DE833856C - Verfahren zur Polymerisation von Vinyl- und Vinylidenchloriden - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von Vinyl- und VinylidenchloridenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. MÄRZ 1952
p 38462 IVcj 39c D
Die Erfindung bezieht sich auf die Polymerisation
von Vinylchlorid, Vinylidenchlorid und deren Mischungen allein oder mit kleinen Mengen anderer
damit polymerisierbarer Verbindungen in wäßriger Dispersion, und sie bezweckt die Herstellung
von Polymerisaten, die gegen Verfärbung und Abbau durchWärme beständiger sind, während gleichzeitig
das bisher für die Beseitigung des benutzten Dispersionsmittels erforderliche Waschen der polymeren
Teilchen oder Körnchen hinfällig wird.
Es ist bekannt, daß das Aufrechterhalten des Dispersionszustandes dieser Monomeren in einem
wäßrigen Medium durch Mittel, welche die Oberflächenspannung verändern, wie langkettige oder
alkylaromatische sulfonierte Kohlenwasserstoffe oder sulfonierte oder sulfatierte Fettalkohole unterstützt
worden kann und daß stabile Emulsionen hergestellt werden können, wenn eine genügende
Menge des Hilfsmittels benutzt wird. Gewisse kolloidale Stoffe, wie Leim, Stärke und Polyvinylalkohole,
üben auf derartige Dispersionen ebenfalls eine stabilisierende Wirkung aus, und die Verwendung
dieser die Oberflächenspannung ändernden Hilfsmittel und Kolloide als Zusatzstoffe bei
der Polymerisation und Mischpolymerisation von Vinyl- und Vinylidenchloriden in wäßriger Dispersion
ist häufig vorgeschlagen worden.
Obgleich derartige Dispergierungsmittel bei der Herstellung von polymeren Teilchen oder Körnchen
verhältnismäßig gleichförmiger Größe von Vorteil sein können, so ist ihre Anwesenheit in dem Polymerisat
während der späteren Verarbeitung und Verwendung gewöhnlich doch unerwünscht, da sie
sich während der Wärmebehandlung zersetzen und
das Polymerisat verfärben und trüben und die Wärmebeständigkeit verringern und die elektrischen
Eigenschaften verschlechtern. Dieses Verhaltenmacht erforderlich, daß sie aus dem Polymerisat
entfernt werden, nachdem es aus dem wäßrigen Medium abgeschieden worden ist, und in vielen
Fällen, insbesondere wenn das Polymerisat als stabile Emulsion anfällt und mit einem Koagulationsmittel
behandelt werden muß, kann ein wiederholtes langwieriges Auswaschen erforderlich
werden. Dies ergibt sich daraus, daß die Dispersionsmittel im allgemeinen dazu neigen, an der
Oberfläche des Polymerisats zu haften, und häufig scheinen sie auch durch die Wirkung eines
Koagulationsmittels in eine verhältnismäßig unlösliche Form umgewandelt zu werden.
Das Auffinden eines wirksamen Dispergierungsmittels für Vinyl- und Vinylidenchloride, das deren
Polymerisation oder Mischpolymerisation nicht beeinträchtigt und das mit den Polymerisaten verträglich
ist und keinen schädlichen Einfluß auf sie hat, würde daher von besonderem Wert sein.
Es wurde nun gefunden, daß Teilester aus mehrwertigen Alkoholen mit höchstens io Hydroxylgruppen
im Molekül und Fettsäuren mit wenigstens 4 Kohlenstoffatomen im Molekül nicht nur diese
Forderungen erfüllen, sondern auch Produkte mit verbesserten Eigenschaften liefern, wenn sie als
Dispergierungsmittel in Mengen bis zu 5 Gewichtsprozent des monomeren Stoffes benutzt werden, so
daß durch ihre Verwendung wertvolle Polymerisate unmittelbar aus dem wäßrigen Polymerisationsmedium, gegebenenfalls nach Koagulation, ohne
jede Waschung gewonnen werden können.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Polymerisieren von Vinylchlorid,
Vinylidenchlorid oder deren Mischuhgen mit oder ohne kleine Mengen anderer damit polymerisierbarer
Verbindungen in wäßriger Dispersion, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Dispergierungsmittel
ein Teilester aus einem mehrwertigen Alkohol mit höchstens 10 Hydroxylgruppen im Molekül
und einer Fettsäure mit wenigstens 4 Kohlenstoffatomen im Molekül in einer Menge bis zu 5 Ge-
CH2OH | -H2O | CH2 CHCH3[Oh] |
CHOH | HOCH CHOH | |
CHOH | -H2O | CHOH |
CHOH | Hexitan | |
CHOH | ||
CH2OH | HOCH CHOH 1 1 |
|
CH2 CH-CH C \ |
||
O OH | ||
Hexit | Hexitan | |
[ wichtsprozent des monomeren Produktes benutzt wird.
