DE1023225B - Verfahren zur Polymerisation von Styrol - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von StyrolInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F12/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an aromatic carbocyclic ring
- C08F12/02—Monomers containing only one unsaturated aliphatic radical
- C08F12/04—Monomers containing only one unsaturated aliphatic radical containing one ring
- C08F12/06—Hydrocarbons
- C08F12/08—Styrene
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Polymerisation von Styrol sowohl unter heterogenen wie auch homogenen
Verhältnissen. Sie betrifft im wesentlichen Polymerisationsverfahren unter Verwendung eines bestimmten
neuen Katalysators.
Unter heterogenen Polymerisationsverhältnissen ist eine Polymerisation zu verstehen, bei welcher das Reaktionsgemisch
aus zwei deutlich voneinander verschiedenen Phasen besteht. Derartige Polymerisationen zerfallen
in zwei Arten, nämlich in Emulsionspolymeri- xo sationen und in Suspensionspolymerisationen. Bei der
Emulsionspolymerisation ist das Monomere durch die ganze zweite, gewöhnlich wäßrige Phase hindurch dispergiert,
und zwar in Gestalt einer feinen Emulsion, welche beim Stehen sich nicht abscheidet. Das anfallende
polymere Produkt besitzt die Form einer kolloidalen Suspension, welche häufig in ungenauer Weise mit Emulsion
bezeichnet wird und welche zum Koagulieren gebracht oder ν gebrochen« werden muß, ehe das Polymerisationsprodukt
in fester Form isoliert werden kann. Bei der Suspensionspolymerisation ist das Monomere in Gestalt
von voneinander getrennten Teilchen durch die zweite, gewöhnlich wäßrige Phase dispergiert, und diese Teilchen
müssen durch mechanische Mittel in Suspension gehalten werden. Das bei dem Suspensionsverfahren erhaltene
Polymerisationsprodukt besitzt die Gestalt von Teilchen oder Perlen und ist unmittelbar aus dem Reaktionsgemisch
beispielsweise durch Absitzenlassen, Filtration oder Zentrifugieren gewinnbar. Unter homogener Polymerisation
ist eine solche zu verstehen, bei welcher das Reaktionsgemisch aus einer einzigen Phase besteht. Solche
Polymerisationen lassen sich durch Erhitzen von Styrol allein oder von seinen Lösungen in einem geeigneten Lösungsmittel
durchführen.
Bei all diesen Arten der Polymerisation von Styrol wird dem Polymerisationsgemisch zweckmäßig ein Katalysator
zugesetzt, wodurch die Polymerisationsgeschwindigkeit erhöht wird; die Polymerisation kann unter
mäßigen Temperaturbedingungen innerhalb einer angemessenen Zeit zu Ende geführt werden. Eine brauchbare
Klasse von Katalysatoren besteht aus organischen Peroxyden und Hydroperoxyden.
Die Verwendung derartiger Katalysatoren hat jedoch auch Nachteile. Einer derselben, welcher gemeinsam den
meisten bisher bei der Polymerisation von Styrol benutzten Katalysatoren anhängt, besteht darin, daß sie
zu Polymerisationsprodukten führen, die dazu neigen, sich beim Erhitzen auf erhöhte Temperaturen, wie man
solchen häufig bei der Verarbeitung von Polystyrol begegnet, zu verfärben. Ein anderer Nachteil gewisser
Katalysatoren besteht darin, daß sie nur innerhalb eines begrenzten Temperaturbereiches höchste katalytische
Wirksamkeit aufweisen; es kann geschehen, daß dieser optimale Temperaturbereich bei einem gegebenen Kata-Verfahren
zur Polymerisation von Styrol
Anmelder:
The Distillers Company Limited,
Edinburgh (Großbritannien)
Edinburgh (Großbritannien)
Vertreter: Dr. W. Schalk und Dipl.-Ing. P. Wirth,
Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 10. April 1954
Großbritannien vom 10. April 1954
Henry Malcolm Hutchinson und Kenneth Stevens,
Great Burgh, Epsom, Surrey (Großbritannien),
sind als Erfinder genannt worden
lysator nicht für die Erzeugung eines gewissen Typs von Polystyrol geeignet ist. Zum Beispiel ist es häufig erwünscht,
Polystyrol von einem begrenzten Molekulargewichtsbereich durch Polymerisieren des Monomeren
bei einer verhältnismäßig hohen Temperatur, z. B. oberhalb 100°, herzustellen. Manche der bisher verwendeten
Katalysatoren zersetzen sich jedoch so schnell bei solch hohen Temperaturen, daß ihre katalytische Kraft erschöpft
ist, ehe die Polymerisation in nennenswertem Ausmaße beginnen kann. Weiter sind andere, die geeignete
katalytische Wirkung bei diesen Temperaturen besitzen, ziemlich flüchtig und neigen daher dazu, wenn
nicht besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, aus dem Reaktionsgemisch abzudestillieren.
