DE1168926B - Verfahren zur Herstellung von hektographischen Druckformen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hektographischen DruckformenInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F7/00—Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
- G03F7/26—Processing photosensitive materials; Apparatus therefor
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B 41m
Deutsche Kl.: 15 k -7/01
Nummer: 1168 926
Aktenzeichen: G 31671 VIb/15 k
Anmeldetag: 23. Februar 1961
Auslegetag: 30. April 1964
Die USA.-Patentschrift 2 903 964 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von hektographischen
Druckformen auf photographischem Wege. Nach diesem Verfahren wird ein lichtempfindliches, photographisches
Aufnahmematerial im durchfallenden Licht hinter einer einseitig bedruckten oder beschriebenen
Vorlage belichtet. Das Material wird dann einer härtenden Entwicklung unterworfen, bei der
die belichteten Stellen des Materials, die den durchsichtigen Stellen der Vorlage entsprechen, entwickelt
und gehärtet werden, während die unbelichteten Stellen, an denen die Vorlage undurchsichtig ist, ungehärtet
bleiben. Das so entwickelte und differenziert gehärtete Material wird mit einem Papierblatt zusammengepreßt,
und anschließend werden die beiden Blätter voneinander abgezogen, wobei die ungehärteten
Teile der Emulsionsschicht auf dem Papierblatt haftenbleiben. Auf dem Papierblatt bildet sich also
ein seitenverkehrtes, positives Reliefbild der Vorlage. Das Papierblatt mit diesem Reliefbild wird gegen die
Farbstoffseite eines Spiritkarbonblattes gepreßt und von diesem abgezogen, wobei auf dem aus ungehärteter
Emulsion bestehenden Relief Farbstoff des Spiritkarbonpapiers haftenbleibt. Spannt man das
so eingefärbte Papierblatt nun in den Vervielfältigungsapparat, so erhält man positive, seitenrichtige
Kopien der Vorlage.
Nachteil des Verfahrens der USA.-Patentschrift ist,
daß es sich nur für einseitig bedruckte Vorlagen eignet. Bei doppelseitig bedruckten Vorlagen müßte man
eine Reflexbelichtung vornehmen; dabei erhielte man jedoch ein seitenrichtiges Relief bild auf der Druckform, die ihrerseits zu seitenverkehrten Kopien führen
würde.
Die Durchsichtsbelichtung, auf die das Verfahren der USA.-Patentschrift wie gesagt nur anwendbar ist,
hat jedoch nicht nur den Nachteil, auf einseitig bedruckte Vorlagen beschränkt zu sein, sondern ergibt
auch ein weniger scharfes Bild als die Reflexbelichtung und erfordert sehr unterschiedliche Belichtungszeiten
je nach der Papierstärke der Vorlage. Das Verfahren der USA.-Patentschrift hat sich deshalb
nicht in der Praxis durchsetzen können.
Nach einem anderen, früher vorgeschlagenen Verfahren wird eine Schicht, die aus Farbstoff besteht
oder Farbstoff enthält, gegen eine Gelatine-Silberhalogenidemulsionsschicht gepreßt, in der ein entwickeltes
photographisches Bild der zu vervielfältigenden Vorlage erzeugt worden ist und das eine größere
Gelatinehärte an den Stellen zeigt, an denen das Silberhalogenid zu Silber reduziert worden ist, und
diese Schichten werden anschließend getrennt, wobei
Verfahren zur Herstellung von hektographischen
Druckformen
Anmelder:
Gevaert Photo-Producten N.V.,
Mortsel, Antwerpen (Belgien)
Vertreter:
Dr. W. Müller-Bore und Dipl.-Ing. H. Gralfs,
Patentanwälte, Braunschweig, Am Bürgerpark 1
Als Erfinder benannt:
Albert Emiel van Hoof, Berchem, Antwerpen,
Georges Arthur Holvoet, Mortsel, Antwerpen
(Belgien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 23. Februar 1960 (6399),
vom 19. Mi 1960 (25 157)
Großbritannien vom 23. Februar 1960 (6399),
vom 19. Mi 1960 (25 157)
an den anderen Stellen der Silberhalogenidemulsionsschicht Emulsion auf die Farbstoffschicht übertragen
wird. Nach diesem Verfahren bleibt also nach der Trennung der Schichten die Farbstoffschicht nur an
den Stellen, die mit dem Silberbild in Berührung standen, von der Emulsion unbedeckt, und das diese
selektiv abgedeckte Farbstoffschicht umfassende Material läßt sich als Vervielfältigungsmatrize benutzen.
Bei der normalen Durchführung dieses Verfahrens wird Farbstoff von der Farbstoffschicht auf die SiI-berhalogenidemulsionsschicht
an den Stellen übertragen, an denen das Silberhalogenid zu einem Silberbild entwickelt worden ist, so daß es nach der Trennung
der Schichten auch möglich ist, das Material mit der Silberhalogenidemulsionsschicht (im nachfolgenden
auch als das photographische Material bezeichnet) als Vervielfältigungsmatrize verwenden
läßt.
Die Erfindung gibt ein neues Verfahren zur Herstellung einer für die Spiritvervielfältigung geeigneten
Matrize.
