DE1143604B - Verfahren zum Streckspinnen von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfahren - Google Patents
Verfahren zum Streckspinnen von Fadenkabeln nach dem ViskoseverfahrenInfo
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- DE1143604B DE1143604B DES54110A DES0054110A DE1143604B DE 1143604 B DE1143604 B DE 1143604B DE S54110 A DES54110 A DE S54110A DE S0054110 A DES0054110 A DE S0054110A DE 1143604 B DE1143604 B DE 1143604B
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/12—Stretch-spinning methods
- D01D5/16—Stretch-spinning methods using rollers, or like mechanical devices, e.g. snubbing pins
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D10/00—Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
- D01D10/04—Supporting filaments or the like during their treatment
- D01D10/0436—Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement
- D01D10/0463—Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement the filaments being maintained parallel
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
- Artificial Filaments (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
KL. 29a 6/02
INTERNAT. KL. D 01
A1NMEtDETAO: 29. JUNI 1957
B^KANJmilACB^rNG
B^KANJmilACB^rNG
UND Ay SGABEDEJR
Ait'Mife
Ait'Mife
: 14. fc fe fc R U A Ü life
Wenn bei 'der Herstellung von Viskosekunstseide
der Faden verstreckt werden soll, so geschieht dies im
allgemeinen in einem heißen Zersetzungsbad, nachdem er das Säurebad verlassen, hat. JEs sind aber, auch
Vorrichtungen beschrieben worden; bei deiien der einzelne Faden zwischen zwei Walzen verstreckt wird,
wobei er in einer Rinne von unten nach oben läuft und dabei im Gegenstrom mit einem heißen Zersetzungsbad
behandelt wird, das am Beginn der Streckzone abgeführt wird. Außerdem ist es bekannt,
einzelne Fäden zwischen zwei Walzen, von denen die untere in einer Behandlungsflüssigkeit läuft, zu verstrecken.
In diesem Fall läuft der Faden, der aus dem Säurebad kommt, zuerst auf die obere Walze auf, umschlingt
dann die untere Walze und nimmt auf dem Wege zur zweiten Umschlingung der oberen Walze
Behandlungsflüssigkeit mit.
Auch beim Spinnen von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfahren werden die noch plastischen Fäden
zwischen zwei verschieden schnell laufenden Walzenaggregaten verstreckt und gleichzeitig in einem heißen
zweiten Bad zersetzt.
Man verfährt dabei so, daß man die Fäden in der Streck- und Zersetzungszone zwischen den beiden
Streckwerkzeugen entweder in das Zersetzungsbad eintaucht oder aber mit diesem bespritzt, letzteres besonders
dann, wenn bei einer kleinen Zahl von Einzelfäden oder aber bei breiter, bandartiger Kabelführung
die Gewähr für eine gleichmäßige Benetzung und damit einwandfreie Zersetzung aller Einzelfäden gegeben
ist. Starke Kabel, so wie sie durch Vereinigung sämtlicher Einzelfäden einer Spinnmaschine zustande
kommen, sind zum Bespritzen mit dem zweiten Bad in der Streckzone ungeeignet.
Bei der Verstreckung von dünnen oder breit geführten Teilkabeln in Zweitbädern, die den Spinndüsen
unmittelbar zugeordnet sind, bereitet die Kabelführung besonders im Bad durch vielfache raumbedingte
Umlenkungen große Schwierigkeiten. So geben z. B. Material und Lagerung der im Bad laufenden Umlenkrollen
immer wieder zu Störungen Anlaß, die den Spinnprozeß beeinträchtigen. Das Aufspritzen des
Zweitbades auf das Spinnkabel umgeht zwar diese Schwierigkeiten, da sämtliche Führungsrollen außerhalb
des Bades angeordnet sind, jedoch ist bei der bekannten, gebräuchlichen waagerechten Kabelführung
die Berührung der Fäden mit dem aufgespritzten Zweitbad ungenügend und nur von kurzer Dauer.
Eine beliebige Verlängerung der Spritzstrecke ist bei der üblichen horizontalen Kabelführung aus Raumgründen
nur unter Verlust an Spinnkapazität möglich.
Es wurde nun gefunden, daß sich die Vorteile des Verfahren zum Streckspinnen
von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfähren
von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfähren
Anmelder:
Spinnfaser Aktiengesellschaft,
Kassel-Bettenhausen
Kassel-Bettenhausen
Dr. Friedrich Hildebrandt, Kassel-Bettenhausen,
und Heinz Hose, Kassel-Niederzwehren,
sind als Erfinder genannt worden
Aufspritzens der Zweitbadflüssigkeit auf das Spinnkabel mit den Forderungen nach einwandfreier Badführung
am Kabel entlang, nach genügend langer Einwirkungsdauer der Badflüssigkeit auf das Kabel
sowie nach hoher Spinnleistung bei einem Verfahren, bei dem die zwischen zwei Verstreckungswalzen nach
oben verlaufenden Fäden mit einem heißen Zersetzungsbad behandelt werden und die Badflüssigkeit
den Fäden nach unten im Gegenstrom entgegenläuft und am Beginn der Streckzone abgeführt wird, vereinigen
lassen. Dazu führt man erfindungsgemäß die aus Viellochdüsen austretenden Teilkabel in breitem
Band zusammen, läßt sie zwischen den Verstreckungswalzen senkrecht und frei nach oben laufen
und besprüht sie mit dem Bad von beiden Seiten.
