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Aufhängevorrichtung für das bewegliche Kommandogerät einer Werkzeugmaschine,
eines Hebezeuges oder einer ähnlichen Maschine Für den elektrischen Antrieb von
Werkzeugmaschinen und hauptsächlich von solchen großer Abmessungen verwendet man
immer häufiger 1)ewegI'iche Kommandogeräte, die am Ende einer sämtliche elektrische
Kal-)-el umfassenden HüNe angebracht sind, die die Steuerungsorgane (Hebel, Druckknöpfe
usw.) mit all,den Anlassern verbindet, welche die Antriebsmotoren der verschiedenen
..%-lascliinen.liestand,teile betätigen.
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13ei modernen Maschinen, die von Tag zu Tag komplizierter werden,
werden diese Kommandogeräte sehr umfangreich und ihre Handhabung gestaltet sich
daher immer schwieriger. Dies isst die Ursache, warum das verfolgte Ziel nicht immer
erreicht wird; in der Tat wurden diese Kommandogeräte c1,eslial,li beweglich gemacht,
damit der .\r1>eiter dieselben @@:ihren<1 seiner Bc\-,egung um die Maschine herum
stets bei, der Hand habe, um jmmer und allerorts die Einstellung und Arbeitsweise
der Werkzeuge beobachten und regeln zu können. Wenn aber das Kommandogerät nun zu
schwer und groß geworden ist, kann es den Anforderungen des Arbeiters nicht mehr
angepaßt werden und es ergeben sich daraus in der Folge schwere Betriebsstörungen.
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Bei einer bekannten Vorrichltung zur Betätigung der Hebe- und Sen!kmechaniismen
eines solIchen Kommandogerätes wird ein Tef der berührten Aufgal>e gelöst; wenn
man. !nun auch das Kommandogerät in eine 'bestimmte Höhenhage und durch Drehung
des Auslegers, auf dem die Aufhängevorrichtung angebracht ist, in die gewünschte
:Stellung zu bringen vermag, verbleibt doch @nocch die Aufgab2 zu lösen. die Möglichkeit
zu schaffen, das
Gerät leicht und ohne jede Mühe so zu drehen, daß
es vom Arbeiter auf bequeme Art bedient werden kann. Der Zweck der Erfindung besteht
eben dariln, eine vervollkommnete Aufhängevorrichtung des beweglichen Kommandogerätes
zu schaffen, die es dem Arbeiter gestattet, sein Kommandogerät allerorts mühelos
und sicher ohne Rücksicht auf seinen augenblicklichen Standort, das ist, ob er sich
neben oder auch oben auf der Maschine befinde, frei zu handhaben.
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DieAufhängevorrichtung des erfindungsgemäßen beweglichen Kommandogerätes
für Werkzeugmaschinenenthält zwischendemüblichen Aufhängeorgan desGerätes und demeigentlichenKommandolerät
eine Einrichtung, die eine relative Drehbewehung zwischen dem Aufhängeorgan und
dem Kommandogerät erlaubt.
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Zweckmäßiger-weise wird diese zwischengestellte Einrichtung als Kugel'gel'enk
ausgebildet, das die Drehung des Kommandogerätes nach allen Richtungen hin ermöglicht.
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Man kann hieran einen Anschlag vorsehen, der den Drehungswinkel des
Kommandogerätes begrenzt und so einer übertriebenen, schädlichen Verdrehung der
elektrischen Kabel vorbeugt, welche die Betätigungs- wd Signalisderge,räte des Kommandogerätes
mit den Relais und sonstigem Zullehö r der verschiedenen Motoren .und Bewegungsorgane
an der Maschine verbinden.
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Man kann aber auch ein System von Ringen und Schleifkontakten zwischen
die Aufhängevorrichtung und das Kommandogerät einfügen, um einen unbegrenzten 'Verdrehungswinkel
des 'letzteren zu ermöglichen ohne die elektrischen Kabel o. dgl. zu gefährden.
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Weitere Meekmale der Erfindung sind aus der Beschreibung- einer beispielsweisen
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ersichtlich, d'ie auch in den Zeichnungen
dargestellt erscheint.
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In der Zeichnung ibedeutet Abb. i einen senkrechtenSchnitt durch denOberteil
des beweglichen Kommandogerätes der ersten erfindungsgemäßenAusführungsform entsprechend,
.-11>1>. 2 einen der Abb. i amal'ogen .Schnitt, doch bezieht sich derselbe auf eine
zweite Ausführungsform der Erfindung, Abb. 3 einen Mittelschnitt entlang eignes
zu Odem in der Abb. 2 veranschaulichten Schnitt senkrecht verlaufenden Ebene.
