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Elektronenmikroskop Es ist ein Elektronenmikroskop bekannt, das ein
Stativ mit einer waagerechten Auflagefläche für das die Linsen enthaltende Vakuumgefäß
in Form eines kleinen Tisches besitzt. Dabei sind in das Stativ an geeigneten Stellen
auch alle wesentlichen sonstigen zum Betrieb benötigten Einzelteile, wie Vakuumpumpe,
Kühlfalle, Regel- und Meßgeräte eingebaut. Bei der bekannten Konstruktion ist das
Stativ nach oben hin: verlängert und als Träger der oberen Schutzwanne ausgebildet,
in welche die die Hochspannung zuführenden Leitungen und der Erdungsschalter eingebaut
sind. Das Mikroskop ist fernerhin so eingerichtet, daß gleichzeitig bis zu drei
Beobachter durch entsprechende ihren Beobachtungsplätzen zugeordnete Schaulöcher
den Zwischenbildleuchtsdhirm bzw. den Endbildleuchtschirm beobachten können. Diese
Konstruktion bringt es mit sich, daß die waagerechte Auflagefläche für das eigentliche
Mikroskop verhältnismäßig klein bemessen sein muß, um jeden der Beobachter ausreichend
nahe an die Schauöffnungen heranzubringen.
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Die Erfindung betrifft ein Elektronenmikroskop mit einem Stativ, das
eine waagerechte Auflagefläche für das die, Linsen enthaltende Vakuumgefäß besitzt
und das auch gleichzeitig als Träger aller wesentlichen zum Mikroskop gehörigen
Teile eingerichtet ist. Erfindungsgemäß ist,die waagerechte Auflagefläche des Stativs
wenigstens im Bereich eines dem Mikroskop zugeordneten Beobachtungsplatzes.
seitlich
zu einem Schreib- und Arbeitstisch erweitert. Auf diese Weise wird das Arbeiten
mit dem Mikroskop gegenüber der bekannten Konstruktion erleichtert, da nunmehr der
sitzende Beobachter sehr handlich auf einer-Seite eine freie Tischplatte besitzt,
so daß er die Möglichkeit hat, während-der-.Beobachtungen bequem die Beobachtungsergebnisse
.sofort schriftlich niederzulegen und auchUntersuchungsgeräte, Objekte, Objektblenden,
Zusatzinstrumente u. dgl., die beim Arbeiten mit dem Mikroskop benötigt werden,
ablegen kann. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, @daß
das Mikroskop für zwei Beobachtersitzplätze eingerichtet ist und als Stativ ein
viereckiger Tisch dient. Dabei ist das Mikroskop auf dem Tisch von der Seite des
Hauptbeobachtungsplatzes aus nach der linken- Seite hin so versetzt, daß sich rechts
neben dem vor dem Gerät sitzenden Beobachter -eine-,größere Schreibtischfläche ergibt.
Gleichzeitig ist das Mikroskop dabei nach einer Tischecke hin derart versetzt, daß
sich außer dem Hauptbeobachtungssitzplatz noch ein zweiter Sitzplatz an der linken
Seite des. Tisches mit einer auch diesem Platz zugeordneten Schreibfläche ergibt.
Der Hauptbeobachter hat dabei. also.. rechts neben sich die Schreib- und Ablegefläche,
während :dem zweiten Beobachtungsplatz linker Hand eine zusätzliche Tischfläche
zugeordnet ist.
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Für den Hauptbeobachter wird mnan unterhalb der Tischfläche, und zwar
-vorzugsweise versetzt nach der dem Hauptbeobachtungsplatz_ zugeordneten Schreibfläche,
die Regelgeräte des Mikroskops anordnen, so daß sie bequem von dem sitzenden Hauptbeobachter
bedient werden können. Diese Regelgeräte kann man mit Vorteil in. .einem unter der
Tischplatte angeordneten Kasten anordnen,- der an einer Drehachse oder Scharnier
so befestigt ist, daß man ihn zur Kontrolle der darin eingebauten. Geräte von der
Tischplatte nach unten, hin wegklappen kann. Dabei werden die in den Kasten hineinführenden,
vorzugsweise von einem unmittelbar hinter dem Tisch stehenden Netzanschlußgerät
kommenden elektrischen Anschlußleitungen -derart.-als bewegliche Leitungen ausgeführt,,
daß_ sie .für die Kontrolle nicht gelöst werden müssen. Oben auf der Tischplatte
kann ein Meßinstrumente aufnehmender Kasten befestigt sein, der den hinteren Abschluß
der einen Tischfläche bildet. Diesem Kasten wird zweckmäßig eine nach vorn abgedeckte
Soffittenbeleuchtung zugeordnet, so daß @die Instrumente von dem sitzenden Hauptbeobachter
blendungsfrei beobachtet wenden können. Ein Kassettenvorrat kann auf oder unter
dem Tisch neben oder unter dem Mikroskop untergebracht werden.. Die Pümpleitung
wird man bei der Anordnung des Mikroskops auf einen viereckigen Tisch, vom Hauptbeobachter
aus. gesehen auf der rechten Mikroskopseite, verlegen, so daß der links sitzende
Beobachter ebenfalls eine genügend tiefe Tischflache hat.
