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DE946626C - Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Erdalkalinitratlaugen, insbesondere vonkonzentrierter Kalksalpeterlauge - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Erdalkalinitratlaugen, insbesondere vonkonzentrierter Kalksalpeterlauge

Info

Publication number
DE946626C
DE946626C DEB11657D DEB0011657D DE946626C DE 946626 C DE946626 C DE 946626C DE B11657 D DEB11657 D DE B11657D DE B0011657 D DEB0011657 D DE B0011657D DE 946626 C DE946626 C DE 946626C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
absorption
decomposition
lime
nitrate
alkaline
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB11657D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Wendlandt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ThyssenKrupp Industrial Solutions AG
Original Assignee
Uhde GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Uhde GmbH filed Critical Uhde GmbH
Priority to DEB11657D priority Critical patent/DE946626C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE946626C publication Critical patent/DE946626C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/38Nitric acid
    • C01B21/46Purification; Separation ; Stabilisation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F11/00Compounds of calcium, strontium, or barium
    • C01F11/36Nitrates
    • C01F11/38Preparation with nitric acid or nitrogen oxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Erdalkalinitratlaugen, insbesondere von konzentrierter Kalksalpeterlauge Die alkalische Absorption von Stickoxyden mit Trockenkalk u. dgl. oder mit Kalkmilch und die anschließende Umwandlung von Nitrit in Nitrat durch Salpetersäure oder nitrose Gase sind bekannt. Es ist auch bekannt, Stickoxyde bzw. die Restgase nach der sauren Absorption von Stickoxyden alkalisch unter Verwendung von schwachen Kalklösungen bzw. von Kalkmilch, die nur r bis 2 g Ca0/1 enthält, zu absorbieren, wobei das Absorptionsmittel dauernd basisch gehalten wird. Hierbei reichert sich die durch Zugabe von Kalk stets alkalisch gehaltene Absorptionsflüssigkeit zunächst mit Stickstoffverbindungen an, wobei im allgemeinen mehr Nitrit als Nitrat entsteht. Durch Zunahme der Viskosität und Abscheidung von Salzen wird die Verwendbarkeit der Flüssigkeit jedoch schon bei mäßigem N-Gehalt beschränkt, z. B. oberhalb q.°/o N. Man hat daher erforderlichenfalls die Lauge filtriert und zwecks Herstellung von Kalksalpeter oder solchen enthaltenden Düngemitteln durch Einstellung salpetersaurer Reaktion zersetzt und das überschüssige Wasser verdampft.
  • Auch ist schon vorgeschlagen worden, unter Verwendung von Ca C 03 sauer zu absorbieren. Indessen ermangelt die saure Absorption aller Vorteile der alkalischen Absorption, z. B. hinsichtlich der Aufarbeitung sehr dünner Restgase in vergleichsweise kleinen Absorptionsräumen.
  • Die Erfindung ermöglicht die unmittelbare Herstellung konzentrierter Erdalkalinitratlauge, insbesondere konzentrierter Kalksalpeterlauge, durch alkalische Absorption selbst verdünnter Stickoxyde bzw. Stickoxydgemische mit Kalklösungen oder Kalkmilch in einfachsten Apparaturen, wie z. B. in mit Ringen ausgesetzten Türmen, ohne Zuziehung von besonderer Wärmezufuhr zwecks Eindampfung und in gegenüber saurer Absorption vergleichsweise kleinen Absorptionsräumen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß in dem gebildeten Nitrit-Nitrat-Gemisch in bekannter Weise das Nitrit zersetzt und darauf die nitritfreie Lösung nach Zugabe von Kalk erneut zur alkalischen Absorption mit wiederum anschließender Zersetzung der gebildeten Nitrite benutzt wird. Insbesondere läßt man alkalische Absorption und Zersetzung mehrmals abwechseln, zersetzt also zweimal oder beliebig öfter.
