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DE1056598B - Verfahren zur Herstellung aromatischer oder aromatisch-heterocyclischer Di- und bzw. oder Tricarbonsaeuren oder ihrer Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung aromatischer oder aromatisch-heterocyclischer Di- und bzw. oder Tricarbonsaeuren oder ihrer Salze

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Publication number
DE1056598B
DE1056598B DEH32614A DEH0032614A DE1056598B DE 1056598 B DE1056598 B DE 1056598B DE H32614 A DEH32614 A DE H32614A DE H0032614 A DEH0032614 A DE H0032614A DE 1056598 B DE1056598 B DE 1056598B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aromatic
acid
salts
water
heterocyclic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH32614A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Bruno Blaser
Dr Werner Stein
Dr Hubert Schirp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH32614A priority Critical patent/DE1056598B/de
Priority to CH6838359A priority patent/CH375335A/de
Priority to BE575248A priority patent/BE575248A/fr
Publication of DE1056598B publication Critical patent/DE1056598B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/412Preparation of salts of carboxylic acids by conversion of the acids, their salts, esters or anhydrides with the same carboxylic acid part
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/416Henkel reaction and related reactions, i.e. rearrangement of carboxylate salt groups linked to six-membered aromatic rings, in the absence or in the presence of CO or CO2, (e.g. preparation of terepholates from benzoates); no additional classification for the subsequent hydrolysis of the salt groups has to be given

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung aromatischer oder aromatischheterocyclischer Di- und bzw. oder Tricarbonsäuren oder ihrer Salze Wie bereits früher gefunden, kann man aromatische Di- und Polycarbonsäuren bzw. ihre Salze dadurch herstellen, daß man Salze aromatischer Monocarbonsäuren im Gemisch mit Salzen aromatischer Polycarbonsäuren, welche mehr als zwei Carboxylgruppen im Molekül enthalten, auf eine Temperatur oberhalb 3000 C erhitzt und gegebenenfalls die so erhaltenen Salze in die freien Säuren überführt. Bei dieser Umsetzung findet eine Wanderung von Carboxylgruppen von einem Molekül zum anderen sowie gegebenenfalls auch eine Umlagerung der Carboxylgruppen innerhalb des Moleküls statt, so daß beispielsweise aus 1 Mol Kaliumbenzoat und 1 Mol des Kaliumsalzes einer Benzoltricarbonsäure 2 Mol Kaliumterephthalat erhalten werden können.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man auch in carboxylgruppenfreie aromatische oder in aromatisch-heterocyclische Verbindungen Carboxylgruppen einführen kann, wenn man sie in Abwesenheit nennenswerter Mengen von Sauerstoff sowie unter Ausschluß von Wasser mit Alkalisalzen aromatischer oder aromatisch-heterocyclischer Carbonsäuren bei erhöhter Temperatur, unter Druck sowie in Gegenwart von geeigneten Katalysatoren zur Reaktion bringt. Bei der erfindungsgemäßen Reaktion werden die Carboxylgruppen der als Ausgangsstoff dienenden Carbonsäuren ganz oder teilweise auf die oarboxylgruppenfreie Verbindung übertragen. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man beispielsweise aus Benzol und dem Kaliumsalz der Pyromellithsäure Kaliumterephthalat nach folgender Gleichung: Aus den auf diese Weise erhaltenen Salzen kann man in bekannter Weise die freien Säuren oder ihre Derivate gewinnen.
  • Als Ausgangs stoffe für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete carboxylgruppenfreie Veffindungen sind z. B. aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Naphthalin, Diphenyl und andere mehrkernige aromatische Verbindungen.
  • Auch carboxylgruppenfreie aromatisch - heterocyclische Verbindungen können als Ausgangsmaterial für das neue Verfahren dienen. Hierunter werden solche heterocyclischen Verbindungen verstanden, die ein oder mehrere Heteroatome im Ring enthalten und denen man auf Grund ihres chemischen Verhaltens »aromatischen« Charakter zuschreibt. Solche Verbindungen sind z. B. Pyridin, Chinolin, Isochinolin, Thiophen, Thionaphthen, a,a-Dipyridyl u. a. m.
