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AT160920B - - Google Patents

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AT160920B
AT160920B AT160920DA AT160920B AT 160920 B AT160920 B AT 160920B AT 160920D A AT160920D A AT 160920DA AT 160920 B AT160920 B AT 160920B
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Publication of AT160920B publication Critical patent/AT160920B/de

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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Photographisches Element für Farbenphotographie. insbesondere Film, mit drei unter- 
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   schiedlich   farissensibilisierte Halogensilberemulsionen, von denen sich entweder alle auf einer Seite   oder eine auf der einen   Seite   und   zwei auf der anderen Seite eines einzigen Trägers 
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 schiedlichsensibilisierterEmulsionenbesteht. 



   Der Erfindung liegt die   Aufga@e zugrunde, photographische Elemente   zu schaffen, die sich zur Aufnahme von Bildern in den drei primären Farben Rot, Grün und Blau eignen, derart, dass diese Bilder dann zu negation oder positiven Bildern in Blaugrün, Magenta und Gelb durch eine Behandlung umgewandelt werden können, welche nicht die kontrollierte Diffusion von Behandlung bädern erfordert. Zu lieser Behandlung gehören Massnahmen, welche die 
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 findung eine oder zwei der unterschiedlich farbsensibilisierten Halogensilberemulsionsschichten aus Silbe-chlorid besteht bzw. bestehen, während die restlichen Schichten bzw. die restliche Schicht Silberbromid ist. 



   In der britischen Patentschrift Nr.   427     5I7   wird ein Verfahren zur Herstellung einer Mehr- 
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   mit Far@entwicklern zu ziehen.   



     Demgemäss liege   auch ein grundsätzlicher Unterschied des erfindungsgemässen photographischen Elementes   gegenüber dem Bekannten darin, dass sich beim   Element nach der Erfindung stets eine Silberbromidemulsionsschicht auf derselben Seite des Trägers befindet, auf der eine   Silberchloridschicht vorhanden   ist. 



   Die Erfindung ermöglicht es, die   Anwendung von   Verfahren mit kontrollierter Diffusion zu vermeiden und dennoch das gleiche Endergebnis auf einfachere und sicherere Weise zu erreichen. Hierin liegt einer der wesentlichen Vorteile der Neuerung. 



   Die Erfindung schlägt also vor, photographische Elemente der eingangs angegebenen Art 
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 schicht auf derselben Trägerseite befinden wie eine   Silberchloridschicht.   



   Su   kennen   z. B. die Mittelschicht aus einer Silberchloridemulsion und die anderen Schichten aus einer Silberbromidemulsion bestehen, wobei die Bromidschichten sich auf der gleichen oder auf verschiedenen Seiten   des Trägers befinden kennen. Oder   es kann die obere Schicht 
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 Schicht aus Silberchloridemulsion und die Mittelschicht aus Silberbromidemulsion besteht. 



   Die   Ausbildung   eines photographischen Elementes in der hier   angegebenen Weise   hat für die Mehrfarbenphorographie den Vorteil, dass Silberchlorid   auswählend     (selektiv) durch Bäder   
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 mit   einem schwach wirkenden Entwickler, der @in Farbentwickler sein kann, entwickeln.   ohne dass dabei das mit demselben Entwickler in Berührung stehende Bromsilber entwickelt 
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 machen. ohne dass dabei auch das   unbelichtste     Silherbromid entwickele r   wird. 



     Es k@@@ daher das erfindungsgemasse photographische Element   zu   einem farbenphotogra-     phischel1 \, afahren   verwendet werden, bei welchem nur eines oder zwei   d-jr Teilbilder durch   Behandlung mit verschleiernden Mitteln   entwicklungsfähig   gemacht werden nach Farbentwick-   lung der   Bilder in den zwei anderen Emulsionen oder des Bildes in der dritten Emulsion. 
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   umwandeln   als Silberbromid, worauf sich gleichfalls vorteilhafte Verfahren der Mehrfarbenphotographie gründen lassen. 