409 587/163
Nach der Erfindung wird wie bei dem vorstehend erwähnten älteren Verfahren eine Schicht die aus
Farbstoff besteht oder Farbstoff enthält, gegen eine Gelatine - Silberhalogenidemulsionsschicht gepreßt,
in der ein entwickeltes photographisches Bild der zu vervielfältigenden Vorlage gebildet worden ist und
das die größere Gelatinehärte an den Stellen zeigt, an denen das Silberhalogenid zu Silber reduziert
worden ist, und anschließend werden diese Schichten getrennt, wobei Emulsion an den anderen Stellen der
Silberhalogenidemulsionsschicht auf die Farbstoffschicht übertragen wird. Im Anschluß daran wird jedoch
das Material, das die selektiv abgedeckte Farbstoffschicht umfaßt, gegen ein Empfangsblatt, beispielsweise
ein Blatt aus gewöhnlichem Papier, gepreßt, und darauf wird dieses Empfangsblatt abgezogen,
wobei die Emulsion zusammen mit den anhaftenden Teilen der Farbstoffschicht auf das Empfangsblatt übertragen wird. Dieses Empfangsblatt läßt
sich als Vervielfältigungsmatrize benutzen. Es ist jedoch auch möglich, das Material, das die verbleibenden
Teile der Farbstoffschicht umfaßt, in der gleichen Weise wie nach dem früher vorgeschlagenen
Verfahren das Material, das die selektiv abgedeckte Farbstoffschicht umfaßt, als Vervielfältigungsmatrize
zu benutzen.
Wie in einem früher vorgeschlagenen Verfahren beschrieben ist, muß die Farbstoffschicht selbstverständlich
eine solche Zusammensetzung haben, daß der Farbstoff auf Abzugpapier übertragen werden
kann, wenn dieses in Gegenwart einer geeigneten Flüssigkeit, beispielsweise einer Flüssigkeit, wie sie
gewöhnlich für die Spiritvervielfältigung benutzt wird, die also hauptsächlich aus einem oder mehreren
aliphatischen Alkoholen besteht, mit der Vervielfältigungsmatrize in Kontakt gebracht wird. Beispielsweise
sind gute Resultate mit gewissen der im Handel erhältlichen Farbblätter erzielt worden, die
zur Herstellung von Spiritvervielfältigungsmatrizen auf mechanischem Wege, beispielsweise mit Hilfe der
Schreibmaschine, verwendet werden. Gute Ergebnisse sind jedoch nicht mit allen derartigen Farbblättern
erzielt worden. Insbesondere sollten Blätter, deren Farbstoffschicht mit einer hydrophoben Schutzschicht,
beispielsweise einer Wachsschicht, bedeckt ist, nicht verwendet werden. Einige einfache Versuche
mit verschiedenen Farbblättern zeigen jedoch schnell, welche Farbblätter geeignet sind. Gute Ergebnisse
wurden mit Farbblättern erhalten, deren Farbstoffschicht mit einem alkohollöslichen Färbstoff,
beispielsweise Kristallviolett, eingefärbt ist und einen wachsartigen oder viskosen Binder enthält, jedoch
keinen Schutzüberzug aufweist. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung der
Druckform bildgemäß übertragene Schicht kann also Wachs oder anderes hydrophobes Material enthalten,
soweit ihre übertragung auf das hydrophile Druckformblatt nicht beeinträchtigt wird. Beispielsweise
seien die folgenden im Handel erhältlichen Farbblätter als geeignet erwähnt: Ein hektographisches Karbonpapier,
das von der Firma Günther Wagner Pelikanwerke, Hannover, unter der ihr geschützten Bezeichnung
»Pelikan 991 U 25« hergestellt wird, und ein »fluid duplicating carbon«, das als »Standard«,
von der Standard Duplicating Machines Corporation, Everett, Mass., USA., vertrieben wird.
Es ist nicht nötig, wenn es auch bevorzugt wird, daß die in einem Verfahren gemäß der Erfindung
verwendete Farbschicht Teil eines Blattmaterials ist, beispielsweise eines mit einer Farbschicht versehenen
Papiers. So kann eine geeignete Farbschicht auf eine Platte oder eine andere starre Trägergrundlage aufgebracht
werden, und die das Bild tragende Emulsionsschicht kann auf diese Farbstoffschicht aufgewalzt
oder sonstwie mit ihr in Kontakt gebracht werden.
Das photographischc Material kann beispielsweise eine lichtempfindliche, ungehärtete oder praktisch
ungehärtete Gelatine-Silberhalogenidemulsionsschicht umfassen, die auf einem flexiblen Träger aufgebracht
ist, beispielsweise auf Papier. Wenn gewünscht, kann photographisches Material in Rollenform benutzt
werden, um eine Mehrzahl von Bildern gleichzeitig oder nacheinander aufzuzeichnen, um die Herstellung
der entsprechenden Vervielfältigungsmatrizen vorzubereiten. Es ist auch möglich, als Farbstoffmaterial
ein Material in Rollenform zu benutzen, so daß eine vollständige Reihe von latenten Bildern auf
dem photographischen Material entwickelt werden kann und sich die Matrizen in einem ununterbrochenen
Arbeitsgang erzeugen lassen. Normalerweise ist es jedoch zweckmäßiger, das photographische Material
und das Farbstoffmaterial in Form von Blättern einer Größe zu verwenden, die zur Aufzeichnung von
Einzelbildern ausreichend ist.
Das photographische Material läßt sich für den Kontakt mit der Farbstoffschicht vorbereiten, indem
man die lichtempfindliche Schicht mit der zu vervielfältigenden Vorlage belichtet und anschließend
eine gerbende Entwicklung durchführt.
