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CH409082A - Verfahren und Schaltungsanordnung zur distanzgetreuen Ausmessung der jeweiligen Fehlerschleife in starr geerdeten Netzen - Google Patents

Verfahren und Schaltungsanordnung zur distanzgetreuen Ausmessung der jeweiligen Fehlerschleife in starr geerdeten Netzen

Info

Publication number
CH409082A
CH409082A CH727763A CH727763A CH409082A CH 409082 A CH409082 A CH 409082A CH 727763 A CH727763 A CH 727763A CH 727763 A CH727763 A CH 727763A CH 409082 A CH409082 A CH 409082A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
conductor
loop
excitation
earth
contacts
Prior art date
Application number
CH727763A
Other languages
English (en)
Inventor
Gutmann Heinz
Original Assignee
Licentia Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Gmbh filed Critical Licentia Gmbh
Publication of CH409082A publication Critical patent/CH409082A/de

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/0038Details of emergency protective circuit arrangements concerning the connection of the detecting means, e.g. for reducing their number
    • H02H1/0046Commutating the detecting means in dependance of the fault, e.g. for reducing their number

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


  Verfahren und Schaltungsanordnung zur distanzgetreuen Ausmessung  der     jeweiligen    Fehlerschleife in starr geerdeten Netzen    Schnell wirkende     Distanzschutzeinrichtungen    für  starr geerdete Drehstromnetze nach Art der soge  nannten     Dreirelaisschaltung    umfassen bekanntlich  drei     Distanz-Messglieder,    je eines pro Leiter. Im       ungestörten    Netzbetrieb sind die     Messglieder    in der  Regel für die Überwachung der aus Leiter und  Erde gebildeten Schleifen geschaltet, welche sie bei  einpoligen Fehlern ausmessen.

   Beim Auftreten der  selteneren mehrpoligen Fehler, insbesondere solcher  ohne     Erdbeteiligung,    schalten sie infolge der Aus  dehnung der Störung auf mehrere Phasen, d. h. in  folge des praktisch gleichzeitigen     Ansprechens    der       Anregeglieder    mindestens zweier Leiter auf verket  tete     Messwerte    um und messen die Schleife von Lei  ter zu Leiter aus.  



  Im Hinblick auf die     Ansprechsicherheit    kommt  in starr geerdeten Netzen der     überstromanregung,     die infolge der speziellen     Stromverteilung    bei ein  poligen Störungen nicht immer selektiv wirken kann,  geringere Bedeutung zu als der     Unterimpedanz-An-          regung,    die allerdings einen grösseren Aufwand be  deutet. Wird in bekannter Weise eine der Phasenzahl  entsprechende Anzahl von     Anregegliedern    ausschliess  lich zur Überwachung der     Phasen-Messwerte    verwen  det, so sprechen die     Anregeglieder    nur bei Netz  störungen mit     Erdbeteiligung    hoch empfindlich an.

    Bei zwei- und mehrpoligen Fehlern ohne     Erdbeteili-          gung    ist dagegen die     Ansprechempfindlichkeit    gerin  ger. Diesem Mangel könnte zwar durch Einbau eines  zweiten Satzes von     Anregegliedern    zur Überwachung  der verketteten     Messwerte    begegnet werden. Diese  Massnahme würde jedoch den Aufwand an Bauele  menten in nachteiliger Weise heraufsetzen.  



  Es wird also in Kauf genommen, dass für die  selteneren Fälle von mehrpoligen Fehlern ohne Erd-         beteiligung    die zwischen Leiter und Erde eingeschal  teten     Anregeglieder    mit geringerer Empfindlichkeit  ansprechen. Bei dieser Art von Fehlern können nun  die Phasenspannungen der fehlerbehafteten Leiter       ungleichmässig    absinken, so dass die     Anregebedin-          gungen    für die     beteiligten        Anregeglieder    unterschied  lich sind.

       Alleiniges    Ansprechen eines der beiden  in der     Fehlerschleife    liegenden     Anregeglieder    ist so  mit möglich, so dass dem Distanzrelais ein einpoliger  Fehler vorgetäuscht wird,     weil    die für eine distanz  getreue Ausmessung der Fehlerschleife erforderliche  Umschaltung auf die verketteten     Messwerte    unter  bleibt.  



