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Nähmaschine Die Erfindung bezweckt die Beseitigung von Geräusch und
Vibrationen bei gewerblichen Nähmaschinen, und zwar insbesondere bei solchen Industriemaschinen,
die mit hoher Geschwindigkeit oder starker Belastung arbeiten sollen.
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Bei Maschincin dieser Art kommen verschiedene für den Vorschub des
Werkstückes dienende Teile vor, :die mit hoher Geschwindigkeit hin und her gehen
und absatzweise inAngriff mit anderenTeilen oder mit dem Werkstück gelangen. Die
bisher gewöhnlich gebauten Maschinen dieser Art rufen starkes Geräusch und Vibrationen
hervor, und zwar infolge der wiederholten Massenstöße sich schnell miteinander bewegender
oder mit ruhenden Teilen zusammenwirkender Teile oder beim Zusammenwirken mitgegenüberliegenden
Flächen des Werkstückes. Übermäßiges Geräusch und starke Vibrationen entstehen vor
allem durch die wiederholte Berührung ;des Stoffschiebers eines Vorschubs mit Viereckbewegung
mit dem zugeordneten Stoffdrücker, und zwar sowohl beim Zusammenwirken mit dem Werkstück
als auch unabhängig hieirvon, und entstehen ferner durch die wiederholten Stöße
des Stoffdrückers gegen die Stichplatte.
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Die Erfindung bezweckt, vor allem diejenigen Geräusche und Vibrationen
zu beseitigen, die von dem absatzweisen Vorschub des Werkstückes ausgehen.
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Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, zurErreichung dieses
Zieles Vibrationen zu dämpfen
oder zu absorbieren, die in der vorgenannten
Weise an bestimmten Teilen der Maschine auftreten.
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Zu :dieseqn Zweck ist gemäß ider Erfindung mindestens eines der sonst
ei.nstückig und stoßweise arbeitendenoder Stöße erhaltenden Werkzeuge einer
Nähmaschine, vorzugsweise der Stoffschieber und/ oder der Stoffdrücker, mehrteilig
aus mindestens zwei Metallteilen und mindestens einem zwischen diesenliegenden Verbindungsstückausnachgiebigem,
gummiartigem Werkstoff, z. B. Gummi oder gummiartiger Kunststoff, ausgebildet und
fest zusammengesetzt, wobei das Verbindungsstück Berührung zwischen :den Metallteilen
verhindert und Vibrationen .dämmt oder dämpft. Auf .diese Weise wird das Entstehen
von Vibrationen in Teilen großer Masse oder das sich Aufschaukeln solcher Vibrationen
verhindert; sogar Vibrationen kleiner Einzelteile, die Massenstößen unterworfen
sind, werden dabei beseitigt oder auf ein urbeachtliches Ausmaß verringert.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist nicht nur
der Stoffschieber und/oder der Stoffdrücker, sondern auch der vorzugsweise eine
Viereckbewegung steuernde Stoffso'hie-bertraghalken in der vorgenannten Weise mehrteilig
mit mindestens einem nachgiebigem, Vibrationen absorbierenden Zwischenstück ausgebildet,
das Berührung von Metall zu Metall verhindert.
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Als Werkstück für das Zwischenstück -bzw. die Zwischenstücke empfiehlt
sich gemäß der Erfindung verhältnismäßig weicher und nachgiebiger natürlicher oder
synthetischer Gummi bzw. Kunststoff, der fest an die Teile angeschlossen wird, die
sonst wie gewöhnlich ein einziges Metallstück biliden. Der Anschluß des Zwischenstückes
bew. der Zwischenstücke an die benachbarten Metallteile kann unmittelbar in Zusammenhang
mit der Formung, z. B. Vudlsanisierung des Zwischenstückes, gegebenenfalls unter
Anwendung von Drück und Hitze, z. B. durch Anvulkanisieren, hergeistellt werden.
Statt dessen kann eine solche innige Haftverbindung durch Verwendung eines bekannten,
für (den Werkstoffdes Zwischenstückes und/oder Metall geeigneten Klebers gebildet
werden.
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Statt oder außer dem Stoffdrücker kann auch die Drückerfußstange selbst
mehrteilig mit einem in der genannten Weise angebrachten Verbindungs- oder Zwischenstückes
aus gumminarbigem Werkstoff ausgebildet sein. Dieser für die- Erfindung grundsätzliche
Gedanke (der mehrteiligen und vibrationsdäanpfenden Zusammensetzung stoß- oder vibrationsbeanspruchter
Teile kann, gewünschtenfalls auch auf sonstige einstückig ausgeführte Teile einer
Nähmaschine angewendet werden.