Die Mindestmenge des als Dispergierungsmittel dienenden Teilesters beträgt je nach dessen Wirksamkeit
im allgemeinen 0,1 bis 0,5 Gewichtsprozent, und sie kann leicht für einen bestimmten
Ausgangsstoff durch einen kleinen Vorversuch bestimmt werden. Im Falle von beispielsweise
Sorbitanlaurat und -caprat und ähnlichen Stoffen werden 0,1 bis 0,2 Gewichtsprozent ausreichend
sein, während beiGlykolmonobutyrat 0,4 bis 0,5 Gewichtsprozent erforderlich sein können.
Der Katalysator sowie die gegebenenfalls benutzten Aktivierungsmittel, die Temperaturen und
die Mengenverhältnisse des Monomers zur wäßrigen Phase können die üblicherweise l)enutzten
sein, und der Katalysator kann monomerlöslich oder wasserlöslich sein. Falls erwünscht, kann auch
ein aliphatischer Alkohol mit verwendet werden, aber die angewendete Menge soll nicht so groß
sein, daß die dispergierende Wirkung des Teilesters aufgehoben oder im Falle von lyophilen Alkoholen,
daß die mechanischen Eigenschaften des Polymerisats verschlechtert werden. Es können auch Pufferstoffe
und den pH-Wert regelnde Stoffe anwesend sein, und deren Verwendung ist besonders zweckmäßig,
wenn die Polymerisation in Gegenwart von Metall, wie beispielsweise in einem Kessel aus
nichtrostendem Stahl, durchgeführt wird.
Der mehrwertige Alkohol kann eine gerade Kette oder eine verzweigte Kette acyclischer Struktur
haben, oder er kann alicyclisch sein oder ein Sauerstoffheteroatom
enthalten. Beispiele derartiger Teilester sind die aliphatischen Mono- und Diglyceride,
Äthylenglykol- undDiäthylenglykolmonoester, die Teilester von Erythrit und Pentaerythrit
und die Monoester der durch teilweise Wasserabspaltung aus den Hexitzuckeralkoholen erhaltenen
Produkte, nämlich der Hexitane und Hexide oder der Hexite oder andere Zuckeralkohole selbst.
Die Bildung der Hexitane und Hexide wird durch die folgenden Formelbilder veranschaulicht,
in denen die umrandete Hydroxylgruppe verestert wird.
HOCH CH CH0
-H2O
CH2 CH CH 0H|
Hexid
Falls erwünscht, können die restliche Hydroxylgruppe oder Gruppen mit wenigstens ι Mol ÄthyLenoxyd
kondensiert werden, so daß eine entsprechende Seitenkette oder Ketten aus Äthylen-5
oxydeinheiten mit einer endständigen Hydroxylgruppe erhalten werden. Die bekannten Hexitan-
und Hexidmonoester und die entsprechenden Verbindungen mit Polyäthylenoxydseitenketten können
besonders geeignet sein und werden bevorzugt be-
xo nutzt. In diesen zuletzt genannten Verbindungen stellen die polyhydrischen Hexitan- und Hexidalkohole
ein Gemisch von 5- und 6gliedrigen heterocyclischen Ringverbindungen mit 4 Hydroxylgruppen
bzw. eine verschmolzene 5gliedrige heterodicyclische Dioxyringverbindung dar.
Die erfindungsgemäß verwendeten Dispergierungsmittel können nach bekanntem Verfahren hergestellt
werden, und die folgenden dienen zur Veranschaulichung.
Glycerinmonocaprat wird durch unmittelbare Kondensation der theoretischen Mengen von Caprinsäure
und Glycerin bei 165° in Gegenwart von p-Toluolsulfonsäure als Katalysator hergestellt.
Glycerinmonobutyrat wird nach dem in Jour.
Am. Chem. Soc. 1931, 53, 3481, beschriebenen Verfahren
durch Einwirkung von Natriumbutyrat auf a-Glycerinmonochlorhydrin hergestellt, wobei eine
85°/oige Ausbeute des Esters erhalten wird, * Kp. 1340, N? i, 4515.
Pentaerythritdicaprat wird in 82°/oiger Ausbeute durch direkte Sstündige Veresterung bei 2000 unter
einem Druck von 15 mm Quecksilbersäule sowie anschließender Extraktion mit Kohlenstofftetrachlorid
und Filtration des Extraktes zwecks Entfernung etwaigen Dipentaerythrits erhalten, und
das Dilaurat kann in gleicher Weise in 8o.°/oiger Ausbeute hergestellt werden. Das Monolaurat wird
durch Veresterung der theoretischen Mengen von Säure und Alkohol in Gegenwart von Phenol als
Lösungsmittel und p-Toluolsulfonsäure als Katalysator bei 2oo° innerhalb 4 Stunden in 65°/oiger
Ausbeute und 8o°/oiger Reinheit erhalten.
