DE964152C - Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten oel- und gasdichten Durchfuehrung durch eine Metallwand - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten oel- und gasdichten Durchfuehrung durch eine MetallwandInfo
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- DE964152C DE964152C DEL19832A DEL0019832A DE964152C DE 964152 C DE964152 C DE 964152C DE L19832 A DEL19832 A DE L19832A DE L0019832 A DEL0019832 A DE L0019832A DE 964152 C DE964152 C DE 964152C
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- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/26—Lead-in insulators; Lead-through insulators
- H01B17/30—Sealing
- H01B17/303—Sealing of leads to lead-through insulators
- H01B17/306—Sealing of leads to lead-through insulators by embedding in material other than glass or ceramics
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Description
AUSGEGEBEN AM 16. MAI 1957
L 19832 VIIId/21 c
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten öl- und gasdichten
Durchführung durch eine Metallwand, bei dem der metallische Durchführungsbolzen mit einem
Gießharz, das ohne Abspaltung flüchtiger Bestandteile zu einem nicht wieder erweichenden Gießharzkörper
polymerisiert, ζ. B. Äthoxylinharz, umgössen wird.
In vielen Fällen besteht die Aufgabe, metallische Durchführungen, beispielsweise in Form von Bolzen
oder Rohren, gas- und wasserdicht in Behältern, Wänden od. dgl. anzuordnen. Bestehen die Gegenstände,
in denen die Durchführungen angeordnet werden sollen, aus einem Isolierstoff, beispielsweise
Keramik, Glas, Kunstharz od. dgl., so ist es bekannt, die Durchführungen unmittelbar in dem jeweiligen
Werkstoff einzubetten. Bei metallischen Gegenständen müssen die Durchführungen jedoch
isoliert angeordnet werden. Es sind bereits Ausführungen bekannt, bei denen die Durchführungen
in Glas-Metall- bzw. Quarz-Metall-Verbindungen angeordnet sind. Bei einer bekannten Anordnung
wird zur Isolierung der metallischen Durchführung vom metallischen Gegenstand eine keramische, glasierte
Durchführung verwendet. In das Keramikteil wird ein metallischer Bolzen eingeführt und
diese Einheit zwecks Verbindung einer Wärmebehandlung unterzogen. Das aus Metallbolzen und
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keramischer Durchführung bestehende Teil wird darauf in eine entsprechend ausgebildete öffnung
des metallenen Gegenstandes eingesetzt. Anschließend erfolgt nochmals eine Wärmebehandlung
bis zur Erweichung der Glasur, so daß eine Verbindung zwischen der keramischen Durchführung
und dem metallischen Gegenstand erfolgt. Die zur Herstellung derartiger Verbindungen verwendeten
Verfahren sind jedoch recht kompliziert und benötigen einen beträchtlichen apparativen Aufwand.
Es sind auch in Gummi gelagerte Durchführungen bekanntgeworden, die jedoch nicht die geforderte
mechanische Festigkeit und Dichtigkeit erreichen. Außerdem sind die thermischen Eigenschaften von
Gummi schlecht. In vielen Fällen muß die Durchführung auch an stark gekrümmten Körpern angebracht
werden, so daß bei Anwendung der bekannten, Verfahren weitere Schwierigkeiten auftreten.
Sehr oft wird neben der Forderung nach Gas- und Wasserdichte auch noch eine ausreichende
elektrische Spannungsfestigkeit, öldichte und Vermeidung
von Kriechweg- und Rißbildungen· verlangt.
Die Erfindung vermeidet die genannten Nachteile und erfüllt die geschilderten Forderungen an
eine Durchführung in einfacher Weise. Erfindungsgemäß wird der metallische Durchführungsbolzen,
mit dem ein aus Isolierstoff bestehendes Zentrierstück mit einem eckigen Ansatzstück fest verbunden
ist, das in die in der Metallwand vorgesehene Bohrung mit entsprechendem Durchmesser hineinragt,
auf die Metallwand aufgesetzt, worauf zu beiden, Seiten der Metallwand kappenartige Gießformen
an der Durchführungsstelle aufgesetzt und die Gießformen dann mit dem gießbaren Kunstharz"
gefüllt werden, das dabei alle innerhalb der Gießformen befindlichen Hohlräume· ausfüllt. Zweckmäßig
besitzt das Zentrierstück Aussparungen, so daß das in die eine Gießform eingebrachte Gießharz
ebenfalls in die andere Gießform eindringen kann. Einer weiteren Ausbildung entsprechend bestehen
die Gießformen aus Polyvinylchlorid und werden mit ihren offenen Seiten auf die Metallwand aufgesetzt,
wobei eine Gießform in ihrem Boden ein Füll- und ein Steigloch besitzt. Zweckmäßig erfolgt
die Einfüllung des flüssigen Gießharzes mittels einer Druckpistole. Diese ist mit Heizmitteln ver-
- seheif. Zweckmäßig wird die Einfüllung des Kunstharzes
in die Gießform derart vorgenommen, daß die Spitze der Druckpistole durch die eine Gießform
und die Aussparung im Zentrierstück in das Innere der anderen Gießform eindringt, so· daß das
Gießharz sicher die Formen aufsteigend füllt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird an einem Ausführungsbeispiel an Hand der Zeiichnung näher
erläutert. Mit 1 ist beispielsweise eine metallische Wandung bezeichnet, durch die ein metallischer
Leiter 2 geführt ist, der elektrisch von der Wandung isoliert und öl- und gasdicht sein soll. Der
Leiter 2 ist mit einem aus Isolierstoff bestehenden Zentr· -rstück 3 versehen, das die in Fig. 2 der
Zeichnung dargestellte Form besitzt. Der vierkantige Ansatz 10 wird in eine Bohrung 4 der
Wandung ι gesetzt, deren Durchmesser der Diagonale des Vierkantes entspricht. Das Zentrierstück 3
besitzt ferner Aussparungen 11. Zu beiden Seiten der Wandung werden nunmehr topfartiige Gießformen
5, 6 auf die Enden der Durchführung 2 gesetzt, wobei die Form 6 auf ihrem Boden 7 zwei
Durchgangslöcher 8, 9 besitzt. Durch das Loch 8 wird beispielsweise das flüssige Gießharz in das
Innere sowohl der Formen 5 und 6 gebracht, da sich durch die Ausbildung des Zentrierstückes 3 ein
Fließweg für das Harz von der Form 6 zur Form 7 und damit zur anderen Seite der Wandung ergibt.
