DE976123C - Verfahren zur Herstellung von Gewindegaengen an zylindrischen ferromagnetischen Kernen oder zylindrischen Bohrungen ferromagnetischer Kerne - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gewindegaengen an zylindrischen ferromagnetischen Kernen oder zylindrischen Bohrungen ferromagnetischer KerneInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Gewindegängen an zylindrischen ferromagnetischen Kernen oder zylindrischen Bohrungen ferromagnetischer Kerne Der Abgleich von Spulen erfolgt in vielen Fällen durchEinschrauben eines ferromagnetischenKernes in die Spule. Die Spule selbst kann noch zusätzlich einen festen ferromagnetischen Kern, z. B. einen Schalen-, Topf- oder Haspelkern usw., aufweisen, in den ein Abgleichkern eingeführt werden kann. Für solche Abgleichkerne besteht oft die Forderung nach hoher Permeabilität, um einen großen Abgleichbereich zu erzielen. Bei Kernen mit hoher Permeabilität bestehen jedoch technische Schwierigkeiten, den Kern mit einem Gewinde aus dem gleichen Werkstoff herzustellen. Die Preßform für derartige Kerne sind kompliziert und großen Abnutzungen ausgesetzt. Besonders große Schwierigkeiten treten auf bei der Herstellung von Preßkernen, zu deren Herstellung sehr hohe Preßdrücke erforderlich sind. Dagegen sind Preßformen für einfache zylindrischeFormen wesentlich unempfindlicher als die mit Gewindeeinsatz und erlauben deshalb wesentlich höhere Preßdrücke, die zu höheren Permeabilitäten führen.
- Es ist bekannt, auf zylindrische ferromagnetische Massekerne eine elastische Hülse aus Massekernpulver, deren Außenmantel Gewindeform aufweist, aufzubringen oder die Kerne mit nachgiebigen Streifen, in die Gewindegänge eingeprägt werden, zu versehen. Die Stabilität des Gewindes bei diesen Anordnungen läßt sehr zu wünschen übrig. Auch ist es bekannt, in der Bohrung des Mittelbutzens eines Schalenkerns eine Buchse aus Isoliermaterial, in die ein Innengewinde für die Führung des Gewindekernes eingeschnitten ist, anzubringen. Diese Buchse ist völlig starr, und das Gewinde gibt nicht elastisch nach.
- Erfindungsgemäß werden vorgefertigte Gewindetüllen für zylindrische ferromagnetische Kerne oder für zylindrische Bohrungen ferromagnetischer Kerne, insbesondere für solche Kerne, die aus mechanisch hartem Werkstoff, wie Ferrit, bestehen und/oder kleine Gewindedurchmesser aufweisen, nach folgendem Verfahren hergestellt: Aus einem Band, z. B. einer Papier- oder Kunststoffolie, wird ein Rohr gewickelt, und dieses Rohr wird durch Eindrücken, Einwalzen od. dgl. von Gewinderillen wellblechartig verformt. Von einem derart gewickelten und mit Gewinde versehenen Rohr werden die einzelnen Gewindetüllen nötigenfalls in den gewünschten Längen abgeschnitten. Solche Gewindetüllen sind besonders geeignet für Kerne mit sehr kleinen Abmessungen der Bohrung, wie z. B. für sehr kleine Ferritabgleichkerne, bei denen der Durchmesser der Bohrung nur etwa i bis 2 mm beträgt, denn die Gewindetülle kann sehr dünnwandig ausgebildet werden, wodurch ein großer Querschnittsverlust vermieden wird. Eine geringe Gewindetiefe ist aus dem gleichen Grunde zweckmäßig. Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung vorgefertigten Gewindetüllen weisen große Festigkeit bei hoher Elastizität auf, so daß eine gute Halterung der Kerne ohne Spiel gewährleistet ist. Stellt man aus einem Band aus Papier oder steifer Kunststoffolie mit einer Dicke von o, i mm und weniger ein langes Rohr z. B. mit einer Schneckenpresse durch Einrollen her und drückt in dieses Rohr gleichzeitig das Gewinde nach Art des Wellbleches ein, so entsteht ein Gewinderohr, welches in radialer Richtung sehr stabil ist.
