DE877815C - Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie kuenstlichen Zaehnen, Kronen, Bruecken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie kuenstlichen Zaehnen, Kronen, Bruecken, Platten od. dgl., aus KunstharzenInfo
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- DE877815C DE877815C DED2861D DED0002861D DE877815C DE 877815 C DE877815 C DE 877815C DE D2861 D DED2861 D DE D2861D DE D0002861 D DED0002861 D DE D0002861D DE 877815 C DE877815 C DE 877815C
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- A61C13/0003—Making bridge-work, inlays, implants or the like
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- A61K6/00—Preparations for dentistry
- A61K6/80—Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
- A61K6/884—Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising natural or synthetic resins
- A61K6/887—Compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie künstlichen Zähnen, Kronen, Brücken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen Die Erfindung betrifft ein. Verfahren zum Herstellen vonZahnersatzteilen. wie künstlichen Zähnen, Kronen, Drücken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen, insbesondere Polymerisaten der Vi-nvl- oder Acrylsäure mit anorganischem und/oder organischem Verstärkungsmaterial, und besteht darin, daß das -einzulagernde. nicht quellbare Material faserige Struktur. vorzugsweise in einer Stärke von i bis 3 lr und einer Länge von i bis 3 mm, und denselben oder einen ähnlichen Brechungsindex wie die verwendete hunstharzmasse besitzt.
- Es ist bekannt, zu Phenolaldehy=d'harzen Glas- i wolle zuzusetzen.. Dabei erhält man ein trübes, für Zahnersatzteile unbrauchbares Material. Bei diesem Produkt hat man die Färbung durch die ursprüngliche Trübun- nicht in der Hand, und außerdem läßt es sich für Prothesen oder Zahnersatzteile allgemein nicht verwenden, weil das für die Zahntechnik verwendeteProdukt unterDruck verarbeitet werden muß. Infolge des Fehlens der Thermoplastizität ist es ungeeignet, da Reparaturen nicht oder nur schwer vorzunehmen sind.
- Es ist weiterhin an sich bekannt, Polymerisate der Vinyl- oder Acrylsäure zur Herstellung von Zahnersatzteilen. zu verwenden. Es ist auch bekannt, derartigen Produkten Kaolin, Eisenoxyd, Schiefer, Ouarzmehl od. dgl. zuzusetzen. Hierbei wird jedoch die Brinellhärte der fertigenTeile praktisch überhaupt nicht oder nur in geringfügig:°_m :%Iaß"e erhöht,, die Schlag- und Biegefestigkeit dagegen sehr wesentlich bis auf ,etwa i/. der Werte der reinen Kunstharzmassen gesenkt. Gerade die Sdlrla und Biegefestigkeit aber ist eine sehr wichtige Eigenschaft vorn Zahnersatzteilen, wie künstlichen Zähnen, besonders beim Scher- oder Fehlbiß-.
- Es wurde nun gefunden, daß- man bei dem Verfahren nach der Erfindung zum Herstellen von Zahnersatzteilen, wie künstlichen Zähnen, Kronen, Brücken, Platten od. dgl., bei dem man Kunstharze, insbesondere Polymerisate, Misdhpolymerisate oder Polymerisationsgemisdhe, vorzugsweise der Acryl-bzw. Methacrylsäure, nimmt und Glas- oder Quarzglasfadenmaterial von möglichst geringer Stärke, etwa i bis 3 ,u und einer Länge von i bis 3 mm oder länger, einarbeitet, solange es sich ohne Klumpen und Filzbildung in die Mischung, entweder in dias polymere Pulver oder in die monomere Flüssigkeit, -einbringen läßt, ein in seiner Transparenz nicht geschädigtes Fertigprodukt erhält, das sich. für Zahnersatzteile infolge seiner ausgezeichneten Schlag-, Bruch- und Biegefestigkeit besonders gut eignet, und zwar entgegen den bisherigen Erfahrungen, die man beim Zusatz, beispielsweise von Baumwollfasermaterial, Zellwolle, Asbest od. dgl., gemacht hat.
