DE9207462U1 - Schubladenführung - Google Patents
SchubladenführungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schubladenführung und insbesondere eine Schubladenführung als Einfach-Auszug.
Schubladenführungen als Einfach-Auszug weisen möbelseitige Führungsschienen und schubladenseitige Auszugsschienen auf. An den Führungsschienen ist jeweils am
vorderen Ende eine Stützrolle angebracht, auf der die schubladenseitige Auszugsschiene abgestützt ist. Vom
rückwärtigen Ende der Schublade stehen Ansätze ab, an denen sich Laufrollen befinden, die in den Führungsschienen
geführt sind. Beim Ausziehen der Schublade stößt diese gegen einen Anschlag, wenn die Laufrollen
sich noch ein Stück weit in den Führungsschienen befinden. Das Gewicht der Schublade wird dann von den Stützrollen
abgestützt, während die Laufrollen ein Herunterkippen der ausgezogenen Schublade verhindern. Bei Vollauszügen
ist die Schublade derart bemessen, da/3 der Schubladenkasten in seiner gesamten Nutztiefe aus dem
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Möbel herausgezogen werden kann, so da/3 das Innere des
Schubladenkastens vollständig von oben her zugänglich ist, während sich eine an den Schubladen befestigte
Stützstruktur noch im Inneren des Schrankes befindet. Als Überauszüge werden solche Schubladenführungen bezeichnet,
bei denen die Schublade aus dem Schrank so weit herausgezogen werden kann, da/3 die Rückwand des
Schubladenkastens noch vor der Schrankblende steht. Je weiter eine Schublade aus dem Schrank heraus'gezogen
werden kann, umso länger mu/3 die von der Schublade nach hinten abstehende Stützstruktur sein. Die Schranktiefe
mu/3 so bemessen werden, da/3 sie gleich der Tiefe des
Schubladenkastens zuzüglich der Länge der Stützstruktur ist. Dies führt dazu, da/3 nur ein Teil der Schranktiefe
nutzbar ist.
Der Oberbegriff des Anspruchs 1 geht aus von einer Schubladenführung, wie sie aus DE 90 12 423 U bekannt
ist. Bei dieser Schubladenführung besteht die die Schublade im Auszugszustand abstützende Stützstruktur aus
Schwenkarmen, die am rückwärtigen Schubladenende angebracht sind und die beim Einschieben der Schublade
einwärts geschwenkt werden, um die effektive Schubladenlänge im eingeschobenen Zustand, und damit auch die
benötigte Schranktiefe, zu verringern. Die Laufrolle, die normalerweise an einem starren rückwärtigen Ansatz
der Schublade angebracht ist, ist hierbei an einem Schwenkarm angebracht. Die Schwenkarme und die Schublade
weisen zusammengreifende Verriegelungselemente auf, die die Schwenkarme bei innerhalb der Führungsschienen
geführten Laufrollen im gestrecktem Zustand verriegelt halten. Bei nahezu vollständig eingeschobener Schublade
werden die Schwenkarme dadurch entriegelt, da/3 sie Steuernocken passieren. Danach werden die Schwenkarme
von den Führungsschienen auf Führungsbahnen überführt,
die ein Einwärtsschwenken der Schwenkarme in der Endstellung
der Schublade bewirken. Bei einwärts geschwenkten Schwenkarmen wird die Schublade durch an ihrem Ende
befindliche zusätzliche Hilfsrollen abgestützt. Durch die Steuernocken wird der leichtgängige Lauf der Schublade
am Ende der Einschubbewegung beeinträchtigt, wobei es vorkommen kann, da/3 die Schublade kurz vor ihrer
Endstellung stehenbleibt. In diesem Fall mu/3 die Schublade manuell zugeschoben werden, um die vollständige
Einschubstellung zu erreichen. Nachteilig ist weiterhin, da/3 die Schwenkarme entlang ihrer Schwenkachsen in
Grenzen verschieblich oder in vertikaler Ebene kippbar sind, um die Verriegelung und Entriegelung zu bewirken.
