-
Verfahren zur Verpackung von keimfrei zu haltenden Backwalen Die Erfindung
bezieht sich auf ;die Verpackung keimfrei zu halternder Backwaren, insbesondere
von Ganzbroten, vorzugsweise zum Schutz gegen Schimmelbildung.
-
Es ist bisher gebräuchlich, Backwaren, die in verpacktem Zustand aus
gesundheitlichen Gründen oder zum Zwecke längerer Aufbewahrung in Umhüllungen gehandelt
werden, nach der Herausnahme aus dem Ofen zunächst auskühlen und ausdünsten zu lassen
und anschließend in Papier oder Papier mit Zwischenlagen von Metallfolien einzuschlagen.
-
Die Auskühlung hat man Jobei im w.esentlichen deshalb für unerläßlich
gehalten, weil man den erhöhten Feuchtigkeitsgeh alt als Veranlassung zur Schimmelbildung
angesehen hat und bei ,dichter Verpackung, z. B. in gewachstem Papier, ein Schwammigwerden
des Brotes befürchtete.
-
Man hat deshalb auch häufig noch sogenannte Luftstreifen, d. h. Streifen
aus durchlässigem Papier, oder Öffnungen in .der Pakkung vorgesehen. Es muß aber
angenommen werden, daß hierdurch ein Eindringen von Keimen begünstigt wurde, da
nach mehr oder weniger kurzer Zeit dass Schimmligwerden nicht verhindert werden
konnte.
-
Vielfach hat man dem Brotteig noch zusätzlich Stoffe, wie Benzoesäure,
beigefügt; -derartige Zusätze sind aber unerwünscht.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden für die Verpackung von Backwaren
=dichte, schmierig gemahlene und mechanisch geglättete, mit Harzen oder solche enthaltenden
Stoffen bewehrte Papiere verwendet und in diese Papiere die Brote in noch heißem,
ofenfrischemZustandeingepackt,wobei man zweckmäßg für eine lockere Packung zur Erhaltung
eines Freiraumes innerhalb der Packung Sorge trägt. -Mit Harzen, bewehrte, d. h.
imprägnierte Päp.iere, sind an sich bekannt. Man hat auch schon wiederholt vorgeschlagen,
Brote in
noch ofenfriscliein Zustand in dichte PackungOn einzuscliliellen.
Bei diesem letztgenannten Verfahren handelt es sich aber im wesentlicIien darum,
dal,) der Backware noch die Möglichkeit der Fetichtigkeitabgabe in der Packung gegeben
wird. Auch sind die bisher ver«-en leten Packungen teilweise sehr uniständl.irh
und für die a11geinein-e Anwendunhier nicht brauchbar.
-
So hat inan beispielsE@-cisz vorgeschlagen. li.eilIes Brot in Zinn-
oder Bleifolien einzuschließen und anschließend in Papier zti verpacken oder sie
in Behälter :aus vcrzinnteni Eisenblech unterzubringen, die einen besondren Bodenrost
zur Abscheidun- der austretenr_Ien Feuchtigkeit aufweisen.
-
Es hat sich jedoch erwiesen, daß derartige verpackte Brote V eräiAerungen
in Geruch und Geschmack erleiden und die Bereitstellung der verhältnismäßig kostspieligen
Verpackungsmittel, die gegebenenfalls doppelte Verpackung u. dgl. die Durchführung
dieses Verfahrens für die Allgemeinheit verbieten.
-
Ebensowenig haben sich Verfahren als brauchbar erwiesen, nach denen
die Brote in dichte Packungen eingeschlossen «-erden sollen, die selbst noch Stoffe
enthalten, die durch Verdunstung keimtötende Gase abgeben, nachdem die fertige Verpackung
einer Nacherhitzung unterworfen ist.
-
Durch die Verwendung dichter Papiere, wie Pcrgamin, die finit Harzlösungen
iinprägniert sind, werden zusätzliche llaßtiahmen. i@-ie -N acherhitzutig oder zusätzliche
Anordnung von besonderen Trockenrosten, die 'Mitverwen.clung von Metallfolien, das
Zuführen von keimtötenden Stoffen oder die Einlötung in metallische Behälter, erspart.
-
Die Handhabung dieser Packun-en bedingt heroinerlei :1n.derung der
gesamten Arbeitsweise etwa in Großbetrieben. Die Packungen sind auch verhältnismäßig
wohlfeil lierzustellen, und die Haltbarkeit der Brote in .clen Packungen ist aine
bemerkenswert ;große.
-
Vor allem treten keinerlei Beeinflussunben des Geschmacks, Geruchs
und des röschen Frischzustandes ein, während vorzugsweise in Blechpackungen Brot
nach kurzer Zeit eine unerwünschte Weichheit und Gesch.inacksv eränderung erleidet.
-
Durch die Verpackung derart, daß diese nicht knapp mit der äußeren
Forni der fri-
scheu Backware abschließt, soticlerit einen ge- |
wissen Freiraum rin Innern der @. crlia cl;ung |
bülä ßt, jedoch selbst eine in sich dichte, ge- |
schlossene Hitlle bildet, erreicht man, dall die |
zunächst @voni frischen Brot al@begrlxne |
Feuchtigkeit nicht unmittelbar in die Kruste |
zieht und diese schmierig macht, sondern |
langsam wieder in das Brot zurückgeht, ohne |
eber, wie etwa durch die Berührung ioit 1-,ie- |
WFallische:n Wänden, z. B. Eisenblech, ge- |
schinacksstörende 'liiderung,ii erlitten zu |
haben. |
Die verwendeten Papiere Haben sich als |
vollkommen unempfindlich ge"eiiübcr den |
heißen Broten erwiesen, die ohne Zwischen- |
lagerung sofort verpackt werd, n können. Sie |
erleiden auch keine Veränderungen finit dem |
Abkühlen, etwa durch Faitenb,il-,huig oder |
Sprödewerden. Verbrauchsstörungen auch |
von mehreren Tagen haben keinen Einflufl |
auf die Frische oder @'ei-«-enfl.l)arkcit der |
Packung. |
Für kleinere Betriebe ist damit die @@lög- |
lichlkeit einer Vorratbildung gegeben, ohne |
daß .die an verschiedenen Tagen Hergestellten |
Brote für den Verbraucher in@rhl#che U nt,r- |
schiede der Eigenschaften der Backware be- |
dingen. Auch für «eitere @'ersand«-ege wer- |
den schlieflich durch die Beha ndlung geni:ill |
der Erfindung kostspielige und in ihren Wert |
nur beschränkte 1VIaßnahinen, wie Zwischen- |
sterilisation, \Iehrschichtpackun,gen niit 'Me- |
tallfolien u. dgl., erspart. |
Das erfindungsgeniäCe Verfahren ist finit |
Anspruch i gekennzeichnet. Die 1Iatlii:iliiiie |
nach Anspruch 2 soll nur-in @'erbin I#mg finit |
(lein Inhalt des Anspruchs i geschiitzt ..ein. |