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CH421392A - Modellwerkstoff für Giessereimodelle - Google Patents

Modellwerkstoff für Giessereimodelle

Info

Publication number
CH421392A
CH421392A CH1039163A CH1039163A CH421392A CH 421392 A CH421392 A CH 421392A CH 1039163 A CH1039163 A CH 1039163A CH 1039163 A CH1039163 A CH 1039163A CH 421392 A CH421392 A CH 421392A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
model material
repellent
model
material according
Prior art date
Application number
CH1039163A
Other languages
English (en)
Inventor
Blank Willi
Original Assignee
Sulzer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulzer Ag filed Critical Sulzer Ag
Priority to CH1039163A priority Critical patent/CH421392A/de
Publication of CH421392A publication Critical patent/CH421392A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/02Lost patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


  Modellwerkstoff für     Giessereimodelle       Die Erfindung betrifft einen Modellwerkstoff für       Giessereimodelle,    welcher mindestens einen wasser  löslichen, kristallinen Stoff enthält.  



  Modelle für     Giessereizwecke,    welche im wesentli  chen aus einem kristallinen Stoff bestehen, zeichnen  sich im Vergleich zu Modellen, welche aus einem  Wachs bestehen, vor     allem    durch gute     Standfestigkeit     und     Masshaltigke:it    aus. Diese Eigenschaften werden  besonders der im festen Zustand kristallinen Struktur  des hauptsächlich verwendeten Werkstoffes zuge  schrieben.

   Bei     Verwendung        solcher    Modelle     zur    Her  stellung von Formen für     Giessereizwecke,    die durch  Ausschmelzen, Verbrennen oder Herauslösen des  Modells aus der Form hergestellt werden, ergibt sich  bei     Verwendung    von wasserlöslichen kristallinen  Stoffen als Modellwerkstoff als weiterer bedeutender  Vorteil, dass Wasser als ein denkbar billiges  Lösungsmittel verwendet werden kann.

   Das an sich  spröde Verhalten und die damit verbundene Neigung  zum Abbröckeln von scharfen Kanten und spitzen  Ecken von aus einem kristallinen Stoff bestehenden  Modellen hat man dadurch zu begegnen versucht,  dass man dem kristallinen Stoff einen     plastifizierend     wirkenden Stoff     zugesetzt    hat. So ist es zum Beispiel  bekannt, bei derartigen Modellen, welche als kristal  linen Stoff Harnstoff aufweisen.     Polyvinylalkohol    als       Plastifizierungsmittel    zuzusetzen.  



  Bei diesen Modellen, die an sich bei kurzzeitiger  und     sorgfältiger    Lagerung zufriedenstellende Stand  festigkeit und     Masshaltigkeit    aufweisen, haben sich  bei in Giessereien häufig vorkommender längerer       Lagerungszeit    nachteilige Einflüsse durch einwir  kende Luftfeuchtigkeit auf die     Masshaltigkeit    gezeigt.  Bei starkem     Einfluss    der Feuchtigkeit auf die  Modelle können sogar Deformationen und Spannun-    gen die Folge sein, welche zu Rissen oder Brüchen im  Modell führen können.  



  Der     erfindungsgemässe    Modellwerkstoff weist  diese     Nachteile    nicht auf. Er ist dadurch gekenn  zeichnet, dass dem Modellwerkstoff ausserdem ein  wasserabweisender Stoff zugesetzt ist.  



  Modelle, welche im     wesentichen    aus einem kri  stallinen Stoff bestehen, und dem erfindungsgemäss  ein wasserabweisender Stoff zugesetzt ist, weisen eine       gute        Standfestigkeit    und Schlagfestigkeit auf, und  sind selbst praktisch wasserabweisend, d. h. die       Masshaltigkeit    ändert sich unter dem     Einfluss    von  Feuchtigkeit praktisch nicht.  



  Als kristalline, wasserlösliche     Stoffe    zur Verwen  dung als Werkstoff, insbesondere für Modelle, die  durch Herauslösen aus der Form entfernt werden,  eignen sich besonders Harnstoff,     Adipinsäure,          Caprolactam    oder     Gluconsäure.    Es versteht sich, dass  aber nicht nur diese, sondern auch andere, wasserlös  liche, im festen Zustand kristalline Stoffe verwendet  werden können.  



