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DE808787C - Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen

Info

Publication number
DE808787C
DE808787C DEP34955A DEP0034955A DE808787C DE 808787 C DE808787 C DE 808787C DE P34955 A DEP34955 A DE P34955A DE P0034955 A DEP0034955 A DE P0034955A DE 808787 C DE808787 C DE 808787C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymerization
styrene
hours
catalysts
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP34955A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Malcolm Hutchinson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DESTILLERS Co Ltd
Original Assignee
DESTILLERS Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DESTILLERS Co Ltd filed Critical DESTILLERS Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE808787C publication Critical patent/DE808787C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2/00Processes of polymerisation
    • C08F2/36Polymerisation in solid state

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Polymerisation von Styrol und dessen polymerisierbaren niederen Homologen und im Kern durch Chlor substituierten Derivaten, nachstehend als Styrolverbindungen bezeichnet, in homogener flüssiger Phase, und sie bezweckt die Herstellung von farblosen Polymerisaten und Zwischen- sowie Mischpolymerisaten von Styrolverbindungen mit guter Wärmebeständigkeit.
Es ist bekannt, daß Styrolverbindungen, wie Styrol, Äthylstyrol, a-Methyl-p-methylstyrol, Vinylxylol und p-Chlorstyrol sowie deren Mischungen in homogener flüssiger Phase mit oder ohne Verwendung eines Verdünnungsmittels mit Hilfe von Peroxydkatalysatoren bei mäßigen Temperaturen und ohne Mitverwendung von Katalysatoren bei höheren Temperaturen unter Druck polymerisiert werden können und daß die mit Hilfe eines Peroxydkatalysators hergestellten Polymerisate und Mischpolymerisate sich beim Erhitzen schneller verfärben als die, die unter Einwirkung von Wärme allein hergestellt worden sind. Diese Verfärbung ist für viele Anwendungszwecke sehr nachteilig und beschränkt die Verwendung von Peroxydkatalysatoren bei dieser Art Polymeri- as sation sehr wesentlich.
In der amerikanischen Patentschrift 2 367 805 sind eine Anzahl organischer Hydroperoxyde als für die Polymerisation von Styrol geeignete Katalysatoren beschrieben worden, aber auch diese haben im allgemeinen den obengenannten Nachteil, daß sie Polystyrole liefern, die sich beim Erhitzen verfärben.
Es wurde nun gefunden, daß tertiäre Monohydroperoxyde, die wenigstens eine α-Methylgruppe und wenigstens eine a-Arylgruppe und in der α-Stellung keine anderen Gruppen als Methyl-, Äthyl- und Arylgruppen enthalten, nicht nur gute Katalysatoren für die Polymerisation der Styrolverbindungen in homogener flüssiger Phase sind, sondern mit ihnen auch Polymerisate erhalten werden, die gegenüber Verfärbung durch Hitze sehr
beständig sind. Diese Katalysatoren sind in Mengen von ο,οΐ bis 5% berechnet auf das Gewicht des monomeren Materials, wirksam, aber die besten Erfolge werden ernndungsgemäß erzielt, wenn die obere Grenze ι Gewichtsprozent beträgt.
Die Polymerisation wird vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 50 und 2000 durchgeführt, aber gegebenenfalls können auch höhere oder niedrigere Temperaturen benutzt werden. So erfolgt bereits eine gewisse Polymerisation bei Zimmertemperaturen, doch verläuft sie in diesem Falle sehr langsam.
Das einfachste Glied der obengenannten Klasse von Verbindungen ist Isopropylbenzolhydroperoxyd, und dieses bildet den bevorzugten Katalysator, der durch Oxydation von Cymol leicht hergestellt werden kann und Styrolpolymerisate liefert, die farblos bleiben, selbst wenn sie 2 Stunden lang einer Temperatur von 2000 ausgesetzt werden. Weitere Glieder sind die tertiären Monohydroperoxyde von Di- und Triisopropylbenzolen, sek. Butylbenzol, Diphenylmethylmethan, den o-, m- und p-Tolyldimethylmethanen und Ditolyl- und Dixylylmethylmethanen und den α- und /?-Naphthyl- und Methylnaphthyldimethylmethanen, die beispielsweise durch Teiloxydation dieser Kohlenwasserstoffe hergestellt werden können.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Anwendung der neuen Katalysatoren, und die Vergleichsversuche mit anderen Katalysatoren zeigen die überlegenen Resultate, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden. Die angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1 und 2 und Vergleichsvers uche
In einem Glasgefäß wurde Styrol unter einer Stickstoffatmosphäre in Gegenwart der in der folgenden Tabelle angegebenen Katalysatoren 5 Stunden bei ioo° und dann 15 Stunden bei 1500 polymerisiert, so daß eine vollständige Umwandlung erzielt wurde, Das erhaltene Polymerisat wurde dann 2 Stunden lang auf 2000 erhitzt und die Farbe festgestellt.
Beispiel
Nr.
5n I Katalysator Gewichts
prozent
