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Signalübertragungssystem Die Erfindung bezieht sich auf ein Signalübertragungssvstein,
insbesondere die drahtlose Übertragung mittels einer Trägerwelle.
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Bei der drahtlosen Nachrichtenübermittlung ist die Erscheinung bekannt,
daß eine Radiowelle mittlerer oder hoher Frequenz oft innerhalb einer gewissen Zone
nicht empfangen werden kann, z. B. eine 2o-m-@'elle nicht innerhalb einer Entfernung
von 8o bis i ioo km vom Sender, d. 1i. unter gewissen Bedingungen kann die betreffende
Welle nur innerhalb eines Umkreises von 8o km und außerhalb eines Umkreises von
i ioo km empfangen werden. Das Gebiet, innerhalb dessen eine drahtlose \Velle nicht
empfangen werden kann, wird auch als tote Zone bezeichnet. Diese tote Zone erklärt
sich dadurch, daß die vom Sender ausgehende Bodenwelle bereits in geringem :Abstand
vom Sender so weit geschwächt wird, daß sie nicht mehr empfangen %\,erden kann,
während die Raumwelle an den ionisierten Schichten der oberen Atmosphäre derart
reflektiert wird, daß sie erst weit jenseits des Gebietes, bis zu dem die Bodenwelle
reicht, die Erdoberfläche erreicht. Die wechselnden Reflexionseigenschaften der
ionisierten Schichten rufen dabei die bekannten Schwunderscheinungen hervor.
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Um nun die tote Zone zu überbrücken und die Schwunderscheinungen zu
vermeiden, wird erfindungsgemäß eine Radiowelle in der Weise ausgesandt, daB eine
oder mehrere ihrer Richteigenschaften periodisch geändert werden. Wenn die Ausstrahlung
der Welle in Form eines Richtstrahles erfolgt, kann die Richtung dieses Strahles
periodisch geändert werden. Durch diese periodische Richtungsänderung des Strahles
wird auch die an den ionisierten Schichten reflektierte Welle in ihrer Richtung
geändert, und demzufolge werden Punkte auf der Erdoberfläche erreicht, die
durch
eine Welle, die nur in einer einzigen Richtung ausgestrahlt wird, nicht erreicht
werden können. Statt die Ausstrahlungsrichtung der Welle zu ändern, kann mit ähnlichem
Ergebnis auch ihre Polarisationsrichtung intermittierend geändert werden.
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Wenn eine dieser Richteigenschaften in der angegel)etien Weise geändert
wird und dabei die Strahlungsintensität der Welle vorzugsweise konstant gehalten
wird, so werden an den entfernt gelegenen Punkten, an die die Strahlung infolge
der Reflexion an den oberen Schichten der Atmosphäre gelangt, die Schwunderscheinungen
vermindert oder ganz aufgehoben. Insbesondere wird der selektive Schwund, der von
einer ungleichen Übertragung der Seitenbänder herrührt, hierbei vermindert.
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Das Signalübertragungssystem wird also gemäß der Erfindung so ausgebildet,
daß die Ausstrahlungsrichtung oder die Polarisationsebene der ausgesandten Wellen
periodisch geändert wird, während vorzugsweise die Amplitude und gegebenenfalls
auch die Frequenz der Wellen konstant gehalten wird.
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Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
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Fig. i zeigt einen drahtlosen Sender gemäß der Erfindung, bei dem
die Richtung des ausgesandten Richtstrahles geändert wird; Fig. 2 veranschaulicht
die Ausbreitung der von dein Sender der Fig. i ausgesandten Richtstrahlen; Fig.3
stellt einen Empfänger für die von dem Sender der Fig. i ausgesandten Wellen dar;
Fig.4 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Polarisation
der ausgesandten Wellen geändert wird.
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In Fig. i ist ein drahtloser Sender dargestellt mit dem abgestimmten
Schwingungskreis io, in denn durch die Entladungsröhre i i Schwingungen aufrechterhalten
werden, die der an die Dipolantenne 13 angeschlossenen eigentlichen Sendevorrichtung
12 zugeführt werden. Das eine Ende des Sch@vingungskreises ist geerdet und mit der
Anode 14 der Entladungsröhre durch den Kopplungskondensator 1,5 gekoppelt. Das andere
Ende des Schwingungskreises ist über die Leitung 16 an die Sendevorrichtung 12 und
über den Kondensator 17 finit Überbrückungswiderstand 18 an die Steuerelektrode
i9 der Röhre i i angeschlossen. Die Kathode 2o der Röhre ist mit einem Zwischenpunkt
des Schwingungskreises io verbunden. Die Anode 14 ist über einen Widerstand 21 an
die Spannungsquelle 22 angeschlossen. Der Schwingungskreis io mit den angeschlossenen
Schaltelementen bildet so einen Oszillator.
