DE976525C - Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material - Google Patents
Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem MaterialInfo
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- DE976525C DE976525C DEB18793A DEB0018793A DE976525C DE 976525 C DE976525 C DE 976525C DE B18793 A DEB18793 A DE B18793A DE B0018793 A DEB0018793 A DE B0018793A DE 976525 C DE976525 C DE 976525C
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- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C13/00—Dental prostheses; Making same
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Description
- Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material Die Erfindung betrifft eine aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material. Die Zahnprothesen dieser Art haben die Übelstände, daß die durchweg aus Metall bestehenden eingebetteten Netze gegenüber dem Kunststoff der Zahnprothese materialfremd sind, so daß keine innige Verbindung zwischen beiden zustande kommt und diese Armierung bei totalen Prothesen nur bis zum Kieferdamm geführt werden kann, so daß die Zahnfleischpartie nach wie vor der Bruchgefahr ausgesetzt ist. Aus technischen und kosmetischen Gründen ist die Einlagerung bis in die Zahnfleischpartie auch gar nicht möglich. Selbst die besten Retentionen der Metallarmierung bringen bestenfalls eine mechanische Verbindung zustande, nach allgemeiner fachlicher Ansicht bleibt die Metalleinlage aber immer ein Fremdkörper im fertigen Werkstück, die den Kunststoff schwächt, so daß bisher keine vollbefriedigenden Resultate erzielt werden konnten.
- Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß die Metallnetze nicht frei von der Hand geformt werden können, sondern mit einer Stanze vorgeprägt werden müssen, wenn der Sitz ein ordentlicher sein soll. Dieses Verfahren ist außerdem zeitraubend. Hinzu kommt weiter der Nachteil des unschönen kosmetischen, unästhetischen Aussehens der zumeist aus Stahl bestehenden Einlage, wodurch ein grauer Farbton in rosafarbenem Kunstharz entsteht. Diesem tibelstand versuchte man durch vergoldete Stahinetzeinlagen abzuhelfen, aber sie verteuern ebenfalls unnötig die Werkstücke, und außerdem nutzt sich die Vergoldung an den frei liegenden Stellen der Netze bei skelettierten Prothesen sehr schnell ab, wonach eine graubramie bis schwärzliche Verfärbung die fertige Arbeit im Aussehen erheblich beeinträchtigt. In mechanischer Hinsicht macht sich das Durchschleifen und Durchpolieren einzelner Metalldrähte störend und die Weichteile des Mundes verletzend bemerkbar.
- Bei einem Bruch der Kunstharzplatte mit Metalleinlage wirkt diese insofern störend, als die Fragmente nicht wieder haarfein aneinander herangebracht werden können, weil sie federnd in nicht gewollte Richtungen auseinandertreiben, so daß eine Reparatur nur sehr schwer möglich ist.
- Weiterhin ist es bereits vorgeschlagen, Glasseide für diesen Zweck zu verwenden, dal>ei treten jedoch die Nachteile auf, daß diese Glasseide bei einem eintretenden Bruch mit abbricht, so daß sie ihren Zweck als Armierung nicht erfüllt.
- Diese Übelstände sind durch die Erfindung beseitigt; sie besteht darin, daß das in die Kunststoffmasse eingebettete Netz aus einem Material auf Basis Polyamid oder Polyurethan besteht. Diese Materialien, die bereits seit längerer Zeit bekannt sind, zeichnen sich durch einen hohen Grad von Festigkeit aus, so daß sie eine erhebliche Verstärkung der Prothese bewirken, zumal sie mit dem Prothesenmatenal eine innige Verbindung eingehen.
- Sollte dabei eine Prothese zu Bruch gehen, was sich nie vermeiden läßt, so bringt die neue Verstärkungseinlage den Vorteil, daß nunmehr die Bruchstücke zusammengehalten werden, denn die Einlage kann nicht brechen, so daß ein weiterer Gebrauch des zerbrochenen Werkstückes für begrenzte Zeit möglich ist, bis eine Reparatur durchgeführt werden kann. Die Reparatur ist dabei denkbar einfach, da nur die elastischen, frei liegenden Fasern an der Bruchstelle durchgetrennt zu werden brauchen, um die Bruchstücke zu fixieren und anschließend mittels Kunstharz ordnungsmäßig reparieren zu können, wobei als Verstärkung innerhalb der anzubringenden Schwalbenschwänze und Retentionen erneut Verstärkungen nach der Erfindung in Form von flachen Bändern, Folien oder einzelnen Fasern eingelegt werden können, wodurch die so präparierte Platte ihre Haltefestigkeit nahezu wiedergewinnt. Weiterhin bringt die Erfindung noch folgende Vorteile: Bei der Farblosigkeit der Verstärkungseinlage wirkt ein Heraustreten von Teilen der Einlage nicht störend und verändert das Aussehen der Platte in keiner Weise.
- Durch die große Elastizität der Verstärkungseinlage wird die Sprödigkeit der Basisplatte aus Kunstharz in sehr hohem Maße herabgesetzt.
- Die neuen Prothesen lassen sich wesentlich leichter verarbeiten, und zwar sind Pressen und Prägestanzen nicht erforderlich, wie es bei Metallnetzen der Fall ist, und weiterhin wird eine Zeitersparnis erzielt.
- In der Mundhöhle können keine elektrolytischen, gesundheitsschädlichen Ströme auftreten, wie es bei einer Metalleinlage in Verbindung mit dem Speichel der Fall ist.
- Infolge ihrer Unsichtbarkeit kann die neue Netzeinlage auch über den Kieferkamm bis in die Zahnfleischpartien hineingearbeitet werden, wodurch auch hier eine gute Stabilisierung erreicht wird, so daß sich die neuen Prothesen durch eine lange Lebensdauer auszeichnen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben.
- In die aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Basisplatte a der Prothese ist nach der Erfindung ein Gewebe b aus einem Material auf Basis Polyamid oder Polyurethan eingebettet. Da die Einbettung in weichem Zustand der Basisplatte erfolgt und beide Substanzen etwa den gleichen Ausdehnungskoeffizienten haben, ist eine innige Verbindung zwischen beiden gewährleistet, so daß die neue Platte gewissermaßen eine Einheit bildet und damit die neue Prothese sich durch eine hohe Festigkeit und lange Lebensdauer auszeichnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Aus polymisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Netz auf der Basis Polyamid oder Polyurethane besteht.In Betracht gezogene Druckscllriften: Deutsche Patentschriften Nr. 710 832, 820330, S22 s72; schweizerische Patentschrift Nr. 177404.In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 872 979, 877 815, 928 732.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEB18793A DE976525C (de) | 1952-01-26 | 1952-01-26 | Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEB18793A DE976525C (de) | 1952-01-26 | 1952-01-26 | Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE976525C true DE976525C (de) | 1963-10-24 |
Family
ID=6959862
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEB18793A Expired DE976525C (de) | 1952-01-26 | 1952-01-26 | Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE976525C (de) |
Citations (7)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
CH177404A (de) * | 1934-07-30 | 1935-05-31 | Zwahl Alois | Fussstütze und Verfahren zu ihrer Herstellung. |
DE710832C (de) * | 1939-02-04 | 1941-09-22 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Kuenstliche Gebisse |
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DE928732C (de) * | 1950-07-23 | 1955-06-10 | Hans Dr Heinroth | Verstaerkungseinlage fuer nahtlos getauchte Gegenstaende aus Kautschuk oder organischen Kunststoffen |
-
1952
- 1952-01-26 DE DEB18793A patent/DE976525C/de not_active Expired
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