DE971572C - Elektrischer Ausloeser - Google Patents
Elektrischer AusloeserInfo
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Classifications
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/24—Electromagnetic mechanisms
- H01H71/2472—Electromagnetic mechanisms with rotatable armatures
-
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Description
und
. Fritz Kesselring, Zürich (Schweiz),
. Marcel Zühlke, Berlin-Siemensstadt
. Marcel Zühlke, Berlin-Siemensstadt
sind als Erfinder genannt worden
Elektrischer Auslöser
(Ges. v. 15. 7.1951)
Zur Steuerung von elektrischen Vorgängen zur Auslösung von Wechselstromschalteinrichtungen,
die mit Synchronschaltung arbeiten, ist es bekannt, ein Magnetsystem mit zwei Ankern zu verwenden,
von denen der erste die Auslösung vorbereitet und der zweite die Auslösung durchführt. Der zweite
Anker (S teuer anker) steht unter der Wirkung einer Zugfeder und ist verriegelt. Erst wenn der erste
Anker bei einem gewissen Überstrom anzieht, gibt er nach einer bestimmten Zeit die Verriegelung
frei. Der zweite Anker fällt dann ab, wenn bei abnehmendem magnetischem Fluß der Zeitpunkt erreicht
ist, zu dem die auf den zweiten Anker einwirkende magnetische Kraft die Kraft der Feder
unterschreitet. Das Magnetsystem ist mindestens in dem hauptsächlichen Arbeitsbereich ungesättigt.
Derartige Synchronauslöser weisen noch folgenden Mangel auf:
Je nach der Entfernung, in der ein Kurzschluß vom Schalter auftritt, besitzt der Kurzschlußstrom
verschiedene Größe. Damit ist auch die Steilheit unterschiedlich, mit der er gegen Null geht. Der
dem Strom proportionale magnetische Fluß geht ebenfalls mit verschiedener Steilheit gegen Null,
so daß der bekannte Synchronauslöser bei größeren Überströmen das Ausschaltkommando zu spät gibt.
Um diesen Mangel zu beseitigen, wird gemäß der Erfindung der magnetische Widerstand in Abhängigkeit
von der Stromstärke des Überstromes so verändert, daß das Abfallen des Steuerankers
unabhängig von der Höhe des Überstromes stets zu einem festgesetzten Zeitpunkt vor dem Strom-
nulldurchgang erfolgt. Während bei dem bekannten Auslöser der magnetische Widerstand konstant
bleibt, wird bei dem Auslöser nach der Erfindung der magnetische Widerstand in Abhängigkeit von
der Stromstärke in bestimmter Weise geändert.
Es ist bei Stromwandlern, die auf thermische Relais einwirken, bekannt, den Magnetkreis des
Wandlers von Hand einstellbar auszubilden. Damit soll eine Anpassung der Relais an die jeweils vorliegenden
Betriebsverhältnisse erfolgen. Zur synchronen Ausschaltung von Wechselstromschalteinrichtungen
unabhängig von der Stromstärke sind diese Anordnungen nicht geeignet.
Andere bekannte thermisch wirkende Relais, bei denen der Widerstand des Magnetkreises durch die
Erwärmung paramagnetischer Stoffe geändert wird, oder Auslöser mit thermischer Einwirkung
auf eine Ankerfeder, die bei Erreichen einer bestimmten Temperatur entriegelt wird, weisen eine
ao viel zu großeTrägheit auf, als daß sie bei Wechselstromschalteinrichtungen mit Synchronschaltung
verwendet werden könnten.
Es ist ferner bekannt, bei Uberstromauslöserii
ein mechanisches Zeitglied, z. B. einen Luftbremskolben, vorzusehen. Damit kann man zwar die
Charakteristik des Auslösers im Bereich langer Auslösezeiten ändern, nicht aber im Bereich kürzester
Auslösezeiten, auf die es bei der Erfindung gerade ankommt.