Die Schwenkarme haben also au/3er ihrer Verschwenkbarkeit noch einen zusätzlichen Freiheitsgrad. Dadurch
wird die Stabilität der Schubladenführung verringert und die Herstellung mit den erforderlichen Toleranzen
erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schubladenführung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art zu schaffen, also eine Schubladenführung, die bei weiter Herausziehbarkeit der Schublade eine
geringe Schranktiefe erfordert, bei der trotz Verschwenkbarkeit der die Laufrollen tragenden Schwenkarme
ein stabiles Führungsverhalten bei ausgezogener Schublade gewährleistet ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemä/3 mit
den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bei der erfindungsgemä/3en Schubladenführung wird dadurch,
da/3 die Führungsschienen an ihrer Innenseite
einen schrägen Führungssteg aufweisen, die Laufrolle mindestens im Endbereich der Auszugslänge nach au/3en
gezogen. Dadurch werden die Schwenkarme von den Laufrollen gegen Anschläge gezogen, so da/3 die Bewegungsfähigkeit der Schwenkarme in der Schwenkebene immer
mehr eingeschränkt ist. Bei zunehmender Auszugslänge der Schublade wird der Abstand des Schwerpunkts der
Schublade von den Stützrollen immer größer, so da/3 die Laufrollen mit größer werdender Kraft von unten her
gegen die oberen Schenkel der C-förmigen Führungsschiene gedrückt werden. Von dem schrägen Führungssteg
der Führungsschiene wird die Innenkante der Lauffläche der Laufrolle nach au/3en gegen den Anschlag gedrückt,
wodurch der Schwenkarm im gestreckten Zustand fixiert wird. Bei eingeschobener Schublade sind die Laufrollen
nicht belastet und sie werden in den Führungsschienen lose geführt. Bei weit herausgezogener Schublade werden
die Schwenkarme, die generell in Längsrichtung der Schublade weisen, durch das Belastungsmoment der Schublade
von den schrägen Führungsstegen der Führungsschienen gegen die Anschläge gedrückt und dadurch in Bezug
auf die Schublade steif gemacht. Im ganz herausgezogenen Zustand, wenn die Hilfsrollen der Schublade sich in
der Nähe der Stützrollen befinden, üben die an den rückwärtig abstehenden Schwenkarmen gelagerten Laufrollen
eine seitliche Stabilisierungswirkung aus, so daß gerade
in diesem Lastfall, bei langem Hebelarm der Schublade, eine gute Stabilisierungswirkung gewährleistet
ist. Wenn die Schublade dagegen weit eingeschoben ist, ist eine Stabilisierungswirkung der Seitenbewegungen
und der horizontalen Verschwenkbarkeit der Schublade nicht in größerem Maße erforderlich. Hier erfolgt die
Stabilisierung durch die Hilfsrollen, die an den Führungsschienen geführt sind und in diesem Zustand einen
größeren Abstand von den Laufrollen haben. Ein beson-
C
derer Vorteil besteht darin, da/3 die Führungsschienen
durchgehend über ihre gesamte Länge eine konstante lichte Weite haben können, so da/3 ihre Herstellung vereinfacht
ist.
Jeder der Schwenkarme ist nach Art eines Kniegelenks schwenkbar, d.h. er kann nur nach innen geschwenkt werden,
nicht aber über den gestreckten Zustand hinaus nach außen. Die Auswärtsschwenkung wird durch tien Anschlag
begrenzt. Wenn bei weit herausgezogener Schublade eine horizontale Querkraft auf die Schublade
wirkt, wird die Schublade durch den in Richtung der Kraftwirkung zurückliegenden Schwenkarm, der bei dieser
Belastung fest gegen seinen Anschlag gedrückt wird, blockiert, während der in Kraftrichtung vornliegende
Schwenkarm nachgeben kann.
Vorzugsweise umgreifen die Auszugsschienen die Stützrollen von oben und sie weisen zu beiden Seiten der
Stützrollen schräge Führungsstege auf. Die schrägen Führungsstege stabilisieren die Schublade ebenfalls
gegen Seitenkräfte.
