Kegelapieleinrichtung. Gegenstand der Erfindung ist eine Kegel- spieleinriichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass durch das Fallen jedes Kegels ein elektrischer Impuls ausgelöst wird.
Beiliegende Zeichnung stellt drei Aus führungsformen eines Kontaktgebers für die Impulsauslösung in den Fig. 1-3 dar und Fig. 4 ist ein Schema eines durch Impulse gesteuerten Einrichtungsteils.
Bei Einrichtungen, in welchen die Kegel an Schnüren hängen, die zu ihrem Aufziehen und nachherigen Wiederabatellen in einer an sich bekannten Art und Weise dienen, können beispielsweise Impulsgeber-Kontakte nach Fig. 1 oder Fig.2 verwendet werden, um verschiedene Funktionen zu steuern, die nachher an Hand der Fig. 4 erklärt werden.
In Fig. 1 ist auf einem Tragstück 1 in nicht dargestellter Weise gegen dieses elek trisch isoliert ein Kontakthebel 2 gelagert, den eine Zugfeder 3 an einen Festkontakt 4 andrückt, solange auf dem Kontakthebel nicht ein Schlaffteil der Kegelaufzugschnur 5 aufliegt, wie dies bei. aufgestelltem Kegel und locker gelassener Schnur der Fall ist.
Gemäss Fig. 2 ist am Lager 6 der Welle 7 einer Umlenkrolle 13 für die l#-,egelaufzug- schnur 8 ein Kontaktgeber 9 mit Druck stift 9a befestigt und ausserdem ein Bügel 10 mit einer Rolle 11 schwenkbar gelagert, die von einer Torsionsfeder 12 an die auf der Umlenkrolle 13 aufliegende Aufzugschnur 8 angedrückt wird. Auf dem vordern Ende der Welle 7 ist eine Einwegkupplung aufgesetzt, deren äusserer Teil 14 als Exzenter ausgebil det ist.
Beim Fallen des Kegels wird dieser Exzenter mittels der Aufzugschnur und der Umlenkrolle verdreht, so dass er auf den Druckstift 9a einwirkt und den Kontakt geber 9 betätigt (schliesst).
In Fig. 3 ist eine Kontaktgebervorrich- tung gezeigt, bei welcher ein Kegeltragteller 15 mit seinem Kolben 16 in der zylindrischen Bohrung eines Lagers 17 sich verschieben kann, wobei eine Feder 18 die beweglichen Teile angehoben hält, solange der Kegel nicht auf dem Teller 15 steht. Es drücken dann zwei Kontaktlamellen 19, 20 aufein ander. Nimmt aber der Teller 15 seine untere Lage ein, weil ein Kegel darauf steht, so drückt ein Stift 21 die bewegliche Kontakt lamelle 20 nach unten.
Im elektrischen Einrichtungsteil, der in Fig. 4 dargestellt ist, sind solche Kontakt geber mit<I>KG</I> bezeichnet. Bei neun Kegeln gibt es deren neun; es ist aber nur der erste, zweite und neunte dargestellt, also KG 1, <I>KG 2</I> und<I>KG 9.</I> Mit 22 sind die umgefallenen Kegel angedeutet. Jedem Kontaktgeber ist ein Relais KB <I>1,</I> FR 9,. . . bzw. KB<I>9,</I> ferner ein Abstellschütz oder dgl. AS 1, AS 2 bzw.<I>A</I>S<I>9,</I> ein von Hand zu öffnender und zu schliessender Kontakt<I>DK 1, DK 2</I> bzw.
<I>DK 9</I> und eine Signallampe SL <I>1,</I> SL <I>2</I> bzw. SL <I>9</I> beigeordnet. 23, 24 und 25 sind Strom zuleitungen, wobei 25 über einen nicht dar gestellten Wendeschütz<B> AUF -</B> AB , zum Beispiel mit 24 verbunden ist und nur Strom führen kann, wenn der Wendeschütz in der Stellung AUF (Aufziehen -der Kegel) ar beitet.<I>HR</I> ist ein Hilfsrelais, das beim An ziehen seinen Kontakt Nr. 1 mit Verzögerung öffnet und seine Kontakte Nr.2 und 3 schliesst.
Die Kegelrelais KB <I>1</I> bis KR <I>9</I> schliessen beim Anziehen ihre Kontakte Nr. 1, 2 und 3 und öffnen ihren Kontakt Nr. 4.
Die hier gezeigte Einrichtung dient zum Signalisieren der umgefallenen Kegel und gestattet beim sogenannten Spick-Spiel ein Aufstellen der vorhin umgeschossenen und dann mit den restlichen aufgezogenen Kegel so lange hinauszuzögern, bis alle neun Kegel (evtl. mit Ausnahme des mittleren Kegels Nr. 5) von einem Spieler umgeschossen wor den sind. Vor dem Spick-Spiel werden mei stens- alle DK-Kontakte geschlossen und durch ein Handschalter 28 wird der Leiter 33 mit der Zuleitung 24 in Verbindung gesetzt.