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Die Dipolantenne 13 verläuft parallel zum Erdboden im Abstand von
ein Viertel der Wellenlänge, die vom Sender ausgestrahlt wird. Eine ganz ähnliche
Dipolantenne 23 verläuft parallel zur Antenne 13 und ebenfalls im Abstand von ein
Viertel Wellenlänge vom Erdboden entfernt. Die Antenne 23 ist in der Mitte unterbrochen
und an der Unterbrechungsstelle durch eine Reihenschal-
tung von Induktivität 24 und Kondensator 25 über- |
brückt, die mit dem Entladungsgefäß 26 in Ver- |
bindung stehen. |
Die Dipolantenne 23 stellt in der dargestellten |
Schaltung einen Reflektor für die von der Antenne |
13 ausgestrahlten Wellen dar. Durch Einstellung |
des Resonanzkreises 24, 25 kann die Antenne für |
die Reflexion von Wellen einer bestimmten Fre- |
quenz mehr oder weniger -,virksain gemacht wer- |
den. Stimmt die Frequenz des Resonanzkreises mit |
der Frequenz der von der Antenne 13 ausgesandten |
Wellen überein, so ist die Reflexion besonders |
wirksam, und das Antennensystem sendet Wellen |
in einer Richtung aus, die im wesentlichen der |
Richtung der Antenne 23 gegenüber der Antenne 13 |
entgegengesetzt ist. |
Wenn der Reihenresonanzkreis auf eine von der |
Frequenz der von der Antenne 13 ausgesandten |
Wellen abweichende Frequenz abgestimmt ist, so |
bedeutet dieses praktisch eine Unterbrechung der |
Mitte der Antenne 23, so claß diese Wellen dieser |
Frequenz nicht reflektiert werden. Das Antennen- |
system strahlt in diesem Falle infolge der reflektie- |
renden Wirkung der Erde Wellen von der Antenne |
aus, die nach oben gerichtet sind. Durch die Ab- |
stimmung des Reihenresonanzkreises kann also die |
Richtung, in der die Wellen in einer senkrechten |
Ebene ausgestrahlt -,werden, eingestellt werden. |
Eine Entladungsröhre 26 ist nun mit dem |
Reihenresonanzkreis in Parallelschaltung zum |
Kondensator 25 derartig verbunden, daß ihm ein |
Strom zugeführt wird, der in seiner Phase gegen- |
über seiner Spannung N-oreilt und daher einem |
parallel zum Kondensator 25 geschalteten Konden- |
sator entspricht. |
Die Anode 27 der Röhre 26 ist an den Verbin- |
dungspunkt des Kondensators 25 und der Spule 24 |
angeschlossen, während die Kathode 33 über den |
Widerstand 31 mit {rl)ei-1>i-iickungsl:ondensato1- 32 |
und die Leitung 41 an das andere Ende des Kon- |
densators 25 angeschlossen ist. Die Röhre 26 erhält |
ihre Anodenspannung über einen Stromkreis, der |
von der Anode 27 über die Spule 24 und die Dros- |
Selspule 28, die Batterie 29, die Drosselspule 30 und |
den Widerstand 31 zur Kathode 33 verläuft. Das |
Schirmgitter 34 der Röhre erhält seine Spannung |
über den #,N'iderstaiid 35 ebenfalls von der Span- |
nungsquelle 29. Zur l"herhrückung des Wider- |
standes 35 ist ein Kondensator 36 vorgesehen, der |
an den Verbindungspunkt der Drosselspule 30 und |
des Kathodenwiderstandes 31 angeschlossen ist. |
Dein Steuergitter 38 der Röhre wird nun über den |
Kondensator 37 von der Anode her eine Spannung |
solcher Phase gegenüber der zwischen Anode und |
Kathode vorhandenen N1'ecliselspannung zugeführt, |
claß der zwischen Anode und Kathode fließende |
Strom dieser Spannung gegenüber voreilt. Außer |
der Wechselspannung erhält das Steuergitter über |
den Widerstand 39 eine negative Vorspannung |
durch die Batterie 40, deren positives Ende an den |
Kathodenwiderstand 31 angeschlossen ist. |
Da der Reihenschaltung von Kondensator 37 |
und Widerstand 39 die zwischen Anode und |
Kathode der Röhre 26 herrschende Wechseispannung zugeführt wird,
fließt durch Kondensator und Widerstand ein voreilender Strom, und es entsteht demnach
an dem Widerstand 39 eine Steuerspannung, die der Anodenwechselspannung gegenüber
voreilt. Der durch die Röhre 26 fließende Strom ist in Phase mit der voreilenden
Steuerspannung. Eine zwischen Anode 27 und Kathode 33 herrschende Wechselspannung
ist demnach von einem voreilenden Wechselstrom begleitet, so daß die Röhre 26 wie
ein Kondensator wirkt, also eine Reaktanzröhre darstellt.
