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DE708449C - Koetzerspulmaschine, bei der mehrere Spulenmitnehmer im Kreise an einem drehbaren Tragkoerper angeordnet sind - Google Patents

Koetzerspulmaschine, bei der mehrere Spulenmitnehmer im Kreise an einem drehbaren Tragkoerper angeordnet sind

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DE708449C
DE708449C DEM144872D DEM0144872D DE708449C DE 708449 C DE708449 C DE 708449C DE M144872 D DEM144872 D DE M144872D DE M0144872 D DEM0144872 D DE M0144872D DE 708449 C DE708449 C DE 708449C
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DE
Germany
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Expired
Application number
DEM144872D
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English (en)
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SCHAERER MASCHF
Original Assignee
SCHAERER MASCHF
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE708449C publication Critical patent/DE708449C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/02Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
    • B65H54/10Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers for making packages of specified shapes or on specified types of bobbins, tubes, cores, or formers
    • B65H54/14Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers for making packages of specified shapes or on specified types of bobbins, tubes, cores, or formers on tubes, cores, or formers having generally parallel sides, e.g. cops or packages to be loaded into loom shuttles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

Landscapes

  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Kötzerspulmaschine, bei der mehrere Spulenmitnehmer im Kreise an einem drehbaren Tragkörper angeordnet sind, der nach Fertigstellung eines Kötzers bis zur Überführung einer leeren Spule in die Wickelstellung gedreht wird, und bei der ein hin und her gehender Fadenführer nach Maßgabe des Kötzeraufbaues durch einen Wicklungsfühler allmählich verschoben wird.
ίο Bei einer bekannten Kötzerspulmaschine dieser Art wird die für den Kötzeraufbau erforderliche Schrittschaltung durch einen seitlich schwenkbaren Wicklungsfühler ausgelöst. Dabei muß aber eine verhältnismäßig große Kraft aufgebracht werden, weil der Fühler eine Steuerung zu beeinflussen hat, die das Ein- und Ausschalten der Einrichtung zum Verschieben des erwähnten drehbaren Tragkörpers bzw. des Fadenführers bewirkt.
ao Infolgedessen eignet sich die Spulmaschine, bei welcher der Fühler ständig an der Spule anliegt, nicht zum Wickeln von Kunstseide oder anderen feinen Fäden, die keinen starken Fühlerdruck vertragen, und auch nicht zum Bewickeln von Flachspulen, die ein ständiges Anliegen eines Fühlers ausschließen.
Gegenüber dem Bekannten unterscheidet sich nun die spindellose Kötzerspulmaschine gemäß der Erfindung dadurch, daß den Spulenmitnehmern ein gemeinsamer Spulengegenhalter zugeordnet ist und ein vom Spulenwechselgetriebe gesteuerter Schieber vorgesehen ist, der nach Fertigstellung eines Kötzers den Gegenhalter und den den Fadenführer tragenden Fühler von der Spule abschiebt und mit einem dabei den Faden aufnehmenden Fadenfänger versehen ist und nach dem Spulenwechsel bei der Rückverschiebung den Gegenhalter vor die in die Wickelstellung gelangte leere Spule und den Fühler samt Fadenführer unter Mitnahme des Fadens in die Anfangsstellung bringt.
Diese Bauart ermöglicht, schon durch geringen Druck den Schaltschritt des Wicklungsfühlers auszulösen, der jeweils nur vorübergehend die Spule zu berühren und keine Steuerung für Ein- und Ausschalten von Bewegungsmitteln zwecks axialer Verschiebung zu beeinflussen hat. Deshalb eignet sich diese Maschinenausführung ohne weiteres zum Wikkeln von feinen Fäden sowie von Flachspulen. ίο Da weiterhin der Fühler zugleich den Fadenführer und einen Fadenfänger trägt, kann auf einfache Weise mittels eines Schiebers die bewickelte Spule aus der Einspannung am Tragkörper gelöst und der Faden der leeren, inzwischen in die Wickelstellung gelangten Spule zugeführt werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Kötzerspulmaschine nach der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht des ersten Bei spiels,
Fig. 2 eine Draufsicht.
Fig. 3 und 4 zeigen in größerem Maßstab entsprechende Teilansichten der Fig. 2 mit verschiedener Lage des Fadenfühlers.
Fig. 5 ist eine teilweise Stirnansicht mit Schnitt.
