DE7045A - Elektrische Lampe - Google Patents
Elektrische LampeInfo
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Description
PATENTSCHRIFT
Klasse
RICHARD WERDERMANN in LONDON. Elektrische Lampe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lo. November 1878 ab.
Um das Wesen vorliegender elektrischer Lampe leichter verständlich zu machen, mögen
der Beschreibung der Erfindung die Resultate der Versuche, aus denen sie entstanden, vorausgehen.
Wenn der Volta'sche Bogen mit Hülfe zweier Elektroden von gleichem Querschnitt
erzeugt wird, so erhitzt sich bekanntlich die positive Elektrode bis zur Weifsglut, nimmt
eine Pilzforrri an, höhlt sich kraterförmig aus und nutzt sich ungefähr zweimal stärker als die
negative Elektrode ab, welche der elektrische Strom allmälig in eine Spitze verwandelt.
Die Länge des Volta'schen Bogens, d. h. der Abstand der beiden Elektrodenspitzen, ist
proportional der Intensität des ihn erzeugenden elektrischen Stromes.
Dieser Vorgang bleibt nicht derselbe, wenn die Elektroden verschiedenen Querschnitt besitzen.
Vermindert man den Querschnitt der positiven Elektrode und vermehrt man den der negativen, so wird die an letzterer bemerkbare
Rothglut mehr und mehr abnehmen,' während die Hitze an der positiven Elektrode im Gegentheil
mit der Verminderung des Querschnitts zunimmt.
Der elektrische Funken überspringt nicht mehr mit derselben Leichtigkeit den Abstand
zwischen den beiden Elektroden und, um den Volta'schen Bogen zu erzeugen, mufs man
die Elektroden einander nähern und den sie trennenden Abstand vermindern, bis der elektrische
Strom überspringen kann. Je gröfser die Differenz der Querschnitte der Elektroden
ist, desto mehr mufs man sie. einander nähern, damit der Volta'sche Bogen entstehen und
bleibend leuchten kann. Man gelangt so an eine Grenze derart, dafs der Abstand zwischen
den Elektroden unendlich klein wird, d. h. die Elektroden sich berühren, wenn ihre Querschnitte
im Verhältnifs von 1 : 64 stehen; alsdann nutzt sich die negative Elektrode, welche
nicht mehr erwärmt wird, auch nicht mehr sichtbar .ab und nur die positive Elektrode verbrennt
an der Berührungsstelle mit der negativen Elektrode, wobei an derselben ein absolut
ruhiges Licht entsteht, so lange eine innige Berührung zwischen den Elektroden stattfindet.
Man erzeugt demnach ein Licht vermittelst eines unendlich kurzen Volta'schen Bogens. : Sollen die Experimente gut gelingen,
so darf man sich nicht zu kurzer positiver Elektroden bedienen, ebensowenig einen im
Verhältnifs zum elektrischen Strom geringen Querschnitt für dieselben anwenden, da in
diesem Falle die Elektrode sich auf ihre ganze Länge erhitzen würde.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Construction dieser Lampe. T ist ein Kupferrohr,
welches fast auf seiner ganzen Länge mit zwei diametralen Schlitzen versehen ist, so dafs
die beiden Zapfen ggl des Querstücks d. frei
in denselben gleiten können. An einem Ende des Rohres ist ein kleiner Ring b mit zwei
kleinen Rollen/ und eine Feder rx angebracht;
über die Rollen ρ ρ sind zwei Schnüre oder Ketten geschlungen, deren Enden einerseits mit
den Zapfen g g\ andererseits mit einem Gewichte p' verbunden sind, das aus einem
hohlen mit Kugeln angefüllten Holzkörper besteht.
Das Rohr T ist innerhalb eines hohlen HoIzcandelabers
C placirt und wird durch den Sector s- gehalten, an den es angelöthet ist.
Dieser Metallsector ist mit dem Rande eines Metallstreifens / verschraubt, welcher innerhalb
des Candelabers bis zum Boden geht, ein anderer Streifen V, der ebenfalls innerhalb des
Kandelabers herabgeht, ist mittelst einer Schraube an den Bügel α aus Kupfer befestigt; dieser
Bügel α kann auch bei j mit einem Scharnier versehen sein, so dafs er heruntergeklappt werden
und man die Glocke G aus Opal- oder mattgeschliffenem Glas entfernen kann. Bügel a
trägt eine Krone c, innerhalb welcher ein Kohlenstück in Form einer Kalotte E mittelst
drei Schrauben befestigt ist.