  • Aromatische Carbonsäuren, welche in Form ihrer Alkalisalze erfindungsgemäß mit den genannten aromatischen bzw. aromatisch-heterocyclischen Kohlenwasserstoffen zur Umsetzung gebracht werden, sind z. B. Benzolcarbansäuren, insbesondere Hemimellith-, Trimellith- und Trimesinsäure, Mdlophan-, Prehnit-und Pyromellithsäure, Benzolpentacarbonsäure und Mellithsäure. Auch Gemische derartiger Polycarbonsäuren können Verwendung finden. Es können auch Mono- oder Dicarbonsäuren des Benzols zur Carboxylierung heterocyclischer Verbindungen Verwendung finden. Eine derartige Arbeitsweise ist oft zweckmäßig, da die Benzoesäure und die Phfflalsäuren technisch leicht zugängliche Substanzen sind. Die genannten Benzolcarbonsäuren werden nach bekannten Verfahren hergestellt, beispielsweise durch Oxydation von Alkylbenzolen oder durch oxydativen Abbau höherer, gegebenenfalls alkylierter Ringsysteme. Sie können ferner aus kohlenstoffhaltigen StoKen,wie z. B. Graphit und Kohle, durch Oxydation z. B. mit Salpetersäure oder mit Sauerstoff gewonnen werden.
  • Andere für das erfindu.ngsgemäße Verfahren geeignete aromatische Polycarbonsäuren leiten sich von mehrkernigen aromatischen Ringsystemen ab, wie z. B. die a- und ,B-Naphthoesäure, die Naphthalsäure, die Diphensäure, die Naphthalintricarbonsäure-1,4,5 und fie Naphthalin-1,4,5,8-tetracarbonsäure. Auch aromatisch-heterocyclische Carbonsäuren, z. B. Pyridinarbonsäuren, sind in gleicher Weise geeignet, kommen aber im allgemeinen aus wirtschaftlichen Gründen als Ausgangsstoffe weniger in Frage.
  • Die genannten Säuren oder ihre Gemische werden für das erfindungsgemäße Verfahren in Form ihrer Alkalisalze verwendet. Bevorzugt werden die Salze des Kaliums verarbeitet, da man mit diesen besonders gute Ergebnisse erzielt. Die Rubidium- und Caesiumsalze, welche ebenso gute Ausbeuten liefern, kommen aus wirtschaftlichen Gründen weniger in Frage.
  • Als Katalysatoren für das erfindungsgemäße Verfahren sind vor allem Cadmium und seine Verbindungen geeignet, z. B. das Oxyd oder die Salze mit an organischen oder organischen Säuren, ferner auch metallorganische oder Komplexverbindungen des Cadmiums. Auch einige andere Metalle, insbesondere Zink und Quecksiqber, sowie Verbindungen dieser Metalle kommen in Frage.
  • Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es notwendig, die Anwesenheit größerer Mengen von Sauerstoff auszuschließen. Man arbeitet daher in Anwesenheit eines geeigneten Schutzgases, vorzugsweise in Gegenwart von Kohlendioxyd unter Druck. Auch andere Schutzgase, beispielsweise Stickstoff oder Argon, können verwendet werden, gegebenenfalls im Gemisch mit Kohlendioxyd.
  • Für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es ferner notwendig, die Anwesenheit von Wasser auszuschließen. Es werden daher alle Ausgangsstoffe vorzugsweise in sorgfältig getrocknetem Zustand eingesetzt. Um auch die Anwesenheit kleiner Wassermengen, die entweder noch in den Ausgangsstoffen vorhanden sind oder die sich durch Neben-oder Zersetzungsreaktionen bilden können, mit Sicherheit auszuschließen, ist es vorteilhaft, dem Reaktionsgemisch solche Stoffe zuzusetzen, die unter den angewandten Reaktionsbedingungen in der Lage sind, Wasser zu binden bzw. sich damit umzusetzen, ohne die eigentliche Reaktion zu stören. Solche Stoffe können chemisch sehr verschiedener Natur sein. Geeignet sind z. B. Carbide verschiedener Metalle, wie Aluminiumcarhid, oder auch Carbide der Erdalkali-oder Alkalimetalle, wie Calciumcarbid. Auch andere Verbindungen der genannten Metalle, z. B. ihre Nitride oder Borde oder Cyanate, insbesondere Kaliumcyanat, können verwendet werden, ferner beispielsweise elementares Silicium oder Bor, oder verschiedene Verbindungen dieser Elemente, unter anderem Siliciumtetraphenvl.