Fig. 6 zeigt eine teilweise, der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht,
Fig. 7 eine teilweise Draufsicht mit Schnitt. Fig. 8 ist eine Seitenansicht des zweiten Beispiels im Arbeitszustand während der Bildung einer Fadenreserve.
Fig. 9 ist eine Draufsicht,
Fig. 10 eine Stirnansicht zu Fig. 8 mit Schnitt.
Fig. 11 und 12 zeigen eine Seitenansicht und eine Draufsicht mit gegenüber Fig. 8 bis 10 geänderter Stellung, d. h. ganz zurückgezogenem Schieber samt Zubehör.
Fig. 13 ist eine Seitenansicht mit vorgeschobenem Schieber,
Fig. 14 eine Seitenansicht zur Erklärung
der Bewegungsmittel für den Schieber, und Fig. 15 zeigt in größerem Maßstab einen Schnitt durch ein Gehäuse, welches die Mittel zur Herstellung der Fadenreserve aufweist.
Es ist beim ersten Beispiel 1 das Maschinengehäuse, aus welchem die Welle 2 heraus-5« ragt, die zum Antrieb des in der Wickelstellung befindlichen Mitnehmers 3 dient, der zur Aufnahme der Spule 4 bestimmt ist. An der mit einem Umfangskranz versehenen Scheibe 5, welche auf einer Achse 6 gelagert ist, sind beim Beispiel neun nach einer Kreislinie in Reihe angeordnete Mitnehmer gelagert. Nach Fertigstellung der Wicklung 7 auf der in der Wickelstellung befindlichen Spule wird die einen Drehkörper darstellende fio Scheibe 5 durch nicht gezeichnete Mittel, zweckmäßig selbsttätig vom Maschinengetriebe aus, jeweils um einen Schritt geschaltet,, so daß die in der Reihe nächstfolgende Spule in gleichachsige Lage zur Antriebswelle 2 kommt und nachher mit ihr gekuppelt wird. 6S Die vorgängige Lösung des Kupplungszustandes des in der Wickelstellung befindlichen Mitnehmers mit der Antriebswelle 2 und das nachherige Kuppeln der letzteren mit dem neu in die Wickelstellung gebrachten Mitnehmer erfolgt zweckmäßig selbsttätig durch entsprechendes axiales Verschieben der Antriebswelle 2 vom Maschinengetriebe aus.
Die in der Wickelstellung befindliche Spule 4 7S wird an ihrem der Antriebswelle 2 abgekehrten Ende von einem Gegenhalter 8 gestützt, welcher durch einen Bolzen gebildet ist, der in einem Tragstück 9 axial einstellbar ist. Das Tragstück 9 sitzt verschiebbar auf einer Stange 10 und wird für gewöhnlich durch eine auf diese aufgeschobene Schraubenfeder 11 in Richtung gegen das Maschinengehäuse 1 gedrückt zwecks Andrückens des Gegenhalters 8 an die zu bewickelnde Spule 4. Die *5 Stange 10 wird an ihrem dem Gehäuse 1 abgekehrten Ende von einem Kopfstück 12 aufgenommen, das ferner mit Stangen 13 und 14 verbunden ist sowie eine Führungsstange 15 (Fig. 5) und eine weitere Stange 16 abstützt. Längs der Führungsstange 15 gleitet bei der Wickelarbeit der Fadenfühler 17, dessen drehbarer Ring 18 in bekannter Weise mit der in Herstellung begriffenen Kötzerwicklung zusammenarbeitet. Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, wirkt der·Fadenfühler 17 durch eine Anschlagbacke 17' mit der Führungsstange 15 zusammen. Mit der Stange 16 ist der Fadenfühler 17 fest verbunden. Diese Fadenfühlerstange 16 liegt zum Teil in einer vom Ge- i°o triebe der Maschine axial hin und her bewegten Hohlstange 19, auf die gemäß Fig. 7 eine Druckfeder 20 aufgeschoben ist, welche sich einerends an einem Stellring 21 abstützt und andernends auf eine ebenfalls auf die Hohlstange 19 aufgeschobene Sperrhülse 22 einwirkt. Diese Sperrhülse 22 wirkt durch ihre konische Innenfläche mit auf