DE1118510B - Elektrisches Registriergeraet zur quantitativen Auswertung des Differential-Blutbildes - Google Patents
Elektrisches Registriergeraet zur quantitativen Auswertung des Differential-BlutbildesInfo
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Description
- Elektrisches Registriergerät zur quantitativen Auswertung des Differential-Blutbildes Bei der in klinischen Labors sehr häufig vorkommenden Aufgabe, den Blutausstrich quantitativ auszuwerten, muß an Hand einer Beobachtung im Mikroskop von einer unbestimmten Menge Körperchen, die sich im wesentlichen aus neun verschiedenen Komponenten zusammensetzt, so viel an einzelnen Komponenten ausgezählt werden, bis ihre Gesamtsumme eine vorher festgelegte Zahl erreicht.
- Die Lösung dieser Aufgabe erfolgte bisher meist in der Art, daß eine Person die Beobachtung durch das Mikroskop vornahm und ihre Wahrnehmungen auf eine Tabelle notierte oder diktierte, bis die vorher festgelegte Zahl erreicht war. Dieses Verfahren ist, wenn es allein ausgeführt wird, sehr zeitraubend, oder es wird eine zweite Kraft benötigt.
- Es sind auch Apparaturen bekannt, mit welchen die Beobachtungsergebnisse registriert werden können und die im Prinzip in der Art einer Schreibmaschine arbeiten. Auf Grund der mechanischen Arbeitsweise ist ein relativ starker Tastendruck nötig, wodurch die bedienende Hand schnell ermüdet.
- Schließlich sind für diese Arbeit auch schon elektrische Registriergeräte vorgeschlagen worden, die aus einer Reihe von durch elektrische Impulse fortschaltbaren Einzelzählwerken und einem durch elektrische Impulse fortschaltbaren Summenzählwerk bestehen, das innerhalb seines Stellenumfanges auf einen beliebigen Wert voreinstellbar ist und nach Erreichen des voreingestellten Zählwertes alle Einzelzählwerke sperrt. Die Stromkreise der Einzelzählwerke jeder Komponente werden durch eine Taste geschlossen. Da beim Auszählen eines Blutbildes eine gewisse Komponente im allgemeinen prozentual stets mit etwa 70 bis 80 °/o an der Gesamtsumme beteiligt ist, muß die entsprechende Taste in sehr kurzer Zeit sehr häufig betätigt werden, was zu Fehlern durch Verzählen führen kann.
- Die Erfindung hat zum Ziel, diesen Nachteil zu vermeiden, und schlägt zu diesem Zweck vor, einen Impulsgeber vorzusehen, an den die Einzelimpulszähler, wie in anderem Zusammenhang bekannt, einzeln durch einen Handschalter anschaltbar sind und somit um eine der Dauer ihres Anschaltens entsprechende Zahl von Einheiten fortschaltbar sind und daß die Impulsfrequenz des Impulsgebers in bekannter Weise einstellbar ist.
- Somit ist je nach den individuellen Wünschen oder Bedürfnissen eine schnelle oder langsame Impulsfolge möglich. Da die Impulse des Impulsgebers hörbar sind, kann der Beobachter im Geiste mitzählen, solange das Einzelzählwerk an den Impulsgeber angeschlossen ist.
- Nach einem anderen Vorschlag der Erfindung wird für diejenigen Komponenten, die einen hohen Anteil an der Gesamtsumme bilden und für welche demzufolge das Einzelzählwerk aus einem Einer-und einem oder mehreren Dekadenzählwerken besteht, neben der nur das Einerzählwerk in Betrieb setzenden Taste in an sich bekannter Weise eine weitere, direkt das Dekadenzählwerk betätigende Taste vorgesehen. Auch hierdurch wird ein häufiges Betätigen einer Taste innerhalb eines kurzen Zeitraumes vermieden.
- Um ein gleichzeitiges Betätigen zweier Tasten zu verhindern, sind nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung die Tasten mit Ruhe- und Arbeitskontakten versehen, wobei die Ruhekontakte aller Tasten in der Ruhestellung der Tasten miteinander verbunden sind, jedoch bei Betätigung einer Taste alle in Richtung des Stromflusses hinter dieser Taste liegenden Ruhekontakte stromlos werden.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Schaltbildes eines elektrischen Registriergerätes erläutert.
