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CH398003A - Verfahren zur Steuerung des Bremsvorganges bei Aufzügen in Abhängigkeit der Belastung und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Steuerung des Bremsvorganges bei Aufzügen in Abhängigkeit der Belastung und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens

Info

Publication number
CH398003A
CH398003A CH1435162A CH1435162A CH398003A CH 398003 A CH398003 A CH 398003A CH 1435162 A CH1435162 A CH 1435162A CH 1435162 A CH1435162 A CH 1435162A CH 398003 A CH398003 A CH 398003A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
braking
torque
measured
voltage
motor
Prior art date
Application number
CH1435162A
Other languages
English (en)
Inventor
Rufli Anton Dipl-El-Ing
Sager Edmund
Rippstein Eugen
Original Assignee
Inventio Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Inventio Ag filed Critical Inventio Ag
Priority to CH1435162A priority Critical patent/CH398003A/de
Publication of CH398003A publication Critical patent/CH398003A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B1/00Control systems of elevators in general
    • B66B1/24Control systems with regulation, i.e. with retroactive action, for influencing travelling speed, acceleration, or deceleration
    • B66B1/28Control systems with regulation, i.e. with retroactive action, for influencing travelling speed, acceleration, or deceleration electrical

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Elevator Control (AREA)

Description


  Verfahren zur Steuerung des     Bremsvorganges    bei Aufzügen  in Abhängigkeit der Belastung und  Einrichtung zur Ausübung des     Verfahrens       Bei Verwendung von     Drehstrom-Antriebsmotoren     im Aufzugsbau, werden diese vor allem bei Aufzügen  höherer Fahrgeschwindigkeit vorzugsweise polarum  schaltbar ausgeführt. Um bei solchen Aufzügen die  Feinfahrt zu verkürzen und damit die Fahrzeiten       möglichts    klein zu halten, ist es üblich, den Brems  vorgang in Abhängigkeit der jeweiligen Last zu  steuern.

   Unter den bis jetzt bekannten, diesem Zweck  dienenden Verfahren, sind vor allem diejenigen von  Bedeutung, bei welchen bei festem     Bremseinsatzpunkt     das Bremsmoment in Abhängigkeit der Last bzw. des  Belastungsdrehmomentes gesteuert wird. Die vorlie  gende Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur Steuerung  des Bremsmomentes des     Drehstrom-Antriebsmotors     eines Aufzuges in Abhängigkeit der Belastung und  eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens.  



  Bei Aufzügen mit polumschaltbaren Aufzugsmo  toren dient die niederpolige     Statorwicklung    zur Fahrt  mit Fahrgeschwindigkeit. Für die Verzögerung des  Aufzuges wird auf die hochpolige     Statorwicklung     umgeschaltet, so dass eine übersynchrone     Abbremsung     bis auf die     Feinfahr-Drehzahl    erfolgt. Um den Fein  fahrweg möglichst klein zu halten, wurde schon vor  geschlagen, den Bremsvorgang auf lastabhängige, kon  stante Verzögerung zu steuern. Zu diesem Zweck wird  der hochpoligen     Statorwicklung    des Antriebsmotors  ein Induktionsregler vorgeschaltet, dessen drehbarer  Teil mit einem Servomotor in Verbindung steht.

   Beim  Einsatz der Bremsung wird der Servomotor im Sinne  stetig zunehmender Sekundärspannung des Induk  tionsreglers und damit stetig zunehmenden Brems  momentes des Antriebsmotors eingeschaltet. Beim  Erreichen einer vorbestimmten Verzögerung wird der  Servomotor durch einen Kontakt eines die Verzöge-         rung    laufend messenden     Beschleunigungsfühlgerätes     ausgeschaltet. Dadurch wird eine bei jeder Last kon  stante Verzögerung erreicht. Bei dieser Einrichtung  muss jedoch noch mit einem relativ grossen Fein  fahrweg gerechnet werden, da die Fahrgeschwindigkeit  wegen des Motorschlupfes lastabhängig ist und der  Bremsweg bei konstanter Verzögerung quadratisch  mit der Fahrgeschwindigkeit ändert.  