deren Umfang verteilten Sperrkugeln 23 zusammen, die in Löchern der Hohlstange 19 liegen und durch die Sperrhülse 22 so gegen die Fadenfühlerstange 16 gedrückt werden können, daß diese mit der Hohlstange 19 Bewegungsverbindung erhält. Am Maschinengehäuse 1 ist ein zweckmäßig axial verstellbarer Anschlag 24 angeordnet, welcher zum Zusammenwirken mit der Sperrhülse 22 bei der axialen Hinundherbewegung der Hohlstange 19 dient. Wenn die Hohlstange 19 in derjenigen Richtung verschoben wird, in welcher der mitgehende iao Wicklungsfühler 17 dem Maschinengehäuse 1 genähert wird, so wird der Fühlerring 18
gegen den auf der Spule vorhandenen Fadenwickel 7 bewegt, um ihn gegebenenfalls abzufühlen und dadurch in bekannter Weise den Fadenfühler 17 unter Verschiebung der Stange 16 um einen Schritt zu schalten. Zu diesem Zwecke muß die Sperrhülse 22 auf den ruhenden Anschlag 24 auftreffen, so daß sie entgegen dem Einfluß der Druckfeder 20 zurückgedrängt wird und dadurch der Druck der Sperrhülse 22 auf die Sperrkugeln 23 aufgehoben wird, womit die Fadenfühlerstange 16 zur Schaltung um einen Schritt freigegeben wird. In der Folge wird dann bei dem zur erwähnten Richtung umgekehrten Bewegungssinne der Hohlstange 19 die Sperrhülse 22 unter dem Einfluß der Druckfeder 20 in Richtung gegen das Gehäuse 1 bewegt und wieder mit den Sperrkugeln 23 zum Zusammenwirken gebracht, um demgemäß auf die Stange 16 und somit auf den Fadenfühler 17 eine zur Schaltrichtung gleichgerichtete Sperrwirkung auszuüben. Die Schaltung des Fadenfühlers 17 erfolgt demnach nur, wenn die Sperrwirkung der Sperrhülse 22 aufgehoben wird, diese also durch Auftreffen auf den ruhenden Anschlag 24 bzw. auf mechanischem Wege außer Wirkung gesetzt wird.
Der Widerstand, welchen die Sperrhülse 22 der Verschiebung des Fadenfühlers 17 in Richtung vom Gehäuse 1 weg entgegensetzt, kann indessen auch auf mechanischem Wege überwunden werden. Hierzu dient eine Mitnehmerklinke 25, die mit einem am Fadenfühler 17 vorhandenen Stift 26 (Fig. 5,6) zum Zusammenwirken gebracht werden kann. Die Mitnehmerklinke 25 ist durch eine Schraube 27 an einem Schieber 28 gelagert, welchem an den Stangen 10 und 14 Führung gegeben ist, und zwar faßt der Schieber 28 gemäß Fig. 5 mittels eines Lappens 28' in einen Längsschlitz der hohlen Stange 14. Die Mitnehmerklinke 25 besitzt einen abwärts ragenden Arm 25', mittels welchem sie gemäß Fig. 6 an einen auf der Stange 14 einstellbaren An-
♦5 schlagwinkel 29 anschlägt und dadurch in der gezeichneten Lage gehalten wird, in welcher eine an der Mitnehmerklinke 25 vorgesehene Rast 25" außer Eingriff mit dem Stift 26 des Schiebers 28 gehalten ist. Ein am Schieber 28 angebrachter Stift 30 begrenzt die Schwenkbewegung der Mitnehmerklinke 25, wenn der Schieber 28 die in Fig. 6 angenommene Endlage verläßt. Am Schieber 28 greift eine Hubstange 31 an, welche mittels eines Kurbelzapfens 32' an einem Kulissenhebel 32 einstellbar ist, der auf einer Welle 33 sitzt und beim Betrieb der Maschine selbsttätig periodisch eine Umdrehung ausführt. Der Schieber 28 trägt einen Fadenfängerarm 34, welcher dazu dient, beim Wechseln der Spule an der Wickelstellung den Faden von der vollen Spule auf die der Wickelstellung zu bewegte leere Spule überzuleiten. Beim Spulen wird der Faden von einem Führer 35 gehalten, der am Fadenfühler 17 angebracht ist.