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Zugleich mit der Dämpfung oder Absorbierung von Vibrationen durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird' das mit den Vibrationen verbundene Geräusch
ganz oder im wesentlichen beseitigt.
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Bei ider :bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist neben der
gemannten mehrteiligen Zusammensetzung der eigentlichen Nähmaschinenwerkzeuge auch
noch vorgesehen, daß deren Antriebsmittel, d. ,h. vor allem beim Stoffschieber .der
Stoffschiebeirtragbalken, über mindestens ein nachgiebiges, Vibrationen absorbierendes
Zwischenstück, das Berührung von Metall zu Metall verhindert, an das Nähmaschinenwerkzeug,
im vorliegenden Fall den Stoffschieber angeschlossen ist; das gleiche gilt für den
Anschluß des Stoffdrückers an die abgefederte Stoffdrückerstange od. -dgl.
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Zusätzlich zu den vorgenannten oder einer der vorgenannten Maßnahmen
kann gemäß der Erfindung auch noch ein ruhender Teil, der auf Stöße beansprucht
wird, nämlich die das Werkstück tragende Stofftragplatte bzw. die eingesetzte Stichplatte
durch eine Zwischeuiachioht oder mehrere Zwischenstücke aus nachgiebigem, gummiartigem
Werkstoff von dem sie tragenden Maschinenteil so getrennt sein, daß Berührung von
Metall zu Metall verhindert wird. Solche Zwischenstücke können auch aus nachgiebigen
U nterlegschei:ben für Befestigungsschrauben old.,dgl. bestehen.
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Die Anwendung ,des Erfindungsgedankens auf den Stoffschieber und/oder
den Stoffdrücker lyeseitigt nicht nur Geräusche und Vibrationen, sondern verbessert
auch das Arbeitendes Stoffvorschubs, weil die am Werkstück angreifenden Teile des
Stoffschie'bers und/oder des Stoffdrückers bei ihrer Bewegung während (des Vorschiebens
des Werkstückes etwas nachgeben können. Auf diese Weise wird eine vollständige parallele
Berührung der Oherfläoheai des Stoffschiebers und .des Stoffdrückers miteinander
und mit einem flachen Werkstück gewährleistet und diesen Teilen die Möglichkeit
gegeben, sich durch leichte Neigung an Unregelmäßigkeiten des Werkstückes anzupassen,
die @durch Quersäume, Quernähte od.,dgl. hervorgerufen werden.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachstehenden
Beschreibung einiger Ausführungsformen an Hand der Zeichnungen -hervor, und zwar
zeigt Fig. i eine Stirnansicht einer Nähmaschine gemäß der Erfindung bei weggelassener
Deckplatte für den Maschinenkopf, Fig. a einen senkrechten Schnitt durch den Maschiniensockel
und durch einen Teil des Maschinenkopfes, Fig.3 schaubildlich und mit auseinandergezogenen
Einzelteilen Leinen Stoffschiebertragbalken und den Stoffschieber und verschiedene
zugehörige Verbindungsteile, Fig. 4 in größerem Maßstab eine Einzelansicht, teilweise;
im Schni.tt,.zurDarstellungdes Zusammenbaues und Hier Zuordnung von Stoffdrücker,
Stoffschieber und Stichplatte, Fig. 5 eine ider Fig. 4 ähnliche Ansicht, teilweise
irre Schnitt, für eine abgeänderte Ausführungsform, Fig. .6 einen senkrechten Schnitt
durch das Unterende :der Drückerstange und des Stoffdrückers nach Fig. 5, und zwar
nach -dex Linie 6-6ider Fig. 5, Fi.g. 7 schaubildlich eine Einzelansicht zur Darstellung
eines oberen Stoffschiebers oder Drückerfußes, Iden (die Maschine enthalten kann,
Fi:g. S in größerem Maßstab eine der Fig. 5 ähnliche Einzelansicht einer weiteren
abgeänderten Ausführungsform,
Fi:g. 9 einen senkrechten Schnitt
nach derLinie 9-9 der Fig. 8, Fig. io einen senkrechten Schnitt nach der Linie io-i,o
der Fig. 8, Fig. i i eine der Fig. 5 ähnliche Ansicht zur Darstellung einer weiteren
allgeänderten Ausführungsform und Fig. 12 einen Schnitt eines Einzelteiles nach
der Linie 12-m2 ,der Fig. i i.