Glycerinmonosteärat, -monolaurat und -monooleat sowie Diäthylenglykolmonooleat können je mit beispielsweise
6 Molen Äthylenoxyd kondensiert werden, indem 30 Teile der Reaktionsmittel mit ι Teil Natriummethoxyd 44 Stunden in einem geschlossenen
nichtrostenden Stahlrohr auf 1450 erhitzt werden, wodurch wasserlösliche, syrupartige
oder wachsartige Produkte erhalten werden.
Da ein Merkmal vorliegender Erfindung darin besteht, daß das übliche Waschen vorteilhafterweise
wegfallen kann, so ist es zweckmäßig, kein andersartiges Dispergierungsmittel noch zuzusetzen.
Das abgeschiedene Polymerisat kann jedoch, falls erwünscht, etwas mit Wasser abgespült
werden, um Spuren ionischer Katalysatoren oder aktivierender Hilfsmittel, wie Persulfate und Sulfite
oder Pufferstoffe u. dgl., zu entfernen, wenn diese benutzt worden sind. Ein derartiges Abspülen
ist natürlich von dem wiederholten Waschen mit heißem Wasser oder der Extraktion mit Lösungsmitteln,
die notwendig waren, um die bisher be- | nutzten Dispergierungsmittel zu entfernen, vollkommen
verschieden.
In der Dispersion können auch monomere Stoffe oder andere Verbindungen, die zwar zur Aufrechterhaltung
der Dispersion nicht wesentlich beitragen, aber mit dem Polymerisat verträglich sind
und keine schädliche Wirkung darauf ausüben und die Polymerisation nicht stören, vorhanden sein.
Derartige Zusatzstoffe sind beispielsweise verschiedene Plastifizierungsmittel und Teilester aus mehrwertigen
Alkoholen und Fettsäuren mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen.
Zu den mitpolymerisierbaren Verbindungen, die in kleinen Mengen den nach dem Verfahren gemäß
der Erfindung zu polymerisierenden Vinyl-, und bzw. oder Vinylidenchloriden einverleibt werden
können, gehören beispielsweise Acrylnitril, Methacrylonitril
und Crotononitril, die niederen Vinylketone, wie Methyl- und Äthylvinylketqn, die Ester
von Acryl- und Methacrylsäure mit aliphatischen und cycloaliphatischen Alkoholen mit 6 oder
weniger Kohlenstoffatomen, wie Cyclohexylmethacrylat, Methylmethacrylat und Butylacrylat, die
Diester von Itacon-, Malcin- und Fumarsäure mit aliphatischen und cycloaliphatischen Alkoholen mit
b oder weniger Kohlenstoffatomen, wie Dicyclohexylmaleat,
Diäthylitaconat und Dibutylfumarat, ferner Vinylfluorid und organische Vinylester, wie
Vinylacetat, Vinylmethoxybutyrat und Vinylbenzoat. Von derartigen mitpolymerisierbaren Verbindungen
können kleine Mengen dem Vinyl- und bzw. oder Vinylidenchlorid einverleibt und das Gemisch
kann dann in der beschriebenen Weise polymerisiert werden, so daß wertvolle Mischpolymerisate
erhalten werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird durch die folgenden Beispiele veranschaulicht. Die in
ihnen angegebenen Konzentrationen des Katalysators, die Zeiten, die Mengenverhältnisse und
Temperaturen können jedoch geändert und auch andere für die Dispersionspolymerisation von
Vinyl- und bzw. oder Vinylidenchlorid geeignete Katalysatoren an Stelle der erwähnten in praktisch
äquivalenten Mengen benutzt werden, wobei gleiche Resultate erhalten werden. In allen Fällen, in
denen Preßversuche angegeben sind, wurde das Polymerisat oder Mischpolymerisat durch Einver- no
leibung von 10 Gewichtsprozent eines Plastifizierungsmittels,
wie α-α'-Diphenyldiäthyläther, plastifiziert
und bei 170 bis 1750 durch eine Bohrung von 0,8 mm Durchmesser gepreßt und gezogen, so
daß ein Einzelfaden mit einem Durchmesser von V2 mm erhalten wurde. Der Ausdruck gute Festigkeit
heißt, daß die Faser von Hand nur sehr schwierig oder überhaupt nicht zerbrochen werden konnte.