  Gemäss einer anderen Einrichtung wird die ein  ungefähres Mass für die Last darstellende Anlauf  beschleunigung des Antriebes gemessen und gespei  chert. Der Antrieb besitzt einzelne Bremsmoment  stufen, welche entsprechend dem gespeicherten Wert  im Sinne einer Verkleinerung des Einfahrweges bei  der Bremsung eingeschaltet werden. Auch hier muss  noch mit relativ grossen Einfahrwegen gerechnet wer  den, da nur eine grobstufige Einstellung des Brems  momentes möglich ist und die Lastmessung mit Hilfe  der Messung der Anlaufbeschleunigung bei Netz  spannungsschwankungen und Änderung der Reibun  gen während der Fahrt zu falscher Einstellung des  Bremsmoments führen kann.

      Die vorliegende Erfindung schlägt jetzt ein Ver  fahren sowie eine Einrichtung zur Steuerung des  Bremsvorganges bei     Drehstrom-Aufzügen    vor, bei  welchen mit bedeutend kleineren Feinfahrwegen als  bisher gerechnet werden kann.  



  Beim     erfindungsgemässen    Verfahren zur Steuerung  des Bremsvorganges von Aufzügen mit Drehstrom  antriebsmotoren wird zuerst eine vom Belastungs  drehmoment abhängige Grösse gemessen, und hierauf  der Bremsvorgang in Abhängigkeit der Messgrösse  gesteuert.  



  Das     Verfahren    ist dadurch gekennzeichnet, dass      vor Beginn des Bremseinsatzes der Antriebsmotor  kurzzeitig ausgeschaltet wird und während dieser Zeit  die auftretende positive bzw. negative Beschleunigung,  welche direkt ein Mass für das Belastungsdrehmoment  ist, gemessen, und der Messwert in Form einer Span  nung gespeichert wird und beim Bremseinsatz ein  praktisch von Null an stetig zunehmendes Brems  moment zum Einsatz gebracht wird, dessen Grösse  in Form einer Spannung gemessen wird, welche mit  der gespeicherten Spannung verglichen wird, und die  Zunahme des Bremsmomentes dann unterbrochen  wird, wenn die beiden Spannungen eine vorbestimmte  Differenz erreicht haben.  



  Die Einrichtung zur Steuerung des Bremsvorganges  bei Aufzügen mit     Drehstrom-Antriebsmotoren    besteht  aus einer Einrichtung zur Messung des Belastungs  drehmomentes, einer Einrichtung zur Speicherung des       Belastungsdrehmoment-Messwertes    in Form einer  elektrischen Spannung und einem mit einem Servo  motor wirkungsverbundenen, ein vom Drehwinkel des  Servomotors abhängiges Bremsmoment auf die Auf  zugsmaschine ausübenden Bremsorgan, wobei zur  Einleitung des Bremsvorganges der Servomotor im  Sinne zunehmenden Bremsmomentes des Bremsorgans  eingeschaltet wird.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch  gekennzeichnet, dass sie eine Vergleichseinrichtung  mit einem Ausschalter für den Servomotor aufweist,  welche anspricht, wenn die Differenz zweier     Ein-          gangsgrössen    einen vorbestimmten Wert erreicht, wo  bei die eine Eingangsgrösse die den     Belastungsdreh-          moment-Messwert    darstellende gespeicherte elektri  sche Spannung und die andere Eingangsgrösse eine  von der Grösse des vom Bremsorgan entwickelten  Bremsmomentes abhängige elektrische Spannung ist.  



       Zweckmässigerweise    besteht die Einrichtung zur  Messung des Belastungsdrehmomentes aus einer Mo  tordrehmoment-Abschaltvorrichtung, mittels welcher  in einem Betriebszeitpunkt vor der Verzögerungspe  riode der Antriebsmaschine mindestens kurzzeitig das  Motordrehmoment Null eingestellt wird, und einer       Beschleunigungs-Messeinrichtung,    mittels welcher wäh  rend dieser     Abschaltzeit    die an der Antriebsmaschine  in diesem Betriebszustand eintretende Beschleunigung,  welche in diesem Fall direkt ein Mass für das an der  Antriebsmaschine angreifende Belastungsdrehmoment  ist, gemessen wird.  