  Sehr gute Ergebnisse werden erzielt, wenn als  wasserabweisender Stoff Petroleum, ein     Silikonöl     oder     vegetabile    Öle oder Fette verwendet werden.  Als besonders günstig hat sich dabei ein Zusatz des  wasserabweisenden Stoffes in einer Menge bis zu  10      /o,    insbesondere bis zu 5 % bezogen auf die Ge  samtmenge des Modellwerkstoffes erwiesen.  



  Infolge der geringen     Oberflächenspannung    des  wasserabweisenden Stoffes ergibt sich eine gute Ver  teilung desselben in der gesamten Modellmasse, und  es     wird    erreicht, dass der gesamte     Modellwerkstoff     praktisch wasserabweisend ist.  



  Als wasserabweisender Stoff kann auch ein  Kunststoff, vorzugsweise     ein        niedrig    polymerisiertes,      noch     fliessfähiges    Polyäthylen oder eine niedrig     poly-          merisierte,    noch     fliessfähige        Polystyrolverbindung     verwendet werden. Gute Ergebnisse werden erreicht,  wenn der Kunststoff bis zu     einer    Menge von 15 0/0  bezogen auf die Gesamtmenge im Modellwerkstoff  vorhanden ist.  



  Es ist aber auch möglich, mit einer Mischung aus  mindestens zwei wasserabweisenden Stoffen die ge  nannte Wirkung zu     erzielen.     



  Die     Erfindung    ist nachstehend     anhand    der fol  genden Beispiele     näher    erläutert. In dieser bezeich  nen Prozentangaben stets Gewichtsprozente bezogen  auf die Gesamtmenge des Modellwerkstoffes.

      <I>Beispiel 1</I>  Pulverförmiger Harnstoff in     einer    Menge von       90        %        wird        mit    5     %        Polyvinylalkohol        in        Pulverform     gemischt und der so     erhaltenen    Mischung     wird    als  wasserabweisender Stoff Leinöl     in    einer Menge von  5     %        beigegeben.        Die        so        erhaltene        Mischung    

      wird        in     einer     Spritzmaschine    erwärmt und mit     Hilfe        einer          Metallkokille    zu einem Modell des herzustellenden  Gussstückes geformt. Nach Verfestigung wird das  Modell aus der Kokille herausgenommen. Es zeichnet  sich durch gute     Standfestigkeit    auch bei höheren  Temperaturen aus. Dabei werden die an sich schon  guten     Festigkeitseigenschaften    des     kristallinen    Stoffes  noch durch die     Verharzung    des beigegebenen Leinöls  verbessert.

   Dieses Modell ist für praktische Verhält  nisse weitgehend wasserabweisend, so dass es auch  bei längerem Einfluss von Feuchtigkeit, beispiels  weise von Luftfeuchtigkeit zufriedenstellende     Mass-          haltigkeit    aufweist.  



  Zur Bildung der Form     wird        eine        durch    Mischen  einer Lösung aus 0,51     Äthylsilikat,    2,5 1 Alkohol,  0,251 Wasser und 5     cm3    Salzsäure mit 18 kg     Zirkon-          sand    hergestellte Formmasse benützt. Das Modell       wird        mehrere    Male     in    diese     Formmasse        eingetaucht,     und so um das Modell schliesslich ein wasserfester  schalenartiger     Überzug    von beispielsweise 3 bis  4 mm Dicke gebildet.

   Hierbei     wird    dafür Sorge getra  gen, dass der zur Bildung des Eingusses dienende  Modellteil     nach    aussen     freiliegt.    Der so erhaltene  Formkörper wird mehrere Stunden an der Luft ge  trocknet und hierauf zusammen mit dem den     Form-          hohlraum    ausfüllenden     Harnstoffmodell    in     ein          Lösungsmittelbad    gebracht. Das Lösungsmittel ist  Wasser, dem 5 Gewichtsprozente salpetrige Säure  zugegeben wurden. Das Lösungsmittel reagiert mit  dem Harnstoff     in    der Weise, dass Kohlensäure, Stick  stoff und Wasser entsteht.