Die Einfüllung des Gießharzes erfolgt mittels einer nicht dargestellten Druckpistole, die ähnlich, wie
eine Injektionsspritze ausgebildet ist. Als Gießharz kann sowohl ein kalt als auch unter Einwirkung
von Wärme aushärtendes Gießharz verwendet werden. Bei Verwendung des letzteren ist die Druckpistole
gleich mit einer Wärmeeinrichtung versehen. Die Durchführungen können als Bolzen- mit
und ohne Gewinde oder als Rohre ausgebildet sein. Durch die elastischen Eigenschaften des Polyvinylchlorides
sind die Gießformen den verschiedensten Flächen anpaßbar. Diese Möglichkeit besteht beispielsweise
nicht bei aus Metall hergestellten Formen. Das verwendete Gießharz kann in bekannter
Weise Füllmittel enthalten.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten öl- und gasdichten Durchführung durch eine Metallwand, bei dem der metallische Durchführungsbolzen mit einem Gießharz, das ohne Abspaltung flüchtiger Bestandteile zu einem nicht wieder erweichenden Gießha,rzkörper polymerisiert, ζ. B. Äthoxylinharz, umgössen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchführungsbolzen (2) fest verbunden mit einem aus Isolierstoff bestehenden Zentrierstück (3) mit einem eckigen Ansatzstück (10), das in die in der Metallwand (1) vorgesehen« Bohrung (4) mit entsprechendem Durchmesser hineinragt, auf die Metallwand (1) aufgesetzt wird, worauf zu beiden Seiten der Metallwand (1) kappenartige Gießformen (5, 6) an der Durchführungsstelle aufgesetzt und die Gießformen dann mit dem Gießharz gefüllt werden, no das dabei alle innerhalb der Gießformen (5, 6) befindlichen Hohlräume ausfüllt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentrierstück (3) Aussparungen (11) besitzt, so daß das in die eine Gießform eingebrachte Gießharz in die andere Gießform eindringen kann.
- 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießformen aus Polyvinylchlorid bestehen und mit ihren offenen Seiten auf die Metallwand aufgesetzt werden.
- 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Gießformen in ihrem Boden ein Fuji- und ein Steigloch (8, 9) besitzt.
- 5· Verfahren nach den Ansprüchen ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfüllung des flüssigen Gießharzes in die Gießformen mittels einer Druckpistole erfolgt.
- 6. Druckpistole zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Heizmitteln versehen ist.
- 7. Verfahren nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze der Druckpistole durch die eine Gießform und die Aussparung im Zentrierstück in das Innere der anderen Gießform eindringt, so daß das Gießharz die Formen aufsteigend füllt.In Betracht gezogene Druckschriften: „Zeitschrift: Bulletin Schweiz, elektr. Verein, Bd. 41 (1950), Heft i, S. 8 bis 11; schweizerische Patentschrift Nr. 274 987; USA.-Patentschrift Nr. 2591 205;.Arbeitsvorschrift für das Bindemittel »Araldit«, ao Ausgabe Mai 1950, S. 2, der Firma CibaA. G., Kunststoffabteilung.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©609 709/303 11.56 (7091514/209 5.57)
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---|---|---|---|
DEL19832A DE964152C (de) | 1954-09-07 | 1954-09-07 | Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten oel- und gasdichten Durchfuehrung durch eine Metallwand |
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DEL19832A Expired DE964152C (de) | 1954-09-07 | 1954-09-07 | Verfahren zur Herstellung einer elektrisch isolierten oel- und gasdichten Durchfuehrung durch eine Metallwand |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE964152C (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE1116095B (de) * | 1956-08-06 | 1961-10-26 | Licentia Gmbh | Druckwasserdichte Kabelschottdurchfuehrung auf Schiffen sowie Verfahren und Einrichtung zu ihrer Herstellung |
DE1289161B (de) * | 1960-06-23 | 1969-02-13 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zum Verbinden von Keramikisolatoren und Armaturen |
DE2901381A1 (de) * | 1979-01-15 | 1980-07-24 | Philips Patentverwaltung | Durchfuehrung fuer elektrische leiter |
Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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CH274987A (de) * | 1949-06-03 | 1951-04-30 | Oerlikon Maschf | Klemmenplatte mit öldichten Durchführungen für elektrische Apparate. |
US2591205A (en) * | 1948-05-15 | 1952-04-01 | Sylvester & Company | Hermetically sealed insulator bushing assembly |
-
1954
- 1954-09-07 DE DEL19832A patent/DE964152C/de not_active Expired
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