Beispiele 1 und 2
2 Teile eines Gemisches aus Vinylidenchlorid und Vinylchlorid im Gewichtsverhältnis von
85 :15 wurden je 66 Stunden bei 450 in einem verschlossenen
Rohr mit 0,4 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd, 1,0 Gewichtsprozent Glycerin-
monocaprat und Wasser in einer Menge, daß ein Volumverhältnis des monomeren Stoffes zur
wäßrigen Phase von 2,5 : 1 bzw. 1,5 : 1 erhalten
wurde, geschüttelt. Nach dieser Zeit war die Polymerisation praktisch beendet, und der Inhalt
des Rohres wurde filtriert, wodurch körnige Mischpolymerisate erhalten wurden. Die Mischpolymerisate
wurden dann ohne jedes Waschen getrocknet, plastifiziert und gepreßt, wodurch klare Einzelfäden
guter Farbe und guter mechanischer Festigkeit erhalten wurden. Während des Pressens zeigten die
Mischpolymere ein gutes Fließvermögen.
Ein wie im Beispiel 1 benutztes Gemisch aus Vinyl- und Vinylidenchlorid, das 0,2 Gewichtsprozent
o-Chlorbenzoylperoxyd und 1 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat enthielt, wurde
45 Stunden bei 500 in einem verschlossenen Rohr
mit 2 Volumteilen io°/oigen wäßrigem Äthanol geschüttelt. Nach dieser Zeit war die Polymerisation
praktisch beendet, und das Mischpolymerisat lieferte, wenn es wie im Beispiel 1 gemischt und
gepreßt wurde, klare Einzelfäden guter Farbe und guter mechanischer Festigkeit.
Beispiele 4 und 5
Zwei der in Beispiel 3 benutzten gleichen Gemische, die jedoch,.berechnet auf das monomere
Material, 5 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat und kein Äthanol enthielten, wurden in einem verschlossenen
Rohr bei 450 20 Stunden und 50 Stunden geschüttelt, wodurch ein Polymerisationsgrad
von 500/o bzw. 95°/o erhalten wurde. Nachdem das nicht in Reaktion getretene
monomere Material verdampft worden war, wurden die Mischpolymerisate, wie im Beispiel 1
beschrieben, aufgearbeitet und gedrückt. Das Produkt des Beispiels 4, das einer 500/oigen Polymerisation
entspricht, besaß während des Pressens gutes Fließvermögen, gute Farbe, gute Wärmestabilität,
aber nur geringe Faserfestigkeit und
*5 lieferte einen undurchsichtigen Einzelfaden, während
das Produkt des Beispiels 5 einen durchsichtigen Einzelfaden guter Farbe und hoher Festigkeit
ergab. In Beispiel 4 ergaben sich die Undurchsichtigkeit und die verringerte Festigkeit aus dem
verhältnismäßig hohem Gehalt an Teilester von etwa 10 Gewichtsprozent in dem als Endprodukt
erhaltenen Mischpolymer.
Beispiele 6 bis 8
Drei Gemische aus Vinyl- und Vinylidenchloriden
in dem im Beispiel 1 benutzten Verhältnis, die 0,4 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd
und 2 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat enthielten, wurde je 45 Stunden bei 500 in einem geschlossenen
Rohr mit 2 Volumen eines wäßrigen Mediums geschüttelt, das 10, 20 bzw. 30 Gewichtsprozent
Methanol enthielt. Nach dieser Zeit war die Polymerisation praktisch beendet, und die
Mischpolymerisate wurden, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet und gepreßt. Alle hatten
eine gute Farbe und gutes Fließvermögen und ergaben Einzelfäden guter mechanischer Festigkeit,
wobei die Wirkung der Erhöhung der Methanolmenge in der wäßrigen Phase darin bestand, daß
die Feinheit und Gleichförmigkeit der mischpolymeren Teilchen etwas erhöht wurden. Diese
drei Beispiele wurden wiederholt, wobei an Stelle von Methanol Äthanol und nur 1 % Glycerinmonocaprat
benutzt wurde, wodurch weiße körnige Pulver ähnlicher Eigenschaften erhalten wurden.
Beispiele 9 bis 12
Vier Gemische aus Vinyl- und Vinylidenchloriden in dem in Beispiel 1 benutzten Verhältnis,
die 0,2 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd und ι Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat enthielten,
wurden je 66 Stunden bei 500 mit 2 Volumteilen eines wäßrigen Mediums geschüttelt,
das 0,1 Gewichtsprozent Natriumbicarbonat und 10 Gewichtsprozent Äthanol bzw. 10 Gewichtsprozent
n-Butanol, 10 Gewichtsprozent tert. Butanol und 2 Gewichtsprozent Laurylalkohol
enthielt. Die pn-Werte der Dispersionen in den vier Beispielen betrugen 3.3 bzw. 3,7, 4,2 und 4,0.