  • Es wurde nämlich gefunden, daß die besonderen Nachteile bei der Anreicherung von Stickstoffverbindungen in alkalisch reagierender Kalkmilch, -wie starke Zunahme der Zähigkeit, abnehmende Wirksamkeit, Salzabscheidung;'Neigung zu Verstopfungen usw., beseitigt werden, wenn. man erfindungsgemäß jeweils, bevor eine fühlbare Behinderung auftritt, die Nitritverbindüngen durch zwischengeschaltete Einstellung salpetersaurer Reaktion in Nitrate umwandelt. Die Flüssigkeit wird dann - unter Verwendung von Kalk erneut und ungestört durch den bereits vorhandenen Stickstoffgehalt durch alkalische Absorption von Stickoxyden weiter angereichert. Zur Abführung der Reaktionswärme können die Laugen gegebenenfalls gekühlt werden. Beispielsweise wird zwecks Verarbeitung von nach saurer Absorption von Ammondakverbrennungsgemischen verbliebenen nitrosen Gasen eine Charge Kalklösung oder Kalkmilch im Kreislauf durch Absorptions- und Zersetzertürme bzw. -einrichtungen abwechselnd durch Zugabe von Kalk bzw. Kalkhydrat alkalisch gehalten, dann jeweils vor empfindlichem Nachlassen der Absorptionswirkung bzw. vor merklicher Abscheidung stickstoffhaltiger Salze auf eine die Zersetzung der gebildeten Nitrite bedingende saure Reaktion gebracht, danach wiederum durch Zufuhr von. Kalk oder Kalkhydrat alkalisch gehalten, der Einwirkung der nitrosen Gase unterworfen usw. Beispielsweise wird hierbei Kalk in einer geeigneten Löschvorrichtung, Kalkhydrat trocken oder angemaischt zugeführt, und zwar in solchem Maße, daß die alkalische Absorptionsflüssigkeit ständig i bis 21/9 nicht neutralisiertes Ca 0 enthält. Trockenes Kalkhydrat kann vorher durch Sichten gereinigt werden. Vorteilhaft läßt sich auch bei der Carbidzersetzung gebildetes Kalkhydrat verwenden. Die Zersetzung wird durch Zugabe von Betriebssäure oder durch Einwirkung nitroser Gase bis zu saurer Reaktion hervorgerufen, im allgemeinen unter Rückleitung der bei der Nitritzersetzung entstehenden konzentrierten. Stickoxyde vor die saure Absorption. Erfolgt die Zersetzung durch Zugabe von Säure, so kann zur Verminderung der benötigten Säuremenge der Kalkgehalt der Lauge vorher durch Einwirkung nitroser Gase noch so weit angesenkt werden, als ohne vorzeitige Zersetzung möglich ist. Die Zersetzung kann unter Umschaltung der Gaswege in demselben Turm erfolgen, -wird aber besser in einem- oder mehreren besonderen Zersetzern bzw. Zersetzertürmen durchgeführt, während die Absorptionstürme mit neuer Flüssigkeit ständig alkalisch arbeiten. In dieser Weise läßt sich das ganze Verfahren auch völlig kontinuierlich leiten, indem die Flüssigkeit durch abwechselnde Absorptions- und Zersetzertürme läuft, bis der i gewünschte Endzustand erreicht ist.
  • Vorteilhaft benutzt man am Ende der sauren Absorption aufgestellte Absorptionstürme und vor die saure Absorption geschaltete Zersetzertürme. Dadurch kommen die bei der Zersetzung der Nitrite entwickelten hochprozentigen Stickoxyde unmittelbar der Eintrittskonzentration der Gase in die Säureabsorption zugute, wobei erforderlichenfalls Luft oder Sauerstoff zugesetzt werden kann, und es sind keine Umschaltungen erforderlich. Vor die Säureabsorption können dabei noch .Gaskühler geschaltet sein, und ebenso werden -die in den Zersetzertürmen zur Einwirkung gebrachten nitrosen Gase, z. B. der Ammoniakverbrennung, =im allgemeinen vorher gekühlt sein, doch kann. die Zersetzung auch heiß, z: B. nahe der Siedetemperatur der zu zersetzenden Chargen, erfolgen.
  • Erfolgt die Zersetzung nicht durch normale Stickoxydgemische der Verbrennung von Ammoniak mit atmosphärischer Luft, sondern durch konzentrierte nitrose Gase oder Salpetersäure, so entweichen besonders konzentrierte, unter Umständen bei Verwendung von, Salpetersäure praktisch ausschließlich nitrose Gase, die sich zur Verflüssigung eignen.
  • Wird die alkalische Absorption im Anschluß an eine saure Absorption vorgenommen, so kann das Verhältnis der sauren und der alkalischen, mit Zersetzung verbundenen Absorption beliebig eingestellt werden, z. B. indem man. nur die letzten Hundertstel der erzeugten Stickoxydmenge alkalisch absorbiert oder absichtlich sehr viel Kalksalpeter erzeugt. So stellt man beispielsweise wasserhaltige Betriebs-Salpetersäure in der zur Zersetzung der nitrithaltigen Lauge und zur späteren Verarbeitung der bei der Zersetzung entweichenden Gase benötigten Menge her, erzeugt sodann erfindungsgemäß Kalksalpeterlauge, verflüssigt die beim Zersetzen der Lauge mit Säure anfallenden nitrosen Gase nach Sauerstoffzufuhr und wandelt dann das verflüssigte N204 mit wasserhaltiger Säure und Sauerstoff in hochkonzentrierte, z. B. 98 bis ,ioo l/o H N 03 enthaltende Säure um. Diese Arbeitsweise ermöglicht nebeneinander die vorteilhafte Herstellung großer Mengen hochkonzentrierter Salpetersäure und Kalksalpeterlauge. Natürlich ist man durch Abänderung der Mengenverhältnisse auch in der Lage, Salpetersäuren aller verlangten Konzentrationen und konzentrierte Kalksalpeterlauge in veränderlichen Mengenverhältnissen herzustellen.