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Durch Änderung der Spannung an dem Widerstand 39 kann die Stärke des
die Röhre 26 durchfließenden, voreilenden Stromes geändert werden, womit sich die
wirksame Reaktanz der Röhre 26 ändert. Damit ändert sich aber auch die Resonanzfrequenz
der Reiliensclialtung 24, 25. Die Folge davon ist eine entsprechende Änderung der
Richtung des von der .'\utentie 13 ausgehenden Strahlungs-
niaximums. |
Die von einem Mikrophon 42 gelieferten Hör- |
signale werden nun nach Verstärkung durch den |
Verstärker 43 dem Widerstand 39 zugeführt, um |
auf diese Weise die Richtung des Strahlungs- |
niaxitnunis der Antenne 13 entsprechend der Stärke |
der Hörsignale zu ändern. Im Ausgangskreis des |
Verstärkers 43 liegt ein Schalter 47 mit drei |
Schaltstellungen. In der dargestellten Schaltstel- |
lung werden die verstärkten Hörsignale über den |
\\'iderstatrd 5o dem Widerstand 39 zugeleitet. |
Der Sender kann mit der beschriebenen Schal- |
tung in verschiedener Weise betrieben werden. Die |
Vorspannung 4o kann gerade so groß gemacht |
werden, ciaß bei Abwesenheit eines Hörsignals die |
wirksame Reaktanz der Röhre. 26 einen solchen |
Wert anniniint, daß der 1Zeihenresonanzkreis 24, 25 |
auf die hredtietiz der von der Antenne 13 ausgehen- |
den Wellen abgestimmt ist. Der Ausgangskreis des |
Verstärkers 43 kann dann so gepolt werden, daß |
bei Zunahme der Hörsignalstärke die wirksame |
keaktanz der Röhre zunimmt oder abnimmt. Jede |
derartige Ztn- oder Abnahme verringert das |
1\'.t-flexionsven-inögen der Antenne 23 und verändert |
damit die Dichtung der ,litennenstrahlung in |
.\lihäigigkeit von der Hörsignalstärke. |
1 nie \,'orspannung 4o kann aber auch so einge- |
stellt werden, claß der Serienresonanzkreis auf |
ritte 1, i-etltneitz abgestimmt ist, die von der Fre- |
lluenz der von der :\itenne 13 ausgesandten Wel- |
lest almeicht, und zwar titn einen Betrag, der der |
1>(-i dc#r Spitzenintensität der Hörsignale auftreten- |
den 1# renltienzal>weicliutig gleich ist. Die Spitzen- |
werte der 1-1örsignale bringen dann den Reihen- |
resonatizkreis in 1Zesonanz mit den von der |
.\litetilie 13 ausgestrahlten Wellen. |
l,' iii- den Empfang der von einem solchen Sender |
ausgesandten Wellen ist ein gewöhnlicher Empfän- |
ger für :\nililittidetitnodtilatioti geeignet. Da Fre- |
tIilenz und .Amplitude der von der Antenne 13 aus- |
gestrahlten \Vellen zeitlich konstant bleiben, bei |
dieseln LTlnertn-agtiugsverfaliren sich also nur die |
R iclitung der Ausstrahlung ändert, so empfängt |
der Empfänger je nach der Stärke der Hörsignale |
mehr oder weniger Strahlungsenergie. Die vom |
Empfänger aufgenommenen Wellen erscheinen |
daher in ihrer Amplitude moduliert, trotzdem in |
Wahrheit nur ihre Fortpflanzungsrichtung ge- |
ändert wird. |
Diese Verhältnisse werden durch die Darstel- |
lung der Fig. 2 näher erläutert. Aus dieser Dar- |
stellung geht hervor, wie die von der Sendeantenne |
6o ausgehende Strahlung wechselnder Richtung in |
der Empfangsantenne 63 einen ganz entsprechen- |
den Wechsel in der Empfangsintensität hervorruft. |
Die von der Antenne 6o ausgehenden Strahlen |
werden nämlich an der ionisierten Schicht 61, die |
als parallel zur Erdoberfläche 62 verlaufend ange- |
nommen werden kann, reflektiert. In der Zeichnung |
sind drei solcher Strahlen durch die Geraden 64, |
65 und 66 dargestellt. Diese Strahlen entsprechen |
drei verschiedenen Zeitpunkten. Der Strahl 64 ver- |
läuft annähernd horizontal. Dieser Fall tritt ein, |
wenn die Antenne 23 als Reflektor voll wirksam |
ist. Die Strahlen 65 und 66 nähern sich mehr der |
Senkrechten entsprechend einem geringeren |
Reflexionsvermögen der Antenne 23. |
Der erste Strahl 64 legt nun eünen verhältnis- |
mäßig weiten Weg zurück, bis eine Reflexion an |
der ionisierten Schicht 61 stattfindet. Der reflek- |
tierte Strahl 67 erreicht daher die Erdoberfläche |
erst jenseits der Empfangsantenne 63. Der zweite |
Strahl 65 erreicht die ionisierte Schicht 61 in einem |
kürzeren Abstand und wird daher unter einem |
spitzeren Winkel reflektiert entlang der Geraden |
68, die dicht an der Empfangsantenne 63 vorbei- |
läuft und dann von der Erdoberfläche in der Rich- |
tung 69 wieder reflektiert wird. Der dritte Strahl |
66 trifft die Schicht 61 in noch kürzerer Entfer- |
nung vom Sender 6o und wird in der Richtung 70 |
reflektiert, so daß er an einem zwischen Sende- und |
Empfangsantenne liegenden Punkt der Erdober- |
fläche reflektiert wird und weiter in der Richtung |
71 verläuft, abermals an der Schicht 61 reflektiert |
wird und jenseits der Empfangsantenne in der |