   Ein anderer Weg, Nutzen aus dei leichteren Reduzierbarkeit des Silberchlorids im Vergleich zu Silberbromid zu ziehen, besteht darin, das belichtete Silberbromid mit einem sodahaitigen Farbentwickier, der unbelichtetes Silberchlorid nicht angreift, zu entwickeln, wobei 
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   mässig   unter   Luf Labschluss) auch   ohne Belichtung oder   Vorbehandlung mit verschleiernden   Mitteln nach längerer Einwirkung reduziert werden zu können. 



   Demnach kann man gemäss einer   erfindungsgeuiässssn.   Methode bei der farbigen Entwicklung eines photographischen Elementes, das eine Silberchloridschicht zwischen zwei Silberbromidschichten besitzt, folgendermassen verfahren: Nach allgemeiner Entwicklung wird das restliche Silberchlorid der   Aussenschichten auswählend   belichtet und mit einem schwachen Farbentwickler farbig entwickelt, worauf das restliche Silberchlorid der Mittelschicht durch   längere Behandlung   mit einem stark wirkenden Entwickler   farbig entwickelt   wird. 



   Nach einem anderen Verfahren wird nach Farbentwicklung der Silberbromidemulsion das Silberchlorid in Ferrocyansilber und weiterhin in rotes Nickel-Dimethylglyoxim oder in gelbes   Titanferrocyanid     verwandelt,   welch letzteres durch blaue basische   Farbstoäe ein grün-   blaues Bild ergibt. Oder man überführt das aus dem Silberchlorid entstandene   Sdbcrferro-   

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 cyanid in andere geeignete nichtgerbende Beizkörper, welche durch basische Farbstoffe purput bzw. grünlichblau gefärbt werden und gegebenenfalls nach Unlöslichmachung der Farbstoffe entfernt werden können, um grössere Transparenz zu erzielen. 



   Im allgemeinen empfiehlt es sich, bei der Aufnahme von   Naturfarbenphotos   ein photpgraphisches Element mit drei aufeinanderliegenden Schichten zu verwenden, von denen die obere oder mittlere aus Silberchlorid besteht, und zwar insbesondere dann, wenn es sich um einen beidseitig überzogenen Film handelt, wo der Film seihst oder eine als Überzug angeordnete Filterschicht farblose, ultraviolett absorbierende Stoffe enthält und die   rotempfind-   liche Halogensilberschicht sich allein auf einer Seite des Trägers befindet. Denn unter diesen Umständen entwickelt sich das Silberchlorid farbig, wenn es nicht belichtet worden ist, und es wird nicht viel Silberbromid angegriffen. 



   Die im französischen Patent   N r. 834370 sowie in   der Zeitschrift     Das Lichtbild   Jahrgang   
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 wenn eine der Schichten aus Silberchlorid besteht. Darüber hinaus sind aber bei Vorhandensein einer solchen noch   zahlreiche andere Farbgcbungsmethoden möglich, wie   aus den nachfolgenden Beispielen hervorgeht, in denen   angenommen   ist.   dass   die oberste Schicht nicht speziell und die unterste Schicht für Rot sensibilisiert ist. 



     \Vnn 3ic oberste   Schicht aus Chlorsilber besteht, kann man nach erster allgemeiner   Schwarzcntw-klung   die unterste Schicht von rückwärts mit rotem Licht bestrahlte und grunlichblan entwickeln. Dann wird in oberster und mittlerer Schicht gleichzeitig a) das restliche Halogensilber mit ultravioletten Strahlen belichtet und zuerst die Chlor-   silberschich@ farbig einwickelt, dann   die mittlere Bromsilherschicht, evtl. nach vorausgehender 
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   bxw. mit einem   stark alkalischen Entwickler   unmittelbar   Purpur hervorrufen. 