Während des Wickeins wird der Fadenfühler 17 schrittweise geschaltet, bis der Fadenwickel die gewollte Länge hat; alsdann führt der Kulissenhebel 32 eine Umdrehung aus, wodurch der Schieber 28 in Richtung gegen den Spulengegenhalter 8 vorgeschoben und dann wieder in seine Ruhelage zurückgezogen wird. In der Schlußphase des Vorschiebens des Schiebers 28 stößt ein an demselben befestigter Ausleger 36 auf den Spulengegenhalter 8 und verschiebt diesen entgegen dem Einfluß seiner Druckfeder 11, wodurch dieser Gegenhalter 8 außer Wirkung gesetzt wird, wie in Fig. 3 ersichtlich ist. Bei diesem Vorschieben des Schiebers 28 läuft die Mitnehmerklinke 25 durch eine vordere Schrägfläche auf den am Fadenfühler 17 angeordneten Stift 26 auf und fällt in der Folge mit ihrer Rast 25" in diesen Stift 26 ein. Die Mitnehmerklinke 25 nimmt sodann auf ihrem weiteren Weg den Fadenfühler 17 mit, so daß derselbe außer Bereich der fertiggewickelten Spule kommt, wie aus Fig. 4 hervorgeht. Beim Vorschieben des Schiebers 24 trifft der Leitarm des Fadenfängers 34 auf den noch im Führer 35 befindlichen Faden, welcher in der Folge aus dem Führer 35 heraus und in eine Rast 34' (Fig. 3) des Armes 34 geleitet wird. Dann erfolgt die Schaltung der Scheibe 5 um einen Schritt zwecks Wechselns der Spule an der Wickelstellung, worauf der Rücklauf des Schiebers 28 unter Mitnahme des Fadenfühlers 17 durch die Klinke 25 in die in Fig. 4 strichpunktiert gezeichnete Ruhelage stattfindet, wobei in der Schlußphase dieses Rück- I0(> laufes die Mitnehmerklinke 25 durch den Anschlagwinkel 29 vom Fühler 17 entkuppelt wird. Durch nicht gezeichnete Hilfsmittel wird dann der Faden aus der Rast 34' des Armes 34 gehoben und wieder in den Faden- l°5 führer 35 gebracht. Beim Rücklauf des Schiebers 28 gibt dessen Ausleger 36 den Spulengegenhalter 8 wieder frei, der alsdann an der neu in die Wickelstellung bewegten Spule zur Wirkung.kommt. Es wird nun in no der erklärten Weise auf diese Spule der Faden aufgewickelt. In der Rücklaufrichtung des Schiebers 28 läßt die Fadenfühlerstange 16 sich leicht verschieben, weil die Sperrhülse 22 in dieser Richtung nicht wirksam ist, so daß also für den Rücklauf des Schiebers kein Gesperre o. dgl. gelöst werden muß.
Das zweite Beispiel betrifft eine Ausführung, bei welcher der nach Beendigung der Spulenwicklung den Gegenhalter der Spule und den Wicklungsfühler außer Wirkung setzende Schieber mit Hilfsmitteln versehen
ist, welche die Herstellung einer Fadenreserve auf der einzelnen Spule gestatten.
Dadurch wird auf verhältnismäßig einfache
Weise die Verwendungsfähigkeit der Maschine dementsprechend erweitert.
Bei diesem Beispiel ist die am Schieber 2S angreifende Hubstange 31 durch ein übergeschobenes Rohr 31' (Fig. 14) mit einer ebenfalls in dieses Rohr eingreifenden Stange 31" verbunden. Das Rohr 31' ist durch den Stellring 41 fest mit der Stange 31 verbunden. An der Stange 31" ist ein Stellring 42 vorgesehen, welcher durch eine Schraubenfeder 43 mit dem Ring 41 verbunden ist, wodurch zwisehen den Stangen 31 und 31" eine elastische Verbindung hergestellt ist. Die Stange 31 ist mittels eines Kurbelzapfens 32' an einem Kulissenhebel 32 einstellbar, der auf einer Welle 33 sitzt und beim Betrieb der Maschine selbsttätig periodisch eine Umdrehung ausführt.
Während der Wickelarbeit wird der Fadenfühler 17, wie beim ersten Beispiel erklärt, schrittweise geschaltet, bis der Fadenwickel die gewollte Länge hat. Alsdann führt der Kulissenhebel 32 eine Umdrehung aus zwecks Hinundherschiebens des Schiebers 28. Falls beim Verschieben des Schiebers 28 in Richtung gegen den Spulengegenhalter durch einen in den Weg gekommenen harten Fremdkörper sich ein Widerstand einstellen sollte, so erfolgt im Rohr 31' entgegen der Feder 43 eine Relativverschiebung der Stange 31" in bezug auf die Stange 31, so daß Verklemmungen und hieraus mögliche Beschädigungen unterbleiben. Bei diesem Hinundherschieben des Schiebers 28 spielen sich die beim ersten Beispiel erklärten Vorgänge ab.