Man hat auch schon versucht, die Auslösezeit eines Überstromzeitauslösers dadurch zu vergrößern,
daß man die Kraft eines anziehenden Nebenankers der Kraft eines ebenfalls anziehenden
Hauptankers entgegenwirken ließ, wobei dieGegenwirkung durch dieHöhe derSättigung eines beiden
Ankern gemeinsamen Jochteiles bestimmt wurde. Diese Maßnahme ist aber nicht für die der Erfindung
zugrunde liegenden Auslöser anwendbar, die mit einem abfallenden Anker und außerhalb der
Sättigung des Magnetsystems arbeiten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Mit 1 ist das Joch eines
Magnetkörpers bezeichnet, der parallel zu einem festen Luftspalt 2 einen als Halteanker ausgebildeten
Steueranker 3 besitzt, der unter der Wirkung einer Feder 4 steht. Der Anker 3 soll bei Unterschreitung
bestimmter Feldstärken durch die Feder abgerissen werden und dadurch den Auslösevorgang
steuern. Mit 5 ist ein zweiter beweglicher Anker bezeichnet, an dem ein einstellbarer Luftspalt
6 in den Magnetkreis eingeführt ist. Dieser Anker arbeitet seinerseits mit einem verstellbaren
Anschlag 7 zusammen, mit dessen Hilfe die Einstellung des Luftspaltes erfolgt. Die Feder 4 wird
beim Einschalten gespannt. In der Verwendung als Überstromauslöser soll der Magnetkreis durch eine
Spule 8 erregt werden, die beispielsweise unmittelbar von dem zu überwachenden Strom — oder
einem Teil desselben — durchflossen wird. In diesem Falle kann der Anker 5 unter der Wirkung
einer Feder 9 zunächst offengehalten sein, bis die Anzugskraft infolge der Erregung der Spule, beispielsweise
beim Auftreten eines Überstromes, überwiegt und diesen so weit anzieht, als dies
durch die jeweilige Stellung des Anschlages 7 zugelassen wird. Der Anschlag ist seinerseits in Abhängigkeit
von der Stromstärke verstellbar. Hierzu kann der Anschlag beispielsweise aus magnetischem
Material bestehen und durch eine Feder 10 außerhalb des Bereiches des Ankers 5 gehalten werden,
deren Kraft so bemessen ist, daß erst bei höheren als die für die Bewegung des Ankers 5 selbst erforderlichen
Stromstärken bzw. Flußdichten eine Bewegung dieses Anschlages hervorgerufen wird.
Wenn dann der Strom unterhalb dieses Grenzwertes liegt, wird der Anker 5 angezogen, ohne daß
er durch den Anschlag 7 in seiner Bewegung behindert wird. Wenn die genannte Grenze überschritten
ist, wird jedoch der Anschlag 7 infolge seiner im Vergleich zu dem Anker 5 erheblich ge~
ringeren Masse viel schneller gezogen als der Anker 5, so daß er die Bewegung des Ankers 5 begrenzt.
Hierbei kann durch Abstimmung der auf Anschlag und Anker wirkenden Feder sowie durch
Verwendung von Verzögerungseinrichtungen ein derartiges Arbeiten, und zwar unter Umständen
auch für mehrstufige Anschläge, sichergestellt werden. Der Anschlag kann aber auch auf andere
Weise verstellt werden, beispielsweise mit Hilfe eines vom Hauptstrom erregten Induktionsmotors,
der etwa eine Kurvenscheibe bewegt. In vielen Fällen kann es ausreichen, den Anschlag, wie gezeichnet,
mit zwei, unter Umständen auch nur mit einer Stufe auszubilden, wobei für bestimmte
Strombereiche — z. B. für den Bereich unter- und oberhalb des fünffachen Normalstromes — je eine
Stufe wirksam gemacht wird, wodurch sich meist eine für den Betrieb ausreichende Genauigkeit ergibt.
Die Beeinflussung des Anschlags wird hierbei mit Vorteil so ausgebildet, daß beim Stromanstieg
praktisch verzögerungslos eine dem Stromwerte entsprechende Einstellung erfolgt, daß aber dann
der Anschlag 7 — z. B. unter der Wirkung einer Dämpfungseinrichtung — auf eine Zeit von der
Größenordnung einer Halbwelle in dieser Stellung gehalten wird, so daß die Einstellung an dem abfallenden
Ast der Stromkurve bis zu dem Auslöseaugenblick, der ein bestimmtes Zeitintervall vor
dem Stromnulldurchgang liegen soll, aufrechterhalten bleibt. Unter Umständen kann es möglich
sein, den Anschlag 7 auch als schwingungsfähiges System auszubilden. Hierzu kann es zweckmäßig
sein, daß der Anschlag sich synchron mit dem Strom bewegt, wobei dann der Anschlag in dem
Moment festgehalten wird, in dem der Anker mit ihm in Berührung kommt, was beispielsweise durch
die gegenseitige Reibung erfolgen kann. Es wird dadurch der Luftspalt jeweils bei dem Ansprechen
einen Wert annehmen, der in einem bestimmten Verhältnis zu dem Momentanwert des Stromes
steht. Nach einer anderen Ausführungsform kann die Abstimmung des schwingungsfähigen Systems
etwa so gewählt werden, daß die Schwingungsbewegung in solcher Phasenlage der eigentlichen
Stromkurve nacheilt, daß der Anschlag die erforderliche
Stellung immer zu der Zeit einnimmt, in
der die Stromkurve den Teil ihres absteigenden Astes durchläuft, der für die Auslösung in Frage
kommt.