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Gemäß Fig. i und 2 ist die Erfindung in Anwendung auf eine Sockelnähmaschine
der allgemeinen Bauart veranschaulicht. Selbstverständlich können jedoch die verschiedenen
Merkmale der Erfindüng auf andere Nähmaschinen in einem -,weiten Bereich unterschiedlicher
Bauarten angewendet werden. Das Gehäuse der dargestellten Maschine besitzt einen
Sockel io, auf dessen einem Ende ein senkrechter St<indeir i i aufgebaut ist,
der an seinem oberen Ende einen in einen Maschinenkopf ia endenden überkragenden
Arm trägt. Eine Hauptantriebswelle 13 ist im Maschinensockel gelagert und wird durch
einen (nicht gezeichneten) kombinierten Handrad- und Riemenscheib'enantrieb in Drehung
versetzt. Die Hauptantriebswelle 13 steht über ein geeignetes Getriebe oder einen
Riementrieb mit einer drehbaren Armwelle i-. in Verbinidung, diel sich längs. des
oberen Geh.äüsearmes erstreckt und im Maschinenkopf endet. Eine innerhalb des Maschinenkopfes
an der Armwelle 14 befestigte Kurbel 15 ist über einen Lenker 16 mit einer Muffe
17 verbunden, die an 4e r in senkrechter Richtung hin und leer gehenden Nadcdstange-i8
befestigt ist. Diese Stange trägt an ihrem unteren Ende eine Nadel i g unrd bewegt
diese durch die das Werkstück tragende Stofftragplatte ioa,des Sockels hin und her
gehend hindurch. Unter dieser Stofftragplatte arbeitet mit der Nadel ein zusätzliches
Stic'h#bilde-,verkzeug zusammen, das zweckmäßig (in nicht gezeichneter Weise) als
Greifer für eine Viereckbewegung ausgebildet ist. Der Greifer kann in bekannter
Weise gelagert und gesteuert sein. Er sitzt fest an einer Schwingwelle 2o, die idazudient,
den Greifer Bewegungen ausführen zu lassen, .durch .die ein Zusammentreffen mit
-der Nadel vermieden wird (sog. Greiferausweichbewegung). Der Greifer wird durch
geeignete Verbindiungsteile, zu denen ein Schwingarm 21 gehört, von der Hauptantriebswelle
i3 aus so gesteuert, daß er in bekannter Weise die Nadelschleife ergreift und wieder
abwirft.
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Für den Vorschub des Werkstückes dient ein Stoffschiebermechanismus
mit Viereckbe-wegung. Dieser Mechanismus umfaßt einen Stoffschieberschwingrahmen
oder -schwingarm 22, der an einer Schwingwelle 23 .befestigt ist, die einen Arm
24. trägt, der sich nach vorn erstreckt und dessen vorderes Ende mit einem Lenker
25 verbunden ist, der mit einem einstellbaren, auf dem äußeren Ende,der Hauptantriebswelle
13 sitzenden Exzenter 26 zu: sammenarbeitet. In der Nähe des oberen Endes ist an
d!em S toff schieber schwingarm,2@2 einStoff schie@bertragbalken 2:7 schwenkbar
gelagert, der sich nach vorn erstreckt und in :der nachstehend näher beschriebenen
Weise einen Stoffsdiiebe:r 28 (Fig.4) trägt. Wie:. ersichtlich, verursachen. die
auf den Stoffschieberschwingarm 22 mittels des Exzenters 26 übertragenen Schwenkbewegungen
Vorschub- und Rü.ckwä,rtsbewegungen dies Stoffschiebers 28. Die Heb- und Senkbewegungen,
die den Stoffschieber zum Eingriff mit dem Werkstück und zur Freigabe des Werkstückes
bringen sollen, wenden ,durch Verbindungsteile übertragen, die einen sich nach unten
erstreckenden Arm des Stoffschiebertragbalkens umfassen. Dieser Arm ähnelt einem
Arm 29a der Fig. z, .der einen Teil einer abgeänderten Ausführungsform bildet,
und ist ähnlich wie dieser mit einem Lenker 30 verbunden, der mittels eines
Exzenters 31 auf der Hauptantriebswelle 13 sitzt. Mit dem Stoffschieber 28 arbeitet
ein Stoffdrücker 32 zusammen, ;der am Unterende einer Stoffdrückerstange 33 befestigt
ist, die mittels einer Feder 3.4, welche mit ihrem Unterende gegen eine an,der Stoffdrückerstange
befestigte Muffe 35 und mit ihrem Oberende gegen die Unterseite einer einstellbaren
Hül:sei36 drückt, elastisch nach unten gedrückt wird. Die Hülse 36 ist mit Außengewinde