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Im Sinne der ersten, irr der Abb. i veranschaulichten Ausführungsform
ist das bewegliche Kommandogerät i .der Werkzeugmaschine .mittels einer im ferneren
ausführlich beschriebenen Vorrichtung am unteren Ende der Hülle 2 befestigt, in
,der die hier nicht dargestellten elektrischen Kabel eingeschlossen sind, die die
verschiedenen Betätigungs- und' Signalgeräte des Kommandogerätes (Hebel, Druckknöpfe,
Lampen usw.) mit den @sämtlichen Relais und dem sonstigen Zubehör der verschiedenen
Motoren der Maschinen verbinden.
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Das eigentliche Kommandogerät i ruht auf dem Außenring 3 eines Kugellagers,
das Kugelgelenkbewegungen gestattet und z. B. zwei Reihen von Kugeln aufweist; dieser
Ring wird zum Teil durch einen am @ommaiidogerätgeh :iusc vorgeseheneii Ansatz 4,
zum Teil durch einen in eine ebenfalls im Oberteil des Gehäuses angeordnete 'Nut
6 eiiigrcifenden elastisch:@n 12ing ; an Ort und Stelle -ehalten.
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Der innere La ufrP,ng 7 dieses Lagers wird durch einen Ansatz 8 getragen,
an dessen unterem Teil ein Gewinde vorgesehen ist; eine Sehraube.nmutter9 d,rüc'kt
den Ring 7 an den Ansatz des Anschlusses B. Der Ansatz 8 ist mit dem Unterende der
Hülle 2 verlötet und stützt eine Kugelkalotte io, welche auf diesem Ansatz durch
Schrauben i i gehalten wird, die gleichzeitig auch eine finit einem Flansch versehe.ne
Klemmbüchse 12 mithalten. Die Aufgabe dieser Büchse- besteht darin, eine Spannintiffe
13 an die Hülle 2 zu pressen. Die Enden dieser llufi`e sind kegeliig, ihr
unteres Ende ist in dem unteren konischen Teil der Bohrung der Klemmbüchse 12 eingesetzt,
wogegen ihr oberes Ende von einer konischen, durch eine Schraubenmutter 15 an Ort
und Stelle gehaltenen Unterlage 14 mit erfaßt wird; die Schrauibenmutter 15 ist
an der Außenfläche der Klemmbüchse 12 festgeschraubt. Der Zweck dieser Vorrichtung
besteht darin,dieVerbindungzwischen dem Ende der Hülle 2, das bereits durch die
Löturig am Ansatzi 8 befestigt erscheint, weiter zu sichern.
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Die Kugelkalotte io ist mit einem Anschlag 16 versehen, der a1 Begrenzung
für die Schwenkbewegungen ,des Kommandogerätes dient und der mit der Aussparung
17 in der äußeren Kugelkalotte 18 zusammen arbeitet, die auf einem Ring 1g mittels
Schrauben 20 befestigt ist; die Zentrierstifte 21 dienen zur Zentrierung der Vorrichtung.
Der Ring 19 ist am Oberteil des beweglichen Kommandogerätes i durch beliebige Mittel,
z. B. mittels Schrauben 22, befestigt. -Ein Anschlag 23 ist im Inneren der Kugelkalotte
18 mittels Schrauben 24 befestigt und dient dazu, die Drehbewegung des beweglichen
Kommandogerätes in Hinsicht auf die Kugelkalotte io in Zusammenhang mit dem an dieser
Kugellkalotte befestigten Anschlag 16 zu begrenzen.
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Die Tätigkeit der eben l eschriebenen Vorrichtung ist aus der Abbildung
ersichtlich; die Befestigung des Kommandogerätes i auf dem am Ende der Hülle 2 angebrachten
Kugelgelenk innerhalb der Kugelkalotte io erlaubt es, dieses Kommandogerät um eine
mehr oder weniger senkrechte Achse nach Belieben zu drehen, und zwar um einen Winkel,
welcher bis an 36o° herankommen kann und nur durch die Berührung der beiden Anschläge
16 und 23 begrenzt ist. Diese letzteren haben zum Zweck, das Kommandogerät daran
zu 'hindern, einen größeren Winkel' als den einer vollen Drehung zu beschreiben,
um eben die Beschädigung der elektrischen Kabel, die hier angebracht sind, hintanzuhalten.
Es ist jedoch ersichtlich, daß diese Vorrichtung nicht nur die Drehung um eine mehr
oder weniger vertikale Achse, sondern auch ein leichtes Neigen des Komma.dogerätes
zul'äßt, um das Arbeiten daran so bequem wie möglich zu gestalten.
