DE1003560B - Verfahren zur Herstellung von Honigprodukten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von HonigproduktenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Honigprodukten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Honigprodukten, die mit Dextrine-und Maltosegemischen angereichert sind und deshalb als Nähr- und Heilpräparate besondere Wirkung auszuüben vermögen.
- Im Bienenhonig sind amylatische Fermente vorhanden, die Stärke in Dextrine bzw. Maltose zerlegen. Diese Amylasen gehören teils den Alpha-, teils den Beta-Amylasen an. Die Trachtquelle ist von Einfluß auf den Amylasegehalt des Honigs: Honigtauhonige besitzen überwiegend Alpha-Amylasen, Blütenhonige mehr Beta-Amylasen. Durch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, diese amylatischen Fermente des Bienenhonigs zum Abbau der Stärke heranzuziehen, um auf einem einfachen biologischen Wege im Honig bzw. in Heilpräparaten, die Honig enthalten, eineAnreicherung von Dextrinen zu erreichen. Während man bisher zu diesem Zweck Fermentpräparate aus Malz,Gerstenmaische,Schimmelpilzen und ähnlichen Substraten verwendet hat, wird die Anwendung derartiger Zusätze durch das erfindungsgemäße Verfahren vollkommen überflüssig.
- Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Honigprodukten besteht darin, daß Stärke mit kochendem Wasser gemischt, auf etwa 45° C abgekühlt, die Stärkelösung mit Honig vermischt, sodann durch Stehenlassen bei etwa 45° C Stärke abgebaut, daraufhin Zitronensäure hinzugegeben., die Mischung sofort auf etwa 5 bis 6° C abgekühlt und ihr schließlich im Vakuum Feuchtigkeit entzogen wird.
- Für die Durchführung des Verfahrens besteht die Möglichkeit, je nach Wunsch eine Anreicherung mit Alpha- oder Beta-Dextrinen hervorzurufen. Für die Anreicherung von Alpha-Dextrinen verwendet man Honigtauhonig, für die Anreicherung von Beta-Dextrinen Blütenhonig. Wird dieAnreicherung mit beiden Dextrinarten gewünscht, so verwendet man entsprechende Honigmischungen.
- In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung kann nach der erwähnten Abkühlung auf 5 bis 6° C das vorhandene Gemisch im Bereich eines rotierenden Messers mit kondensierter Milch oder mit Milchpulver versetzt werden. Während man ohne Verwendung von Milch ein dextrinreiches Honigprodukt erhält, ergibt sich bei Zusatz von Milch ein dextrinreiches Honig-Milch-Gemisch.
- Wenn vor der Durchführung des Verfahrens die Amylaseaktivität des verwendeten Honigs bestimmt wird, kann man. durch Anwendung größerer oder geringerer Stärkemengen die Abbauvorgänge in dem jeweils gewünschten Sinne lenken und kontrollieren, so daß nach Bedarf dextrinreiche oder dextrinarme Präparate herstellbar sind. In einem besonderen Ausführungsbeispiel des angemeldeten Verfahrens werden 75 g Stärke in etwa 650 cm3 kochendem Wasser verkleistert, auf etwa 45° C abgekühlt und dann mit etwa 500 g Honig vermischt. Läßt man das Gemisch bei etwa 45° C etwa 70 Minuten stehen, so wird während dieser Zeit die Stärke weitgehend abgebaut. Sodann wird Zitronensäure entweder in der natürlichen Form als Zitronensaft oder als synthetisches Erzeugnis hinzugegeben und sofort auf 5 bis 6° C abgekühlt. Durch den Zusatz der Zitronensäure entsteht eine Änderung der vorher vorhandenen px Konzentration auf 3 bis 4p$, durch die besonders in Verbindung mit der sofortigen starken Abkühlung die Fermenttätigkeit so verlangsamt wird, daß sie praktisch aufhört und damit eine praktisch konstante Dextrin- bzw. Maltosekonzentration erreicht wird. Das tiefgekühlte Gemisch wird sodann mit etwa 575 g kondensierter Milch oder etwa 400 g Trockenmilch im Bereich der Wirkung eines schnell rotierenden Messers oder Messerkreuzes versetzt, wodurch eine intensive Vermischung der einzelnen Bestandteile miteinander eintritt.