- Es kann an Stelle des Glas- oder des anorganischen Fadenmaterials, beispielsweise auch Schlackenwolle, anderes dÜrchsichtiges Fasermaterial anorganischer und/oder organischer Herkunft, z. B. Polykondensationsprodukte der Polymethylendiamine mit Dicarbonsäuren u. dgl., verwendet werden. Erfindungsgemäß ist dabei zu beachten, d'aß der Brechungsindex -des zugesetzten Fasermaterials, gleich, zum mindesten ähnlich, dem Brechungsindex des fertigen Polymerisats bzw. der Mischung ist. Der Zusatz kann in weiten Grenzen variiert werden.
- Die erfindungsgemäßhergestelltenProdivktelassen sich in. beliebiger Weise färben durch Zusatz geeigneter Pigmente, wobei auch naturgetreue Farbübergänge erreicht werden können, dadurch, daß verschieden gefärbte Schichten aufeinandergebracht werden und auf geeignete Weise miteinander verschmolzen1 werden. Erfindungsgemäß können auch besonders gute und naturgetreue Farbwirkungen dadurch hervorgerufen werden, d'aß dem Produkt in der Masse gefärbtes, klar durchsichtiges und/oder getrübtes- Fasermaterial in der entsprechenden Menge zugesetzt wird.
- Um den aus diesem erfindungsgemäßen Material hergestellten Zähnen, oder Brücken auf ihrer Kaufläche noch eine erhöhte Abriebfestigkeit zu geben, kann. man neben dem Fasermaterial auch anorganisches kugeliges Glas- oder Qu@arzpul'vermaterial in flohen Prozentsätzen bis q.o und 5o% und mehr zusetzen, wobei auch,die letzte Gefahr einer bei Zusatz von Fasermaterial möglichen Schleifwirkung mit Sicherheit ausgeschlossen wird. Nicht allein wegen dieser größeren Sicherheit gegenüber dem Zusatz von Fasermaterial, das allerdings außerdem die Schlagbiegefestigkeit steigern würde, während sie bei kugeligem Zusatzmaterial eher geschwächt wird, soll letzteres in der Zahnoberfläche verwandt werden, sondern auch wegen -der besseren Schleimhautverträglich#keit derartiger Kunstzähne. -Es ist zwar schon bekannt, zur Herstellung von Zahnersatzteilen der Kunstharzmasse geschlämmtes Glas oder zuzumischen. Wie die Patentinhaberin aber gefunden hat, wird die Brinellhärte durch Zusatz von geschlämmtem Quarzmehl oder Quarzpulver zu Kunstharzen praktisch überhaupt nicht erhöht. Hingegen wird bei der Verwendung beispielsweise von Glas- oder Quarzkugeln einer Dimension von i bis ioo le, vorteilhaft io ,u, die Brinellhärte um fast das doppelte gegenüber dem Ausgangsmaterial gesteigert.
- Das kugelige Glasmaterial ist vorteilhaft so in die Oberfläche gelagert, daß der Rand' jedes einzelnen Kügelchens mit der Kunstharzoberfläche abschließt. Bei Beanspruchung eines so hergestellten Zahnes wird die Kunstharzoberfläche infolge ihrer dem Glas gegenüber geringen Abriebfestigkeit nur so weit abgenutzt, daß der Druck des Antagonisten auf die Unterlage, beispielsweise auf einen so. hergestellten Kunstzahn, erfindungsgemäß nicht nur auf das Kunstharz, sondern stets auf eine Gruppe von Kugelkalotten verschiedener Glaskugeln ausgeübt wird, so daß sich die Druckkräfte auf eine größere Fl'a'che als die getroffene verteilen. Erfindungsgemäß wird erreicht, daß die Kauoberfläche des Zahnes die dem Glas selbst zukommende Abriebfestigkeit erhält, ohne dabei eine Schleifwirkung in. Kauf nehmen zu müssen, wie sie durch körniges Material oder bei Verwendung von. ge- wöhnlichem Glasmehl, wie es bisher der Fall war, hervorgerufen. wird', wie z. B. bei Schleifinstrumenten.