Der Schieber 28 trägt ein Gehäuse 44 mit einer Achse 45 und einem in den Fig. 8 und 11 fehlenden Deckel 46, an welchem mittels eines Bolzens 47 eine Spiralfeder 48 mit ihrem einen Ende befestigt ist. Die Spiralfeder 48 ist mit ihrem zweiten Ende an der Nabe eines auf der Achse 45 drehbaren Zahnrades 49 festgemacht, welches einen seitlichen Stift 50 aufweist, der gemäß Fig. 8 an den Bolzen 47 des Deckels 46 anschlägt, wodurch die Ruhestellung des von der Spiralfeder 48 beeinflußten Zahnrades 49 bestimmt ist, das im Umfang einen Ausschnitt 49' aufweist.
In der Schlußphase des Rücklaufes des Schiebers 28 kommt das Zahnrad 49 des Gehäuses 44 gemäß Fig. 8 mit einem Zahnkolben 51 in Eingriff, welcher auf der Achse eines Rades 51' am Maschinengestell gelagert ist und vom Getriebe der Maschine aus über ein in das Rad 51' eingreifendes Rad 52 ständig gedreht wird. Am Gehäuse 44 ist ein Ausschnitt vorgesehen, welcher den Eingriff des Zahnrades 49 mit dem Zahnkolben 51 ermöglicht. Sobald das Zahnrad 49 beim Rücklauf des Schiebers 28 auf den Zahnkolben 51 auftrifft, wird die rückläufige Bewegung des Schiebers 28 aufgehalten. Der Kulissenhebel 32 beendigt trotzdem seine volle Umdrehung, und zwar unter Spannen der an der mehrteiligen Hubstange 31, 31', 31" vorgesehenen Feder 43. Nach dem Zustandekommen des Eingriffes des Zahnrades 49 in den Zahnkolbeil 5i wird durch den als Antriebsrad dienenden Zahnkolben 51 das Zahnrad 49 unter Spannen der Spiralfeder 48 in der Pfeilrichtung gemäß Fig. 8 so weit gedreht, bis der Ausschnitt 49' des Zahnrades 49 dem Zahnkolben 51 gegenüber zu liegen kommt, worauf der Schieber 28 durch den Einfluß der an der mehrteiligen Hubstange vorhandenen Feder 43 ganz in die Ausgangslage zurückgezogen wird, wie aus Fig. 11 hervorgeht.
Solange die Rücklaufbewegung des Schiebers 28 infolge Zusammenwirkens des im Gehäuse 44 angeordneten Zahnrades 49 mit dem am Maschinengestell gelagerten Zahnkolben 51 unterbrochen bleibt, wird mittels des Fadens am Fuße der kurz zuvor an der Maschine in die Wickelstellung gekommenen leeren Spule 4 eine Fadenreserve hergestellt. Nachdem dann der Schieber 28 ganz in seine Ausgangslage zurückgezogen worden ist, beginnt die normale Wickelarbeit unter schrittweisem Schalten des Wicklungsfühlers 17. Wenn nach Beendigung der Wicklung der Schieber 28 vom Kulissenhebel 32 aus wieder vorgeschoben wird, so kommt in der Anfangsphase dieser Verschiebebewegung des Schiebers 28 das Zahnrad 49 aus dem Bereich des Zahnkolbens 51 heraus, worauf dieses Zahnrad 49 unter dem Einfluß der sich nun entspannenden Spiralfeder 48 in die frühere Lage zurückdreht, nämlich bis der Stift 50 des Zahnrades an den ihm als Gegenanschlag dienenden Bolzen 47 des Gehäusedeckels 46 anschlägt. Beim nachherigen Rücklauf des Schiebers. 28 kommt das Zahnrad 49 wieder mit dem sich drehenden Zahnkolben 51 zum Zusammenwirken, so daß auf der inzwischen neu in die Wickelstellung gekommenen leeren Spule wieder zunächst eine Fadenreserve erzeugt wird und erst nachher die eigentliche Wicklung gebildet wird.