Zweckmäßigerweise sind die Schwenkarme in geringem Ma/3e
biegeelastisch oder drehelastisch, so da/3 sie bei ausgezogener Schublade zwischen den Anschlägen und dem
inneren Schenkel der Führungsschiene verspannt werden. Alternativ können die Schwenkarme auch starr sein, wenn
die Anschläge eine entsprechene Nachgiebigkeit oder Elastizität haben.
Gemä/3 einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
sind die Schwenkachsen der Schwenkarme an der Schublade schräg angeordnet, derart, daß sie bei vertikaler Belastung
ihrer Laufrollen nach außen gegen den Anschlag gedrückt werden. Durch die schräge Anordnung der
Schwenkachsen werden die Schwenkarme bereits durch ihr Eigengewicht nach außen gedrückt, so dap sie sich an
die Anschläge anlegen. Dadurch werden Pendelbewegungen der unbelasteten Laufrolle in der Laufschiene vermieden.
Wenn bei herausgezogener Schublade eine Belastung der Laufrollen und Schwenkarme erfolgt, wird durch die
infolge der Schrägstellung der Schwenkachsen hervorgerufene horizontale Kraftkomponente das Andrücken der
Schwenkarme gegen die Anschläge noch verstärkt."
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, da/3
die Schwenkarme nur einen einzigen Freiheitsgrad benötigen, nämlich die Verschwenkbarkeit um ihre Schwenkachsen,
da/3 die Schwenkarme jedoch nicht entlang der Schwenkachsen verschiebbar oder in vertikaler Ebene
kippbar sein müssen. Dadurch kann bei geringem Herstellungsaufwand die Stabilität der Seitenführung erhöht
werden.
Die erfindungsgemä/3e Schubladenführung eignet sich insbesondere
für Apothekenschubladen. Apothekenschubladen zeichnen sich durch eine relativ große Länge mit einer
Nutztiefe im Bereich von etwa 1,00 m und einer Gesamtlänge von etwa 1,25 m aus. Eine weitere Besonderheit
von Apothekenschubladen besteht darin, da/3 an dem Schubladenkasten
die Auszugsschienen in geringer Höhe über dem Boden angeordnet sein müssen, damit die Seitenwände
Platz für die Anbringung von Kartentaschen zur Aufnahme von Beschriftungsträgern bieten. Diejenigen Schubladen,
die über Augenhöhe angeordnet sind, haben üblicherweise einen durchsichtigen Boden. Ein weiteres Merkmal von
Apothekenschubladen ist ein Gefälle in der Schubladenführung, um einen selbsttätigen Einlauf in die Schließstellung
zu erreichen.
Die Anwendung der erf indungsgemä/3en Schubladenführung
ist jedoch nicht auf Apothekenschränke beschränkt.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht einer Schubladenführung in weit ausgezogener Position,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht der Schublade, wobei unterschiedliche Auszugszustände A,B und
C dargestellt sind,
Fig. 3 eine Teil-Draufsicht der Schubladenführung,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV von Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V von Fig. 3 und
Fig. 6 eine Rückansicht einer modifizierten Schublade.
Die in Fig. 1 dargestellte Schubladenführung weist eine Schublade 12 mit parallelen Seitenwänden 13, einer Rückwand
14, einer Vorderwand, an der eine auswechselbare Blende 15 befestigt ist, sowie eine Bodenwand 16 auf.
Das Innere des Schubladenkastens 12 kann durch versetzbare Trennwände in Fächer unterteilt werden, die
zur Aufnahme verschiedener Medikamente dienen. Entlang
Q
der Seitenwände 13 verläuft jeweils eine horizontale Auszugsschiene 19, die nach außen absteht.
Mit "vorn" ist jeweils die dem Benutzer zugewandte Richtung der Schublade bezeichnet und mit "hinten" die in
den Schrank hineinführende Richtung.
Für jede Schublade sind zwei Führungsschienen 20 mit
seitlich offenem C-Profil vorgesehen, die in- einem (nicht dargestellten) Schrank montiert werden können.
An dem vorderen Ende jeder Führungsschiene 20 ist eine Stützrolle 21 gelagert. Auf der die Führungsschiene
nach oben hin überragenden Stützrolle 21 liegt die Auszugsschiene 19 auf.
