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DE1016724B - Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln aus elektronenabgebenden oder -aufnehmenden Naehrstoffgelen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln aus elektronenabgebenden oder -aufnehmenden Naehrstoffgelen

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Publication number
DE1016724B
DE1016724B DES41891A DES0041891A DE1016724B DE 1016724 B DE1016724 B DE 1016724B DE S41891 A DES41891 A DE S41891A DE S0041891 A DES0041891 A DE S0041891A DE 1016724 B DE1016724 B DE 1016724B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gel
redox potential
precipitation
ivb
sol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES41891A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Landw Ernst Seifert
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Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE1016724B publication Critical patent/DE1016724B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05DINORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
    • C05D9/00Other inorganic fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln aus elektronenabgebenden oder -aufnehmenden Nährstoffgelen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln, welche besonders zur Düngung extrem leichter oder extrem schwerer Böden, aber auch mittlerer Böden geeignet sind.
  • Bekannt ist die Herstellung von NPK-Düngemitteln aus Stickstoffsalzen, Kalisalzen und phosphorsauren Salzen, bei der keinerlei Änderung des Dispersitätsgrades oder der Umladungspotentiale vorgenommen wird.
  • Bekannt ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln auf Grundlage der bekannten Kieselsäuregele. Bei diesem bekannten Verfahren werden wäßrige Alkalisilikate in Form von kolloidalen Solen mit in Wasser suspendierten Alkalisalzen und nach Bedarf mit Salzlösungen oder Suspensionen weiterer Metallsalze versetzt, worauf anschließend die Ausfällung dieses Solgemisches vorgenommen wird. Es ist weiterhin bekannt, diesen Kieselgeldüngemitteln differierendeRedoxpotentiale zu vermitteln, damit die verschiedenartigsten Potentialgefälle entstehen. Diese Potentialgefälle wurden bislang für notwendig erachtet, damit bei der Nährstoffaufnahme und dem Stoffwechsel der Pflanzen ein für diese Nährstoffaufnahme notwendiges Energiegefälle entsteht.
  • Die bisher bekannten Düngemittel führten jedoch bei extrem leichten oder schweren Böden nicht zu den gewünschten Erfolgen. Es wurde nun festgestellt, daß je nach der Bodenart und der Art der angebauten Pflanzen bestimmte Redoxpotentiale des Bodens besonders günstige Erträge hervorbringen. Die Versuche des Erfinders haben innerhalb der letzten Jahre eindeutig ergeben, daß leichte Böden für die Zuführung von Kolloidteilchen mit niedrigem Redoxpotential dankbar sind, während schwere Böden ein hohes Redoxpotential aufweisen müssen, um ertragreicher zu sein. Bei der Herstellung der Nährstoffgele lassen sich erfindungsgemäß auf Grund der Mengenverhältnisse der Zusatzstoffe gewisse Redoxpotentiale beim Endprodukt einstellen, so daß sich auf diese Weise Spezialdüngemittel für große Gruppen extremer Böden herstellen lassen.
  • Demnach wird ein Kieselsäuregel für leichte bzw. schwere Böden erfindungsgemäß derart hergestellt, daß unter Mitverwendung von Pflanzennährstoffsalzen mit geringen Umladungspotentialen dem Gel durch Zusatz von Oxydationsmitteln bzw. Reduktionsmitteln ein Redoxpotential von über + 400 mV bzw. unter -f- 300 mV verliehen wird.
  • So wurde beispielsweise im Laboratorium des Erfinders durch potentiometrische Messung festgestellt, daß das Potential von 1 kg Torfsandgemisch bei Kultivierung von Gerberajungpflanzen und Düngung mit einem NPK-Mineralsalzdüngemittel (12-12-18) + 478 mV betrug, bei Kultivierung mit einem Gel, das Elektronen abgeben kann, dagegen nur 376 mV.
  • Ferner hat sich aber gezeigt, daß Düngemittel mit einem relativ reduzierenden Potential - z. B. unter -+-280 mV - noch wirksamer werden, wenn ein geringer Anteil mit hohem Potential beigemischt wird. Ebenso zeigen die Wachstumsversuche, daß mittlere Böden - ohne extreme Potentiale - höhere Erträge bringen, wenn Kolloidteile zugegeben werden, die zu 60 bis 70 °/o Elektronendonatoren und zu 30 bis 40 °/a Elektronenakzeptoren sind.