Der Drehwinkel des Zahnrades 49 von der Ruhestellung bis zum Eingriff des Ausschnittes 49' mit dem Zahnkolben 51 kann, um an den Spulen eine in bezug auf die Fadenlänge größere oder kleinere Fadenreserve aufzuwickeln, verändert werden, indem der am Deckel 46 vorgesehene Bolzen 47 durch Drehen des Deckels 46 verstellt wird, so daß im Zusammenwirken mit dem am Zahnrad 49 vorhandenen Anschlagstift 50 eine entsprechend eänderte Ruhestellung des Zahnrades 49 sich
ergibt. Der Deckel 46 kann erst gedreht werden, nachdem er entgegen dem Einfluß einer Feder 53 (Fig. 15) auf der Achse 45 so weit auswärts gezogen worden ist, daß sein mit Rasten 46' versehener Flansch aus dem Bereich einer am Gehäuse 44 angeordneten Anschlagschraube 54 gekommen ist. Indem der Flansch des Deckels 46 mittels einer Rast 46' über die Anschlagschraube 54 faßt, ist ein Drehen des am Gehäuse anliegenden Deckels 46 verhindert. Am Umfang des Flansches des Deckels 46 sind eine Anzahl solcher Rasten 46' vorhanden, und zwar entspricht derselben eine auf der Außenseite des Deckels 46 vorgesehene Einteilung, die in Fig. 14 angedeutet und in zweckdienlicher Weise beziffert ist. Auf Grund dieser Einteilung kann der Deckel 46 gegenüber einer am Schieber 28 vorgesehenen festen Marke nach Maßgabe des Inhalts
ao der gewünschten Fadenreserve eingestellt werden.
Am Schieber 28 ist mittels eines Bolzens
55 noch ein als Fadenfänger dienender Hebel
56 gelagert, der zwei Fangrasten 56' und 56" (Fig. 12) aufweist und dem Einfluß einer auf den Lagerbolzen 55 aufgeschobenen Drehungsfeder unterstellt ist, welche bestrebt ist, den Hebel 56 gemäß Fig. 13 gegen einen Anschlagstift 58 zu halten, der am Schieber 28 vorgesehen ist. Beim Rücklauf des Schiebers 28 wird der Faden von der Fangrast 56" des Hebels 56 aufgenommen und in der Folge aus einem Schlitz des Fadenführers 35 herausgezogen. Auf diese Weise wird der Faden mittels des Hebels 56 vor den Kopf 3 des neu in die Wickelstellung gekommenen Spulenmitnehmers gebracht, um von dessen nicht ge-
. zeichneten! Einfädler aufgenommen und der Spule zugeleitet zu werden. Das Einfädeln erfolgt, während der Schieber 28 sich noch bewegt, wobei der Faden aus der Rast 56" des Hebels 56 in dessen Rast 56' überspringt zwecks Bildung einer Fadenreserve am Spulenfuß.
Es geschieht dies gemäß Fig. 8 und 9, während der Schieber 28 infolge Zusammenwirkens seines federbelasteten Zahnrades 49 mit dem Antriebsrad 51 in seinem Rücklauf aufgehalten ist. Bei der auf den vorübergehenden Stillstand des Schiebers 28 erfolgenden Schlußphase des Rücklaufes des Schiebers 28 wird der Hebel 56 entgegen dem Einfluß seiner Feder infolge Zusammenwirkens mit einem am Maschinengestell festen Stift 59 in die Stellung gemäß Fig. 12 verschwenkt. Dabei gleitet der Faden aus der Rast 56' des Hebels 56, wird also zwecks Ausführung der normalen Wickelarbeit vom Hebel 56 freigegeben und gleitet hierzu in den Schlitz des Fadenführers 35. Eine oberhalb der Spule befindliche, in Fig. 13 eingezeichnete bewegliche Fadenleitöse 57 veranlaßt bei Fadenbruch das Abstellen der Maschine.
Damit die bei Inbetriebnahme der Maschine zuerst zu bewickelnde Spule ebenfalls eine Fadenreserve erhält, wird der Schieber 28 unter Veränderung der Länge seiner mehrteiligen Hubstange von Hand so weit vorgeschoben, daß der Ausschnitt 49' aus dem Bereich des Zahnkolbens 51 kommt und das federbeeinflußte Zahnrad 49 in die Ruhestellung zurückgedreht wird. Nachher läßt man durch entsprechende Einstellung des Schiebers 28 genanntes Zahnrad 49 mit dem Zahnkolben 51 in Eingriff bringen zwecks Erzeugung der Fadenreserve.
