DE1046285B - Zweimotorenantrieb fuer Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen - Google Patents
Zweimotorenantrieb fuer Hub- oder Fahrwerke von HebezeugenInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen Zweimotorenantrieb für Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen mit zwei
mechanisch gekuppelten Drehstrommotoren, von denen der eine in einem bestimmten Geschwindigkeitsbereieh
als Bremsmaschine benutzt ist. Bei den bekannten Antrieben dieser Art sind zwei gleiche Motoren, vorzugsweise
Schleifringläufermotoren, benutzt, die in allen Betriebszuständen und Geschwindigkeitsbereidhen
eingeschaltet sind, entweder im entgegenwirkenden oder im unterstützenden Sinn, so daß die
Summe der Leistung der beiden Maschinen bei voller Geschwindigkeit die Gesamtleistung ergibt. Im untersten
Geschwindigkeitsbereich wird der eine Motor im entgegengesetzten Sinn wirkend betrieben, wobei die
Bremswirkung entweder durch Gegenstromschalten des einen Motors oder durch andere an sich bekannte
Schaltungen, wie Gleichstromerregung der Brennmaschine od. dgl., erfolgen kann.
Der neue Antrieb unterscheidet sich von dem Bekannten dadurch, daß zur Vergrößerung des Regelbereiches
unterschiedliche Grunddrehzahlen aufweisende und allein das volle Antriebsdrehmoment
liefernde Motoren vorgesehen und derart betrieben sind, daß im unteren Geschwindigkeitsbereich vorzugsweise
der Motor mit der höheren Grunddrehzahl als Bremsmaschine dem antreibenden zweiten Motor
entgegenwirkt, dagegen in den anderen Geschwindigkeitsbereichen jeweils nur ein Motor eingeschaltet ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführangsbeispiele
für Hebezeuge näher erläutert.
Hierbei sind in der Zeichnung der Übersichtlichkeit halber die einzelnen Betriebsmöglichkeiten angezeigt
unter Fortlassung der hierzu notwendigen Schaltmittel.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 a ist in dem untersten Geschwindigkeitsbereich für Heben und Senken
an ein Drehstromnetz N ein Schleifringläufermotor M1 und ein mit diesem starr gekuppelter zweiter
Schleifringläufermotor M2 im entgegenwirkenden Sinn angeschlossen. Die Läuferwiderstände beider
Motoren sind veränderbar und mit W1 bzw. W2 bezeichnet.
Es ist angenommen, daß der Motor M1 beispielsweise achtpolig und der Motor M2 beispiels-
Zweimotorenantrieb
für Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen
für Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen
weise vierpolig ist. Im untersten Regelbereich beim Heben und Senken wird der Antrieb nach den Drehzahl-Drehmomenten-Kurven
1 (Heben) bzw. 1' (Senken) in Fig. 1 d verlaufen, die sich aus der Addition
der Einzelkennlinien beider Motoren ergibt. Dabei läuft der Motor M1 im Hub- bzw. Senksinn, der Motor
M2 im bremsenden Sinn, wobei sein Läuferwiderstand
W2 entsprechend groß eingestellt ist. Durch Verringern des Läuferwiderstandes W1 bei sonst gleicher
Schaltungsanordnung wird der durch die Kurve 2 Anmelder:
Siemens-Sctmckertwerke
Aktiengesellschaft,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Ing. Hermann Enke, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
bzw. 2' charakterisierte Regelbereich erhalten. Der durch die Kurven 3 bzw. 3' gekennzeichnete dritte
Regelbereich wird durch die In Fig. Ib angegebene Schaltung erreicht. Hierbei wird die Gegenstrombremsung,
d. h. der Motor M2, abgeschaltet und der Läuferwiderstand des achtpoligen Motors M1 kurzgeschlossen,
so daß dieser mit der entsprechend synchronen Nenndrehzahl beim Heben bzw. mit etwas
übersynchroner Drehzahl beim Senken läuft. In dem gemäß Kurve 4, 4' entsprechenden Regelbereich nach
der Schaltung Fig. Ic wird der achtpolige MOtOrM1
abgeschaltet und der vierpolige Motor M2 allein als
Antrieb benutzt, wobei unter Zwischenschaltung nicht näher gekennzeichneter, an sich bekannter Schaltungsanordnungen für den Läuferwiderstand W2 dieser allmählich
stufenweise kurzgeschlossen wird. Es ergibt sich hierbei die doppelte Drehzahl gegenüber der in
Fig. 1 b gezeigten Betriebsweise.