  Diese Unsicherheit des     Ansprechverhaltens    wird  noch ungünstiger, wenn zur Erhöhung der Überlast  barkeit der Leitung winkelabhängige     Unterimpedanz-          Anregeglieder    verwendet werden, die auf stark in  duktive Fehlerströme wesentlich empfindlicher an  sprechen als auf schwach induktive Belastungsströme.  Hierbei weichen bei zweipoliger Störung die von den  beteiligten     Anregegliedern    überwachten Spannungen  nicht nur hinsichtlich der Höhe, sondern auch hin  sichtlich der Phasenwinkel voneinander ab. Das An  sprechverhalten ist somit noch unterschiedlicher und  die Gefahr nur einpoliger Anregung bei     zweipoligen     Störungen wird noch vergrössert.  



  Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen  Nachteil dadurch, dass bei einpoliger Anregung zu  sätzlich zu der mit     einem    der     Distanz-Messglieder    ab  laufenden Ausmessung der Schleife zwischen dem  anregenden Leiter und Erde noch die Ausmessung  einer oder mehrerer Schleifen zwischen dem anre  genden und einem oder mehreren Leitern     mittels          eines    oder mehrerer weiterer     Distanz-Messglieder    er  folgt.      Nach der Erfindung wird, mit anderen Worten,  ausser der gegebenenfalls fehlerbehafteten Schleife  zwischen Leiter und Erde mindestens eine weitere  Schleife von Leiter zu Leiter abgefragt.

   Die zusätz  liche Ausmessung einer einzigen Schleife von Leiter  zu Leiter erbringt in all den Fällen eine sichere       Fehlerbestimmung,    in denen aus den Kennlinien der  verwendeten     Anregeglieder    geschlossen werden kann,  dass bei zweipoligen Störungen das     Anregeglied    des  einen der betroffenen Leiter, beispielsweise des in  der Phasenfolge gegenüber dem anderen vorange  henden oder nachfolgenden Leiters (R oder T gegen  über     S),    mit der grösseren Empfindlichkeit, d. h.  auch mit der grösseren Wahrscheinlichkeit anregt.

    Ist beispielsweise die nacheilende     Messgrösse    in dieser  Weise bevorzugt, so braucht bei nur einpoliger An  regung lediglich     zusätzlich    die Schleife mit demjeni  gen Leiter abgefragt zu werden, der die voreilende       Messgrösse    führt. Die Ausmessung der anderen ver  ketteter Schleife, die die     nacheilende        Messgrösse    führt,  ist dabei überflüssig.  



  Verständlicherweise kann eine erfindungsgemässe  Schaltungsanordnung auch so ausgeführt sein, dass  in einem     Dreiphasen-System    alle drei mit dem anre  genden Leiter gebildeten Schleifen überprüft werden.  Zusammen mit dem     anregenden    Leiter bilden hierbei  die zwei übrigen Leiter und Erde jeweils eine Schleife.  Man kann als Bedingung für die zusätzliche Aus  messung der Schleifen von Leiter zu Leiter das Feh  len des Summenstromes heranziehen. Dies ist in ein  facher Weise dadurch erreichbar, dass ein im Sum  menstromkreis liegendes     überstromglied    im An  sprechfalle die Umschaltung auf verkettete     Messgrö-          ssen    sperrt.  



  An Hand von drei Figuren der Zeichnung wer  den das erfindungsgemässe Verfahren und Schaltungs  anordnungen zur Durchführung dieses Verfahrens  an Hand eines     Ausführungsbeispieles    der Erfindung  näher erläutert. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird  - entsprechend der oben bereits angedeuteten Mög  lichkeit - davon ausgegangen, dass die     Ansprech-          empfindlichkeit    der verwendeten     Unterimpedanz-          Anregeglieder    entsprechend deren Kennlinien von  der Phasenfolge der Systemgrössen abhängig ist und  dass der Summenstrom des starr geerdeten Netzes  in die Überwachung eingeht.