   Man kann ganz allgemein die Chlorsilberschicht allein schwarz entwickeln, dann sofort das restliche Chlorsilber mit    einem'ebenfalls schwachen Farbentwickler,   welcher das belichtete   Bromsilber   nicht angreift ; oder man führt das restliche Chlorsilber unmittelbar oder auf   Um-   wegen in eine farbige Substanz oder in einen Beizkörper über, wie später eingehender dar-   zulegen   ist.

   Dann erst werden die beiden Bromsilberschichten gleichzeitig mit einem gewöhnlichen Entwickler hervorgerufen, schliesslich das restliche Halogensilber derselben   npzheiii-   
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   ft.-j'ntcre Schicht   nach   entsprechender   Belichtung, dann die andere nach Vorbehandlung mit Thioharnstoff, Stannosalz o. dgl. bzw. mit einem entsprechend energisch wirkenden Farbentwickler. 
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 Chlorsilberschicht allein hervorgerufen, dann mit einem Farbentwickler, der gerade nur so stark ist. dass er wohl das restliche unbelichtete Chlorsilber reduziert, nicht aber das belichtete und unbelichtete Bromsilber, das mittlere Teilbil erzeugt.

   Zu diesem Behufe könnte das Chlorsilber dieser Schicht vorher mit Lösungen solcher äusserst gelinde wirkender Reduk-   tionsmittel oder schwefelhaltiger Verbindungen vorbehandelt werden, welche zwar das   rstliche Chlorsilber der mittleren Schicht, nicht aber das unbelichtete Bromsilber ent-   wicklungsfähig   machen. Da nun die mittlere Schicht ganz mit metallischem Silber   durchsetzt ist, können   nach vorhergehender gewöhnlicher Entwicklung die beiden ändern 

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 Schichten unabhängig voneinander mit blauem Licht und deren restliches Bromsilber besonders farbig entwickelt werden.

   Man kann   n & ch gleichzeitiger Hervvorrufung   aller drei latenten Lichteindrücke das restliche Chlorsilber der mittleren Schicht in   Ferrocvansilber   und dieses weiterhin in gelbes Titanferrocyanid oder in irgendein anderes nichtgerbendes, gefärbtes, unlösliches Ferrocyanid evtl. auch über   NicKelferrocyamd in Nickel-   Dimethylglyoxim oder andere unlösliche   gefä :   bte, leicht wieder spaltbare   Komplexverbin-   dungen umwandeln, die als mittlere Lichtfilter bei der Belichtung des restlichen Bromsilbers der beiden äusseren Schichten wirken.

   Die unlöslichen Ferrocyanide werden durch Soda oder Alkali gespalten. die Komplexsalze meist durch   Säuren-Das nebenher entstandene   Chlorsilber kann wieder in das praktisch lichtunempfindliche Ferrocyansilber rückverwandelt wer- 
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 farbiger Entwicklung der beiden äusseren Schichten wird nötigenfalls aus dem   Ferrocyan-   silber der mittleren Schicht Halogensilber regeneriert, dieses durch Thioharnstoff, Stannosalz, verschleiernde Farbstoffe   u.   dgl. oder intensive   t'ltraviolett-oder Röntgenstrahlen   entwicklungsfähig gemacht und farbig hervorgerufen oder gleich dem ursprünglichen Ferrocyansilber mit einem energischen Farbentwickler unmittelbar in das Farbenteilbild   muge-   wandelt.

   Dann wird alles Silber und die   unlöslichen Ferrocyanide   entfernt, die Filterfarb- 
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 lung erzeugt. Man kann das restliche Halogensilber aller drei Schichten   auf einmai durch     ultraviolette oder Röntgenstrahlen, durch Vorbehandlung mit Thioharnstoff usw. entwickelbar   machen und das Chlorsilber der mittleren Schicht allein farbig umwickeln, so   dass   in der 
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 Schichten   besonders belichtet und far@ig entwickelt.   



   WenndiemittlereSchichtnachgewöhnlicherEntwicklungdesChlorsilbersnochgenügend   gelbgrün- bzw. rotempfindlich ist, so wird mit der passenden Lichta@t bestrahlt   und farbig das restliche Chlorsilher entwickelt,   so dass ebenfalls ein homogenes Si@berfilter resultiert.   