  Auf beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 eine Schaltungsanordnung einer Aufzugs  maschine mit     Drehstrom-Antriebsmotoren,          Fig.    2 ein Schaltschema der zugehörigen Steue  rung, und       Fig.    3 Geschwindigkeitsdiagramme bei Fahrt leer  aufwärts und leer abwärts.  



  In der     Fig.    1 ist mit 1 ein niederpoliger, mit 2 ein  hochpoliger     Drehstrom-Antriebsmotor    bezeichnet, die  auf einer gemeinsamen Welle angeordnet sind und in  üblicher Weise die Aufzugsmaschine antreiben. 3 ist  ein Servomotor zur Steuerung     eines    Induktionsreglers    4. Zur Speisung der Motoren 1, 2 und 3 ist ein  Drehstromnetz     RST    vorhanden.

   Der Anschluss des       niederpoligen    Antriebsmotors 1 an das Drehstromnetz       RST    erfolgt über Hauptkontakte 5.1 eines dreipoligen       Schaltschützes    5 und Hauptkontakte 6.1 oder 7.1  eines dreipoligen     Richtungsschützepaares.    Der Induk  tionsregler 4 ist sekundär mit dem hochpoligen Dreh  strommotor 2 verbunden und primär über die Haupt  kontakte 8.1 eines dreipoligen Schützes 8 und die  Hauptkontakte 6.1 oder 7.1 am Drehstromnetz     an-          schliessbar.    Der     Natzanschluss    des Servomotors 3  erfolgt über die Hauptkontakte 9.1 oder 10.1 eines  dreipoligen     Richtungsschützepaares    9.10.  



  Mit der Welle der Antriebsmotoren 1, 2 ist ein       Gleichstromtachodynamo    11 gekuppelt, dessen Aus  gang, in Berücksichtigung der beiden Drehrichtungen,  auf die Umschaltkontakte eines automatischen Pol  wenders, z. B. in der Form eines Gleichrichters 12,  geführt ist. An diesen Gleichrichter 12 sind zwei  Kondensatoren 13 und 14 über Arbeitskontakte 15.1,  16.1 eines Zeitrelais 15 und eines Hilfsrelais 16 ange  schlossen. Mit     -I-    und - sind die Klemmen einer       Gleichspannungsquelle    bezeichnet, an welche Wider  stände 17 und 18 und ein Transistor 19 angeschlossen  sind. An der Sekundärseite des Induktionsreglers 4  ist an zwei Phasen ein Transformator 20 angeschlossen.

    Seine Sekundärseite ist auf einen Gleichrichter 21 mit  nachfolgendem     Glättungsglied    22 geführt, welches aus  einem Widerstand 22.1 und einem Kondensator 22.2  besteht. 23 ist ein     Potentiometer,    an welchem ein  Teil der Kondensator-Spannung abgegriffen werden  kann. Ferner ist ein elektronisches Vergleichsrelais 24  vorgesehen, welches zwei Eingangsklemmen 24.1, 24.2  besitzt und mit einer Klemme 24.3 an Erde liegt.  Das elektronische Vergleichsrelais 24 betätigt einen  Kontakt 24.4 in der Aufzugssteuerung in dem Sinn,  dass dieser nur dann geschlossen ist, wenn an der  Klemme 24.1 ein negativeres Potential als an der  Klemme 24.2 liegt.  



  Im Schaltschema der     Fig.    2 sind mit     -f-    und - die  Klemmen einer     Gleichspannungsquelle    zur Speisung  der Apparate-Spulen bezeichnet. In parallelen Strom  kreisen dieser     Gleichspannungsquelle    sind die Erreger  spulen der Schütze 9, 10, 5, 8 des Zeitrelais 15 und  des Hilfsrelais 16 angeordnet. Das Zeitrelais 15 besitzt  ausser dem Arbeitskontakt 15.1 noch die Ruhekon  takte 15.2, 15.3. Das Hilfsrelais 16 weist ausser dem  Arbeitskontakt 16.1 noch die Arbeitskontakt 16.2,  16.3, 16.4 und Ruhekontakte 16.5, 16.6 auf. Die  Richtungsschütze 9, 10 sind durch ihre Ruhekontakte  9.2, 10.2 gegenseitig verriegelt. Mit 4.1 und 4.2 sind  zwei Endkontakte des Induktionsreglers 4 bezeichnet.