Eine weniger lastabhängige Regelung, insbesondere im unteren Regelbereich, kann im Rahmen der Erfindung
dadurch erhalten werden, daß gemäß Fig. 2 a der vierpolige, im bremsenden Sinn wirkende Schleifringläufermotor
M2 in den Regelbereichen 1, 2 bzw. 1', 2' gemäß Fig. 2 b über einen Transformator T und
einen Gleichrichter G in einer Netzphase gleichstromerregt wird, wobei in diesem Fall der Motor M2 als
Kurzschlußläufermotor verwendet werden kann. Die weiteren Regelbereiche entsprechend den Kurven 3, 3'
und 4, 4' in Fig. 2 b werden wiederum durch die in den Fig. 1 b und 1 c schematisch dargestellten Anschlüsse
der Motoren ermöglicht.
Eine noch größere Unterteilung und feinere Abstufung des Regelbereiches kann durch die Erfindung
mit einer Anordnung nach Fig. 3 a bis 3 f erzielt werden, indem die beiden Motoren einzeln oder gemein-
809 698/107
sam an Netze mit verschiedenen Frequenzen angeschlossen werden.
Es sei angenommen, daß beide Motoren gleiche Polzahlen haben. Im unteren Regelbereich für Heben
Hl entsprechend der Kurve 1 in Fig. 3 g sind gemäß Fig. 3 a beide Motoren an ein Drehstromnetz N6 (z. B.
Netzfrequenz 6 Hz) im Hubsinn geschaltet. Die Regelung erfolgt durch Läuferwiderstandsänderung.
Für den Fall, daß das Anzugsmoment nicht ausreicht, kann der Motor M2 nach Fig. 3 b an ein Netz
entsprechend der Kennlinie 1' der Motor M1 mit der
größeren Polzahl im Senksinn an das niederfrequente Netz N6 geschaltet, und der niederpolige Motor M2
wie im Falle Fig. 2 a über einen Transformator T und einen Trockengleichrichter G vom höherfrequenten
Netz 2V50 mit Gleichstrom erregt und als Bremsmaschine
betrieben. Auf diese Weise ergibt sich eine sehr flache lastunabhängige Charakteristik. In dem
nächsten Regelbereich 6"II werden zum Erhalt der Kennlinie 2' beide Motoren gemäß Fig. 4f an das
N50 von höherer Frequenz (z. B. 50 Hz) angeschlos- niederfreqente Netz TV6 angeschlossen, und in den
weiteren Stellungen SIII und STV, entsprechend den Kennlinien 3' und 4', sind gemäß Fig. 4 g und 4 h entweder
der höherpolige Motor M1 oder der niederpolige Motor Af2 vom höherfrequenten Netz N50 gespeist.
An Stelle der zwei Motoren können auch in einem Gehäuse zusammengefaßte Motoren, sogenannte
Doppelmaschinen, verwendet werden. Weiterhin können die angegebenen Schaltungsanordnungen und Betriebsbedingungen
auch zum Antrieb von Fahr-, Dreh- und Kippwerken verwendet werden, wobei jedoch im Gegensatz zu den oben beschriebenen Hubwerksantrieben
die Schaltungen symmetrisch ausgelegt werden, damit in beiden Antriebsrichtungen
gleiche Regelkurven für die Motoren erzielt werden.
sen werden, so daß die Kennlinie 2 maßgebend ist. Auf der höchsten Regelstufe HIII werden dann entsprechend
Fig. 3 c beide Motoren im Hubsinn an das höherfrequente Netz angeschlossen (Kennlinie 3). Die
weiteren Kennlinien 4 und 5 erhält man wiederum durch Läuferwiderstandsänderung in an sich bekannter
Weise.
Beim Senken werden im unteren, der Kennlinie 1' entsprechenden Regelbereich gemäß Fig. 3 d beide an ao
das niederfrequente Netz N6 angeschlossene Motoren
im einander entgegenwirkenden Sinn betrieben, wodurch sich sehr kleine Drehzahlen für Lastsenken SI
(bis zur vollen Last) ergeben. In den den Kennlinien 2' und 3' in Fig. 3 g entsprechenden Regelbereichen
werden beide Motoren im Senksinn an das niederfrequente Netz N6 angeschlossen (Fig. 3 e) und
die Regelung innerhalb dieses Bereiches 6*11 durch
Änderung der Läuferwiderstände W1 und W2 vorgenommen.
In dem letzten, der Kennlinie 4' entsprechenden Regelbereich werden beide Motoren.zum Schnellsenken
an das höherfrequente Netz N50 angeschlossen (Fig.3f).