  • Beim Löschen bzw. Lösen von Kalk oder Kalkhydrat verbleibende Gangart, Kalkstein oder Verunreinigungen werden in. bekannter Weise zurückgehalten bzw. abgetrennt. Zur Erzielung reiner Kalksalpeterlaugen und zur Abtrennung etwa gebildeten Carbonates ist entweder jedesmal nach der ätzalkalischen Absorption oder doch wenigstens einmal bzw. vor unzulässiger Anreicherung mit Kohlensäure noch alkalisch zu filtrieren. Erforderlichenfalls können natürlich saure oder neutrale Laugen auch filtriert werden. An Stelle von- Kalk können auch Erdalkalien oder magnesiahaltiger Kalk zur Herstellung der entsprechenden Nitratlaugen verwendet werden.
  • Die angereicherte Kalksalpeterlösung wird im allgemeinen in entgastem und erforderlichenfalls neutralisiertem Zustand ihren weiteren Verwendungszwecken zugeführt. Beispielsweise wird mit Kalk neutralisierte oder saure Lauge zur Herstellung von kalksalpeterhaltigem Kalkstickstoff in Perlform oder von anderen kalksalpeterhaltigen Düngemitteln verwendet. Dabei wird durch das vorliegende Verfahren ein vorheriges Eindampfen, vermieden bzw. die etwa durch besondere Wärmezufuhr noch zu verdampfende Wassermenge wesentlich vermindert. Es ist selbstverständlich, dabei etwaige Wärmetönungen zur Verdampfung von restlichem Wasser nach Möglichkeit auszunutzen.
  • Der erreichbare Endgehalt der Kalksalpeterlösung ist grundsätzlich nur begrenzt durch die Kristallisationsv erhältnisse des Kalksalpeters, so daß nahezu gesättigte Lösungen hergestellt werden können. Man erhält daher auch Lösungen, aus denen sich bei Kühlung unter die Arbeitstemperatur Kalksalpeterhydrate abscheiden, z. B. Ca (N 03) 2 4 H2 O. Daher sind bei dem vorliegenden Verfahren auch solche Ausführungsformen von Bedeutung, bei denen unter wiederholter Aufeinanderfolge von Absorption und Zersetzung durch Zwischenkühlung gegebenenfalls filtrierter Lauge Kristalle abgetrennt werden, und es wird ermöglicht, fertige konzentrierte Laugen zur Kristallisation oder zum Erstarren zu bringen. Diese Arbeitsweise kann bereits bei normalen Arbeitstemperaturen der Absorption und Zersetzung durchgeführt werden. Durch höhere Arbeitstemperaturen, die vorteilhaft unter Ausnutzung der Reaktionswärmen und gegebenenfalls noch des Wärmeinhaltes der nitrosen Gase eingestellt werden, erzielt man bei der Herstellung hochkonzentrierter Laugen eine besonders hohe Löslichkeit.
  • Durch das Verfahren wird der Ersatz der Soda bei der Absorption nitroser, selbst stark verdünnter Gase durch Ätzkalk ermöglicht und auch die Herstellung von Kalksalpeter und von solchen enthaltenden Düngemitteln, ferner von Stickstofftetroxyd und hochkonzentrierter Salpetersäure wesentlich gefördert, Zur Erläuterung des Verfahrens dienen die folgenden Beispiele: Beispiel z Ein Stickstoffdioxyd enthaltendes Gasgemisch von der katalytischen Oxydation von Ammoniak tritt mit einem Gehalt von 9 bis r i Volumprozent N 02 in eine z. B. aus vier oder sechs Türmen bestehende sauer arbeitende Absorptionsanlage S (Fig. i) ein und wird hier zum größten Teil von Stickoxyden befreit. Das z. B. noch o,5 Volumprozent N02 enthaltende Gasgemisch wird dann von unten in einen mit Füllkörpern, Einbauten od. dgl. ausgerüsteten Absorptionsturm A1 eingeleitet, den es von unten nach oben durchströmt. Dem Gasstrom entgegen rieselt kalkhaltige Lauge, so daß die in ihm noch enthaltenen Stickoxyde zum großen Teil ausgewaschen werden. Das Restgas verläßt den Absorptionsturm Al oben und gelangt darauf in einen zweiten, ebenfalls mit calciumhydroxydhaltiger Lauge berieselten Absorptionsturm A2, an den sich gegebenenfalls noch weiter alkalische, vornehmlich mit kalkhaltigen Laugen betriebene Absorptionstürme anschließen. Das den letzten Absorptionsturm verlassende Gas ist praktisch frei von Stickoxyden, so daß es im allgemeinen ins Freie gelassen werden kann.