   In schematischer Dar  stellung zeigen die Figuren ausschliesslich die erfin  dungswesentlichen Einzelheiten und lassen demzu  folge die an sich bekannten weiteren Schaltungsmass  nahmen der Gesamtanordnung einer Distanzschutz  einrichtung ausser Acht, welche die Erfindung er  gänzt. In     Fig.    1 ist dargestellt, wie Umschalteinrich  tungen an den     Distanz-Messgliedern    eines     Dreipha-          sen-Systems    die geeignete     Messgrösse    (Phasen- oder  verkettete     Messgrösse)    aufschalten.

   In     Fig.    2 wird  die Art der mittels     Unterimpedanz-Anregeglieder    er  folgenden Betätigung von mehreren     Hilfsrelais    zur  Umschaltung der     Impedanz-Messglieder    gezeigt. Die       Fig.    3     nimmt    schliesslich Bezug auf die Zusammen-         schaltung    von Hilfskontakten der vorgenannten Hilfs  relais mit Steuerkontakten der     Distanzmessglieder,     um mit Hilfe weiterer Hilfsrelais die Auslösung der  vorgesehenen Leistungsschalter zu steuern.  



  In     Fig.    1 sind die drei     Distanz-Messglieder    je  nach Zuordnung zu den Leitern des geschützten       Dreiphasen-Systems    mit R, S und T bezeichnet. Die  allein dargestellten Spannungseingänge dieser     Mess-          glieder    liegen bei ungestörter Anlage an der Span  nung zwischen dem zugehörigen Leiter und Erde,  d. h. das     Messglied    R überwacht die Spannung zwi  schen den Klemmen<I>u</I> und<I>e.</I> das     Messglied    S die  Spannung zwischen den Klemmen v und e und das       Messglied    T die Spannung zwischen den Klemmen  w und e.

       Relaishilfskontakte        b,        bt,        btr    sind den       Messgliedern   <I>R, S, T</I> zugeordnet und ermöglichen  die Umschaltung der überwachten     Messspannungen     von Phasenspannungen auf verkettete Spannungen,  das bedeutet für das     Messglied    R die Umschaltung  auf die Klemmen u und v, für das     Messglied    S  die Umschaltung auf die Klemmen v und w und für  das     Messglied    T die Umschaltung auf die Klemmen  w und<I>u.</I> Die Hilfskontakte     br"        b,

  t    und     brt    sind  von weiter unten an Hand der     Fig.    2 erläuterten  Relais abhängig.  



  In ähnlicher Weise finden natürlich auch im  nicht dargestellten Strompfad der     Messglieder    Um  schaltungen statt: bei einpoliger Anregung nach Stö  rungsbeginn erfolgen auch hier Eingriffe zur Um  schaltung aus der Normalstellung, in welcher der       Strom    des anregenden Leiters zuzüglich des Sum  menstromes     überwacht    wird, in die Umschaltstel  lung, in der die entsprechenden verketteten Leiter  ströme überwacht werden.  



  Die     Fig.    2 gibt     einen    Ausschnitt des     Gleichstrom-          Steuerkreises    wieder,     in    welchem Kontakt     zr,    z, und       zt    der drei nicht dargestellten     Unterimpedanz-Anrege-          glieder    auf drei Hilfsrelais     Br,    B, und     Bt    unmittelbar       einwirken,    während sie     weitere        Hilfsre,!'ais        Bt"        Br,     und     B,

  t    zusammen mit     Ruhekontakten        b.1,        b.,2    und       b,n3    steuern. Diese Ruhekontakte sind     Hilfskontakte     eines im     Summenstrompfad    des starr geerdeten Drei  phasensystems angeordneten     flberstrom-Anregeglie-          des    oder     eines    davon abhängigen     Hilfsrelais.    Die     Be-          tätigungsstrompfade        aller        Hilfsrelais    liegen einheit  lich an einer Gleichspannung.

   Den Relais     B,        B,t     und     Btr    gehören die in     Fig.    1 gezeichneten Umschalt  kontakte     br,,        b,t    und     btr    zu; weiter besitzen sie je  einen nicht dargestellten Umschaltkontakt für die  sinngemässen Umschaltungen im Strompfad.