Bei heterogenen Polymerisationen ist es oft vorteilhaft, einen Katalysator, welcher in der monomerenhaltigen
Phase leichter löslich ist als in der anderen Phase, anzuwenden, und manche Katalysatoren, die sonst ganz geeignet
für die Polymerisation von Styrol sein mögen, lassen in dieser Beziehung zu wünschen übrig, da sie in
diese andere, meist wäßrige Phase extrahiert werden.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, Styrol in Gegenwart eines Katalysators zu polymerisieren, der unter
den oben angeführten Nachteilen gar nicht oder wenigstens nur so wenig leidet, daß er sich für die Erzeugung
von Styrolpolymerisationsprodukten mit besten Eigenschaften verwenden läßt.
Erfindungsgemäß ist das vorliegende Verfahren zur Polymerisation von Styrol dadurch gekennzeichnet, daß
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kann es daher ohne Gefahr handhaben, und es braucht nicht in gekühlten Behältern aufbewahrt zu werden.
Seine Anwendung geschieht in ungefähr den gleichen Konzentrationen, welche man bisher bei anderen orga-5
nischen Peroxydkatalysatoren bei der Polymerisation von Styrol angewendet hat. Am besten wird es in einer
Konzentration zwischen 0,01 und 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das eingesetzte monomere Material, angewendet.
Polymerisiertes Styrol kann nach dem vorliegenden Verfahren als wasserhelles klares Produkt gewonnen
werden, das beim Erhitzen bemerkenswerte Farbbeständigkeit aufweist. Man kann bis zu 200° erhitzen, ohne
daß Verfärbung eintritt. Das Produkt ist deshalb für die
man das Styrol in Anwesenheit von Dicumylperoxyd als Polymerisationskatalysator in dem Reaktionsgemisch
auf erhöhte Temperaturen erhitzt.
Jede erhöhte Temperatur, bei der man bisher Styrol in Gegenwart eines Peroxydkatalysators bereits polymerisiert
hat, läßt sich anwenden, doch werden besonders vorteilhafte Ergebnisse erzielt, wenn man oberhalb
100° und vorzugsweise innerhalb eines Bereiches von 110 bis 150° arbeitet.