Die Seitenwände 13 sind nach hinten über die Rückwand 14 hinaus verlängert und sie tragen dort Halter 22, an
denen jeweils ein Schwenkarm 23 um eine vertikale Schwenkachse,24 schwenkbar angebracht ist. Die Schwenkarme
23 sind zwischen einer ersten Stellung, in der sie in Längsrichtung der Schublade verlaufen und diese nach
hinten verlängern, und einer zweiten Stellung schwenkbar, in der sie einwärts geschwenkt sind, so da/3 die
Halter 22 das rückwärtige Ende der Schublade 12 bilden. An der Außenseite jedes Schwenkarms 23 ist eine Laufrolle
25 auf einem abstehenden Zapfen gelagert. Diese Laufrolle läuft in einer Führungsschiene 20 und kann
daher von unten gegen die obere Lauffläche dieser Führungsschiene drücken. An den rückwärtigen Enden sind
die beiden Führungsschienen 20 durch eine Traverse 28 mit Führungsbahnen 2 6 miteinander verbunden. Von den
Innenseiten der Schwenkarme 23 stehen Führungsstücke 27 ab, die kurz vor den Laufrollen 25 angeordnet sind und
die mit einer Führungsbahn 2 6 in Eingriff kommen können, um kurz vor Ende der Einschubbewegung der Schub-
lade die Schwenkarme 2 3 gegeneinander (nach innen) zu verschwenken, so da/3 die Schwenkarme bei eingeschobener
Schublade einen eingeschwenkten Zustand einnehmen. Die Schwenkarme haben hierbei eine Länge, die etwa der halben
Schubladenbreite entspricht, jedoch kann die Länge der Schwenkarme auch größer sein, wobei die Schwenkarme
sich dann im eingeklappten Zustand überlappen. Damit die Laufrollen 25 kurz vor dem Ende der Einschubbewegung
der Schublade die C-förmigen Führungsschienen 20 verlassen können, haben die Führungsschienen am Endbereich
entsprechende Öffnungen, aus denen die Laufrollen 25 seitlich austreten können.
Im eingeschobenen Zustand der Schublade gemä/3 Stellung
A von Fig. 2, also wenn die Schwenkarme 23 eingeklappt sind und die Laufrollen 25 keine Stützfunktion wahrnehmen
können, ruht die Schublade auf Hilfsrollen 29, welche im rückwärtigen Bereich des Schubladenkastens an
den Verlängerungen der Seitenwände 13 gelagert sind. Die Hilfsrollen 29 greifen nicht in die Führungsschienen
20 ein, sondern sie laufen auf dem oberen Laufschenkel 20a, der den oberen der beiden horizontalen
Schenkel der Führungsschiene bildet. Die Hilfsrollen 29 laufen also frei auf dem oberen Laufschenkel 20a der
Führungsschiene, ohne gegen Abheben von dem Laufschenkel
gesichert zu sein.
Beim Herausziehen der Schublade gemä/3 Stellung B von
Fig. 2 klappen durch die entlang der Führungsbahnen 26 geführten Führungsstücke 2 7 die Schwenkarme 23 auseinander,
wodurch die Laufrollen 25 in die Führungsschienen 20 eingeführt werden. In diesem Zustand liegt die
Last des rückwärtigen Teils der Schublade immer noch auf den Hilfsrollen 29. Die Laufrollen 25 schweben in
diesem Zustand in der Mitte zwischen den beiden hori-
zontalen Schenkeln der Führungsschiene, ohne einen der Schenkel reibend zu berühren.
Die Laufrollen 25 übernehmen Last erst, wenn der Schwerpunkt
der Schublade die Stützrollen 21 überschritten hat, was in Position C von Fig. 2 der Fall ist. Dann
werden die Laufrollen von unten her gegen die jeweiligen Laufschenkel 20a der Führungsschiene 20 gedrückt
und die Hilfsrollen 29 heben von dem Lauf schenkel ab. Beim weiteren Herausziehen der Schublade erfolgt die
Abstützung durch die Stützrollen 21, während das rückwärtige Ende der Schublade durch die Laufrollen 25 niedergehalten
wird.