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Weitere für- die Erfindung wesentliche Merkmale ergeben sich aus
-dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel, "das ein Elektronenmiki,,öskop
mit einem als viereckiger Tisch ausgeführten Stativ zeigt.
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Fig. i zeigt eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig.3
eine teilweise im Schnitt dargestellte .Seitenansicht des Mikroskops.
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Mit i ist die viereckige Tischplatte des Mikroskopstativs bezeichnet.
Die Tischplatte ruht auf den vier mit 2 bezeichneten Beinen. Oben -auf die Tischplatte
ist das Elektronenmikroskop 3 senkrecht stehend aufmontiert. Im Ausführungsbeispiel
ist ein zweistufiges Mikroskop normalenStrahlengangs mit obenliegender Kathode gezeichnet.
Es kann aber auch das Mikroskop mit untenliegender Kathäde auf der Tischplatte aufgebaut
sein, wobei das Mikroskop zu einem Teil bis unter die Tischplatte reichen kann,
um z. B. die Spannungszuführung, zur Kathode unter dieTischplatte zu verlegen. Inn
oberen Teil -des beispielsweise gezeichneten Mikroskops befindet sich das Stra'hlerzeugungssystem.
Mit q. und 5 sind die dem Endbildleuchtschirrn zugeordneten Schaulöcher für den
vor dem Tisch sitzenden Hauptbeobachter und auf der linken Seite'* sitzenden zweiten
Beobachter be-".zeidinet.. Das Mikroskop ist aus der Tischmitte heraus nach der
vorderen linken Ecke 5a des Tisches hin versetzt derart angeordnet, daß der Hauptbeobachter
an der mit 6 bezeichneten Seite und ein zweiter Beobachter an der mit 7 bezeichneten
Seite seinen Sitzplatz ..hat, .Mit 8 ist die zur Hauptvakuumpumpe g führende Vakuumleitung
bezeichnet; bei. io ist die Kühlfalle für die Vakuumleitung angedeutet. Die erforderlichen
Vakuumschaltungen werden mit Hilfe eines Hahnes i.i, der durch einen. Han-dgriff_
12 verstellt werden kann, durchgeführt. Den hinterenAbschluß auf derTischplatte
bildet ein Kasten 13, in den Meßinstru-.mente,äq. leingebaut sind. Eine Soffittenlampe
15 sorgt für blendungsfreie Beleuchtung -der Instrumentenskalen. - Rechts neben
- dem Hauptbeobachtungsplatz ergibt sieh vor dem Kasten rg -eine freie Tischfläche
16, so daß der Hauptbeobachter hier . Schreib- .-und Ablegemöglichkeithat; für den
auf der linken .Seite 7, des Tisches sitzenden Beobachter "ergibt sieh auf der Tischplatte
bei 17 ebenfalls eine entsprechende Tischfläche. Diese Tischfläche ist dadurch ausreichend
groß gemacht, Üaß die Pumpleitung 8 in der aus dem Grundriß der Fig. 2 ersichtlichen
Weise auf der rechten Seite des MikrosköPs 3 verlegt ist. Unterhalb der Tischplatte
ist ein,. Kasten _ 18 angeordnet, der die Schalt und Regelgeräte des Mikroskops
enthält. Mit i9 sind die Bedienungshandgriffe für diese Geräte bezeichnet. Der -Kasten
16 ist -an einer Drehachse 2o so befestigt, -daß er- zur Kontrolle der in ihm eingebauten
Schalt- und Regelgeräte nach Lösung der vorderen in der Figur im einzelnen nicht
dar- i gestellten Befestigungsmittel von der Tischplatte nach .unten hin weggeklappt
werden kann. Dabei s .in i d die in der Figur im einzelnen nicht dargestellten elektrischen
Zuleitungen,. die in den Kasten i8 führen, ,denärt beweglich ausgebildet; däß i
män--die.se Kontrolle det_ Geräte
ohne die elektrischen Zuleitungen
dabei lösen zu müssen.
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Abweichend von :den in der Figur dargestellten Ausführungsformen kann
man auch andere Grundrißformen für die waagerecht liegende Auflagefläche des Mikroskops
anwenden. Wichtig ist,dabei immer, daß das Stativ so ausgeführt ist, daß es einerseits
in an sich bekannter Weise alle wesentlichen zur Bedienung des Gerätes benötigten
Zusatzgeräte aufnimmt bzw. trägt und andererseits so ausgestaltet ist, daß sich
handlich neben einem oder mehreren Beobachtungsplätzen ausreichend große Schreib-
oder Arbeitstischflächen ergeben.