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Scheibenwischer für Gesichtsschützer von Kraftradfahrern Die Erfindung
betrifft einen Scheibenwischer für Gesichtsschützer von Kraftradfahrern.
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Es ist bekannt, Scheibenwischer für die Gläser der Schutzbrille für
Kraftradfahrer vorzusehen. Dabei ist jedes Schutzglas mit einer Wischerleiste versehen,
die um eine am oberen Rand der Brille sitzende Welle schwenkbar ist. Das Betätigen
der Welle erfolgt über ein Kinnband durch Bewegen der Backenmuskeln bzw. der Backen
oder des Unterkiefers des Fahrers nach den Seiten. Dadurch soll das Kinnband angezogen
werden und ein Drehen der- die Wischerleisten tragenden Wellen erfolgen. Eine derartige
Anordnung ist aber sehr nachteilig, denn der Bewegungsbereich des Unterkiefers des
Fahrers ist nur sehr begrenzt, so daß eine äußerst großeÜbersetzung eingebaut werden
muß, um die notwendige Bewegung .der Wischerleisten zu ermöglichen. Es ist aber
nicht möglich, eine große Übersetzung in geeigneter Weise an :der Brille anzubringen.
Hinzu kommt, daß bei unbeabsichtigten Bewegungen des Unterkiefers die Wischer in
Tätigkeit treten. Es kann nun dabei der Fall eintreten, daß der Fahrer im Schreckmoment
unwillkürlich den Unterkiefer bewegt und dann die Wischer in Tätigkeit treten, wenn
er es am wenigsten gebrauchen kann, da er in einem solchen Falle vor allen Dingen
freie Sicht haben muß und diese nicht durch die sich hin und her bewegenden Wischer
beeinträchtigt sein darf.
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Durch,dieErfindung werden nun diese Nachteile beseitigt. Sie betrifft
einen Scheibenwischer für Gesichtsschützer von Kraftradfahrern, bei dem die über,das
Gesichtsfeld des Gesichtsschützers oder einen Teil desselben zu bewegende Wischerleiste
mit einem lösbar mit der Lenkstange des Kraftrades verbundenen Bowdenzug versehen
ist, der über einen Betätigungshebel o. dgl. vom Fahrer oder elektrisch zu betätigen
ist.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Wischerleiste über ein
Zahnrad mit einer senkrecht verschiebbaren Zahnstange gekuppelt,
an
die der Bowdenzug angeschlossen ist, der in -der Arbeitsstellung durch eine Überschiebbare,
am Wischergehäuse befestigte Hülse gehalten wird. Das Wi.schergehäuse ist lösbar,
z. B. mittels Klammer, Druckknopf; Sauger .o. dgl., am Gesichtsschützer befestigt.
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Das Wischfeld des Gesichtsschützers besteht vorteilhaft aus einer
Glasscheibe, um ein Verkratzen zu verhindern, was leicht bei den aus Kunststoff
bestehenden Gläsern möglich ist.
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Zwischen dem Betätigungshebel des Bowdenzuges und dem Wischer ist
ferner eine an der Lenkstange des Kraftrades lösbar befestigte Kupplung eingeschaltet,
so daß das Lösen des zu dem Wischer führenden Teiles des Bowdenzuges von dem Betätigungshebel
möglich ist. Ferner ist auf der Innenseite des Gesichtsschützers eine Stützenanordnung
getroffen, durch die der Gesichtsschützer gegenüber dem Gesicht abgestützt wird
und die das Beschlagen der Scheibe durch den Hauch des Mundes und der Nase des Fahrers
verhindert.
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Der untere Teil des Gesichtsschützers und die Stützen sind dabei nach
oben und der Bowdenzug seitlich abklappbar, so daß das Ganze auf kleinstem Raum
in einer Tasche oder Hülse unterzubringen ist.
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Es ist also ein Gesichtsschützer mit Wischer geschaffen, der vom Fahrer
oder elektrisch über einen Bowdenzug betätigt werden kann und nebst seinem Bowdenzug
leicht zusammenlegbar und auf kleinstem Raum in einer Hülle unterzubringen ist.