Das Rohr T nimmt den Kohlenstab e auf, der in dem Querstück d befestigt unter Einflufs
des Gewichtes /' emporzusteigen sucht, je nachdem die positive Elektrode durch den
elektrischen Strom kürzer wird.
Die beiden Metallstreifen //', welche innerhalb
des Candelabers angebracht sind, sind am Boden mit Klemmschrauben zur Aufnahme der
Leitungsdrähte versehen. Der Strom geht durch den Streifen / zum Rohr T der Elektrode e,
springt auf die Elektrode E und gelangt auf den Bügel α zum Streifen V. Vorausgesetzt,
dafs der.- elektrische Strom stark genug ist,
kann man eine grofse Anzahl derartiger Lichter in einen Stromkreis einschalten und jede Lampe
kann nach Belieben ausgelöscht werden, ohne dafs die anderen davon berührt werden, indem
man einfach durch einen Contactschlüssel die beiden Metallstreifen mit einander verbindet.
Handelt es sich darum, ein intensives Licht mittelst einer verhältnifsmäfsig starken Elektrode
zu erzeugen, so genügt die vorliegende Anordnung nicht mehr. In diesem Falle wird die
Elektrode durch einen Cylinder oder ein'Prisma
ihrer Längsrichtung nach geleitet; der Cylinder oder das Prisma ist auf das Rohr T geschraubt,
wie Fig. 3 es zeigt. Anstatt eines massiven Cylinders oder Prismas kann man den Cylinder
oder das Prisma der Längsrichtung nach zerschnitten anwenden, wie die Fig. 4 bis 19
zeigen.
Die Elektrode kann im Querschnitt kreisförmig oder elliptisch, dreieckig, viereckig, länglich
oder polygonal sein. Auch kann die Elektrode die Form eines Bündels annehmen, Fig. 14 und 16, oder plattenförmig sein, Fig. 12
und 13. Auch können zwei oder mehrere Elektroden in einem Prisma oder Cylinder
vereinigt sein, Fig. 17, 18 und 19, und entweder
gemeinschaftlich oder einzeln zur Wirkung kommen. Die Anordnung, Fig. 20 und 21,
eignet sich für diese Modification und erzeugt ein Lichtbündel. Es können ferner ein oder
mehrere Cylinder (Rohre) mit Elektrode in einem Kandelaber vereinigt sein.
Handelt es sich darum, eine recht lange Elektrode zu benutzen, so kann der untere
Theil derselben, welcher in dem Querstück d befestigt wird, aus Porzellan oder anderem nicht
leitenden Material bestehen.
Die flache oder die biconvexe Elektrode, Fig. 12 und 13, erzeugt ein grofses flaches
Licht. Besteht das die Elektrode umhüllende Rohr aus mehreren Segmenten, Fig. 5 und 6,
so vereinigt man dieselben passend durch einen aufgeschraubten Ring, Fig. 23, oder durch einen
hohlen Konus c, Fig. 22, dessen Aushöhlung
der Form des oberen Endes des Rohres C1 entspricht und der dasselbe durch sein eigenes
Gewicht zusammenhält.
Vermöge der in Fig. 22 dargestellten Kugelform für die negative Elektrode kann man
durch einfache Drehung jeden Augenblick eine andere Stelle derselben dem elektrischen Strom
aussetzen, wenn sich auf der negativen Elektrode infolge Verflüchtigung der positiven Elektrode
kleine Theilchen der letzteren ablagern.
Claims (5)
1. Die vorbeschriebene Art und Weise, einen Volta'schen Bogen von unendlicher Kürze
zwischen zwei Elektroden von verschiedenem Querschnitt hervorzubringen, welche Querschnitte
der Intensität der Ströme proportional sind.
2. Eine positive Elektrode in Form einer Kugel- oder Kugelcalotte.
3. Der biconvexe Querschnitt der Elektroden.
4. Die verschieden dargestellten Formen der' Hülsen, welche die Elektroden umfassen.
5. Die vorbeschriebene und dargestellte elektrische Lampe.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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