im oberen Teil des Maschinenkopfes eingeschraubt und kann in senkrechter Richtung
verstellt werden, um @die Spannun-,der Feder 3.1. zu ändern, und zwar mittels eines
gerändelten Kopfes 37 am Oberend@" der Hülse. Wie ersichtlich, ist der am Werkstück
angreifende Teil des Stoffschiebers 28 so angeordnet, daß er nach oben durch geeignete
Öffnungen einer Stichplatte 38 (Fig. :z) hindurclitritt, .die in der Werkstücktragplatte
ioa angebracht ist. Wird,der Stoffschieber durch die Drehung des Exzenters 31 angehoben,
so greift er an der Unterseite :des Stoffdrückers 32 oder an :dem zwischenliegenden
Werkstück an und dient dabei dazu, den Stoffdrücker etwas von der Stich: platte
abzuheben. In diesem Zeitpunkt überträgt,der Stoff schieberschwingarm 22 auf,den
Stoffschieber 28 die Vorschwbkomponente seiner Bewegung, und bei Beendigung dieser
Bewegungskomponente wird :der Stoffschiebe-r 28 gesenkt. Unter der Voraussetzung,
daß die, Drückerstange den schnellen Auf- und Abbewegungen,des Stoffschiebers 28
zu folgen vermag, wind-der Drückerfuß 32 gegen ,das zwischenliegende Werkstück angedrückt
und drückt dieses gegen die Stichplatte 38 und gegen den Stoffschieber 28, auch
wenn,dieser sich senkt. Bei hoh@erArbeitsgeschwindigkeit vermag jedoch die Drückerstange
33 möglicherweise der Aufundabbewegung nicht so schnell zu. folgen und @blei:bt
,daher während der Bildung einer Naht in etwas angehobenür Stellung. In jedem Fall
ist es aber klar, d'aß das wiederholte Angreifen dies Stoffschiebers 28 an der Unterseite
des Stoffdrückers 32 oder des zwischenliegenden Werkstückes bei hohen Geschwindigkeiten
starke Geräusche und Vibrationen am Stoffschieber und am Stoffdrücker und an.den-dies:e
steuernden Teile hervorruft. Wenn der Stoffdrücker nach jedem Stichbil!dun.gsvorgang
in Angriff mit ,der Stichplatte kommt, erfährt diiese in gleicher Weise wiederholte
Stöße, die Geräusche und Vibrationen hervorrufen. Gemäß der Erfindung sind verschiedene
Mittel zur Abhilfe un,d zur Beseitigung oder Absorbierung oder Dämpfung solcher
Erschütterungen und Schwingungen vorgesehen,
Gemäß Feig. 4 weist
.der Stoffdrücker einen am Werkstück angreifenden. Teil 32, einen am unteren Ende
d(er Drückerstange mittels einer Klemmschraube 40 anschließbaren Schaft 39 und einen
Zwischentei'14i auf"der aus natürlichemoder synthetischemGummi oder einem anderen
ähnlichernWerkstoff besteht. Der Werkstoff soll verhältnismäßig weich und nachgiebig
sein und eine gewisse Elastizität besitzen"dde ihn bei Nachlassendes Druckes in
eine vorgegebene Form zurückzuführen strebt. Er soll außerdem fest mit Metall verbunden
werden können:. Zur Kennzeichnung in idnesem Sinn geeigneter Werkstoffe soll der
Ausdruck gummiähnlich oder gummiartig verwendet werden. Die Sohle 32 und der Schaft
39 -des Stoffdrückers bestehen aus den. Üblichen Metallen und sind fest mit dem
gummiartigen Zwischenstück 41 verbunden. Die hierfür geuignete Verbindung kann (durch
Anwendung einer zweckentsprechend, hohen Temperatur und von Druck bei der Zusammensetzung
ider Teile oder durch einen geeignetenKlebstoff hergestellt werden. Ein unter dem
Namen »Plyobond Nr. 2o« handelsüblicher Gummikleber hat sich für diesen Zweck als
b"drie!di@gend erwiesen. Wenn erwünscht, kann die Verbindung .auch hergestellt werden.,
indem man die das Zwischenstück bildende - kautschukartige Mischung in unmittelbarem
Zusammenhang mit -den zu verbindenden Teilen formt und fertigstellt. Das gummiartige
Zwischenstück kann gewünschtenfalls anfänglich mit etwas größerem Querschnitt als
nötig geformt und der überschüssige Teil dann beseitigt werden. Zur Verbesserung
oder Anhaftung zwischen der Gummischicht und den Metallflächen können diese, wenn
erwünscht, chemisch mit Säure ad. dgl. behandelt werden, -um die Flächen für den
Anschluß ides Gummis aufzurauhen.