Gemä/3 Fig. 3 stößt jeder Schwenkarm 2 3 dann, wenn er
nach hinten abstehend ausgerichtet ist, gegen einen an dem Halter 22 bzw. der Schublade vorgesehenen Anschlag
30, der ein weiteres Auswärtsschwenken verhindert.
Am vorderen Ende der Führungsschiene 20 ist ein Abweiser 31 unmittelbar hinter der Stützrolle 21 vorgesehen,
der seitlich schräg nach vorne und innen gerichtet von der Außenwand der Führungsschiene 20 absteht.
Der Abweiser 31 ragt somit in das Innere der Führungsschiene hinein, so da/3 die in der Führungsschiene
20 geführte Laufrolle 25 beim Herausnehmen der Schublade aus der Führung gegen den Abweiser 31 stößt.
In dem hinter dem Abweiser 31 liegenden Bereich ist die Führungsschiene 20 nach innen offen, so daß die Laufrolle
25 die Führungsschiene nach innen verlassen kann. Wenn die Laufrolle 25 gegen den schrägen Abweiser 31
stößt, wird dadurch der Schwenkarm 2 3 nach innen verschwenkt. Auf diese Weise kann die Schublade leicht aus
der Führung herausgenommen werden.
In Fig. 4 ist das Profil der Führungsschiene 20 dargestellt. Die C-förmige Führungsschiene 20 hat einen
oberen Laufschenkel 20a und einen unteren Laufschenkel 20b sowie eine vertikale Basis 20c. Der obere Laufschenkel
20a weist zwei schräg verlaufende Führungsstege 33,34 auf, von denen der Führungssteg 34 den
Übergang zur Basis 20c bildet, während der Führungssteg 33 das obere Ende der Laufrolle 25 umgreift. Der untere
Laufschenkel 20b verläuft horizontal, er kann jedoch ebenfalls einen die Laufrolle 25 umgreifenden Steg aufweisen.
Das seitliche Spurspiel der Laufrolle 25 in der Führungsschiene 20 ist so eng, wie es für einen freien
Lauf der Laufrolle 25 gerade erforderlich ist.
Wenn sich die Schublade im weitgehend eingeschobenen Zustand befindet, sind die Laufrollen 25 entlastet, so
da/3 sie von beiden Lauf schenkein 20a und 20b einen Abstand
haben. Bei herausgezogener Schublade werden dagegen die Laufrollen 25 von unten gegen die Laufschenkel
20a gedrückt, wobei die Innenkante der Laufrolle gegen den schrägen inneren Führungssteg 33 drückt und
die Laufrolle von diesem Führungssteg 33 nach außen gedrückt wird. Die Laufrolle 25 zieht den Schwenkarm 23
nach außen und drückt ihn dadurch fest gegen den Anschlag 30. Dadurch wird der Schwenkarm 23 der Schublade
im gestreckten Zustand fixiert.
Zweckmäßigerweise sind die Schwenkarme 23 biegeelastisch oder drehelastisch und/oder die Anschläge 30
geben elastisch nach, um Verklemmungen der Laufrollen in den Führungsschienen zu vermeiden. Die Schwenkarme
23 sind ausschließlich um ihre Schwenkachsen 24 herum schwenkbar, sie haben also keinen Freiheitsgrad in
einer vertikalen Ebene. Jeder der Schwenkarme ist nach
Art eines Kniegelenks ausschließlich nach innen schwenkbar, d.h. er kann nicht über den gestreckten Zustand
hinaus auswärts geschwenkt werden. Durch das Zusammenwirken des Führungssteges 33 und des Anschlags 30 wird
das Kniegelenk im gestreckten Zustand steifgemacht.