Nach 66 Stunden war die Polymerisation praktisch beendet, und die Polymerisate wurden filtriert,
ohne Waschen getrocknet, plastifiziert und gepreßt. In allen 'Fällen zeigte das Mischpolymerisat
ein gutes Fließvermögen, und die Einzelfäden waren klar, besaßen keine Anzeichen von Zersetzung
und hatten gute mechanische Eigenschaften.
Das letzte Beispiel wurde dann wiederholt, wobei, berechnet auf die wäßrige Phase, ο, ι Gewichtsprozent
Polyvinylalkohol als Schutzkolloid benutzt und der Laurylalkohol weggelassen wurde. In
diesem Falle war die erhaltene Dispersion wenigstens ebensogut, aber das Mischpolymerisat zersetzte
sich teilweise während des Preßvorganges, und es wurde ein Einzelfaden in dunkler Far1>e erhalten.
B e i s ρ i e 1 13
Ein Gemisch aus Vinyl- und Vinylidenchloriden in dem im Beispiel 1 benutzten Verhältnis, das
I Gewichtsprozent Glycerinmonolaurat und 0,4 Gewichtsprozent Benzoylperoxyd enthielt, wurde
45 Stunden bei 500 in einem Glasrohr mit 2 Volumteilen Wasser geschüttelt. Nach dieser Zeit war die
Polymerisation praktisch beendet, und das Mischpolymerisat wurde als feinkörniges Pulver, das
einige kleine Perlen enthielt, abgeschieden. Nach dem Trocknen, Plastifizieren und Pressen wurden
Einzelfäden in guter Farlx? und mit guter Festigkeit
erhalten.
Dieses Beispiel wurde wiederholt, indem an Stelle von Wasser ein wäßriges Medium benutzt
wurde, das 10 bzw. 20 und 30 Gewichtsprozent
Äthanol enthielt und
halten wurden.
halten wurden.
wobei gleiche Resultate er
Beispiel 14
Ein Gemisch aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Verhältnis von 15 : 85, das 0,2 Gewichtsprozent
Caprylylperoxyd und 1 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat
enthielt, wurde in einem verschlossenen Rohr bei 50° und 2 Volumteilen eines wäßrigen
Mediums, das 0.20 Gewichtsprozent X'atriumbiearbonat
enthielt, geschüttelt; die Dispersion hatte einen pH-Wert von 6,9. Nach 45 Stunden war
die Polymerisation zu 80% beendet, und das Mischpolymerisat wurde durch Filtration als Pulver abgeschieden,"
das einige kleine Perlen enthielt. Aufgearbeitet und gepreßt wie im Beispiel 1 wurden
Einzelfäden guter Farbe und guter mechanischer Festigkeit erhalten.
i s ρ i e 1 15
Vinylidenchlorid, das 1 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat
und 0,2 Gewichtsprozent Caprylylperoxyd enthielt, wurde bei 500 mit 2 Volumen eines
wäßrigen Mediums, das 0,20 Gewichtsprozent Natriumbicarbonat und 10 Gewichtsprozent n-Butanol
enthielt, geschüttelt; der End-p^-Wert der nis]>ersion betrug 7,4. Nach 40 Stunden war die
Polymerisation zu 8o°/o beendet, und dasPolymerisat
wurde durch Filtration als körniges Pulver gewonnen. Nach dem Trocknen besaß es bei 1750 eine
gute Wärmebeständigkeit.
Beispiele 16 bis 18
3 Teile eines Gemisches aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Gewichtsverhältnis von 15 : 85,
die 0,2 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd und 1,3 bzw. 2,8 und 1,1 Gewichtsprozent Glycerinmonoheptoat
enthielten, wurden 45 Stunden bei 500 mit 2 Volumteilen Wasser bzw. 2 Volumteilen
Wasser und 2 Volumteilen wäßrigen ioVoigen Äthanols geschüttelt. Die pH-Werte der Dispersionen
betrugen 5,2 bzw. 3,9 und J,J, und nach 45 Stunden war die Polymerisation praktisch beendet.
Nach dem Filtrieren, Trocknen und Vermischen wurden die Mischpolymerisate gepreßt,
die Einzelfäden waren klar, von guter Farbe und guter mechanischer Festigkeit.
Beispiele 19 bis 21
3 Teile eines Gemisches aus Vinyl-und Vinylidenchlorid
im Gewichts verhältnis von 15 : 85, die 0,2 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd und
4 Gewichtsprozent Glycerin sowie 1 Gewichtsprozent Glycerinmonoheptoat bzw. Glycerinmonocaprat
und Glycerinmonolaurat enthielten, wurden 45 Stunden bei 500 mit 2 Volumteilen Wasser, das 0,2 Gewichtsprozent
Natriumbicarbonat enthielt, geschüttelt. Nach dieser Zeit betrug der Polymerisationsgrad 90 bzw. 95 und 90%; die Mischpolymerisate
wurden durch Filtration abgeschieden, getrocknet
und plastifiziert. Beim Pressen wurden klare Einzelfäden guter Farbe und guter mechanischer
Festigkeit erhalten.