- Wenn man einen geringeren Stärke- bzw. Maltosegehalt wünscht, so kann entweder für das sonst gleiche Mischungsverhältnis weniger als 75 g Stärke zur Anwendung kommen, oder die Mischung wird weniger als 70 Minuten auf etwa 45° C gehalten. Dadurch erhält man ein Diätprodukt mit unabgebauter Stärke.
- Die verschiedenen,, nach dem angegebenen Verfahren und seinen Varianten erhaltenen Produkte kann man entweder in einen pasteförmigen oder in einen festen, zur Haltbarkeit geeigneten Dauerzustand bringen. Zu diesem Zweck wird dem Endprodukt die Feuchtigkeit in bekannter Weise in einer Vakuumapparatur bzw. Hochvakuumapparatur entzogen. Den Entzug der Feuchtigkeit kann man unterbrechen, wenn die Masse zu einer dickflüssigen, sirupartigen Paste eingedickt ist. Diese Paste kann man dann in bekannter Weise in Konservenbüchsen einfüllen, die geschlossen und evakuiert werden.
- Man kann jedoch auch die Entziehung der Feuchtigkeit so lange weiterführen, bis eine feste Masse entsteht, die nach eventuell notwendig gewordener Zerkleinerung eine krümelige Beschaffenheit hat und sich ohne besondere Konservierung hält.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Honigprodukten unter Mitverwendung von gelatinierter Stärke, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung von gelatinierter Stärke mit Honig vermischt, die Mischung bis etwa 45° C bis zum vollständigen oder teilweisen Abbau der Stärke stehengelassen, darauf mit Zitronensäure versetzt, sofort auf etwa 5 bis 6° C abgekühlt und im Vakuum konzentriert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das nach der Abkühlung auf 5 bis 6° C vorhandene Gemisch im Bereich eines rotierenden Messers mit kondensierter Milch oder Trockenmilch versetzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bis zu etwa 75 g Stärke mit 650 cm3 kochendem Wasser gemischt, auf etwa 45° C abgekühlt, bis zu etwa 70 Minuten bei dieser Temperatur gehalten, sodann bis zur Ionenkonzentration von 3 bis 4 pH Zitronensaft hinzugegeben und sofort auf etwa 5 bis 6° C abgekühlt wird, woraufhin die gekühlte Masse im Bereich eines rotierenden Messers mit etwa 575 g kondensierter Milch oder etwa 400g Trockenmilch versetzt und ihr schließlich im Vakuum Feuchtigkeit entzogen wird.
- 4. Verfahren nachAnspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entziehung der Feuchtigkeit bis zur Entstehung einer dickflüssigen, sirupartigen Paste oder bis zur Entstehung eines krümeligen Trockenproduktes fortgeführt wird.
- 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Paste oder das Trockenprodukt in Konservenbüchsen eingefüllt wird, die dann geschlossen und evakuiert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 693 420.
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DE (1) | DE1003560B (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2141329A1 (de) * | 1970-08-20 | 1972-03-02 | Food Technology, Ine , Chicago, 111 (V St A) | Festes Produkt aus Getreidesyrup mit hohem Fruktosegehalt und Verfahren zu seiner Herstellung |
DE2344281A1 (de) * | 1972-09-05 | 1974-03-21 | Food Technology | Verfahren zum entwaessern von fructosereichem maissyrup |
FR2591436A1 (fr) * | 1985-12-13 | 1987-06-19 | Alexandre Halfon | Melange de miel cremeux sous vide et conditionnement en tube |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2693420A (en) * | 1953-06-12 | 1954-11-02 | W F Straub & Company | Solidified honey product and process for making the same |
-
1955
- 1955-09-29 DE DESCH18761A patent/DE1003560B/de active Pending
Patent Citations (1)
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DE2344281A1 (de) * | 1972-09-05 | 1974-03-21 | Food Technology | Verfahren zum entwaessern von fructosereichem maissyrup |
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