  • Die erfindungsgemäße Reaktion setzt im allgemeinen bei einer Temperatur oberhalb 3000 C ein. Die optimale Reaktionstemperatur ist je nach den verwendeten Ausgangsstoffen verschieden. Die obere Temperaturgrenze ist durch die Zersetzungstemperatur der Ausgangsstoffe oder der Reaktionsprodukte gegeben.
  • Die Aufarbeitung der Reaktionsgemische ist in der Regel einfach. Die nicht umgesetzten aromatischen oder aromatisch-heterocyclischen Kohlenwasserstoffe können zurückgewonnen werden. Bei der technischen Durchführung des Verfahrens kann der Kohlenwasserstoff im Kreislauf geführt werden. Das gleiche gilt für das zum Einsatz gelangende Schutzgas, z. B.
  • Kohlendioxyd, welches, gegebenenfalls nach entsprechender Reinigung, ebenfalls wieder verwendet werden kann. Ebenso lassen sich andere Zusätze, z. B. der Katalysator, mehrfach verwenden.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden in vielen Fällen technisch wertvolle aromatische oder aromatiseh-heterocyclische Dicarbonsäuren bzw. ihre Salze, wie Tereplhthalsäure, Naphthalin-2,6-dicarbonsäure oder Isocinchomeronsäure, erhalten. Als Nebenprodukte entstehen häufig andere aromatische Carbonsäuren, z. B. Trimesinsäure.
  • Beispiel 1 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure wurden mit 4,0 g Cadmiumffuorid und 10,0 g Aluminiumcarbid durch Vermahlen in einer Kugelmühle innig gemischt und zusammen mit 325 cm3 Benzol in einen Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen gefüllt. Anschließend wurde der Inhalt des Autoklavs 15 Stunden auf 4250 C erhitzt. Vor Beginn des Erhitzens wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß sich bei Reaktionstemperatur ein Druck von 1400 at einstellte. Die festen Reaktionsprodukte wurden nach dem Abkühlen und Entspannen des Autoklavs vom überschüssigen Benzol befreit und in Wasser gelöst.
  • Die Lösung wurde flltriert und das Filtrat bei 90 bis 1000 C mit~ Salzsäure angesäuert. Die ausgefällte Terephthalsäure wurde heiß filtriert, mit heißem Wasser ausgewaschen und anschließend bei 1400 C getrocknet. Die Ausbeute betrug 23,35 g. Aus der Mutterlauge wurden durch Extraktion mit ether 3,8 g Pyromellithsäure zurückgewonnen.
  • Beispiel 2 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure, 3,0 g Cadmiumterephthalat und 5,0 g Aluminiumcarbid wurden in einer Kugelmühle gemischt und zusammen mit 325 cm3 Benzol in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 25 Stunden auf 4100 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxid in den Autoklav gedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von etwa 1500 at resultierte.
  • Die festen Reaktionsprodukte wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aufgearbeitet. Es wurden 19,2 g Terephthalsäure erhalten. Aus der Mutterlauge konnten 5,4 g Pyromellithsäure zurückerhalten werden.
  • Beispiel 3 32,4 g des Trikaliumsalzes der Hemimellithsäure, 2,0 g Cadmiumfluorid und 5,0 g Aluminiumcarbid wurden in einer Kugelmühle vermisoht und anschlie ßend zusammen mit 325 cm3 Benzol in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 16 Stunden auf 4100 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd in den Autoklav gedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von etwa 1500 at resultierte. Die festen Reaktionsprodukte wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aufgearbeitet.
  • Es wurden 17,05 g Terephthalsäure erhalten. Aus der Mutterlauge wurden 2,6 g Tricarbonsäure zurückgewonnen.
  • Beispiel 4 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure wurden mit 4,0 g Cadmiumfiuorid und 10,0 g Aluminiumcarbid (Korngröße <0,06 mm) in einer Kugelmühle gemischt und dann in einem Autoklav von 600 cm8 Fassungsvermögen zusammen mit 300 cm3 Benzol 15 Stunden auf 4250 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurden 150 at Stickstoff auf den Autoklav aufgedrückt. Der Enddruck bei 4250 C betrug 720 at.