  Dann werden in den beiden äusseren Bromsilberschichten die latenten Lichteindrücke hervorgerufen, schliesslich das restliche Bromsilber derselben besonders belichtet und zu den betref-   fendes   Teilfarbenbildern entwickelt. Dasselbe gilt, wenn zwar die erwähnten Sensibilisatoren die erste allgemeine Entwicklung nicht überdauern. die mittlere Schicht aber einen   widerstandsfähigen Infrarot-Sensibilisatc"überdies enthält,   so dass das   res. che Chlor-   silber der mittleren Schicht durch infrarote Strahlen entwickelbar gemacht werden kann, für 
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 schliesslich wird in der obersten   Bromsilberschicht   das Teilfarbenbild crzeugt, oder in   um-     gekehrter Reihenfolge, zuletzt wird entsilbert.   
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 bzw.

   gelbgrünempfindliche Bromsilberschicht befinden. Nach allgemeiner Schwarzentwicklung und etwaiger Entfernung oder Umformung des reduzierten Silbers sowie   neuerlicher   Belichtung alles restlichen Halogensilbers wird jede Seite unabhängig von der anderen her-   vorgerufen.   Zunächst wird das restliche Chlorsilber der doppelt emulsionierten Seite farbig entwickelt. dann das Bromsilber der darunter befindlichen Mittelschicht oder Mittelzone,   chliesslich die   auf der andern Seite befindliche Bromsilberschicht, oder umgekehrt, worauf alles reduzierte Silber entfernt wird.

   Statt einer   Zweitbelichtung   kann mit Thioharnstoff,   Stannosal . verschleiernden   Farbstoffen   usw.   vorbehandelt werden, oder es wird gänzlich oder grössteneils das reduzierte Silber entfernt und beiderseits mit ultraviolettem Licht bestrahlt. 

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   Befindet sich die rotempfindliche Schicht in der Mitte,   gegebenenfalls   einerseits oder beiderseits flankiert von Farbfiltern, so gelten bei sinngemässer Abänderung die bisher geschilderten Entwicklungsverfahren. Zum Beispiel : bei oberster Chlorsilberschicht kann   man nach atige-   
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 wandlung des reduzierten Silbers wenigstens dieser Schichten, durch weisses oder blaues. von, oben einfallendes Licht ; hierauf wird mit einem Farbentwickler, der nur auf Chlorsilber wirkt, zunächst in der obersten Schicht das   gelbe Teilbild erzeugt, dann   mit einem energischer wir- 
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   Der Dreischicht analog gebaut ist die   Zweizonendoppelschicht,   bei welcher die eine Schicht nicht oder in üblicher Weise, die andere zonenweise für zwei Spektralgebiete sensibilisiert wird mit Hilfe von Sensibilisatoren, die wegen ihres kolloidalen Charakters aus   wässrig-   
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 Ammoniak angesetzten Lösung lässt die synthetische   Darstellung weiterer Verheter dieser     Farbstossk'asse gerechtfertigt erscheinen.   



   Indogene Entwickler, den Lignonen an Beständigkeit oft wesentlich   überlegen.,   sind die eigentlichen   Küpenfarbstoffe,   von denen viele durch oxydative Kondensation zweier gleicher Moleküle ihrer Ausgangsstoffe während der photographischen Entwicklung entstehen können. 



  Man löst den Ausgangsstoff in der theoretisch erforderlichen Menge Lauge oder Ammoniak,   ersetzt nötigenfalls   mit einem Überschuss von Soda, insoweit er nicht schon in Soda oder Wasser genügend löslich ist. Man kann auch mehr oder weniger   A.'Li-, L) hol Soda   zu- 
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 gesetzt werden,   aH.'rdings ohne besonderen Zweck, sowie   auch Natriumbromid nach Bedarf. 