- Eine Verbesserung der magnetischen Eigenschaften der Gewindetüllen kann erreicht werden, indem man die zu ihrer Herstellung verwendete Folie z. B. nach Art des Magnetophonbandes mit ferromagnetischen Werkstoffen, z. B. Karbonyleisen, Ferritpulver usw., versetzt.
- Die auf die gewünschte Länge abgeschnittenen Tüllen werden auf der Seite, die am Kern haften soll (bei Bolzen innen, bei Bohrungen außen), mit einem Klebemittel bestrichen und auf den Bolzen auf- bzw. in die Bohrung eingeschoben. Das Klebemittel füllt die Vertiefungen der nicht benutzten Gewindeseite aus und ergibt nach Festwerden eine gute Steifigkeit in axialer Richtung. Die Eigenschaften des Klebemittels können bedeutend verbessert werden, indem man dem Klebemittel ferromagnetische Stoffe, z. B. Karbonyleisen, Ferritpulver usw., zusetzt. Dadurch wird einerseits die wirksame Permeabilität erhöht, andererseits kann eine festere, härtere Klebezone erzielt werden. Ferner wird die Schwindung des Klebstoffes verhindert oder doch wesentlich herabgesetzt. Das die Vertiefungen im Gewinde ausfüllende Klebemittel gibt nach dem Festwerden der auf den Kern aufgeschobenen Tülle eine Festigkeit, die allen Ansprüchen einer normal vorkommenden Belastung gerecht wird.
- Abb. i zeigt den Querschnitt durch einen Bolzen mit einer gemäß der Erfindung hergestellten Gewindetülle. Dabei ist i der magnetische Kern, 2 die Gewindetülle und 3 das Klebemittel. Abb.2 zeigt den Querschnitt durch einen Kern mit Bohrung und einer in dieser eingebrachten Gewindetülle. Die Bezeichnungen sind dieselben wie in Abb. i.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Gewindegängen an zylindrischen ferromagnetischen Kernen oder in zylindrischen Bohrungen ferromagnetischer Kerne, insbesondere für Kerne aus mechanisch hartem Werkstoff, wie Ferrit, durch Befestigen von vorgefertigten Gewindetüllen aus elastischem Material an den Kernen bzw. in den Kernbohrungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindetüllen durch Eindrükken, Einwalzen od. dgl. von Gewinderillen in ein aus einem Band gewickeltes Rohr nach Art eines Wellbleches vorgefertigt und durch an sich bekanntes Aufkleben an den Kernen bzw. in den Kernbohrungen befestigt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem gewickelten und mit Gewinde versehenen Rohr die einzelnen Gewindetüllen abgeschnitten werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindetüllen aus einer Folie hergestellt werden, die z. B. nach Art des Magnetophonbandes mit magnetischen Werkstoffen versetzt ist.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindetüllen auf der Seite, die am Kern haften soll, mit einem Klebemittel derart bestrichen werden, daß auch die Vertiefungen des Gewindes ausgefüllt werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Klebemittel ferromagnetische Werkstoffe, z. B. Karbonyleisen, Ferritpulver usw., beigemengt werden.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung der Schwindung des Klebemittels beim Trocknen dem Klebemittel feste Stoffe beigemengt werden.
- 7. Aus mechanisch hartem Werkstoff, wie Ferrit, bestehende Kernanordnung, die in an sich bekannter Weise eine mit Gewinde versehene Bohrung und einen in dieser Bohrung verschraubbaren Abgleichkern aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Bohrung wie auch der Abgleichkern mit nach einem oder mehreren der Ansprüche i bis 6 hergestellten Gewindetüllen versehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 687 054; deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1322 561, 140o 654; deutsche Patentanmeldung St 56804 VIIIa/21a4 (bekanntgemacht am 5. 3. 1942); britische Patentschriften Nr.484855, 57821S, 62115o; USA.-Patentschriften Nr. 2 318 415,2 462 822.
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1951
- 1951-07-05 DE DES23808A patent/DE976123C/de not_active Expired
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