Das Polymerisationsgemisch kann homogen sein und io
aus monomerem Styrol allein oder aus seiner Lösung in
einem geeigneten Lösungsmittel, wie Toluol, Methylalkohol oder Methyläthylketon, bestehen. Wenn die
Temperatur über dem Siedepunkt des benutzten Lösungsmittels und, auf alle Fälle, wenn sie über 144°, dem 15 Herstellung von farblosen Gegenständen nach einem der Siedepunkt des Styrols, liegt, dann muß unter erhöhtem üblichen Hitzeverformungsverfahren besonders wertvoll. Druck polymerisiert werden, damit das Reaktionsgemisch Gegenüber dem Isopropylbenzolhydroperoxyd besitzt
aus monomerem Styrol allein oder aus seiner Lösung in
einem geeigneten Lösungsmittel, wie Toluol, Methylalkohol oder Methyläthylketon, bestehen. Wenn die
Temperatur über dem Siedepunkt des benutzten Lösungsmittels und, auf alle Fälle, wenn sie über 144°, dem 15 Herstellung von farblosen Gegenständen nach einem der Siedepunkt des Styrols, liegt, dann muß unter erhöhtem üblichen Hitzeverformungsverfahren besonders wertvoll. Druck polymerisiert werden, damit das Reaktionsgemisch Gegenüber dem Isopropylbenzolhydroperoxyd besitzt
in flüssigem Zustande erhalten bleibt. Ein besonderer das Dicumylperoxyd den Vorteil, daß es nicht nur in
Vorzug des Dicumylperoxyds als Katalysator besteht in homogener flüssiger Phase, sondern auch in dispergierter
seiner geringen Flüchtigkeit, infolge deren es sich nicht 20 Phase anwendbar ist, was vermutlich auf der geringeren
aus dem Polymerisationsgemisch verflüchtigt und da- Wasserlöslichkeit beruht. Außerdem ist das Dicumyldurch
etwa die Polymerisationsgeschwindigkeit herab- hydroperoxyd dem Isopropylbenzolhydroperoxyd sowohl
setzt. bei Polymerisationen in der dispergierten als auch in
Das Polymerisationsgemisch kann auch heterogen sein, der homogenen Phase überlegen. Dies beruht auf der
in welchem Falle die zweite Phase gewöhnlich Wasser 25 größeren Stabilität des Dicumylperoxydes, durch die es
enthält. Bei derartigen wasserhaltigen Systemen müssen möglich ist, bei höheren Temperaturen zu polymerierhöhte
Drücke zur Anwendung gelangen, wenn die sieren. Es ist so auch möglich, die Polymerisation bis zu
Temperatur über 94°, dem Siedepunkt des azeotropischen einer viel größeren Erschöpfung der Reaktionsmischung
Styrol-Wasser-Gemisches, gesteigert wird. Bei hetero- an Monomerem durchzuführen, als es bei der Verwengenen
Polymerisationen, bei welchen die eine Phase 30 dung von Isopropylbenzolhydroperoxyd möglich ist, wo-Wasser
enthält, ist Dicumylperoxyd ein besonders wert- durch Produkte mit besseren Eigenschaften erhalten
voller Katalysator, weil es eine sehr geringe Löslichkeit
in Wasser und eine verhältnismäßig hohe Löslichkeit in
der das monomere Styrol enthaltenden organischen
Phase besitzt. Diese Eigenschaft ist sowohl in der Emul- 35
sions- als auch in der Suspensionspolymerisation von
Styrol von besonderem Wert, welche beide bei erhöhten
Temperaturen, z. B. oberhalb 100°, durchgeführt werden.
in Wasser und eine verhältnismäßig hohe Löslichkeit in
der das monomere Styrol enthaltenden organischen
Phase besitzt. Diese Eigenschaft ist sowohl in der Emul- 35
sions- als auch in der Suspensionspolymerisation von
Styrol von besonderem Wert, welche beide bei erhöhten
Temperaturen, z. B. oberhalb 100°, durchgeführt werden.
Die Polymerisation von Styrol soll, wie üblich, in
Abwesenheit von freiem Sauerstoff erfolgen. Dies 40 und während der angegebenen Dauer (Stunden) erhitzt, wird dadurch leicht erreicht, daß man das Polymeri- worauf in allen Fällen die Polymerisation praktisch besationsgefäß und seinen Inhalt mit einem inerten Gase,
wie Stickstoff oder Kohlendioxyd, auswäscht und während des ganzen Polymerisationsvorgangs eine inerte
Atmosphäre in dem Gefäße aufrechterhält. Doch liefert 45
das Verfahren der Erfindung auch ohne diese Vorsichtsmaßnahmen Produkte, die in der Farbe solchem Polystyrol überlegen sind, welches unter ähnlichen Bedingungen mit anderen Polymerisationskatalysatoren erzeugt wurde.