  • Die festen Reaktionsprodukte wurden in der oben beschriebenen Weise. aufgearbeitet, wobei 4,65 g Terephthalsäure erhalten wurden. Aus der Mutterlauge wurden durch Kristallisation und Extraktion mit Äther insgesamt 19,2 g Pyromellithsäure zurückgewonnen.
  • Beispiel 5 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure wurden mit 4,0 g Cadmiumfltrorid und 11,2 g ptulverisiertem Silicium in einer Kugelmühle gemischt und in einem Autoklav von 600 cm8 Fassungsvermögen zusammen mit 290 cm3 Benzol 15 Stunden auf 4250 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd in den Autoklav gedrückt, daß sich bei der Reaktionstemperatur ein Druck von 1500 at einstellte. Die festen Reaktionsprodukte wurden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise aufgearbeitet. Es wurden 12,25 g Terephthalsäure efhalten. Nach dem Abkühlen der Mutterlauge wurden durch Kristallisation und Extraktion mit Äther insgesamt 12,65 g Pyromelldthsäure zurückgewonnen.
  • Beispiel 6 Ein Gemisch aus 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure, 100 g Naphthalin, 10,0 g Aluminiumcarbid und 4,0 g Cadmiumchílorid wurde in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 15 Stunden auf 4250 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von 1450 at entstand. Nach dem Erkalten wurde das Reaktionsprodukt zerkleinert und mit Aceton digeriert, um überschüssiges Naphthalin in Lösung zu bringen. Der ungelöste Rückstand wurde in heißem Wasser gelöst und filtriert. Das Filtrat wurde in der Hitze mit Salzsäure angesäuert. Die ausgefällte Naphthtalin-2,6-dicarbonsäure wurde mit heißem Waschwasser und mit Alkohol gewaschen. Die Ausbeute betrug 13,2 g. Aus der Mutterlauge wurden durch Extraktion mit Äther 13,3 g Pyromellithsäure zurückgewonnen.
  • Beispiel 7 Ein Gemisch aus 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure, 200 cm3 wasserfreiem Pyridin, 10,0 g Aluminiumcarbid und 2,0 g Cadmiumfiuorid wurde in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 16 Stunden auf 4100 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von 660 at entstand. Nach dem Erkalten wurde das Reaktionsprodukt vom überschüssigen Pyridin abfiltriert und in heißem Wasser gelöst. Die Lösung wurde filtriert und das Filtrat in der Siedehitze mit Salzsäure angesäuert.
  • Hierbei fielen 8,4 g Terephthalsäure aus, die abgetrennt wurden. Aus der Mutterlauge wurden durch Kristallisation und Extraktion mit Äther 11,85 g Isocinchomeronsäure sowie 6,95 g nicht umgesetzte Pyromellithsäure erhalten.
  • Beispiel 8 Ein Gemisch von 48,4 g Dikaliumphthalat, 250 cm3 wasserfreiem Pyridin, 10,0 g Aluminiumcarbid und 2,5 g Cadmiumfiuorid wurde in einem Autoklav von 600 cm8 Fassungsvermögen 16 Stunden auf 4100 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei der Reaktionstemperatur ein Druck von 1300 at entstand. Nach dem Erkalten wurde das Reaktionsprodukt vom überschüssigen Pyridin abfiltriert und in heißem Wasser gelöst. Die Lösung wurde filtriert und das Filtrat in der Siedehitze mit Salzsäure angesäuert. Dabei wurden 20,8 g Terephthalsäure erhalten. Au.s der Mutterlauge wurden nach dem Abkühlen durch Kristalli- sation- und durch Extraktion mit Äther insgesamt 6,55 g Isocinchomeronsäure erhalten.
  • Beispiel 9 Ein Gemisch aus 32,0 g Kaliumbenzoat, -250 cm3 Pyridin, 10,0 g Aluminiumcarbid (Korngröße <0,06 mm) und 2,0 g Cadmiumfluorid wurde in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 16 Stunden auf 4200 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von 1450 at entstand. Nach dem Abkühlen wurde das Reaktionsprodukt in 11 Wasser gelöst und filtriert. Das Filtrat wurde auf 300 cm3 eingeengt und nochmals filtriert.