  • Der Umlauf der Lauge vollzieht sich erfindungsgemäß folgendermaßen: In ein Rührwerk R, wird Kalk, Calciumhydroxyd, Kalkschlamm von der Carbidvergasung od. dgl., gegebenenfalls unter Zusatz von. Wasser, eingerührt, so daß die Lauge etwa a bis 3'10 Ca (0H)2 enthält. Von R1 fließt die Lauge über ein Grobfilter F1, wo gröbere Stücke, Körner u. dgl. zurückgehalten werden, und eine Pumpe F1 in den Absorptionsturm A2. Sie wird hier möglichst fein verteilt, z. B. versprüht, oder rieselt über Füllkörper, wie z. B. gestellte Raschigringe, Einbauten mit Überläufen, Rieselflächen u. dgl., im Gegenstrom zu dem stickoxydhaltigen Gas herab und wird am unteren Ende des Absorptionsturmes A2 abgezogen und im Umlauf wieder in das Rührwerk R1 geleitet. Sobald sich die Kalklauge auf einen gewünschten N-Gehalt, .z. B. etwa 4%, N, angereichert hat, wird das Rührwerk R1 aus dem Kreislauf abgeschaltet und dafür das Rührwerk R2 .in Betrieb genommen, das in gleicher Weise wie R1 mit Kalk- und Wasseraufgabe arbeitet.
  • Die auf einen Stickstoffgehalt von 3,5 bis 4,5'/0, N angereicherte Lauge des Gefäßes R1 wird nunmehr über das Filter F2 und die Pumpe P2 in die Zersetzungsanlage Z2 eingeführt,- in der die gebildeten Nitritverbindungen, die eine starke Zunahme der Zähigkeit der Lauge des Gefäßes R1 bewirkt haben, durch Zugabe von Salpetersäure in Nitrate umgewandelt werden. Die Salpetersäure wird z. B. der sauren Absorption S entnommen und hat eine Konzentration von beispielsweise 5o Gewichtsprozent H N 03. Die Zersetzeranlage Z2- kann nach jedem bekannten oder zweckmäßigen Verfahren arbeiten und ist z. B. mit Mischgefäßen, Entgasungstürmen, Wärmezufuhr und Kühlung nach Bedarf ausgerüstet. Sie kann auch aus einem einzigen Zersetzerturm bestehen, der mit allen erforderlichen Hilfseinrichtungen versehen ist. Bei der Umwandlung der Nitrite in Nitrate entweicht aus der Zersetzerei N OZ, das vor die saure Absorption S zurückgeführt werden kann. Im vorliegenden Beispiel wird das den Zersetzer Z2 verlassende Stickstoffdioxyd in einem Kühler K kondensiert. Gegebenenfalls wird die zur Oxydation der niederen Stickoxyde nötige Sauerstoffmenge im Anschluß an die Zersetzerei Z2 zugegeben, z. B. in, die Leitung zu dem Kühler K bzw. Verflüssiger V, wobei den hochprozentigen Gasen die zur Oxydation erforderliche Zeit belassen wird. Enthalten die hochprozentigen Stickoxyde der Zersetzerei noch Wasserdampf bzw. H N 03, so werden diese Bestandteile gemeinsam mit N204 kondensiert, oder die Kondensation erfolgt fraktioniert in mehreren Stufen, z. B. in zwei Stufen K und V. Die Kondensate bzw. Anteile derselben werden in einen Tank K geleitet, aus dem die Flüssigkeit zwecks Herstellung hochkonzentrierter Salpetersäure von z. B. 98 bis zoo%@ HN03 Gehalt entnommen wird. Erforderlichenfalls wird dem Kondensatgemisch in Tank T noch zusätzlich Salpetersäure der sauren Absorption S zugesetzt, ebenso gegebenenfalls Stickstofftetröxyd anderer Herkunft.