Die Möglichkeiten zur Anwendung und Ausführung des Erfindungsgedankens sind nicht auf die
hier angegebenen Beispiele beschränkt. So kann es beispielsweise zweckmäßig sein, den magnetischen
Widerstand des Stromkreises nicht bloß mit Hilfe eines beweglichen Ankers, sondern auch auf beliebige
andere Weise so zu beeinflussen, daß er mit zunehmendem Strom in bestimmter Weise anwächst.
Die Vorschläge der Erfindung können auch unabhängig von diesen einzeln, gemeinsam oder in
beliebigen Kombinationen mit Vorteil verwendet werden.
Claims (7)
1. Einrichtung zur Steuerung von elektrischen Vorgängen zur Auslösung vonWechsel-Stromschalteinrichtungen,
die mit Synchronschaltung arbeiten, bei der ein Magnetsystem mit zwei Ankern, und zwar einem bei Überstrom
vom Magnetjoch angezogenen beweglichen Anker und einem als Halteanker ausgebildeten
Steueranker, verwendet wird, der danach kurz vor einem Stromnulldurchgang abgerissen
wird, wobei das Magnetsystem wenigstens in dem hauptsächlichen Arbeitsbereich ungesättigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der magnetische Widerstand in Abhängigkeit von der Stärke eines Überstromes so verändert
wird, daß das Abfallen des Steuerankers (3) unabhängig von der Höhe des Überstromes
stets zu einem festgesetzten Zeitpunkt vor einem Stromnulldurchgang erfolgt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Veränderung des WiderStandes während des Ablaufs des gesteuerten Einzelvorganges gesperrt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Magnetsystem
ein gegebenenfalls zusätzlicher Luftspalt vorgesehen ist, dessen Größe mit Hilfe
eines stromabhängig beweglichen Elements verändert wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das stromabhängig
bewegliche Element den Endwert eines an sich betriebsmäßig veränderlichen Luftspaltes festlegt.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspalt mit
dem Arbeitsfluß des Magnetsystems in Reihe geschaltet ist und daß seine Größe gleichsinnig
mit dem Strom verändert wird.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung
derart erfolgt, daß der Luftspalt während des Ansprechens der Einrichtung proportional der
unmittelbar vorausgehenden größten Stromamplitude ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung des
Luftspaltes mit Hilfe eines verstellbaren Anschlages erfolgt, der die Bewegung eines beweglichen,
von dem Fluß im Magnetkreis angezogenen Ankers begrenzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 682 156, 650 624,
Deutsche Patentschriften Nr. 682 156, 650 624,
564231, 563000, 469878, 467140, 462 101,
447846, 43°577;
französische Patentschrift Nr. 848 579;
USA.-Patentschrift Nr. 1 703 353.
USA.-Patentschrift Nr. 1 703 353.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 732/29· 2.59
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DES4588D DE971572C (de) | 1940-07-08 | 1940-07-09 | Elektrischer Ausloeser |
Applications Claiming Priority (3)
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---|---|---|---|
DE80740X | 1940-07-08 | ||
DES4588D DE971572C (de) | 1940-07-08 | 1940-07-09 | Elektrischer Ausloeser |
DE190441X | 1941-04-19 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE971572C true DE971572C (de) | 1959-02-19 |
Family
ID=27180249
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES4588D Expired DE971572C (de) | 1940-07-08 | 1940-07-09 | Elektrischer Ausloeser |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE971572C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1940
- 1940-07-09 DE DES4588D patent/DE971572C/de not_active Expired
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