Das Verfahren nach der Erfindung ist in erster Linie für die Dokumentreproduktion bestimmt. Die
Matrizen werden gewöhnlich von positiven Vorlagen erzeugt oder von negativen Aufzeichnungen positiver
Originale. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Herstellung von Matrizen beschränkt, die zu positiven
Vervielfältigungen führen.
Zur Herstellung einer Vervielfältigungsmatrize, die positive lesbare Kopien eines Originaltextes liefert,
ist es bei Benutzung des Empfangsblattes als Matrize erforderlich, das lichtempfindliche Material derart zu
belichten, daß bei der Entwicklung ein seitenverkehrtes negatives Silberbild des Originals auf der
lichtempfindlichen Schicht entsteht. Man kann dies erreichen, indem man die lichtempfindliche Schicht
reflektographisch mit dem Original belichtet. Andere Verfahren, die dem Fachmann auf dem Gebiet der
Dokumentreproduktion bekannt sind, sind jedoch zur Herstellung eines seitenverkehrten Silberbildes
anwendbar. Wenn das Farbstoffmaterial als Matrize verwendet wird, belichtet man das photographische
Material derart, daß das entwickelte photographische Bild positiv und lesbar ist. Es versteht sich jedoch,
daß diese Regeln nur für die Reproduktion von Texten wichtig sind. Die Erfindung ist nicht auf die Herstellung
von Matrizen für die Reproduktion von Schriftstücken beschränkt, und in manchen Fällen,
beispielsweise bei der Reproduktion von Zeichnungen, ist es nicht immer erforderlich, daß die Matrize,
verglichen mit dem Original, seitenverkehrt ist. Die Erfindung ist auch nicht auf die Herstellung von Matrizen
zur Erzeugung positiver Vervielfältigungen beschränkt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß das »photographische Bild« positiv, negativ, seitenverkehrt
oder seitenrichtig sein kann. Es versteht sich
ferner, daß dieses Bild größer oder kleiner als die zu vervielfältigende Vorlage sein oder die gleiche Größe
besitzen kann.
Die belichtete lichtempfindliche Emulsionsschicht kann der gerbenden Entwicklung unterworfen werden,
indem beispielsweise eine Lösung eines gerbenden Entwicklers benutzt wird. Polyoxybenzole, besonders
Brenzkatechin oder Pyrogallol, die in einem alkalischen Medium angewandt werden, werden
meist als gerbende Entwickler benutzt, und diese Verbindungen sind zur Entwicklung eines belichteten
photographischen Materials, das nach dem Verfahren der Erfindung benutzt wird, sehr geeignet.
Verschiedene Alkalien sind brauchbar; in der Praxis werden gewöhnlich Alkalicarbonate oder Alkalihydroxyde
verwendet. Es wird empfohlen, dem Entwicklerbad und/oder der Silberhalogenidemulsion
des photographischen Materials, das zur Durchführung der Erfindung benutzt wird, einen Weichmacher
für Gelatine (beispielsweise Harnstoff) einzuverleiben.
Ein Entwicklungsbeschleuniger kann, wenn gewünscht, benutzt werden, beispielsweise eine quaternäre
Ammoniumverbindung, eine quaternäre Pyridiniumverbindung oder das eine oder andere quaternäre
Salz organischer Stickstoffbasen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird ein photographisches Material verwendet,
das ein gerbendes Entwicklungsmittel enthält, z. B. Pyrogallol oder Brenzkatechin oder eine der in
•der britischen Patentschrift 812 673 aufgeführten Verbindungen, und die gerbende Entwicklung der
belichteten Emulsionsschicht wird in einer alkalischen Lösung durchgeführt, die selbst keinen gerbenden
Entwickler enthält. Die alkalische Lösung kann einen Weichmacher für Gelatine (z. B. Harnstoff)
enthalten, wie im vorstehenden erwähnt, und die Entwicklung kann bei erhöhter Temperatur durchgeführt
werden. Eine günstige Entwicklungstemperatur der Flüssigkeit, die Alkali und Harnstoff enthält, ist
28 bis 30° C. In der Flüssigkeit, in der die Entwicklung stattfindet, wird als Alkali vorzugsweise ein
Alkalicarbonat verwendet; statt dessen oder außerdem kann auch eine andere alkalische Verbindung
Verwendung finden, beispielsweise Natriumphosphat, Triäthanolamin, Alkalihydroxyd, ein Bicarbonat usw.
Weil die Entwicklerlösung frei von jeder gerbenden Substanz ist, wird eine Beeinträchtigung der Entwicklerlösung
durch Oxydation des gerbenden Mittels unter dem Einfluß des Luftsauerstoffes vollständig
vermieden, selbst wenn die Entwicklung bei relativ hoher Temperatur durchgeführt wird. Entsprechend
läßt sich die Entwicklung bei höheren Temperaturen durchführen, so daß die Entwicklungszeit
abgekürzt werden kann.
Obwohl es möglich ist, eine Vervielfältigungsmatrize herzustellen, indem das belichtete photographische
Material und das Farbstoffmaterial voider Entwicklung zusammengebracht werden, also die
beiden Materialien zusammen in das Entwicklungsbad eingeführt und anschließend fest zusammenge-
preßt werden, bevor sie getrennt werden, so sind doch bisher auf diese Weise keine hochwertigen Matrizen
erhalten worden, und es ist ratsam, die beiden Materialien erst dann zusammenzubringen, wenn das
photographische Material in dem Entwicklerbad behandelt worden ist. Vorzugsweise werden die Materialien
zusammengepreßt, wenn das photographische Material den gerbenden Entwickler verläßt.