    Schleierfreie Bilder er@ielt man nur, wenn   bei Ausschluss des   atmosphärischen   Sauerstoffs gearbeitet wird. 



   Während für die Erzeugung blauer,   grünlichbiauer und purpurner Küpenfarbbtoffe   auf diesem Wege eine theoretisch fast unbegrenzte   Anzahl von Augangsstoffen   zur   Vrfilgemg   steht bzw. synthetisiert werden könnten, ist die Auswahl an passenden Gelbentwicklern sehr beschränkt. 
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 beenden. Natürlich kommen nur jene in Betracht, welche bei   der Entwicklungsoxydation in   ein völlig unlösliches Chinon übergehen, während vom entsprechenden Hydrochinon eine gewisse   Wasserlöslichkeit   nur erwünscht ist,   um es auch ; n sodahaitigen Losungen verwenden   zu können. 
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 Entwickler sind.

   Allerdings ist es nötig, unter völligem Ausschluss des atmosphärchen Sauerstoffes zu arbeiten, da sonst nur ein allgemeiner   Farbschkier   entsteht. Die alkalischen oderwomöglichammoniakalischenLösungenderKupenfarbstoffekommenimallgemeinennur für   cI.     Erzeugung des letzten, iu der Regel   mittleren Teilbildes in Betracht, weil die meisten 
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 wirkt sehr viel   rascher auf Chlorsilber   als auf Bromsilber und gibt auch wesentlich kräftigere bläunlichrote Bilder nach Entsilberung mit Farmerscher Lösung.

   p-0Chlor-o-aminovic,m-xylenolin wässeriger sodahaltiger Lösung ergibt auf Chlorsilberemulsion kräftige zitronen- 

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   gelb ? Bilder, während Bromsilber sogar   in alkalischer Lösung nur   \vesentlich langsamer   zu sehr viel schwächeren Farbstoffbildern entwickelt wird.   Häufig     wird das Enhvicklungsver-   mögen durch die Anwesenheit   einer Kupplungskamponente erhöht oder gar   erst geweckt : p-Aminophenol und Dichlor-p-aminophenol entwickeln das   laterite Bild   auf Bromsilbergelatine nicht, wohl aber im Gemisch mit m-Toluylendiamin, das für sich allein natürlich kein Entwickler   ist ;

   bei Verwendung ihrer Salze   in Gegenwart von Bicarbonat entstent ein wenig wasserbeständiges blaues Farbstoffbild. Auch p-Aminodimethylanilin plus Bicarbonat entwickelt   Bromsilber   nicht; bei Abwesenheit von 3-Nitrophenilmethylpyrazolon jedoch wird 
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 Lösung kuppelt mit   p-Amidodin% cthylanilin zu   einem dunkelgrünen Farbstoff ; die Bilder sind   aber nur auf Chlorsilberemulsion intensiv, während Bromsilber unter den gleichen Bedingunggen nur gänzlich kraftlose Farbstoffbildes ergibt. Auch der Zusatz von NaCl oder KBr   hat einen Einfluss auf die Spezifität.

   Wenn man nicht unbedingt auf mit Alkali anzusetzende 
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 natrium u. dgl.)   löslich   sind, hat man es in der Hand, durch Auswahl und Menge des Alkalis die im vorstehenden erwähnten einheitlichen und kuppelnden Farbentwickler spezifisch für Chlorsilber zu gestalten. Wie die gebrachten Beispiele zeigen, können zu diesem Behufe die Arbeitsbedingungen in der mannigfaltigsten Weise   abgeändert werden, so dass   es müssig erscheint, allgemeine Regeln aufzustellen.. Es ist vielmehr in jedem einzelnen Falle durch das Experiment zu entscheiden, mit welchem schwachen Alkali, mit welcher   Komponente,   bei welcher Konzentration   und   Entwicklungsdauer die höchste   Spezintät für Chlorsitber   zu erreichen ist. 
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   Für die   Entwicklung in indifferenter Atmosphäre   sind auch solche Aminooxyclerivate. insbesondere der Naphthalinreihe, geeignet, welche sonst wegen Farbschleierbildung weder für   gewöhnliche   noch für farbige Entwicklung in   Betracht kommen.   