Beispiele 22 bis 24
3 Teile eines Gemisches aus Vinyl-und Vinylidenchloric!
im Gewichtsverhältnis von 15 185, die 0,2 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd und
ι Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat sowie 2 bzw. 5 und 10 Gewichtsprozent Monoacetin enthielten,
wurden je in einem verschlossenen Rohr mit 2 Volumteilen Wasser bei 500 45 Stunden geschüttelt.
Nach dieser Zeit, zu der der Polymerisationsgrad 8o°/o betrug, wurden die Mischpolymerisate
filtriert, getrocknet, plastifiziert und gepreßt; die Einzelfäden hatten gute Farbe und gute
Festigkeit bzw. gute Festigkeit und mäßige Festigkeit. l
Ein Gemisch aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Gewichtsverhältnis von 15 : 85, das 0,2 Gewichtsprozent
o-Chlorbenzoylperoxyd und 1 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat enthielt, wurde in
einem verschlossenen Rohr mit 2 Volumteilen eines wäßrigen Mediums, das sGewichtsprozent n-ButanoL
und 5 Gewichtsprozent Essigsäure enthielt, geschüttelt; der pH-Wert der Dispersion betrug 2,9.
Nach 45stündigem Schütteln bei 500 betrug der Polymerisationsgrad 85°/o; das Mischpolymerisat
wurde durch Filtration abgeschieden, getrocknet und gemischt. Beim Pressen wurde ein klarer
Faden guter Farbe und guter Festigkeit erhalten.
Beispiele 26 bis 28
3 Teile eines Gemisches aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Gewichtsverhältnis von 15 :85, die
0,2 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd sowie 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat und 0,5 Gewichtsprozent
Glycerinmonolaurat bzw. 1 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat und 1 Gewichtsprozent
Glycerinmonolaurat und 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat und 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonoheptoat
enthielten, wurden je in einem geschlossenen Rohr mit 2 Volumteilen Wasser, das 0,2 Gewichtsprozent Natriumbicarbonat enthielt,
geschüttelt; der pn-Wert der Dispersionen betrug 4,5 bzw. 7,8 und 7. Nach 42stündigem Schütteln
bei 500 betrug der Polymerisationsgrad 90 bzw. 85 und 90%; die Mischpolymerisate wurden durch
Filtration als kleine Perlen bzw. körniges Pulver erhalten. Die aus den getrockneten und plastifizierten
Mischpolymerisaten gepreßten Einzelfäden besaßen gute Farbe und gute mechanische Festigkeit
und die Mischpolymerisate während des Pressens eine gute Fließfähigkeit.
Beispiele 29 und 30
2 Teile eines Gemisches aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Gewichtsverhältnis von 15 : 85, die
0,2 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd und
ι bzw. 0,5 Gewichtsprozent Sorbitanmonostearat enthielten, wurden 45 Stunden bei 500 in einem
geschlossenen Rohr mit 2 Volumteilen Wasser, das 0,3 Gewichtsprozent Natriumbicarbonat enthielt,
geschüttelt. Nach dieser Zeit, zu der der Polymerisationsgrad 95°/° betrug, wurden die Mischpolymerisate
als feinkörniges Pulver gewonnen, die getrocknet und plastifiziert wurden. Beim Pressen
wurden klare Einzelfäden von guter Farbe ίο und guter mechanischer Festigkeit erhalten.
Beispiele 31 bis 33
Es wurden, wie in Beispiel 30, drei Mischpolymerisationen durchgeführt, aber es wurde für das
Beispiel 31 ein Gemisch aus 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonolaurat, 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonoheptoat
und 0,5' Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat, für Beispiel 32 ein Gemisch aus
ao 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonobutyrat und 0,5 Gewichtsprozent Glycerinmonoheptoat und für
Beispiel 33 1 Gewichtsprozent Glycerinmonobutyrat allein an Stelle der im Beispiel 30 verwendeten
0,5 Gewichtsprozent Sorbitanmonostearat benutzt.
In jedem Falle wurde das Mischpolymerisat in Form kleiner Perlen in 95°/»iger Ausbeute gewon-.nen,
und die erhaltenen Einzelfäden waren klar und hatten gute Farbe und gute mechanische
Festigkeit.
B e i s ρ i e 1 34
Ein Gemisch aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Gewichtsverhältnis von 15:85, das 1 Gewichtsprozent
Pentaerythritdicaprat und 0,2 Gewichtsprozent Q-Benzoylperoxyd enthielt, wurde in einem
verschlossenen Rohr bei 500 40 Stunden mit 2 Volumteilen Wasser geschüttelt. Nach dieser
Zeit betrug der Polymerisationsgrad 95°/°> und das
gewonnene Polymerisat ergab nach dem Trocknen, Mischen und Pressen klare Einzelfäden guter Farbe
und guter mechanischer Festigkeit.