- Erfindungsgemäß wird der Zahn vorteilhaft so hergestellt, daß sich nur in der obersten Schicht, die etwa der Dicke des Schmelzes eines natürlichen Zahmes entspricht, das kugelige Material befindet, während der übrige Teil mit dem faserigen Material vermischt wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellern von Zahnersatzteilen, wie künstlichen. Zähnen, Kronen, Brücken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen, insbesondere Polymerisaten der Virnyl- oder Acrylsäure mit anorganischem und/odtr organischem Verstärkungsmaterial, dadurch gekennzeichnet, daß das einzulagernde, nicht quellbare Material faserige Struktur, vorzugsweise in einer Stärke von i bis 3,u und einer Länge von, i bis 3 mm, und denselben oder einem ähnlichen Brechungsindex wie die verwendete Kunstharzmasse besitzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Kauflächenschieht eingelagerte Material abgerundete Formen besitzt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch: gekennzeichnet, daß der Masse beliebig gefärbtes, klar durchsichtiges und'/oder getrübtes Fasermaterial zugesetzt ist.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DED2861D DE877815C (de) | 1939-11-14 | 1939-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie kuenstlichen Zaehnen, Kronen, Bruecken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen |
Applications Claiming Priority (3)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE219514X | 1939-11-14 | ||
DED2861D DE877815C (de) | 1939-11-14 | 1939-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie kuenstlichen Zaehnen, Kronen, Bruecken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen |
DE271239X | 1939-12-27 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE877815C true DE877815C (de) | 1953-05-26 |
Family
ID=27184008
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DED2861D Expired DE877815C (de) | 1939-11-14 | 1939-11-15 | Verfahren zur Herstellung von Zahnersatzteilen, wie kuenstlichen Zaehnen, Kronen, Bruecken, Platten od. dgl., aus Kunstharzen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE877815C (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE964171C (de) * | 1954-12-12 | 1957-05-16 | Dr Adolf Knappwost | Zahnfuellmaterial oder zahnaerztliches Prothesenmaterial mit faser- oder plattenfoermigem anorganischem oder organischem Einlagerungsmaterial |
DE1073146B (de) * | 1960-01-14 | |||
DE976525C (de) * | 1952-01-26 | 1963-10-24 | Irmgard Brandau | Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material |
DE2711014A1 (de) * | 1976-03-16 | 1977-09-29 | Lars Edgar Martin Ehrnford | Versteifungs- und verstaerkungselement und/oder haftelement |
-
1939
- 1939-11-15 DE DED2861D patent/DE877815C/de not_active Expired
Cited By (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1073146B (de) * | 1960-01-14 | |||
DE976525C (de) * | 1952-01-26 | 1963-10-24 | Irmgard Brandau | Aus polymerisierbarem Kunststoff bestehende Zahnprothese mit bei der Herstellung ganz in die weiche Masse eingebettetem Netz aus festem Material |
DE964171C (de) * | 1954-12-12 | 1957-05-16 | Dr Adolf Knappwost | Zahnfuellmaterial oder zahnaerztliches Prothesenmaterial mit faser- oder plattenfoermigem anorganischem oder organischem Einlagerungsmaterial |
DE2711014A1 (de) * | 1976-03-16 | 1977-09-29 | Lars Edgar Martin Ehrnford | Versteifungs- und verstaerkungselement und/oder haftelement |
FR2344280A1 (fr) * | 1976-03-16 | 1977-10-14 | Ehrnford Lars | Element de consolidation et de renforcement et/ou de fixation pour applications dentaires |
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