des Kata
lysators
Farbe des
erhitzten
Polymers
60 2 keiner farblos
Benzoylperoxyd.... 0,1 leicht gelb
Acetonperoxyd .... 1,0 leicht gelb
55 Tertiäres Butyl-
hydroperoxyd ... o,5 gelb
Tertiäres Butyl-
perbenzoat 0,1 leicht gelb
Isopropylbenzol-
hydroperoxyd.... 0,5 farblos
Isopropylbenzol-
hydroperoxyd ... 1,0 farblos
Diisopropylbenzol-
dihydroperoxyd .. o,5 leicht gelb
Aus der Tabelle geht hervor, daß, selbst wenn große Mengen der neuen Katalysatoren benutzt werden, das erhaltene Polymerisat hitzebeständig ist.
Beispiel 3
0,20 Teile Isopropylbenzolhydroperoxyd werden in 100 Teilen Styrol gelöst, und die Lösung wird dann in einen Zinnbehälter eingeschlossen und 24 Stunden auf 8o° erhitzt. Nach dieser Zeit war das Styrol zu 73V0 polymerisiert, und das Polymerisat war farblos und verfärbte sich auch nicht, wenn es 2 Stunden auf 2000 erhitzt wurde.
Beispiel 4
0,10 Teile Isopropylbenzolhydroperoxyd werden in 100 Teilen Vinylxylol gelöst, und die Polymerisation wird dann wie im Beispiel 3 durchgeführt. Nach 24 Stunden war das abgeschiedene Polymerisat farblos und verfärbte sich auch nicht, wenn es 2 Stunden auf 2000 erhitzt wurde.
Beispiels
6 Teile Styrol werden je mit Isopropylbenzolhydroperoxyd gemischt und unter verringertem Druck in einem Glasrohr polymerisiert. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Wirkung bei Änderung der Temperatur und der Konzentration des Katalysators.
Temperatur
0C
ί Konzentration des
Katalysators in °/0
Zeit in Stunden bis
zur Erzielung einer
<)5%igen Um
wandlung
0,1 60
100 < 0,9
2,5
25
18
150 0,1
0,4
13
8
0,1 6
Katalysator
Diisopropylbenzolmonohydroperoxyd
Triisopropylbenzolmono-
hydroperoxyd
oc-Isopropylnaphthalinhydroperoxyd
Konzentration
0,13
0,5
0,13
o,5
0,41
Dauer in Stunden
Polymerisationsgrad
14 12
30 14
50
Beispiel 6
5 Teile Styrol werden je mit einem Hydroperoxydkatalysator gemischt und bei verringertem no Druck bei ioo° in einem Glasrohr polymerisiert. Die Katalysatoren, Konzentrationen und Umwandlungen gehen aus der folgenden Tabelle hervor.
Alle in den Beispielen 5 und 6 erhaltenen Polymerisate blieben, wenn sie, um Spuren von rückständigem Monomer zu entfernen, 1 Stunde lang auf 2oo° erhitzt wurden, wasserklar.
Beispiel 7
Vinylxylol (2,4-Dimethylstyrol) wird mit o,i°/osek. Butylbenzolhydroperoxyd, das durch Teiloxydation von Methylphenyläthylmethan erhalten wurde, 20 Stunden auf 1250 erhitzt, nach welcher Zeit der Polymerisationsgrad 98% betrug. Wurde das Polymerisat Vz Stunde auf 2000 erhitzt, so blieb es farblos.
In diesen Beispielen kann auch irgendeine
J5 andere der oben angegebenen Styrolverbindungen mit gleicher Wirkung benutzt werden, und die Polymerisation kann auch in Gegenwart eines inerten Verdünnungsmittels, wie Benzol oder Cymol, ohne wesentliche Änderung des Verfahrens durchgeführt werden.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß erfindungsgemäß das Einphasenpolymerisationsverfahren angewendet werden kann und Polystyrole erhalten werden, die später Wärmel >ehandlungen unterworfen werden können, wie es beispielsweise beim Verformen notwendig ist, und farblose Produkte liefern. Ein besonderer Vorteil besteht dabei noch darin, daß gegossene Gegenstände aus Polystyrol nach der Polymerisation auf hohe Temperaturen von etwa 2000 erhitzt werden können, so daß Spuren von rückständigem Monomer vollständig entfernt werden, die sonst Rißbildungen oder andere Schaden bewirken könnten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen oder deren Mischungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in homogener flüssiger Phase unter Zusatz von 0,01 bis 5 Gewichtsprozent eines tertiären Monohydroperoxyds der Formel
    Ar — C — O — O — H,
    CH3
    in der Ar einen Arylrest und R einen Methyl-, Äthyl- oder Arylrest bedeuten, bei etwa 50 bis 2oo° durchgeführt wird.
    1 833 1.
DEP34955A 1948-03-06 1949-02-24 Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen Expired DE808787C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB981152X 1948-03-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE808787C true DE808787C (de) 1951-07-19

Family

ID=10832880

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP34955A Expired DE808787C (de) 1948-03-06 1949-02-24 Verfahren zur Polymerisation von Styrolverbindungen

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE808787C (de)
FR (1) FR981152A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023225B (de) * 1954-04-10 1958-01-23 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Polymerisation von Styrol

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023225B (de) * 1954-04-10 1958-01-23 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Polymerisation von Styrol

Also Published As

Publication number Publication date
FR981152A (fr) 1951-05-23

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