Dies kann entweder mittels eines oder mehrerer Paare von Walzen oder mittels einer oder mehrerer
Walzen und eines oder mehrerer damit zusammenwirkender, sich nicht drehender Teile bewirkt werden,
die an der Austrittsstelle aus dem Entwickler angebracht sind. Alle diese Teile können beheizt
werden. Statt dessen oder außerdem können auch Mittel zum Erwärmen des Entwicklers vorgesehen
werden.
Nach den früher vorgeschlagenen automatischen und halbautomatischen Verfahren zur Herstellung
der Vervielfältigungsmatrizen wird die Farbstoffschicht und die photographische Kopie zusammengepreßt,
während die besagte Kopie aus dem gerbenden Entwicklerbad herausgezogen wird. Die für jenes
Verfahren brauchbaren Geräte können auch zur Durchführung der vorliegenden Erfindung eingesetzt
werden. Ein sehr geeignetes Gerät zur Durchführung der Entwicklung des lichtempfindlichen Materials
und zum Pressen dieses Materials gegen das Karbonpapier ist in Fig. 1 der Zeichnung wiedergegeben.
In dieser Figur bezeichnet 1 einen Tank, der die alkalische Lösung enthält, in der das Gerben stattfindet.
Darüber ist ein Raum 2 vorgesehen, der von der Flüssigkeit getrennt ist, 3 und 4 sind Preß walzen.
Ein elektrischer Widerstand 5 ist unter dem Entwicklerabteil vorgesehen, um die Flüssigkeit in dem Tank
zu erwärmen. Dieser Widerstand kann mit einem Thermostat gekoppelt sein, um die Flüssigkeit auf
konstanter Temperatur, beispielsweise zwischen 28 und 30° C, zu halten. Die Walze 3 ist so angeordnet,
daß sie von der Walze 4 entfernt werden kann. Um eine Vervielfältigungsmatrize herzustellen, wird die
Walze 3 von der Walze 4 bewegt, und ein lichtempfindliches Blatt A, das belichtet worden ist, wird
zwischen den Walzen in den Entwicklertank 1 eingeführt. Während das photographische Materials
entwickelt wird, läßt man ein hektographisches Farbblatt B in den Raum 2 gleiten. Die Länge der Blätter
A und B ist so bemessen, daß wenn sie, wie dargestellt, in den Entwicklerraum bzw. in den Raum 2
eingesetzt sind, Enden der beiden Blätter zwischen den Walzen 3 und 4 liegen.
Bevor man das Blatt A aus dem Entwickler herauszieht, bringt man die Walze 3 in ihre Arbeitsstellung,
so daß sie die Blätter A und B gegen die Walze 4 preßt. Dann wird das entwickelte photographische
Material A und das Farbblatt B zwischen den Walzen hindurchbefördert. Während die Blätter die
Walzen passieren, wird überschüssige Flüssigkeit abgepreßt, und die beiden Blätter verlassen das Gerät,
während sie in innigem Kontakt auf Vorderfläche zusammenhängen. Sie werden anschließend voneinander
gelöst, und das Farbblatt wird gegen ein Papierblatt gepreßt. Dann wird das Papierblatt abgezogen.
Es ist nun fertig zur Verwendung als Matrize für die Spiritvervielfältigung. Wenn gewünscht, kann
mittels der Druckwalze (ή) 3 und/oder 4 eine Erwärmung
durchgeführt werden. Der Raum 2 ist nicht notwendigerweise geschlossen; das Farbblatt B kann
auch nur auf dem Deckel eines Einkammertanks ruhen. Alles, was nötig ist, ist eine Trägerfläche, die
es gestattet, das Farbblatt B leicht derart hinter die Walzen 3 und 4 zu legen, daß nach der Entwicklung
des Materials A die Materialien A und B zusammen zwischen den Preßwalzen hindurchgezogen werden
können. Eine oder beide der Walzen können durch eine Gummirakel efsetzt werden. Eine der Walzen
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kann auch durch eine flache, feste Stange ersetzt preßt. Nach einigen Sekunden wird das Farbblatt ab-
werden. Die Walzen können entweder elektrisch oder gezogen und weggeworfen. Das Papierblatt trägt nun
von Hand betrieben werden. Wenn gewünscht, kann ein farbstoffhaltiges seitenverkehrtes Bild. Dieses Pa-
der Entwicklerraum von Tank 1 an seinem Eingang pier kann als Matrize auf einem Spiritvervielfältiger
durch nachgiebig angebrachte Verschlußmittel oder 5 benutzt werden.