Der Zahnkolben 51 kann mit dem ihn antreibenden Räderpaar 51', 52 auf einem Schlitten angeordnet sein, der durch ein Exzenter eine kurze Hinundherbewegung erhält. Diese kurze Hinundherbewegung überträgt sich auf den Schieber 28, was eine entsprechende Verlegung des Fadens auf der Spule bei der Herstellung der Fadenreserve bewirkt.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Kötzerspulmaschine, bei der mehrere Spulenmitnehmer im Kreise an einem drehbaren Tragkörper angeordnet sind, der nach Fertigstellung eines Kötzers bis zur Überführung einer leeren Spule in die Wickelstellung gedreht wird, und bei der ein hin und her gehender Fadenführer nach Maßgabe des Kötzeraufbaues durch einen Wicklungsfühler allmählich verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß den Spulenmitnehmern ein gemeinsamer Spulengegenhalter (8) zugeordnet ist und ein vom Spulenwechselgetriebe gesteuerter Schieber (28) vorgesehen ist, der nach Fertigstellung eines Kötzers den Gegenhalter und den den Fadenführer (35) tragenden Fühler (17) von der Spule abschiebt und mit einem dabei den Faden aufnehmenden Fadenfänger (34) versehen ist und nach dem Spulenwechsel bei der Rückverschiebung den Gegenhalter vor die in die Wickelstellung gelangte leere Spule und den Fühler samt Fadenführer unter Mitnahme des Fadens in die Anfangsstellung bringt.
2. Kötzerspulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenfänger (34) einen den Faden aus dem Fadenführer schiebenden Leitarm und eine den Faden aufnehmende Rast (34') aufweist.
3. Kötzerspulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber einen Anschlag (36) zum Abschieben des
unter Federbelastung stehenden Gegenhalters aufweist und mit einer Mitnehmerklinke (25) versehen ist, die beim Abschieben den Fühlerträger erfaßt und nach der Rückverschiebung in die Anfangsstellung sich vom Fühlerträger wieder löst.
4. Kötzerspulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (28) ein durch eine Rückdrehfeder belastetes Zahnrad (49) trägt, das bei der Rückverschiebung kurz vor der Endstellung auf ein Antriebsrad (51) trifft, das den Schieber zwecks Bildung einer Fadenreserve auf der in die Wickelstellung gelangten Spule aufhält und das mit einem Ausschnitt (49') versehene Zahnrad (49) unter Spannen seiner Feder (48) dreht, bis der Ausschnitt dem Antriebsrad gegenüberliegt, worauf das Zahnrad mit dem Schieber seine Rückverschiebung beendigt und bei dem späteren Vorschieben nach dem Austritt des Antriebsrades aus dem Ausschnitt durch die Feder in seine Ruhestellung zurückgedreht wird.
5. Kötzerspulmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsrad (51) und der Schieber (28) mit dem Zahnrad (49) zwecks Verlegung des Fadens während der Bildung der Fadenreserve hin und her bewegt werden.
6. Kötzerspulmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der am Schieber vorgesehene Fadenfänger aus einem feder1>elasteten Hebel (56) besteht, der mit zwei Fadenfangrasten (56', 56") so verseilen ist, daß der Faden durch die eine Rast (56") v(jr den Spulenmitnehmer zurückgeführt wird und aus dieser in die andere Rast (56') zur Bildung der Fadenreserve überspringt und daß ein ortsfester Anschlag (59) vorgesehen ist, der den Hebel am Ende der Rückverschiebung zwecks Freigabe des Fadens entgegen der Federkraft verschwenkt.
7. Kötzerspuhnaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (28) mit einer mehrteiligen Hubstange (31. 31', 31") gekuppelt ist, deren Teile durch eine dazwischengeschaltete Feder (43) miteinander verbunden sind, so daß der Schieber bei Inbetriebnahme der Maschine für die Bildung der Fadenreserve auf der zuerst zu bewickelnden Spule von Hand einstellbar ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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DEM144872D 1939-03-01 1939-04-19 Koetzerspulmaschine, bei der mehrere Spulenmitnehmer im Kreise an einem drehbaren Tragkoerper angeordnet sind Expired DE708449C (de)

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FR863120A (fr) 1941-03-24
GB539776A (en) 1941-09-24

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