Richtung 72 weiterläuft. |
Ans dieser Betrachtung geht hervor, daß die von |
denn Sender 6o ausgestrahlte Energie die Emp- |
faiigsatitcilie jeweils einmal trifft, wend der aus- |
gesandte Strahl die Vertikalebene einmal durch- |
läuft. Um eine Verzerrung der den Empfänger |
treffenden Signale zu vermeiden, ist es angebracht, |
den Winkelbereich, den die Strahlrichtung der aus- |
gesandten Trägerwelle in der Vertikalebene über- |
streicht, so einzustellen, daß die Empfangsantenne |
bei einem einmaligen Überstreichen ebenfalls nur |
einmal getroffen wird. |
Es liegt durchaus im Rahmen der Erfindung, |
zwecks Vermeidung von Verzerrungen die Strahl- |
richtung statt in einer vertikalen, gegebenenfalls in |
einer horizontalen oder irgendeiner anderen Ebene |
schwanken zu lassen. |
Der Sender der Fig. 1 kann statt in der bisher |
beschriebenen Weise auch so betrieben werden, |
daß der ausgesandte Strahl in der vertikalen Ebene |
in;it einer vorgegebenen Frequenz hin und her |
schwankt, wenn keine Hörsignale vorhanden sind, und daß diese Frequenz
sich entsprechend der Änderung der Hörsignalstärke ändert. Zu diesem Zweck wird
der Schalter 47 in die untere Stellung gebracht. Dadurch wird der Ausgang des Mikrophonverstärkers
43 mit der Entladungsröhre 8o verbunden, die ihrerseits die Betriebsfrequenz der
Oszillatorröhre 81 steuert. Dieser Oszillator führt seine Schwingungen dem Widerstand
39 zu. Der Oszillator enthält einen Abstimmkreis, bestehend aus der Induktivität
82 und dem Kondensator 83. Die Kathode 84 ist mit einem Zwischenpunkt der Spule
82 verbunden, deren eines Ende geerdet ist. Dies geerdete Ende der Spule ist über
den Überbrückungskondensator 86 mit der Anode 85 gekoppelt, während das andere Ende
der Spule über den Kondensator 88, der parallel zu dem Widerstand 89 liegt, mit
der Steuerelektrode 87 gekoppelt ist. Die Röhre 81 erhält ihre Betriebsspannung
von der Batterie 29 über den Widerstand 9o. Die im Abstimmkreis 82, 83 durch die
Röhre 81 aufrechterhaltenen Schwingungen werden auf die Kopplungsspule 9i übertragen.
Diese ist mit ihrem einen Ende direkt an das eine Ende des Widerstandes 39, mit
ihrem anderen Ende über den Schaltkontakt 92 und den Widerstand 5o an das andere
Ende des Widerstandes 39 angeschlossen. Die den Widerstand 39 in dieser Stellung
des Schalters 47 zugeführten Schwingungen bewirken, wie aus der vorher beschriebenen
Funktion der Reaktanzröhre 26 hervorgeht, ein beständiges Schwanken .der Strahlrichtung
der von der Antenne 13 ausgesandten Wellen.
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Parallel zu dem Abstimmkondensator 83 liegt nun die Röhre 8o, die
in ganz ähnlicher Weise wie die Röhre 26 als veränderbare Reaktanz wirkt und einen
veränderbaren Kondensator darstellt.
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Die Anode 93 der Röhre 8o ist über den Kopplungskondensator 83 an
das nichtgeerdete Ende des Abstimmkonden Bators 83 angeschlossen, während die Kathode
95 über den Widerstand 96 mit dem Überbrückungskondensator 97 geerdet ist und damit
zugleich an das andere Ende des Abstimmkondensators 83 angeschlossen ist.
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Ihre Betriebsspannung erhält die Röhre 8o über den Widerstand 99 und
die Drosselspule 98 von der Batterie 29: Das Schirmgitter ioo ist über den Widerstand
ioi ebenfalls an diese Batterie angeschlossen und durch den Überbrückungskondensator
102 wechselstrommäßig geerdet.
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Zwischen Anode 93 und Erde liegt eine Reihenschaltung von Kondensator
104 und Widerstand io5, durch die die Steuerelektrode 103 eine Wechselspannung
erhält, die der zwischen Anode 93 und Kathode 95 liegenden Wechselspannung gegenüber
voreilt. Denn ganz entsprechend wie bei der Röhre 26 ruft auch hier die zwischen
Anode 93 und Kathode 95 liegende Wechselspannung einen voreilenden Strom in der
Reihenschaltung von Kondensator 104 und Widerstand io5 hervor, so daß also am Widerstand
105 eine voreilende Steuerspannung entsteht. Durch Einstellung der mittleren Spannung
an dem Widerstand 105 kann in ,ganz entsprechender Weise auch hier die Stärke des
die Röhre 8o durchfließenden voreilenden Stromes geregelt werden. Infolge des Anschlusses
an den Abstimmkreis 82, 83 kann auf diese Weise die Frequenz der in diesem Kreis
entstehenden Schwingungen geändert werden.
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Infolge dieser Schaltung des Senders werden nun bei der unteren Stellung
der Schaltkontakte 45 und 46 die von dem Mikrophon 42 kommenden Hörsignale über
die Leitung 1o6 und den Widerstand 107 dem Widerstand io5 der Röhre 8o zugeführt.