  • Bedient man sich beispielsweise des Oxydationspotentials von siebenwertigem Mangan, um durch eine Änderung der Menge eines Metallsalzes im Verhältnis zu den übrigen Stoffen ein bestimmtes Redoxpotential zu erzielen, so läßt sich der Vorgang folgendermaßen leiten: Zu einer mit 5 g Magnesiumcarbonat abgepufferten Menge von 100 kg Kaliwasserglas werden 10 g Kaliumnitrat hinzugegeben, um dem endgültig entstehenden Gel einen Stickstoffgehalt zu verleihen. Diese Solsuspension wird mit 5 g Magnesiumsulfat in der üblichen Weise ausgefällt und das abgetrennte Gel milde getrocknet. Verwendet man nun bei diesem Herstellungsvorgang in der beschriebenen dreiteiligen Solsuspension gleichzeitig eine wäßrige Lösung von 10 mg Permanganat, so hat das auf diese Weise hergestellte Gel ein Redoxpotential von + 600 mV, d. h. im Sinne dieser Erfindung ein hohes Redoxpotential. Da im physiologischen Bereich selten höhere Potentiale als -+-600 mV erwünscht sind, braucht die Wirkung größerer Zugaben von Kaliumpermanganat nicht mehr erörtert zu werden. Vollständigkeitshalber sei jedoch erwähnt, daß selbst bei sehr stark steigenden Zusätzen -z. B. 10 g statt 10 mg Kaliumpermanganat -nur Potentiale entstehen, die etwa zwischen -f-600 und r 900 mV liegen. Im pflanzenphysiologischen Bereich ist meist eine Senkung des Redoxpotentials unter die erwähnten -f- 600 mV erwünscht. Sie läßt sich im Sinne dieser Erfindung durch eine. Verschiebung des Verhältnisses zwischen der Menge des Kaliumpermanganats und der der übrigen Stoffe herbeiführen. Bei Einsatz kleinerer Mengen von Kaliumpermanganat sinkt das Redoxpotential des fertigen Gels nach folgender Tabelle:
    mg KMn04 1 10 I 7,5 I 6 I 4,5 I 3 I 1,5
    -[- mV . . ....... J 600 590I 540I 500I 400I 260
    Will man sich bei der Herstellung eines anderen Gels mit einem verhältnismäßig hohen Redoxpotential eines anderen Sauerstoffdonators bedienen, so kann man beispielsweise 5 bis 10 g Ammoniumpersulfat in 100 g Wasser verwenden. Bei dieser Art der Herstellung werden also Menge und Konzentration der obengenannten Substanzen gegen die Menge der bei der Gelherstellung beteiligten Metallsalze verschoben.
  • Analog läßt sich z. B. eine Änderung von :Menge und Konzentration der bei der Kolloidbildung beteiligten Säuren und der Metallsalze und übrigen Stoffe verwenden, wenn man durch steigende Zusätze von beispielsweise Ameisensäure ein bereits verhältnismäßig niedriges Redoxpotential von etwa -r 200 bis -f- 300 mV weiter erniedrigen will, um mit dem Redoxpotential des fertigen Gels den Bereich von etwa -f--100 bis -f-200 mV zu erreichen. Auf diese Weise werden Gele mit definierten Redoxpotentialen hergestellt, deren Potential relativ hoch oder relativ niedrig ist. Aus jeder der beiden Gelgruppen mit hohem oder niedrigem Redoxpotential gemeinsam wird ein Düngemittel für mittlere Böden hergestellt, z. B. in einem Verhältnis von 4011/11 Gel mit hohem Redoxpotential und 6011,111 Gel mit niedrigem Redoxpotential.
  • Auch läßt sich nach denselben Richtlinien bei dem Einbau von Metallsalzen oder nährstoffhaltigen Salzen in ein natürliches Silikat, wie z. B. jungen Löß, das zu erzielende Potential durch Berücksichtigung der obengenannten oxydierenden oder reduzierenden Faktoren lenken. So weist z. B. ein Mischkolloid aus 100 Teilen Löß und Wasserglas und 20 bis 25 Teilen verschiedener Salze ohne Verwendung von Kaliumpermanganat ein Redoxpotential in dem Bereich von unter -r-280 mV auf, wobei die Grundstoffe als reduzierende Faktoren wirken.