Dieses Beispiel wurde wiederholt, wobei an Stelle des Dicaprats das Dilaurat benutzt wurde;
es wurden sehr ähnliche Resultate erhalten.
Beispiel 34 wurde wiederholt, wobei an Stelle des Pentaerythritdicaprats ein Sorbitanmonostearatpolyoxyalkylenderivat
benutzt wurde. Die erhaltene Dispersion hatten einen pH-Wert von 2,8, und
die Ausbeute nach 40 Stunden betrug 900/o eines
Mischpolymerisats in Form von Körnchen. Die aus dem Polymerisat gepreßten Einzelfäden waren klar,
besaßen gute Farl>e und gute Festigkeit.
Zum Vergleich mit diesem Beispiel wurde die Mischpolymerisation wiederholt, wobei, berechnet
auf die wäßrige Phase, 0,1 Gewichtsprozent isopropylnaphthalinsulfonsaures
Natrium an Stelle der ι Gewichtsprozent des auf das monomere Material berechneten Teilesters benutzt wurden.
Das Mischpolymerisat wurde in gleicher Ausbeute als Gemisch von Pulver und kleinen Perlen erhalten
und wurde vor dem Trocknen sorgfältig mit heißem Wasser gewaschen. Trotz dieses Waschens
verursachte jedoch die Spur des zurückbleibenden Dispergierungsmittels eine Zersetzung des plastifizieren
Polymers beim Pressen, und der hergestellte Einzelfaden besaß schlechte Farbe.
Vinylchlorid wurde in der flüssigen Phase in einem verschlossenen Rohr mit 2 Volumteilen
Wasser sowie 1 Gewichtsprozent des Sorbitanmonolauratpolyoxyalkylenderivats
und 2 Gewichtsprozent Sorbitanmonolauratund 1 Gewichtsprozent Benzoylperoxyd
emulsioniert; die Gewichtsprozente sind auf das Vinylchlorid berechnet. Die Polymerisation
wurde ohne Schütteln 48 Stunden bei 400 durchgeführt, und es wurde Polyvinylchlorid als teilweise
koagulierte Latex in 85°/oiger Ausbeute erhalten. Das gewonnene Polymerisat war bei 1750 gut
wärmebeständig.
Dieses Beispiel wurde wiederholt, wobei 0,5 Gewichtsprozent Crotonylperoxyd in dem einen Falle
und 0,5 Gewichtsprozent o-Chlorbenzoylperoxyd im anderen Falle an Stelle des 1 Gewichtsprozent
Benzoylperoxyds benutzt wurde; es wurden gleiche Resultate erhalten.
Ein Gemisch aus Vinyl- und Vinylidenchlorid im Gewichtsverhältnis von 15 : 85. das 0,4 Gewichtsprozent
Benzoylperoxyd und 1 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat enthielt, wurde 41 Stunden
mit 2 Volumteilen einer wäßrigen Phase, die 0,2 Gewichtsprozent Xatriumbicarbonat und 4 Gewichtsprozent
einer Lösung von. Natriumhypochlorid mit 10 Gewichtsprozent aktivem Chlor enthielt,
geschüttelt. Nach dieser Zeit war die Polymerisation zu 90% beendet, und das Mischpolymer
wurde als körniges Pulver erhalten. Durch Aufarbeiten und Pressen, wie im Beispiel 1, wurden
durchsichtige Einzelfäden guter Farbe und guter Festigkeit erhalten.
Vinylchlorid wurde in flüssigerPhase in 2 Volumteilen
Wasser, das 0,8 Gewichtsprozent, auf das Monomer berechnet, Sorbitanmonostearat und
0,2 Gewichtsprozent Triäthanolaminstearat enthielt, dispergiert, und die Polymerisation wurde
bei 500 in Gegenwart von 0.2 Gewichtsprozent, auf das Monomer berechnet, o-Chlorbenzoylperoxyd
durchgeführt. Das Polymerisat wurde als feines Pulver erhalten und besaß gute Fließfähigkeit und
Wärmebeständigkeit beim Pressen eines plastinzierten Produktes.
Beispiele 39 u η d 40
Zwei Gemische, von denen das eine 85 Gewichtsprozent Vinylidenchlorid, 10 Gewichtsprozent
Vinylchlorid und 5 Gewichtsprozent Vinylmethoxybutyrat
und das andere 85 Gewichtsprozent Vinylidenchlorid und 15 Gewichtsprozent Vinylmethoxyhutyrat
enthielt, wurden, wie im Beispiel 38 beschrieben, polymerisiert, aber unter Verwendung
von 0,5 Gewichtsprozent Sorbitanmonostearat und 0.5 Gewichtsprozent Glycerinmonocaprat als Dispergierungsmittel.