1)er
Neigungswinkel des Kommandogerätes ist <furch die lialin des Anschlages 16 in
der Aussparung 17 der Kugelkalotte 18 bestimmt.
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In der Abb. 2 ist eine etwas andere Ausführungsart dargestellt, bei
welcher der Drehungsw-in'kel des Kommandogerätes uni seine senkrechte Achse unbeschränkt
ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird das Kommandogerät i anstatt voit derHülle
2, welche sämtlic'lie elektrischen Kabel ennschließt, durch eine Kette 25 getragen.
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I )ieser Ausführungsform zufolge wird das I<<»nlnandogerät r
vom Außenring 3 des Kugellagers getragen, der ini vorliegenden Falle mittels eines
Plastischen Ringes 5 an Ort und Stelle gehallten wird; der innere Ring 7 des Kugellagers
ist auf einer Nahe 26 angebracht und wird von einer Schraubenmutter 9 gehalten.
Die Nabe 26 steht Mittels Schraube 27 (s. Abb. 3) mit einem Befestirungsträger 28
mit einer Doppeläse 29 (s. Abb. 2) in Verbindung; in dieser Doppelöse ist ein Zapfen
30 eingesetzt, welcher zur Befestigung der Aufhängeikeite 25 dient. Der Befestigungsträger
28 ist mit zwei Aussparungen 31 versehen, in welchen die Hülle 32' angeschlossen
ist derart, däB ihre beiden äußeren I?n(len 32 und 33 angelötet werden. Dieses :\nschlußen(1;
der Hülle dient dazu, die elektrischen ICal>el in <las Innere des beweglichen
Kommandoes zri leiten. Die Anschlüsse der Hülle werden :in Ort und Stelle durch
.die Flanschen 34 gehaltem, die an dein Befestiguingsträger 28 .durch Schrauben
35 (s. :11>l>.3) angebracht sind. Auf diese Weise wird (las G,ewich,t des Kommandogerätes
;nicht von der. die Kaliei umschließenden Hülle, sondern von der gesonderten Kette
25 getragen.
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Die eine un'heschränkte Drehung des Standes erlaubende Anordnung wird
von einer Reihe von Ringen ilnd Kontaktbürsten gebildet. Die Leitungsringe 36 (s.
Abb. 2) sind auf isolierten runden Unterlagscheiben 37 aufgesetzt, die übereinander
gestaffelt sind. Dieselben sind am Unterende der Nabe 26 mittels einer Schraube
38 befestigt. Die l.eitungsri@nge 36 weisen versenkte Löcher 39 .auf, die es erlauben,
die äußeren Enden elektrischer Kabel daran anzulöten, wie dies beispiellsweise bei,
4o angedeutet erscheint.
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In Beziehung mit den Leitungsri gen 36 befinden sich die Kontaktbürsten
41, die auf einer 'isolierten. Unt-erlage42,-die selbst ambeweglichenKommanddgerät
befestigt i-st, mittels Schrauben43, die gleichzeitig als Klemmen dienen, angebracht
sind.
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Wie ersichtlich, kann man -mit Hilfe dieser Vorrichtung das bewegliche
Kommandogerät um einen beliebig großem Winkel drehen und wenn nötig, mehrere Drehungen
in derselben Richtung vornehmen, ciline die elektrischen Kabel 4Ö ini mindesten,
dank den an .den Ringen gleitenden Bürstenkontakten, zu gefährden.
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Durch eine mittels Schrauben 45 verschlossene Schauöffnung44 kann
man bei beiden beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführungsformen während der :-,\rlieit
sich von dem Zustande .desGerätes Überzeugen bzw. darin Änderungen vornehmen.
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Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs nur auf die beschriebenen
Maßnahmen beschränkt, und die angeführten Ausführungsformen haben eli:ti nur als
Beispiele betrachtet zu werden., Es würde daher den Umfang der Erfindung .nicht
überschreiten, wenn man gleichzeitig dhs Kugelgelenks@-steni und dasjenige mit den
Leitungsringen verwenden wollte oder wenn man diese Ringe an einem festen "feile
des Gerätes anbrächte und die Ringe dann in diesem an dessen drehbaren Teile anordnen
würde. \Ian wurde den Umfang der Erfindun ig nicht üherschreiten, wenn man die Anzahl
der hüllen, Ketten oder AufhängeseiIe ändern odier wenn man die Kugelg elenkanordnun.gen
anwenden oder auslassen würde.