Breitgeführte Fadenkabel ergeben sich insbesondere beim Einsatz von Breitstrahldüsen, aus denen die
vielen Einzelfäden schon in bandartiger Anordnung austreten.
An Hand einer Figur wird das Verfahren näher erläutert: Die aus den Breitstrahldüsen 1 austretenden
Fadenbänder 2 werden von unten nach oben durch die Abstreifer 3 vereinigt geführt, dort von überschüssigem
Fällbad befreit und um die erste Rolle 4 des Streckaggregates geleitet. Durch die Umlenkrolle 5
werden die vereinigten Fadenbänder 6 wieder senkrecht nach oben geführt. Sie werden dann als breites
Fadenband unterhalb der zweiten Rolle 7 des Streckwerkes von beiden Seiten durch Düsen 8 mit der
Badflüssigkeit bespritzt. Die Abstreifer 9 verhindern, daß die Badflüssigkeit nach oben mitgeführt wird, so
daß sie gleichmäßig das Fadenband einhüllend daran herunterläuft.
309 509/204
Durch die Anwendung des Gegenstromprinzips bei senkrechter Kabelführung wird die Badflussigkeit
gleichsam auf dem Kabel gehalten und dieses mit fortschreitender Zersetzung laufend mit frischer Badflüssigkeit
zusammengebracht. Die überschüssige Badflüssigkeit wird in der Wanne 10 gesammelt und
durch das Rohr 11 abgeführt.
Die Anordnung der Streck- und Zersetzungszone senkrecht über den zugehörigen Spinndüsen ermöglicht
erst die Konzentration einer hohen Spinnleistung auf kleinem Raum, was bei horizontaler Anordnung
der Verstreckungsorgane auch bei Einsatz von Breitstrahldüsen hoher Lochzahl wegen des größeren
Raumbedarfs nicht möglich ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet sich
also wesentlich und vorteilhaft von den oben beschriebenen Methoden, die mit den bekannten Vorrichtungen
ausgeführt werden, da es gestattet, eine Vielzahl von Fäden in Gestalt eines Fadenkabels, wie
beschrieben, in einfacher Weise mit sehr guter Wir- ao kung zu verstrecken, wobei die Cellulose vollkommen
regeneriert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum Streckspinnen von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfahren, bei welchem die zwischen zwei Verstreckungswalzen nach oben verlaufenden Fäden mit einem heißen Zersetzungsbad behandelt werden und die Badflüssigkeit den Fäden nach unten im Gegenstrom entlangläuft und am Beginn der Streckzone abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Viellochdüsen austretenden Teilkabel in breitem Band zusammengeführt werden, zwischen den Verstreckungswalzen senkrecht und frei nach oben laufen und mit dem Bad von beiden Seiten besprüht werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 266140, 527085,735, 767 434;schweizerische Patentschrift Nr. 147 402;
USA.-Patentschriften Nr. 2 265 984, 2 334 325,2553 692.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 309 509/204 2.63
Priority Applications (4)
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DES54110A DE1143604B (de) | 1957-06-29 | 1957-06-29 | Verfahren zum Streckspinnen von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfahren |
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Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES54110A DE1143604B (de) | 1957-06-29 | 1957-06-29 | Verfahren zum Streckspinnen von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfahren |
Publications (1)
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DE1143604B true DE1143604B (de) | 1963-02-14 |
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ID=7489625
Family Applications (1)
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DES54110A Pending DE1143604B (de) | 1957-06-29 | 1957-06-29 | Verfahren zum Streckspinnen von Fadenkabeln nach dem Viskoseverfahren |
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DE (1) | DE1143604B (de) |
FR (1) | FR1203013A (de) |
GB (1) | GB853807A (de) |
Citations (8)
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0
- BE BE567064D patent/BE567064A/xx unknown
-
1957
- 1957-06-29 DE DES54110A patent/DE1143604B/de active Pending
-
1958
- 1958-04-29 FR FR1203013D patent/FR1203013A/fr not_active Expired
- 1958-06-16 GB GB1918258A patent/GB853807A/en not_active Expired
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Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
BE567064A (de) | |
FR1203013A (fr) | 1960-01-14 |
GB853807A (en) | 1960-11-09 |
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