- Mit TK1, T,2 und TK3 sind einige Tasten bezeichnet, die jeweils mit einem Ruhekontakt 2 und einem Arbeitskontakt 1 ausgestattet sind. Der Arbeitskontakt 1 jeder dieser Tasten steht mit einem EinzelzählwerkZ.(O, Zz20 Usw. in Verbindung. Die Anlage wird von 24 V Gleichstrom gespeist, und zwar über einen Wählschalter Ws wahlweise direkt (Kontakt 2) oder über einen Impulsgeber (Kontaktl). Mit Zso, ZSI und Zs2 sind die Summenzählwerke bezeichnet, die bei jedem Betätigen einer Taste tot usw. beziehungsweise beim Ansprechen eines der Einzelzählwerke betätigt werden, und zwar über ein Relais B, das einen Kontakt 1B schließt.
- Die SummenzählwerkeZsO, Zsi und ZS2 besitzen Kontakte So, S, und S2, die erst öffnen, wenn das jeweilige Zählwerk auf 0 steht. Vor Beginn der Zählung werden sie bei geschlossenen SchalternKO, Kt und K2 durch Impulse beliebig einstellbarer Frequenz mittels des später noch näher beschriebenen Impulsgebers auf eine gewünschte Zahl n eingestellt.
- Die Summenzählwerke laufen rückwärts.
- Wenn nun der Wählschalter Ws, wie gezeichnet, auf dem Kontakt 2 steht, kann Strom zu den Tasten TK1, ..... . . . über die jeweiligen Ruhekontakte 2 fließen. Wird nun eine der Tasten gedrückt, so fließt der Strom über den Arbeitskontakt 1 der betreffenden Taste zu dem entsprechenden Einzelzählwerk, z. B. ZR.o Der Rückstrom, der über die geschlossenen Kontakte SO, S, und S2 fließen kann, betätigt das Relais, wodurch der Kontakt geschlossen wird und das Summenzählwerk Z,0 anspricht Bei jedem Drücken einer Taste wird also ein Stromimpuls auf das betreffende Einzelzählwerk gegeben und gleichzeitig das Summenzählwerk mitbetätigt.
- Jedes Einzelzählwerk ist mit einem Kontakt I versehen, welcher beim Übergang von 9 auf 0 schließt und einen Impuls auf das Zehnerzählwerk ZKll gibt.
- Das gleiche gilt für die Summenzählwerke.
- Wenn die Summe aller gezählten Komponentenkörperchen gerade die Zahl n erreicht hat, ist das Summenzählwerk, bestehend aus den Zählwerken Zso, Zsi und Zs2, auf 0 zurückgeschritten, und alle KontakteS,, S1 und S2 sind geöffnet, so daß auch bei weiterem Drücken irgendeiner der Tasten TK1, TK2 usw. kein Strom mehr fließen und demzufolge auch kein Zählwerk mehr ansprechen kann.
- Da manche zu zählende Komponenten zu einem sehr großen Prozentsatz an der Gesamtsumme beteiligt sind, ist für diese Komponenten eine zusätzliche Taste Teil vorgesehen, welche zwei Kontakte 1, 2 aufweist und bei Betätigung direkt das betreffende Zehnerzählwerk Zfç 11 und gleichzeitig das Zehnersummenzählwerk Zsi betätigt.
- Mit dem Wählschalter Ws kann ein Impulsgeber eingeschaltet werden, der aus einem Relais A be steht, welches einen Arbeitskontakt 1A und einen Ruhekontakt2A besitzt. Dem Relais A ist eine Kapazität C parallel geschaltet, vor die ein Widerstand R> zur Begrenzung des Ladestromes geschaltet ist. Ferner ist dem Relais A ein Regelwiderstand R2 sowie ein weiterer Widerstand R1, welche zusammen den Gesamtparallelwiderstand ergeben, parallel geschaltet. Der Widerstand R1 sorgt dafür, daß der Gesamtparallelwiderstand bei R2 zu 0 größer bleibt, als die zulässige Kontaktbelastung des Kontaktes 2A erforderlich macht.