Nach dem Plastifizieren der Produkte wurde beim Pressen in keinem Falle Zersetzung
beobachtet, obgleich die für das zweite Muster erforderliche Temperatur sehr hoch war.
Ähnliche Resultate wurden erhalten, wenn, berechnet auf das monomere Gemisch, 1 Gewichtsprozent
Pentaerythritmonolaurat als Dispergierungsmittel benutzt wurde.
Beispiele 41 und 42
Unter Verwendung eines Phasenverhältnisses von ι Monomer zu 2,5 Wasser und 0,2 Gewichtsprozent
o-Chlorbenzoylperoxyd als Katalysator wurden zwei Polymerisationen durchgeführt, deren
Einzelheiten in der nachstehenden Tabelle angegeben sind.
Beispiel Nr. |
Monomer Gewichtsprozent | Temperatur | Dauer in Stunden |
Dispergierungsmittel Gewichtsprozent |
Polymeri sationsgrad |
4i | Butylitaconat 15% Vinylchlorid 15% Vinylidenchlorid 70% |
50° | 42 | Sorbitanmonostearat 1 %> | 90% |
42 | Cyclohexylitaconat 50/0 Vinylidenchlorid 5% |
6o° | 70 | Sorbitanmonopalmitat 0,5% mit Glycerinmonocaprat 0,5 % |
97°/o |
Die Mischpolymerisate wurden als feine körnige
Dispersionen erhalten. Nach dem Plastifizieren mit 10 Gewichtsprozent Dimethylbenzyläther ließ
sich das Mischpolymerisat des Beispiels 41 leicht bei 160 bis 1650 pressen und das des Beispiels 42
bei 1700, ohne daß irgendwelche Anzeichen von
Zersetzung auftraten.
Ein Gemisch aus 10 Gewichtsteilen Äthylacrylat, 12 Teilen Vinylchlorid und 78 Teilen Vinylidenchlorid
wurde in 2,5 Volumteilen Wasser mit Hilfe von ι Teil Pentaerythritmonolaurat dispergiert und
die Polymerisation bei 500 mittels 0,3 Teilen Kaliumpersulfat durchgeführt. Nach 42 Stunden
1 >etrug der Polymerisationsgrad 53°/°» und das mit
10 Gewichtsprozent üimethylbenzyläther plastifizierte
und bei 165 bis 1700 gepreßte Polymerisat
floß leicht und ließ keine Anzeichen von Zersetzung erkennen.
in all diesen Beispielen wurde die Polymerisation in einem geschlossenen Rohr durchgeführt und die
etwa angewendete Schüttelung durch eine Endüberenddrehung bewirkt; es kann jedoch auch jede
andere Art Behälter, der sich für die Polymerisation der Monomeren in wäßriger Dispersion 'eignet, benutzt
werden. So kann beispielsweise die Dispersion durch ein Rohrsystem in einem Heizbad unter
Bedingungen turbulenten Flusses oder stetigen Flusses hindurchgeschickt werden, je nachdem unstabile
oder stabile Dispersionen benutzt werden, oder die Polymerisation kann auch unter Druck
oder unter Rückfluß durchgeführt werden, um Verluste an Monomer zu vermeiden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid, Vinylidenchlorid oder deren Mischungen
mit oder ohne Mitverwendung kleiner Mengen anderer damit polymerisierbarer Verbindungen
in wäßriger Dispersion, dadurch gekennzeichnet, daß als Dispergierungsmittel ein
Teilester aus einem mehrwertigen Alkohol mit höchstens 10 Hydroxylgruppen im Molekül
und einer Fettsäure mit wenigstens 4 Kohlenstoffatomen im Molekül in Mengen bis zu etwa
5 Gewichtsprozent der monomeren Stoffe benutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teilester aus einem Hexitan oder Hexid benutzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Teilester Pentaerythritlaurat
oder -stearat benutzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Äthylenoxyd kondensierter
Teilester benutzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erzeugte Polymerisat
aus der wäßrigen Phase abgeschieden und ohne jede Zwischenwaschung getrocknet wird.
1 3420 3.
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- 1949-04-01 DE DEP38462A patent/DE833856C/de not_active Expired
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- 1952-05-05 FR FR62856D patent/FR62856E/fr not_active Expired
- 1952-05-20 DE DED12317A patent/DE948359C/de not_active Expired
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EP0036624A3 (en) * | 1980-03-26 | 1981-12-30 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Use of mixed esters as a dispersion and in the polymerisation of vinyl chloride |
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