisch mit einer Vorlage belichtet und 20 Sekunden lang bei 22° C in der folgenden Lösung entwickelt:
Wasser 800 cm8
Harnstoff 90 g
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g
Brenzkatechin 6 g
Kaliumsalz von Ascorbinsäureborat .. 2 g
p-Nitrobenzylpyridiniumchlorid Ig
Wasser bis lOOO cm3
Nach Entwicklung wird das photographische Material wie im Beispiel 1 20 Sekunden auf ein hektographisches Karbonpapier gepreßt. Dann wird das Karbonpapier abgestreift und anschließend auf einen Bogen gewöhnliches Papier gepreßt. Dieses wird dann von Karbonpapier abgestreift und kann als Vervielfältigungsmatrize zur Herstellung dutzender von Abdrücken durch Spiritvervielfältigung verwendet werden.
Beispiel 5
Zu einer kontrastreichen Halogensilberemulsion des Typs, der nach bildgemäßer Belichtung und Entwicklung ein Negativ liefert, werden je Kilogramm Emulsion 40 g Harnstoff und 15 g Brenzkatechin zugesetzt. Die Emulsion wird auf Papier vergossen und getrocknet. Das erhaltene lichtempfindliche Papier wird reflektographisch mit der zu kopierenden Vorlage belichtet. Dann wird es entwickelt und auf ein hektographisches Karbonpapier gepreßt. Hierfür verwendet man das in Fig. 2 dargestellte Gerät. In dieser Figur bedeutet W ein thermostatisch beheizter Widerstand zur Erwärmung der in Behälter T beendlichen Flüssigkeit auf 28 bis 30° C; A ein lichtempfindliches Material; B das hektographische Farbblatt; G Führungsplatten für das Material; 1 und 2 die Gummiwalzen.
Eine der Gummiwalzen kann durch eine flache schmale Platte ersetzt werden, so daß das Zusammenpressen zwischen einer Gummiwalze und einer festen Wand erfolgt. Mindestens eine der Gummiwalzen kann durch eine Gummirakel ersetzt werden. Der Behälter T des Geräts wird mit der folgenden Lösung gefüllt:
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g
Harnstoff 60 g
Wasser bis 1000 cm3
Das belichtete photographische Material wird 20 Sekunden in die Lösung getaucht, und dann wird das Blatt durch Drehen der Gummiwalzen aus dem Gerät entfernt; gleichzeitig wird es auf das hektographische Farbblatt gepreßt. Nach 30 Sekunden wird das Farbblatt abgestreift und auf einen Bogen beschichtetes Papier gepreßt, beispielsweise indem man das Farbblatt zusammen mit dem Papierbogen zwischen Gummiwalzen hindurchleitet. Nach der
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Claims (1)

11 12
Trocknung wird das Farbblatt von dem beschichte- Bogen abgestreift. Der negative Bogen wird wegge-
ten Papier abgestreift. Dieses kann nun in einen worfen, und man erhält eine positive transparente
Spiritvervielfältiger als Vervielfältigungsmatrize zur Kopie der Vorlage. Als photographisches Material
Erzeugung von mindestens hundert Kopien der Vor- benutzt man einen Träger mit einer Halogenemulsion
lage gebraucht werden. 5 des Typs, der bei Belichtung ein direktpositives Bild
. . liefert, wie z. B. im Beispiel 4 der deutschen Patent-
Beispiel 6 schrift 1 049230 beschrieben ist. Vor dem Vergießen
Ein lichtempfindliches photographisches Material der Emulsion auf den Träger setzt man der Emulsion
derselben Zusammensetzung wie im Beispiel 5 wird je Kilogramm 50 g Harnstoff zu, um einem Härten
reflektographisch belichtet. Dieses photographische io der Emulsionsschicht vorzubeugen. Das transparente
Material wird entwickelt und auf ein hektographi- Positiv wird dann mit dem photographischen Mate-
sches Kohlepapier gepreßt. Man benutzt hierzu ein rial in Kontakt gebracht, wobei die Emulsionsseite
Gerät, wie es in F i g. 1 dargestellt ist. In diesem Bei- des transparenten Positivs der Lichtquelle zugekehrt
spiel ist das Gerät jedoch mit einer Entwickler- ist. Die Entwicklung und die weitere Verarbeitung
lösung der folgenden Zusammensetzung gefüllt: 15 des photographischen Materials wird wie im Bei-
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g fPiel \ durchgeführt. Das zurückbleibende Farbblatt
Harnstoff 60 g ^ann m einen Spiritvervielfältiger als Vervielfalti-
Leucophor B' '(eingetragenes " Waren- gungsmatrize zur Herstellung Dutzender von Kopien
zeichen für einen optischen Auf- gebraucht werden,
heller der Sandoz A. G., Basel, 20
Die weitere Behandlung wird wie im Beispiel 5 1. Verfahren zur Herstellung von hekto-