Eine Vergrößerung des Drehzahlbereiches kann man im Rahmen der Erfindung dadurch erhalten, daß
beide Motoren für verschiedene Polzahlen ausgelegt und wahlweise an Netze verschiedener Frequenz angeschlossen
werden. In diesem Fall können auch Kurzschlußläufermotoren mit steil abfallender Läufercharakteristik,
sogenannte Widerstandsläufer, verwendet werden, deren Kippmoment etwa im Stillstand
liegt. Bei dieser Schaltung wird beim Heben HI entsprechend
der Kennlinie 1 in Fig. 4i nur der Motor M1 mit der größeren Polzahl an das niederfrequente
NetziVg im Hubsinn angeschlossen (Fig. 4 a).
Im zweiten Hub-Regelbereich JTII ergibt sich die Kennlinie 2 durch den zusätzlichen Anschluß des
niederpoligen Motors M2 an das Netz N6 (Fig. 4b).
Hierbei ergibt sich eine höhere Drehzahl mit einem entsprechend größeren Anzugsmoment. Im dritten
Regelbereich if III, entsprechend der Kennlinie 3, wird der Motor JW1 mit der größeren Polzahl an das
höherfrequente Netz JV50 allein angeschlossen und in
dem letzten Regelbereich ff IV, entsprechend der Kennlinie 4, der niederpolige Motor M2 an das höherfrequente
Netz N50 geschaltet. Beim Senken SI wird
Claims (4)
1. Zweimotorenantrieb für Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen mit zwei mechanisch gekuppelten
Drehstrommotoren, von denen der eine in einem bestimmten Geschwindigkeitsbereich als
Bremsmaschine benutzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vergrößerung des Regelbereiches
unterschiedliche Grunddrehzahlen aufweisende und einzeln das volle Antriebsdrehmoment liefernde
Motoren (M1, M2) vorgesehen und derart betrieben sind, daß im unteren Geschwindigkeitsbereich
vorzugsweise der Motor mit der höheren Grunddrehzahl als Bremsmaschine dem antreibenden
zweiten Motor entgegenwirkt, dagegen in den anderen Geschwindigkeitsbereichen jeweils nur
ein Motor eingeschaltet ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Motoren mit verschiedenen Polzahlen
verwendet sind.
3. Antrieb nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in einem Geschwindigkeitsbereich
die Motoren in gleichem Drehsinn an Netze mit verschiedener Frequenz angeschlossen
sind.
4. Antrieb nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bremsbetrieb der bremsende
Motor (M1) über einen Netztransformator (T) und nachgeschalteten Gleichrichtern (G) in einer
Phase gleichstromerregt ist (Fig. 2 a).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
<® 809 698/107 12.58
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES52087A DE1046285B (de) | 1957-01-26 | 1957-01-26 | Zweimotorenantrieb fuer Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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---|---|---|---|
DES52087A DE1046285B (de) | 1957-01-26 | 1957-01-26 | Zweimotorenantrieb fuer Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen |
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Publication Number | Publication Date |
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DE1046285B true DE1046285B (de) | 1958-12-11 |
Family
ID=7488556
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES52087A Pending DE1046285B (de) | 1957-01-26 | 1957-01-26 | Zweimotorenantrieb fuer Hub- oder Fahrwerke von Hebezeugen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1046285B (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1144458B (de) * | 1959-10-17 | 1963-02-28 | Siemens Ag | Einrichtung zum Antrieb von Hubwerken, insbesondere zum Senkbremsen |
DE1180920B (de) * | 1961-09-29 | 1964-11-05 | Siemens Ag | Einrichtung zum Antrieb von Hubwerken |
DE1292350B (de) * | 1962-12-11 | 1969-04-10 | Trottier Jean Emile | Antriebsvorrichtung fuer Fischerei-Netzwinden |
DE1297213B (de) * | 1966-10-04 | 1969-06-12 | Hitachi Ltd | Drehzahl-Steueranordnung fuer einen Zweimotorenantrieb mit Schleifring-Induktionsmotoren |
-
1957
- 1957-01-26 DE DES52087A patent/DE1046285B/de active Pending
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1144458B (de) * | 1959-10-17 | 1963-02-28 | Siemens Ag | Einrichtung zum Antrieb von Hubwerken, insbesondere zum Senkbremsen |
DE1180920B (de) * | 1961-09-29 | 1964-11-05 | Siemens Ag | Einrichtung zum Antrieb von Hubwerken |
DE1292350B (de) * | 1962-12-11 | 1969-04-10 | Trottier Jean Emile | Antriebsvorrichtung fuer Fischerei-Netzwinden |
DE1297213B (de) * | 1966-10-04 | 1969-06-12 | Hitachi Ltd | Drehzahl-Steueranordnung fuer einen Zweimotorenantrieb mit Schleifring-Induktionsmotoren |
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