   Da die dimeren Chinonimidfarbstoffe nach Auwers nicht nur gegen Säuren, sondern auch gegen Reduktionsmittel sehr widerstandsfähig sind, können sie für die Erzeugung des gelben und evtl. auch purpurnen unteren Teilbildes dienen, während das mittelere durch unmittelbare   Entwicklung mit einem   energisch wirkenden Leukoküpenfarbstoff erzeugt wird. Bei beiderseits beschichteten Filmen können unabhängig voneinander zwei Leukoküpenfarbstoffe zur 
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   Abschliessend sei über den durch die Erfindung erzielten Fortschritt noch folgendes gesagt :   Dif- Erfindung ermöglicht   die Vermeidung des ausserordentlich schwer zu meisternden geregelten   Eindringens von Bleichflüssigkeiten   oder sonstigen   Reagenslösungen   nach dem alten Kodachromverfahren von Mannes und Godowsky,

   obwohl das erfindungsg-emässe Verfahren auch mit diesem Verfahren   kombiniert     w'den kann.   Dies lässt sich nun mit besonderem 

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 Ferrocyansilber der mittleren Schicht wird nun in bekannter Weise durch eine Lösung von   Nickelchloricl   in Nickelferrocyanid und dieses durch eine Lösung von Dimethylglyoxim weiterhin in   rotes Nickeldimethylglyoxirr umgewandelt. Schliesslich   entsilbert man mit dem Farmerschen Abschwächer. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Photographisches Element für   Farbenphotographie,   insbesondere Film, mit drei unterschiedlich farbsensibilisierten halogensilberemulsionen, von denen sich entweder alle auf einer 
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Claims (1)

  1. in zwei Schichten @@rhanden sind, einer einfachen Schicht und einer in an sich bekannter Weise entweder zonenweise für verschiedene Farben sensibilisierten oder aus einem Gemisch unterschiedlich sensibilisierter Fmulsio@@skörnchen bestehenden Doppelschicht.
    3. Element nach Anspruch i, dac1U1 gekennzeichnet, dass die obere und untere Schicht aus Silberchieridemulsion und die Mi@@lschicht aus Silberbromidemulsion besteht. EMI14.2 dessen Mittelschicht aus Silberchloridemulsion und dessen andere Schichten aus Silberbromidemulsion bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass nach allgemeiner Entwicklung das restliche Silberbromid der Aussenschichten mit ausgewähltem Licht belichtet und mit einem schwachen Farbentwickler (z. B. einem sodahaltigen Entwickler, der unbelichtetes Silberchlorid nicht angreift) farbig entwickelt wird, worauf das restliche Silberchlorid der Mittelschicht ohne Belichtung dmch längere Benhand@ing mit einem stark wirkenden Entwickler (z.
    B. einem Entwickler, der Ammoniak oder Alkali oder Alkohol oder Ace : rm enthält) farbig entwickelt wird. EMI14.3 EMI14.4 emulsion bestehen, daduich gekennzeichnet. dass alle latenten Bilder zu Silber entwickelt. sodann das restliche Silberbromid in der unteren Schicht mit ausgewähltem Licht belichtet und farbig entwickelt wir < I. worauf das restliche Halogensilber in den beiden anderen Schich- EMI14.5 nussende Entwickler, das restliche Silberchlorid und schliesslich das verbliebene restliche Silberbromid farbig entwickelt wird.
    erfahren zur farbigen Entwicklung eines photographischen Elementes nach Anspruch 1, dessen obere oder mittlere Schicht aus Silberchloridemulsion, die übrigen Schichten dagegen aus Silb @bromidemulsion bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass das latente Bild in der Silberchloridschicht zuerst auswählend, z. B. mit einem nur auf das Sitberchlorid wirkenden EMI14.6
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