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In gleicher Weise kann ider Stoffschieber mit einem Gummizwischenstück
oder einem gummiartigen Zwischenstück zwischen seinen. Teilen versehen werden. Zum
Beispiel kann. der am Werkstück angreifende gezahnte Teil 42 des Stoffschiebers
als von seinem Schaft 44 getrennter Teil ausgebildet und mit (diesem mittels einer
Zwischenschicht 45 aus Gummi oder gummiartigem Werkstoff verbunden werden, ,die
an diese beiden Teile in,der vorstehend beschriebenenWeise angeschlossen wird. Gewünschtenfialls.kann
der Schaft 44 in,der üblichen: Weise -an ,dem Stoff schiebertragbalken befestigt
werden, wobei Metall an Metall anliegt. Um jedoch Geräusch und, Erschütterungen
auf ein Minimum herabzusetzen, wird idie Anordnung nach Fig. 3 und 4 bevorzugt.
Hierbei besitzt ider Schaft44eine längliche Öffnung 46, die ein Einstellen des Stoffschiebers
an dem Stoffschiebertragbalken in senkrechter Richtung gestattet. Der Schaft 44
ist an Odem Stoffschiebertragbalken mittels einer Schraube 47 klemmend befestigt,
die mit Gewinde in eine Öffnung 47a des Stoffschile(bertragbalkens eingreift. Um
die Berührung von Metall zu Metall zwischen jeglichen Teilen des Gesamtaufbaues
zu beseitigen, ist ein kanalförmiger Teil 48 vorgesehen, der vorzugsweise aus natürlichem
oder synthetischem Gummi ocker gummiartigem Werkstoff besteht und den Schaft 44i
des Stoffschiebers übergreifen kann. Er paßt in einen entsprechenden kanalförmigen
Teil q19:, ider entweder ein Stück mit dem Stoffschiebertragbalken 27 bildet oder,
wie gezeichnet, einen gesondert einstellbar angebrachten Teil 5o bildet. Dieser
Teil 50 ist seitlich an dem Stoffschiebertragbalken mittels zwei Schrauben
51 und 52 befestigt. Die Schraube 51
geht durch eine kreisförmige Öfnurig
des Teiles Soi hindiurch und findet in. einer Gewindeöffnung des Stoffschiebertragbalkens
Aufnahme, während die Schraube 52 idurch einen in senkrechter Richtung verlaufenden
bogenförmigen Schlitz 53,des Teiles 50 hindÜrchgeht und von einer Gewindeöffnung
des Stoffschiebertraghalkens erfaßt wird. Auf diese Weise kann -die Winkeleinstellung
des Tediles 50 in bezug auf Iden Stoffschiebertragbalken innerhalb eines
begrenzten, Bereiches eingestellt werden. Dlie Schraube 47 tritt nicht nur durch
-die Öffnung 46 des Stoffschieberschaftes 44, sondern auch idurch eine öffnung 48a
des Teiles 48 hindurch, wobei der Stoffschieber an,den Teil 5o angeklemmt wird.
Ein Zwischenring 54 aus Gummi od. d@gl. ist vorzugsweise zwischen -den Kopf der
Schraube 47 und die Außenfläche ides Schaftes 44 eingelegt. Auf diese Weise ist
jegliche Berührung von Metall zu Metall zwischen idem Stoffsohiebur und Odem Stoffschiebertragbalken,und
zwischen jedem idieser Teile und den starr von dem anderen Teil geführten Teilen
beseitigt.
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Gemäß Fig. 4 ist die Stichplatte 38, die eine oder ,mehrere Öffnungen
55 für den Durchtritt der am Werkstück angreifenden Teile des Stoffschiebers aufweist,
etwas kürzer als der Abstand zwischen den Schulterflächen 56 und 57 bemessen" die
durch abgesetzte Teile der Werkstücktragplatte zoa gebildet werden. Aurf diese Weise
wird ein kleiner Spielraum an jedem, Ende der Stichplatte 38 geschaffen. Ein ähnlicher
Spielrauem ist längs der Seitenkanten (der Stichplatte 38 vorgesehen. An flanschärti;gen
Ansätzen 58, die idu.rch Ausnehmungen der Werkstücktragplatte gebildet werden, sind
Streifen 59 aus Gummi oder gummiartigem Werkstoff angebracht, auf denen die Stichplatte
38 ruht. Wenn ähnliche Flansche unterhalb der Seitenkanten der Stichplatte vorgesehen
siud, kann ein rechteckiger Rahmen aus gummiartigem Werkstoff an Stelle gesonderter
Streifen verwendet werden. Die Streifen 59 oder oder entsprechende Rahmen können
bzw. kann mit denFlanschen 58 in beliebiger zweckentsprechender Weise verbunden
werden. Die Streifen 59e bzw. (der entsprechende. Rahmen besitzen Öffnungen in Verlängerung
-der Gewindebohrungen der Flansche 58 zur Aufnahme von Befestigungsschrauben 6o,
mit denen die Stichplatte 38 an der Werkstücktragplatte zoa befestigt wird. Zwischen
den Köpfen der Schrauben #6o und den anschließenden Teilen .der Stichplatte 38 sind
Ringe 61, aus Vibrationen absorbierendem Werkstoff, z. B. Gummi, angebracht. Diese
Teile oder Flächen sind am Boden der Versenkbohrungen 62 der Oberfläaeider Stichplatte
vorgesehen, die etwas größeren Durchmesser a-ls die Köpfe der Schrauben 6o besitzen.