durchgeführt. 25 graphischen Druckformen, dadurchgekenn-
Beispiel 7 zeichnet, (1) daß man ein Blatt mit einer
farbstoffhaltigen Schicht gegen eine Silberhalo-
Ein photographisches Material der gleichen Zu- genidemulsionsschicht preßt, in der ein entsammensetzung wie im Beispiel 1 wird in einem Ver- wickeltes photographisches Bild der Vorlage ergrößerungsgerät mit einem negativen Mikrofilm eines 30 zeugt worden ist und die an den Stellen, an denen gedruckten Textes belichtet. Man achtet darauf, daß das Silberhalogenid zu Silber entwickelt wurde, hierbei die Rückseite des Mikrofilms der Lichtquelle eine größere Gelatinehärte zeigt als an den anzugewendet ist. Man entwickelt 20 Sekunden bei deren Stellen, (2) daß man dann dieses Blatt mit 28° C im Entwickler des Beispiels 1. Die weitere der farbstoffhaltigen Schicht von der Silberhalo-Verarbeitung geschieht genau wie im Beispiel 2. Der 35 genidemulsionsschicht trennt, wobei an den benutzte Bogen gewöhnliches Papier wird wegge- Stellen, an denen das Silberhalogenid nicht zu worfen, und das Farbblatt kann als Vervielfältigungs- Silber entwickelt wurde, Emulsion auf das Blatt matrize zur Erzeugung Dutzender von Kopien durch mit der farbstoffhaltigen Schicht übertragen wird, Spiritvervielfältigung verwendet werden. (3) daß man das Blatt mit der farbstoffhaltigen
40 Schicht, auf der bildgemäß Emulsion übertragen
Beispiel 8 wurde, gegen ein Empfangsblatt preßt, und (4)
daß man anschließend dieses Empfangsblatt ab-
Ein photographisches Material der gleichen Zu- streift.
sammensetzung wie im Beispiel 3 wird im Beispiel 7 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gebelichtet. Es wird dann 30 Sekunden bei 22° C in 45 kennzeichnet, daß man eine farbstoffhaltige der folgenden Lösung entwickelt: Schicht verwendet, die an sich für die Spiritver-
Wasserfreies Natriumcarbonat "3Og ^lFal^ß "** mechanischer Erz?u^ *?
Wasser bis 1000 cm» Vervielfaltigungsmatnzen bekannt und üblich ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-
Die weitere Verarbeitung wird wie im Beispiel 1 50 kennzeichnet, daß eine Halogensilberemulsion vorgenommen. Der benutzte Bogen gewöhnliches verwendet wird, die nach bildgemäßer Belichtung Papier wird weggeworfen, und das Farbblatt kann und Entwicklung in den belichteten Stellen ein wie im Beispiel 7 als Vervielfältigungsmatrize ge- Silberbild liefert und die einen gerbenden Entbraucht werden. wickler enthält.
Beispiel 9 55 ^. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das photographische Bild
Man stellt von einer positiven Vorlage auf fol- durch gerbende Entwicklung in Anwesenheit gende Weise erst ein transparentes Positiv her: ein eines Weichmachers für Gelatine erzeugt wird.
Bogen Negativmaterial, das zur Anwendung des 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-Halogensilberdiffusionsübertragungsverfahrens ge- 60 kennzeichnet, daß das photographische Bild durch eignet ist und sich unter dem Namen »Gevacopy gerbende Entwicklung bei 28 bis 30° C in einer negative« im Handel befindet, wird reflektographisch wäßrigen alkalihaltigen Lösung, die einen Weichmit einer Vorlage belichtet. Dieses Negativmaterial macher für Gelatine enthält, erzeugt wird,
wird dann mit einem »Gevacopy«-Positivmaterial in 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geKontakt gebracht, und zwar in einem Gerät, das mit 65 kennzeichnet, daß die farbstoffhaltige Schicht einem Entwickler für das Halogensilberdiffusions- gegen die Gelatinehaiogensilberemulsionsschicht übertragungsverfahren gefüllt ist. Nach Verlassen des gepreßt wird, wenn diese aus dem Entwicklungs-Geräts wird der positive Bogen von dem negativen bad heraustritt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Empfangsblatt nach seiner Trennung von der farbstoffhaltigen Schicht als Vervielfältigungsmatrize verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die farbstoffhaltige Schicht
nach ihrer Trennung von der Empfangsschicht als Vervielfältigungsmatrize verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 903 964.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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