durch Kanten aus Kunststoff abgedichtet werden, um Nach einer anderen Ausführungsform der Erfineine
Oxydation der Entwicklerlösung durch Kontakt dung verwendet man ein photographisches Material,
mit der Luft zu verringern. das eine ungehärtete oder praktisch ungehärtete licht-Es
ist möglich, daß beim Zusammenpressen der empfindliche Halogensilberemulsion des Negativtyps
Materialien A und B die abgedrückte Flüssigkeit io aufweist, d. h. eine Emulsion, die nach Belichtung
etwas Farbstoff des hektographischen Farbblattes mit einem Text und anschließender Entwicklung ein
auflöst und die Flüssigkeit in dem Tank verunreinigt. Silberbild an den belichteten Stellen ergibt. Auf diese
Das Gerät kann deshalb mit einem kleinen Ablauf, lichtempfindliche Schicht wird ein negatives MikroTropfenfänger
oder einem anderen Behälter zur Auf- filmbild eines Textes oder einer Zeichnung projiziert,
nähme dieser herausgepreßten Flüssigkeit versehen 15 wobei dafür gesorgt wird, daß das Negativ in dem
sein. Eine andere Möglichkeit, die Flüssigkeit so Vergrößerungsgerät mit seiner Rückseite der Lichtlange wie möglich in brauchbarem Zustand zu halten, quelle zugekehrt ist, so daß durch Entwicklung des
so daß die Entwicklung des lichtempfindlichen Ma- photographischen Materials ein positives seitenrichterials
ohne Störung durchgeführt werden kann, be- tiges Bild des Originaltextes oder der Originalzeichsteht
darin, der alkalischen Flüssigkeit ein Fällungs- 20 nung erhalten wird. Nach der Entwicklung in einem
mittel für den basischen Farbstoff des hektographi- gerbenden Entwickler wird das photographische Maschen
Farbblattes zuzusetzen. Organische Fällungs- terial gegen ein Farbblatt des im vorstehenden ermittel
haben sich für diesen Zweck als sehr geeignet wähnten handelsüblichen Typs gepreßt. Die beiden
erwiesen. Im allgemeinen sind Verbindungen ge- aneinanderhaftenden Materialien werden eine Weile
eignet, die ein relativ großes Anion aufweisen, bei- 25 erwärmt, beispielsweise indem man die Rückseite des
spielsweise die wasserlöslichen Salze von Diamino- photographischen Materials gegen eine beheizte
stilbenderivaten (vgl. die niederländische Patent- Platte drückt. Dann wird das photographische Mateschrift
89 134), Trichloressigsäure, Salizylsäure, rial von dem Farbblatt abgezogen und weggeworfen.
Nitrophenol, Benzol- und Toluolsulfonsäure usw. Das Farbblatt kann nun als Matrize für die Spirit-Andere
Substanzen können zu der Lösung von 30 vervielfältigung verwendet werden; es ergibt positive
Alkali und Harnstoff zugesetzt werden, beispielsweise Kopien des Originals.
quaternäre Stickstoffverbindungen zur Aktivierung Nach einer Abänderung des eben beschriebenen
oder Beschleunigung der Entwicklung. Wenn ge- Verfahrens wird ein negatives Mikrofilmbild eines
wünscht, können außerdem die Klebeigenschaften Textes oder einer Zeichnung auf ein photographisches
der Gelatine durch Verwendung von hygroskopi- 35 Material projiziert, das eine Halogensilberemulsion
sehen Substanzen beeinflußt werden, z. B. von GIy- des direktpositiven Typs trägt. Dabei wird dafür gezerin,
Glykolen, Polyglykolen, Kaliumcarbonat, sorgt, daß das Negativ in dem Vergrößerungsgerät
Netzmitteln usw. Organische Lösungsmittel, die mit mit seiner Bildseite der Lichtquelle zugekehrt ist, so
der alkalischen Flüssigkeit verträglich sind, können daß durch Entwickung des photographischen Mateebenfalls
zugesetzt werden, beispielsweise in Mengen 40 rials ein negatives Gegenstück, d. h. ein seitenverkehrvon
25 bis 100 ml, um die Übertragung der ungehär- tes negatives Bild des Originaltextes oder der Origiteten
Gelatine auf das Karbonpapier zu unterstützen. nalzeichnung erhalten wird. Nach Entwicklung in
Beispiele solcher Lösungsmittel sind Äthanol, Me- einem gerbenden Entwickler wird das photograthylglykol,
Isopropylalkohol, Carbinol, Dioxan, Bu- phische Material gegen ein Farbstoffmaterial gepreßt,
tyrolacton usw. 45 beispielsweise ein Farbblatt, wie es im vorstehenden Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Er- erwähnt worden ist. Anschließend werden beide gefmdung
wird ein Blattmaterial, das eine ungehärtete trennt, und das Farbstoffmaterial wird gegen ein
oder im wesentlichen ungehärtete lichtempfindliche Blatt Papier gepreßt. Dieses wird abgelöst und läßt
Silberhalogenidemulsion des Negativtyps aufweist, sich in einem Spiritvervielfältiger zur Herstellung
reflektographisch mit einer zu reproduzierenden Vor- 50 positiver Kopien des Originals verwenden,
lage belichtet. Nach der Belichtung und der Entwick- Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend belung
in einem gerbenden Entwickler wird das photo- schriebene Belichtungsmethoden beschränkt. Für den
graphische Material gegen ein Farbblatt gepreßt, das Fachmann der Dokumentreproduktion ist es klar,
dem im vorstehenden beschriebenen Typ entspricht daß auch andere Varianten denkbar sind,
und aus einer Farbstoffschicht zusammengesetzt ist 55 Die Erfindung ist im nachstehenden beispielsweise