  • Bei Mitverwendung eines oxydierenden Faktors, wie z. B. einer kleinen Menge von KMn04, in dem gleichen Mischkolloid steigt das Potential dagegen auf über -.f-480 mV.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird durch Zusatz von Substanzen, wie beispielsweise Ameisensäure, die dem Kolloidkomplex eine Neigung zur Abgabe von Elektronen erteilt, ein Redoxpotential des fertigen Gels von unter -f-280 mV geschaffen. Durch Zusatz von Substanzen, wie z. B. Kaliumpermanganat oder Ammoniumsulfat, die dem Kolloidkomplex eine Neigung zur Abgabe von Sauerstoff oder Aufnahme von Elektronen erteilen, wird ein Redoxpotential des fertigen Gels von über -j-480 mV geschaffen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform wird bei der Bereitung des zu fällenden Sols eine sowohl Calciumnitrat als auch Harnstoff enthaltende Mischlösung mitverwendet. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform dient zur Mitverwendung in der Fällungssuspension eine Mischung aus einzeln hergestellten und unmittelbar vor dem Zusatz zur Fällung zusammengegebenen wäßrigen Lösungen von Calciumnitrat und Ammoniumphosphat. In einer anderen Ausführungsform dient zur Mitverwendung in der Fällungssuspension eine Mischung aus einzeln hergestellten und unmittelbar vor dem Zusatz zur Fällung zusammengegebenen wäßrigen Lösungen von Harnstoff und Kaliumsulfat. Ferner werden gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung den Gelen Pflanzennährsalze, Wuchsstoffe, Hormone, Vitamine sowie Bodenverbesserungsmittel zugesetzt.
  • Das beanspruchte Verfahren bringt unter anderem vor allen Dingen folgende neue technische Wirkung bei der Düngung der Kulturpflanzen mit sich: Die Verabreichung von höheren Gaben an Salzdüngemitteln, die unmittelbar vor der Bestellung oder nicht allzu lange vor der Bestellung verabreicht werden, führte sehr leicht zu einer Schockwirkung gegenüber den Keimlingen und den Jungpflanzen; vor allen Dingen sind solche Schockwirkungen nach alter Erfahrung immer dann zu erwarten, wenn die Mineraldüngung einen hohen Anteil an Stickstoffdüngemitteln enthält.
  • Bei der reinen Geldüngung oder der Kombinierung von Mineraldüngung mit Geldüngung fällt dagegen als neue Wirkung ins Gewicht, daß die Zusammensetzung eines Düngemittels aus Teilen mit verschiedenem Potential die geschilderte Schockwirkung verhindern hilft. Werden also z. B. auf mittleren guten Böden unmittelbar vor der Bestellung Kolloiddüngemittel verabreicht, die mit definierten Redoxpotentialen ausgestattet sind, so entsteht überhaupt kein Schock für den Keimling. Ebenso unterbleibt ein solcher, wenn auf schweren Böden die Kontaktdüngung mit einem Kolloiddüngemittel mit angemessen hohen Potentialen erfolgt, und auf leichten Böden, wenn die Kontaktdüngung mit einem Kolloiddüngemittel mit niedrigen Potentialen erfolgt.
  • Dieses Verfahren ermöglicht eine erhebliche Förderung der Pflanzenerträge dadurch, daß schon die Jungpflanze stärker gedüngt werden kann und eine so schneller ernährte und schneller aufgewachsene Pflanze im Verlaufe der weiteren Kulturperiode zur Aufnahme größerer Nährstoffmengen befähigt ist.
  • Zur Erläuterung des Herstellungsverfahrens gemäß der Erfindung werden die nachstehenden Beispiele aufgeführt, die die vorhandenen Möglichkeiten aufzeigen, aber durch weitere Beispiele ergänzt werden können. Beispiel 1 (Kernnährstoffgel mit Calcium und Magnesium ohne Spurenelemente) Zur Bildung des zu fällenden Sols werden einzeln nebeneinander hergestellt: ein mit 30 °J11 Wasser verdünntes 2811/11iges Kaliwasserglas-Sol in Mengen von 100 g einerseits und 15 g Harnstoff, 10 g Kaliumnitrat, 7,5 g Kaliumsulfat.
  • Die zuletzt genannten drei Bestandteile werden für sich in normaler Konzentration in Wasser gelöst und erst unmittelbar vor dem Augenblick zusammengegeben, wo sie mit dem Wasserglas vereinigt und ausgefällt werden sollen.