   Diese Gasentwicklung     un-          terstützt    den Lösungsprozess,     indem    sie ein Auf  sprengen der mit dem Lösungsmittel     in    Berührung  kommenden Oberfläche bewirkt, so dass in Lösung  begriffene     Harnstoffteilchen    stetig weggedrängt wer  den und so den     Zutritt    von     Lösungsmitteln    zu tiefer  gelegenen Modellteilen     ermöglichen.    Nach abge  schlossenem Herauslösen werden die Formen aus  dem     Lösungsmittelbad        herausgenommen    und     einige     Stunden an der Luft getrocknet,

   um hierauf in einem    Ofen zum Beispiel     während    sechs Stunden bei     einer     Temperatur von 500  C gebrannt zu werden. Reste  des nicht herausgelösten Modells, beispielsweise  Reste des Leinöls werden dabei verbrannt. Nach dem  Herausnehmen aus dem Brennofen wird flüssiges       Metall    in die     erhaltene    Giessform     eingegossen.        Die     Gussstücke zeichnen sich durch sehr gute     Masshal-          tigkeit    und Oberflächengüte aus. So gelingt es, eine  Massgenauigkeit von +2 0/0o zu erhalten.

      <I>Beispiel 2</I>       Man        mischt        90%        Gluconsäure        mit        8%        Polyvinyl-          alkohol        und        gibt        dieser        Mischung        2%        Petroleum        als     wasserabweisenden Stoff bei. Aus dieser Mischung  hergestellte Modelle sind praktisch vollkommen was  serabweisend.  



  <I>Beispiel 3</I>       Man        mischt        90%        Adipinsäure        mit        8%        Polyvinyl-          alkohol.        Dieser        Mischung        gibt        man        1,9%        Leinöl        und          0,

  1%        Silikonöl        bei.        Aus        einer        solchen        Mischung     hergestellte Modelle zeichnen sich durch gute Stand  festigkeit aus, wobei diese durch die     Verharzung    des  beigegebenen Leinöls noch verbessert wird.     Ausser-          dem    ist ein solches Modell vollkommen wasserabwei  send, was durch die Beigabe des     Silikonöls    zu dem  Leinöl erreicht wird.

   Bei     einer    Beimischung von Lein  öl     allein.    wird dagegen nur     eine    weitgehende, oft  allerdings ausreichende wasserabweisende Wirkung  erzielt.  



  <I>Beispiel 4</I>       Man        mischt        84        %        Harnstoff        mit    4     %        Polyvinylal-          kohol.        Dieser        Mischung        gibt        man        12        %        eines        niedrig     polymerisierten, noch     fliessfähigen    Polystyrols als  wasserabweisender Stoff bei.

   Aus einer solchen  Mischung hergestellte Modelle sind ebenfalls prak  tisch wasserabweisend und weisen gute Standfestig  keit und     Masshaltigkeit    auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Modellwerkstoff für Giessereimodelle, welcher mindestens einen wasserlöslichen, kristallinen Stoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass dem Modell werkstoff ausserdem ein wasserabweisender Stoff zugesetzt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Modellwerkstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserabweisende Stoff Petroleum ist. 2. Modellwerkstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserabweisende Stoff ein Silikonöl ist. 3.
    Modellwerkstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserabweisende Stoff ein vegetabiles Öl oder Fett ist. 4. Modellwerkstoff nach einem der Unteran sprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserabweisende Stoff in einer Menge bis zu 10 %, insbesondere bis zu 5 %,
    bezogen auf die Gesamt- menge im Modellwerkstoff vorhanden ist. 5. Modellwerkstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der wasserabweisende Stoff ein Kunststoff ist. 6. Modellwerkstoff nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass als Kunststoff ein niedrig polymerisiertes, noch fliessfähiges Polyäthylen zuge setzt ist. 7.
    Modellwerkstoff nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass als Kunststoff eine nied rig polymerisierte, noch fliessfähige Polystyrolverbin- dung zugesetzt ist. B. Modellwerkstoff nach einem der Unteransprü che 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der wasser- abweisende Stoff in einer Menge bis zu 15% bezo- gen auf die Gesamtmenge im Modellwerkstoff vor handen ist. 9.
    Modellwerkstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung aus mindestens zwei wasserabweisenden Stoffen zugesetzt ist.
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