DE720419C - Treibstoff fuer Kohlenstaubmotoren - Google Patents
Treibstoff fuer KohlenstaubmotorenInfo
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- DE720419C DE720419C DEG90084D DEG0090084D DE720419C DE 720419 C DE720419 C DE 720419C DE G90084 D DEG90084 D DE G90084D DE G0090084 D DEG0090084 D DE G0090084D DE 720419 C DE720419 C DE 720419C
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- C10G1/00—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
- C10G1/06—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by destructive hydrogenation
- C10G1/065—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by destructive hydrogenation in the presence of a solvent
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- C10G1/00—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
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Description
- Treibstoff für Kohlenstaubmotoren Aschefreie, leicht brennende und hoch reaktionsfähige, dem äußeren Aussehen nach pechähnliche Brennstoffe kann man in hohen Ausbeuten auf dem Wege der Extraktion aus den Kohlen gewinnen. Neben anderen Extraktionsverfahren, die bei gewöhnlichen oder erhöhten Drücken mit verschiedenen Lösungsmitteln arbeiten und grob gepulverte oder auf äußerste Ftinheit (t,-Feinheit) zerkleinerte Kohlen verwenden, hat sich als besonders brauchbar das Verfahren des Patents 632631 erwiesen. Bei diesem Verfahren werden die Kohlen, Steinkohlen wie Braunkohlen, mit Lösungsmittelgemischen aus hydrierten ölen und sauren ölen, aus Tetrahydronaphthalin und Kresol usw. unter erhöhtem Druck behandelt, und zwar bei Temperaturen, die im wesentlichen den auf einen bestimmten Höchstwert ansteigenden Zersetzungstemperaturen des jeweils in Extraktion befindlichen Kohlenmaterials entsprechen. Solche Extrakte werden in hohen Ausbeuten von 8o% und mehr gewonnen.
- Auf Grund der praktisch völligen Aschefreiheit und der hohen Brennbarkeit der Kohlenextrakte lag es nahe, diese als Brennstoff für Kohlenstaubmotaren zu verwenden, da insbesondere dex hohe Aschegehalt der Kohle bisher ein Haupthindernis für die Verwendbarkeit im Kohlenstaubmotor war.
- Bei Verwendung dieser Kohlenextrakte als Treibstoff für Kohlenstaubmotaren hat sich aber eine Schwierigkeit dadurch ergeben, daß sich in der Beikammer bzw. dem Zylinder des Kohlenstaubmotors leicht kaks- und pechähnliche Produkte bilden, welche die Beikammer verstopfen und zu einem Stillstand der Maschine führen. Insbesondere tritt diese Koksbildung bei gleichzeitiger Verwendung von Zündöl beim Starten der Maschine, ein. Der Grund für das Auftreten dieser koks- und pechähnlichen Produkte im Kohlenstaubmotar beim Betreiben mit Extrakten liegt offenbar darin, daß die Extrakte auf Grund ihrer Herstellung öllöslich und -schmelzbar sind. Beim Zusammentreffen dieser öllöslichen Kohlenextrakte im Kohlenstaubmotor mit dem Zündöl oder auch mit dem Schmieröl tritt eine teilweise Auflösung der Extrakte in den genannten ölen ein unter Bildung mehr .oder weniger viscoser Lösungs- und Mischungsprodukte von Extrakt und öl; diese viscosen Produkte haben weder die äußerst feine Aufteilung der ursprünglichen Kohlenextrakte noch liegen sie in der zerstäubten Form von ölen vor und besitzen demzufolge die erforderliche, insbesondere von der Oberflächenentwicklung abhängige Zündfähigkeit nicht mehr, vielmehr reichern sie sich allmählich in der Beikammer unter teilweiser Verkokung an, bis sie die Beikammer so weitgehend verstopft haben, daß die Maschine zum Stillstand kommt. Unterstützt wird die Bildung der visoos,en -Produkte dadurch, daß bei den durch die Kompression erhöhten Temperaturen ein Schmelzen der Extrakte eintritt.