  • Die Fällungslösung setzt sich wie folgt zusammen: 15 g Calciumnitrat, 10 g Ammoniumphosphat, 5 g Magnesiumcarbonat.
  • Diese Stoffe werden ebenso einzeln gelöst oder aufgeschwämmt und erst unmittelbar vor der beabsichtigten Ausfällung des Sols zusammengegeben. Das abgetrennte Gel wird getrocknet und in streufähige Form gebracht. Beispiel 2 In ein mit 66 g Wasser verdünntes Kaliwasserglas-Soi von 100 g werden suspendiert: 10 g Calciumcarbonat; 5 g Magnesiumcarbonat, 20 g Äthylendiamintetraessigsäure. Während die Aufschwämmungen von Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat bereits vorher in das Sol gegeben werden können, wird die Aminoessigsäure mit der gleichen Menge Wasser verdünnt, so lange bereitgestellt, bis die Ausfällung erfolgen soll, und unmittelbar vor der Ausfällung in das Sol gegeben.
  • 18 g Phosphorsäure, 6 g Schwefelsäure, 3 g Ameisensäure werden mit 120 g Wasser verdünnt und zur Ausfällung des obigen Sols hinzugegeben. Das von der Fällungslösung abgetrennte Gel wird getrocknet und in streufähige Form übergeführt (Eh = -f-195 mV).
  • Beispiel 3
    100 g Kaliwasserglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    20 g Kaliumnitrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sol
    10 g Calciumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    5 g Magnesiumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    14 g Phosphorsäure ......................
    6 g Schwefelsäure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fäller
    3 g Ameisensäure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    (Eh = -f--88 mV) Das abgetrennte Gel wird in gleicher Weise wie in den Beispielen 1 und 2 behandelt.
  • Beispiel 4
    200,0 Kaliwasserglas .......................
    30,0 Harnstoff ...........................
    20,0 K N 03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    15,0 K2S 04 .. ........................... Sol
    1,2 ZnC03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    2,2 Mn C 03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    30,0 Ca (N03)2 .. .. . . .. . . .. . . . . . .. .... . . . . .
    20,0 (NH4)2HP04 .. . ... . .. . ... .... .... ...
    15,0 Mg C03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    1,2 Zn-Formiat ...
    1,2 Zn-Acetat .... I Fäller
    0,3 CuSO4 . 5H20 in wenig Wasser lösen,
    0,03 B203 ....... zusammengeben
    0,006 Co C12 . 6 H2 0
    0,006 Mo 03 ......
    (Eh = + 380 mV) Das Gel hat trocken z. B. einen Gehalt an Kernnährstoffen von 11,501,N, 5,50/,p201 und 170/,K,0 und weist außerdem die wichtigsten Spurenelemente auf.
  • Beispiel 5
    200,0 Kaliwasserglas .......................
    30,0 Ca(N03)2. 4H20 .. . . . . . ... ... . . .. . .. .
    20,0 (NH4)2HP04 ........................
    15,0 Mg C03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sol
    30,0 Harnstoff ...........................
    25,0 K N 03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    15,0 K2S 04 .............................
    1,2 ZnC03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    1,2 Zn-Formiat ..........................
    1,2 Zn-Acetat ...........................
    2,2 Mn C 03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    0,3 Cu S 04.5H2 0 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fäller
    0,03 B203...............................
    0,006 Co C12 . 6H20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    0,006 Mo 03 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    25,0 Rhenaniaphosphat ...................
    Das Gel hat trocken z. B. einen Gehalt an Kernnährstoffen von 10 °/o N, 7 °/o P2 05 und 15,5 °/o K2 0 und weist außerdem die wichtigsten Spurenelemente auf.
  • Beispiel 6
    65,0 Kaliwasserglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    35,0 Natronwasserglas ...................... Sol
    20,0 CaCO3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    10,0 Mg C 03 ..._ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    18,0 H3 P 04 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    6,0 H2 S 04 ............................... Fäller
    3,0 Ameisensäure .........................
    (Eh = -f- 65 mV) Die weitere Behandlung des abgetrennten Gels erfolgt wie in den vorhergehenden Beispielen.
  • Beispiel 7
    100 g Kaliwasserglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    10 g Magnesiumcarbonat ................... Sol
    12 g Kaliumpermanganat . . . . . . . . . . . . . . . . .