oder eine solche Farbstoffschicht enthält. Wenn es erläutert. In den Beispielen 1 und 4 sind dieBestandauch
nicht wesentlich ist, so ist es zur Erzielung teile der Entwicklerlösung in der Reihenfolge angescharfer
Kopien doch ratsam, die beiden aneinander- geben, in der sie in der Praxis zur Herstellung der
haftenden Materialien eine Weile auf eine Tempera- Lösungen verwendet werden,
tür von 35 bis 40° C zu erwärmen, beispielsweise 60
indem man das photographische Material mit seiner Beispiel 1
Rückseite einige Sekunden gegen eine erwärmte
Platte drückt. Dann wird das photographische Mate- Zu einer kontrastreichen Halogensilberemulsion
rial von der Farbstoffschicht abgezogen. Ein GeIa- des Typs, der nach bildgemäßer Belichtung und Enttinereliefbild,
das den wenig oder nicht gehärteten 65 wicklung ein Negativ ergibt, werden auf jedes Kilo-Gelatineteilen
der Emulsion entspricht, haftet nun gramm Emulsion 40 g Harnstoff hinzugefügt. Das
auf dem Farbblatt. Nach wenigen Sekunden wird das erhaltene lichtempfindliche Papier wird reflektogra-Farbblatt
gegen eine Schicht gewöhnliches Papier ge- phisch mit einer positiven Vorlage belichtet und
dann 35 Sekunden bei 20° C in einen gerbenden Entwickler der folgenden Zusammensetzung entwickelt:
Wasser 800 cm3
Harnstoff 60 g
Natriumcarbonat (wasserfrei) 30 g
Brenzcatechin 6 g
Kaliumsalz von Ascorbinsäureborat .. 2 g
Wasser bis 1000 cm3
Hierdurch werden die belichteten Teile der Emulsionsschicht geschwärzt und gehärtet und ergeben ein
negatives seitenverkehrtes Bild der Vorlage. Die aus gehärteten und ungehärteten Teilen bestehende
Emulsionsschicht wird dann auf einem Farbstoffblatt oder Spiritkarbonpapier gepreßt, wie es im allgemeinen
zur Herstellung von Spiritvervielfältigungsmatrizen auf mechanischem Wege, z. B. durch
Maschinenschrift, Verwendung findet und dessen Farbstoffschicht nicht mit einem Schutzüberzug versehen
ist. Beide Materialien werden gemeinsam zwischen zwei Gummiwalzen hindurchgeführt, aufeinanderklebend
eine Zeitlang mit der Rückseite des photographischen Materials auf eine auf 35 bis
40° C erwärmte Platte gepreßt. Das photographische Material wird anschließend abgestreift und weggeworfen.
Nach 5 bis 60 Sekunden wird das Farbstoffblatt auf einen Bogen gewöhnliches Papier gepreßt.
Nach 1 Minute wird der Papierbogen vom Farbstoffblatt abgestreift. Dieser Papierbogen trägt nun ein
farbstoffhaltiges positives, aber seitenverkehrtes Bild der Vorlage; er kann als Vervielfältigungsmatrize zur
Erzeugung Dutzender von Kopien, z. B. mittels eines der handelsüblichen Spiritvervielfältiger, verwendet
werden.
Ein photographisches Material der gleichen Zusammensetzung wie im Beispiel 1 wird reflektographisch
mit einer zu kopierenden Vorlage belichtet und 20 Sekunden bei 28° C in der Entwicklerlösung
von Beispiel 1 entwickelt. Das entwickelte photographische Material wird dann ohne Erwärmung auf ein
hektographisches Farbstoffblatt gemäß Beispiel 1 gepreßt. Nach 5 bis 10 Sekunden wird dieses Blatt abgestreift,
und das Farbstoffblatt wird dann wie im Beispiel 1 auf einen Bogen gewöhnliches Papier gepreßt.
Dieser Papierbogen wird vom Farbstoffblatt abgestreift und kann in der gleichen Weise wie der
Papierbogen von Beispiel 1 als Vervielfältigungsmatrize verwendet werden.
Auf dem Papierstreifen aus einem 135-g-Papier wird eine sehr kontrastreiche Halogensilberemulsion
gegossen, die nach bildgemäßer Belichtung und Entwicklung ein Negativ liefert. Vor dem Vergießen
werden je Liter Emulsion folgende Produkte zugesetzt:
Harnstoff 50 g
Brenzcatechin 25 g
Kaliummetabisulfit 2 g
Nach Erstarren und Trocknen wird dieses lichtempfindliche Material reflektographisch belichtet und
30 Sekunden lang bei 22° C in einer Lösung folgender Zusammensetzung entwickelt:
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g
Wasser bis 1000 cm3
Die weitere Verarbeitung verläuft wie im Beispiel 1. Das abgestreifte Farbstoffblatt wird auf einen
Bogen gewöhnliches Papier gepreßt, worauf dieser Papierbogen abgestreift wird. Er kann in gleicher
Weise wie der Papierbogen von Beispiel 1 als Vervielfältigungsmatrize verwendet werden.
ίο Ein photographisches Material gleicher Zusammensetzung
wie im Beispiel 1 wird reflektographisch mit einer Vorlage belichtet und 20 Sekunden lang bei
22° C in der folgenden Lösung entwickelt:
Wasser 800 cm8
Harnstoff 90 g
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g
Brenzkatechin 6 g
Kaliumsalz von Ascorbinsäureborat .. 2 g
p-Nitrobenzylpyridiniumchlorid Ig
Wasser bis lOOO cm3
Nach Entwicklung wird das photographische Material wie im Beispiel 1 20 Sekunden auf ein hektographisches
Karbonpapier gepreßt. Dann wird das Karbonpapier abgestreift und anschließend auf einen
Bogen gewöhnliches Papier gepreßt. Dieses wird dann von Karbonpapier abgestreift und kann als
Vervielfältigungsmatrize zur Herstellung dutzender von Abdrücken durch Spiritvervielfältigung verwendet
werden.