  • Die, etwa 4o/0 Nitrat-N enthaltende, gegebenenfalls saure Lauge der Zersetzerei Z2 wird in dem Neutralisationsgefäß N2 durch Zugabe von Kalk, Kalkmilch od. dgl. abgestumpft. Von N2 aus wird die an Stickstoff angereicherte Lauge wahlweise in ein Rührwerk R3 oder R4 gepumpt und hier erneut mit etwa r bis 3 0/a Ca (OH), angerührt. Von dem Rührwerk R3 bzw. R4 gelangt die nun wieder alkalische Lauge durch das Grobfilter F3 und Pumpe P3 in den Absorptionsturm A1, der ähnlich wie der Turm A2 arbeitet. Die kalksalpeterhaltige Kalklauge kommt auf diese Weise mit den an N 02 reichsten Restgasen im Gegenstrom in Berührung. Die Lauge wird auch hier im Kreislauf R3 . . . F3 . . . P3 . . . A1 . . . R3 geführt, bis sie auf einen Stickstoffgehalt von z. B. 6 bis 8 0/0 angereichert ist. Der Kreislauf mit dem. Rührwerk R3 wird dann unterbrochen und das Rührwerk R4 in Betrieb genommen. Die Starklauge aus. R3 wird nun über F4 und die Pumpe P4 in die Zersetzerei Z1 geführt, in der die gebildeten Nitritverbindungen wiederum durch Säurezugabe, z. B. ebenfalls aus der Säureabsorption S, in Nitrate umgewandelt werden. Die den Zersetzer Z1 verlassende, einen geringen überschuß an Säure enthaltende Lauge gelangt dann in ein Neutralisationsgefäß Ni und wird hier mit Kalk neutralisiert. Die Fertiglauge wird aus dem Neutralisationsgefäß Ni der Weiterverarbeitung zugeführt bzw. zum Stapeln in. einen Tank geleitet. Beispiel 2 Ein Schaltschema einer kontinuierlichen Arbeitsweise zeigen Fig. 2 a und 2 b. Ein Stickstoffdioxyd enthaltendes Gasgemisch von der katalytischen Verbrennung von Ammoniak mit atmosphärischer Luft bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck passiert einen Abhitzkessel W und danach eine Kühlanlage K und wird anschließend zunächst unter Umgehung der Zersetzeranlage Z in die sauer arbeitende Absorptionsanlage S1 bis S4 geleitet, die z. B. aus Türmen, Absorbern u. dgl. besteht. Hier wird es von dem größten Teil des Stickstoffdioxydes befreit. Das die saure Absorption verlassende Gasgemisch enthält beispielsweise noch o,3 bis z Volumprozent N 02 und tritt so in die Absorptionsanlage A1 . . . A2 ein. Die Absorptionsanlage besteht z. B. aus zwei oder mehreren Türmen, Absorbern, Wäschern od. dgl., die im Gegenstrom mit Kalklauge bzw. kalksalpeterhaltiger Kalklauge beschickt werden und zweckmäßig mit Füllkörpern, Einbauten, Rieselflächen od. dgl. ausgerüstet sind. Das Restgas verläßt den letzten Absorptionsturm An oben und ist praktisch frei von Stickoxyden, so daß es im allgemeinen über Dach gelassen werden kann.
  • Der Umlauf der kalkhaltigen bzw. kalksalpeterhaltigen Absorptionslauge vollzieht sich hier folgendermaßen: In dem Rührgefäß R wird Kalk, Calciumhydroxyd, Rückstände von der Calciumcarbidvergasung od. dgl. mit Wasser bis auf etwa 2 bis 30/0 Ca (O H) 2 angerührt. Diese Lauge wird durch eine Pumpe P in den oberen Teil des letzten Absorptionsturmes A2 (bzw. A") gepumpt und rieselt im Gegenstrom zu den verdünnten Stickoxyden über die Füllkörper, Einbauten, Rieselflächen u. dgl. - herunter. Sie nimmt hierbei unter teilweiser Umwandlung in Calciumnitrit einen Teil der Stickoxyde auf, wird am unteren Ende von A2 abgezogen und mittels einer (nicht eingezeichneten) Pumpe oben auf den Turm A1 hinaufgepumpt. Nach Durchlaufen des Turmes A1 drückt eine Pumpe .P die an Nitrit-Nitrat angereicherte Lauge über ein mit Umgehungsleitung versehenes Filter F (z. B. Filterrahmenpresse, Zellenfilter od. dgl.) in die Zersetzerei Z. In dem Filter F wird vornehmlich kohlensäurehaltiges Material herausgefangen, um nicht in die Zersetzerei Z zu gelangen und hier durch Kohlensäureentwicklung, die. das entstehende N 02 verdünnen und in den Prozeß zurückgehen würde, zu stören. Solange die Lauge noch einen Stickstoffgehalt unter 3,5 bis 40/0 N aufweist, wird sie ohne Zersetzung durch die Zersetzerei bzw. eine Umgehungsleitung geführt und in das Neutralisationsgefäß N geleitet, das sie zunächst ebenfalls durchläuft, um wieder in das Rührwerk R zu gelangen. Hier wird erneut Kalk zugegeben, und der Umlauf über P ... A2 . *-. A1 . . . P . . . F ... Z wiederholt sich. Sobald die den Absorptionsturm A1 verlassende Lauge jedoch auf einen Stickstoffgehalt von 3,5 bis 40/0 N angereichert ist bzw. die Zähigkeit der umgepumpten Lauge stark zugenommen hat, wird die Zersetzerei Z in Betrieb genommen, indem die Umgehungsleitung nach S1 nach Bedarf gedrosselt oder gesperrt und die von K nach Z führende Leitung entsprechend geöffnet wird. Das Stickstoffdioxyd enthaltende Gasgemisch des Kühlers K passiert nunmehr die Zersetzerei Z, in, der die gebildeten Nitritverbindungen in Nitrate umgewandelt werden, und tritt erst dann in die saure Absorption S1 . . . S2. Aus der Zersetzerei tritt die kalksalpeterhaltige Lauge mit einem geringen Überschuß an Säure in das Neutralisationsgefäß N und von hier erneut in' das Rührgefäß R, wo sie durch Kalkzugabe wieder auf 2 bis 30/0 freies Ca(OH)2 gebracht wird. Der vorstehend geschilderte Laugenumlauf stellt das Anfahrstadium der Anlage dar, in dem zunächst eine 3,5 bis 40/0 N enthaltende Umlauflauge hergestellt wird.