    Ferner ist im Schaltschema der Kontakt 24.4 des  elektronischen Vergleichsrelais 24 und ein Kontakt 25  der Aufzugssteuerung zur Betätigung des Hilfsrelais  16 eingezeichnet.  



  Die oben beschriebene Einrichtung arbeitet wie  folgt: Befindet sich der Aufzug z. B. in Abwärtsfahrt,  so ist der Kontakt 25 geschlossen und das Richtungs  schütz 6 angezogen. Ferner ist das Hilfsrelais 16 und      damit auch das Zeitrelais 15 und das Schütz 5 erregt.  Der Induktionsregler 4 befindet sich in der Endstellung  kleinster Sekundär-Spannung, so dass der Endkontakt  4.1 geöffnet und das Richtungsschütz 9 abgefallen ist.  Die Schütze 8 und 10 sind ebenfalls     entregt.    Der  niederpolige Antriebsmotor 1 ist über die Kontakte 5.1  und 6.1 an das Drehstromnetz     RST    angeschlossen,  während der hochpolige Motor 2 und der Servomotor  3 mit diesem nicht verbunden sind.

   Der niederpolige  Motor 1 erzeugt ein Motordrehmoment, welches ent  gegengesetzt gleich dem aus Last und Reibungskräften  resultierenden Belastungsdrehmoment ist. Der Tacho  meterdynamo 11 erzeugt eine der Drehzahl des An  triebsmotors 1 proportionale Gleichspannung, welche  über den Gleichrichter 12 die beiden Kondensatoren  13,14 auf einer geschwindigkeitsproportionalen Gleich  spannung aufgeladen hält. An der Basis des Tran  sistors 19 liegt das am Widerstand 17 abgegriffene  Potential. Dieses ist so gewählt, dass der Transistor 19  vor der Einleitung der Bremsung einen bestimmten       Kollektor-Strom    führt und damit über den     Klemmen     24.3, 24.1 des elektronischen Vergleichsrelais 24 eine  bestimmte Grundspannung liegt.

   Zwischen den Klem  men 24.2, 24.3 liegt keine Spannung, da der Induk  tionsregler 4 vom Drehstromnetz     RST    abgetrennt ist.  An der Klemme 24.1 liegt ein negativeres Potential  als an der Klemme 24.2, so dass das elektronische  Vergleichsrelais 24 seinen Kontakt 24.4 geschlossen  hält.  



  In einem festgelegten Abstand vor der Zielhalte  stelle wird zur Einleitung der elektrischen Bremsung  der Kontakt 25 geöffnet. Das Hilfsrelais 16 fällt ab.  Damit wird das Schütz 5 und das Zeitrelais 15 strom  los und der Kontakt 16.1 trennt den Kondensator 14  vom     Tachometerdynamo    11, welcher auf der inne  gehabten Spannung geladen bleibt. Gleichzeitig unter  bricht Kontakt 5.1 die Speisung des niederpoligen  Antriebsmotors 1, so dass dieser kein Drehmoment  mehr erzeugt und auf den Antrieb nur noch das reine  Belastungsdrehmoment wirkt. Sofern dieses Bela  stungsdrehmoment verschieden von Null ist, verzögert  oder beschleunigt es den Antriebsmotor je nachdem,  ob es positiv oder negativ ist.

   An den Kondensatoren  13, 14 entsteht nun eine Spannungsdifferenz, welche  am Transistor 19 eine Verkleinerung oder     Vergrösse-          rung    des     Kollektorstromes    bewirkt. Nach einer vor  bestimmten Zeit fällt das Zeitrelais 15 ab, wobei sein  Kontakt 15.1 den Kondensator 13 nun auch vom  Ausgang des     Tachometerdynamos    11 abtrennt. Der  Kondensator speichert die Spannung im     Abschalt-          Zeitpunkt.    Die Spannung zwischen den Klemmen 24.3,  24.1 am elektronischen Vergleichsrelais 24 hat nun  wieder einen stationären Wert erreicht, welcher pro  portional dem Belastungsdrehmoment des Antriebes  ist.