Angenommen, es sei der Kegel Nr. 1 um geschossen worden. Über die Zuleitung 24 und einen Nockenschalter <I>NS,</I> der mit der Aufzugvorrichtung zusammengekuppelt ist und nur schliesst, solange diese sich in der Ausgangslage befindet und durch den Leiter 26, den Kontaktgeber KG 1 und den ent sprechenden Leiter 27 fliesst dann Strom durch die Wicklung des Kegelrelais KR <I>1</I> und von dort zurück zum Sammelleiter 23.
Durch den Handschalter 28, den Leiter 33, den geschlossenen Kontakt Nr. 1 des Hilfsrelais <I>HR</I> und die Leiter 29, 30 fliesst dann Strom zum Selbsthaltekontakt Nr. 1 des Kegel relais KR 1, und durch den Kontakt Nr. 2 dieses Relais zur entsprechenden Signal lampe SL <I>1</I> zurück zum Sammelleiter 23.
Kontakt Nr. 4 dieses Relais ist geöffnet wor den, so dass selbst bei Schliessen des Druck knopfkontaktes DK 1 der Apparat, der das Abstellen des Kegels Nr. 1. bewirkt, nicht durch den Abstellschütz <I>AS 1</I> in Funktion gesetzt werden kann.
Die Kontakte Nr. 3 aller neun Kegelrelais sind mit der Wicklung des Hilfsrelais HR in Serie geschaltet. Daraus ergibt sich, dass erst wenn alle neun Kegel umgeschossen worden sind, dieses anzieht und sich dank dem Selbst- haltestromkreis angezogen hält, der von der Zuleitung 24 über den Leiter 33, den Selbst- ; haltekontakt Nr.-2 durch die Relaiswicklung und den Leiter 32 zum Sammelleiter 23 ver läuft.
Das angezogene Hilfsrelais hat seinen Kontakt Nr. 1 geöffnet und so die Strom zufuhr zu den Wicklungen der Kegelrelais durch deren Selbsthaltekontakte Nr. 2 unter brochen, so dass die Relais abfallen und ihre Kontakte Nr. 4 schliessen, damit die Kegel abgestellt werden.
Beim Anziehen des Hilfs relais HR schliesst sich auch dessen Kontakt Nr. 3 und damit der Stromkreis von der Zuleitung 24 durch den Schalter 28, den Leiter 33, den ebenerwähnten Kontakt Nr. 3 und die Leiter 31, zum Leiter<B>23;</B> das ist der Stromkreis eines Summers SU oder einer andern Signalisiervorrichtung, die das Um schiessen aller neun Kegel anzeigt.
Soll dieser Summer auch funktionieren, wenn ein Kranz geschossen worden ist, d. h. wenn nur der mittlere Kegel Nr. 5 stehen bleibt, so kann dies dadurch erreicht werden, dass man den Kontakt Nr. 3 des Kegelrelais KG 5 nicht in die oben erwähnte Serieschaltung -mit einbezieht, durch die das Hilfsrelais<I>HR</I> erregt wird. Zum Abstellen der Kegel kann beispielsweise der Schalter 28 kurzzeitig geöffnet oder etwa ein Hilfsrelais<I>HR</I> benützt werden, das nach einigen Sekunden von selbst. abfällt.
Beim gewöhnlichen Spiel ist der Hand schalter auf die Zuleitung 25 umzustellen. Die KR-Relais der umgefallenen Kegel blei ben dann nur so lange angezogen, als der Wendeschütz in der Stellung AUF arbeitet, und die entsprechenden Signallampen leuch ten so lange auf. Sobald aber die Strom zuführung zu 25 durch den Wendeschütz unterbrochen wird, fallen die KR-Relais ab, wobei sie ihre Kontakte Nr. 4 schliessen. Die Kegelabstellschütze <I>AS,</I> die zu den ge schlossenen DK-Kontakten gehören, bewir ken dann das Abstellen der entsprechenden Kegel, während die übrigen Kegel aufgezogen bleiben ( Figurenspielen ).
Im oben beschriebenen Beispiel werden die durch die gefallenen Kegel ausgelösten Impulse zur optischen und akustischen Signalisation und zur automatischen Steue rung des Spielverlaufes durch zeitweiliges 'Zurückhalten vorher umgeschossener Kegel verwendet. Sie könnten aber auch für andere Zwecke, z. B. zur Punkteregistratur in einer elektrischen Zählvorrichtung verwendet wer den. Ebensogut versteht sich, dass die Er findung Anwendung finden kann bei Kegel spieleinrichtungen verschiedenster Art mit oder ohne Kegelaufstellvorrichtung dieser oder jener Bauart.