Die Anordnung, ist so getroffen, daß zwischen
den Schrauben 6o und
irgendeinem Teil der Stichplatte keine Berührung von Metall zu Metall stattfindet.
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Aus vorstehendem ergibt sich, daß jegliches Geräusch oder jegliche
Erschütterungen, die von den Schlägen des Stoffschiebers gegen die untere Oberfläche
des Stoffdrückers oder von Schlägen des Stoffdrückers gegen die Stichplatte herrühren,
rasch durch die verschiedenen Schichten von Gummi oder gummiartigem Werkstoff absorbiert
werden. Außerdem läßt die Gummizwischenschicht 41 im Stoffdrücker eine gewisse Schwenkbewegung
des am Werkstück angreifenden Teiles 32 des Stoffdrückers in bezug auf seinen Schaft
39 zu. Wenn nun eine Quernaht oder ein Saum auftritt, wird die Gummischicht 41 um
ein gewisses Maß in der einem Querschnittsrichtung zusammengedrückt und möglicherweise
in der anderen Querschnittsrichtung etwas gestreckt. Die Gummizwischenscliicht 45
des Stoffschiebers und ebenso der kanalförmige Teil 48 gestatten in gleicher Weise
ein begrenztes Nachgeben des am Werkstück eingreifenden Teiles 42 des Stoffschiebers
in bezug auf den Stoffschiebertragbalken. Auf diese Weise wird möglichst flaches
bzw. ebenes Angreifendes Teiles 42 am Werkstück oder an der unteren Oberfläche des
Stoffdrückers gewährleistet.
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In Fig. 2 sind zusätzliche Mittel zur Beseitigung von, Geräuschen
und Vibrationen dargestellt, die vom Arbeitendes Stoffschiebers ausgehen. Wie. hier
dargestellt, kann der Stoffschiebertragbalken 27u aus zwei Teilen bestehen, von
denen einer mit dem Stoffschieberschwingarm 22a verbunden ist und eine nach unten
reichende Verläna rung 29a besitzt, die mit dem Lenker 30 für Hebe- und Senkbewegung
verbunden ist, während der andere Teil 64 den einstellbaren Stoffschdeberträiger
5:oi führt. Die beiden aus Metall bestehenden Teile des Tragbalkens sind zu einem
einzigen Stück mittels eines verhältnismäßig dünnen Stückes 63 aus Gummi oder gummiartigem
Werkstoff verbunden, das zweckmäßig in einer der oben beschriebenen Arten an d iie
benachbarten Oberflächen der beiden Metallteile haftend angeschlossen ist. Die Einschaltung
dieses zusätzlichen Gummistückes vermindert nicht nur das Auftreten von Geräuschen
und Vibrationen noch weiter, sondern trägt auch zu der nachgiebigen Lagerung .des
Stoffschiebers förderlich bei, die diesem ein flaches Angreifen in einer Ebene mit
dem Werkstück an diesem oder an dem Stoffdrücker gestattet.
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Es ist zwar erwünscht, sämtliche der verschiedenen Mittel zur Dämpfung
von Geräuschen und Vibrationen, wie vorstehend beschrieben, sowohl für den Stoffdrücker
als auch für den Vorschubmechanismus zu verwenden; gegebenenfalls kann jedoch eines
oder können mehrere ,dieser Mittel bzw. der Gummieinlagen weggelassen werden. Zu
nm Beispiel kann nur der Gummiteil 63 in den Vorschubmechani.smus eingeschaltet
sein und können die übrigen Gummiteile weggelassen sein.
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In Fig. 5 und 6 ist eine abgeänderte Einrichtung zur Abdämmung bzw.