- Wird durch Schalten des Wählschalters Ws auf den Kontakt 1 eine Spannung an den Impulsgeber gelegt, so lädt sich die Kapazität C auf. Gleichzeitig spricht das Relais A an und öffnet den Kontakt 2A Der Impulsgeber ist also von der EMK getrennt. Infolge der endlichen Ansprechzeit des Relais A ist die Kapazität C bereits vorher aufgeladen. Nach dem Öffnen des Kontaktes 2A entlädt sie sich zum Teil über die RelaiswicklungA, zum Teil über Rt und R.,. Durch Veränderung von R2 ist es möglich, die Entladezeit der Kapazität zu verändern. Ist C so weit entladen, daß nur noch ein unendlich kleiner Strom fließt, so fällt der Anker des Relais A ab, der Ruhekontakt 2A schließt sich wieder, und der beschriebene Vorgang wiederholt sich. Da das Relais A zugleich auch den Arbeitskontakt 1A betätigt, über den bei Stellung des Wählschalters Ws auf Kontakt 1 Strom zu den TastenT1... fließen kann, kann ein pulsierender Strom erzeugt werden, der bei Betätigung einer Taste das entsprechende Einzelzählwerk und gleichzeitig auch das Summenzählwerk wiederholt ansprechen läßt, solange die Taste gedrückt ist.
- Die Impulsfolge kann, wie erwähnt, durch Veränderung des Widerstandes R geändert werden.
- Um die Komponentenzählwerke ZKlo, Zu11, ZR20--- nach Beendigung der Zählung möglichst schnell wieder auf 0 zurückzubringen, ist jedes dieser Zählwerke mit einem Kontakt II versehen, der geöffnet wird, wenn das betreffende Zählwerk 0 erreicht hat. Durch eine RückstelltasteTR kann ein pulsierender Strom, beispielsweise ein einweggerichteter Wechselstrom von 50 Hz und 60 V, so lange über die Kontakte II fließen, bis jedes Zählwerk 0 erreicht hat, wonach die Kontakte II geöffnet werden.
- Die Ruhekontakte 2 der TastenTg... sind in der Ruhelage der Tasten in Reihe geschaltet, derart, daß ein Kontakt dem nächsten den Strom zuführt.
- Wird eine Taste betätigt, so wird der Stromkreis für die nachfolgenden Tasten unterbrochen. Es kann also bei gleichzeitiger Betätigung zweier Tasten nur dasjenige Komponentenzählwerk einen Impuls erhalten, dessen Taste der Spannungsquelle näher liegt.
- Wenn beispielsweise die Tasten TKI und TK2 gleichzeitig betätigt werden, so kann nur das Zählwerk ZRroy das der Taste TKI zugeordnet ist, Strom erhalten.
- Obgleich nur drei Tasten und nur für die Taste TK1. ein Einzel- und ein Zehnerzählwerk dargestellt wurden, ist es selbstverständlich, daß eine der Anzahl der auszuzählenden Komponenten entsprechende Anzahl von Tasten und für jede Taste je nach Häufigkeit der Komponenten ein Zehner- und eventuell ein Hunderterzählwerk neben einem Einzelzählwerk anzuordnen sind.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrisches Registriergerät zur quantitativen Auswertung des Differential-Blutbildes, bestehend aus einer Reihe von durch elektrische Impulse fortschaltbaren Einzelzählwerken und einem durch elektrische Impulse fortschaltbaren Summenzählwerk, das innerhalb seines Stellenumfanges auf einen beliebigen Wert voreinstellbar ist und nach Erreichen des voreingestellten Zählwertes alle Einzelzählwerke sperrt, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelimpulszähler einzeln in bekannter Weise durch einen Schalter an einen Impulsgeber anschaltbar sind und somit um eine der Dauer ihres Anschaltens entsprechende Zahl von Einheiten fortschaltbar sind und daß die Impulsfrequenz des Impulsgebers in bekannter Weise einstellbar ist.
- 2. Elektrisches Registriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben der nur das Einerzählwerk einer Komponente in Betrieb setzenden Taste in an sich bekannter Weise eine weitere, direkt das Dekadenzählwerk dieser Komponente betätigende Taste vorgesehen ist.
- 3. Elektrisches Registriergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten mit Ruhe und Arbeitskontakten versehen sind, wobei die Ruhekontakte aller Tasten in der Ruhestellung der Tasten miteinander verbunden sind, jedoch bei Betätigung einer Taste alle in Richtung des Stromffusses hinter dieser Taste liegenden Ruhekontakte stromlos werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 862 381, 668 806, 408 087; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 772 126; britische Patentschrift Nr. 748 542; USA.-Patentschriften Nr. 2818214, 2762567
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DE (1) | DE1118510B (de) |
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