    24 g Calciumnitrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . : Fäller
    12 g Calciumsulfat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    (Eh = -f- 590 mV) Das von der Fällungslösung abgetrennte Gel wird getrocknet und in streufähige Form übergeführt. Beispiel 8
    100 g Kaliwasserglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . : Sol
    25 g Kaliumnitrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    5 g Zinkformiat........................... Fäller
    Das abgetrennte Gel wird getrocknet und streufähig gemacht.
  • Beispiel 9
    100 g Kaliwasserglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    1 g Aceton .............................. Sol
    25 g Kaliumnitrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    10 g Magnesiumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . ; Fäller
    5 g Calciumformiat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Die Abtrennung, Trocknung und Überführung des Gels in den streufähigen Zustand erfolgt wie in den vorhergehenden Beispielen.
  • Beispiel 10
    100 g Kaliwasserglas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    10 g Magnesiumcarbonat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sol
    25 g Kaliumnitrat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    18 g Phosphorsäure .......................
    6 g Schwefelsäure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
    Fäller
    1 g Essigsäure ...........................
    3 g Ameisensäure ........................
    (Eh = -f-212 mV) Das abgetrennte und getrocknete Gel wird nach Zerkleinerung od. dgl. auf den landwirtschaftlichen Kulturboden ausgestreut.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRüCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln aus elektronenabgebenden oder -aufnehmenden Nährstoffgelen auf der Grundlage der bekannten Kieselsäuregele, bei welchem zunächst ein kolloidales Sol aus wäßrigen Alkalisilikaten mit in Wasser suspendierten Erdalkalisalzen und nach Bedarf mit Salzlösungen oder Suspensionen weiterer Metallsalze versetzt und anschließend die Ausfällung dieses Solgemisches vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß unter Mitverwendung von Pflanzennährstoffsalzen und auch aus jeder der beiden Gelgruppen mit hohem oder niedrigem Redoxpotential gemeinsam ein Düngemittel für mittlere Böden hergestellt wird, z. B. in einem Verhältnis von 40 % Gel mit hohem Redoxpotential und 60 % Gel mit niedrigem Redoxpotential, dem Gel, welches als Düngemittel für schwere (bzw. leichte Böden) verwendet wird, durch Zusatz von Oxydationsmitteln (bzw. Reduktionsmitteln) ein definiertes Redoxpotential von über +400 mV (bzw. unter -I-300 mV) verliehen wird, worauf das Gel von der Fällungslösung abgetrennt und in trockene, streufähige Form übergeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Schaffung eines Redoxpotentials des fertigen Gels von unter -I-280 mV Substanzen, wie z. B. Ameisensäure, die dem Kolloidkomplex eine Neigung zur Abgabe von Elektronen erteilen, zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Schaffung eines Redoxpotentials des fertigen Gels von über -I-480 mV Substanzen, wie z. B. Kaliumpermanganat oder Ammoniumpersulfat, die dem Kolloidkomplex eine Neigung zur Abgabe von Sauerstoff oder Aufnahme von Elektronen erteilen, zugesetzt werden.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bereitung des zu fällenden Sols eine sowohl Kaliumnitrat als auch Harnstoff enthaltende Mischlösung mitverwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Mitverwendung in der Fällungssuspension eine Mischung aus einzeln hergestellten und unmittelbar vor dem Zusatz zur Fällung zusammengegebenen wäßrigen Lösungen von Calciumnitrat und Ammoniumphosphat dient.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Mitverwendung in der Fällungssuspension eine Mischung aus einzeln hergestellten und unmittelbar vor dem Zusatz zur Fällung zusammengegebenen wäßrigen Lösungen von Harnstoff und Kaliumsulfat dient.
  7. 7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß den Gelen Pflanzennährsalze, Wuchsstoffe, Hormone, Vitamine sowie Bodenverbesserungsmittel zugesetzt werden. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Patentschriften Nr. 840 555, 716 275, 204 665; deutsche Patentanmeldungen: F 6650 IVb/16, F 7858 IVb/16, F 7857 IVb/16, F 6322 IVb/16, S 22946 IVb/16
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE204665C (de) *
DE716275C (de) * 1938-11-11 1942-01-20 Dr Carl Oetling Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln aus fein gemahlener natuerlicher Kieselsaeure oder gemahlenen natuerlichen Silicaten
DE840555C (de) * 1950-05-24 1952-06-03 Franz Dr Piekenbrock Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln

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