  • Im Betriebsstadium wird nunmehr dauernd dem Absorptionsturm A2 die 3 bis 40/0 N enthaltende kalksalpeterhaltige Kalklauge zugeführt, die in den Absorptionstürmen An ... Al so weit mit Stickstoff angereichert wird, daß sie den Absorptionsturm Al mit 6 bis 8%, N verläßt. Diese Starklauge wird über die Pumpe P' und das Filter F nunmehr kontinuierlich der Zersetzerei Z zugeführt, wo sie mit Stickstoffdioxyd der I\T H2 Verbrennung zersetzt wird, und verläßt Z mit einem geringen Säureüberschuß, der in der Neutralisation 1% durch Zugabe von Kalk oder anderen Alkalien abgestumpft wird. Ein Teil der Fertiglauge wird nunmehr aus dem Gefäß IV fortlaufend abgezogen und in den Tank T übergeführt. Der verbleibende (ebenfalls etwa 6 bis 8 %, N enthaltende) Teil gelangt aus dem \Teutralisationsgefäß N erneut in das Rührwerk R und wird hier wieder mit Kalk od. dgl. und Wasser in solchen Mengen versetzt, daß die Lauge das Rührwerk R mit etwa 3,5 0/a N dauernd verläßt und N 02 in dem Maße absorbieren kann, daß nach Verlassen des Absorptionsturmes Al wieder eine 6 bis 8 %, N enthaltende kalksalpeterhaltige Kalklauge anfällt. Das Arbeitsmittel zur Absorption der Reststickstoffdioxyde ist also im Dauerbetriebszustand eine etwa 3,5 % enthaltende und sich in A" ... A2 stets bis auf 6 bis 80/a N-Gehalt verstärkende kalksalpeterhaltige Kalklauge. Die vorliegende Arbeitsweise zeichnet sich durch besondere apparative Einfachheit aus.
  • An Stelle der Zersetzung der Nitritverbindungen mit stickstoffdioxydhaltigen Gasen kann gemäß Fig.2b die Zersetzung auch durch Säure aus der sauren Absorption S1 (oder auch einem später geschalteten Turm S") erfolgen, wobei die N 02 haltigen Gase-aus dem Kühler K direkt in die saure Absorption S1 gelangen. Die bei der Zersetzung entstehenden Stickoxyde werden vorteilhaft nicht in die saure Absorption S1 zurückgeführt (wie bei Fig. 2a), sondern gegebenenfalls nach Zwischenkühlung in eine Stickstofftetroxydverflüssigungsanlage geleitet. Das gewonnene N204 wird entweder beliebig oder zweckmäßig auf hochkonzentrierte Salpetersäure von z. B. 98 bis ioo % H N 03-Gehalt weiterverarbeitet.
  • Die gesamte Anlage kann unter gewöhnlichem Druck oder insgesamt, d. h. von der Ammoniakverbrennung an bis zur Absorption Al . . . A" bzw. Zersetzerei Z unter erhöhtem Druck betrieben werden, z. B. bei 2 bis io at. Statt dessen kann die Anlage auch nur teilweise unter Druck stehen, z. B. die Zersetzerei bei gewöhnlichem Druck arbeiten und/oder die Ammoniakverbrennung mit atmosphärischer Luft oder an Sauerstoff angereicherter Luft bei gewöhnlichem Druck stattfinden. und Druckerhöhung, z. B. auf 5 bis 6 at, erst nach der Ammoniakverbrennung bzw. Gaskühlung vorgenommen werden. Beispiel 3 Ein weiteres Schema einer kontinuierlichen Arbeitsweise zeigt die Fig. 3.