Zu einer kontrastreichen Halogensilberemulsion des Typs, der nach bildgemäßer Belichtung und Entwicklung
ein Negativ liefert, werden je Kilogramm Emulsion 40 g Harnstoff und 15 g Brenzkatechin zugesetzt.
Die Emulsion wird auf Papier vergossen und getrocknet. Das erhaltene lichtempfindliche Papier
wird reflektographisch mit der zu kopierenden Vorlage belichtet. Dann wird es entwickelt und auf ein
hektographisches Karbonpapier gepreßt. Hierfür verwendet man das in Fig. 2 dargestellte Gerät. In
dieser Figur bedeutet W ein thermostatisch beheizter Widerstand zur Erwärmung der in Behälter T beendlichen
Flüssigkeit auf 28 bis 30° C; A ein lichtempfindliches Material; B das hektographische Farbblatt;
G Führungsplatten für das Material; 1 und 2 die Gummiwalzen.
Eine der Gummiwalzen kann durch eine flache schmale Platte ersetzt werden, so daß das Zusammenpressen zwischen einer Gummiwalze und einer festen Wand erfolgt. Mindestens eine der Gummiwalzen kann durch eine Gummirakel ersetzt werden. Der Behälter T des Geräts wird mit der folgenden Lösung gefüllt:
Eine der Gummiwalzen kann durch eine flache schmale Platte ersetzt werden, so daß das Zusammenpressen zwischen einer Gummiwalze und einer festen Wand erfolgt. Mindestens eine der Gummiwalzen kann durch eine Gummirakel ersetzt werden. Der Behälter T des Geräts wird mit der folgenden Lösung gefüllt:
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g
Harnstoff 60 g
Wasser bis 1000 cm3
Das belichtete photographische Material wird 20 Sekunden in die Lösung getaucht, und dann wird
das Blatt durch Drehen der Gummiwalzen aus dem Gerät entfernt; gleichzeitig wird es auf das hektographische
Farbblatt gepreßt. Nach 30 Sekunden wird das Farbblatt abgestreift und auf einen Bogen
beschichtetes Papier gepreßt, beispielsweise indem man das Farbblatt zusammen mit dem Papierbogen
zwischen Gummiwalzen hindurchleitet. Nach der
409 587/163
Claims (1)
11 12
Trocknung wird das Farbblatt von dem beschichte- Bogen abgestreift. Der negative Bogen wird wegge-
ten Papier abgestreift. Dieses kann nun in einen worfen, und man erhält eine positive transparente
Spiritvervielfältiger als Vervielfältigungsmatrize zur Kopie der Vorlage. Als photographisches Material
Erzeugung von mindestens hundert Kopien der Vor- benutzt man einen Träger mit einer Halogenemulsion
lage gebraucht werden. 5 des Typs, der bei Belichtung ein direktpositives Bild
. . liefert, wie z. B. im Beispiel 4 der deutschen Patent-
Beispiel 6 schrift 1 049230 beschrieben ist. Vor dem Vergießen
Ein lichtempfindliches photographisches Material der Emulsion auf den Träger setzt man der Emulsion
derselben Zusammensetzung wie im Beispiel 5 wird je Kilogramm 50 g Harnstoff zu, um einem Härten
reflektographisch belichtet. Dieses photographische io der Emulsionsschicht vorzubeugen. Das transparente
Material wird entwickelt und auf ein hektographi- Positiv wird dann mit dem photographischen Mate-
sches Kohlepapier gepreßt. Man benutzt hierzu ein rial in Kontakt gebracht, wobei die Emulsionsseite
Gerät, wie es in F i g. 1 dargestellt ist. In diesem Bei- des transparenten Positivs der Lichtquelle zugekehrt
spiel ist das Gerät jedoch mit einer Entwickler- ist. Die Entwicklung und die weitere Verarbeitung
lösung der folgenden Zusammensetzung gefüllt: 15 des photographischen Materials wird wie im Bei-
Wasserfreies Natriumcarbonat 30 g fPiel \ durchgeführt. Das zurückbleibende Farbblatt
Harnstoff 60 g ^ann m einen Spiritvervielfältiger als Vervielfalti-
Leucophor B' '(eingetragenes " Waren- gungsmatrize zur Herstellung Dutzender von Kopien
zeichen für einen optischen Auf- gebraucht werden,
heller der Sandoz A. G., Basel, 20
heller der Sandoz A. G., Basel, 20
Die weitere Behandlung wird wie im Beispiel 5 1. Verfahren zur Herstellung von hekto-
durchgeführt. 25 graphischen Druckformen, dadurchgekenn-
Beispiel 7 zeichnet, (1) daß man ein Blatt mit einer
farbstoffhaltigen Schicht gegen eine Silberhalo-
Ein photographisches Material der gleichen Zu- genidemulsionsschicht preßt, in der ein entsammensetzung
wie im Beispiel 1 wird in einem Ver- wickeltes photographisches Bild der Vorlage ergrößerungsgerät
mit einem negativen Mikrofilm eines 30 zeugt worden ist und die an den Stellen, an denen
gedruckten Textes belichtet. Man achtet darauf, daß das Silberhalogenid zu Silber entwickelt wurde,
hierbei die Rückseite des Mikrofilms der Lichtquelle eine größere Gelatinehärte zeigt als an den anzugewendet
ist. Man entwickelt 20 Sekunden bei deren Stellen, (2) daß man dann dieses Blatt mit
28° C im Entwickler des Beispiels 1. Die weitere der farbstoffhaltigen Schicht von der Silberhalo-Verarbeitung
geschieht genau wie im Beispiel 2. Der 35 genidemulsionsschicht trennt, wobei an den
benutzte Bogen gewöhnliches Papier wird wegge- Stellen, an denen das Silberhalogenid nicht zu
worfen, und das Farbblatt kann als Vervielfältigungs- Silber entwickelt wurde, Emulsion auf das Blatt
matrize zur Erzeugung Dutzender von Kopien durch mit der farbstoffhaltigen Schicht übertragen wird,
Spiritvervielfältigung verwendet werden. (3) daß man das Blatt mit der farbstoffhaltigen
40 Schicht, auf der bildgemäß Emulsion übertragen
Beispiel 8 wurde, gegen ein Empfangsblatt preßt, und (4)
daß man anschließend dieses Empfangsblatt ab-
Ein photographisches Material der gleichen Zu- streift.