Dämpfung von Geräusch und .Vibrationen an den Drückerteilen dargestellt. Bei dieser
Ausführungsform ist am unteren Ende der Drückerstange 65 ein Drückerfu.ßschaft 66
mittels einer Schraube 67 angeklemmt, die :die Schenkel eines aufgeschlitzten hülsenartigen
Teiles des Drückerfußschafts 66 zusammenzieht. Dieser Drükkerfußschaft,66 weist
nach unten eine Zunge 68 auf, durch ,die in Querrichtung eine Öffnung hindurchgeht,
in der ein Gelenkzapfen 69' gelabert und befestigt ist. An jeder Seite der Zunge
ist ein Teil 70 aus Gummi oder gummiartigem Werkstoff vorgesehen. Dieser Teil
70 umgibt den Zapfen 69 und besitzt einen vergrößerten Fußteil, der zwischen
die Oberfläche der Zunge, 68 und einen nach oben stehenden Ansatz 7i eines Drückerfußes
72 paßt. Der Teil 70 erstreckt sich durch die von den Teilen 71 gebildete
Gabel hindurch und verhindert auf diese Weise jegliche Berührung von =Metall zu
Metall zwischen dem Stoffdrücker und dem Schaft 66 bzw. dem Zapfen 69. Bei -dieser
Anordnung kann der Stoffdrücker schwenkbar in bezug auf seinen Schaft angebracht
sein undbeim Hinweggehen über Quernähte, Säume od. 4g1. eine Schwenkbewegung ausführen.
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Eine in mancher Hinsicht ähnliche Anordnung ist in dien Fig. 8 und
9 bezeigt. Hier ist die Drückerstange 73 mit einer sich nach unten erstreckenden
Zunge 74 versehen, die eine große Queröffnung zur Aufnahme von nabenartigen Ansätzen
zweier Schwingungsdämpfungsteile 75 besitzt, die aus Gummi od. dgl. bestehen. Ein
Gelenkzapfen 76, der von dien. nach oben stehenden Schenkeln 77 eines DrückerfuBes
78 getragen wixd, ist in. den Schwingungsdämpfungsteilen75gelagert. DieseAnordnung
gestattet dem Stoffdrücker eine Schwenkbe-,vegung in bezu:g auf die Drückerstange
und beseitigt außerdem Berührung von Metall zu Metall zwischen diesen Teilen und
dem Zapfen 7:6 sowie der Zunge 74, so daß Geräusch und Erschütterungen wirksam abgedämmt
sind.
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In den Fig. 8 und io ist gleichfalls eine etwas abgeänderte Anbringung,
und zwar für Aden Stoffschieber gezeigt. Diese Anordnung u:mfaßt einen oberen, am
Werkstück angreifenden und- gezahnten Teil 791 und einen unteren Teil Soi; die beiden
Teile sind zu. einem einzigen Teil mittels eines Streifens oder Stückes 81 aus Gummi
oder sonstigem Vibrationsschutzwerkstoff verbunden. Der untere Teil 8o besitzt einen
nach unten stehenden Schaft 82, der mit Spielraum zwischen zwei Seitenteile 84 und
85 einer kanalförmigen Nut paßt, die in einem Stoffschiebertragbalken 83 oder einem
gesonderten Träger vorgesehen ist, der .dein Teil 5o der Fig. 3 ähnlichist. EinVibrations-undGeräuschdä:mmungsteil
86 ist zwischen den einander gegenüberliegenden Flächen des Schenkels 82 und des
Stoffschiebertragbalken@s.83 vorgesehen. Das vorzugsweise aus Gummi oder gummiartigem
Werkstoff bestehende Schwingungsfdämpfungsteil 86 besitzt einen nabenartibgen Vorsprung
87, der innerhalb einer Öffnung im Schaft 82 gelagert ist. Wenn erwünscht, kann
der nabenartige Ansatz 87 .als gesonderte Hülse ausgebildetsein. DerSchwingungsdämpfungsteil86
weist vorzugsweise ein paar Flansche zwischen (den
senkrechten Seitenflächen
des Schaftes 82 und rden gegenüberliegenden Seitenflächen der kanalförmigen Nut
des Stoffschiebertragbalkens 83 auf. Ein Zwischenring 88 ist an ider Außenseite
(des Schaftes vorgesehen, und die Teile werden mittels einer Schraube 89 zusammengehalten,
die einen verbreiterten Kopf bleisitzt. Diese Schraube greift in ,den Stoffachiebertragbalk
ien 83 ein, und ihr Kopf steht vermöge des Zwischenringes 88 außer Berührung mit
dem Schaft 82. Diese Anordnung gestattet, daß die Teile 82 und 83 eine kleine Winkelbewegung
in bezug aufeinander ausführen. Die mit geeigneten Öffnungen für Iden Durchtritt
der am Werkstück angreifenden Teile des Stoffschiebers versehene Stichplatte 9o
kann in ider gleichen Weise wie die Stichplatte 38 angebracht sein.