Infolgedessen wird die Frequenz des Schwingungskreises 82, 83 im Rhythmus der vom
Mikrophon 42 ausgehenden Hörfrequenzsignale geändert, und damit ändert sich auch
die Strahlrichtung der von der Antenne 13 ausgesandten Wellen im gleichen Rhythmus.
Der Vorgang im einzelnen ist dabei folgender: Die den Hörfrequenzsignalen entsprechende
verstärkte Spannung erscheint über dem Widerstand io5, ändert die Stärke des die
Röhre 8o durchfließenden, voreilenden Stromes, ändert damit die Frequenz der im
Abstimmkreis 82, 83 erzeugten Schwingungen und demzufolge die Frequenz, mit der
sich die Stärke des durch die Röhre 26 fließenden, voreilenden Stromes ändert, und
ändert damit auch die Frequenz, mit der der von der Antenne 13 ausgehende Richtstrahl
in der Vertikalebene auf und ab schwankt, in Abhängigkeit von der Stärke der Mikrophonsignale.
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Es ist zweckmäßig, die Frequenz, mit der der Richtstrahl bei Abwesenheit
eines Hörsignals in seiner Richtung schwankt, höher als die höchste zu übertragende
Signalfrequenz zu wählen. Sollen z. B. Hörsignale übertragen werden, deren Frequenz
bis io kHz reicht, so wird der Abstimmkreis der Röhre 81 so abgestimmt, daß er Schwingungen
von einer Frequenz höher als io kHz, z. B. in der Größenordnung von 2o kHz bis 5o
kHz, erzeugt.
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Ein gewöhnlicher Empfänger, der zum Empfang von Signalen einer Frequenz
von weniger als io kHz bestimmt ist, spricht auf eine in der soeben beschriebenen
Weise übertragene Welle nicht an; denn die- Amplitude und Frequcnz der übertragenen
Welle bleiben ja zeitlich konstant, vielmehr ändert sich nur die Richtung, in der
sie ausgestrahlt wird. Ein entfernt aufgestellter Empfänger empfängt daher die ausgesandte
Welle intermittierend, wie dies bereits im Zusammenhang mit Fig. 2 auseinandergesetzt
ist, aber in einem so schnellen Rhythmus, daß sie unhörbar bleibt. Ein gewöhnlicher
Empfänger nimmt also die Welle wie einen unmodulierten Träger, der ununterbrochen
ausgestrahlt wird, auf.
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Fig.3 zeigt nun einen Empfänger, der speziell für den Empfang der
Wellen vorgesehen ist, die in der unteren Stellung des Schalters 47 ausgesandt werden.
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Die Antenne i io nimmt die sie überstreichende Trägerwelle auf und
führt sie dem Empfänger i i i zu, der einen Abstimmkreis und Verstärkermittel für
die Trägerwelle enthält. Die Trägerwelle wird
vom Ausgangskreis
des Empfängers über einen mittels des Kondensators 113 abgestinunten übertrager
112 einem Diodendetektor 114 zugeführt. In Reihe mit der Diode liegt der durch einen
Kondensator i 16 überbrückte Lastw widerstand i 15.
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Wird der Richtstrahl in einer solchen Richtung ausgestrahlt, daß der
Empfänger maximale Energie aufnimmt, so entsteht an dem Widerstand i 15 eine
Höchstspannung entsprechend der konstanten Stärke der Trägerwelle. Wird dagegen
der Izichtstrahl in einer anderen Richtung ausgestrahlt, so daß der Empfänger ein
Minimum an Energie aufnimmt, so nimmt die Spannung über den Widerstand i 15 ihren
niedrigsten Wert an. Die Frequenz der Spannung über dem Widerstand 115 ist bei Abwesenheit
eines Hörsignals konstant.
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Wird jedoch ein Hörsignal übertragen, so weicht die Frequenz von diesem
Wert ab. tiie Spannung an dem Widerstand i15 hat demnach den Charakter einer frequenzmodulierten
Trägerwelle, nur mit dem Unterschied, daß ihre mittlere Frequenz unterlialb der
üblichen Radiofrequenzen liegt. Diese mittlere Frequenz entspricht der Frequenz,
in der der Abstimmkreis 82, 83 bei Abwesenheit von Hörsignalen schwingt, und beträgt,
wie angegeben, zweckmäßigerweise etwa 2o ooo Hz bis 50 ooo Hz. Parallel zu dem Widerstand
115 ist nun ein Diodengleichrichter 117 mit einer Vorspannungsbatterie 118 vorgesehen.
Die Vorspannung ist niedrig und beträgt nur etwa i Volt. Sie besitzt ein solches
Vorzeichen, daß die Diode bei Abwesenlreit einer Spannung an dem Widerstand 115
nicht leitend ist. Wenn die Wechselspannung an dem Widerstand 115 einen Spitzenwert
besitzt, der größer als die `'orspannung ist, so fließt ein Strom durch die Diode
117 und reduziert die Spannung. Die Diode 117 wirkt also wie ein Begrenzer bei einem
Frequenzmodulationsempfänger. Der Empfänger i i i besitzt eine solche Verstärkungsreserve,
daß die an dem Widerstand 115 auftretenden Spannungen stets größer als ,die Vorspannung
sind. Die über der Reihenschaltung von Diode 117 und Batterie 118 auftretende Spannung
ist also auf einen konstanten Höchstwert begrenzt.