   Sie neh  men ausserdem wie die Relais     B"    B, und     Bt    Einfluss  auf die     weiter    unten     anhand    der     Fig.    3 beschriebenen       Auslöse-Hilfsrelas.    Die Anordnung der Unterimpe  danz- und     Überstrom-Anregeglieder    in Verbindung  mit dem zu     überwachenden    Netz ist für das Ver  ständnis der     Erfindung    unwesentlich, und     sie    wird  deshalb nicht näher erläutert. In bekannter Weise  können die     Anregeglieder    jedoch über     Messwandler     gängiger Bauart angeschlossen sein.

        Nach     Fig.    3 dienen zur Abfrage     dreier    zu den       Messgliedern    R, S, T gehöriger     Distanzkontakte        dz,        d,          dt        jeweih    zwei     Hilfskontakte.    So wird der Distanz  kontakt d,. durch den Arbeitskontakt     b,    des Hilfs  relais     B,        (Fig.    2) und den Arbeitskontakt     b"    des Hilfs  relais     Brs        (Fig.2)    angesteuert.

   Beide Arbeitskontakte  sind     parallel    geschaltet. In entsprechender Weise  fragen die Hilfskontakte b: und     b,t    in Parallelschal  tung den     Distanzkontakt        d,    .ab und die Arbeitskon  takte     bt    und     bt,,    den     Distanzkontakt         & t.    Erbringt die  Abfrage der     Kontakte        dz,        d"        dt    eine Bejahung, so  werden infolge der dargestellten     ,

  gemischten    Par  allel- und Reihenschaltung der abfragenden und .ab  zufragenden Kontakte die entsprechenden Auslöse  hilfsrelais<I>A,., A"</I>     At    zur     Betätigung    der     zugehörigen     Leistungsschalter erregt, weil dann vom     positiven     zum negativen Pol der     Gleichstromspeisequelle     Stromdurchgang besteht. In Reihe zu den     Distanz-          kontakten    d,.,     d.    und     dt    kann des weiteren noch je  ein Kontakt eines     zugeordneten        Energierichtungsgl'ie-          des    angeordnet sein.  



  Die Wirkungsweise des im vorstehenden Sinne  aufgebauten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist  folgendermassen:  Bei einpoligen Fehlern (beispielsweise     Erdschluss     des Leiters S) spricht der Kontakt     z$    des zum kran  ken Leiter gehörigen     Anregegliedes    an und betätigt  das Hilfsrelais     B"    das keinerlei Umschaltung aus  löst, sondern lediglich nach     Fig.    3 mittels des Kon  taktes     b5    die Stellung des zum     Distanz-Messglied     S gehörigen Kontaktes     d,    abfragt.

   Selbstverständ  lich kann das Hilfsrelais     B,    mittels weiterer nicht  dargestellter Kontakte sonstige Funktionen auszufüh  ren haben, die die vorliegende Erfindung aber nicht  betreffen. Das     Messglied    S misst nach der hier nicht  zu erläuternden Anregung durch das Unterimpedanz  Anregeglied den Fehler zwischen den     Klemmen    v  und e ordnungsgemäss aus und veranlasst schliesslich  die Betätigung des Distanzkontaktes     ds,    so das das       Auslösehilfsrelais        Afi    in dem über den Kontakt       b,    geschlossenen Kreis anspricht.

   Die Abschaltung  des durch dieses Hilfsrelais gesteuerten Leistungs  schalters ist die Folge und die kranke Leitungsstrecke  der gestörten Phase wird abgetrennt. Da bei dem  angenommenen einpoligen     Erdschluss    der Summen  stromkreis des     Dreiphasen-Systems    Überstrom     führt,     laufen die     vorbeschriebenen    Vorgänge bei geöffne  tem     Ruhekontakt        b,'-    ab, und das Hilfsrelais     B"        bleibt          unerregt.    An keinem der     Messglieder    R, S;

   T nach       Fig.    1 wird demnach der     Messkreis    umgeschaltet.  Bei einpoligen Störungen überwacht also je nach  Anregung in einer der drei Phasen das zuständige       Messglied    die Schleife vom betroffenen Leiter zur  Erde.  



  Bei zweipoligen Kurzschlüssen ohne     Erdbeteili-          gung    und mit ausreichend hohem Kurzschlusstrom  sprechen die     Unterimpedanz-Anregeglieder    der bei  den betroffenen Leiter an. Die     Summenstromkon-          takte        bmt   <B>...</B>     bms    bleiben geschlossen. Beispielsweise  sprechen bei Kurzschluss der Leiter R und S so-    wohl die     Hilfsrelais        B1    und     B,    als auch die neben  geschalteten     Hilfsrelais        Btr    und     B"    an.