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Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. iii und i?.
dargestellt. Hier weist eine Drückerstange 9i einen Schaft 92 des- Stoffdrückers
auf, der an ihr mittels einer Schraube g3 fest-@geklemmt ist. Mit dem unteren Ende
des Schaftes 92 ist ein glockenförmiger Teil 9.4 aus Vibrationen absorbierendem
Werkstoff, wie Gummi od@. @dgl., fest verbunden. Die Unterseite dieses Teiles 94.
ist mit der am Werkstück angreifenden Sohle 95 des Stoffdrückers verbunden. Die
Form und die Dicke des Teiles 94 lassen eine merkliche Schwenkbewegung der Sohle
95 in Bezug auf den Schaft gz@ zu. Zugleich werden natürlich die Vibrationen der
Metallteile absorbiert. Ferner ergibt sich aus diesen Figuren, daß der Stoffschieber
mit seinem Schaft 96 unmittelbar von Metall zu Metall mit einem Vorderteil 97 rdes
Stoffschieibertragbalkens fest vorbu:ndien sein kann. Dieser Stoffschiebertragbalken,
der zweckmäßig rdie allgemeine Gestalt des Stoffschiebertragbalkens 27 der Fig.
3 haben kann, ist mit einem Abschnitt 98 versehen, ider eine verhIltnismäßig tiefe
Nut in seiner nach vorn gerichteten Stirnfläche zur Aufnahme einer Zunge g9 aufweist,
die vom Vorderteil 97 nach hinten absteht. Eine im wesentlichen U-förmige Schicht
iioo aus Vibrationen absorbierendem Werkstoff, wie Gummi od. @dgl., liegt zwischen
den Wandungen der Nut des Abschnittes. 98 und den äußeren Oberflächen der Zunge
99. Das dhrch die Schicht ioo ge@bilidete Schwingungsdämpfungsteil erstreckt sich
mit Flanschen iooa zwischen die Stirnfläche des Teiles 98 und diie gegenüberliegenden
Oberflächen des Teiles 97. Die Teile sind wwii@ei bei den anderen Ausführungsformen
fest i.n.einer der eingangs genannten Arten aneinander angeschlossen. Vermöge des
Schwingungsidämpfungsteile"s ioo können .die beiden Teile 97, 98, des Stoffsohiebertragbalkens
in bezug aufeinander etwas nachgeben und wewden jeguiche auf dm Vorderteil, 97 übertragene
Erschütterungen abgedämmt bzw. gedämpft.
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Fig. 7 zeigt eine zweckmäßige Ausführungsform eines oberen Stoffschiebers,
der bei mit solchen Stoffschiebern ausgerüstetenMaschinenAnwendung finden kann.
Dieser Stoffschieber besitzt einen Schaft ioi mit einem länglichen Schlitz zog,
vermöge- .liessen er einstellbar an idem Unterende einer (nicht gezeichneten) oberen
Vorschubstange befestigt wenden kann. Diese Vorschübstange kann in bekannter Weise
Vor- und Rückwärtsbewegungen ausführen und in rbezug auf -das Werkstück mittels
geeigneter Mittel angehoben oder gesenkt wenden. Der Schaft ioi des oberen Stoffschiebers
bildet ein Stück mit einer aus Metall bestehenden flachen und U-förmig gestalteten
Sohle r03, an deren Unterseite eine Schicht io,q. aus synthetischem Gummi od. -dgl.
angeschlossen ist. Diese Schicht io4. unterstützt nicht nur die Beseitigung von
durch - die schnelle periodische Angriffsbewegung des oberen Stoffschiebers an der
Stichplatte oder am Werkstück entstehendenGeräuschen, sondiern schafft auch eine
gute Greiffläche für den Vorschub ödes Werkstückes. Der Stoffschieber kann in Verbindung
mit jedem beliebigen der übrigen vorstehend beschriebenen Mechanismen verwendet
werden.
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Selbstverständlich können neben rden beschriebenen unterschiedlichen
Ausführungsformen zahlreiche andere Abänderungen in der Form und in der Anordnung
der verscahiedenen Teile im Rahmen des Grundgedankens der Erfindung .betroffen werden.
Merkmale ider einen Ausführungsform können in Verbindung mit einer anderen Ausführungsform
dazu Anwendung finden, :irgendeine gewünschte Kombination der verschiedenen Vibrationsschutzmittel
zu schaffen. Es ist zu beachten, daß in diesem Zusammenhang die Beseitigung von
Geräuschen und Vibrationen bei irgendeinem der rasch wiederholten Stößen ausgesetzten
Teile die Gesamtgeräuscherzeugung .der Maschine herabsetzt, .daß aber eine vollständige
Beseitigung störender Vibrationen und Geräusche die Vibratiionsschutz- oder Dämmnttel
bei allen vorgenannten Teilen anzuwenden erfordert.