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Parallel zum Widerstand 115 liegt nun weiterhin ein Kreis, der so
ausgebildet ist, daß er auf Frequenzabweichungen anspricht, die die Spannung über
dem Widerstand 115 gegenüber einer vorgegebenen Frequenz, die gleich der Frequenz
ist, auf die der Kreis 82, 83 abgestimmt ist, zeigt. In diesem Kreis wird infolgedessen
eine Spannung erzeugt, deren Polarität und Größe der Richtung und der Größe der
F requenzabweichung entspricht. Diese Spännung stellt demnach die vom Mikrophon
42 ausgehenden Hörsignale dar bzw. bei Abwesenheit der Hörsignale die Frequenz der
im Abstimmkreis 82, 83 erzeugten Schwingungen.
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Wie aus Fig.3 ersichtlich, umfaßt der Parallelkreis ein Paar Diodengleichrichter
122 und 123, von denen jeder zwei Spannungskomponenten erhält. Die erste dieser
Spannungskomponenten ist in Phase mit der Spannung über dem Widerstand 115 und wird
über den Kopplungskondensator 121 zugeführt, der zwischen die Mittelanzapfung des
Transformators iig und einen Punkt zwischen Widerstand 115 und Detektor 114 angeschlossen
ist. An die Sekundärwicklung des Transformators i 1y sind die Diodengleich=_chtr-r
122 und 123 zusammen mit den in Reihe liegenden Lastwiderständen 124 und
125 in Gegentaktschaltung angeschlossen. Zu diesem Zweck ist eine leitende
Verbindung zwischen der Mittelanzapfung der Sekundärwicklung des Transformators
i ig und dem Verbindungspunkt der beiden Widerstände 124 und 125 durch die
Leitung 131 hergestellt. Ein Überbrückungskondensator 126 liegt parallel zu den
beiden Lastwiderständen und ein weiterer Überbrückungskondensator parallel zum Widerstand
125. Diese Kondensatoren weisen eine kleine Impedanz auf gegenüber Spannungen von
der Frequenz der am Widerstand i 15 ,erzeugten Spannungen, jedoch ist ihre Impedanz
groß gegenüber Spannungen bis zu den höchsten Frequenzen @d'-'r Hörsignale. Die
den Dioden 122 und 123 zugeführte erste Spannungskomponente erzeugt über den Widerständen
124 und 125 entgegengesetzt gleiche Spannungsabfälle.
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Die zweite Spannungskomponente erhalten die Dioden 122 und 123 dadurch,
daß die Primärwicklung des Transformators i ig parallel zu dem Widerstand 115 liegt.
Durch einen Kondensator 120 ist die Sekundärwicklung abgestimmt. Ist die Frequenz
der an dem Widerstand 115 erzeugten Spannungen gleich dieser Abstimmfrequenz, so
erhält der eine Diodengleichrichter eine Spannung, die im wesentlichen um go° voreilt,
während die andere eine Spannung erhält, die im wesentlichen um go° nacheilt gegenüber
der Spannung am Widerstand i 15.
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Da nun die Frequenz der am Widerstand 115
entstehenden Spannungen
schwankt, ändert sich auch die Phasenbeziehung zwischen den beiden Spannungskomponenten,
die die Dioden erhalten, und zwar derart, daß .die der einen Diode zugeführten Spannungskomponenten
ihren Phasenunterschied verringern und die der anderen Diode zugeführten Spannungskomponenten
ihren Phasenunterschied vergrößern. Wenn also die Frequenz der über dem Widerstand
115 entstehenden Spannung von der Resonanzfrequenz des vom Transformator i ig und
Kondensator 120 gebildeten Abstimmkreises abweicht, erhält die eine Diode eine größere
Spannung als die andere Diode. Infolgedessen entsteht über dem einen der Lastwiderstände
eine größere gleichgerichtete Komponente als über dem anderen. An den Endpunkten
der Reihenschaltung der Widerstände 124 und 125
erscheint demnach in diesem
Falle eine Signalspannung, die über den Kopplungskondensator 128 dem Hörfrequenzverstärker
129 zugeführt wird, Die verstärkten Signale werden dann durch den Lautsprecher 130
wiedergegeben.
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Durch eine dritte Stellung des Schalters 47 kann eine dritte Betriebsweise
des Senders der Fig. i vorgenommen werden, bei der der von der Richtantenne 13 ausgesandte
Richtstrahl in der Vertikalebene
mit einer bestimmten Geschwindigkeit
hin und her schwankt, während die Frequenz der Trägerwelle entsprechend der Stärke
der Hörsignale moduliert wird. Bei dieser Betriebsweise ist der Empfang an einer
entfernten Empfangsstelle durch die dauernde Richtungsänderung des Richtstrahles
sichergestellt, wie dies im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert wurde. Durch die zusätzliche
Frequenzmodulation wird aber eine Signalübertragung erreicht, die im wesentlichen
frei ist von selektiven Schwunderscheinungen, wie sie bei der Vielwegübertragung
auftreten, wenn amplitudeninodulierteWellen benutzt werden.