Fig. 5 zeigt eine Seitenwand 13 des Schubladenkastens 12 mit der davon nach au/3en abstehenden Auszugsschiene
19, die von der Stützrolle 21 getragen wird. D.ie Auszugsschiene 19 ist doppelwandig ausgeführt und aus dem
Material der Seitenwand 13 ausgebogen. Sie weist einen horizontalen oberen Laufschenkel 35 und zwei beidseitig
davon schräg nach unten abstehende Führungsstege 36 und 37 auf. Die Auszugsschiene 19 umgreift die Stützrolle
21 von oben, d.h. sie ist breiter als die Stützrolle. Der horizontale Teil der Unterseite des Laufschenkeis
35 hat eine Breite, die im wesentlichen der Breite der Stützrolle 21 entspricht. Bei auftretenden Seitenkräften
drückt die Schublade mit dem inneren Führungssteg 36 oder dem äußeren Führungssteg 37 gegen eine
Kante der Stützrolle 21, wodurch eine der Seitenbewegung entgegenwirkende seitliche Gegenkraft entsteht.
Fig. 6 zeigt eine Rückansicht einer abgewandelten Schublade 12. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem vorhergehenden dadurch, da/3 die Schwenkachsen 24 nicht senkrecht angeordnet, sondern in einer
Querebene der Schublade schräggestellt sind. Die Schwenkachsen 24 sind V-förmig angeordnet, d.h. sie
konvergieren nach unten. Wenn eine Laufrolle beim Ausziehen der Schublade gemä/3 Fig. 4 von unten gegen den
Laufschenkel 20a der Führungsschiene 20 gedrückt wird, wirkt auf den Schwenkarm 23 infolge der Schrägstellung
seiner Schwenkachse 24 eine nach außen gerichtete Kraftkomponente, die den Schwenkarm zusätzlich gegen den
Anschlag 30 drückt. Bereits im Spielbereich der Laufrolle 25 in der Führungsschiene 20, wenn zunächst nur
das Gewicht des Schwenkarms wirksam ist, jedoch noch keine Abstützung durch den Schwenkarm erfolgt, wird der
Schwenkarm durch die nach au/3en wirkende Kraftkomponente in Richtung auf den Anschlag 30 gedrückt. Dadurch
werden Pendelbewegungen der unbelasteten Laufrolle 25 in der Führungsschiene 20 vermieden.
Claims (6)
1. Schubladenführung mit
zwei möbelseitigen Führungsschienen (20) mit im
wesentlichen C-förmigem Profil,
zwei schubladenseitigen Auszugsschienen (19J,
an den vorderen Enden der Führungsschienen (20) vorgesehenen Stützrollen (21) zum Abstützen der
Auszugsschienen (19),
an dem rückwärtigen Ende der Schublade (12) vorgesehenen, längs der Führungsschienen (20) laufenden
Hilfsrollen (29),
an dem rückwärtigen Ende der Schublade vorgesehenen Schwenkarmen (23) mit in den Führungsschienen
laufenden Laufrollen (25) und
möbelseitigen Führungsbahnen (26) zum Anschwenken der Schwenkarme (23) an die Schublade,
dadurch gekennzeichnet,
da/3 die Führungsschienen (20) an ihren Innenseiten schräge Führungsstege (33) aufweisen, an denen die
Laufrollen (25) mindestens im vorderen Bereich der Führungsschienen abrollen und dadurch den zugehörigen
Schwenkarm (23) gegen einen das weitere Ausschwenken verhindernden Anschlag (30) ziehen.
2. Schubladenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Auszugsschienen (19) die Stütz-
rollen (21) von oben umgreifen und zu beiden Seiten der Stützrollen (21) schräge Führungsstege
(36,37) aufweisen.
3. Schubladenführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Schwenkarme (23) biegeelastisch
oder drehelastisch sind.
4. Schubladenführung nach einem der Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Anschläge (30)
- elastisch sind.
5. Schubladenführung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Schwenkachsen (24)
der Schwenkarme (23) an der Schublade (12) derart schräg angeordnet sind, da/3 die Schwenkarme bei
vertikaler Belastung ihrer Laufrollen (25) nach au/3en gegen den Anschlag (30) gedrückt werden.
6. Schubladenführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, da/3 die Schwenkachsen (24) in Querrichtung
der Schublade (12) schräg angeordnet sind und nach unten konvergieren.
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