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Auf der Zeichnung: ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen Abb. i die Vorderansicht eines Gesichtsschützers nebst Scheibenwischers
und dem Teil der Lenkstange des Kraftrades, an dem sich der Betätigungshebel und
die Kupplung des Bowdenzuges befinden, Abb:2 eine Seitenansicht des Gesichtsschützers
mit in Gebrauchsstellung befindlichen Gesichtsstützen, Abb. 3 den Grundriß der abgeklappten
Gesichtsstützen, Abb. 4. den zusammengelegten Gesichtsschützer und Abb. 5 und 6
die Kupplung des Bowdenzuges in geöffneter und geschlossener Stellung. Der Gesichtsschützer
i besteht aus Celluloid und bei einen in Richtung des Pfeiles A gegen den Teil i
klappbaren unteren Teil 2. Im Gesichtsschützer ist eine Glasscheibe 3 eingesetzt,
auf deren Außenseite sich eine Wischerleiste 4. bewegen kann. Diese Wischerleiste
4. ist mit einer Welle 5 in einem Gehäuse 6 gelagert, das mit dem Gesichtsschützer
i verbunden ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist eine feste Verbindung
gewählt. Es kann aber statt dessen auch eine lose Verbindung, beispielsweise mittels
Klammern, Druckknopf oder in irgendeiner anderen Weise, vorgenommen werden, so daß
der Wischer leicht auswechselbar ist. Auf der Welle 5 der Wischerleiste 4. sitzt
ein Ritzel 7, das in eine Zahnstange 8 eingreift. Diese Zahnstange 8 hat .ein Gelenk
9, über das sie mit einem Bowdenzug io verbunden ist, der mit einem Betätigungshebel
i i in Verbindung steht. Dieser Betätigungshebel i i ist vorteilhaft am Lenker 12
des Kraftrades, beispielsweise mittels einer Schelle 13 oder in sonst geeigneter
Weise, befestigt. Im Bowdenzug io ist außerdem eine Kupplung 14 vorgesehen, die
aus einem Gehäuse 15 besteht, das mittels einer Schelle 16 o. dgl. mit dem
Lenker 12 des Kraftrades lösbar verbunden ist. Der Teil 17 des Gehäuses 15 ist nach
dem Lösen einer Verriegelung 18 nach oben aufklappbar, wie es z. B. die Abb. 5 zeigt.
Der Bowdenzug io ist mit der Kupplungshälfte i9 versehen, die am Ende in eine Kugel
2o ausläuft. Dieses Kupplungsende i9 wird mit der Kugel 2o in die Kupplung 14 so
weit eingeführt, bis die Kugel 20 im Lager 2 i liegt.
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Damit der Bowdenzug io nicht um das Gelenk 9 beim Betätigen des Wischers
seitlich auskncken kann, ist eine verschiebbare Hülse 22 vorgesehen, die über das
Gelenk 9 geschoben und mit dein Gehäuse 6 verbunden, z. B. verschraubt wird. Zu
diesem Zweck ist am Gehäuse 6 ein Gewinde 23 vorgesehen.
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Ferner ist, um ein Beschlagen der Scheibe 3 zu verhindern, auf der
Innenseite des Gesichtsschützers i eine Schutzvorrichtung vorgesehen, die aus zwei
vollwandigen Gesichtsstützen 2.I, 25 besteht. Diese Gesichtsstützen sind, wie die
Abb. 2 zeigt, im Gebrauchszustande in waagerechter Lage und legen sich gegen das
Gesicht des Kraftradfahrers. Sie verhindern, daß der Hauch von Mund und Nase gegen
die Scheibe 3 gelangt und diese beschlägt. Beim Nichtgebrauch des Wischers sind
sie in Pfeilrichtung B (Abb. 2) nach oben gegen den Gesichtsschützer i geklappt.
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Soll der Schützer nicht gebraucht werden, dann wird der untere Tei12
in Pfeilrichtung A (Abb. 2) nach oben gegen den Schützer i und die Stützen 2q.,
25 werden in Pfeilrichtung B ebenfalls nach oben gegen den Schützer i geklappt.
Dann wird die Hülse 22 vom Gelenk 9 abgezogen bzw. abgeschraubt, so daß der Bowdenzug
io jetzt seitlich in Längsrichtung des Schützers i geschwenkt werden kann, wie es
Abb. .4 zeigt. Der Bowdenzug io ist außerdem aus -seiner Kupplung 1d. herausgezogen
und kann zusammengerollt werden. Der Schützer nebst Wischer nimmt in dieser Stellung,
.wie die Abb. 4 zeigt, sehr
wenig Platz ein und kann z. B. in eine
Tuch-oder Lederhülle eingeschoben und mit dieser in der Brusttasche, Seitentasche
oder Satteltasche bzw. an einem sonst geeigneten Ort untergebracht werden.
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Der Wischer kann auch mit elektrischem Antrieb versehen werden, ähnlich
wie der Wischer bei Automobilen.