  • Stickoxydhaltiges Gasgemisch beliebiger Herkunft, z. B. aus der katalytischen Oxydation von Ammoniak oder der Flammenbogensynthese aus Stickstoff (bzw. Luft) und Sauerstoff, wird gegebenenfalls nach Wärmeaustausch in einer sauer arbeitenden Absorptionsanlage S von dem größten Teil der Stickoxyde befreit. Das verbleibende Restgas, das z. B. 0,3 bis 2 Volumprozent N OZ enthält, gelangt in eine Absorptionsanlage Al . . . An und hierauf in eine weitere Absorptionsanlage a"; nach Durchlaufen des letzten Absorptionsraumes a" ist das Gas praktisch frei von Stickoxyden und kann über Dach gelassen werden. Die Absorptionsanlagen Al . . . A" bzw. cal ... a" bestehen aus Türmen, Absorbern, Wäschern od. dgl. oder z. B. aus einzelnen Taschen einer großen Absorptionskammer; in der Zeichnung sind die einzelnen Taschen A1 . . . A" bzw. a1 ... a" der Absorptionskammern getrennt dargestellt. Die Absorptionsräume A bzw. a sind ganz oder teilweise mit beliebigen, die Absorption der Stickoxyde unterstützenden Hilfsmitteln, wie Einbauten, Füllkörpern od. dgl., ausgerüstet. Zu jedem Absorptionsraum Al, A2 . . . A" bzw. all a2 ... a" gehört ein Aufgabegefäß K1, K2 . . . K" bzw. k1, k2 . . . k" od. dgl., in dem gebrannter Kalk, Calciumhydroxyd, Trockenkalk von der Carbidvergasung od. dgl. zugegeben werden. Der Laugenumsatz vollzieht sich in folgender Weise: Im Gefäß krz wird frische Kalkmilch od. dgl. angerührt, bis der Gehalt an Ca(O H) 2 etwa 2 bis 30/0 beträgt. Die aufgeschlämmte Lauge fließt über ein Grobfilter Fg und eine Pumpe P in den letzten Absorptionsraum a" und rieselt hier über Einbauten, Raschigringen, Rieselflächen od. dgl. im Gegenstrom zu dem an Stickoxyden. ärmsten Schlußgas herunter. Sie reichert sich hierbei bis auf etwa o,5 bis i %, N an und wird dann vom unteren Teil des Absorptionsraumes a" mittels einer Pumpe in das Gefäß k" _ 1 befördert und hier erneut mit Kalk, Calciumhydroxyd, Carbidve.rgasungsrückständen od. dgl. versetzt, so daß der Gehalt an freiem Ca(OH)2 wieder etwa 2 bis 3%, beträgt. Die Lauge gelangt nunmehr in den Absorptionsraum a"_1, nimmt hier wieder Stickoxyde auf und wird nach Verlassen des Absorptionsraumes a"-1 in das vorhergehende Kalkzugabegefäß k"-2 gepumpt, erneut durch Kalkzugabe angereichert und in den Absorptionsraum a"-2 geleitet usf., bis sie schließlich in das Kalkzugabegefäß ki und nach erneutem, jedoch verringertem Kalkzusatz in. den Absorptionsraum cal gelangt. Die Lauge hat sich auf diesem Wege im Gegenstrom zu den N 02 haltigen Gasen bis auf etwa q.0/0. N bzw. einen solchen Gehalt angereichert, daß sie zähflüssig zu werden droht. Sie wird daher aus dem Raum a1 abgezogen und über ein Filter F1, z. B. Zellenfilter, Filterrahmenpresse od. dgl., in die Zersetzerei Z1 gepumpt.
  • Die Zersetzerei Z1 arbeitet hier mit Stickoxyden, die vor der sauren. Absorption S entnommen. und mittels eines Ventilators V in die Zersetzeranlage gedrückt werden. Die bei der Umwandlung der Nitritverbindungen in Nitrate entweichenden Stickoxyde werden aus der Zersetzerei Zi oben abgeleitet und vor der sauren Absorption S den N 02-haltigen Gasen beigemischt. Aus der Zersetzerei Z1 gelangt die nun einen geringen Säureüberschuß enthaltende kalksalpeterhaltige Lauge erfindungsgemäß in das Kalkzugabegefäß Kn, wo sie wieder auf einen Gehalt von ä bis 30/0 freiem Ca (O H) 2 gebracht wird. Aus Kn wird die wieder absorptionsfähige, Lauge über ein Grobfilter Fg und Pumpe F in den Absorptionsraum An gepumpt und dient erneut zum Waschen und Absorbieren N02 haltiger Gase. Der weitere Weg der kalksalpeterhaltigen Kalklauge vollzieht sich ähnlich wie bei den Absorptionsräumen a und Kalkzugabegefäßen k, nämlich über das Gefäß Kn -1 in den Absorptionsraum Arz-1, Kn -2 ... A,-2 usf. bis zum Gefäß K1 und den Absorptionsraum Al. Auf diesem Weg hat sich die kalksalpeterhaltige Kalklauge allmählich auf einen Gehalt von 6 bis 8 0/a N angereichert; die Anreicherung an Stickstoff zwischen je zwei Absorptionstaschen A" und A"-1 beträgt jeweils etwa o,3 bis i 0/a N bei einer jeweils zwischen den einzelnen Stufen liegenden Kalkzugabe bis zu einem Gehalt von i bis 30/0 freiem Ca (O H) 2. Die z. B. 7 % N enthaltende Lauge des Gefäßes Al wird mittels Pumpe über ein Zellenfilter, Filterrahmenpresse F2 od. dgl. .in die Zersetzerei für Starklauge Z2 gepumpt. Die Umsetzung der Nitritverbindungen in Nitrate erfolgt hier beispielsweise durch Säurezugabe aus der sauren Absorption S; die Zersetzersäure wird der saurere Absorption an _beliebiger Stelle- entnommen; z. B. kann je nach Bedarf stärkere oder schwächere Säure in die Zersetzerei Z2 eingeführt werden. Auch kann die Zersetzerei Z2 ähnlich wie Z" mit Stickoxyden betrieben werden, die vor der sauren Absorption entnommen sind. Zum Beispiel können auch beide Zersetzereien - die für dünne Lauge Z1 und starke Lauge Z2 - mit Säure arbeiten, oder Z1 wird mit Säure und Z2 mit Stickoxyden betrieben. Die zersetzte nitritfreie Starklauge der Zersetzerei Z2 wird schwach sauer in das Neutralisationsgefäß N gepumpt und durch erneute Kalkzugabe neutralisiert. Bei der Neutralisation entwickelte Stickoxyde können vor die saure Absorption S zurückgeführt werden. Die neutralisierte Fertiglauge wird gegebenenfalls nochmals filtriert und mittels einer Pumpe in den Tank T geleitet.