   Dadurch  wird nach     Fig.    1 u. a. das     Messglied    R an die  kranke Spannung zwischen den Klemmen u und v  gelegt, und es misst demnach die     Schleife    zwischen  dem Leiter R und dem Leiter S ordnungsgemäss aus.  Bei Ansprechen des     Messgliedes    wird schliesslich der       zuständige    Leistungsschalter durch Vermittlung des       Auslösehilfsrelais        A,.    zum Abfall gebracht. Dane  ben wird auch das     Messglied    T an die verkettete  Spannung zwischen     den    Klemmen w und u gelegt.

    Diese Umschaltung bleibt jedoch ohne Einfluss, weil  diese Schleife des Systems gesund ist und daran  eine höhere Impedanz gemessen wird als am     Mess-          glied    R. Eine zeitliche     überschneidung    ist somit  nicht gegeben.  



  Bei gleichem     zweipoligem    Fehler zwischen den  Leitern R und S kann nun bei verhältnismässig klei  nem Kurzschlusstrom der Fall eintreten, das nur  eines der beiden     Anregeglieder    anspricht. Im vorlie  genden Ausführungsbeispiel     ist    davon ausgegangen,  das aufgrund der speziellen Kennlinien der Unter  impedanz-Anregeglieder das     Anregeglied    des in der  Phasenfolge     nacheilenden    Leiters S gegenüber dem  des Leiters R das empfindlichere ist und somit  allein anspricht.

   Da ausserdem kein Summenstrom  fliesst, und dementsprechend der Ruhekontakt     b.2          nicht    geöffnet ist, kommt bei     Kontaktschluss    des  Kontaktes     z5    sowohl im     Hilfsrelais        B"    als auch  im     Hilfsrelais        B"$    ein Strom zum Fliessen, so das  beide ansprechen. Das     Messglied    R wird entspre  chend dem Fehlerfall an die kranke verkettete Span  nung     zwischen    den Klemmen     u-v    gelegt, obwohl  nur eine einpolige Anregung vorliegt.

   Das     Messglied     R wird also richtig messen und mittels des     Aus-          lösehilfsrelais    Ar auslösen. Der von dem Kontakt       b"    nach     Fig.    3 gleichzeitig abgefragte Distanzkon  takt     d,    des     Messgliedes    S führt zu keiner Auslö  sung, weil die an diesem     Messglied    liegende Span  nung zwischen Leiter und Erde gesund ist und  dementsprechend staffelt.

   Bei zweipoligen Fehlern  mit geringem     Kurzschlusstrom    wird also bei dem  besprochenen Ausführungsbeispiel der vorliegenden  Erfindung auch bei nur     einpoliger    Anregung vor  sorglich ein Distanzrelais auf die gegebenenfalls feh  lerbehaftete Schleife von Leiter zu Leiter umge  schaltet. Der Fehler wird also     vorteilhafterweise    nicht  nur zwischen dem betroffenen Leiter und Erde ge  sucht.  



  Ergibt sich im Unterschied zum obigen Ausfüh  rungsbeispiel aus den Kennlinien der verwendeten       Anregeglieder,    das bei zweipoligem Fehler das An  regeglied des in der Phasenfolge voreilenden Leiters       mit    Vorrang anspricht, so kann nach der Lehre der  Erfindung unschwer eine geeignete Schaltung auf  gebaut werden, die den geänderten Voraussetzungen  gerecht wird. Bei nur einpoliger Anregung beispiels  weise mittels des zum Leiter S gehörigen Anrege  gliedes wird dann vorsorglich die Schleife von Leiter  <I>S</I> zu Leiter<I>T</I> ausgemessen gegenüber der Schleife      von Leiter R zu Leiter S nach dem obigen Aus  führungsbeispiel.  