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Um diese dritte Betriebsweise durchzuführen, wird der Schalter 47
in .die obere Stellung bewegt. Hierdurch wird erreicht, daß die Frequenz der in
dein Schwingungskreis io erzeugten Schwingungen sich entsprechend der Stärke der
Hörsignale ändert. Bei dieser Schalterstellung entsteht über dem Widerstand
105 keine Hörsignalspannung. Infolgedessen fließt durch .die Röhre 8o ein
konstanter Strom, und die Frequenz der Schwingungen im Abstimmkreis 82, 83 bleibt
konstant. Da die Ausstrahlungsrichtung der von der Antenne 13 ausgesandten Wellen
von der Stärke der Schwingungen im Abstimmkreis 82, 83 abhängt, ändert sich die
Ausstrahlungsrichtung periodisch mit konstanter Frequenz.
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Mittels der Röhre 140 wird nun eine Frequenzmodulation der vom Schwingungskreis
io erzeugten Schwingungen nach Maßgabe der vom Mikrophon 42 ausgehenden Hörsignale
vorgenommen. Die Röhre 140 ist zu diesem Zweck mit dem Schwingungskreis io in der
gleichen Weise verbunden, wie die Röhre 8o mit dem Schwingungskreis 82, 83 verbunden
ist. Die Anode 141 ist über den Kopplungskondensator 142 an das nichtgeerdete, Ende
des Schwingungskreises io angeschlossen. Die Kathode 143 ist über den Kathodenwiderstand
144, der durch den Kondensator 145 überbrückt ist, geerdet und damit zugleich an
das geerdete Ende des Schwingungskreises io angeschlossen. Die zwischen den Endpunkten
des Schwingungskreises io auftretenden Spannungen erscheinen damit an der Anoden-Kathoden-Strecke
der Röhre 140, die durch den Kondensator 151 und den Widerstand 153 so geschaltet
ist, daß in ihr der Strom der Spannung gegenüber voreilt.
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Die Anode 1.I1 erhält ihre Betriebsspannung Tiber die Drosselspule
146 und den Widerstand 147 von der Spannungsquelle 22. Das Schirmgitter 148 erhält
seine Spannung von derselben Spannungsquelle über den Widerstand i 5o und ist über
den Kondensator 149 nach Erde zu überbrückt. Das Steuergitter 152 ist an den Verbindungspunkt
des Kondensators ist und des Widerstandes 153 angeschlossen. Die an den Endpunkten
des Schwingungskreises io auftretende Spannung erscheint über der Reihenschaltung
von Kondensator 151 und Widerstand 153 und ruft damit einen voreilenden Strom hervor.
Dieser voreilende Strom erzeugt an dein Widerstand 153 eine voreilende Spannung.
Diese dein Steuergitter 152 zugeführte Spannung
bewirkt, daß in der Röhre 1.Io ein Strom fließt, der |
der Spannung an den Enden des Schwingungs- |
kreises gegenüber voreilt. Die Röhre 140 stellt |
demnach einen Kondensator dar, der parallel zum |
Schwingungskreis io liegt. Durch die Einstellung |
der mittleren Spannung am @-Viderstand 153 kann |
die Größe dieses Kondensators und damit die Reso- |
nanzfrequenz des Schwingungskreises io einge- |
stellt werden. |
In der oberen Stellung des Schalters 47 werden |
nun über die Schaltkontakte 45 und 46 die vom |
\Iikroplion 42 ausgehenden Signalspannungen der |
Leitung 154 zugeführt, die an das Steuergitter 152 |
angeschlossen ist. Infolgedessen wird die Stärke |
des die Röhre 14o durchfließenden, voreilenden |
Stromes und damit die Frequenz der vom Schwin- |
gungskreis io erzeugten und von der Antenne 13 |
ausgesandten Wellen durch die Stärke der Signale |
bestimmt. |
Durch diese Schaltung wird also die Aus- |
strahlungsrichtung des Senders periodisch in der |
Vertikalebene geändert, während die Frequenz der |
Strahlung entsprechend der Stärke der Signale |
schwankt. |
Es ist ein gemeinsames Merkmal aller Ausfüh- |
rungsformen der Erfindung, ciao die Amplitude der |
ausgesandten Trägerwelle konstant gehalten wird, |
während die Signale entweder durch Änderung der |
Richteigenschaften der Ausstrahlung, z. B. durch |
Richtungsänderung eines Richtstrahles, oder durch |
Änderung der Richtung der Polarisationsebene der |
Strahlung übermittelt werden, |
Dadurch, daß die Amplitude der Trägerwelle |
konstant gehalten wird, ist sichergestellt, daß jeder- |
zeit ein Höchstbetrag an Strahlung vom Empfän- |
ger aufgenommen wird. Werden die Signale statt |
durch eine Änderung der Amplitude der Träger- |
welle gemäß der Erfindung durch eine Änderung |
der Richteigenschaften der Welle übertragen, so ist |
der Einfluß der Schwankungen iin Reflexionsver- |
mögen der Ionosphäre@auf die Stärke der reflektier- |
ten Strahlung und damit die Verzerrung der Si- |
gnale auf ein Minimum herabgesetzt. Die Vermin- |
derung der durch Schwankungen des keflexionsver- |
mögens der höheren Schichten der Atmosphäre ver- |
ursachten Schwankungen der Stärke der empfan- |
genen Signale wird durch die in Fig. 3 angegebene |
Begrenzerschaltung wirkungsvoll unterstützt. |
Fig. 4 zeigt eine Sendeschaltung, bei der in Wei- |
terbildung der Erfindung die Polarisationsebene |
der ausgesandten Strahlung zwischen einer verti- |
kalen und einer horizontalen I?bene in Abhängig- |
keit von der Stärke der Signale geändert wird. |
Durch den Träger%N-ellengeiierator 16o werden über |
die beiden Entladungsröhren 161 und 162 SchWin- |
gungen den beiden Antennen 163 und 164 zuge- |
führt. Diese beiden Röhren besitzen die Anoden |
173 1>zw. 181, die Steuerelektroden 168 bzw.