  • Anschließend wurde in der Siedehitze mit Salzsäure angesäuert. Der hierbei erhaltene Niederschlag wog 4,5 g und bestand aus Terephthalsäure. Aus der Mutterlauge wurden durch Kristallisation und Extraktion mit Äther 6,0 g Isocinchomeronsäure erhalten.
  • Beispiel 10 Ein Gemisch von 40,6 g des Tetrakaliumsalzes der Pyromellithsäure, 4,0 g Cadmiumfluorid, 10,0 g amorphem Bor und 325 cm8 Benzol wurde in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 15 Stunden auf 4250 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von 1350 at entstand. Nach dem Abkühlen wurde das Reaktionsprodukt, welches ein Gewicht von 59,4 g aufwies, in der oben beschriebenen Weise aufgearbeitet. Es wurden hierbei 26,2 gTerephthalsäure erhalten. Durch Extraktion der Mutterlauge mit Äther konnte ferner 2,5 g Pyromellithsäure zurückgewonnen werden.
  • Beispiel 11 Ein Gemisch aus 34,2 g des Tetranatriumsaizes der Pyromellithsäure, 2,0 g Cadmiumfiuorid, 10,0 g amorphem Bor und 250 cm3 trockenem Pyridin wurde in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 16 Stunden auf 4300 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von 840 at entstand. Das Reaktionsprodukt, welches 46,8 g wog, wurde in der oben beschriebenen Weise aufgearbeitet.
  • Hierbei wurden 4,5 g Terephthalsäure erhalten. Aus der Mutterlauge kristallisierten beim Abkühlen 2,9 g eines Gemisches aus Pyridindi- und -tricarbonsäure aus. Beispiel 12 Ein Gemisch von 40,6 g Tetrakaliumpyromellithat, 4,0 g Zinkchlorid, 10,0 g Silicium und 300 cm3 wasserfreiem Pyridin wurde in einem Autoklav von 600 cm3 Fassungsvermögen 20 Stunden auf 4100 C erhitzt. Zu Beginn des Versuches wurde so viel Kohlendioxyd aufgedrückt, daß bei Reaktionstemperatur ein Druck von 1440 at entstand. Nach dem Abkühlen und Entspannen wurde das überschüssige Pyridin abdekantiert und das 57,0 g wiegende feste Reaktionsprodukt in der beschriebenen Weise aufgearbeitet. Dabei wurde den 12,7 g Terephthalsäure erhalten. Aus der Mutterlange wurden durch Kristallisation und Extraktion mit Äther 11,2 g Isocinchomeronsäure gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPROCHE 1. Verfahren zur Herstellung aromatischer oder aromatisch - heterocyclischer Di- und bzw. oder Tricarbonsäuren oder ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man carboxylgruppenfreie aromatische oder aromatisch-heterocyclische Verbindungen mit Alkalisalzen aromatischer oder aromatischheterocyclischer Carbonsäuren in Abwesenheit nennenswerter Mengen Sauerstoff und Wasser sowie in Gegenwart solcher Stoffe, welche Wasser binden oder sich mit Wasser umzusetzen vermögen, bei einer Temperatur oberhalb 3000 C unter Druck in Anwesenheit eines Schutzgases sowie in Gegenwart von Metallkatalysatoren umsetzt und gegebenenfalls die erhaltenen Salze in die freien Säuren überführt 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysatoren die Metalle Cadmium oder Zink oder deren Verbindungen verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserbindende Mittel Carbide, insbesondere Aluminiumcarbid, verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserbindende Mittel elementares Silicium oder Bor verwendet.
    5 Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Schutzgas Kohlendioxyd verwendet.
DEH32614A 1958-03-07 1958-03-07 Verfahren zur Herstellung aromatischer oder aromatisch-heterocyclischer Di- und bzw. oder Tricarbonsaeuren oder ihrer Salze Pending DE1056598B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5081252A (en) * 1988-06-06 1992-01-14 Nippon Steel Corporation Process for the preparation of aromatic carboxylic acids

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US5081252A (en) * 1988-06-06 1992-01-14 Nippon Steel Corporation Process for the preparation of aromatic carboxylic acids

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