Abwesenheit von freiem Sauerstoff erfolgen. Dies 40 und während der angegebenen Dauer (Stunden) erhitzt, wird dadurch leicht erreicht, daß man das Polymeri- worauf in allen Fällen die Polymerisation praktisch besationsgefäß und seinen Inhalt mit einem inerten Gase,
wie Stickstoff oder Kohlendioxyd, auswäscht und während des ganzen Polymerisationsvorgangs eine inerte
Atmosphäre in dem Gefäße aufrechterhält. Doch liefert 45
das Verfahren der Erfindung auch ohne diese Vorsichtsmaßnahmen Produkte, die in der Farbe solchem Polystyrol überlegen sind, welches unter ähnlichen Bedingungen mit anderen Polymerisationskatalysatoren erzeugt wurde.
Dicumylperoxyd hat die Formel
Γττ r irvt \ η η r ir ή \ r τ-τ Die anfallenden Polymerisationsprodukte wurden dar-
C6M5 · υ (υη3)2 · υ · υ · ο^n3J2 · c6ri5 ^ ^ gldchförmige Scheiben zerschnitten und in Luft
und ist eine feste weiße Substanz vom Schmelzpunkt 39°. und Stickstoff auf die in der folgenden Tabelle ange-Es
ist eine verhältnismäßig beständige Verbindung und 55 gebenen Temperaturen und während der dort vermerkten
zersetzt sich nicht, wenn man es lange Zeit bei gewöhn- Dauer (in Stunden) erhitzt, worauf die Farbe der Scheiben
liehen atmosphärischen Bedingungen stehenläßt. Man miteinander verglichen wurde.
werden.
Eine Anzahl Rohre wurde teilweise mit monomerem, 2,5 Gewichtsprozent verschiedene Polymerisationskatalysatoren
enthaltendem Styrol gefüllt. Die Rohre wurden von Luft durch Stickstoff befreit, geschlossen und auf
die in der folgenden Tabelle aufgeführten Temperaturen
endet war.
Katalysator
a) Benzoylperoxyd
b) 2,2'-Azo-bis-isobutyronitril ...
c) tert.-Butylperbenzoesäureester.,
5° d) Dicumylperoxyd
5° d) Dicumylperoxyd
Tempe | Dauer |
ratur | (Stunden |
50° | 72 |
50° | 48 |
90° | 15 |
100° | 10 |
Temperatur
Dauer, Stunden
Polymerisationsprodukte a), b) und c) Luft Stickstoff
Produkt d)
Luft
Stickstof!
175°
175°
200c
175°
200c
23
23
stark verfärbt
schwach verfärbt
verfärbt stark verfärbt
unverfärbt
unverfärbt
unverfärbt
Eine Vergleichsprobe aus reinem Polystyrol wurde Beispiel 2
durch Polymerisation von Styrol ohne Katalysatorzusatz Styrol wurde in wäßriger Suspension durch Vermischen
bei 150° hergestellt. Die Farbbeständigkeit dieses Poly- von 27 1 einer 0,63gewichtsprozentigen Magnesiumhymerisats
beim Erhitzen unterschied sich in keiner Hin- droxydsuspension, welche 5 °/0 Überschuß an Natriumsicht
wesentlich von dem des Polymerisats d). 70 hydroxyd enthielt, mit 2450 g Styrol und 12,26 g Di-
cumylperoxyd polymerisiert. Die Luft in dem Polymerisationsbehälter
wurde durch Stickstoff ersetzt und der Druck bei 4,2 kg/cm2 gehalten. Die Polymerisation erfolgte
durch 4stündiges Erhitzen der Suspension auf 130° und 3stündiges Erhitzen auf 150°. Die Polymerisation
war dann praktisch beendet und lieferte Perlen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 0,2 mm.