- Gemäf3' der vorliegenden Erfindung werden alle diese Schwierig keiten dadurch überwun-.
- den, daß die Steinkohlenextrakte gem0 Patent 632 631 vor ihrer Verwendung in Kwl@,' lenstaubmotoren einer schonenden thermischen Behandlung unterworfen werden bei mindestens so hohen Temperaturen, daß sie weitgehend bis völlig ölunlöslich und unschmelzbar werden. Durch die erfindungsgemäße thermische Vorbehandlung wird den Extrakten die ihnen auf Grund ihrer Herstellung eigentümlichve, bei der Verwendung im Kohlenstaubm@otor aber schädliche öllö.slichkeit und Schmelzbarkeit genommen. Erfindungsgemäß werden daher die Extrakte auf Temperaturen von etwa aoo bis 6oo° zuvor erhitzt, daß, offenbar auf Grund eintretender Repolymerisation sowie teilweiser Zersetzung, unlösliche und unsclimehbare Produkte vorliegen. Für einen aus einer Gasflammenkohle nach dem Patent 632 631 in 850jo Ausbeute gewonnenen Steinkohlenextrakt hat sich beispielsweise gezeigt, daß eine Erhitzung auf q.00° genügt, um dem Extrakt die öllöslichkeit und Schmelzbarkeit zu nehmen; hierbei wurde aus dem Extrakt etwa 601'o Teerdestillat abgespalten. Der Zündpunkt des auf die geschilderte Weise thermisch värbehandelten Extraktes lag bei 29o' und war somit nur unwesentlich-höher als der Zündpunkt des nicht-_behandelten Extraktes von 22o°. Die lündf.älügkeit der thermisch vorbehanclelteii Steinkohlenextrakte hängt von der Höhe der Vorbehandlungstemperatur sowie _von der Zeit der thermischen Vorbehandlung itl schließlich vom Charakter der Kohlen-'e@ f Takte ab. Man wird daher in Abhängigkeit von dein Charakter der Kohlenextrakte die Temperatur und die Dauer der Vorbehandlung so einstellen, daß die Zündfähigkeit der be- handelten Extrakte eine für Kohlenstaubmnotore hinreichende ist. Unter allen Umständen ist aber erfindungsgemäß die thermische Vorbehandlung derart einzustellen, daß die Extrakte ölunlöslich und unschinelzbar werden. Die erfindungsgemäß thermisch vorbehandelten und praktisch aschefreien Steinkohlenextrakte gemäß Patent 632 631 ermöglichen einen einwandfreien und äußerst wirtschaftlichen Betrieb von Kohlenstaubmotoren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verwendung von praktisch aschefreien Steinkohlenextrakten, die mit Tetrahydron,aphthalin, Teerfraktionen, Ölen oder sonstigen höher siedenden Kohlemvasserstoffen allein oder in Mischung miteinander, bei Temperaturen, die sich nach der Zersetzungstemperatur der letzten Restkohle richten, gewonnen werden und die einer schonenden thermischen Behandlung bei Temperaturen von etwa 4oo bis 6oo= unterwerfen worden sind, als Treibstoffe für Kohlenstaubmotoren.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEG90084D DE720419C (de) | 1935-03-09 | 1935-03-09 | Treibstoff fuer Kohlenstaubmotoren |
FR797264D FR797264A (fr) | 1935-03-09 | 1935-10-17 | Procédé pour la production d'extraits de charbons |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEG90084D DE720419C (de) | 1935-03-09 | 1935-03-09 | Treibstoff fuer Kohlenstaubmotoren |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE720419C true DE720419C (de) | 1942-05-05 |
Family
ID=7139193
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEG90084D Expired DE720419C (de) | 1935-03-09 | 1935-03-09 | Treibstoff fuer Kohlenstaubmotoren |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE720419C (de) |
FR (1) | FR797264A (de) |
-
1935
- 1935-03-09 DE DEG90084D patent/DE720419C/de not_active Expired
- 1935-10-17 FR FR797264D patent/FR797264A/fr not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
FR797264A (fr) | 1936-04-23 |
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