  Unter Umständen kann auf die     Kontrolle    des  Summenstromes verzichtet werden, wobei die Kon  takte     b11,1    bis     b1"3    nach     Fig.    2 fortfallen. Die Hilfs  relais     BL"        B,t    und     Bt,,        sind    dann     überflüssig,    weil die  Funktion     ihrer        Kontakte    auch von den Hilfsrelais  <I>B,</I>     Bt    und     B=        übernommen        werden    kann.

   Schliess  lich ist es bei zweckmässiger     Weiterbildung    der       Schaltung    nach den     Fig.    1 bis 3 .auch     möglich,        bei     nur einpoliger     Anregung        alle    drei     Messglieder    einer       Dreirelaisschaltung    in die Distanzmessung     in    der  Weise     einzubeziehen,    dass     das    erste die     Schleife    von  dem anregenden Leiter     zur    Erde überwacht,

   während  das zweite und dritte     Messglied    auf die beiden übrigen  Schleifen zwischen den anderen     Leitern    und dem       anregenden    Leiter geschaltet     werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur distanzgetreuen Ausmessung der jeweiligen Fehlerschleife in starr geerdeten Netzen, das im Fehlerfall durch Unterimpedanz-Anregeglie- der, deren Spannungseingang jeweils zwischen Leiter und Erde geschaltet ist, eingeleitet wird und bei dem in Abhängigkeit von den Anregebedingungen ein oder mehrere der jedem .
    Leiter zugeordneten Distanz-Messglieder von der Messschleife zwischen Leiter und Erde auf die Messschleife zwischen zwei Leitern umgeschaltet werden, dadurch gekennzeich net, dass bei einpoliger Anregung zusätzlich zu der mit einem der Distanzmessglieder ablaufenden Aus messung der Schleife zwischen dem anregenden Lei ter und Erde noch die Ausmessung einer oder meh rerer Schleifen zwischen dem anregenden und einem oder mehreren Leitern mittels eines oder mehrerer weiterer Distanzmessglieder erfolgt.
    II. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein Kontakt (z= bzw. z, bzw. zt) des jeweiligen Anregegliedes das Schliessen eines Kon taktes (b= <I>bzw. b,</I> bzw. bt), der in Reihe mit dem zugehörigen Kontakt (d= bzw. d, bzw.
    dt) des<B>je-</B> weiligen Distanzmessgliedes (R bzw. S bzw. T) an- geordnet ist und das Umschalten bzw. Schliessen von Kontakten (bt, bzw. b", bzw. b,t), die einerseits in den Eingangskreisen der Distanzmessglieder (T bzw. R bzw. S) und anderseits in Reihe mit deren zugehö rigen Kontakten (dt bzw. d= bzw. d,) angeordnet sind, bewirkt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Mehrphasensystem eine einzige Schleife Leiter/Leiter zusätzlich ausgemessen wird, deren Anregeglied - bezogen auf den fehler behafteten Leiter - die geringere Empfindlichkeit besitzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Um schaltung auf Messschleifen aus zwei Leitern (verket teter Messwert) dann unterbleibt, wenn ein Summen strom fliesst. 3.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch II zur Durchführung des Verfahrens nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass den einerseits in den Eingangskreisen der Distanzmessglieder (T bzw. R bzw.
    S) und anderseits in Reihe mit deren zugehörigen Kontakten (dt bzw. d, bzw. d) angeord- neten Kontakte (btr bzw. b" bzw. b,t) Hilfsrelais (Btr bzw. B" bzw. Bt) zugeordnet sind, denen jeweils ein Kontakt (b1"1 bzw. b,1,2 bzw.
    b.3) eines im Sum- menstrompfad angeordneten Überstrom-Anregeglie- ,des vorgeschaltet ist.
CH727763A 1962-06-21 1963-06-11 Verfahren und Schaltungsanordnung zur distanzgetreuen Ausmessung der jeweiligen Fehlerschleife in starr geerdeten Netzen CH409082A (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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CH409082A true CH409082A (de) 1966-03-15

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ID=7269808

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CH727763A CH409082A (de) 1962-06-21 1963-06-11 Verfahren und Schaltungsanordnung zur distanzgetreuen Ausmessung der jeweiligen Fehlerschleife in starr geerdeten Netzen

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DE (1) DE1164552B (de)

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GB1111686A (en) * 1964-08-05 1968-05-01 English Electric Co Ltd Electrical protective relays

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