  • Ein Vorteil der beschriebenen Anordnung- besteht darin, daß auch im Dauerbetrieb die stickoxydärmsten Schlußgase stets mit frischer, noch stickstofffreier Kalklauge in Berührung gebracht werden können.
  • In den vorliegenden Beispielen sind der übersiehtlichkeit halber nur die hauptsächlichsten Verfahrensmerkmale, dargestellt. Es ist zur Beeinflussung des jeweiligen Verhältnisses Nitrit zu Nitrat auch möglich, innerhalb oder außerhalb der Absorptionsräume noch Oxydationsräume vorzusehen, die in-besondere bei gewünschten kleineren Verhältnis Nitrit zu Nitrat angebracht sind. Erforderlichenfalls kann-Sauerstoff bzw. Luft zugesetzt-werden Die aus den Zersetzereien Z1 und Z2 entweichenden Stickoxyde können auch, gegebenenfalls nach weiterer Oxydation mit Sauerstoff oder Salpetersäure, als N204 verflüssigt und z. B. auf hochkonzentrierte Salpetersäure von 98 bis ioo% H N 03-Gehalt oder sonst weiterverarbeitet werden. Es können beliebig viele Absorber und Zersetzer angeordnet werden: In den in Fig. i bis 3 eingezeichneten Leitungen sind natürlich stets noch weitere Absperr- und Regelorgane vorhanden, ebenso können auch noch Pumpen, Zwischenkühler, Filter usw. angebracht werden. An den einzelnen Absorptionsräumen, Filtern, Kalkzugabegefäßen, Zersetzereien usw. sind außerdem auch Umgehungsleitungen angebracht, um nach Bedarf Absorptionsflüssigkeit umpumpen, einzelne Teile der Anlage ausschalten oder wechselweise in Betrieb nehmen zu können. An Stelle von Gegenstromführung zwischen Lauge. und stickoxydhaltigen Gasen kann auch Gleichstromführung angewandt werden, oder ein Teil der Anlage, z. B. die Absörptionsräum6 a1 ... a" in Fig. 3 werden im Gegenstrom, die Absorptionsräume A1 . . . An jedoch im Gleichstrom zu den Gasen betrieben. Ebenso können Absorptionsräume im Laugeweg und/oder Gasweg parallel geschaltet werden.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von konzentriertenErdalkalinitratlaugen, insbesonderekonzentrierter Kalksalpeterlauge, durch alkalische Absorption von Stickoxyden bzw. Stickoxyde enthaltenden Gasgemischen mit Kalklösungen bzw. Kalkmilch od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß in' dem gebildeten Nitrit-Nitrat-Gemisch in bekannter Weise das Nitrit zersetzt und darauf die niti-itfreie Lösung nach Zugabe von Kalk erneut zur alkalischen Absorption mit anschließenderZersetzung der gebildeten Nitrite benutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß alkalische Absorption und Zersetzung mehrmals abwechseln.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei wiederholter Aufeinanderfolge von Absorption und Zersetzung vor dem Zersetzen filtriert wird. .
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei wiederholter Aufeinanderfolge von Absorption und Zersetzung durch Zwischenkühlung gegebenenfalls filtrierter Lauge Kristalle abgetrennt bzw. fertige konzentrierte Laugen zur Kristallisation gebracht werden.. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 548 812; französische Patentschriften Nr. 35o 62o, 373 718; schweizerische Patentschrift Nr. 8o 964; polnische Patentschrift Nr. 22 462; referiert im »Chemischen Zentralblatt«, Bd. io8, i`937, Teil I, S. 2654.
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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR350620A (fr) * 1904-01-26 1905-06-20 Det Norske Kvaelstofkompagni A Procédé pour la préparation de nitrates purs au moyen d'un mélange d'azotates et d'azotites
FR373718A (fr) * 1906-03-26 1907-05-25 Alphonse Theophile Schloesing Procédé pour l'absorption et la récupération des oxydes d'azote par les bases fixes, à sec et à chaud
CH80964A (de) * 1918-08-06 1919-09-16 Nitrum Ag Verfahren zur Herstellung von hochprozentigen Lösungen von Calciumnitrat
DE548812C (de) * 1931-02-24 1933-01-21 Kali Forschungs Anstalt G M B Herstellung von wasserfreiem, neutralem Calciumnitrat

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