sammensetzung wie im Beispiel 3 wird im Beispiel 7 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gebelichtet.
Es wird dann 30 Sekunden bei 22° C in 45 kennzeichnet, daß man eine farbstoffhaltige
der folgenden Lösung entwickelt: Schicht verwendet, die an sich für die Spiritver-
Wasserfreies Natriumcarbonat "3Og ^lFal^ß "** mechanischer Erz?u^ *?
Wasser bis 1000 cm» Vervielfaltigungsmatnzen bekannt und üblich ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-
Die weitere Verarbeitung wird wie im Beispiel 1 50 kennzeichnet, daß eine Halogensilberemulsion
vorgenommen. Der benutzte Bogen gewöhnliches verwendet wird, die nach bildgemäßer Belichtung
Papier wird weggeworfen, und das Farbblatt kann und Entwicklung in den belichteten Stellen ein
wie im Beispiel 7 als Vervielfältigungsmatrize ge- Silberbild liefert und die einen gerbenden Entbraucht
werden. wickler enthält.
Beispiel 9 55 ^. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das photographische Bild
Man stellt von einer positiven Vorlage auf fol- durch gerbende Entwicklung in Anwesenheit
gende Weise erst ein transparentes Positiv her: ein eines Weichmachers für Gelatine erzeugt wird.
Bogen Negativmaterial, das zur Anwendung des 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-Halogensilberdiffusionsübertragungsverfahrens ge- 60 kennzeichnet, daß das photographische Bild durch eignet ist und sich unter dem Namen »Gevacopy gerbende Entwicklung bei 28 bis 30° C in einer negative« im Handel befindet, wird reflektographisch wäßrigen alkalihaltigen Lösung, die einen Weichmit einer Vorlage belichtet. Dieses Negativmaterial macher für Gelatine enthält, erzeugt wird,
wird dann mit einem »Gevacopy«-Positivmaterial in 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geKontakt gebracht, und zwar in einem Gerät, das mit 65 kennzeichnet, daß die farbstoffhaltige Schicht einem Entwickler für das Halogensilberdiffusions- gegen die Gelatinehaiogensilberemulsionsschicht übertragungsverfahren gefüllt ist. Nach Verlassen des gepreßt wird, wenn diese aus dem Entwicklungs-Geräts wird der positive Bogen von dem negativen bad heraustritt.
Bogen Negativmaterial, das zur Anwendung des 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-Halogensilberdiffusionsübertragungsverfahrens ge- 60 kennzeichnet, daß das photographische Bild durch eignet ist und sich unter dem Namen »Gevacopy gerbende Entwicklung bei 28 bis 30° C in einer negative« im Handel befindet, wird reflektographisch wäßrigen alkalihaltigen Lösung, die einen Weichmit einer Vorlage belichtet. Dieses Negativmaterial macher für Gelatine enthält, erzeugt wird,
wird dann mit einem »Gevacopy«-Positivmaterial in 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geKontakt gebracht, und zwar in einem Gerät, das mit 65 kennzeichnet, daß die farbstoffhaltige Schicht einem Entwickler für das Halogensilberdiffusions- gegen die Gelatinehaiogensilberemulsionsschicht übertragungsverfahren gefüllt ist. Nach Verlassen des gepreßt wird, wenn diese aus dem Entwicklungs-Geräts wird der positive Bogen von dem negativen bad heraustritt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Empfangsblatt nach seiner
Trennung von der farbstoffhaltigen Schicht als Vervielfältigungsmatrize verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die farbstoffhaltige Schicht
nach ihrer Trennung von der Empfangsschicht als Vervielfältigungsmatrize verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 903 964.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 587/163 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
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---|---|---|---|
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GB639960 | 1960-02-23 | ||
GB2515760 | 1960-07-19 |
Publications (1)
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Family Applications (2)
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DEG31671A Pending DE1168926B (de) | 1959-10-29 | 1961-02-23 | Verfahren zur Herstellung von hektographischen Druckformen |
Family Applications Before (1)
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DEG30820A Pending DE1254964B (de) | 1959-10-29 | 1960-10-29 | Verfahren zur photographischen Herstellung von Druckformen fuer Spiritusdruck |
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- NL NL257379D patent/NL257379A/xx unknown
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- 1961-02-23 DE DEG31671A patent/DE1168926B/de active Pending
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US2903964A (en) * | 1955-01-24 | 1959-09-15 | Eastman Kodak Co | Photographic spirit duplicating process |
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GB996963A (en) | 1965-06-30 |
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