   Das Abfallen des Zeitrelais 15 bewirkt ferner die  Schliessung der Erregerkreise der Schütze 8 und 10.  Damit wird der Induktionsregler 4 an das Dreh  stromnetz angeschlossen, womit der Bremsvorgang  beginnt. Der hochpolige     Drehstrommotor    2 erhält im  ersten Moment des Bremsvorganges die Minimal-    Spannung des Induktionsreglers 4, welche so niedrig  ist, dass der Bremseinsatz in der Aufzugskabine nicht  spürbar ist. Gleichzeitig beginnt der Servomotor 3 zu  drehen, so dass die Sekundärspannung des Induktions  reglers 4 und damit das vom hochpoligen Drehstrom  motor 2 ausgeübte Bremsmoment stetig zunimmt. Mit  der Sekundärspannung des Induktionsreglers 4 steigt  auch die zu ihr proportionale Gleichspannung zwi  schen den Klemmen 24.3 und 24.2 des elektronischen  Vergleichsrelais 24.

   Sobald nun das Potential an der  Klemme 24.2 gleich dem an der Klemme 24.1 vorge  gebenen Potential wird, öffnet das elektronische Ver  gleichsrelais 24 seinen Kontakt 24.4. Damit fällt das  Schütz 10 ab, so dass der Servomotor 3 und der  Induktionsregler 4 auf der eingenommenen Stellung  stehen bleibt. Nach der Bremsung erreicht der An  trieb die stationäre     Drehzahl    des hochpoligen Dreh  strommotors 2, welche der Feinfahrgeschwindigkeit  des Aufzuges entspricht. Es sind nicht gezeichnete  Mittel vorgesehen, welche nun den Servomotor 3 in  der gleichen Richtung wie vorher wieder einschalten.  Der Induktionsregler 4 kommt in seine durch den  Endkontakt 4.2 bestimmte Endlage mit maximaler  Sekundärspannung. Dadurch wird der Schlupf des  hochpoligen Motors 2 reduziert, so dass ein genaues  Anhalten des Aufzuges erreicht wird.

   Kurz vor     Bün-          digstellung    des Kabinenbodens mit dem Stockwerk  boden wird durch Schachtschalter oder durch ein  Kopierwerk das Abfallen des     Drehrichtungsschützes     und damit das Öffnen des Kontaktes 6.1 bewirkt, so  dass der Antrieb stillgesetzt wird.  



  Aus     Fig.    3 geht der Geschwindigkeitsverlauf in  Funktion der Zeit bei der Einfahrt einer Aufzugs  kabine in die Zielhaltestelle hervor. Auf der Abszisse  ist die Zeit t und auf der Ordinate die Geschwindigkeit  v aufgetragen. Die Kurve 26 zeigt den Verlauf bei  einer Abwärtsfahrt mit Vollast und die Kurve 27 bei  einer Aufwärtsfahrt mit Vollast.     Im    Zeitpunkt 28 wird  der Bremsvorgang durch Öffnen des Schalters 25  eingeleitet. 29 ist die am Zeitrelais 15 eingestellte  Messzeit, in welcher das Belastungsdrehmoment des  Aufzuges gemessen wird.

   Mit 30 ist der eigentliche       Bremseinsatzpunkt    bezeichnet, in welchem am Antrieb  ein stetig zunehmendes Bremsmoment zu wirken be  ginnt. 31 bzw. 32 gibt die Zeit an, in welcher der  Induktionsregler 4 von der minimalen auf die dem  jeweiligen Belastungsdrehmoment entsprechende Se  kundärspannung läuft. Aus dem Diagramm ist ersicht  lich, dass mit der vorliegenden Einrichtung ein prak  tisch konstanter Bremsweg erreicht werden kann. Die  Einstellung erfolgt einmalig in den extremen Bela  stungsfällen durch die     Potentiometer    17 und 23.  



  Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dar  gestellte Ausführungsbeispiel. An Stelle des polum  schaltbaren Antriebsmotors könnte z. B. ohne weiteres  ein mit zwei verschiedenen Frequenzen gespeister       Drehstrommotor    verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Steuerung des Bremsvorganges bei Aufzügen mit Drehstromantriebsmotoren, bei wel- chem zuerst eine vom Belastungsdrehmoment abhän gige Grösse gemessen wird, und hierauf der Brems vorgang in Abhängigkeit der Messgrösse gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor Beginn des Bremseinsatzes der Antriebsmotor kurzzeitig ausge schaltet wird und während dieser Zeit die auftretende positive, bzw.
    negative Beschleunigung, welche direkt ein Mass für das Belastungsdrehmoment ist, gemessen, und der Messwert in Form einer Spannung gespeichert wird und beim Bremseinsatz ein praktisch von Null an stetig zunehmendes Bremsmoment zum Einsatz ge bracht wird, dessen Grösse in Form einer Spannung gemessen wird, welche mit der gespeicherten Span nung verglichen wird, und die Zunahme des Brems momentes dann unterbrochen wird, wenn die beiden Spannungen eine vorbestimmte Differenz erreicht haben.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, bestehend aus einer Ein richtung zur Messung des Belastungsdrehmomentes, einer Einrichtung zur Speicherung des Belastungs- drehmoment-Messwertes in Form einer elektrischen Spannung und einem mit einem Servomotor wirkungs verbundenen, ein vom Drehwinkel des Servomotors abhängiges Bremsmoment auf die Aufzugsmaschine ausübenden Bremsorgan, wobei zur Einleitung des Bremsvorganges der Servomotor im Sinne zunehmen den Bremsmomentes des Bremsorgans eingeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Ver gleichseinrichtung mit einem Ausschalter für den Servomotor aufweist, welche anspricht, wenn die Dif ferenz zweier Eingangsgrössen einen vorbestimmten Wert erreicht,
    wobei die eine Eingangsgrösse die den Belastungsdrehmoment-Messwert darstellende ge speicherte elektrische Spannung und die andere Ein- gangsgrösse eine von der Grösse des vom Bremsorgan entwickelten Bremsmomentes abhängige elektrische Spannung ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das mit dem Servomotor (3) in Wirkungsverbindung stehende Bremsorgan aus einem, mit dem Antriebsmotor (1) gekuppelten hochpoligen Drehstrommotor (2) besteht, welcher über einen In- duktionsregler (4) gespiesen wird, wobei der Servo motor (3) den beweglichen Teil des Induktionsreglers (4) verstellt. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Messung des Belastungsdrehmomentes aus einer Motordrehmoment- Abschaltvorrichtung, mittels welcher in einem Be triebszeitpunkt vor der Verzögerungsperiode der An triebsmaschine mindestens kurzzeitig das Motordreh moment Null eingestellt wird und einer Beschleuni- gungs-Messeinrichtung besteht, mittels welcher wäh rend dieser Abschaltzeit die an der Antriebsmaschine in diesem Betriebszustand eintretende Beschleunigung, welche in diesem Fall direkt ein Mass für das an der Antriebsmaschine angreifende Belastungsdrehmoment ist, gemessen wird.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Motor drehmoment-Abschaltvorrichtung als Schütz (5) zur Unterbrechung der Speisung der Antriebsmaschine ausgebildet ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch Il und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Be- schleunigungsmesseinrichtung aus einem mit der An triebsmaschine gekuppelten, eine zu deren Drehzahl proportionale Spannung abgebenden Gleichstrom tachometerdynamo (11), einer Gleichrichterschaltung (12) und zwei Speichereinrichtungen in Form von Kondensatoren (13, 14) besteht, wobei die als Mass für das Belastungsdrehmoment der Antriebsmaschine während einer durch ein Zeitrelais (15)
    vorgegebenen Zeitspanne gemessene Beschleunigung als Differenz der Spannungen der beiden Kondensatoren (13, 14) gespeichert wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ge winnung der von der Grösse des vom Bremsorgan entwickelten Bremsmomentes abhängigen elektrischen Spannung ein mit der Sekundärseite des Induktions reglers (4) in Verbindung stehende Gleichrichterschal- tung (21) vorgesehen ist.
CH1435162A 1962-12-05 1962-12-05 Verfahren zur Steuerung des Bremsvorganges bei Aufzügen in Abhängigkeit der Belastung und Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens CH398003A (de)

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