177 |
und die Kathoden 172 bzw#. 180. Die Antenne 163 |
sendet vertikalpolarisierte, die Antenne 164 hori- |
zontalpolarisierte Wellen aus. Mittel, die den |
1likrophonverstärker 165 einschließen, sind vorge- |
sehen, um die beiden Röhren 161 und 162 abwech- |
selnd leitend zu machen in Abhängigkeit von der Märke der voni
\likrophon 166 ausgehenden Signale. Zu diesem Zweck sind im Steuerkreis der gegeneinandergesclialteten
Röhren 161 und 162 je ein allgestimmter Schwingungskreis 167 und 176 vorgesehen,
die mit dem Trägerwellengenerator gekoppelt sind. Ferner liegt in Reihe mit diesen
Schwingungskreisen je ein Widerstand 169 und
178, die durch Kondensatoren
170 und 179 überbrückt sind, und eine gemeinsame Vorspannungsbatterie
171. Ini :'\usgangskreis der Röhren 161 und
162 liegt je ein abgestimmter
Schwingungskreis 174 und 182, an die die Antennen 163 und 164 angeschlossen sind.
Ihre Betriebsspannung erhalten die "Xnoden der beiden Röhren durch die gemeinsame
Batterie 175.
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Die :\likrophonsignale werden durch den in Gegentakt geschalteten
Verstärker 165 den in Reihe liegenden Widerständen 169 und 178 zugeführt. Die lrl>erbrückungskondensatoren
der Widerstände stellen zwar für die Trägerwelle eine kleine Reaktauz, für die Signale
jedoch, bis zu den höchsten 1,7 requenzen, eineu großen Widerstand dar. Bei wachsender
Signalstärke erhält der eine der Widerstände eine wachsende positive, der andere
Widerstand eine wachsende negative Spannung. Dadurch nimmt die Leitfähigkeit der
einen der beiden IZö liren 161 und 162 zu, die Leitfähigkeit der anderen ab. Damit
ändert sich das Verhältnis der \utcile. die die beiden Antennen 163 und 164 von
den Schwingungen des Generators 16o erhalten, entsprechend der Stärke der Signale.
Dementsprechend ändert sich auch die Polarisationsebene der von dem Antennensystem
ausgesandten Wellen.
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Zum Empfang der von dem Sender der Fig.4 ausgesandten Wellen kann
ein Empfänger für Amplitudenmodulation dienen, sofern die Empfangsantenne die Wellen
einer Polarisationsebene gegenüber Wellen einer anderen Polarisationsebene -bevorzugt,
wie dies z. B. bei einem als Alltenne dienenden geraden Draht der Fall ist.
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Es liegt iin Rahmen der Erfindung, nicht nur, wie bisher beschrieben,
eine einzige der Richteigenschaften der ausgesandten Wellen, sondern gleichzeitig
mehrere dieser Eigenschaften zu ändern, z. 13. eine Modulation der Ausstrahlungsrichtung
eines Richtstrahles in der horizontalen und vertikalen Ebene und in Übereinstimmung
damit eine '.Modulation der Polarisationsebene des Strahles vorzunehmen. Gegebenenfalls
kann auch die Frequenz oder Amplitude der Trägerwelle in Übereinstimmung mit der
'.Modulation der Ausstrahlungsrichtung geändert werden, obgleich, wie bereits dargelegt,
eine Konstanz der Amplitude der Trä ,erwelle bevorzugt wird. Der Sender gemäß Fig.
4 kann auch in ähnlicher Weise wie der Sender gemäß Fig. i so abgewandelt werden
daß verschiedene Betriebsweisen möglich sind, z. B, die Modulationsfrequenz für
die Polarisationsebene in Abhängigkeit von der Signalstärke geändert wird, oder
statt dessen diese Frequenz konstant gehalten und dabei die Trägerwellenfrequenz
in Abhängigkeit von der Signalstärke geändert wird. Der Empfänger gemäß Fig. 3 in
Verbindung mit einer \ntentie in Form eines geraden Drahtes kann dabei zum Empfang
von Signalen dienen, bei denen die Frequenz, mit der die Richtung der Polarisationsebene
geändert wird, der Stärke der Signale entspricht.