Diese konnten bei 160° zu wasserklaren Platten aus Polystyrol mit den folgenden physikalischen Eigenschaften
verformt werden:
Spezifische Viskosität
Schlagfestigkeit
IO
0,52 (gemessen in einer Lösung von 1J2 g Polystyrol in 100 ecm
Toluol)
2,31 -lO^erg/cm2
(druckverformte Probe)
9,84 · 10-6 erg/cm2 (spritzgußverformte Probe)
9,84 · 10-6 erg/cm2 (spritzgußverformte Probe)
100 Raumteile monomeres Styrol, welches mit 0,20 Gewichtsteilen
Dicumylperoxyd versetzt war, wurden durch Schütteln in 150 Raumteilen einer 0,5°/0igen wäßrigen
Lösung von Kaliumlaurinat emulgiert. Die Emulsion wurde durch Sieden im Vakuum für einige Minuten entgast
und dann durch 17stündiges Erhitzen auf 125 bis 130° in geschlossenem Gefäß polymerisiert. Das Polymerisat
wurde von dem Vließ durch Eingießen in überschüssigen Äthylalkohol und darauffolgendes Auswaschen
auf einem Filter mit weiterem Äthylalkohol isoliert. Es wurde eine Polymerisatausbeute von mehr als 99°/0, bezogen
auf Monomeres, erhalten. Das Polymerisat wies einen ungewöhnlichen Widerstand gegen Verfärbung
beim Vermählen auf Walzen bei 160 bis 180° während 10 Minuten auf und nahm lediglich eine sehr schwache
gelbe Tönung an.
Durch ähnliche Emulsionsverfahren unter Benutzung von Benzoylperoxyd oder Kaliumpersulfat als Katalysatoren
hergestellte und auf gleiche Methode isolierte Polystyrole zeigten beim Vermählen unter den obigen
Bedingungen eine viel stärkere Verfärbung.
Die in dem Beispiel angegebenen Raumteile und Gewichtsteile stehen zueinander in dem gleichen Verhältnis
wie Kubikzentimeter zu Gramm.
Die Beispiele erläutern die Homopolymerisation von Styrol zu Polystyrol mit Dicumylperoxyd als Katalysator.
Wertvolle Produkte lassen sich in ähnlicher Weise dadurch erzeugen, daß man einen geringeren Teil des
Styrols durch eine andere Styrolverbindung ersetzt, worunter im Kern durch Chlor und niedrigere Alkyl- oder
Alkenylreste substituierte Derivate des Styrols, wie p-Chlorstyrol, 2,4-Dimethylstyrol und Divinylbenzol, zu
verstehen sind.
Claims (5)
1. Verfahren zur Polymerisation von Styrol, dadurch gekennzeichnet, daß man das Styrol in Gegenwart
von Dicumylperoxyd als Polymerisationskatalysator in dem Reaktionsgemisch auf erhöhte Temperaturen
erhitzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzungstemperatur mehr als
100° und zweckmäßig zwischen 110 und 150° beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in der praktisch
vollständigen Abwesenheit von freiem Sauerstoff vorgenommen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Dicumylperoxyd in einer Konzentration
von 0,01 bis 0,5 Gewichtsprozent, bezogen auf das monomere Material, zur Anwendung gelangt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das monomere Reaktionsgemisch
einen überwiegenden Anteil an monomerem Styrol selbst und daneben einen geringeren Teil einer anderen
Styrolverbindung enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 808 787.
Deutsche Patentschrift Nr. 808 787.
© 709 850/446 1.58
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
GB1060554A GB763106A (en) | 1954-04-10 | 1954-04-10 | Polymerisation initiator |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1023225B true DE1023225B (de) | 1958-01-23 |
Family
ID=9970927
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DED20132A Pending DE1023225B (de) | 1954-04-10 | 1955-03-28 | Verfahren zur Polymerisation von Styrol |
Country Status (3)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1023225B (de) |
FR (1) | FR1122506A (de) |
GB (1) | GB763106A (de) |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE808787C (de) * | 1948-03-06 | 1951-07-19 | Destillers Company Ltd | Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen |
-
1954
- 1954-04-10 GB GB1060554A patent/GB763106A/en not_active Expired
-
1955
- 1955-03-28 DE DED20132A patent/DE1023225B/de active Pending
- 1955-04-08 FR FR1122506D patent/FR1122506A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE808787C (de) * | 1948-03-06 | 1951-07-19 | Destillers Company Ltd | Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB763106A (en) | 1956-12-05 |
FR1122506A (fr) | 1956-09-10 |
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